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60b. Willenskraft - Thomas Laemmle - Podz-Glidz 60b (Teil2)

// Lucian Haas, SPEAKER_00 · 2021-07-10 · 01:01:00 · original episode

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[show notes]
Thomas Lämmle stieg auf Achttausender – ohne Sauerstoff. Nach einem Gleitschirmunfall muss er neu laufen lernen. Er will zurück auf den Kilimandscharo. (Teil 2) +++ Hinweis: Wenn Du bisher Teil 1 des Gesprächs mit Thomas Lämmle noch nicht gehört hast, dann solltest Du das auf jeden Fall zuvor noch tun. Denn einiges von dem, was Thomas im Folgenden erzählt, setzt Vorgeschichten aus Teil 1 voraus. Dort ging es am Ende um Thomas‘ Forschungsarbeiten, wie sich der menschliche Körper an dünne Höhenluft anpassen kann. Dabei kam er auf eine spezielle Atemtechnik zu sprechen. Wie diese funktioniert und wie sie auch beim Gleitschirmfliegen helfen kann, darum geht es u.a. in Teil 2. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://www.lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Voices Artist: Patrick Patrikios https://www.youtube.com/watch?v=NB8IDxFLbUs

[transcript]

0:10Lucian Haas

Podz-Glidz, der Lu-Glidz- Podcast.

0:14SPEAKER_00

Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.

0:20Lucian Haas

Es folgt Teil 2 des Gesprächs mit Thomas Lemle. Wenn du bisher Teil 1 noch nicht gehört hast, dann solltest du das auf jeden Fall zuvor noch tun. Denn einiges von dem, was Thomas im Folgenden erzählt, setzt Vorgeschichten aus Teil 1 voraus. Dort ging es am Ende um Thomas' Forschungsarbeiten, wie sich der menschliche Körper an dünne Höhenluft anpassen kann. Dabei kam er auf eine spezielle Atemtechnik zu sprechen. Und genau damit geht es jetzt weiter.

0:51Lucian Haas

Was heißt Atemtechnik? Pumpst du damit irgendwie mehr Sauerstoff in deine Muskeln? Wie kann man sich das vorstellen?

0:59SPEAKER_00

Ja, ein bisschen in die Richtung geht es. Also man muss vielleicht den Zusammenhang, ich hoffe, ich kann das jetzt über Audio so verklickern. Also man muss sich Folgendes vorstellen. Ich mache es jetzt mal nicht ganz, ich mache es jetzt ein bisschen populärwissenschaftlich, dass man es vielleicht versteht. Wir haben in der Außenluft 21 % Sauerstoff und 78 % Stickstoff und 1 % Edelgase und ein bisschen CO2. Aber merken wir uns mal die 21%, die wir in der Außenluft haben. Diese 21%, die gehen jetzt in den Körper rein, die kommen in die Lunge, dann gehen die über das Blut, also über die Alveolen, gehen die in die Blutbahn und dann gehen die zu den Zellen. In den Zellen, sagen wir ja ganz banal, da findet eine Verbrennung statt.

1:45SPEAKER_00

Also da wird einfach der Brennstoff genommen und dann wird der Sauerstoff dann zu Energie verbrannt. Und bei diesem Prozess der Energiebereitstellung, jetzt in der Muskulatur, damit die Muskeln arbeiten können, werden im Schnitt 4 % verbraucht. Das heißt, von diesen 21 % werden 4 % verbraucht. Das heißt, in der Lunge kommen 17 % Sauerstoff an und 4 % ist das Abfallprodukt oder das Endprodukt, das ist CO2, Kohlendioxid. Also wir haben in der Lunge drin 17 % Sauerstoff und 4 % CO2. Das ist auch der Grund, wieso wir jemanden beatmen können. Wenn in unserer Außenluft kein Sauerstoff mehr wäre, dann könnten wir ja niemand anders beatmen.

2:30SPEAKER_00

Aber wir brauchen nur 4 % von dem. Gut, so, jetzt ist es aber so, in unserer Lunge, wenn man da mal genauer nachschaut, haben wir ja nicht nur die 17%, sondern wir haben auch wieder, es ist ja immer so ein Gemisch aus Einatemluft und Ausatemluft. Weißt du, kannst du dir das vorstellen? 21 % kommen rein, 17 % kommen rein, raus und in der Mitte ist halt irgendein Gemisch. Und jetzt machen wir es mal banal. Jetzt sagen wir einfach mal, dieses Gemisch, das sich in unserer Lunge befindet, das sind 19%. Von den 21 ein bisschen was von denen, von den 17. 19 % und dann ist ein CO2 drin. Also dann sind noch 2 % CO2 drin. Das ist einfach so, wenn ich normal atme, das Gemisch in meiner Lunge. Und jetzt der automatisch, man nennt es dann Hyperventilation, der tut automatisch in der Höhe, ohne dass du es merkst, atmest du schneller.

3:19SPEAKER_00

Und dann haben die Amerikaner dann herausfinden wollen, wieso, ja was ist der Effekt dieses schneller Atmens? Und dann hat man herausgefunden, mit diesen zwei Sachen, also es ist ja dieses niedrige CO2 in der Höhe und dieses schnellere Atmen. Und der macht folgendes, der versucht, der Organismus versucht, dieses CO2, also diese zwei, wenn wir jetzt 19 % und 2%, 19 % Sauerstoff und 2 % CO2 in der Lunge haben, der versucht, dieses CO2 zu atmen. Und dann hat man herausgefunden, CO2 in der Lunge zu eliminieren, damit mehr Platz für den Sauerstoff geschaffen wird. Also das Interessante eigentlich ist, dass unser Körper schneller atmet, um CO2 abzuatmen. Dadurch wird mehr Platz für den Sauerstoff und dadurch hast du mehr Sauerstoff in den Zellen zur Verfügung.

4:05SPEAKER_00

So, das macht unser Organismus, wie gesagt, automatisch. Und jetzt habe ich mir überlegt, naja, vielleicht könnte man das ja auch forcieren. Also ich habe da verschiedene Untersuchungen gemacht, an mir selber dann viel auch und habe dann festgestellt, hola, das ist wirklich so, das funktioniert. Und zwar kannst du durch Hyperventilation, also das heißt dieses Ausatmen, ja, massives Ausatmen, kannst du im Prinzip den Sauerstoff, der außen, der steht, die 21 % sind ja da, die sind in jeder Höhe vorhanden, der Druck nimmt ja nur ab. Aber das Gemisch 21 zu 78 Stickstoff, das ist in jeder Höhe vorhanden, also in der Atmosphäre. Nur der Druck nimmt ab. Aber ich kann, ich habe ein Problem, beim Höhenbauschein habe ich ein Problem, dass ich eine Abnahme des Sauerstoffdrucks habe und eine Abnahme dieser Konzentration in der Lunge.

4:53SPEAKER_00

So, aber diese Konzentration kann ich ja wieder herstellen, indem ich

4:59SPEAKER_00

ausatme. Ich atme Kohlendioxid, ich atme sehr viel aus und dieses Ausatmen, Luft wird jetzt durch angereicherte Sauerstoffluft ersetzt und dadurch schaffe ich es, ich schaffe jetzt nicht ganz 21%, aber ich schaffe, was weiß ich, 20,5, oben am Överest schaffe ich glaube fast 21, schaffe ich 20,5%, ich habe dann also in der Ausatmen Luft noch 0,5 % CO2. Und das ist der Trick. Das war jetzt ein Trick, also da habe ich mir jetzt gesagt, okay, das habe ich gesehen und zwar gab es dann, kam in der Zeit, dann kamen diese Fingerpulsoximeter auf. Also das heißt, diese kleinen Instrumente, wo ich die Sauerstoffsättigung in meinem Finger messen kann, das funktioniert mit einer Reflexionsmethode, weil sauerstoffreiches Blut hat eine andere Farbe wie sauerstoffarmes und da konnte man sehr genau dann einfach sehen, okay, ich atme aus und die Sauerstoffsättigung steigt.

5:49SPEAKER_00

Man muss dazu sagen, es funktioniert erst abtreibend. Man muss dazu sagen,

6:00SPEAKER_00

es funktioniert erst abtreibend. Man muss dazu sagen, es funktioniert erst abtreibend.

6:21SPEAKER_00

Und der Witz ist, ich schaffe das bis 5.500 Meter in Höhe. Also ich kann normal 5.500 Meter, habe ich vielleicht, was weiß ich, habe ich 80 % Sättigung und mit dieser Atemtechnik kriege ich die wieder in Ruhe auf 97 % hoch. Und das kann man sehr schön zeigen. Ich habe dann auch Fortbildungen gegeben, aber ich musste den Leuten natürlich immer in die Höhe, also ich konnte nur auf hohen Alpen hinten meine Fortbildungen immer geben. Ja, damit ich es zeigen konnte, weil schlussendlich geht es ja nur um diesen Effekt, du musst lernen, die Sauerstoffsättigung zu erhöhen. So, jetzt habe ich den einen Effekt. Das war jetzt in Ruhe. Jetzt war noch nicht interessant, funktioniert das auch in Belastung? Und in Belastung hast du ja so, da hast du ja die Muskulatur, die Sauerstoff entzieht. Also ist die, die Sättigung sinkt dann weiter, also der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt weiter, weil die Muskulatur ja sehr viel entzieht.

