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17. Der Vlogger - Marlon Jonat

// Marlon Jonat, Lucian Haas · 2019-11-24 · 00:51:19 · original episode

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[show notes]
Podz-Glidz Folge #17: Marlon Jonat erreicht mit seinen Flugvideos auf Youtube eine große Fangemeinde, weit über die Gleitschirmszene hinaus. Die Lust am Gleitschirmfliegen findet heute nicht nur in der Luft, sondern häufig auch vor dem Bildschirm ihre Erfüllung. Auf Plattformen wie Youtube gibt es Hunderte, wenn nicht gar Tausende von Videos, die irgendwelche Piloten mit ihren Helmkameras eingefangen, etwas zurecht geschnitten, mit mal mehr oder weniger passender Musik unterlegt und dann im Internet der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt haben. Manches davon ist kunstvoll, witzig, schlichtweg schön oder auch haarsträubend, also irgendwie attraktiv genug für ein paar echte Sehnsuchtsmomente vor dem Monitor. Und doch wirken viele dieser Videos in der Masse irgendwie austauschbar. Einer der es geschafft hat, aus der Masse hervorzustechen und mit einem ganz eigenen Stil eine regelrechte Fan-Gemeinde aufzubauen, ist Marlon Jonat. Der 30-Jährige fliegt seit sechs Jahren Gleitschirm und hatte von Anfang an fast immer eine Kamera dabei. Mittlerweile geht er mit gleich drei oder vier Kameras in die Luft. So dokumentiert er seine Strecken- und Acroabenteuer – und zwar nicht nur im Bild, sondern auch mit gutem Ton. Denn er kommentiert alle Erlebnisse live im Flug: eloquent, ungefiltert und frech. Das ist so authentisch und sympathisch, dass Marlons Youtube-Kanal in diesem Jahr auf fast 20.000 Abonnenten hochschnellte. Manche Filme darin wurden schon mehr als 200.000 Mal aufgerufen. Marlon vermittelt als Video-Blogger die Faszination des Gleitschirmfliegens, und zwar vielen Menschen weit über die klassische Gleitschirmszene hinaus. In dieser siebzehnten Folge von Podz-Glidz berichtet Marlon Jonat, wie er zu einem kleinen Szene-Youtube-Star aufgestiegen ist, und welcher enorme Aufwand tatsächlich hinter seinen Filmen steckt. Daneben gibt er auch Einblicke in weitere Aspekte seines Lebens: Etwa wie seine ersten Flugversuche auf eigene Faust fast im Desaster endeten, und wie das Hobby Gleitschirmfliegen mittlerweile auch in seine eigentlichen Jobs als Sozialarbeiter und Yoga-Lehrer ausstrahlt. +++ Marlon Jonats Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCbpuDwWZrjrbx7oEGl7X6Sw +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Blue Adventures - GEMAfreie Musik von https://audeeyah.de Lizenz: CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/)

[transcript]

0:03Marlon Jonat

Ich weiß noch, dass das Video am ersten Tag auch nur ein paar Aufrufe hatte und dann jeden Tag hat sich das ein bisschen gesteigert und irgendwie nach zwei Wochen war dann auf einmal ein Tag erreicht, wo das sowas von durch die Decke ging und ich wusste überhaupt nicht, wie mir geschieht.

0:17Lucian Haas

Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast.

0:20Marlon Jonat

Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.

0:24Lucian Haas

Heute mit Marlon Jonath und Lucian Haas am Mikrofon.

0:32Lucian Haas

Die Lust am Gleitschirmfliegen findet heute nicht nur in der Luft, sondern häufig auch vor dem Bildschirm ihre Erfüllung. Auf Plattformen wie YouTube gibt es hunderte, wenn nicht gar tausende von Videos, die irgendwelche Piloten mit ihren Helmkameras eingefangen, etwas zurechtgeschnitten, mit mal mehr oder weniger passender Musik unterlegt und dann im Internet der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt haben. Manches davon ist kunstvoll, witzig, schlichtweg schön oder auch haarsträubend, also irgendwie attraktiv genug für ein paar echte Sehnsuchtsmomente vor dem Monitor. Und doch wirken viele dieser Videos in der Masse irgendwie austauschbar. Einer, der es geschafft hat, aus der Masse hervorzustechen, um mit einem ganz eigenen Stil eine regelrechte Fangemeinde aufzubauen, ist Marlon Jonath.

1:17Lucian Haas

Der 30 -Jährige fliegt seit sechs Jahren Gleitschirm und hatte von Anfang an fast immer eine Kamera dabei. Mittlerweile geht er mit gleich drei oder vier Kameras in die Luft. So dokumentiert er seine Strecken - und Agro -Abenteuer und zwar nicht nur im Bild, sondern auch mit gutem Ton. Denn er kommentiert alle Erlebnisse live im Flug. Eloquent, ungefiltert. Und frech. Das ist so authentisch und sympathisch, dass Marlons YouTube -Kanal in diesem Jahr auf fast 20.000 Abonnenten hochschnellte. Manche Filme darin wurden schon mehr als 200.000 Mal aufgerufen. Marlon vermittelt als Videoblogger die Faszination des Gleitschirmfliegens und zwar vielen Menschen weit über die klassische Gleitschirmszene hinaus. In dieser 17. Folge von Podz-Glidz berichtet Marlon Jonath, wie er zu einem kleinen Szene -YouTube -Star aufgestiegen ist und welcher enorme Aufwand tatsächlich hinter seinen Filmen steckt.

2:10Lucian Haas

Daneben gibt er auch Einblicke in weitere Aspekte seines Lebens, etwa wie seine ersten Flugversuche auf eigene Faust fast im Desaster endeten und wie das Hobby Gleitschirmfliegen mittlerweile auch in seine eigentlichen Jobs als Sozialarbeiter und Yoga -Lehrer ausstrahlt.

2:31Lucian Haas

Marlon, was ist das für ein Gefühl, wenn man innerhalb kurzer Zeit plötzlich in Gleitschirmkreisen zu einer Art YouTube -Star wird, mit zum Teil über 100.000 Abrufen für ein einzelnes Video und bald 20.000 Abonnenten von deinem YouTube -Kanal?

2:47Marlon Jonat

Ja, ich glaube, so ganz kann ich das selber noch nicht beschreiben, was das für ein Gefühl ist. Das schwankt auch sehr stark, in welchem Kontext ich unterwegs bin. Hin und wieder, wenn ich einfach in meinen gewohnten Bahnen hier im Alltag unterwegs bin, wird mir das manchmal gar nicht so bewusst. Dann erst, wenn ich mich wirklich an den PC setze oder aufs Handy schaue und dann sehe, dass da viele Nachrichten unterwegs sind oder viele Kommentare wieder unter den Videos sind. Aber zum Beispiel im letzten Urlaub, wo ich mit ein paar Freunden in Italien war, in Bassano, da ist das schon echt ungewohnt. Man steht am Startplatz und auf einmal holen andere Leute das Handy raus und filmen dich, wie du startest, obwohl ich ja eigentlich auch nur einer von vielen Piloten dort bin. Und dann wird man an der Landewiese angesprochen, dann hat jemand gefragt, ob er ein Foto mit mir machen könnte. Das ist schon sehr, sehr ungewohnt. Bisher bin ich aber sehr positiv überrascht.

3:33Marlon Jonat

Also die Leute reagieren alle super freundlich und positiv und sind immer interessiert daran, was ich so mache. Und von daher ein tolles Gefühl, muss ich sagen. Es ist aufregend, ungewohnt, aber ich lasse mich gerne darauf ein.

3:45Lucian Haas

Wie kam es dann eigentlich überhaupt dazu? Das plant man ja jetzt nicht unbedingt zum YouTube -Celebrity, zumindest in Gleitschirmkreisen zu werden. Was hast du eigentlich mit diesem YouTube -Kanal für dich am Anfang geplant oder gedacht?

3:56Marlon Jonat

Ich glaube, so einen richtigen Plan hatte ich gar nicht. Ich habe einfach schon lange Zeit vorher auch immer mitgefilmt. Dann dachte ich, das ist eigentlich zu schade, diese ganzen Datenmengen auf meinem PC rumliegen zu lassen. Und dann habe ich angefangen, das ein bisschen schöner aufzubereiten und habe die Videos am Anfang noch unkommentiert einfach zusammengeschnitten. Und ja, das kam, ich sage mal, so lala an. Das waren so sehr unbedeutende Videos auf YouTube, die einfach so in der Masse untergegangen sind. Und ja, irgendwann, das war so im, ich glaube, April diesen Jahres erst, habe ich dann angefangen, auch so einen Streckenflug mal wirklich so als Video, als Vlog aufzubereiten. Dass ich das kommentiere und meine Gedanken mit den Leuten teile. Und das waren die Videos, die dann wirklich, ja, eingeschlagen sind

4:41Lucian Haas

bei YouTube. Ja, das ist ja dann innerhalb kurzer Zeit durch die Decke gegangen. Also, was ist da bei dir dann los gewesen, als du siehst, hey, plötzlich hast du nicht nur sechs Zuschauer, sondern vielleicht 6.000 oder sowas?

