Ich wollte schon eigentlich immer von diesem Influencer sein, irgendwann mal weg und einfach das machen, worauf ich Bock habe, rein Sport, rein meine Ziele verfolgen und ja dann nicht mehr so gegründet sein. Das war immer mein großes Ziel und mittlerweile habe ich das auch langsam geschafft.
Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast. Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens. Heute mit Elisa Deutschmann. Und ich bin Lucian Haas. Kriegel Maurer kommt derzeit auf knapp 58.000. Aaron Dorogati liegt bei 37.000. Ein Pal Takac hat 33.000 und Paul Guschlbauer 26.000. Ich spreche von den Followern bei Instagram. Wer als Profi vom Gleitschirmfliegen lebt, für den sind solche Zahlen bares Geld wert. Denn mit vielen Followern auf Social Media kann man bei Sponsoren punkten. All die genannten sind große Namen in der Szene. Was den Erfolg auf Instagram angeht, werden sie allerdings noch von einer Gleitschirmpilotin überboten, deren Namen man sich vielleicht nicht nur deswegen ruhig merken sollte.
Elisa Deutschmann. Die 27 -Jährige fliegt erst seit vier Jahren Gleitschirm, das aber mit ehrgeizigen Zielen. Als Multi -Sport -Talent, die ihr Faible für Trailrennen, Radeln, Skifahren, Kiten, Surfen, Natur und Berge und im zunehmenden Maße eben auch das Gleitschirmfliegen auf Social Media bietet, ist sie schnell zu einer gefragten Botschafterin der Szene geworden. Was es heißt, eine Influencerin zu sein, wie ihr Alltag zwischen Training und Laptop, Hike -and -Fly -Rennen und Sponsoren -Termin so aussieht, welche Erfahrungen sie als Supporterin von Kriegel Maurer bei den diesjährigen Red Bull X -Alps machte, was es mit ihrem Angebot der Girls Camps auf sich hat und welche nicht nur sportlichen Träume sie selbst noch realisieren will, das und mehr erzählt Elisa Deutschmann in diesem Video.
In dieser 118. Episode von Podz-Glidz. Wenn dir der Podcast gefällt, dann unterstütze doch meine Arbeit daran als Förderer. Wie das ganz einfach geht, erfährst du auf meinem Gleitschirm-Blog Mooglides und zwar dort auf der Seite Fördern.
Elisa, wenn dich jemand ganz neu kennenlernt und dich dann fragt, hey, was machst du eigentlich beruflich, was sagst du dann?
Das ist immer eine schwierige Frage. Weil dann überlege ich mir immer, was ich eigentlich beruflich mache.
Und sage dann immer, ich fange immer an, was ich eigentlich mal gelernt habe. Und zwar ist es, dass ich eigentlich Designerin bin. Ich bin Modedesignerin und auch Schneiderin. Und dann sage ich immer, aber eigentlich mache ich das gar nicht mehr, sondern jetzt gerade mache ich Social Media und viel Sport. Und so beschreibe ich dann eigentlich auch, was ich so mache.
Social Media heißt dann, du bist Influencerin oder wie nennt man das?
Das ist eine gute Frage. Ja, also klar bin ich Influencerin. Alle Leute, die auf Social Media Leute, Influenzen, Sachen teilen, sind Influencer. Muss aber auch sein, dass ich ganz lange mit dem Namen gar nicht klargekommen bin, weil ich habe mich irgendwie selber nie wirklich als Influencerin gesehen. Früher war für mich das Wort Influencerin so ein bisschen verrufen und dachte so, bin ich Influencerin? Weil für mich waren eigentlich, ohne es so schlecht zu sagen, aber halt Frauen eigentlich, die viel mit Make -up oder so gemacht haben, ganz früher, wie das so angefangen hat, so war irgendwie mein Blick dafür. Mittlerweile ist das ja was ganz anderes. Und mittlerweile finde ich das auch cool, dass ich das bin. Aber es hat lange gedauert, dass ich das für mich angenommen habe.
Jetzt erklär mir mal aus deiner Sicht, was ist das eigentlich eine Influencerin?
Also eigentlich ist meiner Meinung nach eine Influencerin eine Person, die im öffentlichen Leben steht, die Sachen mit ihrer Community teilt. Und das kann alles sein. Das kann sein. So wie bei mir der Sport, die Berge, die Natur, das können Produkte sein, das können Reisen sein. Aber eigentlich ist mittlerweile jeder Influencer, der halt was an die Community nach draußen gibt, meiner Meinung nach.
Heißt denn aber Influencer immer, man verdient damit auch Geld oder ist man schon Influencer, wenn man einfach nur Spaß hat?
Ich finde, man ist das auch schon, wenn man Spaß hat. Also ob man Influencer, Ambassador, man kann das ja nennen, wie man will eigentlich. Ich finde, das ist eigentlich eine Gruppe. Und bei mir war das ja früher auch so. Ich habe einfach angefangen und habe meine Sachen geteilt und ohne jetzt da irgendwas mit dabei gedacht zu haben einfach. Und habe da in dem Sinn auch die Leute schon influenzt oder wie man das nennt. Genau. Und ja, ich meine, das ist ja auch was Gutes. Ich finde, der Name ist irgendwie eigentlich durch die Zeit so ein bisschen verrufen worden. Also Influencer hat eigentlich eher so einen schlechten Ruf gekriegt, meiner Meinung nach. Und ja, da muss man irgendwie lernen, damit auch umzugehen.
Ich meine, im Deutschen, wenn man sich das vorstellt, das heißt jetzt der Beeinflusser oder die Beeinflusserin. Das hat ja schon so eine gewisse negative Konnotation irgendwie. Das ist jemand, der manipuliert mich auf gewisse Weise.
Ja, genau. Und deswegen hatte ich da auch immer ein Problem damit mit dem Namen, wenn Leute gesagt haben, du bist Influencer. Aber ich meine, das ist ja auch was Positives, weil nur wenn man Leuten was zeigt, heißt es ja nicht in dem Sinn, dass es was Schlechtes ist, sondern das ist ja eigentlich was Gutes. Man gibt den Leuten ja irgendwie einen Mehrwert und die können vielleicht was mitnehmen daraus, was man macht, positive Sachen erleben. Aber ja, so ist es halt mit der Zeit heutzutage.
Wie ist denn bei dir aus der Modedesignerin die Influencerin Elisa Deutschmann geworden? Also wie kam das, dass du irgendwann gesagt hast, okay, das ist jetzt eigentlich so meine Haupttätigkeit gewissermaßen?
Ja, das ist eigentlich lustig. Weil das ist eigentlich auch gar nicht meine Haupttätigkeit. Also ich bin irgendwie, ich war schon immer so ein Mensch. Ich habe vieles gleichzeitig gern gemacht, viele verschiedene Sachen. Und während meiner Ausbildung, während meinem Studium habe ich halt einfach mit Social Media angefangen und habe mich da einfach beim Sport gezeigt, also was ich mache, ohne irgendwelche Gedanken. Und irgendwann auf einmal habe ich immer mehr Follower gekriegt. Die Leute fanden das cool und das ist einfach so natürlich gegrowt. Und ja, und irgendwann kam dann mal die Frage, okay, ich bin Modedesignerin. Mein Studium abgeschlossen und habe Sportsachen entwickelt und designt für Firmen. Und habe halt so irgendwie versucht, die Modewelt und den Sport so zu vereinen. Und irgendwann ist aber dann der Bart von Social Media immer mehr Arbeit geworden.
Und das ist halt auch ein Job, den ich halt jetzt gerade zurzeit machen kann. Keine Ahnung, was in zehn Jahren mit dem Job ist. Aber habe mich dann eben für aktuell den Weg jetzt gerade entschieden.
Was muss man denn dafür können? Weil du sagst, ich habe mich jetzt für diesen Job entschieden. Also was muss man für Skills haben, um als Influencerin arbeiten zu können?