7:07SPEAKER_00

Das ist ja auch der Grund, wieso wir in der Höhe langsam gehen sollen und mit, ohne Gewicht, damit wir einfach den Sauerstoffverbrauch durch die Muskulatur niedrig halten, weil dann wird der Sauerstoffgehalt im Gesamtsystem gesenkt. Das ist das, was viele Leute falsch machen, dass sie viel zu schnell. Mit zu viel Gepäck nach oben gehen. Gut, und dann ist mir aufgefallen, ich habe früher im Rettungsdienst gearbeitet und da hatten wir sogenannte Piepventile, wenn Leute was, Lungenprobleme hatten. Das Piepventil, da atmet man gegen einen Widerstand aus und dieser Widerstand erhöht dann den Druck in der Lunge ganz minimal, also den Sauerstoffdruck, der ja mit der Höhe ab... Und dieses, das habe ich versucht zu kombinieren. Und zwar habe ich dann gesagt, okay, ich muss ausatmen. Ausatmen und am besten gegen einen Widerstand.

7:52SPEAKER_00

Dann habe ich zwei Effekte. Das CO2 kommt raus und der Druck wird minimal in der Lunge erhöht. Und das ging am Anfang nicht, weil am besten eben mit diesen, gegen geschlossenen Lippen zu atmen.

8:06Lucian Haas

Trompetapressatmung ist das dann quasi. Genau,

8:08SPEAKER_00

also das hat, und das kannst du nicht schnell machen und dann kriegst du ja auch eine rote Rübe, das funktioniert nicht. Gut, dann habe ich verschiedene Sachen, verschiedene Training ausprobiert und bin dann schlussendlich auf meine Atemgeschichte gekommen. Und das heißt, ich nehme den ersten Teil. Ich nehme den ersten Teil des Wortes Scheiße und so atme ich. Also ich atme in der Höhe folgendermaßen, das hört sich so an.

8:32SPEAKER_00

Also ich presse dann ein bisschen die Zähne und den Gaumen runter, mache einen SCH -Laut und das erhöht den Druck minimal und ich kriege das CO2 raus. Und mit diesem Doppeleffekt schaffe ich eben auch ganz, ganz hohe Wörter. Das muss ich jetzt noch kombinieren. Und zwar muss die Atmung den Rhythmus, den G -Rhythmus vorgeben. Weil du sollst dich... Also du musst nicht gehen und die Atmung an das Gehen anpassen, sondern andersherum. Du musst die Verfügbarkeit von Sauerstoff an den Verbrauch anpassen. Also das heißt, ich atme und habe einen bestimmten G -Rhythmus dazu. Und der kann man ganz grob sagen, bis 5000 Meter ist es so, ich atme auf einen Schritt ein, also auf ein Bein ein und aufs zweite Bein aus. Ab

9:21SPEAKER_00

5000 Meter genügt das nicht mehr. Der Sauerstoff genügt nicht mehr, dass ich da kontinuierlich gehe. Ab 5000 Meter mache ich es dann. So, dass ich das Bein aufsetze, einatme und dann so wie im Krafttraining, bei Belastung ausatmen. Also das heißt, ich setze das Bein auf, ich mache es nochmal vor, ich setze das Bein auf, ein, dann drücke ich das Bein durch, dann setze ich das nächste Bein auf.

9:49SPEAKER_00

Ja, so funktioniert das. So, jetzt habe ich ein anderes Problem. Wenn ich so atme, verliere ich brutal viel Flüssigkeit und ich trockne aus. Und das ist der Grund, wieso ich ganz früh angefangen habe, mit einem Buff zu gehen, ein Buff. Heute würde man sagen, eine Maske, eine Stoffmaske. Das hat den Vorteil, in der Stoffmaske verfängt sich die Feuchtigkeit. Die atmest du auch wieder ein, so. Genau, beim Einatmen wird die Luft ein bisschen abgebremst und vorgewärmt und über diese Feuchtigkeit wird die Luft einfach ein bisschen feucht gemacht. Die ist ja an der Höhe komplett trocken und dadurch kannst du dir auch diese Atmung aufrechterhalten. Ohne den Buff würde es gar nicht gehen. Heutzutage, das ist ja so ein Leistungssport, gibt es eigentlich so Masken. Die kommen von den Skilangläufern aus Norwegen, Finnland.

10:37SPEAKER_00

Wenn die im Winter trainieren, dann haben die eine Maske und die hat eine sehr große Oberfläche, die ist so geriffelt. Und dann atmen die quasi durch die Maske auf, da verfängt sich die Feuchtigkeit und beim Einatmen hast du ein bisschen Widerstand. Und dann wird die Luft ein bisschen erwärmt über dieses Geflecht. Und das ist jetzt heute quasi meine Buff -Technik, wie soll ich sagen, in einem bisschen professionelleren Ding gemacht. Das sind so Masken, mit denen man unterwegs ist. Ja, und mit dieser Atemtechnik war es dann schlussendlich möglich. Ich habe ja sehr viel als Bergführer dann für den DAV Summit Club gearbeitet, habe dann sehr viele Leute einfach auf Berge geführt. Und das ist auch für Normalsterbliche einfach eine Möglichkeit, dort diese hohen Berge zu besteigen, ohne dass es ein großes Problem ist. Der Effekt ist so stark, also ich kann jetzt nur noch mal einen Überrest sagen.

11:25SPEAKER_00

Also ich bin dann von 8000 Metern bin ich an den Leuten, die mit Sauerstoffflaschen unterwegs waren, vorbeigegangen. Also ich war sogar schneller unterwegs.

11:34Lucian Haas

Thomas, das sind jetzt ja Sachen, die du fürs Höhenbergsteigen brauchst oder wo das interessant ist. Was von diesen Erkenntnissen kann man denn oder ist es sinnvoll, aufs Gleitschirmfliegen zu übertragen? Was kann man so als, ich sage mal, Otto -Normalpilot, der aber auch mal in den Hochalpen fliegen geht und sagt, die Thermik hat mal auch über 4000 Meter hochgereicht oder sowas. Ich bin über den Alpenhauptkamm drüber und so. Also sollte man sich mit solchen Dingen da schon beschäftigen und kann das einem irgendwie hilfreich sein?

12:05SPEAKER_00

Also man muss zunächst mal, ich werde nachher noch mal auf die Sache einsteigen, weil das war ja dann für mich quasi der Grund, wieso ich wieder zum Gleitschirmfliegen gekommen bin. Ich wollte ja meine zwei, wie soll ich sagen, meine zwei Träume zusammenbringen. Der Traum vom Fliegen und der Traum vom Höhenbergsteigen. Also ich wollte das kombinieren. Das war dann der Grund, wieso ich das Fliegen wieder angefangen habe. Und mein Ziel war eigentlich... Ich wollte einfach von den ganz hohen Bergen runterfliegen. So, aber jetzt für einen, wie soll ich sagen, bei uns hier im Alpenraum, wenn man jetzt über den Alpenhauptkamm, wie du schon sagst, oder ich will mal, war es ja auch gekommen, ist die Geschichte da, ob wir oben einlanden, kann man ja, sollen wir jetzt leider nicht mehr machen. Oder einfach auf einen hohen Berg, 4000er und dann mit dem Gleitschirm starten. Man muss Folgendes wissen. Also für uns problematisch wird die Höhe etwa ab 2500 Metern.

12:55SPEAKER_00

Bis 2500 Metern kann unser, das liegt an der... Bindungskurve des Sauerstoffs an das Hämoglobin, kann das unser Körper ausgleichen, recht gut ausgleichen. Das ist auch der Grund, wieso erst über 2500 Metern die sogenannte Höhenkrankheit auftritt. Ja, man muss aber eine gewisse Zeit oben sein. Zum Beispiel beim Skifahren stört der Effekt überhaupt nicht. Da bin ich auf 2500 Metern, bin wieder unten. Also wenn ich jetzt im Wallis oder so Skifahren gehe, dann macht das nichts. Ich komme ja immer wieder runter. Problematisch, Höhe ist immer dann problematisch, wenn ich lange oben bleibe. Deshalb auch bei mir. Wenn Leute sagen, ich will jetzt auf den 7000 oder sowas, dann frage ich immer, was war denn deine höchste Übernachtungshöhe? Also es ist uninteressant, wie hoch ich gestiegen bin, sondern interessant ist, wie hoch habe ich geschlafen?

13:43SPEAKER_00

Weil beim Schlaf ist es so, da muss dein Körper autonom reagieren. Der muss also selber die Atmung anpassen und die Herzfrequenz. Und wenn er das nicht macht, dann hast du halt ein Problem. Und da ist es auch ganz gut, wenn man einen ganz hohen Bereich geht, wenn man das vorher mal ausprobiert hat. Wie reagiere ich? Wie reagiere ich eigentlich auf die Höhe? Und das kann ich nur, indem ich einfach mal hochgeschlafen habe. So, jetzt für unsere Sachen, also so ein High -Gain -Fly von einem 3000er oder 4000er ist das alles kein Problem. Mein Traum war ja oder ist immer noch, das Höhenbergsteigen mit dem Gleitschirmfliegen zu verbinden. Und einer meiner ersten Flüge, die ich dann wirklich von großen Höhen gemacht habe, das ist 2019, bin ich vom Elbrus in Russland geflogen. Das ist vermeintlich der höchste Berg Europas. Im Kaukasus ist das, ne?