4:53Marlon Jonat

Ja, das war total spannend. Ich erinnere mich auch noch sehr gut daran. Vor allem war das nicht so, ich lade das Video hoch und auf einmal gingen die Klickzahlen durch die Decke, sondern das kam langsam. Ich hatte schon zwei weitere Streckenflug -Videos online, die aber mit miserabler Audio aufgenommen wurden. Und das war nicht so angenehm zum Zuschauen. Jedenfalls, das Video, was dann wirklich eingeschlagen hat, war dieses Video, wo ich in drei Stunden nach Detmold geflogen bin. Von Detmold nach Münster. Jedenfalls, ich weiß noch, dass das Video am ersten Tag auch nur ein paar Aufrufe hatte und dann jeden Tag hat sich das ein bisschen gesteigert. Und irgendwie nach zwei Wochen war dann auf einmal ein Tag erreicht, wo das sowas von durch die Decke ging. Und da hat es an diesem einen Tag, ich glaube, 34.000 Aufrufe gegeben auf dem Video. Und ich wusste überhaupt nicht, wie mir geschieht. Das Handy klingelt in einer Tour und ich habe Nachrichten gekriegt, schon wieder ein Abonnent.

5:38Marlon Jonat

Schon wieder ein Kommentar, schon wieder ein Like. Und ach, ich wusste wirklich nicht, was los ist. Das war ja wie in so einer Blase. Man konnte es kaum glauben.

5:47Lucian Haas

Nun machst du ja sehr besondere Videos. Wobei das Besondere zum einen darin besteht, dass du mit drei Kameras immer filmst. Also sehr aufwendig. Vor allem aber kommentierst du ständig live deine Aktionen. Und dabei kommst du dann halt sehr ungefiltert und das kommt alles sehr authentisch rüber. Wie bist du auf dieses Format gekommen, dass du wirklich sagst, ich spiele bei meinen Filmen den Live -Kommentator? Das ist ja bei anderen YouTube -Gleitschirmvideos meistens überhaupt nicht der Fall. Da läuft einfach nur Musik im Hintergrund, eine schöne. Aber dass einer die ganze Zeit quatscht, das ist ja... Ja, wie bist du da drauf gekommen?

6:19Marlon Jonat

Ich kann es gar nicht so richtig aus der jetzigen Sicht beurteilen, warum es so gekommen ist. Ich habe mir nur gesagt, ich möchte gerne das Gefühl des Gleitschirmfliegen aus allen Winkeln einfangen. Und ich möchte gerne eine ganzheitliche Sicht darauf geben. Also wie es wirklich ist, im Gurtzeug zu sitzen, an den Steuergriffen zu steuern, aber auch den Blick, den ich habe. Und da war mir schnell bewusst, ich brauche mehrere Kameras. Und dann fand ich diese Verfolgerperspektive so schön, weil die dieses Gefühl des Dahinschwebens auch noch einfängt. Und dann dachte ich ja, ich brauche einmal eine Perspektive, die meine Emotionen und meine Gestikulierung irgendwie draufkriegt. Also so eine Selfie -Kamera, die mich filmt. Einmal das, was ich genau gerade sehe und wahrnehme. Mein Blick, so als POV -Perspektive. Und dann dachte ich ja, diese Selfie -Kamera, diese Verfolgerkamera brauche ich auf jeden Fall auch noch hinten dran.

7:03Marlon Jonat

So ging das los. Und ich glaube, ich bin von Natur aus ein eher kommunikativer Typ und habe einfach drauf losgequatscht. Habe so ein bisschen die Gedanken versucht mit den Leuten, die sich die Videos dann angucken, zu teilen. Und ja, irgendwie hat sich das dann so ergeben.

7:20Lucian Haas

Wie aufwendig ist das eigentlich letzten Endes für dich auch von der Videoproduktion? Du sagst ja, du fliegst mit diesen drei Kameras. Das bedeutet also, du hast dreimal den ganzen Flug irgendwie gefilmt. Wenn man jetzt sagt, du fliegst fünf Stunden. Dann hast du allein mindestens 15 Stunden Videomaterial. Sichtest du das alles danach nochmal? Wie gehst du da vor?

7:40Marlon Jonat

Das ist ja, also das Drumherum ist wirklich der Haufen Arbeit. Ich muss gestehen, im Flug selber habe ich bisher kaum bis gar keine Komplikationen gehabt. Klar, mir hing schon mal die Verfolgerkamera irgendwo zwischen den Leinen. Bisher ist das alles sehr unspektakulär abgelaufen. Aber was wirklich störend ist, ich brauche am Start bestimmt 20 Minuten mehr Vorbereitung, weil ich alle Kameras erstmal anbringen muss, sodass die nicht verhängen. Hin und wieder habe ich Startabbrüche. Weil die Verfolgerkamera beim Start abbringt. Weil der Start eben doch Schwierigkeiten macht. Ich muss zusehen, dass die Powerbank aufgeladen ist, alle Akkus aufgeladen sind. Ich nehme ja noch den Ton zusätzlich extern auch im Flug jetzt ab. Und das ist schon viel drumherum, was auch nervig ist. Aber wenn ich dann zu Hause nachher das Video fertig mache, weiß ich, wofür es sich gelohnt hat.

8:19Lucian Haas

Wie lang schneidest du denn dann an so einem Film? Also nehmen wir zum Beispiel den, wo du von Detmold nach Münster ausgeflogen bist. Das sind ja fast 30 Minuten Video am Ende. Wie viel Stunden Arbeit bedeutet das dann? 30 Minuten Video. Sind das dann 30 Stunden Schnittzeit so ungefähr? Weil häufig sagt man so eine Minute Schnitt im Video bedeutet eine Stunde Arbeit.

8:40Marlon Jonat

Ich befürchte, das wäre noch eine sehr positive Bilanz. Ich komme mit den 30 Stunden leider noch nicht hin. Ich glaube, in dem speziellen Video, das war so eins der ersten, wo ich wirklich mit vollem Herzblut rangegangen bin. Ich muss allerdings dazu sagen, ich komme überhaupt nicht aus dieser Videoszene und musste mich in dieses Video bearbeiten und alles erst reinfummeln. Und auch jetzt würde ich sagen, brauche ich viel Zeit. Für Dinge, die manche anderer vielleicht sehr, sehr schnell vor der Hand gehen, brauche ich noch sehr viel länger. Und ich glaube, für das Video habe ich um die 80 Stunden Arbeit investiert. Also es ist wirklich, wirklich viel Arbeit gewesen.

9:15Lucian Haas

Bist du jetzt mittlerweile schneller geworden dann, weil du sagst, das war noch am Anfang, da hat es noch richtig lange gedauert. Sagst du jetzt, na gut, statt 80 brauche ich für 30 Minuten Video jetzt nur noch 60 Stunden. Ist es dann Fortschritt zu erkennen?

9:26Marlon Jonat

Ja, so wie du es ungefähr beschreibst. Der Fortschritt ist zu sehen, aber es ist trotzdem immer noch sehr viel Aufwand. Deswegen schaffe ich es auch leider nicht schneller, als ungefähr ein Video pro Monat fertig zu machen. Weil ich halt noch zwei andere Jobs und andere Lebensbereiche habe, die ich auch noch bedienen möchte. Und wenn es noch Spaß machen soll, dann ist es halt so, dass ich mich nur jeden Tag ein paar Stunden daran setze. Und dann schaffe ich es halt nur ungefähr eins im Monat. Wenn es gut läuft, vielleicht mal zwei im Monat. Und ich muss gestehen, der größte Zeitaufwand ist wirklich der eigene Perfektionismus. Man hätte das Video wahrscheinlich auch schon bei 40 Stunden Arbeitszeit hochladen können. Aber da hat mir noch so dieses letzte bisschen der Feinschliff gefehlt.

10:06Lucian Haas

Auffällig ist ja bei deinen Videos, vor allem im Vergleich, wenn man das mit anderen klassischen Gleitschirmvideos vergleicht, dieser besondere, besonders gute Ton, vor allem der gesprochene Ton. Musik kann man immer schön sauber drunter legen, aber du klingst halt auch in der Luft nicht verrauscht, nicht vom Wind zerzaust oder sonstiges, sondern du bist einfach klar. Deine Sprache ist einfach super klar zu erkennen oder zu verstehen. Hast du dafür eine spezielle Ausrüstung oder eine spezielle Form, um das auch nachzubearbeiten?

10:34Marlon Jonat

Also ich nutze ein Videoprogramm, Adobe Premiere Pro. Und da habe ich so ein paar Möglichkeiten, was zu machen. Das wusste ich anfangs auch nicht. Da hätte ich die ersten Videos auch deutlich mit optimieren können. Ich ziehe meistens, das ist so das Grundsätzliche, einfach im Equalizer ein bisschen die Bässe runter. Und dann ist das Windrauschen, gerade wenn man ein gutes Soundsystem hat, schon ein bisschen geringer. Und dann spiele ich so ein bisschen mit dem Equalizer rum. Aber was den größten Unterschied wirklich gemacht hat, ist ein externes Mikrofon. Ein externes Aufnahmegerät zu nehmen. Also anfangs habe ich nur mit der GoPro, vor allem die Helmkamera und die in Kombination mit so einem Windmuff. Die hat schon ganz gute Audiospuren gebracht. Aber jetzt habe ich so ein Shotgun -Mikrofon, was quasi in meinem Cockpit sitzt und auf mich gerichtet ist.

11:20Marlon Jonat

Und das ist so eine eigens konstruierte Bastelei -Geschichte gewesen. Ich habe eine Colaflasche genommen, habe die abgeschnitten. Da drin sitzt das Mikrofon und darüber sind zwei Windmuffs. Und das ist quasi in einem windgeschützten Bereich im Cockpit, was ja auf mich gerichtet ist. Und damit muss ich sagen, ist zumindest die Tonaufnahme im Flug schon sehr

11:38Lucian Haas

gut. Springen wir jetzt mal ein bisschen im Thema. Also wenn man sich deine YouTube -Filme dann anguckt und dann auch die ganzen Kommentare dazu durchliest, dann sieht man, diese Filme werden nicht nur von Gleitschirmfliegern angeguckt, sondern auch von ganz normalen Menschen, die wie auch immer zufällig darauf gestoßen sind und dann aber irgendwie fasziniert dabei bleiben. Hast du, wenn du jetzt deine Filme machst, mittlerweile auch solche Zuschauer im Hinterkopf und sagst, ich muss was für einen Otto -Normal -Fußgänger dann auch noch zusätzlich erklären oder sowas? Oder sagst du einfach, ich filme einfach, ich schneide, ich rede, wie mir der Schnabel gewachsen ist und das ist das dann, was es ergibt?