Puh, man muss sich gut verkaufen können, würde ich mal sagen. Und vor allem ist es nicht, was man selber für Skills hat, sondern man muss halt eine Community haben, die Follower, die das schön finden, was man macht. Weil dadurch ist man interessant einfach für Firmen, für Partner. Und so kann man dann irgendwann auch mal vielleicht davon leben. Weil davor, wenn du auch eine gute Arbeit machst, aber das keinen interessiert, dann bringt dir das halt auch nichts. Deswegen ist die Community eigentlich das Allerwichtigste dabei.
Nun hast du, wenn man auf Instagram guckt, mittlerweile mehr als 60.000 Followerinnen und Follower. Und das ist, wenn man das jetzt so guckt auf den, zumindest im Gleitschirmsektor guckt, was haben denn so andere berühmte Leute? Wenn man in Kriegel Maurer guckt, in Paltakatz, in Paul Guschlbauer oder in Horacio Llorenz der Spanier und sowas. Die haben deutlich weniger als du. Wie hast du es geschafft, obwohl du jetzt nicht so die supersportlichen Erfolge schon vorzuweisen hast und sowas. Und auch erst, wenn ich es richtig sehe, seit vier Jahren als Gleitschirm fliegst und sowas. Wie hast du es geschafft, dir so eine große Followerschaft aufzubauen und zu sagen, ich bin sogar besser als ein Kriegel, was das betrifft?
Also ich würde sagen, das ist bei mir, ich habe ja davor schon immer Sport gemacht. Berge war meine Leidenschaft, egal ob auf den Ski oder beim Trailrunnen. Und dann ist das Gleitschirmfliegen gekommen. Und das war schon ein Schritt, wo ich auch bei meiner Community gemerkt habe, das ist ein neuer Sport. Und da gibt es eine neue Zielgruppe, was am Anfang gar nicht so leicht war. Und dann aber habe ich die einfach irgendwie so mitgezogen, die Leute und viele neue dazugewonnen. Und so ist es entstanden. Also ich habe jetzt nicht vor vier Jahren bei null angefangen, sondern ich mache Social Media seit, keine Ahnung, weiß gar nicht, seit ein paar Jahren. So ist es dann miteinander gewachsen. Also das Gleitschirmfliegen ist dann mit mir, mit Instagram einfach gewachsen. Und so auch die Community.
Früher oder am Anfang warst du ja unter dem Namen Artificial unterwegs, wenn ich das richtig gesehen habe. Das hast du aber dann irgendwann aufgegeben. Ja. Warum? Ist es nicht gut, eigentlich so eine Marke zu haben, wo du sagst, hey, die ziehe ich einfach durch?
Doch, das wollte ich auch ganz lang. Ich habe aber Artificial gegründet, weil ich glaube mit 13 mein Modelabel gründen wollte und habe da Namen dafür gesucht und habe das Artificial genannt. Und habe mich damals einfach ganz gut gefühlt. Das hat mir ganz unbeholfen, auch auf Instagram Artificial dann einfach so genannt. Habe dann jetzt die letzten Jahre gemerkt, dass der Sport mich halt eigentlich verbindet mit Elisa Deutschmann. Also alles, was ich mache im Fliegen. Mein Name steht immer Elisa Deutschmann da und nicht jetzt irgendwie Artificial. Und habe dann entschieden, okay, jetzt ist der Zeitpunkt, dass ich meine Mode Artificial nenne und ich bin die Elisa. Und das war aber schon am Anfang ein komischer Schritt, weil viele Leute das total kacke gefunden haben, wie du gesagt hast. Man kennt mich als Artificial eigentlich und auch meine ganzen Einträge waren immer Artificial auf allen Webseiten von den Leuten.
Aber für mich hat sich das einfach irgendwie nach einer Zeit richtig angefühlt und habe das dann gemacht.
Die Influencerin ist jetzt also nicht mehr unter Artificial zu finden, sondern unter Elisa Deutschmann auf jeden Fall. Erzähl mir mal so ein bisschen, wie sieht eigentlich so der Alltag einer Influencerin aus? Mhm. Also wie planst du deinen, in Anführungszeichen? Job?
Das ist lustig, weil ich mache ja nicht nur Influencer -Sachen, sondern ich mache auch Social Media für verschiedene Firmen. Ich habe auch ganz lang freiberuflich Design für Firmen gemacht. Und da ich so viele Bausteine habe, habe ich immer meinen Tag so geplant mit einer To -Do -Liste, weil ich einfach so viele verschiedene Sachen irgendwie machen muss an einem Tag. Und mein Training kommt auch noch dazu, dass meine To -Do -Listen extrem wichtig sind. Und dann arbeite ich sie so ab, was ich heute machen muss. Und jeder Tag ist anders da. Und das ist irgendwie auch das Coole. Also was man nicht sieht zum Beispiel an den ganzen Influencer -Sachen, dass ich, keine Ahnung, jeden Tag drei, vier Stunden nur am Computer sitze, Mails beantworte, Meetings habe mit Kunden, ich Sachen vorbereite, also ja mindestens drei, vier Stunden.
Was halt von außen man einfach nicht sieht, die Zeit, die dahinter steckt. Ich finde das immer lustig. Meine Mama sagt auch immer, was machst denn du den ganzen Tag da am Computer? Die hat das auch nie verstanden. Und jetzt hat sie auch mal gesehen, wie viel Arbeit da dahinter steckt, was halt die Leute nach außen einfach nicht sehen. Das ist auf alle Fälle mehr, würde ich sagen sogar, als wie jetzt ein normaler 40 -Stunden -Job. Vor allem auch, weil ich halt, bei mir gibt es halt nicht Wochenende oder frei, sondern es ist einfach immer, wenn ich was mache, wird das geteilt. Und ja, wenn das Wetter passt, dann ist es gut. Und ja.
Du hast gesagt, ich habe dann Meetings mit Kunden und so etwas. Sind das dann Kunden, mit denen du besprichst, was du auf deinem Kanal auch für die machen kannst? Oder sind das dann Kunden, wo du auch für deren Kanäle irgendwie etwas produzierst?
Ganz unterschiedlich. Also bei mir ist es so, ich mache nicht so Kooperationen, jetzt einmalige Sachen, sondern ich habe eigentlich langzeitig meine Partner. Die habe ich Verträge, da geht es aber jetzt nicht nur um Influencer, sondern auch halt um meinen Sport. Und es zieht sich einfach über mehrere Jahre. Und für die gibt es dann eine Anzahl, was ich mache. Und was ich vorbereite, Posts, Projekte. Und über das sind meine Meetings dann eigentlich. Und natürlich gibt es schon auch so Kunden, wo einmal was gemacht wird. Und da gibt es dann die Meetings. Keine Ahnung, kennenlernen, was wird gemacht, Projekte, Events. Das ist schon viel Zeit, das dahinter steckt einfach.
Wie viele feste, langfristigere Partner hast du?
Puh. Eins, zwei, drei.
Fünf habe ich, genau. Die sind, genau, begleiten mich meistens über drei Jahre.
Die wären, also als Beispiel, ich glaube, Salewa bist du auf jeden Fall, das habe ich gesehen. Genau,
Salewa, Skywalk, GoPro, Powerbar, Silver und Schienmarke habe ich auch.
Und dann hat man einen Vertrag und in solchen Influencer -Verträgen steht dann drin, du musst pro Monat Bilder X posten oder wie geht sowas? Wie habe ich mir das vorzustellen? Nee, genau.