14:29SPEAKER_00

Im Kaukasus, ja. Der liegt aber auf der europäischen Platte. Deshalb sagt man, also es ist nicht der Mont Blanc, sondern der Elbrus ist der höchste Berg Europas. Und ich bin dann da heruntergeflogen. Und das war einfach für mich das erste Mal jetzt wirklich in großen Höhen. Ich war mal auch unsicher. Es gibt nicht so viel. Also der Aaron Duagatti da aus, was ist das, ist das ein Franzose, oder? Der fliegt ja dann gerne mal so auf größeren Höhen umeinander. Aber jetzt dieses Starten. Ich glaube, du

14:55Lucian Haas

meinst nicht den Aaron Duagatti, sondern den Antoine Girard. Ah, nein. Der ist ja schon über den Broad Peak sogar geflogen. Das ist, glaube ich, auch 8100 und so ein paar zerquetschte. Ich bin auch

15:04SPEAKER_00

schon mal über den Broad Peak geflogen. Mit dem Hubschrauber. Das war der Höhenrekord damals in Pakistan. Bei einer Rettung. Also wie gesagt, mein Traum oder meine Passion war ja dann schlussendlich, das Höhenbergsteigen und das Gleitschirmfliegen zusammenzubringen. Und ich habe dann nochmal in Deutschland die ganzen Ausbildungen gemacht. Das heißt, ich konnte ja nicht mehr fliegen und habe dann den A - und den B -Schein gemacht. Relativ schnell hintereinander. Das war so

15:36Lucian Haas

vor fünf Jahren etwa? Nein,

15:37SPEAKER_00

nein, das ist gar nicht so lange her. Das war 2018. Genau. Und habe dann einfach gesagt, okay, das müsste doch, ich muss dazu sagen, ich hatte 2016 den Everest ohne Sauerstoff gemacht. Habe dann 2018 eigentlich meinen größten Coup in dieser Szene bis dahin gelandet. Also mir ist dann innerhalb von einer Woche der fünft - und der vierthöchste Berg der Erde ohne Sauerstoff, ohne Träger, ohne, alleine, im Alleingang gelungen. Also ich bin dann alleine auf dem Makalu gestanden. Und eine Woche später alleine auf dem Lhotse, der neben dem Everest ist. Und dann kam mir die Idee, oder mir kam die Idee eigentlich schon früher, und habe mir gedacht, ich bin dann mal meine 10.000, 8.000er Bestreitungen durchgegangen und habe mir gesagt, okay, wenn du...

16:26SPEAKER_00

Wenn du ohne Sauerstoff auf den 8.000er steigst, dann sind das immer Idealtage. Aber nicht nur ideal fürs Bergsteigen, sondern eigentlich ideal fürs Gleitschirmfliegen. Weil ich gehe immer hoch, wenn wenig Wind ist. Sonst komme ich gar nicht hoch. Und dann habe ich mir gedacht, Mensch, und das große Problem ist immer, ich muss von da oben möglichst schnell aus dieser extremen Höhe runter. Und das könnte ich natürlich mit dem Gleitschirm ideal bewerkstelligen. Also einfach diese Gefahrenzone, man spricht ja von dieser Todeszone, mit diesem niedrigen Sauerstoffpartialdruck, die möglichst schnell verlassen. Also hoch komme ich durch meine Ausdauerleistungsfähigkeit und meine Atemtechnik, aber hinunter. Also ich brauche oftmals fast so lange hinunter wie hinauf. Weil beim Hinuntergehen ist es ganz schwierig, diese Atemtechnik aufzurechtzuhalten.

17:14SPEAKER_00

Da muss man selber schauen, wenn du einen Berg runtergehst, da hältst du immer wieder den Atem an. Weil du musst ja gegen die Schwerkraft arbeiten und die Muskulatur anspannen. Das ist ganz schwierig, der Rhythmus zu atmen. Und dann habe ich mir gedacht, Mensch, hey, das müsste doch... Das müsste doch von den Hohen... Das müsste doch gehen. Eigentlich müsste man von da oben eigentlich starten können. Und es war mir nicht klar zum damaligen Zeitpunkt, naja, welche Größe, Schorngröße, was könnte denn da funktionieren? Ich habe gedacht, na gut, die Luftdichte ist natürlich auch auf 5000 Meter, ist ja schon die halbe Luft vorhanden. Also 5500 Meter haben wir aber die halbe Luftdichte. Und ich weiß es eben, ich war in einem zahlreichen Hubschrauber -Rettungen im Himalaya, im Karakoram beteiligt. Und ich weiß einfach, dass die Hubschrauber, die kriegen gar nicht mehr den Auftrieb hin, weil einfach die Luftdichte zu gering ist.

18:03SPEAKER_00

Und das war jetzt natürlich sehr interessant gewesen. Naja, wie funktioniert das mit dem Gleitschirm, wenn ich jetzt nicht wie der... Wie heißt er nochmal, dieser Franz -Rose... Antoine Girard. Antoine Girard, der ist ja immer in der Taumik gewesen. Der ist ja taumisch dort hoch. Das heißt, der ist ja nicht in der stillen Luft geflogen. Das würde ja ich machen. Ich wäre ja dann morgens... Ich würde ja dann schauen, dass ich nicht in die Taumik komme. Ich bin ja nicht auf 9000 Meter hoch oder so. Sondern... Sondern ich wäre ja quasi in der stillen Luft und würde dann... Ich war mir halt nicht klar, wie groß muss... Also ich war mir klar, das muss funktionieren. Aber wir haben gedacht, naja, da muss wahrscheinlich dann die Schirmgröße so brutal groß sein, damit du da nicht wie ein Stein runterfällst. Okay, dann habe ich mit meinen... Habe es halt dann auch wieder wissenschaftlich angegangen. Also ich habe die Möglichkeit gehabt, dann 2019 im Frühjahr an den Elbrus zu gehen mit einer Gruppe Tourenskiläufern.

18:55SPEAKER_00

Und bin dann... Bin dann mit denen relativ flott dann am Gipfel gewesen. Wir haben sogar beide Gipfel gemacht, den Ost - und den Westgipfel. Das Elbrus, der sieht aus wie so ein zweiser Brüststemm, wenn man da reinschaut. Und war dann... Hatte sogar unseren Reserve -Tag also nicht gebraucht. Habe bei meinem Schirm damals also ein P2 dabei gehabt. Und in der Größe damals 23, genau. P2 -23 dabei gehabt.

19:23SPEAKER_00

Und bin dann in einem... Ich war ja sehr gut akklimatisiert. Bin dann an unserem Reserve -Tag unten vom Basislag in einem Zug auf den Ostgipfel hoch. Das ist einfach die schnellste Möglichkeit gewesen. Und stand dann also da oben mit meinem P2.

19:40SPEAKER_00

Und wollte da mal rausstarten. Und da war es jetzt schon so. Jetzt kommen wir wieder ein bisschen auf die Atemtechnik. Also es ist einfach so, du bist dort oben schon sehr im Stress. Also gerade wenn du das erste Mal von dem Ding runterfliegst. Der Elbrus bietet sich an. Weil das ist natürlich... Das ist so wie wir früher geflogen sind. Das ist so eine schöne... Das ist so wie wir früher gezogene Kuppe. Das heißt, wenn dann halt das Nimm -Aufziehen nicht klappt, dann fällst du halt nicht stehen. Das ist jetzt nicht so... Also es ist einfach vom Starthang her sehr, sehr komod. Wo nicht viel passieren kann. Und das war natürlich interessant. Du musst dich ja trotzdem... Du brauchst ja zum Anlaufen... Brauchst du ja ziemlich Kraft. Und die hast du unter Umständen nicht. Und da ist es jetzt ganz entscheidend, also dass du... Also ich habe das dann so gemacht. Einfach meine Atemtechnik in Ruhe. Die Sauerstoffsättigung erhöht. Ja. Mal fünf Minuten so geatmet.

20:25SPEAKER_00

Und dann wird dir vieles klar. Aha, wie kommt der Wind? Okay. Der Wind ist so. Okay, Startlauf so. Dann muss ich gucken, dass ich rüber... Wo ist du? Wo ist Lee? Einfach diese ganzen Sachen, die kriegst du nicht hin, wenn du unter Sauerstoffmangel bist. Und da denke ich, wenn jemand von so einem... Selbst in den Alpen, von einem 4000 oder sowas runterfliegt, einfach mal fünf Minuten hinstehen.

20:54SPEAKER_00

Ein, zwei Minuten. Und dann plötzlich, du merkst auch, wie du klar warst. Und dann nochmal ganz klar, Schema F. Also du hattest doch dieses in deinem Podcast, diesen Berufspiloten, der da quasi so eine Checkliste durchgeht. Und das würde ich jedem raten. Einfach so eine Checkliste zu haben, die ich vorm Start durchgehe. Ja, zack, zack, zack. Also das, das, das, das, das. Ist gut so. Ist durch Helm drauf. Ist Helm geschlossen. Wie sieht es aus? Startbahn. Kann ich gehen? Kann ich durchgehen? Oder muss ich es glatt treten? Ja, solche Sachen. Okay, was mache ich? Startabbruch. In welche Richtung? Diese ganzen Sachen. Und das tust du dir sehr, sehr viel leichter, wenn du den Sauerstoff hast. Und diesen Sauerstoff kannst du dir mit dieser Atemtechnik ganz einfach holen.

21:38Lucian Haas

Ist das etwas, was vielleicht eh unterschätzt wird, dass wir immer meinen, ja, den Sauerstoff, den brauche ich für die Muskeln. Aber unser größter Muskel, der sich nicht bewegt, ist halt das Hirn da. Und das ist dann halt auch unterversorgt. Und da treffen wir halt scheiß Entscheidungen.

21:54SPEAKER_00

Ja, ja, genau. Also es ist einfach so, wenn die Muskulatur den ganzen Sauerstoff anfordert, dann wird der einfach im Gehirn fällt, ja. Und deshalb, je mehr du dich belastest, desto weniger hast du eben auch im Gehirn. Das ist dann auch beim Aufstieg. Also wenn man jetzt so einen High -Gain -Fly von einem 4000er macht, dann sollte man halt tunlichst nicht versuchen, so wie die Dings, die X -Alps -Leute, da hoch zu rennen, sondern man muss da langsam, und zwar je höher man kommt, desto langsamer gehen, damit die Muskulatur nicht diesen Sauerstoff verbraucht, der ja weniger wird. Also eigentlich macht es schon Sinn, also bis 3000 oder von mir aus 3500 Meter kannst du relativ flott, aber dann würde ich es, so rausnehmen, weil du hast ja immerhin diesen Rucksack, mit mindestens sieben Kilo, sagen wir mal so. Ja gut, heute die Single -Skins und so weiter, das ist klar,

22:40SPEAKER_00

aber ich würde, dort musst du langsamer gehen oder schon mit dieser Atemtechnik gehen, dann funktioniert es auch. Aber diese Atemtechnik, wie gesagt, die Atemfrequenz gibt die Gehfrequenz vor und du wirst dann gleich feststellen, du kannst gar nicht so schnell gehen. Aber wenn du eben diese Atemfrequenz, also wenn du sagst, auf ein Bein atme ich ein, aufs andere aus, also kann man auch anfangen, das zu üben. Wenn man hoch geht, einfach auf ein Bein einatmen, auf ein aus, da braucht man doch gar nicht machen oder sowas, sondern einfach seinen Rhythmus und

23:12SPEAKER_00

dann merkst du schon, ich gehe ja viel langsamer.