12:18Marlon Jonat

Ja, es sind sowohl bewusste wie auch unbewusste Entscheidungen. Also ich meine, in der Situation selbst bin ich einfach auch nur der Mensch, der Pilot Marlon, der fliegt und frei Schnauze redet. Und dann ist es nachher in der Bearbeitung, dass ich wirklich auswähle, okay, welche Geschichte will ich erzählen, wo gehe ich mehr ins Detail oder wo will ich zugunsten des Spannungsbogens vielleicht ein bisschen abkürzen oder jedenfalls möchte ich schon ganz gerne auch die Nicht -Flieger mit ansprechen und es ist mir schon auch wichtig, das Gleitschirmfliegen so darzustellen, dass man vielleicht ohne die ganzen Fachausdrücke zu kennen diese Story, die da passiert, verstehen kann.

12:52Lucian Haas

Wenn man nun so eine große Reichweite hat, auch bei Nicht -Fliegern, dann heißt das ja eigentlich auch eine Verantwortung, weil du zeigst ja, wie Gleitschirmfliegen geht, könntest damit aber auch negativen Seiten des Gleitschirmfliegens genauso zeigen. Also Sachen, die irgendwie mal nach hinten losgehen und die auch in der öffentlichen Wahrnehmung dann wirklich auch irgendwie nach hinten losgehen können. Bei deinem großen Streckenflugvideo, also ein großes Streckenflugvideo war das, du bist mal von Detmold bis fast an die belgische Grenze über 200 Kilometer weit geflogen. Da kommt zum Beispiel so eine Szene vor, wo du auch den Wolken ziemlich nahe gekommen bist. Und was dann auch... Auch durchaus kritische Kommentare sowohl auf YouTube hervorgerufen hat, aber soviel ich weiß, hat sich sogar der DHV deswegen mal angeschrieben und hat gesagt, na, na, na, so was sollte man eigentlich nicht zeigen oder vor allem auch nicht machen.

13:41Lucian Haas

Wie gehst du mit solcher Kritik um?

13:44Marlon Jonat

Ja, also da sprichst du was an, was wirklich ein heikles Thema ist. Und gerade wenn man so, ich sag mal, ein bisschen genauer im Rampenlicht steht und mit den Videos so eine Reichweite hat, dann ist das echt einiges. Ich hatte erst vor ein paar Tagen noch Schriftverkehr wegen dieser einen Wolkenfluggeschichte. Das lässt mich noch nicht so ganz los. Also ich versuche auf jeden Fall, mein Verhalten zu reflektieren und mein regelwidriges Verhalten in dem Fall auch zu überdenken und habe auch seitdem keine Wolkenflüge wieder gemacht. Es ist natürlich schwierig. In der Situation weiß ich, dass ich sehr euphorisch war und ich habe mich da einfach zu sehr, so habe ich es auch geschrieben, von der Thermik und meiner eigenen Euphorie mitreißen lassen. Und ja, ich habe da vielleicht nicht so weit vorausgedacht, wie ich vielleicht hätte vorausdenken sollen. Habe dann gedacht, dass die Leute, dass das Positive, diese Erfahrung mal zu wissen, wie das ist, in eine Wolke einzutauchen und da rauszufliegen, ich dachte, dass das im Vordergrund steht.

14:37Marlon Jonat

Aber klar gehe ich natürlich, wenn ich so viele Leute erreiche, mit einer gewissen Vorbildfunktion voran. Und wenn ich da so ein Verhalten zeige, tue ich ja so, als wenn ich das gutheißen würde. Und ein solches Verhalten, wenn das jeder machen würde, würde das auf kurz oder lang auf jeden Fall zu Unfällen führen. Gerade Kollisionen mit Segelfliegern oder anderen Verkehrsverhalten. Oder auch mit den Verkehrsteilnehmern, die eben oben durch die Wolken fliegen dürfen. Da wird es dann eben schwierig. Also ich versuche mich da so gut zu kontrollieren und in Zukunft besser im Griff zu haben, dass es eben zu keiner weiteren Regelübertretung kommt.

15:08Lucian Haas

Fliegst du dann künftig mit der Schere im Kopf und sagst, oh, diese Szene, die muss ich dann auf jeden Fall rauslassen, das war jetzt mal wieder scheiße?

15:15Marlon Jonat

Eigentlich gehe ich einen Schritt weiter und sage, nicht nur die Szene muss ich rauslassen, sondern ich versuche, den Bereich zu umgehen. Also ich will natürlich gar nicht mehr in die Wolke einfliegen. Ich bin auch da dabei. Ich habe noch ein Fluggerät getestet von einem Kollegen, was Fanet und Flam verwendet. Für den Fall, dass man mal unabsichtlich in die Wolke gezogen wird, was ja durchaus mal passieren kann, auch wenn es vielleicht zu den seltenen Aktionen gehört. Aber da fühle ich mich dann doch besser, wenn man ein Sicherheitssystem dabei hat, was vielleicht anderen Verkehrsteilnehmern da oben mitteilt, wo ich gerade bin. Dass da vielleicht jemand ist, der auf Kollisionskurs in der Wolke ist, den man nicht sehen kann. Aber ich versuche eigentlich, diese Situation komplett wegzulassen.

15:50Lucian Haas

Hast du denn jetzt bei jedem deiner Flüge immer die Kamera dabei? Oder die Kamera sozusagen?

15:57Marlon Jonat

Also anfangs war das so, das war vor der YouTube -Zeit. Da hatte ich wirklich fast jedes Mal eine Kamera dabei. Einfach auch nur, um den Flug nachher vielleicht nochmal am Abend Revue passieren zu lassen, zu schauen, was ist gut oder schlecht gelaufen. Ich habe auch immer noch meistens eine Kamera dabei. Aber meistens nur eine, vielleicht mal eine zweite Kamera, für den Fall, dass mal was passiert. Und beim Fliegen passiert eben oft was Unvorhergesehenes. Aber es ist schon so, dass wenn ich sage, der Tag sieht vielversprechend aus oder ich habe irgendein besonderes Ereignis, dann sage ich ganz besonders, ja, jetzt nehme ich auch wirklich alle drei Kameras mit. Eventuell ist es hin und wieder sogar noch eine 360 -Grad -Kamera, die jetzt zusätzlich noch zum Einsatz kommt. Also vielleicht sogar eine vierte Kamera. Aber das bereite ich dann vor. Und mir ist es auch wichtig, weil ich merke, dass da so viel Arbeit auch hinter steckt, dass es nicht erdrückend wirkt, dass es nicht zu viel wird.

16:42Marlon Jonat

Und manchmal gehe ich ganz bewusst los und sage, ne, heute mache ich komplett ohne Kamera einfach nur mein Ding. Ich will einfach mal die Seele baumeln lassen, ohne diesen Kommentator im Kopf zu haben, der für die Kamera spricht.

16:54Lucian Haas

Hast du denn für dich selber irgendwie gemerkt, dass du anders fliegst, wenn du diese Kameras eingeschaltet hast und dann auch weißt, du musst jetzt irgendwie etwas da reinreden und sonst was? Also was machen die Kameras mit dir?

17:06Marlon Jonat

Ne, ich glaube, anders fliegen tue ich nicht. Ich glaube, das ist ganz normal mein Flugstil, den ich so habe. Und das, was ich erzähle, sind eigentlich auch so die Gedanken, die mir im Kopf rumgehen. Es ist auch wirklich, also es bin eins zu eins ich.

17:19Marlon Jonat

Hin und wieder ist es nur so, dass ich, es kostet irgendwo auch Kraft, diese Gedanken auszusprechen, das für den Zuschauer aufzubereiten, und ja wirklich in die Kamera zu sagen. Und auf längeren Streckenflügen, da merke ich das auch gerade in der Bearbeitungszeit, in der ersten Stunde sage ich bestimmt genauso viel, wie in den nächsten drei weiteren Stunden. Also am Anfang ist meine eigene Euphorie und die Kraft und die Motivation noch sehr, sehr hoch. Und wenn ich dann nach so einem fünf, sechs, manchmal sieben Stunden Flug glücklich, aber auch erschöpft lande, dann ist da am Ende nicht mehr so viel dokumentiert. Und ich merke einfach, wie ich da auch als Pilot dann ruhiger werde und weniger Motivation aufbringe, in die Kamera zu sprechen. Und da muss ich mich selbst, wenn ich so ein Video gut kommentieren will, immer wieder doch ein bisschen selbst zu antreiben, dass ich sage, nee, komm, ich muss jetzt meine Gedanken teilen. Ich muss sagen, wo ich gerade bin, was abgeht und was die nächsten Schritte so im Flug sind.

18:08Lucian Haas

Nun dokumentierst du ja nicht nur Streckenflüge, sondern manchmal gehst du auch mit einem Agro -Schirm in die Luft und dann machst du so deine ersten oder zweiten und dritten Agro -Schritte. Unter anderem gibt es einen Film, da sieht man, wie du, ich glaube Annecy war das oder so, wie du da auch anfängst, Helikopter zu trainieren.

18:26Lucian Haas

Was man normalerweise erwarten würde, sondern irgendwo weiter hinten im Gelände, so habe ich es zumindest gesehen, da bist du dann eher über Wald. Ist das nicht zu riskant?