Also ich habe mit den Firmen mittlerweile gar keine Influencer -Verträge mehr. Das war so früher. Mittlerweile laufe ich bei den meisten eigentlich als Sportlerin. Und da ist es wirklich, da geht es mehr um, was ich mache für Wettkämpfe, Projekte. Aber habe auch wie zum Beispiel Powerbar oder so. Da gibt es einfach, die wollen auch mal, dass die Firmen, also die Leute Produkte sehen. Und dann gibt es eine Anzahl, die ich im Jahr mache für die Firmen und teile das dann mit denen. Sozusagen mein Werdegang so ein bisschen auch. Und das war auch immer mein Ziel eigentlich. Ich wollte schon eigentlich immer von diesen Influencer sein. Irgendwann mal weg. Und einfach das machen, worauf ich Bock habe. Rein Sport, rein meine Ziele verfolgen. Und ja dann nicht mehr so gewunden sein. Das war immer mein großes Ziel. Und mittlerweile habe ich das auch langsam geschafft.
Du postest ja nahezu täglich auf Instagram. Wie entstehen solche Ideen dafür? Oder ist das eigentlich immer spontan? Hey, ich gehe heute mal Radl fahren und die Lichtstimmung ist gerade toll. Ich mache die Kamera an, filme mal kurz mit oder mache ein Bild. Und gucke dann, was ich hinterher darauf von dann wirklich poste. Oder ist vieles davon auch echt Planung?
Ne, also bei mir ist eigentlich wirklich alles so der Moment. Also ich plane eigentlich aus, das ist jetzt wirklich ein Job. Dann gehe ich raus mit einem Film oder Fotografen und produziere das Ganze. Aber das meiste entsteht eigentlich so im Moment. Und ich sehe das mittlerweile auch. Ich weiß, was lohnt sich zu filmen, was muss ich filmen, was kommt irgendwie an. Und dann halte ich da die Kamera drauf oder mache Fotos.
Und was lohnt sich?
Coole Momente.
Was
definiert einen coolen Moment für dich?
Am besten laufen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ja auf Social Media. Aber die mache ich leider zu selten. Ne, aber die Leute wollen was Spannendes sehen. Die wollen nicht mehr sehen, was wir schon hundert Mal gesehen haben, sondern irgendwie was Neues. Die wollen bei Social Media eigentlich auch was mitnehmen, was lernen. So habe ich den Eindruck. Und das finde ich auch cool. Ich liebe es die Leute einfach auch. Auch mit positiven Momenten zu befüllen. Weil ich würde sagen, dass ich auch ein positiver Mensch bin. Und so die Energie und ihnen das zu zeigen, was man alles machen kann. Dass sie an ihre Träume glauben sollen und rausgehen sollen. Und das halte ich fest mit der Kamera und teile dann auch mit der Welt. Und das kommt auch gut an, habe ich das Gefühl zumindest.
Ist die Elisa Deutschmann, die man in diesen Instagram Posts sieht, ist das die Elisa Deutschmann, die ich auch sehen würde, wenn ich mit dir jetzt direkt unterwegs wäre? Oder wie viel ist da vielleicht was Aufgesetztes dabei oder was besonders Lächelndes oder was auch immer?
Ich glaube, lachen tue ich echt immer. Das bin einfach ich. Ich würde schon sagen, dass ich so bin, wie ich auf Social Media bin und auch im echten Leben.
Von diesen 60.000 oder mehr als 60.000 Followern, die du da jetzt hast, wie viele würdest du denn schätzen, interessieren sich von denen fürs Gleitschirmfliegen?
Leider gibt es da nicht so eine Anzahl. Ich weiß nicht, wie viele das wirklich sind. Aber ich glaube mittlerweile schon ein Großteil. Also ich merke das auch bei den Fragen, was die Leute mir stellen. Da geht es eigentlich meistens um Fliegen. Die Leute, manche fliegen vielleicht auch noch nicht, aber die wollen einfach wissen, wie funktioniert das? Wo kann ich das lernen? Wie mache ich das? Da habe ich schon einen Großteil davon. Aber natürlich interessieren sich die Leute einfach auch für die Berge und die Natur. Also alles, was zu Sport damit zu tun hat. Um das geht es bei mir. Aber ich finde das cool, wie das wächst. Also ich merke das richtig. Man hört es ja auch immer, Gleitschirmfliegen ist ein bisschen Trendsport geworden. Und ja, die Leute sind einfach interessiert daran, an dem Fliegen. Und das macht mir umso mehr Spaß, da einfach mehr zu zeigen.
Von den Sachen, die du da jetzt zeigst. Du sagst, okay, ich dokumentiere im Grunde Sachen, die dir in deinem Trainingsalltag und sonstiges dann unterkommen und so. Aber wie weit ist es dann auch wichtig, zwischendurch zu sagen, ah, ich habe echte Projekte, die ich in irgendeiner Weise nach vorne tragen kann? Also jetzt gerade, jetzt hast du vor kurzem abgeschlossen, du hattest ein Projekt gehabt. Ich fahre von Lana bei Meran in Italien, fahre ich bis Chamonix mit dem Fahrrad, nehme meinen Gleitschirm dabei mit, steige dann noch auf den Mont Blanc und fliege dann herunter.
Ja. Ist das so ein Projekt, wo man sagt, hey, ich muss mal meiner Community irgendwie was ganz Besonderes präsentieren? Oder wie kommt so eine Idee dann überhaupt zustande?
Ne, also da geht es mir gar nicht darum, irgendwas zu präsentieren. Das war einfach von mir immer ein Traum, vom Mont Blanc zu fliegen. Und ich habe sowas ja auch schon mal selber ganz, also ich habe das jetzt mit einer Freundin gemacht, mit der Magdalena zusammen. Habe das aber auch schon mal vor zwei Jahren alleine mit dem Rad und meinem Gleitschirm gemacht durch die Alpen. Und ich liebe das einfach. Ich liebe mit einem Rad irgendwie hinfahren zum Berg und dann meinen Gleitschirm dabei zu haben und auf den Berg zu gehen und runter zu fliegen. Das ist so mega cool. Und das mache ich gern. Diesmal war jetzt zwar ein Filmteam mit dabei, die das begleitet haben zum Mont Blanc. Aber ich mache das einfach, weil das in meinem Herzen irgendwie drin ist und ich das schon immer machen will. Und das dann natürlich mit der Community zu zeigen, ist natürlich dann einfach ein Plus wert für mich und für meine Arbeit. Aber das ist nicht der Grund, wieso ich das mache.
Du bist da sehr sportlich. Offenbar, wenn du so viel Fahrrad fahren kannst und einfach dann auf dem Mont Blanc laufen kannst und sowas. Wie viel trainierst du eigentlich?
Also ich habe seit einem Jahr oder eineinhalb Jahren einen Trainer und ich trainiere fünf, sechs Mal die Woche mit einem fixen Trainingsplan. Und ja, ich habe mich dafür entschieden. Ich war schon immer sportlich, aber ich war dann eine Zeit in Südamerika und irgendwie danach habe ich so gemerkt, so jetzt will ich das irgendwie richtig angehen. Ich will da weiterkommen. Ich will da besser werden. Und so wie ich das allein gemacht habe, hat das schon gepasst. Aber es war halt irgendwie auch nichts Gescheites dahinter. Ja. Und jetzt so, ja, jetzt habe ich echt fleißig mich an den Trainingsplan gehalten, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist. Ich merke jetzt einfach voll den Fortschritt, was ich gemacht habe. Und das fühlt sich einfach gut an. Ich kenne meinen Körper jetzt um so viel besser. Das ist echt verrückt.
Und ja, mir macht das total viel Spaß. Ich war immer schon sportlich. Also das war für mich schon immer Sport ist meine Leidenschaft, mein Leben. Und da jetzt einfach weiterzukommen, ist umso besser.
Aber was ist das Ziel von deinem Training? Also die meisten Leute, die trainieren, sagen immer, okay, ich habe einen Wettbewerb, auf den trainiere ich hin. Oder ich, was auch immer. Aber was ist für dich das Ziel, wenn du sagst, ja, ich radel, ich gehe fliegen, ich jogge, ich kite zwischendurch. Also du bist auch so eine Multisportlerin. Was ist dann eigentlich, ja, was ist das Ziel vom Training bei dir?