23:16SPEAKER_00

Das ist dann das Gegentempo. Und dann kommst du auch oben an und bist voll bei Sinnen. Dann nimmst du auch im Aufstieg schon Sachen, aha, schau mal, da bildet sich schon irgendwie was, ne, komm mal los, schau mal, aha, Windrichtung ist so, ich muss gucken, also ich muss in die Richtung raus beziehungsweise am Elbus zum Beispiel, da fliegst du voll ins Lee rein. Weil der Wind kommt von Süden, ich bin von Norden ausgestiegen, also da muss dir dann schon klar sein, hola, uh, da muss ich schon gucken, weil ich musste nach Norden wieder rüber, also ich musste um diese Brust quasi, die linke Brust herum rüber und dann bin ich im Lee von dem Berg. Wenn ich jetzt natürlich schon einen starken Südwind habe beim Start, dann muss ich ein bisschen aufpassen. Oder muss eben, das ist mir dann auch klar geworden, ich muss halt im Abstand rein.

24:02SPEAKER_00

Ich muss gucken, dass ich da, du hast ja quasi so den Fallwind hinterm Elbus direkt, und dann geht es aber dann wieder relativ gemäldig, also geht es runter und kommt dann so rein. Und wenn du dann hier reinkommst, passiert nichts, aber wenn du nicht fallst, da gehst du dann mal mit fünf, sechs Metern geht es da runter. Das ist doch das, dass der so weich geformt ist, ist das Lee nicht so dramatisch. Da hat der, da gab es auch vom, wie hat er geheißen, der Benova, der Teampilot, hast du, glaube ich, auch schon interviewt. Ferdinand Vogel meinst du wahrscheinlich? Der Vogel, ja, Ferdinand, genau. Und der hat gesagt, da gibt es so eine App, da kann man das ein bisschen simulieren. Und da habe ich gesagt, also hinter so einem Ding ist das Lee eigentlich sehr, sehr, sehr sanft. Und genau so ist ein Elbus. Also das ist ein sehr sanftes Lee. Da musst du halt schauen. Und wie gesagt, damit du diese Sachen,

24:49SPEAKER_00

für mich ist Gleitschirmfliegen eigentlich schon sehr, sehr, wie soll ich sagen, sehr viel Gehirnsport. Also es ist weniger so, dass ich da, wenn ich mal in der Luft bin, okay, dann klar, wenn ich beim Hike and Fly, was ich mache, dann halt noch schauen. Aber ich muss immer schauen, wo sind denn die Leefallen oder wo könnte es denn brenzlig werden? Oder Talwindsysteme und solche Sachen. Und da hilft einfach, wenn du genügend Sauerstoff hast, damit du diese Gehirnleistung erbringen kannst. Deshalb, wie gesagt, beim Aufstieg, 4000 oder sowas, zum Schluss hin, also über dreieinhalb, nicht mehr so schnell gehen. Vor Start, ein bisschen diese Atmung und die Sauerstoffverfügbarkeit. Und ich würde, wie gesagt, bei so Sachen auch immer mit einer Checkliste vorgehen.

25:34SPEAKER_00

Dass ich sage, okay, das muss passen. Es wird einfach, ich habe, das ist jetzt vielleicht das andere, ich bin dann im Sommer nochmal vom Elbrus geflogen, habe dann einen von Advancen größeren, habe dann einen 27er, also den P227 mit, weil mich hat das einfach interessiert, was macht jetzt die Fläche? Was macht die Fläche aus? Also ich habe festgestellt, es ist ganz schwierig, selbst von 5.500 Meter zu starten, ohne Wind. Du kriegst das fast nicht hin. Du kannst nicht schnell genug laufen, du kannst in dem Schnee. Ja, du kriegst das nicht hin. Du kriegst das nicht hin. Also der kriegt einfach den Druck nicht. Der Schirm, den ziehst du auf und dann fällt er in sich zusammen. Das ist ganz heiß. Also ohne Wind ist das so, du ziehst den Schirm auf und der fällt wieder zusammen. Also rückwärts aufziehen war nicht möglich bei mir.

26:19SPEAKER_00

Du musst dann so, wie wir früher halt, da kannst du auch nicht mehr einen Kontrollblick machen. In dem Moment, wo du schaust, ist das Ding schon wieder zusammengefallen. Also ich habe da mehrere Sachen ausprobiert. Das war mit dem 23er und dann bin ich, wollte ich noch, ich bin ja bloß vom Ostgipfel geflogen, in Anführungszeichen. Und dann habe ich im Sommer noch eine Führung gehabt, also eine Tour zu Fuß. Und habe dann da auch ein paar Ressort für Tage drin gehabt und bin dann da, bin ich dann auf dem Westgipfel hoch und bin dann vom Westgipfel runter. Beziehungsweise da war noch ein Freund von mir dabei, der wollte auch fliegen. Aber das Problem war, wir hatten eigentlich nur ganz am Anfang Flugbedingungen und der war natürlich, der kam aus dem Stuttgarter Raum, der war nicht akklimatisiert. Und da musste man zuerst akklimatisieren und ich habe die Akklimatisierung die habe ich eigentlich year -round, weil ich ständig in der Höhe bin und konnte dann gleich am zweiten Tag, bin ich vom Basislager aus da hoch und habe den Flug vom Westgipfel gemacht mit dem P227.

27:14SPEAKER_00

Und was dann ganz interessant war, der hat sich natürlich schon besser aufziehen lassen. War ja schon ein Riesending. Also, das hat jeder da. Also, nachher, ich habe da, gibt es immer auf YouTube, wer das mal sehen will, da gibt es ein Video von mir. Da sieht man dann die zwei Flüge. Also der erste Flug war wie gesagt mit dem 23er, der zweite war mit dem 27er. Und der 27er hat sich schon ganz gut verhalten. Leicht aufziehen lassen. und das war jetzt das, was ich nicht beachtet habe. Diese große Fläche, die hat natürlich ein Riesenproblem, wenn du gegen den Wind fliegst. Da steht der fast. Das war dann auch für mich der Grund, wo ich gesagt habe, okay, große Fläche, erstens mal hast du mehr Gewicht und zweitens hast du das Problem, dass das Ding natürlich sacklangsam ist. Und ich will ja nicht irgendwie traumisch fliegen, also wo man die große Fläche, wo mich da hält, sondern ich will einfach so

28:01SPEAKER_00

absteigen mit dem Ding, damit ich nicht runterfalle. Und da war für mich dann dieser Punkt, der P223, also der Klassiker eigentlich, war dann eigentlich die Ideallösung. Das war dann so, ich bin dann im Hauptstand Kilimanjaro. Ich habe, wie gesagt, da so ein Sozialprojekt X -Trek Afrika und wir haben am Kilimanjaro verschiedene Sportarten eben eingeführt. Ich arbeite da mit dem Nationalpark zusammen. Ich habe damals das Mountainbiken am Kilimanjaro habe ich mit dem Nationalpark eingeführt. Bin dann also schon mal mit dem Mountainbike vom Kilimanjaro runtergefahren. Und dann bin ich mit den Skis bin ich mal abgefahren. Aber dann habe ich allerdings auf die Nordseite ein kurzes Stück. Dann haben wir angefangen mit Familien auf den Kilimanjaro zu gehen. Und jetzt wäre eben das Dritte. Die haben also am Kilimanjaro vor ein paar Jahren das Gleitschirmfliegen freigegeben.

28:47SPEAKER_00

Allerdings ohne irgendwelches Know -how. Und man muss sich vorstellen, der internationale Airport, der Kili Airport, der liegt also am Fuße des Kilimanjaros. Also du fliegst da voll in die CTR rein. Und das haben die im Nationalpark. Also dass man sich da vielleicht mal mit der Luftfahrt auseinandersetzt. Das war dann haben die gar nicht auf dem Schirm gehabt. Und dann habe ich die einmal beraten. Und dann haben wir da mal ein Konzept entwickelt. Ich habe mich dann auch mal mit dem Kilimanjaro im Tower auseinandergesetzt. Und es war dann schlussendlich so, man braucht, also heute ist es so, man braucht erstmal die Freigabe vom Tower. Man braucht vom Luftfahrtbundesamt wird das genehmigt in Dar es Salaam. Braucht man eine Fluggenehmigung. Und das ganz heiße ist, und das gibt es glaube ich nirgends auf der Welt. Wenn du eine

29:31SPEAKER_00

Fluggenehmigung hast, dann wird eine Notan für dich erstellt. Und Verkehrsmaschinen müssen dir ausweichen. Also du hast da wirklich, ich habe die Notan im Sorge. Hat der Gleitschirm alle Rechte so. Total. Also wird eine Notan erstgestellt und dann kriegst du da ein Zeitfenster. Und in diesem Zeitfenster, du musst dann auch dich beim Tower anmelden über Funk oder Handy. Und musst eben Start und Landung bekannt geben. Und wie gesagt, die Verkehrsmaschinen werden dann umgelenkt, wenn es denn ist. Da gibt es auch noch einen kleineren Flugplatz, den Arusha Airport, den Moshi Airport. Also ja, ist dann ganz, ganz imposant. Und dann haben wir eben, bin ich, habe ich damals den ersten Flug dann vom Kilimandschauer gemacht im Herbst. Zusammen mit einem Freund aus, aus der Schweiz. Wir sind damals aber, wir konnten nicht hinausfliegen, weil oft draußen hat es eben sehr viel Bewölkung und wir sind da nicht drunter gekommen.