18:35Marlon Jonat

Also gut, ich habe es anfangs, die ersten Versuche auch über Wasser gemacht. Das Problem ist eben beim Agrofliegen, wenn du häufig oder wenn du viel Zeit beim Üben verbringen willst, ist es sehr, sehr schwierig, das über dem Wasser zu machen. Also über dem Wasser setzt ja voraus, dass ich extra wieder den Berg hochlaufe oder fahre, dann einen Abgleiter mache. Da habe ich dann in Annecy speziell eigentlich zwei Versuche vielleicht, zwei, drei Heliversuche, dann ist die Höhe so weit abgebaut, dass ich wieder landen muss. Das heißt, wenn ich den ganzen Tag nur dafür lebe, Agroflüge zu machen, sicher über Wasser, habe ich vielleicht drei, vier, fünf Flüge und dann ist der Tag schon wieder rum. Und wenn ich wirklich viel Zeit beim Agrofliegen verbringen will, dann muss ich das einfach irgendwo machen, wo ich auch mit Thermik wieder auftanken kann. So wie die Cracks das wahrscheinlich in Norgania machen, im Hangaufwind oder in der Thermik hochsohren und dann eben auch über Grund und nicht über Wasser, wird dann geübt.

19:27Marlon Jonat

Aber am besten natürlich dann mit zwei Rettern dabei. Aber klar ist der Boden nicht so verzeihend wie ein See, wo mich dann vielleicht Rettungskräfte mit dem Boot rausziehen. Der Gedanke ist schon im Hinterkopf. Ich versuche da auf eine gewisse Minimumhöhe acht zu geben, dass ich den Schirm aus extremen Flugmanövern wieder gut rausbekomme, auch wenn er mal einklappt. Und wenn alle Stricke reißen, dann vertraue ich eben auf die Rettung und darauf, dass ein Waldgebiet, was ich da unter mir hatte, eben doch noch sicherer ist als vielleicht ein einfach bebautes Wohngebiet

19:56Marlon Jonat

oder wenn die Raumlandung nicht schön ist, ist er doch immer noch, also im Vergleich zu den anderen Landemöglichkeiten, eine der sichereren Varianten.

20:03Lucian Haas

Wenn man sich so seine Videos anguckt, sieht man ja, dass du gerne vieles ausprobierst und auch unterschiedliches ausprobierst. Du fliegst auch Tandem zum Beispiel. Du fliegst auch Motorschirm. Du fliegst auch Tandem -Motorschirm quasi. Da gibt es ein Video, da sieht man, wo du auch viel so Proximity -Flying nah über irgendwelche Felderchen fliegst, aber das auch zu zweit unter dem Motorschirm, was man ja auch nicht so häufig sieht.

20:26Lucian Haas

Wie bist du denn dann überhaupt zu dem Gleitschirmfliegen gekommen? Was hat dich dahin getrieben?

20:32Marlon Jonat

Also ich erzähle super, super gerne die Geschichte, wie wirklich, das war ein sehr, sehr einschneidendes Erlebnis, wie ich von überhaupt keinem Kontakt zum Gleitschirmfliegen wirklich dann in den Sport reingestolpert bin. Und ich hatte so einen richtigen Langeweileabend, wo ich abends zu Hause vorm Computer saß und mich so ein bisschen durch YouTube geklickt habe. Und da bin ich bei einem Video von Jean -Baptiste Chandelier oder ich weiß nicht, wie man ihn richtig ausspricht, aber Jean -Baptiste macht da herrliche Gleitschirmfliegen -Videos. Und da bin ich bei einem seiner Videos hängengeblieben. Ich glaube, das war das Video Touch, wo er, das ist atemberaubend, wo er da wirklich total nah an den Gebäuden entlangfliegt, mit dem Fuß durch so einen Swimmingpool durchtaucht und weiterfliegt. Und er hat es geschafft, in seiner Art der Videos mich so zu begeistern, dass ich gesagt habe, ey, warum mache ich das eigentlich nicht? Das sieht so klasse aus. Und ich habe das allererste Mal in meinem Leben einen anderen Blick auf dieses Gleitschirmfliegen gehabt.

21:20Marlon Jonat

Bisher, muss ich gestehen, bis zu dem Zeitpunkt wusste ich gar nicht, dass man mit einem Gleitschirm

21:27Marlon Jonat

Gleitschirmfliegen macht. Es gibt nur die Möglichkeit, runter zu segeln. Und, naja, ich hatte keinen Bezug zu dem Sport und dachte, das ist vielleicht so ein bisschen so ein, ich dachte wirklich, es wäre ein langweiliger Rentnersport mit einer schönen Aussicht, aber dass es eher langweilig wäre. Und als ich dann in dem Video gesehen habe, was möglich ist, dass man Streckenflüge machen kann, akrobatische Manöver, krasse Gehkräfte und also eigentlich grenzenlose Möglichkeiten in dem Hobby hat, war ich so gepackt, dass direkt der nächste Klick beim Computer ging dann auf eBay Kleinanzeigen und ich wollte erst mal wissen, wo ist denn so eine Ausrüstung? Und an dem Abend habe ich mir noch meinen ersten Gleitschirm geholt. Da war ein Gleitschirm von 1989 für 60 Euro. Den habe ich direkt sofort gekauft und ich dachte mir, ja gut, der ist zwar alt, vielleicht ist der auch nicht mehr im besten Zustand, aber zumindest zum Üben, für die ersten Erfahrungen, um ein Gefühl dafür zu kriegen, wie das so ist, wird das ja wohl reichen.

22:15Lucian Haas

Der Gleitschirm war von 1989. Von welchem Jahr reden wir jetzt hier? Wann hast du den gekauft? Also wann war jetzt so dein erster Kontakt mit dem Gleitschirm? Das muss

22:23Marlon Jonat

2013 gewesen sein.

22:27Marlon Jonat

Das war ziemlich alt. Ja, das war ziemlich alt. Zum Glück kam das in einem wirklich guten Zustand an. Da war noch so ein halbes Kilo Dünensand drin. Die Leinen waren komplett zerfranzt und der Vorbesitzer, von dem ich das gekauft habe, der meinte, er hat den vor Jahren selbst nicht geholt und hat nach wenigen Übungstagen das Gleitschirmfliegen auch an den Nagel gehängt. Und man hat auch gesehen, dass er so stümperhaft zusammengepackt war, der hatte gar keine Ahnung davon, wie er wirklich diesen Gleitschirm einpacken musste. Und ich damals zu dem Zeitpunkt hatte auch keine Ahnung, wie ich den auspacken musste.

22:57Marlon Jonat

Also wir war der Leinen und an dem ersten Tag, wo ich eigentlich fliegen wollte, bin ich zu einem Kollegen, der Landwirt ist, auf den Bauernhof gefahren und der hat da viele Flächen, wo ich eben den Schirm groundhandeln hätte können. Aber der erste Tag wurde nur mit Knoten lösen sortiert. Was ich nicht wusste, ich würde sagen, aus jetziger Sicht wäre das vielleicht 20 Minuten Arbeit gewesen, das eben da durchfriemeln. Damals habe ich gedacht, das ist ein Knoten, der nicht lösbar ist und ich habe alle Leinenschlösser geöffnet und habe das dann vorher fotografiert, dass ich mir merken konnte, wo welche Leinenebene hingehört. Und als ich den wieder zusammengesetzt hatte, war der erste Flugtag quasi schon vorbei.

23:31Lucian Haas

Und am zweiten Flugtag hast du erst mal den ganzen Sand hinten aus dem Schirm dann rausgekippt. Wie ging es dann weiter?

23:37Marlon Jonat

Genau, das war direkt der zweite Tag. Ich war so heiß drauf und hatte auch passend Zeit, dass ich wieder da zum Bauernhof hin bin. Und da war ein ganz, ganz kleiner Hügel. Aber damals konnte ich noch nicht abschätzen, wie viel Gefälle es braucht. Und dieser Hügel war so gering, dass ich niemals mit diesem alten Schirm da hätte abheben können. Also ich glaube, selbst mit den besten Hochleistern, selbst mit dem Enzo jetzt, hätte ich da keine Chance. Das war zu flach. Aber ich habe dann den Schirm immer wieder in den Wind gehalten. Ich hatte damals noch kein richtiges Gurtzeug, sondern ich hatte so einen Klettergurt, so einen Industrie -Klettergurt und habe dann einfach mit zwei Baumarkt -Karabinern, die nicht mal zum Klettern geeignet sind, den Schirm irgendwie an meiner Hüfte befestigt. Und weil ich es nicht hingekriegt habe, den über Kreuz hochzuziehen oder auch so normal zu Ground handeln, habe ich mich falschrum eingehängt. Also so, dass ich zum Schirm hingucke. Und das lief auch ganz gut.

24:22Marlon Jonat

Und dann wurde der Wind immer stärker und stärker, dass ich irgendwann Sorge hatte, der Schirm, der zieht mich bald hier übers Feld, beziehungsweise in meinem Unwissen dachte ich, oh ne, nicht, dass ich nachher abhebe und wegfliege. Was natürlich, solange man sich nicht festmacht, auch überhaupt nicht passieren kann. Ich kam dann auf die glorreiche Idee, mich zu sichern und ich hatte bei dem Klettergurt hinten auf dem Rücken den Sicherungspunkt, genau zwischen den Schulterblättern sitzend, wo ich mich selbst auch eigentlich nicht erreichen konnte. Also dieser tote Punkt, wo man sich hinten nicht kratzen kann. Dann hat mich ein Kollege hinten am Rücken mit einem Karabiner und einem 20 Meter langen Seil an meinem Auto, an der Anhängerkupplung gesichert. Der Wind wurde immer stärker und anfangs war es witzig, weil ich auf einmal kurzzeitig durch die starken Windböen in der Luft schwebte. Aber es war dann nicht mehr so witzig, als dann irgendwann diese richtig dunkle Gewitterfront, die es an dem Tag gegeben hat, immer näher rauschte und die Böen so stark wurden, dass ich dauerhaft in der Luft hing und irgendwann war das 20 Meter Seil komplett gespannt.