Also ich habe schon große Träume. Träume in der Zukunft. Aber ich mache viele Border Races. Das sind ja diese 33 -Stunden -Rennen. Die haben mich fasziniert. Ich liebe es, einfach lange unterwegs zu sein und möchte auch noch mehr machen. Längere Rennen für die Zukunft. Und das sind so meine Ziele. Wohin das geht, keine Ahnung, was in ein paar Jahren ist, in den nächsten Jahren. Aber ich bin schon ein Mensch, der groß träumt und das schon immer gemacht hat. Und ja, schauen wir mal, wo die Reise hingeht.
Springen wir mal, bevor wir mal noch in die Zukunft gucken, noch mal ein bisschen zurück. Wie bist du denn eigentlich zum Gleitschirmfliegen gekommen?
Also Trailrunnen war schon immer einfach eine Sache bei mir. Also Berg gehen und dann auch laufen am Berg und grundsätzlich laufen. Und ja, das Runtergehen. Ich glaube, so wie 90 % der Leute Gleitschirmfliegen anfangen, hat mir irgendwann keinen Spaß mehr gemacht. Einfach, oder was heißt Spaß? Aber ich wohne halt in den Alpen und habe die Leute runterfliegen gesehen und habe mir irgendwann gedacht, hey, wieso mache ich das nicht? Und habe dann einfach angefangen. Was für mich aber nicht so am Anfang einfach war, weil ich halt auch, ich hatte einen Husky, einen sibirischen Husky. Und der war eigentlich immer mit dabei in den Bergen. Und dann den Schritt zu machen, okay, ich fange jetzt Fliegen an. Und am Anfang kannst du dann noch keinen Hund mitnehmen. Dann musst du halt erst mal selber Fliegen lernen und da sicher werden. Das war für mich schon immer so, ja, im Hinterkopf nicht so ganz einfach.
Weil wer einen Hund hat, weiß, wenn man Gleitschirmfliegen anfängt, wie viel Zeit das nimmt und wie lange man da in der Luft ist. Vor allem, wenn es dann mal auf Strecke geht oder so. Aber das war so die Grundidee, einfach runter zu fliegen. Also hat sich aber dann ganz schnell irgendwie anders da entwickelt. Weil sobald ich auftrennen konnte. Bin ich einfach losgeflogen. Also ich hatte auch keine Ahnung, aber bin einfach los auf Strecke gegangen und war dann zwar gleich am Boden. Aber ja, mir hat das nie was ausgemacht, dieses Wegfliegen vom Berg. Ich habe das echt von der ersten Sekunde an gemacht. Und das ist auch das, was ich jetzt eigentlich noch am liebsten mache. Ich halte mich gar nicht so gern an einem Berg irgendwie auf, sondern ich werde dann immer nervös und will dann immer wegfliegen und losfliegen. Und ja.
Wie häufig kommst du dann auch wirklich zurück?
Nicht so oft.
Meistens. Ich glaube, ich bin eigentlich von den langen Strecken bin ich irgendwie, glaube ich, noch nie zurückgekommen. Aber das ist auch voll in Ordnung. Ist auf alle Fälle mein Ziel.
Von dem, was ich von dir so gelesen habe, da steht dann immer, oh, ich bin Multisportlerin, aber am meisten fasziniert mich eigentlich das Gleitschirmfliegen. Warum ist das so?
Weil ich es liebe. Ich bin irgendwie schon gerne allein unterwegs in den Bergen. Also im Sport am Berg. Also ich mache, ich share das total gern mit Leuten. Aber beim Fliegen, da mache ich irgendwie einfach so mein Ding. Da ist es ruhig. Da habe ich diese wunderschöne Aussicht und ich kann so meine eigenen Wege gehen. Und das finde ich so verdammt cool und das inspiriert mich. Und das Fliegen, da lernt man nie aus. Und das ist auch irgendwie so der erste Sport, wo ich so extrem der Ehrgeiz mich gepackt hat, wo ich einfach nicht genug kriegen kann. Und ich wäre am liebsten jeden Tag irgendwie in der Luft. Und ja, mir wird es da nicht langweilig. Nie. Also egal bei was. Ich glaube, man lernt beim Fliegen nie aus. Und jeder Flug lernt man was dazu. Und es ist auch ein extremer Lernprozess da dabei.
Also das ist ja unglaublich, wie weit es dann nach oben geht und wo. Man hört es auf gern beim Lernen nie. Und das finde ich so schön daran. Und auch, weil man das verbinden kann. Also weil das ja nicht nur ein Sport ist, sondern man kann so viele Sachen machen. Also egal, ob es jetzt Streckenfliegen ist, Wettkampffliegen, Hike & Fly, Agro, mit dem Rad zu den Bergen fahren. Das Equipment wird so leicht. Jetzt mein Gleitschirm hat einen Kilogramm. Das ist einfach nur genial. Was Besseres, finde ich, gibt es nicht.
Du hast gerade gesagt, du wärst auch richtig ehrgeizig damit. So ein starker Ehrgeiz kann ja auch manchmal eine gewisse Gefahr bedeuten, weil man vielleicht sich zu viel abverlangt oder etwas zu viel probiert, wo es dann vielleicht doch schon gefährlich wird. Hast du solche Momente schon gehabt?
Also was ich beim Streckenfliegen merke, ist schon ein extremer Ehrgeiz. Also das ist echt verrückt, wie ich dann auf einmal angefangen habe, nur noch nach Kilometern zu schauen. Was ich jetzt so versuche, wieder irgendwie wegzubringen, weil man dann immer nur sich denkt, ah, ein Kilometer mehr noch, dann das und das. Was eigentlich ein totaler Schmarrn ist, weil es geht ja darum, das zu genießen. Da hatte ich schon den Moment, wo ich dann echt nur noch auf Kilometer geschaut habe und mich dann richtig geärgert hat am Boden. Wo ich gesagt habe, ach, wieso bin ich jetzt da nicht noch weiter geflogen? Und das habe ich immer noch. Aber es war jetzt nie irgendwie gefährlich deswegen. Ich glaube, das ist ein Lernprozess. Und das ist auch total wichtig, damit man halt lernt, damit umzugehen. Es gibt gute und schlechte Tage und ein kleiner Fehler beim Gleitschirmfliegen. Eine Mini -Entscheidung kann halt super sein, aber kann halt auch schlecht sein. Und da
stehe ich immer wieder davor.
Wenn man jetzt so deinen Flieger, relativ kurzen, aber deinen Flieger -Lebenslauf die letzten vier Jahre so betrachtet, wo du selber eine ungeheure Lernkurve mitgemacht hast. Was würdest du sagen, könnte man daraus, können andere daraus vielleicht lernen? Gibt es irgendwelche Besonderheiten, wo du sagen kannst, hey, da war ich besonders gut oder das waren besondere Fortschritte, wo man sagt, hey, sowas könnten andere von mir auch quasi abgucken?
Also was ich nicht empfehlen kann, vielleicht können wir das als erstes machen.
Ich weiß noch, mein erstes Jahr beim Fliegen und am Anfang hat man einfach keine Ahnung. Ich habe jetzt immer noch nicht, aber am Anfang, da passiert so viel gleichzeitig. Und ich war da in extremer Push -Phase, würde ich sagen. Ich hatte dann scheinbar, keine Ahnung, ein paar Monate und bin Biwak -Fliegen in Italien gegangen. Und bin losgeflogen und habe mich da eigentlich mit einer Freundin, die ist schon viel besser geflogen als ich und viel mehr Erfahrung. Und ich hatte einfach überhaupt keine Erfahrung eigentlich. Und im Endeffekt ist das Ganze dann so ausgegangen, dass ich halt dann mit Rückenwind beim Top -Landen da irgendwo reingebombt bin und mir die Bänder gerissen habe. Und ich habe einfach viel zu viel am Anfang wollen. Und am Anfang finde ich, ist halt viel wichtiger, einfach kleine Schritte irgendwie zu wachsen beim Gleitschirmfliegen. Und das kann ich, glaube ich, den Leuten mitgeben.