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Aber da habe ich dann diese mehr Erfahrungen sammeln können. Wie ist das mit Startnummern? Wo sind die Probleme? Und es ist so, also wirklich, es ist der Sauerstoffmangel am Start, damit du diesen Startlauf hinbekommst und den Kopfklarbe hältst. Und das Fliegen hat bei mir einfach mit der normalen Größe ganz gut funktioniert. Was dann aber sehr interessant ist, also selbst diese A -Schirme, der P223, die reagieren wie Mini -Wings. Und zwar... Einfach durch die höhere Geschwindigkeit, die die dann wahrscheinlich auch haben. Ja, die sind, die sind viel schneller und ganz aggressiv auf, weißt du, dass du, wenn du ein bisschen an der Bremse hinkommst oder so ein bisschen blöd reinigst, dann geht der sofort, der geht sofort in die Kurve. Und das ist just in dem Moment, da gab es noch so eine Organisation Wings of Kilimanjaro, die sind alle ein paar Jahre fliegen, die...

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Ich habe für die damals, ich war dann schon wieder zu Hause, habe für die die Wetterberatung gemacht. Also ich habe denen quasi dann meine Kenntnisse, weil ich kenne mich da oben halt sehr gut aus und habe dann für die quasi das Wetter mitgemacht. Und in der Gruppe ist einer mit einem C -Schirm, ein Fluglehrer, der schon ein paar Mal vom Kiel geflogen ist, hat sich da, der hat beim, der hat sich da beim Reinsitzen ins Gurtzeug nach dem Start ist der ein bisschen mehr auf die linke Seite gekommen und dann ist der quasi, hat der sich so aufgeschaukelt und ist abgestürzt, also im Fels rein tot. Also das muss man auch beachten, ein Start, je höher der ist, der muss sehr sauber, ohne, ohne Hektik verlaufen. Du darfst da nicht irgendwie an dem Schirm diese dünne Luft machen, die klingelt brutal,

31:57SPEAKER_00

brutal, wie soll ich sagen? Reaktiv so halt. Ja, sehr reaktiv und du musst da höllisch aufpassen. Also das ist sehr, man sieht auch, ich habe auch von mir Starts dann filmen lassen, du bist dann, du fängst dann leicht einmal so das Rollen an, gell? Also du musst da, da musst du es wirklich, also ganz der Start muss sauber gehen, also der muss ein sauberer Start sein, nicht so, zack, ich fiefe mich da raus, gell? Am Kilimandscharer konnte man dann, je nachdem, wie gesagt, das ist dann ganz gut. Bei uns denkt man immer, wenn der Wind mehr so wie 25, 30 km/h ist, dann ist es ein bisschen blöd zu starten. Nein, in der Höhe ist es anders. Man muss sich vorstellen, 30 km/h in der Höhe, das ist, weil die Luftdichte geringer ist, das ist vielleicht wie bei uns mit 10, 15 km/h. Also die größere Windgeschwindigkeit stört dich nicht, der Schirm kommt besser. Wenn du keinen Wind hast, ist es, ich denke,

32:44SPEAKER_00

am Kilimandscharer nicht möglich zu starten, geschweige denn, wenn du mit ein bisschen Rückenwind bist, kommst du nicht weg. Also du brauchst, in der Höhe brauchst du eigentlich einen ganz guten Gegenwind und dann, dann funktioniert das, ja? Und dann den Schirm einfach ruhig, ganz ruhig, gell?

32:58Lucian Haas

Wenn ich das jetzt, was du erzählt hast, das verschiedenste, was du erzählt hast, so ein bisschen kombiniere, dann komme ich aber zu einem Punkt, du hast gesagt, ohne Sauerstoff auf die hohen Berge zu gehen, brauchst du möglichst windschwache Tage, weil sonst schafft man das nicht, weil es einen so rauskühlt, das kriegt man den Sauerstoff nicht mehr nachgeliefert. Auf der anderen Seite sagst du, na ja, zum runterfliegen, um starten zu können, bräuchtest du am besten einen 30er Wind oder sowas, also genau das Gegenteil. Dann ist ja eigentlich deine Idee von, ich steige auf die 8000er hoch und fliege dann runter, klappt ja dann gar nicht so.

33:30SPEAKER_00

Ja, aber diesen Erkenntnisprozess, den habe ich ja erst durchgemacht. Also zu dem Zeitpunkt, wo ich das vorhatte, da habe ich gedacht, na ja, das ist ja super, kein Wind, wenn ich oben bin, also muss das ja gut zu fliegen sein. Jetzt, nachdem ich eben diese, wie gesagt, ich gehe es ja immer ein bisschen wissenschaftlich an, habe das jetzt einfach mal ausprobiert. Ich war dann auch letztes Jahr, im Februar, bin ich dann in einer Woche viermal vom Kilimandscharo geflogen und bin dann auch mal rausgeflogen. Also das ist nach wie vor das Highlight in meinem Leben, muss ich wirklich sagen, von meinem sogenannten Lieblingsberg über einen Gleitflug von 35 Kilometern, also das sind dann knapp 5000 Höhenmeter, bin ich rausgeflogen nach Moschi, also in die Savanne raus. Durch Wolken durch, da habe ich mich dann einfach mit der GPS -Navigation ein bisschen auseinandergesetzt

34:15SPEAKER_00

und das ist nach wie vor, ja, das ist einfach, das war fantastisch. Also der Flug ist fantastisch. Ich bin da oben gestartet, im Eis, in der Daunenjacke und bin dann unten zwischen Bananenplantagen eingelandet und war eine Stunde später, da waren die noch am Gipfel, bin ich am Pool gesessen und habe gesagt, ich habe den Bildchen hochgeschickt.

34:33SPEAKER_00

Und das war nach wie vor, das ist, ja, also dieser Flug, dieser Gleitschirmflug für Leute, dieser Hike and Fly, dieser Gleitschirmflug vom Kilimanjaro raus in die Savanne ist sicherlich ein wahnsinniges Highlight. Und da ist es gut und das ist ein großer Vorteil, also der Starthang, den wir da oben haben, ich habe da verschiedene Startmöglichkeiten natürlich in der Zwischenzeit auch evaluiert, wie gesagt, ich war ja schon sehr oft oben und der Starthang, den wir haben, da haben wir meistens eben auch einen ganz gut, vom Wind her haben wir so ein bisschen, das ist ein bisschen ein Seitenwind, den wir da reinkriegen morgens, aber der dreht dann so ein bisschen, sodass wir Rückenwind bekommen, dass wir eigentlich auch mit diesen sogenannten A -Schirmen oder so diese Gleitstrecke schaffen. Also wir haben, der dreht dann so ein bisschen auf, wenn du ein bisschen vom Weg bist, hast du dann Rückenwind und der schiebt dich dann richtig raus.

35:20SPEAKER_00

Und ja, das Erlebnis ist einfach, das ist ein Wahnsinn, über diesen Wolken, durch die Wolken durch und dann unten in diese Dings einzulanden, dann über diesen Regenwald zu fliegen. Also das ist schon sehr fantastisch, und das geht am Kilimanjaro, wie gesagt, geht das ganz gut, aber man muss natürlich

35:37SPEAKER_00

fliegen, bevor die Thermik einsetzt am Äquador, weil da willst du nicht reinkommen. Weil die schießen natürlich entsprechend hoch und wo es hoch geht, geht es natürlich auch runter. Ja, da gab es dann auch schon einige Unfälle oder fast Unfälle von Leuten, die einfach gemeint haben, sie könnten da später noch starten. Also am Kilimanjaro startet man eigentlich kurz nach Sonnenaufgang, um ja, keine Thermik zu haben, weil du fliegst, du hast einen Gleitflug, von einer Stunde, das muss man sich mal runtergehen lassen. Du gleitest eine Stunde und du willst auch am Startplatz, am Landeplatz keine Thermik haben, weil die Thermiken am Äquador sind einfach brutal.

36:12SPEAKER_00

Und das ist auch so eine Geschichte, also ich habe festgestellt, auch im Himalaya, da sind wir so ungefähr auf 28 Grad Nord, also sind wir eben auch schon sehr weit im Süden. Das ist, das sind schon, also das war es, der Franzose da gemacht, das ist schon Wahnsinn. Also Hut ab, dass der da eben... Da muss man fliegen können. Boah, lala. Das muss, also wie gesagt, das geht ja hoch auch, aber man muss ja immer vorstellen, die Luft, die irgendwo hoch geht, die geht ja auch irgendwo wieder runter, gell. Und irgendwann musst du halt da durch, gell. Und da musst du schon fliegen können. Also das musst du können.