25:14Marlon Jonat

Ich hing senkrecht über dem Auto und es kam zu so einem Lockout, wo der Schirm seitlich ausbricht. Scheiße. Ja, zum Glück ist das so glimpflich abgelaufen. Also der Schirm hat mich relativ sanft zum Boden gelassen und hat mich dann noch ein bisschen über den Acker geschliffen und ja, der Kollege hat, es gibt sogar ein Video davon, das muss ich mal irgendwo aus der Tiefe der Festplatte wieder raussuchen. Jedenfalls hat der Kollege den Ernst der Lage komplett unterschätzt und erst als ich dann da wirklich lauter geworden bin, hat er dann gemerkt, okay, ich brauche seine Hilfe, weil alleine kann ich mich ja nicht mal ausklingen. Also ich war in der Situation gefangen und vollkommen abhängig von ihm und ich hatte selbst Schwierigkeiten, den Schirm nur am Boden zu halten. Ich wusste noch nicht, dass ich die Bremse auch hätte wickeln können, um den Schirm ja noch stärker, besser am Boden zu halten. Das

25:57Lucian Haas

heißt, das war im Grunde dein erster Flug. Dein erster Flug war direkt ein Fixseilschlepp, ohne dass das Auto fuhr, sondern der Wind wurde nur so stark. Es hat dich dann wie ein klassischer Drachen dann quasi nach oben gehoben. Dann hingst du oben in der Luft und dann hat sich im Lockout noch schräg abgesetzt. Aber du bist ohne Knochenbrüche oder sonst was da rausgekommen.

26:17Marlon Jonat

Ja, also wenn man das Video irgendwann mal sehen sollte, es war wirklich unspektakulär. Aber genau wie du sagst, ja, ich hing da wie so ein Drachen dran und dann ging es irgendwann halt zur Seite und ich konnte diese Seitwärtsbewegung vom Schirm nicht stoppen. Und zum Glück hat er selbst in dieser Seitwärtsbewegung noch erstaunlich gut getragen. Also ich bin wirklich wirklich sanft aufgekommen. Ich hatte nicht mal blaue Flecke oder irgendwas. Ich war so... Es ging so glimpflich aus, dass ich gleich am nächsten Tag mich wieder zum Bauernhof getraut habe und dann wieder da auf der Wiese fliegen wollte. Und dann wieder

26:47Lucian Haas

ins Auto gehängt und dann seid ihr wieder gefahren, oder was?

26:49Marlon Jonat

Der dritte Tag war dann der Tag, dass wir bessere Windbedingungen hatten, also deutlich weniger Wind. Es hat gerade so gereicht zum Ground -Handeln. Und da haben wir gesagt, ja, ich möchte aber wieder irgendwie abheben. Wie machen wir das denn? Das mit dem Auto hat ja geklappt, aber da wir diesmal zu wenig Wind haben, müssen wir wahrscheinlich mit dem Auto fahren, um mehr Gegenwind zu haben, um dann wirklich in die Luft zu kommen. Also das ganze Ding dann umgedreht, mich dann am vorderen Sicherungspunkt an meiner Hüfte befestigt, mit einem Fixseil, ohne Schleppklinke, ohne die Möglichkeit, mich lösen zu können, mit einer Rebschnur, die 8 mm Seilstärke hatte. Die hat eine Bruchlast von über 800 kg. Also wer Gleitschirm fliegt, der weiß, man nimmt normalerweise eine Sollbruchstelle von irgendwie 150 kg oder 200 kg, die man einbaut, falls was schief geht, dass es irgendwo ein schwächstes Glied gibt.

27:34Marlon Jonat

Jedenfalls haben wir mich dann ans Auto drangehängt und der Kollege saß auf dem Fahrersitz, hat das Fenster runter und ich hab einfach gesagt, ja, gib mal Gas, schneller, schneller, schneller. Und wenn ich dann in die Luft gekommen bin, was dann auch relativ bald nach ein paar unschönen Versuchen geklappt hat, das muss ich noch dazu sagen, ich muss nochmal ausholen, ich hatte zu dem Zeitpunkt noch null Ahnung von den Starttechniken. Wenn ich mir die Videos angucke, das gibt's alles auf Video, ich hab die Tragegurte nicht mal über den Arm laufen, das heißt, ich schiebe mit dem Arm voran, schiebe die Bremse nach vorne und der Schirm wird quasi angebremst und dabei beschleunige ich und ich hoffe, dass der Schirm hochkommt, was er häufig nicht gemacht hat, nur über den Boden hinter mir hergeschliffen ist und hin und wieder kam er dann doch hoch. Und ja, bei den paar glücklichen Versuchen hat's dann irgendwie geklappt. Ich hatte ein Riesenglück, dass ich diesen alten Schirm gekauft hab, weil ich muss bis heute sagen, an jedem anderen moderneren Schirm hätte ich das wahrscheinlich nicht überlebt.

28:23Marlon Jonat

Der war so träge, der hatte so eine stabile Kappendämpfung, der war so gutmütig, dass der mir einiges verziehen hat.

28:31Lucian Haas

Das waren jetzt deine Versuche, du hattest ja auch einen Kollegen dabei, hat der dann gesagt, lass mich auch mal oder hat der gesagt, boah, dich haut's da immer nur seitlich irgendwo in den Acker, lass das mal sein?

28:40Marlon Jonat

Ja, irgendwann hatten wir das dann wirklich so, dass ich zwei, dreimal hintereinander einen guten, zuverlässigen Flug hatte, wo wir die ganze Straße, bis dann halt wieder Wald kam, wo wir nicht weiter fliegen konnten, runtergefahren sind. Jedenfalls hat er sich dann auch drangehängt und man muss dazu sagen, der Kollege hatte immer schon eine Begeisterung für die Fliegerei, aber hat gleichzeitig auch extrem Höhenangst gehabt und ja, dann haben wir ihn fertig gemacht, auch mit einer kurzen Einweisung nur und er hat auch eigentlich vorher noch keine Erfahrung am Schirm gehabt, er hat nur gesehen, wie ich die ganze Zeit da drin rummache und ich hatte noch keine Ahnung, wie ich ihn hätte schleppen müssen, ich hab nur ja das erfahren, wie ich hinten am Schirm drangehängt und dann haben wir ihn eben eingegurtet, drangehängt und da hatte er schon die erste Einwände und sagte, ah, irgendwie die Anhängerkupplung, ich hab irgendwie Sorge, das Seil ist da so nah am Boden und irgendwie näher an den Reifen, ich weiß nicht, was er sich gedacht hat, aber er wollte es lieber am Dachgepäckträger hatten und da haben wir gesagt, ja gut, Dachgepäckträger wird er wohl halten, haben wir es oben festgemacht, ja, und dann geht es los und ich wusste noch, dass er mir gesagt hat, ja, du musst zügig anfahren am Anfang und dann, ja,

29:38Marlon Jonat

habe ich relativ straff aufs Gas getreten, das Problem ist nur, dass mein Kollege hinten so überfordert war mit seinen Emotionen und der Situation, dass er mir überhaupt nicht zurückmelden konnte, dass ich schon längst viel zu schnell war, er war also nur überfordert, man sieht es auch, gibt ein Video davon, wie er hoch in die Luft schießt und in der nächsten Sekunde, seine Freundin filmt das, sie sagt nur, oh Mann oder oh Mist oder sowieso und in der nächsten Sekunde ist das Seil so gespannt, dass der ganze Dachgepäckträger vom Dach abreißt und mit einem Affenzahn wie ein Geschoss nur ganz knapp an ihm vorbeifliegt und man sieht dann noch, die Freundin schwenkt dann das Handy weiter und man sieht dann, wie er seitlich mit dem Wind weggedriftet wird und dann mit Rückenwind in so einem Acker einlandet, ohne dass er die Bremse ordentlich zieht und man sieht nur, wie er in so einer Laufstellung in so einer Staubwolke im Acker einschlägt, ihm ist zum Glück nichts passiert, außer, dass er wahrscheinlich einen seelischen Schock

30:26Marlon Jonat

davon getragen hat, aber das war so die dramatische Erfahrung dann für ihn, für den Kollegen. Nun

30:32Lucian Haas

hast du ja später noch einen Flugschein gemacht und fliegst jetzt wirklich ganz offiziell und alles gut, hat dein Kollege auch noch das Fliegen weiter gemacht oder war das für den das erdrückende Erlebnis, wo er sagt, nie wieder?