Es ist natürlich gut, sich Ziele zu setzen. Aber die Ziele sollten halt irgendwie so in einer normalen Kurve sein. Und nicht, dass man so von 0 auf 100 da gehen will. Also das ist total wichtig, finde ich. Und das setze ich mir auch immer wieder heute noch vor, wenn ich so, ja, wieso nicht da und da? Dann schaue ich, okay, was habe ich denn jetzt gerade für kleine Schritte gelernt eigentlich? Step by step. Und irgendwann kommt man dann einfach auch weiter und zu einem größeren Ziel. Aber diese kleinen Ziele, die sind halt so. Und voll wichtig beim Fliegen, finde ich. Und vor allem auch bei Strecke habe ich das gelernt. Am Anfang habe ich immer mein ganzes Dreieck irgendwie vom Kopf gehabt und habe mich dann gar nicht mehr konzentrieren können da, worauf ich jetzt gerade bin, sondern habe das Ganze gesehen. Dabei muss man sich ja jede Thermik setzen, jedes Aufdrehen, jeder kleine Talsprung als Schritt sehen und in dem Hier und Jetzt beim Gleitschirmfliegen sein und nicht schon 15 Berge weiter irgendwie.
Oder sich da schon Gedanken machen, wie da der Wind ist. Sondern es geht um das Im -Jetzt -und -Hier -Sein.
Du machst oder bietest es auch an, solche Girls Camps, wo du also nur Frauen mitnimmst und ihnen dann das Fliegen nicht beibringst, aber ihnen in ihrer Fliegerkarriere irgendwie etwas weitergibst und sowas. Wie habe ich mir sowas vorzustellen? Was ist das Besondere an solchen Girls Camps? Warum machst du das?
Ich mache das, weil ich es extrem toll finde, irgendwie Menschen und vor allem auch Frauen, da weiterzubringen. Weil ich glaube schon, Gleitschirmfliegen ist für manche Frauen schon auch mit viel Angst verbunden. Und durch meine Camps versuche ich ihnen das ein bisschen zu nehmen oder ihnen helfen, irgendwie damit rumzugehen. Und das verbinde ich. Ich biete verschiedene Camps an. Zum Beispiel in Schweden mache ich immer so ein Yoga - und Groundhandling Camp. Und da geht es wirklich so um den Körper, um den Geist und das zu verbinden mit dem Gleitschirmfliegen. Weil ich glaube, dass das alles irgendwie eins ist. Und es ist einfach wichtig, dass man den Körper gut kennt. Und einfach, wo man sich gerade befindet, wie es einem gerade geht, das auch verstehen lernt. Also, ob ich gerade in der guten oder in der schlechten Phase bin.
Und das dann auch richtig einzuschätzen und auch umzusetzen. Und ja, ich fand, wie ich angefangen habe zu fliegen, waren einfach nur Männer da. Und das macht mir auch nichts aus, weil ich schon immer im Sport eigentlich nur mit Männern unterwegs war. Aber umso mehr Frauen ich dann kennengelernt habe, habe ich mir gedacht, hey, es wäre eigentlich so cool, einfach alle Frauen zusammenzubringen. Und dann eine Community und auch einen Ort zu schaffen, wo sie sich halt auch trauen, über Sachen zu reden, was sie vielleicht nicht bei Jungs unbedingt sagen. Und meine Aufgabe sehe ich halt da, die dann einfach an die Hand zu nehmen. Und mit ihnen ihren Weg zu gehen, damit sie mit Freude fliegen und kleine Schritte machen, um weiterzukommen. Und da biete ich nicht nur Yoga an, sondern auch Streckenfliegen zum Einsteigen. Das ganze Streckenfliegen -Thema ist ja auch für Frauen am Anfang.
Ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Ich weiß es von mir. Es passieren ja so viele Sachen gleichzeitig. Man weiß gar nicht, wo man als erstes drauf schauen soll. Und da das gemeinsam zu machen, das ist halt einfach einfacher und entspannter, finde ich. Und deswegen mache ich das.
Fliegen Frauen anders als Männer?
Ja und nein, würde ich sagen. Also ich glaube, wir Frauen sind halt irgendwie, keine Ahnung, wir spüren mehr. Wir sind vielleicht auch ein bisschen ängstlicher in manchen Sachen. Und das kann man auch hier positiv sehen. Und auch positiv fürs Gleitschirmfliegen verwenden. Weil wir vielleicht Sachen ganz anders erspüren, wo thermisch sein könnte, wo der Wind ist. Aber ich glaube, das haben Männer genauso. Also ich glaube schon, dass wir Frauen grundsätzlich ein bisschen ängstlicher sind. Und das zeigt sich natürlich auch beim Fliegen. Deswegen gibt es ja auch so wenige Frauen. Viel weniger bei Wettkämpfen, bei Streckenfliegen irgendwie als Männer. Weil es einfach noch nicht so groß ist.
Bei deinen Girlscamps, wenn da Leute sind, die Angst haben. Wie gehst du damit um? Also wie schaffst du es, ihnen die Angst zu nehmen oder zumindest einen Teil davon zu nehmen? Oder dass sie anders damit umgehen können?
Ich sage ihnen, dass Angst ganz normal ist und nichts Schlechtes ist. Das ist ja auch irgendwo was Gutes, ein bisschen Angst zu haben. Respekt. Und ich erkläre ihnen, dass ich auch Angst habe beim Fliegen. Manchmal, es gibt Momente. Und ich glaube auch, dass die Jungs Angst haben beim Fliegen. Da gibt es manche Momente, da fühlt man sich einfach unwohl. Und dass sie halt damit nicht alleine sind. Und ich erzähle ihnen halt ein paar Techniken, was ich durchs Yoga mache. Zum Beispiel Atemtechniken. Ich glaube, ganz viel kann man durchs Atem machen. Oder sich positive Sachen zureden. Man sagt sich, hey, ich kann das. Und ja, das mache zum Beispiel auch ich. Wenn ich irgendwie mich unwohl fühle gerade oder so, dann sage ich mir, hey Elisa, du kannst das. Und irgendwie, wenn man sich das nur so vorsagt, das macht ja so viel aus, als ob man sagen würde, hey, alles ist scheiße.
Und ja. Einfach diese positiven Vibes ihnen beizubringen.
Jetzt hast du auch gerade von Atemtechnik geredet. Gibt es da ein Beispiel, wo du sagen kannst, hey, das ist was ganz Einfaches, mit dem man sich aus einer Angstsituation, vielleicht nicht die Angst völlig wegtrecken kann, aber wo man sagt, ich komme mehr wieder zu mir. Ich komme mehr wieder ins Eigentliche jetzt und kann sehen und kann, komme auch besser wieder ins Handeln rein. Weil natürlich dann irgendwann das Hirn nicht mehr so blockiert ist, als wenn es mit Angst quasi freest in sich selbst.
Ja, voll. Und zwar einfach ganz einfach lang ausatmen. Also umso länger du ausatmest, umso ruhiger wirst du auch. Und wenn du ganz hektisch atmest, dann wird auch dein ganzer Körper hektisch. Aber wenn du versuchst, ruhig ein - und vor allem dieses lange Ausatmen, länger als du einatmest, da fährt das der ganze Körper runter. Und man kann sich wieder fokussieren. Und das ist eigentlich extrem einfach. Oder eine andere Technik ist dieses tiefe Bauchatmen. Was man oft auch macht. Vor allem im Yoga. Einfach tief durch die Nase ein und dieses lange Ausatmen in den Bauch hinein. Das bringt extrem viel. Zumindest mir.
Das heißt, du machst das auch regelmäßig beim Fliegen? Sagst du bei jeder Talquerung jetzt atme ich? Nein, du schüttelst den Kopf. Erzähl mal.