36:40Lucian Haas

Der ist ja auch da immer da oben top gelandet und sonst was. Würdest du jetzt auch mit deiner Atemtechnik und so, würdest du Leuten empfehlen, wenn man hoch landet, irgendwo, oder auch, wenn man Hike and Fly macht und auch jetzt vielleicht die X -Alps -Leute oder sowas, wenn die sagen, okay, ich lande auch mal hoch oben, über 3000 Meter Höhe oben irgendwo noch ein. Sollte man da am besten auch wirklich vor der Landung, zwei Minuten vor, schon mit deiner Atemtechnik quasi noch Sauerstoff ins Hirn pusten, dass man sagt, ich bin da einfach besser vorbereitet oder auch die Muskeln sind schon wieder ein bisschen aktiviert oder was auch immer? Man

37:16SPEAKER_00

kann es so sagen. Also du musst Folgendes wissen. Es ist so, dass der Mensch, da gibt es auch Beweise auf der ganzen Erde, der Mensch kann bis 5500 Metern kann er sich komplett akklimatisieren. Über 5500 Meter funktioniert das nicht mehr und du wirst schwächer beziehungsweise das endet mit dem Tod. Es gibt nirgends auf der Erde Siedlungen, die höher sind wie 5500 Meter. Man hat es in Chile mal versucht, da gibt es Minen auf 6000 Meter. Die Minenarbeiter bei der Mine anzusiedeln, das hat nicht funktioniert. Also der Mensch kann bis 5500 Metern kann der sich anpassen. Also an diese Höhe kann er sich anpassen. Diese Anpassung verläuft dadurch, dass ich immer wieder in diese Höhe hochgehe und wieder runterkomme. Beim X -Alps machen sie das ja. Die passen sich ja quasi an die Höhe an.

38:02SPEAKER_00

Die fangen ja da da hinten in Salzburg fangen sie an. Da sind ja die Berge noch nicht so hoch. Bis die ins Wallis kommen oder ins Borner Oberland waren die ja schon so oft in der Höhe. Dann sind die ja oben auch geflogen auf 3000 Metern. Die sind ja angepasst. Das ist ja nicht der was weiß ich der Aachener oder so der übers Wochenende ins Wallis fährt und meint der müsste jetzt einen High -Gain -Fly machen. Es geht nicht um die Leute die ständig High -Gain -Fly machen. Die haben ja eine Anpassung. Also ich auch. Ich muss jetzt ich muss heute nicht mehr am Kilimandschau oder jetzt inzwischen natürlich schon wieder ich bin ja ein Jahr lang im Krankenhaus gewesen aber früher musste ich am Kilimandschau keine Atemübungen machen weil ich bin da komplett angepasst. Das heißt aber jetzt

38:42Lucian Haas

so einer wie ich ich sitze jetzt in Bonn und ich fahre jetzt in die Alpen und ich bin zwar ein ganz guter Flieger und sowas aber bin nicht so häufig regelmäßig in den Bergen. Ich fliege halt auch viel bei uns aber da sind die Hügel halt nur 300, 500 Meter hoch oder sowas. Da würdest du schon sagen der braucht nicht mehr natürlich eine Weile um sich entsprechend zu akklimatisieren aber wir Otto -Normal -Piloten sagen halt wunderbar ich fliege jetzt ein verlängertes Wochenende fahre in die Berge tolles Hochdruck -Wochenende ich bin am Alpenhauptkamm irgendwo Gasteinertal und es geht wirklich über 4000 Meter hoch. Da würdest du sagen das ist auf gewisse Weise schon kritisch?

39:19SPEAKER_00

Es ist nur dann kritisch wenn du dich bewegst. Aber du bist ja quasi immobil. Das heißt auf 4000 Metern ist schon noch genug Sauerstoff da um dich in Ruhe zu bringen. um dich in Ruhe zu versorgen. Das ist nicht das Problem. Also wenn du da oben rumfliegst kann es sein dass du vielleicht ein bisschen Kopfschmerzen bekommst. Aber normal passiert da nichts weil du bist ja immobil. Du sitzt da drin du hast ja kaum muskuläre Belastung und deshalb ist da nichts. Das Problem ist jetzt wie du sagst aha jetzt will ich da oben top landen oder sowas. Da muss ich mich ja dann da fange ich ja dann irgendwann zu bewegen dann brauche ich auch mehr Sauerstoff. Dann würde es wahrscheinlich schon Sinn machen. Also ich mache es. Also das ist vielleicht ganz gut. Also wenn einer Lust hat dann soll er sich mal diesem Video auf YouTube anschauen vom Elbrus.

40:04SPEAKER_00

Also das sind zwei wie gesagt das ist Paraglide Elbrus von mir und da hört man mich während dem Fliegen sogar wie ich atme wie ich hyperventiliere. Weil ich genau gemerkt habe hola boah scheiße weil du hast da ein bisschen das Problem weißt du atmest ja auch nicht mehr wenn du gestartet bist und dann im Gurt dann bist du du atmest einfach nicht mehr wenn du rhythmisch weiteratmen würdest dann würde gar nichts passieren. Aber es ist so wie wenn du einen Berg runter gehst du bist am Anfang du stehst ja unter Adrenalin ohne Ende und du vergisst das Atmen. Man muss sich einfach vielleicht in die also es ist ja wahrscheinlich bei dir auch nicht an der Tat gesagt dass du jetzt auch in 4000 einlandest oder sowas. Also das heißt du wirst dann da auch unter Stress kommen und in dem Stressmoment wirst du das Atmen vergessen. Das heißt der Sauerstoffdruck sinkt. Wenn man sich in dem Moment natürlich bewusst macht hey ich muss jetzt einfach atmen

40:55SPEAKER_00

ja und dann wirst du gleich merken aha jetzt kommt die Rühre. Das

40:59Lucian Haas

heißt so eine Atemtechnik viel wird ja auch immer beim Steilspirale vorgelegt wird ja auch Pressatmung als dann immer empfohlen um überhaupt das Blut im Kopf zu halten. In dem Fall hast du natürlich keine G -Kraftbelastung oder sowas wenn du da einfach normal nur zur normalen Landung ansetzt aber trotzdem würdest du sagen es kann sinnvoll sein gerade in den höheren Bergen bewusst auch vor Landungen auf seine Atmung zu achten und die auch ein bisschen forciert zu machen oder sowas. Also wie

41:26SPEAKER_00

gesagt wichtiger noch ist es Lucian wichtiger ist es eigentlich wenn ich jetzt einen Hike and Fly mache diese Geschichte was ich gesagt habe dass ich zum Schluss hin wenn es hoch geht wirklich auf die Atmung achten also einfach darauf achten ein Fuß einatmen ein Fuß ausatmen ein Fuß einatmen ein Fuß ausatmen und nicht so wie die X -Alps Leute zum Schluss noch Vollgas geben gucken dass ich erst da oben hinein bewusst wirklich die muskuläre Belastung runterfahren damit dieser Sauerstoff fürs Gehirn zur Verfügung steht und eben diesen Atemrhythmus man muss jetzt nicht unbedingt diese Extreme wie gesagt das macht wenn man ganz wenn man mal Montblanc machen würde also heutzutage machen ja viele auch den Montblanc vom Tal aus rennen hoch und fliegen runter dann macht das natürlich Sinn mit dieser Atemtechnik weil sonst hast du oben ein Riesenproblem weil wenn du zur Ruhe kommst ist ja oft so dann hörst du ja überhaupt nicht mehr Atmen da atmest du ja ganz langsam das ist ja das Problem dass die Leute dann

42:22SPEAKER_00

die Muskulatur stimuliert ja auch die Atmung also wenn ich gehe atme ich automatisch schon schneller wenn ich jetzt hinsitze und nichts mache und das ist ja vielleicht auch das wieder was beim Gleitschirmfliegen ist es ist natürlich schon die Gefahr dass du dort oben einfach immer weniger atmest und deshalb immer weniger Sauerstoff zur Verfügung hast das heißt auf

42:40Lucian Haas

gewisse Weise ist Parawaiting kontraproduktiv zumindest was die Sauerstoffversorgung des Gehirns betrifft

42:45SPEAKER_00

ja ja aber auch beim Fliegen sich trotzdem angewöhnen also dass man einen gewissen Atemrhythmus aufrechterhält wenn man jetzt ganz hoch fliegt 4000 Meter oder sowas zumal wenn man nicht akklimatisiert ist wie gesagt die X -Alps die sind ja akklimatisiert da passiert nichts die haben ja auch entsprechend trainiert also die haben da nicht das Problem aber so Wochenendgeschichten wir haben ja früher bei uns von uns aus ist man auch am Wochenende in Zweiles gefahren hat gemeint man muss da 1, 2, 8000 erweisen und da war es dann so wir waren eigentlich alle höhenkrank aber bis unser Körper umschaltet waren wir schon wieder zu Hause aber wir haben uns ja nie da hast du ja nie richtig wohl gefühlt weil du hast immer einen Schädelweg gehabt oder sowas da hast du halt dann durchgezogen und beim Fliegen natürlich gut wenn du jetzt da lange fliegst dann ist das sicherlich ein Punkt wo du sagen musst naja da kommt es zu einer Unterversorgung im Gehirn auch in Ruhe weil ich nicht mehr entsprechend atme also dieses Atmen wie gesagt und entscheidender das Ausatmen führt einfach dazu dass der Sauerstoffgehalt in der Lunge höher wird und mit dem kann man eben

43:49SPEAKER_00

das damit hängt auch die Gehirnleistung zusammen wie ich eingangs schon gesagt habe für mich ist Gleitschirmfliegen schon nicht bloß ein Ausdauersport sondern das ist schon das hat schon sehr viel auch mit Gefahren erkennen und vorwegnehmen und und und, ja genau zu tun und dazu ist einfach mal Sauerstoff nötig ja

44:07Lucian Haas

Vorhin hast du eine Frage nicht wirklich beantwortet das ist jetzt kein Vorwurf sondern einfach nur eine Feststellung das war die Frage ob du denn auch wieder planst Gleitschirmfliegen zu wollen Ja,

44:18SPEAKER_00

der bin ich wohl aus dem Wege gegangen also im Moment ist es so also ich muss zusagen von dem Unfall selber durch das dass ich diese Amnesie habe also ich weiß ja gar nichts also ich habe jetzt wenn ich jetzt unterwegs bin eine größte Freude Gleitschirmflieger zu sehen und denke auch mich juckt es auch irgendwie