30:45Marlon Jonat

Ja, leider ging es nicht ganz so schnell auch zu meiner Entscheidung den Flugschein zu machen, am gleichen Tag habe ich auch noch ein paar Flüge gemacht und für den Kollegen war da erstmal genug, ich habe, das war übrigens der ausschlaggebende Tag, wo ich mir das erste Buch geholt habe zum Flugschirmfliegen und mich dann mehr eingelesen habe und dann wusste ich schon, okay, ich brauche ein dünneres Seil, ein längeres Seil, ich brauche eine Schleppklinke und solche Dinge, aber der logische Schritt, die Ausbildung fundiert zu machen, kam leider noch nicht, aber es gab noch ein paar Flugtage, wo der Kollege eben auch nochmal dabei war und da hat er nochmal wieder eine blöde Erfahrung gemacht, da ist nichts passiert und es war auch alles okay, aber er war, er kam in so einen Angstzustand und dann gab es noch ein drittes Ereignis, wo der Kollege wirklich auch bei einer Flugschule war und angefragt hat und da hat er ein paar, ja die ersten Tage der Grundausbildung mitgemacht, hat dann aber abgebrochen und hat für sich gesagt, nee, das war's, Schlussstrich, das Fliegen ist leider für mich gestorben und das finde ich sehr, sehr schade, weil ich glaube bis heute, dass das ein Lebenstraum für ihn gewesen wäre, sich das zu erfüllen und das tut mir total leid bis heute, dass ich ja mit meiner vielleicht sehr unkonventionellen Art, dieses Fliegen mir selbst beizubringen, da bei ihm so eine Angst geschürt habe, dass er

31:47Marlon Jonat

sich nicht mal mehr auf einen Tandemflug heute einlassen würde und ich frage bei Zeiten immer mal wieder nach, weil ich hoffe noch so ein bisschen in ihm, ja diese Begeisterung wieder entfachen zu können. Wie

31:58Lucian Haas

siehst du denn diese, ich nenne sie mal deine Jugendsünden aus heutiger Sicht, wenn mit aller Erfahrung vom Fliegen, die du heute hast, würdest du sagen, kann man ja nur die Hände über den Kopf zusammenschlagen oder würdest du sagen, irgendwie war das trotzdem eine wichtige Erfahrung?

32:12Marlon Jonat

Beides wahrscheinlich. Trotzdem rate ich niemandem dazu, das zu machen, weil ich muss sagen, es haben so viele glückliche Faktoren dazu beigetragen, dass ich hier heute gesund sitzen kann. Ich glaube nicht, dass man ein zweites Mal so viel Glück haben kann, diese ganzen Versuche hintereinander nochmal zu haben. Also das würde wahrscheinlich hier den Rahmen sprengen, jeden einzelnen dieser Fälle zu zeigen, aber ich bin teilweise dann, ich hatte wenig Geld damals als Student und bin mit provisorischen Mitteln immer wieder in die Luft gegangen. Ganz häufig bin ich bodennah, ohne Rettung geflogen, ohne fundiertes Wissen und ich hatte so viele Seilrisse hinterm Auto, wo ich, ich hatte mal, das war das erste Mal, wo ich dann einen besseren Schirm hatte und dann habe ich gesagt, ja super, mit dem besseren Schirm ab hinter das Auto, wir hatten ein längeres Seil, wir haben uns vom Bauern dann so Strohbindeseil geholt, da gab es zwei Kilometerrollen, das war super, da haben wir uns immer 500 Meter Stücke abgeschnitten und hatten dann 500 Meter Schleppseil.

33:03Marlon Jonat

Wir haben eine Einbahnstraße im Feld, die war zwei Kilometer lang, da kamen wir bis auf volle Ausklinkhöhen, also bis auf 500 Meter und dann dieser erste Flug mit diesem besseren Schirm war dann wirklich so, dass auf einmal eine Windböe reinknallt. Ich hatte auch noch einen Fahrer, der das zum ersten Mal gemacht hat, dann natürlich mit Handyverbindung, dass ich ihm über Funk sagen kann, du anhalten oder wenn die Verbindung abreißt, war auch abgesprochen, dass er anhält. Wir haben schon gedacht, dass wir sicherer an die Sache rangehen, aber es war noch bei weitem nicht sicher. Dann hatte ich mit diesem Seil eben einen Seilriss und ich habe absolut falsch oder viel zu zaghaft auf den sehr viel dynamischeren Schirm reagiert. Bei dem alten Schirm von 1989, ich brauchte kaum anbremsen, die Kappe kam über meinem Kopf wieder zum Stehen und ich hatte kaum das Risiko eines Frontklappers. Ja und mit dem neueren Schirm, der dann ein Low Level B Schirm war, der hat mich sowas von überschossen, ist nach vorne geflogen, ist großflächig eingeklappt und das war für mich der erste richtige Frontklapper, den ich zu dem Zeitpunkt erlebt habe.

33:56Marlon Jonat

Ich habe dann angebremst und habe den wahrscheinlich aus Angst überbremst und habe den Schirm dann in einer Trudel und Taumelbewegung bis zum Boden quasi durchgestallt und bin auch wieder nur mit mehr Glück als Verstand der Heile rausgekommen. Ich steckte knöcheltief in so einem matschigen Acker, bin zum Glück auf den Füßen aufgekommen. Ich weiß nicht, wie ich diese ganzen Situationen so überlebt habe, aber wenn ich eins daraus mitnehmen kann oder eine Erfahrung daraus mitnehmen kann, dann ist es echt die Empfehlung. Geht in eine Flugschule, das ist vielleicht nicht ganz so aufregend, vielleicht nicht immer ganz so spannend, wie es ist, wenn man es sich selbst beibringt, aber man hat deutlich länger, was da ist davon und man wird direkt auf die wichtigen Punkte hingewiesen, die man eben vermeiden sollte.

34:33Lucian Haas

Man könnte auch sagen, eigentlich mehr Glück als Verstand. Mittlerweile hast du deinen Verstand auch irgendwo eingeschaltet.

34:41Lucian Haas

Wenn man mal Jugendsünden anders betrachtet, heute arbeitest du als Sozialarbeiter in einer Jugendhilfeeinrichtung, hast also da auch mit Jugendlichen zu tun, die vielleicht manchmal über die Stränge schlagen oder irgendwelche komischen Ideen haben oder sonstiges. Du gehst da ja auch, soweit ich weiß, mit den Jungs auch manchmal fliegen. Inwieweit hilft der Gleitschirm dir da irgendwie, mit denen auch in Kontakt zu kommen bzw. denen irgendwie was beizubringen oder sonst was?

35:08Marlon Jonat

Ja, das ist wirklich ein ganz besonderes Highlight meiner Arbeit. Ich bin meinem Arbeitgeber auch sehr, sehr dankbar dafür, dass ich diese Möglichkeit bekommen habe. Ja, ich gehe tatsächlich relativ regelmäßig mit den Jungs, wenn das Wetter und die Zeit und so die anderen Termine das hergeben, fliegen und dann gehen wir am Tandem im Sauerland oder sonst wo in die Luft. Und in der pädagogischen Arbeit hilft das teilweise echt gemein. Es gibt auch Jungs, die davon recht unbeeindruckt sind oder manche leben den Moment, aber bei manchen hat das eben auch mehr Tiefgang. Und es ist eben so, wer schon mal Tandem mitgeflogen ist oder vergleichsweise zum Beispiel auf dem Motorrad hinten drauf gesessen hat, der weiß, dass man ist da komplett dem anderen ausgeliefert bzw. muss jemand anderem vollkommen vertrauen und gibt vollkommen die Verantwortung und die Kontrolle ab. Und so ist es beim Gleitschirmfliegen eben auch. Und wenn die Jungs dich darauf einlassen, mit mir in die Luft zu gehen und das Thema Höhe, auch wenn man nicht panische Höhenangst hat, ist doch ein Thema, was glaube ich jeden irgendwo berührt.

36:01Marlon Jonat

Man ist da oben vielleicht vergleichbar mit dem Gefühl, wenn man alleine ganz weit raus aufs Meer schwimmt. Man ist da auf einmal weit weg von anderen Menschen. Man ist in der Situation ausgeliefert, in der man erstmal nicht so schnell wieder auf festen Boden kommt. Und ich glaube schon, dass das was macht mit den Jungs. Das ist ein Tiefgang in der sozialen Arbeit. Wir führen dann auch da oben Gespräche. Also so zwischenmenschliches Blabla, was dann aber manchmal einen ungeahnten Tiefgang hat, was zu Veränderungen führt. Und ich habe da wirkliche Highlight -Momente, die kann ich jetzt nicht so konkret wiedergeben. Aber es sind wirklich schöne Situationen entstanden und ich merke, dass nachhaltig die Jungs vielleicht auch einen gewissen anderen Zugang dadurch dann zu mir haben, wo ich dann merke, dass die mir auf eine Art und Weise irgendwo vertrauen oder sich mir anvertraut haben, wie ich es sonst im normalen pädagogischen Miteinander vielleicht noch nicht erlebt habe.

36:45Lucian Haas

Nun hast du auch noch einen anderen Job, der dein Hauptjob glaube ich ist. Du bist Yoga -Lehrer. Gibt es Dinge, wo man aus deiner Sicht beim Fliegen in irgendeiner Weise vom Yoga profitiert oder vielleicht auch andersherum?

36:57Marlon Jonat

Ganz bestimmt. Ich glaube, dass das ist so eins der Dinge, die ich aus dem Yoga ganz besonders mitgenommen habe. Ich glaube, ein geübter Yogi ist in der Lage, auch in sehr anspannenden Situationen, sei es mentale Anspannung oder körperliche Anspannung, trotzdem eine gewisse Ruhe und eine Gelassenheit mitzubringen. Und ich glaube, das ist gerade auch fürs Gleitschirmfliegen eine Fähigkeit, die essentiell wichtig ist. Ich merke das immer wieder, dass es einige Piloten gibt, die vielleicht auch gut fliegen, aber in den Situationen, wenn es dann mal hart auf hart kommt, wenn die Turbulenzen so stark sind, dass man sich nicht mehr wohlfühlt und dass man aus seiner Komfortzone herauskommt. Und manch einer verkrampft da. Er reagiert zu wenig, ist stockstarr oder überreagiert. Und ich glaube, dass mir das mit dem Yoga sehr geholfen hat, in den Situationen trotzdem ruhig, gelassen und gleichermaßen auch noch handlungsfähig zu sein und da sehr überlegt in die Situation zu gehen.