Nee, das mache ich nicht. Aber das mache ich, wenn ich mich einfach nicht wohlfühle. Also wenn es irgendwie ruppig wird und ich am Arbeiten bin und dann irgendwie das geschafft habe und dann irgendwie aufgelöst oder aufgewühlt bin. Dann geht es darum, sich eigentlich wieder zu sammeln, dass man gut weiterfliegen kann. Und wenn ich dann merke, hey, ich bin eigentlich immer noch extrem nervös, dann atme ich einfach mal tief ein und lange aus. Und das klappt eigentlich ganz gut. Das ist aber auch was, was man halt irgendwie üben muss. Also man kann jetzt nicht einfach einmal ein - und lange ausatmen und dann denken, jetzt ist alles wieder normal. Sondern mir hat es geholfen, einfach immer mal wieder einzubauen und so irgendwie seinen Körper spüren zu lernen.
Was können männliche Piloten tun? Was können männliche Piloten von weiblichen Piloten lernen?
Männliche Piloten von weiblichen Piloten. Ich finde, wir Frauen haben also ein ziemlich gutes Gefühl von Thermik. Und wir spüren gut, wo Thermik ist und wie man dreht. Vielleicht das. Oder vielleicht mal einfach nicht darauf loszufliegen, sondern mehr zu überlegen. Aber ich glaube, ich finde, Mann und Frau ist da schon irgendwie auch ähnlich beim Fliegen. Also ich glaube nicht, dass es so extrem unterschiedlich ist. Sondern dass wir Frauen dann vielleicht einfach mit mehr... Mit mehr Nachdenken und mehr Gefühl irgendwie rangehen an das Ganze.
Gibt es Bereiche, wo du festgestellt hast, wo irgendwie Männer im Vorteil sind?
Hm. Schnell fliegen.
Einfach drauf los. Aber ich bin auch so ein Mensch, ich fliege halt einfach drauf los. Ich glaube, ich bin jetzt auch keine ängstliche Frau oder so. Sondern ich bin auch so einfach... Ich höre ganz viel auf mein Gefühl beim Fliegen, beim Sport, bei allem. Und mache das dann einfach. Oftmals ist das auch eine... Ja. Nicht so tolle Idee. Weil ich dann immer die Einzige bin, die irgendwo anders da rumfliegt. Aber es ist so grundsätzlich einfach auf das Gefühl hören. Und ich glaube, viele Männer, die fliegen einfach drauf los im Vollgas. Und los geht's. Und ich merke da schon manchmal, da bin ich eher ein bisschen ängstlicher noch. Und gehe so ein Gas raus. Und oh, was kommt da? Und die bleiben drauf. Aber das hat auch ganz viel mit Erfahrung, wie lange man fliegt, zu tun, würde ich sagen. Und weil Frauen fliegen genauso wie Männer.
Und können das auch genauso gut.
Machen wir mal einen kleinen Themenwechsel. In diesem Sommer, da warst du auch mit einem Mal plötzlich Supporterin für Kriegel Maurer bei den X -Alps. Und hast da dann für den auch hauptsächlich die Social -Media -Kanäle bespielt. Und vielleicht noch anderes gemacht. Das kannst du gleich erzählen, was da vielleicht alles dazugehörte. Wie kam es eigentlich dazu?
Ja, wir beide kennen uns von Salewa. Wir sind da beide im Team. Und ich habe ihn bis X -Alps eigentlich gar nicht gekannt, so wirklich. Irgendwann hat er mich dann das Jahr davor angerufen. Und hat so gesagt, hey Lisa, ich habe da eine Idee. Magst du mitkommen zu den X -Alps? Und X -Alps war für mich schon immer ein großes Thema. Ich wollte schon so dabei sein, mir das mal wirklich live anzuschauen. Und dann habe ich mir gedacht, ja, wenn ich die Chance habe, da beim Kriegel mit dabei zu sein, dann let's go. Und ja, so war das dann auch. Und ja, es war eine der coolsten Erfahrungen, die ich in meinem Leben gemacht habe. Also ich war total traurig, wie es vorbei war. Weil es war, wir hatten so ein verdammt tolles Team. Besser hätte ich es mir nicht vorstellen können. Und auch er als Mensch hätte ich mir nie gedacht, wie verdammt entspannt es, wie perfekt einfach alles war.
Und ja, so hatten wir eine coole Zeit. Und so ist das Grundding entstanden. Er hat mich angerufen und ich habe gesagt, ja, ich bin dabei.
Der Kriegel hat ja relativ kurz vorher noch sein Team im Grunde ausgetauscht. Aber wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, warst du nicht Teil des Austauschs, sondern du warst schon länger eingeplant. Du wärst quasi halt zusätzlich zu dem anderen Team noch dazugekommen.
Genau. Ja, also von Anfang an, meine Aufgabe war Social Media. Also das war ein Teil davon. Und das war auch so mein Hauptjob. Aber natürlich habe ich ihn auch ganz normal supportet, was angefallen ist. Und ja, so war das. Also genau. Wir haben dann einen Probe -Wettkampf gemacht und haben dann gemerkt, dass das jetzt nicht so perfekt funktioniert. Und er hat da ganz viel auf sein Bauchgefühl gehört. Und dann einen Tag vor Start haben wir dann, also das Team hat sich dann erst gefunden. Am nächsten Tag in der Früh ist losgegangen. Ich glaube, um acht am Abend waren wir dann alle in Kitzbühel und haben uns da kennengelernt. Und ja, das war auf alle Fälle ein Abenteuer, weil es ist erst mal darum gegangen, dass wir als Team funktionieren. Und ja, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass er da so ein gutes Gefühl gehabt hat und wirklich Leute genommen hat, wo er gewusst hat, dass das irgendwie alles zusammenpasst.
Und wir hatten keinen einzigen Streit während den ganzen Excerpts. Wir haben einfach funktioniert. Jeder hat sich geholfen. Also wenn ich gemerkt habe, hey, jetzt ist es viel wichtiger, keine Ahnung, dass er sein Trinken noch kriegt oder dass wir da hochgehen, dann war halt das gerade meine Aufgabe. Und genauso war das halt bei den anderen auch. Und das fand ich inspirierend, weil das einfach so harmoniert hat, obwohl wir alle irgendwie uns nicht kannten.
Hattest du dir besondere Ideen gesetzt? Zu sagen, hey, ich bin jetzt hier für Social Media, für Kriegel zuständig. Was kann ich denn da mal irgendwie Neues, Anderes, Besseres machen, als normalerweise bei Social -Media -Beiträgen gemacht wird?
Ja, also wir haben uns auch davor zusammengesetzt und uns war beiden eigentlich klar, dass wir etwas Neues machen wollen. Wir wollen nicht jetzt einfach nur Fotos, Videos machen, sondern wir wollen seine Gedanken teilen. Weil das ist das, was sich der Zuschauer irgendwie fragt. Wieso fliegt er jetzt da hin? Oder das sind ja auch immer seine Entscheidungen. Warum er meistens auch gewonnen hat dann die letzten Jahre. Seine Special Moves oder wie die alle sagen, die Leute. Die
Magic Moves sagen. Magic
Moves, ja genau. Und das war dann so meine Aufgabe. Und das war für mich auch schon ein bisschen herausfordernd, wie man das halt transportiert, also nach draußen einfach zeigen kann. Wie man seine Gedanken und vor allem, wir wollten so live wie möglich sein, nach draußen zeigen. Und ja, das haben wir dann eigentlich gelöst, indem ich immer da war. Das war so mein Job. Und immer alles sofort geteilt habe. Und er mir durch Sprachnachrichten beim Fliegen einfach gesagt hat, wie es ihm gerade geht, was er jetzt macht, wieso er da hinfliegt. Und dann ich das Ganze umgewandelt habe und dann geteilt habe nach draußen.