44:40SPEAKER_00

also mein Gefühl sagt mir ja klar ich fliege wieder mein Verstand ist jetzt ein bisschen anders gepolt weil ich habe ja eigentlich gedacht ich habe die Theorie durchdrungen also das war ja auch der Grund wieso ich mich dann wirklich mal also ich habe ja dann viel in den Alpen auch zuerst ausprobiert mit Fliegen dass ich einfach mal sehe ok, erkenne ich die Windsysteme habe ich das wirklich im Griff bevor ich mich da dann an die Hohenberge gewagt habe und habe gedacht ich hätte es durchdrungen und dann bin ich diesem vermeintlichen Fehler begegnet also eigentlich eine Sache die ich wusste und habe sie trotzdem falsch gemacht und das ist das was mich im Moment eigentlich auch noch davon abhält zu sagen ja auf der anderen Seite ist es so ich kriege einfach meinen Schirm nicht verkauft

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der liegt jetzt da da also einer meiner Schirme muss ich dazu sagen also es ist so ich denke es wird so sein ich werde schon wieder fliegen aber ich werde es nicht mehr so ich bin ja früher also vor meinem Unfall bin ja fast täglich geflogen für mich war einfach so ich habe gesagt gleich schon fliegen das lernst du nur da wirst du nur sicher wenn du es oft machst damit du einfach auch in diesen Extremsituationen du musst einfach dein Gerät kennen und du musst es muss eine Einheit sein also Mensch und Schirm muss eine Einheit sein und du musst es und du musst einfach sehr sehr oft damit du einfach diese ganzen Situationen die es denn da geben könnte du musst einfach so sein damit du die erlebt hast und dann darauf reagierst und da bin ich also wie gesagt ich bin täglich ich bin manchmal so zweimal am Tag also ich bin ich habe das sehr sehr intensiv betrieben also auch zum Allgemeiner Familie muss ich dazu sagen so werde ich es nicht mehr machen also ich denke ich könnte mir schon vorstellen dass ich wieder fliege also so eine Geschichte was mich schon natürlich wieder immens reizt ist ich würde so gerne nochmal von Kilimanjaro fliegen

46:28SPEAKER_00

also das ist schon ein Ding das das würde mich schon nochmal nochmal reizen das würde

46:33Lucian Haas

mich schon nochmal

46:33SPEAKER_00

das ist einfach ja für mich war das das höchste ich wollte ja aber die Frage ist ja ob

46:38Lucian Haas

du überhaupt dann schnell genug laufen könntest um da überhaupt in die Luft zu kommen oder nein ich brauche halt einen

46:43SPEAKER_00

Gegenwind ich muss halt entsprechend einen Gegenwind haben dann kann man

46:46Lucian Haas

ja manchmal auch am Stehen starten so ungefähr ja

46:48SPEAKER_00

ja ja nee also das Ziel war ja eigentlich oder ich hatte ja eigentlich letztes Jahr vor ich wollte ja ich habe dann am Kilimanjaro trainiert im Februar war ja dann viermal oben bin da runter geflogen bin immer nachts also ich war mit der Gruppe unterwegs ich bin immer von einem Camp nachts auf den anderen auf den Gipfel gegangen und bin dann zum nächsten Camp geflogen und so habe ich das dann gemacht und dann letzten Flug wo wir dann hoch zum Gipfel sind bin ich dann rausgeflogen und war dann eigentlich sehr fit also sowohl ausdauermäßig als auch ich habe ja gedacht als auch mit diesem Gleitschirm also ich bin ich habe etwa ja 300 Flüge mit dem P2 dann gemacht und habe gedacht naja gut also das das müsste jetzt schon gehen und ich wollte und das hört sich jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben an ich wollte eigentlich vom Everest fliegen aber es ist so der Everest du kriegst keine keine Fluggenehmigung also der Everest da haben sie das verboten also am Everest kannst du nicht ist Flugverbot also da kannst du nicht runterfliegen was wahrscheinlich auch

47:42SPEAKER_00

logisch ist weil weil da ist inzwischen so ein Hubschrauberverkehr das ist ein Wahnsinn und dann blieb nur für mich in Anführungsstrichen ich habe damals auch noch so ein bisschen den Spleen gehabt mehr oder weniger von diesen 14.8000 und die irgendwie mal zu kompletieren und dann habe ich mir halt zwei 8.000 rausgesucht und habe gedacht naja gut die geh ich hoch und und fliegst runter tust das mit mit Gleitschirm überbrücken jetzt im Nachhinein muss ich sagen ja das war natürlich ein bisschen irre das ist natürlich auch irre also die Chance das hört sich jetzt vielleicht auch krass an aber die Chance zwei Gleitschirmfliegen von so einem 8.000er zu überleben also dass das funktioniert und das zu überleben die ist natürlich nicht so groß

48:23Lucian Haas

in so einem Zeitungsartikel der jetzt auch vor einem halben Jahr oder sowas erschienen ist steht auch ein Zitat von dir da hast du gesagt der Unfall hat mir das Leben gerettet und auch bezogen auf diese geplanten Flüge von den 8.000ern wie hast du das gemeint?

48:37SPEAKER_00

also es ist so ich habe mir wirklich ich habe die Flüge waren gebucht die Agentur vor Ort das war alles geplant also vielleicht muss ich es jetzt aus also die beiden Berge die ich vorhatte zu besteigen war die Annapurna einer der gefährlichsten 8.000er die Annapurna 1 und den Taulagiri die liegen eigentlich relativ nah beieinander und ich wollte eigentlich auf die Annapurna hoch wenn es dem passt zum Fliegen also ich habe vom Setting her habe ich den Pi 2.0 23 gehabt und hätte das als ich wollte halt einen Protektor haben ich habe einfach immer gesehen ohne Protektor ist mir das zu eikel in den Bergen entweder passiert was am Start oder bei der Landung du landest natürlich wenn ich da auf 4.000 5.000 Meter einlande das ist natürlich eher flott und da war mir es einfach ich wollte nicht auf den Protektor verzichten auch wenn es mehr Gewicht ist aber dann habe ich dieses Montis

49:27SPEAKER_00

Montis Nova Montis und Inverto genau das ist zwar so ein ein Airbag den du da hast aber das war so meine Ausrüstung und Pi 2.0 23 und es ist nur so dass das allein der Aufstieg an der Annapurna schon lebensgefährlich ist und dann da oben runter starten ist jetzt auch also da hast du halt eine Startmöglichkeit und wenn die nicht hinhaut dann bist du den Hang unten das ist zu steil Daulagiri ist genau das gleiche also ich war da vielleicht in so einer Bahn ich war einfach ich habe dieses Ding da diesen Everest ohne Sauerstoff dann Makalu Lhotse eben ohne Sauerstoff und dann habe ich gedacht jetzt machst du weiter und war da eigentlich in der Bahn drin Hast

50:10Lucian Haas

du dich auch so ein bisschen unsterblich gefühlt quasi oder?

50:13SPEAKER_00

Durch das bei mir hat das immer alles geklappt das hat immer alles funktioniert dann hat das Elbrus dann hat Elbrus Ost und Westgipfel funktioniert dann Kilimanjaro dann Kilimanjaro weißt du das ist natürlich eine Merz das sind ja immer 3000 Höhenmeter gewesen oder sowas dann fünfmal hintereinander auf den Kilimanjaro da hoch und das hat alles geklappt ich war eigentlich fit wie noch nie in meinem Leben hatte auch eben sehr viel Höhenerfahrung durch diese vielen Achttausender die ich bestiegen hatte und dann habe ich gedacht naja komm dieser Schritt jetzt und das war eigentlich die Logik die Logik ist ja einfach sehr schnell aus dieser Höhe runter zu kommen das muss funktionieren und dann wie gesagt durch diesen die Geschichten dass die eben schon in den Höhen geflogen sind den Everest haben sie auch mal haben zwei in der Pali beflogen im Tandem sogar allerdings waren die mit Sauerstoff ich wollte ja ohne Sauerstoff hoch aber, und das Ding mittragen und

51:05SPEAKER_00

ja drum hört es sich komisch an aber das kleinere Übel ist sicherlich meine Verletzung die ich jetzt hatte ich weiß nicht und wenn da unten wenn ich da unten abschütze das muss man sich auch klar sehen also ich hatte ja ein Riesenglück durch unser deutsches Rettungs - und Gesundheitssystem wenn mir das in Elbrus oder in Afrika oder im Himalaya passiert wäre dann wäre ich ja tot ich habe das ja nur überlebt weil dieser Hubschrauber sehr schnell kam sonst wäre ich vor Ort verblutet und und und da muss man sich im Klaren sein wenn du wenn du so Sachen machst also auch diese extremen Berge du musst dir halt im Klaren sein das Risiko ist immens ist ein immenses Risiko weil du keine Rettungskette hast wenn da was schief geht geht es schief Thomas

51:50Lucian Haas

lass uns mal langsam zum Ende kommen und eine ich sage jetzt einfach mal das ist jetzt die letzte Frage wer weiß vielleicht kommst du wieder mit drei schönen neuen Themen an wir haben jetzt eh schon so lange gequatscht dass wir noch was nachlegen aber letztes Mal letzte Frage sage ich einfach mal so wenn man also wenn man so wie du eigentlich nur mit extrem großem Glück oder Gottes Hilfe oder was auch immer man da heranziehen will so einen Unfall überlebt hat und jetzt wieder ins Leben zurückkommt und neu laufen lernt und sonst was alles wovor hast du noch Angst du hast gesagt mit Nahtoderlebnis hast du vor dem Tod auch keine Angst mehr also wovor hast du Angst