37:46Marlon Jonat

Und das habe ich auch schon häufiger in anderen Interviews gesagt. Beim Gleitschirmfliegen, gerade wenn es mal so ein bisschen brenzlig wird, ich hatte schon Flüge in stärker Thermik, wo ich das Gefühl hatte, ich bin nicht mehr Herr der Lage oder bei starkem Wind, wo es auf einmal jetzt ging, da hilft es mir dann doch auf einmal die Ruhe zu bewahren und mir kommt alles ein bisschen langsamer vor. Als hätte ich fast mehr Zeit für meine Entscheidungen und meine Handlungen. Ich glaube, dass mir das einige Male geholfen hat, auch sicher wieder runter zum Boden zu kommen.

38:14Lucian Haas

Nun ist Yoga ja dein Beruf, mit dem du Geld verdienst. Inwieweit bringt dir mittlerweile auch deine YouTube -Prominenz auch irgendwie finanziell etwas ein?

38:25Marlon Jonat

Ich habe immer eigentlich versucht, das Thema Gleitschirmfliegen als Hobby zu lassen, habe ich damals beim Yoga gelernt oder gemerkt, was auch erst aus einem Hobby entstanden ist. Es hat dann irgendwann doch einen etwas anderen Charakter bekommen, dadurch, dass Yoga auch irgendwo Arbeit geworden ist. Und das wollte ich eigentlich beim Gleitschirmfliegen vermeiden. Ich glaube, so ganz vermeiden lässt es sich jetzt nicht mehr. Einerseits bekomme ich natürlich kleinste Einnahmen über YouTube -Werbebeiträge. Das ist allerdings ein Beitrag, wenn ich den runterrechne auf die Stunden an Arbeit, die ich in der Videoproduktion verbringe, da sollte ich lieber als 1 -Euro -Jobber irgendwelche anderen Möglichkeiten nachgehen. Also da bin ich wirklich im Cent -Betrag. Ansonsten ist es schon so, dass die ein oder andere Anfrage für Tandemflüge jetzt mehr kommt. Bisher habe ich das nur für Freunde und Familie gemacht und es ist jetzt im letzten Jahr losgegangen, dass ich da eine Handvoll Tandemflüge hatte.

39:14Marlon Jonat

Die Anfragen häufen sich, allerdings will ich das jetzt nicht zu so einem Job ausbauen, dass ich sage, okay, ich muss jetzt die nächste Woche 10 Tandemflüge runterkloppen. Das wäre nicht meins. Aber es kommt jetzt doch häufiger vor, dass ich hier den ein oder anderen Tandemflug mache, vor allem auch, wenn es besondere Probleme sind, dass es irgendwie Lebenswünsche und Träume sind für den einen oder anderen und der sich besonders von meinen Videos angesprochen fühlt. Ich sehe mich da jetzt nicht so als gewerblicher Tandempilot, der da einfach nur Stunden runterbricht. Genauso wenig habe ich vor, Fluglehrer zu werden, auch wenn ich glaube, dass das eine schöne Erfüllung ist. Ich glaube, da würde ich mich irgendwann verzetteln mit den ganzen Themen, die ich dann doch irgendwo in meinem Leben habe. Neben den anderen Jobs ist es mir doch sehr, sehr wichtig, dass ich auch die eigene Flugzeit noch ordentlich genießen kann. Auch mal einfach am Soloschirm oder am Akkuschirm oder an welchem Schirm auch immer.

39:59Lucian Haas

In Zukunft Marlon Jonath im Gleitschirmbereich doch nur als den Vlogger dann hauptsächlich wahrnehmen können. An dieser Stelle will ich mit dir mal ein kleines Spiel machen, gerade was deine Vloggerarbeit betrifft. Du bist ja nun ein Mensch, der gut reden kann.

40:13Marlon Jonat

Sagst du jetzt, schauen wir mal.

40:16Lucian Haas

Ja, aber erinnerst du dich auch an all das, was du da sagst? Ich werde jetzt einfach mal ein paar kurze Zitate aus einigen deiner Filme nennen und du darfst mir dann sagen, um welchen Film es sich handelt. Ich

40:28Marlon Jonat

bin gespannt, weil die Filme habe ich mir mit Sicherheit in der Produktion auch zig Male selber angeguckt. Ich würde mal hoffen und schätzen, dass ich da ein gutes Gefühl für habe.

40:37Lucian Haas

Ich bin gespannt. Fangen wir einfach mal an. Zitat 1 Das ist Paragliding Porn, aber vom Feinsten.

40:46Marlon Jonat

Einstieg am 30, also Thermikeinstieg am 30 Meter Hügel. Weiß ich noch ganz genau. Das war ein atemberaubender Moment. Das war wirklich klasse. Der Hügel war so schwer, wirklich auch nur da zu soarren und wir hatten einen relativ sanften Wind. Und ich weiß genau, wo ich die Situation hatte. Ich habe ein bisschen Höhe getankt und konnte dann meinen Plan umsetzen und weiter vorfliegen. Konnte zu einem Acker fliegen, wo ich sonst den nicht erreicht hätte. Und auf einmal habe ich da einen richtigen Knallerbad erreicht, so wie ich den Tag auch eingeschätzt hatte mit irgendwie, ich glaube, 6 Meter pro Sekunde und es geht hoch. Und ja, genau da in der Szene ist das Zitat gefallen. Sehr cool.

41:19Lucian Haas

Anderes Zitat daraus. Da kannst du vielleicht auch noch die Szene dann beschreiben. Da heißt es Da finde ich Totstellen und Schnauze halten immer noch besser. Oh Mann, der ist schwierig. Da finde ich Totstellen immer noch besser. Das ist immer noch derselbe Film. Das ist eine Szene, da beobachtest du zwei Rehe. Ach

41:35Marlon Jonat

so, ja, gestimmt. Genau, ich erinnere mich. Ja, das war wahrscheinlich, weil es nicht direkt mit dem Fliegen selbst zu tun hat, sondern drumherum. Das war unglaublich. Also das ist scheinbar da ein Gebiet gewesen, das sehr stark von Wild frequentiert war. Und ich habe an dem Tag mehrere Rehe unten gesehen. Und ja, auf einmal haben die, wahrscheinlich haben die gedacht, dass ich ein Greifvogel bin oder sonst was und haben auf jeden Fall richtig laut rumgeschrien. Und ich habe bis zu dem Zeitpunkt noch nie ein Rehkitz schreien hören. Das hört sich wirklich fast an wie so ein Menschenschrei. Und ich habe dann immer runtergeguckt und habe die in dem hohen Gras kaum ausfindig machen können, bis ich es dann gesehen habe. Und ja, da muss ich sagen, das fand ich eine sehr schlechte Strategie, dass das kleine Rehkitz da rumgeschrien hat. Und da habe ich dann eben gesagt, da finde ich die Strategie Schnauze halten oder was auch immer du gerade gesagt hast, noch besser.

42:22Lucian Haas

Totstellen und Schnauze halten ist doch da viel besser. Genau. Kommen wir jetzt zu einem anderen Film und da wieder ein Zitat draus. Du darfst sagen, welcher Film das ist. Zitat heißt 72 km/h ohne Beschleuniger. Na, dann knallen wir mal los.

42:36Marlon Jonat

Ich glaube, das ist der Film, wo ich in 3 Stunden von Detmold nach Münster geflogen bin oder etwas über 3 Stunden. Da hatten wir starken Rückenwind. Ja, ganz genau. Genau, da hatten wir starken Rückenwind und ich weiß schon, dass ich ohne Beschleuniger da am Enzo, der ja ein heißer Schirm ist, schon 72 km/h hatte und das war also auf jeden Fall so bewusst wahrgenommen, glaube ich, der bis dahin schnellste Flug für mich. Und dann habe ich da noch auf den Beschleuniger getreten und konnte es kaum glauben. Ich weiß nicht mehr genau, was Spitzen km/h war, aber wahrscheinlich so um die 90 km/h, vielleicht sogar leicht drüber. Das ging schon echt gut.

43:07Lucian Haas

Zweites Zitat auch aus diesem Film heißt, wir Männer, glaube ich, sind nicht dafür gemacht, mehrere Dinge gleichzeitig zu machen. Nun filmst du, redest, fliegst alles gleichzeitig. Bist du kein Mann?

43:22Marlon Jonat

Ja, gut gesagt doch, ich bin ein Mann. Ich denke, dass mein Bart das auch bestätigt. Nein, aber also ich glaube vielleicht, dass es nicht unbedingt sinnvoll ist, so viele Sachen zusammen zu machen. Das muss ich auch ganz ehrlich sagen, das ist ein Kompromiss, wenn man versucht, beim Fliegen so viele Sachen zu kombinieren, macht man gewisse Abstriche. Wenn ich versuche, gleichzeitig qualitativ hochwertige Aussagen und Kommentare zu treffen und will die Thermik zentrieren und will sicher fliegen und will auf die Lufträume achten und alles drum und dran, das wird schon wirklich viel und deswegen geht leider auch nicht immer alles zur gleichen Zeit. Und zu dem Zeitpunkt war das eben zu viel. Ich musste, war noch auf meinen Kollegen konzentriert, der unten am Boden stand, war selbst noch nicht in so einer Höhe, dass ich gesagt habe, ja, ich kann jetzt losfliegen.