Das heißt dann aber auch, du sitzt dann beispielsweise im Tourbus, mit dem ihr da mitgefahren seid, der andere fährt. Und du sitzt nebendran am Laptop und schneidest noch Videos und baust so ein Zeug zusammen.
Ja voll. Also es war eigentlich immer so, wir sind in der Früh aufgestanden. Dann habe ich die Kamera draufgehalten. Dann hat er mir kurz erzählt, was er glaubt, wie es heute so wird. Dann ist er losgelaufen. Ich bin meistens noch mitgelaufen, paar Kilometer. Dann habe ich ihn währenddessen noch interviewt. Dann bin ich ins Auto gehüpft, habe das zusammengeschnitten. Dann sind wir irgendwie berghoch gegangen. Da bin ich einen Teil mitgegangen, ganz. Oder andere Leute haben für mich die Fotos übernommen, weil ich ja nicht nur die Gedanken geteilt habe, sondern auch die Fotos gemacht habe und die Videos. Und dann, wenn wir gefahren sind im Auto, da haben mir auch die Lisa total leid getan. Das war die mit mir im Auto. Dann war ich wie so ein Geist neben ihr und habe nur geschnitten und nichts geredet. Aber ja, wir haben uns da echt gut eingespielt.
Und ja, am Abend dann auch. Also ich war dann schon oft länger auch als die anderen wach, weil halt natürlich musst du das filmen, was jetzt gerade ist. Und dann musst du es aufbereiten. Hat es immer dauernd Phasen. So mittags war immer das krasseste Tief von uns allen. Da waren wir dann alle müde. Aber dann ist es wieder irgendwie bergauf gegangen und es war echt cool. Und für uns alle war das auch, also vor allem für den Kriegel, aber auch für uns war das so schnell vergangen. Keiner hat irgendwie damit gerechnet, dass das halt nach sechs und halb Tagen vorbei ist. Da waren wir dann irgendwie alle happy, aber auch schockiert, dass es jetzt einfach vorbei ist, weil wir haben uns alle auf zwei Wochen eingestellt. Und der Kriegel hat auch davor mal gesagt, ich habe ihm so ausgerechnet, wie lange ich glaube, wann wir an welchem Tag wo sind. Dann hat er gesagt, wir brauchen da zwölf Tage für das Ganze.
Oder wir schaffen es eh nicht. Und dann waren wir nach sechseinhalb Tagen fertig. Das war schon verrückt.
Ja, konnte auch keiner wissen, dass das Wetter so gut fliegbar wird. Zumindest für die X -Alps Leute, die dann auch bei teilweise relativ heftigen Bedingungen dann trotzdem einfach noch 200 Kilometer weiter fliegen können. Was hast du denn eigentlich jetzt so als Insiderin, die du da warst, über die Red Bull X -Alps gelernt, wo du sagst, das habe ich vorher so gar nicht gewusst. Das hat mich echt überrascht.
Also als Insiderin, ich meine, das Ganze ist schon, also ich habe ja das schon die Jahre davor auch verfolgt. Mein Freund war auch schon zweimal Supporter mit dabei, deswegen hatte ich schon einen ziemlich tiefen Einblick, was einen da erwartet. Also das war jetzt nicht so, dass ich da komplett unknown hin gekommen bin, sondern ich wusste auch, wie das so in einem Team sein kann und wie das ablaufen kann. Und im Endeffekt war ich aber sehr positiv überrascht. Also ich dachte mir, dass das alles viel schlimmer ist. Was ich aber gesehen habe, ist nochmal viel mehr, wie extrem das ist für die Athleten. Also unter welchen Bedingungen sie fliegen und ja, das schaut von außen, da schaut man irgendwie auf, keine Ahnung, Live -Tracking und sieht, wow, jetzt steigen sie, jetzt sinken sie. Aber wenn man dann irgendwie so noch mehr mit dabei ist, dann merkt man auch mehr, wie verrückt das alles ist einfach.
Und nach so vielen Tagen so fit zu sein und ich glaube, dadurch so live mit dabei zu sein. Dann sieht man nochmal mehr, wie extrem es ist.
Gibt es dann Sachen, wo es dann auch heißt oder wo es dann auch hieß so, Elisa, das lässt, hast du zwar jetzt mitgefilmt, aber das lässt du bitte raus, das kommt nicht auf Social Media?
Ne, ne, wir haben davor einen Deal gemacht, jeder muss überlegen, was er sagt und ich schaue dann nicht danach, ob das gut ist oder nicht. Und natürlich, aber es war nie dabei, dass ich gesagt habe, das ist jetzt ein totaler Schmarrn, das kann man nicht. Ja okay. Das ist ja auch ein bisschen wie ein Buchladen. Mein Lieblingsmoment war, wo der Gregor uns eine Sprachnachricht geschickt hat und dann so Juhu geschrien hat und das haben wir uns dann immer als Dauerschleife angehört, weil dann ist geflogen und er dachte nicht, dass es fliegt und das war ein lustiger Moment, den habe ich auch geteilt.
Okay, in einem von diesen Videos von da findet man irgendwo noch ein Juhu, was du dann da als Sprachschleife da mitgenommen hast.
Genau, wir haben da so eine Dauerschleife gemacht, immer so Juhu, Juhu.
Wenn du jetzt sagst, das war so extrem, ist das denn dann für dich auch so abschreckend, dass du sagst, ich als Athletin, das würde ich nie machen oder ist das, wenn man da so daran teilnimmt, da sagt man, ey, das hat schon so eine Faszination, ich will irgendwann auch mal in den X -Alps teilnehmen. Border Races mache ich ja eh schon, also das ist halt nur das Border Race mal 20 oder was auch immer.
Ja, mich fasziniert das schon immer, also das Rennen grundsätzlich, was man macht mit dem Gleitschirm und auch wenn man ein tolles Team hat. Das ist einfach auch ein Wettkampf, ein Rennen, was man nur mit Team meiner Meinung nach auch gut meistern kann. Und mich fasziniert es ja, aber ich habe auch gesehen, unter welchen Bedingungen man mal fliegen muss und wie man da auf dem Kopf cool bleiben muss. Und da hat mich der Kriegel ja fasziniert, einfach wie er das gemacht hat. Und da ist noch ein weiter Weg hin, weil man will ja da auch mit einem guten Gewissen einfach rangehen und will da eigentlich für, man kann nicht für alles vorbereitet sein. Aber man sollte halt irgendwie für alles vorbereitet sein. Für das meiste einfach vorbereitet sein und wissen, man kann das und da bin ich definitiv noch nicht so weit.
Wann wirst du soweit sein?
Schauen wir mal.
Aber es ist schon ein Ziel für dich zu sagen, okay, X -Alps, ob 2025 oder 2027 oder wann auch immer, da will ich hin.
Es ist ein Traum, ja, schon immer. Ich weiß auch noch, wie ich zum Fliegen angefangen habe, habe ich ein Foto hochgeladen und da hatte ich so diese Red Bull X -Alps Caps auf. Da hat mir Red Bull X -Alps gleich drunter geschrieben. Und so nächstes Jahr bist du bereit oder sowas. Ich hatte doch keine Ahnung davon, was man da eigentlich macht. Ja, na, es ist auf alle Fälle ein Traum. Mal schauen.
Wenn du jetzt so dicht bei Kriegel dran warst und gesehen hast, was der so alles, also wie der das managt und sowas. Was würdest du denn sagen, was hast du am meisten von ihm da mitgenommen? Oder wo hast du wirklich was gelernt, wo du sagst, das kannst du für deine Fliegerei in irgendeiner Weise vielleicht umsetzen?