52:30SPEAKER_00

das ist jetzt eine gute Frage ja

52:35SPEAKER_00

ich glaube das hört sich jetzt vielleicht auch überheblich an also im Moment würde mir nichts einfallen wovor ich Angst haben könnte oder was wovor habe ich Angst das ist eine gute Frage ich habe vielleicht Angst dass diese Schmerzen wiederkommen das ist vielleicht was ich habe Angst ich habe einfach ein Leben oder ich habe das einfach erlebt was es heißt Tag ein Tag aus Schmerzen zu haben und die nur mit Schmerzmitteln und mit den Schmerzmitteln nachlassen diese Schmerzen wieder zu bekommen und so ein Schmerz also das ist einfach eine Sache das raubt dir alles also du kannst dieser Schmerz da hast du keine Gedanken mehr für irgendetwas außer diesem Schmerz und das da habe ich Angst das ist wirklich eine Sache wo ich sage okay diese Schmerzen ich weiß nicht ob ich das nochmal schaffen würde oder ich habe auch manchmal Angst ich habe immer wieder eben diese Schmerzen ich habe immer wieder diese Nervenschmerzen das sind so eine Art Phantomschmerzen und vor allem wenn ich sehr viel gemacht habe das ist auch noch so eine Geschichte die ich immer wieder mit diesem Kilimanjaro wo ich ein bisschen Angst habe dass ich habe das bisher noch nie geschafft jeden Tag

53:42SPEAKER_00

da muss man so ungefähr sieben Kilometer jeden Tag gehen bergauf und das über eine Woche ob ich das schaffe also ob ich wirklich das schaffe ich schaffe es schon körperlich aber ohne Schmerzen dass die Schmerzen ich kriege dann abends wenn ich im Bett liege und zur Ruhe komme kriege ich diese Nervenschmerzen und da kann ich dann nicht mehr schlafen und da habe ich das ist vielleicht was wo ich Angst habe ja

54:05Lucian Haas

dann 輪 noch ganz kurz wirklich allerletzte Frage worauf hast du am meisten Lust am

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meisten Lust also war es mich ja auch bei der ganzen bei der ganzen bei dem ganzen Unfall und der ganzen Sache also wo ich mir man fragt sich ja dann okay also ich habe mich dann schon gefragt was ist eigentlich der Grund wieso ich noch lebe was ist der Grund wieso bin ich wieso bin ich jetzt nicht da auch verblutet wieso wieso wieso ist der Unfall doch so abgelaufen dass ich wieder laufen kann was da muss ich habe gesagt irgendeinen Grund muss es geben es muss irgendwas ein Grund sein dass sagen wir jetzt mal Gott einfach bestimmt hat nee das ist noch zu früh für den Jungen also ich habe mir immer überlegt ich musste da irgendeinen einen Grund haben und der Grund und das ist eigentlich auch das was mir sehr viel Kraft gibt und Freude das ist dieses dieses Sozialprojekt das ich habe in Afrika also dieses Extract Afrika

54:56SPEAKER_00

das sind Menschen und die brauchen mich also ohne mich wären die jetzt in diesem Lockdown die wären verhungert also ich habe dann ein Spendenprojekt auf die Füße gestellt also aus dem Krankenhaus und mit meinem Telefon über WhatsApp und so habe ich Leute angeschrieben und gesagt um Gottes Willen da unten ist einfach so keine Arbeit heißt da unten kein Geld und kein Geld heißt ich habe nichts zu essen also die verhungern die verhungern buchstäblich durch das dass keine Touristen auf den Kilimanjaro gehen habe ich gesagt das kann nicht sein und wir haben dann da gesammelt ich habe dann vom Krankenhaus beide aus 15.000 Euro zusammenbekommen und habe dann da 50 Familien über drei Monate mit Essen versorgt und dann war das schlussendlich so das war ich bei mir immer noch gelegen im Krankenhaus wo ich das gemacht habe das war jetzt einfach fast ein Jahr ja fast genau ein Jahr und dann habe ich gesagt okay mit diesem Geld das bringt ja nichts ich kriege ja nicht auf Dauer Spenden her und dann habe ich angefangen mit den übrigen Spenden Land zu kaufen da unten und wir haben da unten eine Farm aufgebaut wo die jetzt Nahrungsmittel anbauen können

55:54SPEAKER_00

und sich da ein bisschen versorgen haben dann auch ein Schulprojekt mit unterstützt für Eidsweisen auch mit Essen und mich freut es jetzt eigentlich am meisten erst einmal dass die Leute das überlebt haben das jetzt dann auch dass der Tourismus am Kilimanjaro wieder möglich ist und ich jetzt im August hoffentlich also ich bin nach wie vor fest entschlossen da runter zu gehen und jetzt nicht nur unbedingt auf den Kilimanjaro sondern

56:20SPEAKER_00

eigentlich die Leute zu sehen dieses Projekt diese Farm zu sehen und denen wieder ich habe da eine Gruppe dabei Arbeit zu geben und wir haben jetzt einfach mehrere Anfragen schon das wäre vielleicht auch was man im Podcast noch nennen könnte also dieses Projekt heißt Extract wenn man im Google einfach E -X -T -R -E -K eingibt findet man unsere Homepage ich

56:40Lucian Haas

werde das auch alles in den Shownotes natürlich verlinken dass die Leute das dann entsprechend finden

56:46SPEAKER_00

genau und das ist eigentlich das was mich jetzt dann freut das zu sehen die Leute zu treffen wieder und ja hoffentlich auf den Kilimanjaro zu steigen das

56:56Lucian Haas

heißt du hast noch einen Sinn im Leben wo du sagst hey da kann ich noch helfen da kann ich was voranschieben und wenn du das dann noch mit dem eigenen Ego verbinden kannst und ich schaffe sogar diesen Berg nochmal meinen Berg nochmal zu besteigen also

57:09SPEAKER_00

das ist es ist schon so ich habe also für 2021 nicht mehr aber 2022 im Herbst werden wir eine Gleitschirmexpedition auf dem Kilimanjaro wieder anbieten ob ich jetzt selber mit runterfliege weiß ich noch nicht aber ich werde es auf alle Fälle leiten und die Leute entsprechend einweisen wir werden uns auch hier treffen also falls dann von diesen Zuhörern jemand Interesse hätte mal vom Kilimanjaro zu fliegen der kann sich gerne auch bei uns melden vielleicht noch eine Geschichte am Ende was mir das kam mir vor ein paar Wochen das Zitat was ich vorher noch aufgeschrieben habe was bei mir eigentlich am ganz gut zutrifft das ist vom Oscar Wilde am Ende wird alles gut wenn es nicht gut ist war es noch nicht das Ende und auf dem lebe ich jetzt gerade im Moment

57:54Lucian Haas

ein schönes Ende wir sind jetzt am Ende ich glaube es ist alles gut geworden sagen wir mal so eine schöne Runde Podcast und wenn ich auf dem

58:02SPEAKER_00

Kili war dann ist bei mir glaube ich auch alles gut und dann es

58:06Lucian Haas

war auf jeden Fall super interessant Thomas Thomas vielen vielen Dank ich wünsche dir alles Gute noch in weiteren Besserungen und noch besser laufen können und sonst was dass du diese Ziele Kilimanjaro auch selber noch besteigen können und sowas dass du das alles noch in Freuden erleben kannst und es wirklich als Geschenk dann immer noch wieder wahrnehmen kannst super danke dir das

58:34Lucian Haas

war Thomas Lemle im Gespräch mit Lucian Haas in den Shownotes zu dieser Podcast Folge auf Looglights habe ich noch eine Reihe von weiterführenden Links zusammengestellt unter anderem zu einigen der im Gespräch erwähnten Videos und dem Projekt Extract Afrika die spezielle Atemtechnik von Thomas kann ich übrigens aus eigener Erfahrung heraus allen Gleitschirmfliegern nur wärmstens empfehlen sie eignet sich hervorragend als Variante zur klassischen Pressatmung beim Fliegen einer Steilspirale kurze Wiederholung anstatt die Lippen wie ein Trompeter beim Ausatmen aufeinander zu pressen legt man einfach nur die Zunge an den Gaumen so als wollte man Scheiße sagen es kommt auf den Schh laut an je stärker man die Zunge gegen den Gaumen drückt desto mehr Druck muss man mit dem Zwerchfell auf die Lungen ausüben um die Luft herauspressen zu können dieser Druck sorgt dann dafür dass mehr Blut im Kopf bleibt und wir auch bei hohen Gehbelastungen in der Spirale keinen Grey oder Blackout erleben anders als beim Höhenbergsteigen bei dem man im langsamen Rhythmus der Schritte ein - und ausatmet sollte man in der Spirale freilich auch noch die Atemfrequenz deutlich erhöhen Wenn

59:45Lucian Haas

dir diese Folge gefallen hat dann empfehle ich dir einen Blick auf Lu-Glidz oder Soundcloud Dort gibt es bereits viele Folgen von Podz-Glidz Du findest sie auch direkt in bekannten Audiokatalogen wie Spotify iTunes Google Podcasts etc. Abonniere Podz-Glidz einfach im Podcatcher deiner Wahl Als

1:00:05Lucian Haas

Förderer von Podz-Glidz und Lu-Glidz hilfst du übrigens mit dass ich dir auch in Zukunft weitere Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens präsentieren kann Die Höhe deines Förderbeitrags kannst du dabei völlig frei wählen Wenn du nun unsicher bist was denn wohl angemessen wäre dann halte dich doch einfach an diesen unverbindlichen Vorschlag 1 Euro pro Podcastfolge und 2 Euro pro Lesemonat auf Lu-Glidz Natürlich kannst du gerne erst ein paar Folgen hören und über Monate hinweg Lu-Glidz lesen und dann einen gesammelten Förderbeitrag leisten Zahlungen sind ganz einfach per Paypal oder Banküberweisung möglich Alle nötigen Daten findest du auf meinem Blog Lu-Glidz und zwar dort auf der Seite Fördern Bis

1:00:49Lucian Haas

zum nächsten Mal Ciao

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