44:07Marlon Jonat

Also ich war noch auf Thermik -Suche. Dann war so viel Wind, dass ich teilweise den Beschleuniger brauchte, um vorwärts zu kommen. Es war noch recht turbulent. Ja, und meine Freundin hat eben angerufen und das wird auch häufig in meinen Videos kritisiert, dass man genauso wie bei anderen Sachen wie beim Autofahren, dass man da nicht telefonieren soll. Man das ja eben in der Luft am besten auch nicht macht. Und ich bin da hin und her gerissen. Ich finde das eine schöne Möglichkeit zu kommunizieren und da oben vielleicht, anders als über Funk - Reichweite nochmal irgendwie Mitteilungen zu machen, sollte man doch genau auswählen, in welchen Situationen man ans Handy geht und in welchen vielleicht dann nicht. Ja, aber vielleicht habe ich doch gewisse Multitasking - Fähigkeiten als Mann.

44:43Lucian Haas

Okay. Noch ein Beispiel von einem Film. Da kriegt man jetzt vielleicht was deine Multitasking -Fähigkeiten betrifft wieder ein bisschen anders. Da heißt ich habe jetzt die Schnauze voll, ich muss mich aufs Fliegen konzentrieren.

44:56Marlon Jonat

Oh, schwierig, ja. Ich habe die Schnauze voll.

45:00Marlon Jonat

Nee, ich brauche deine Hilfe. Sag mir, wo das war.

45:03Lucian Haas

Ja, das ist der weite Flug, wo du fast bis an die belgische Grenze geflogen bist. Da gab es wohl mal eine Situation, da kamst du ziemlich tief und musstest dich da wieder rausarbeiten. Und da wolltest du wohl nicht mehr kommentieren, sondern dich wirklich auf den Bart konzentrieren, dass du da überhaupt noch wieder hochkommst.

45:20Marlon Jonat

Ja, stimmt. Superspannendes Low -Safe, ich erinnere mich. War wirklich klasse. Die Anspannung war sehr, sehr hoch, weil ich den Tag hatte, wo ich wirklich nach hinten viel Zeit hatte. Und dann ging es nach 40, 50 Kilometern so rapide runter, dass ich, ich wollte es nicht wahrhaben. Und ich war da so angespannt, ich weiß das noch. Ich wollte um jeden Preis diesen Bart wieder rauskämpfen und wieder hochkommen und weiterfliegen, dass ich dann auch gesagt habe, nee, komm, jetzt lasse ich den Kommentator mal weg, um eben genau das, was wir gerade schon besprochen hatten, dieses Multitasking ein bisschen runterzufahren und zu sagen, nee, jetzt zählt nur das Thermikfliegen und dann ist es mir auch wichtiger, den Flug weiterzubringen, als jetzt hier meine Gedanken und Kommentare zu äußern. Nächstes Zitat. 40 km/h,

45:57Lucian Haas

aber rückwärts.

45:59Marlon Jonat

Ja gut, das ist einfach, das war der Flug, wo ich bei Föhn absolut riskant da in einem Fluggebiet ach, wie hieß es denn noch? Saint -Hilaire? Saint -Hilaire, genau, wo ich in Saint -Hilaire geflogen bin. Es war eben ein grenzwertig angekündigter Tag. Es gab eine gewisse Föhnprognose und es war auch total dämlich, weil gerade dieses riesige Tal in Saint -Hilaire macht das, das Durchgreifen des Föhns bietet es quasi noch an. Jedenfalls hatten wir am Startplatz super Bedingungen und auch wenn das im Video nicht zu sehen sind, sind vor uns noch Piloten geflogen und wir haben wirklich gedacht, das ist vielleicht noch vertretbar. Wir haben auch unten am Startplatz noch mit anderen gesprochen, die haben uns auch ihre Bedenken gesagt, haben aber gesagt, ja, wenn er nicht zu hoch kommt, wird das wahrscheinlich noch machbar sein. Aber man merkt auch da schon viele Abers und vielleicht, man hätte als vernünftiger Pilot eigentlich den Schirm im Gurt lassen sollen, im Rucksack lassen sollen und am Boden bleiben sollen.

46:54Marlon Jonat

Das haben wir nicht gemacht, wir sind dann gestartet. Die anderen sind dann irgendwann im sehr, sehr sanften Wind noch hin und her gesort und abgesoffen und ich habe dann irgendwann einen ganz schwachen Bart ausgegraben, der immer stärker wurde und dann kam es hart auf hart. Dann bin ich mit der Thermik in eine Höhe getrieben worden, wo eben der Föhnwind total durchgegriffen hat und das war eine sehr, sehr einschneidende und beängstigende Erfahrung mit dem Enzo. Ich habe mich da nicht getraut, den Beschleuniger zu treten, aber wenn man weiß, der Enzo fliegt vermutlich schon alleine in Trimmgeschwindigkeit 40, 45 km/h, dann hatte ich 34 km/h rückwärtsfahrt, das heißt, ich hatte weit über 70 km/h Windböen da oben und das war wirklich sehr beängstigend. Vor allem wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht, ob der Wind jetzt vielleicht auf ganzer Höhe so durchgreift und ich hatte gehofft, dass es weiter unten wieder weniger Wind gibt und ich dann vorfliegen kann, was ja auch geklappt hat, aber bis zu dem Zeitpunkt, wo ich es dann endlich geschafft habe, runterzukommen, da muss ich wirklich sagen, war ich wahrscheinlich mehr angespannt als in sämtlichen anderen Flügen.

47:47Lucian Haas

Was hast du davon gelernt für dich? Hast du da gesagt, okay, ich muss mir doch die Höhenwindprognosen etwas genauer angucken? Ja, dieser Spruch

47:55Marlon Jonat

lieber am Boden stehen und in den Luft sein zu wollen, als in der Luft zu sein und man möchte am Boden stehen, der ist mir da an dem Tag nochmal sehr bewusst geworden und das ist nach wie vor ein Thema, was mich und wahrscheinlich auch viele andere Flieger beschäftigt, gerade wenn man vielleicht mit dem Aufstieg eine gewisse Zeit auf sich genommen hat, wenn man einen gewissen Aufwand betreibt, um zum Startplatz zu kommen und es dann am Startplatz doch nicht fliegbar aussieht, da wirklich zu sagen, nee, komm, es geht vielleicht, aber es wird vielleicht nicht der sicherste Flug oder der bequemste Flug, dann wirklich zu sagen, nee, komm, ich verzichte heute auf den Flug zugunsten vieler weiterer Flüge in der Zukunft, das ist eine wichtige Entscheidung und hin und wieder gelingt mir das ganz gut, wirklich zu sagen, nee, komm, das war's, ich erwische mich aber immer noch wieder dabei an Flugtagen es zumindest auszuprobieren und dann nach einem kurzen, wirklich

48:43Marlon Jonat

sehr angsteinflößenden Moment dann den Flug irgendwie abzubrechen und zu sagen, nee, komm, das ist nichts, aber da würde ich gerne mich noch weiterentwickeln, sodass ich es schaffe, auch am Boden schon zu sagen, nee, komm, das ist nicht fliegbar, da muss ich nicht immer wieder selbst den Vorflieger und den Tester machen, das geht auf Dauer, glaube ich, nicht gut.

48:59Lucian Haas

Kommen wir zum letzten Beispiel von diesem Spiel, Zitat heißt, scheiße Leute, ich muss Schluss machen.

49:04Marlon Jonat

Scheiße, nee, der sagt mir nichts.

49:06Lucian Haas

Na, ganz ehrlich, da habe ich dich auch jetzt ein bisschen aufs Glatteis geführt, das ist nämlich kein Originalzitat von dir, sondern wir kommen jetzt an den Schluss von unserem Podcast und dann darfst du das jetzt als Zitat gerne mal sagen, also dein Einsatz. Okay, ja, scheiße Leute, ich muss Schluss machen. Super, ich danke dir und ja, wünsche dir noch viele gute Flüge, in nächster Zeit und bin gespannt auf die nächsten Videos, die da von dir wahrscheinlich hauptsächlich im nächsten Jahr, wenn es wieder thermisch ist, dann auf deinem Kanal erscheinen.

49:33Marlon Jonat

Ich habe zum Glück ein bisschen vorgearbeitet, also auch über den Winter könnt ihr euch auf neue Videos freuen, aber vielen Dank erstmal Lucian für die Einladung, hat mich sehr gefreut und dann würde ich sagen, bis bald mal.

49:48Lucian Haas

Das war Marlon Jonath im Gespräch mit Lucian Haas. Wenn du nun die Videos von Marlon anschauen willst, so findest du seinen Kanal ganz einfach, indem du auf YouTube in der Suche den Namen Marlon Jonath eingibst. Der zugehörige Link ist auch in den Shownotes dieser Folge von Podz-Glidz im Blog Blueglides zu finden.

50:09Lucian Haas

Wenn du bis hierher zugehört hast, nehme ich mal an, dass dir der Podcast Podz-Glidz auch gefällt. Willst du in Zukunft weiterhin Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens hören, dann werde doch zum Förderer von Podz-Glidz und Blueglides. Der Podcast und der Blog sind ein professionell gemachtes Angebot, das zwar auf den ersten Blick nichts kostet, das aber dennoch nicht ohne finanzielle Unterstützung auskommt, um auf Dauer so frei und ohne störende Werbung bestehen zu können. Dein Vorteil ist, du musst keine Abos oder sonstigen Verpflichtungen eingehen. Deinen Förderbeitrag kannst du völlig frei wählen, auch wenn ich als Richtwert einen Euro pro Podcastfolge und zwei Euro pro Lesemonat auf Blueglides empfehle. Zahlungen sind ganz simpel per PayPal oder Banküberweisung möglich. Die zugehörigen Daten findest du auf der Website von Blueglides.

50:56Lucian Haas

Ich danke schon mal für die Unterstützung. Bis zum nächsten Mal. Ciao.

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