Mhm. Also, was ich gelernt habe, ist einfach, wie verdammt cool er bleibt. Leute sind vor ihm und ich dachte dann so, oder wir haben auch so ein Team beredet, okay, wie wird das jetzt sein? Wie wird er drauf sein? Und er ist trotzdem einfach irgendwie entspannt geblieben. Auch an dem Entscheidungstag, den Moment werde ich auch nie vergessen. Da stehen wir irgendwie am Berg oben und unser Berg war im Schatten einfach, wo wir waren. Und die anderen Berge waren eigentlich in Sonne und er musste eigentlich starten, weil der Damian war vor ihm. Und das war der Tag da, wo sie dann bei dem extremen Nordwind geflogen sind. Und dann haben wir Musik angemacht, seine Lieblingsmusik, und haben da oben getanzt alle. Und dann ist die Sonne rausgekommen. Und dann ist er gestartet und ja, und das hat funktioniert.
Und er ist aufgedreht und einfach so, wie entspannt er bleibt. Und in den Situationen, wie er echt, auch der Moment da, wo wir dann Richtung Fisch geflogen sind. Davor hatte er diese Bastelstelle. Und wir alle im Auto, oh mein Gott, eine Stunde hat er da rumgeschoben bei null Schiebern die ganze Zeit. Ich bin ausgezickt eigentlich im Auto. Und er ist aber in dem Moment, hat er irgendwie alles weggeblendet. Und hat gesagt, er hat sich jetzt nur noch auf das hier und jetzt fokussiert. Und hat nur noch geschaut jetzt, dass er jetzt hier irgendwie wieder wegkommt. Und ihm war egal, dass alle wegziehen. Und das fand ich inspirierend. Und das will ich auch oder versuche ich für mich mitzunehmen beim Fliegen. Dass ich halt nicht schon zehn Steps weiter denke. Sondern nämlich einfach auf jetzt fokussiere. Wo ich jetzt bin.
Und wenn das dann gut klappt, dann kann ich mir überlegen, was mache ich dann.
Auf jetzt fokussieren. Wie gut gelingt dir das schon?
Meistens besser, meistens nicht so gut. Keine Ahnung. Das
war jetzt zweimal meistens. Das kann man sich jetzt überlegen, was noch überwiegt. Aber wenn man so guckt. Du hast ja einiges auch noch an Plänen für die Zukunft so vor. Und wenn man sagt. Wie setzt man da dann so seine Schwerpunkte? Worauf willst du achten?
Ja, mein Fokus liegt jetzt für vor allem das nächste Jahr auch wirklich 100 % eigentlich auf dem Fliegen. Ich habe jetzt auch angefangen, wirklich so Reihen, Streckenflug, Bergkämpfe zu machen. Das habe ich davor gar nicht gemacht, weil es mir einfach darum geht, viel zu fliegen, viel zu lernen. Und auch zu lernen, schnell zu fliegen. Und halt auch Linien zu finden einfach. Weil ich fliege halt einfach nach Gefühl. Und manchmal ist es gut, manchmal schlecht. Und da einfach noch mehr mitzunehmen. Und ja, ich will viel auch rein Streckenfliegen für mich selber machen. Und versuche da gerade alles viel hervorzuarbeiten, mir Zeit freizuschaufeln, dass ich nächstes Jahr auch das wirklich machen kann.
Gibt es von den Plänen auch im Hinterkopf auch sowas so. Okay, was kann ich gut als Influencerin dann wieder auch irgendwie umsetzen, bildlich?
Nee, gar nicht.
Das ist wirklich einfach nur verfolgen. Das ist mein Ziel. Da habe ich Lust zu. Und wenn ich diese Lust transportiert bekomme, dann werden schon alle begeistert zugucken.
Ja, ich hoffe es mal, dass es so funktioniert. Nee, bei mir war es auch immer schon so. Ich habe einfach gemacht, worauf ich Lust habe und habe das einfach geteilt. Also ich habe mir da nicht irgendwie davor groß Gedanken gemacht. Außer es ist wie gesagt einfach halt ein Job, wo ich weiß, ich muss das jetzt machen. Aber ansonsten ist das einfach Gefühlssache.
Was steht dann jetzt im Winter bei dir an?
Ähm. Also erstmal will ich viele Skitouren gehen, weil Skifahren ist auch eine riesen Leidenschaft von mir. Vor allem das Freeriden. Da bin ich mit groß geworden. Und dann im Januar, Februar Kolumbien. Das habe ich auch die letzten beiden Jahre schon gemacht. Da will ich auch ein paar Wettkämpfe fliegen und vor allem viel Airtime sammeln. Das ist jetzt so der erste Plan. Und dann steht eh schon wieder der Frühling an mit vielen Sachen.
Machst du auch Hike and Fly Touren so mehrtägig? Dass du wirklich sagst. Okay, ich übernachte irgendwo und fliege dann weiter? Oder ist das gar nicht so deine Art?
Also das ist auf alle Fälle was, was ich mehr machen will. Ja, auch gerne nächstes Jahr. Im Frühling habe ich mir das vorgenommen, einfach mal loszufliegen mit meinem Schlafsack. Wie weit fliegen zu gehen und schauen, wie weit ich komme. Und ja, aber bis jetzt schon ein bisschen, aber noch nicht so viel, wie andere Leute das machen. Aber das ist auch was mich halt eigentlich am Gleitschirmfliegen schon immer fasziniert hat. Dass du halt einfach auch dein Schlafsack mitnimmst. Und einfach losfliegen kannst und schauen kannst, wo du am Abend rauskommst. Und ich meine, was gibt es denn mehr als Freiheit, als das zu machen, oder? Und dann am nächsten Morgen, wenn es klappt, wieder loszufliegen. Das ist einfach genial.
Gibt es einen Traumflug oder sowas, wo du sagst, oder ein Traumprojekt, wo du sagst, das will ich auf jeden Fall mal realisieren?
Ja, ich habe einen Traum. Und zwar möchte ich mal die, also komplett ganz Europa, die Alpen fliegen. Und dann mit dem Segelboot wieder alles zurücksegeln.
Aber dann müsstest du einmal um ganz Italien herum segeln, wenn du sagst, alles wieder zurücksegeln. Ja,
genau. Hast du denn schon den Segelschein? Nein, aber ich segle gerne.
Dann müsste ein anderer für dich segeln, oder du müsstest den Segelschein bis dahin noch gemacht haben.
Nein, man braucht gar keinen Segelschein, um segeln zu können. Man muss ja nur so ein Motorboot für den Motor auf dem Boot haben. Und dann darf man auch segeln. Und ja, das ist auch, das Segeln fasziniert mich einfach auch. Mal schauen, wo es hingeht.
Gut, Elisa, dann wünsche ich dir, dass das in Erfüllung geht. Einmal die Alpen längs, dann wieder um die Alpen herum quasi mit dem Segelboot wieder zurück. Und auch alle anderen weiteren Projekte, die du da hast. Vielleicht sehen wir dich ja dann schon bei den X -Alps 2025 nicht als Supporterin, sondern vielleicht schon als Mitfliegerin oder dann 2027. Auf jeden Fall dir alles Gute noch für alle weiteren Projekte, die da noch kommen.
Danke dir. Cool.
Das war die Podz-Glidz Episode 118 mit Elisa Deutschmann. In den Shownotes dieser Folge auf dem Gleitschirm-Blog Lu-Glidz findest du noch weiterführende Links. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann abonniere doch Podz-Glidz. Das geht überall, wo es Podcasts gibt. Wenn du dort auch noch ein positives Rating hinterlässt, hilfst du gleich mit, Podz-Glidz noch bekannter zu machen. Oder erzähle einfach deinen Fliegerfreunden davon. Vielleicht ist dir aufgefallen, dass Podz-Glidz und Lu-Glidz frei von Werbung sind. Das halte ich so aus Überzeugung und im Sinne der Unabhängigkeit. Dennoch steckt einiges an professioneller Arbeit und auch Kosten in diesen Produkten. Für die Finanzierung setze ich auf das Konzept der freiwilligen Förderung. Wenn du schon bis hierhin zugehört hast, dürfte der Podcast für dich ja einen Mehrwert bieten.
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Ciao.