So habe ich mir einfach immer wieder meine Ziele erweitert und das alles langsam gemacht, nicht so überstürzt, weil es gibt auch welche, die wollen, die haben letztes Jahr angefangen zu fliegen und wollen sofort alles haben und viele davon hören dann irgendwann auf zu fliegen, weil es dann tatsächlich für die gefährlich wurde. Also ich denke, dadurch, dass ich da immer so ängstlich war beim Fliegen und ja, meine Ziele immer so ganz langsam erweitert habe und die immer erreicht habe, hat mir das so viel Motivation gegeben, um da weiterzumachen und dran zu bleiben.
Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast.
Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.
Heute mit
Brigitte Kurbel und
Lucian Haas am Mikrofon. Wenn
man von Gleitschirmfliegern spricht, die einen Wettbewerb dominieren, denkt man in der Regel an einen Mann. Kriegel Maurer zum Beispiel. Sechsmal schon hat der Schweizer die Red Bull X -Alps gewonnen, hintereinander. Allerdings geht es auch noch erfolgreicher, zumindest wenn man die Zahl der Siege betrachtet. Und da kommt dann eine Frau ins Spiel. Die deutsche Brigitte Kurbel aus Feuchtwangen hat seit 2013 bereits siebenmal den XC -Online Wettbewerb des DHV in der Damenwertung gewonnen. Nur 2017 nicht. Da wurde sie zweite. Allerdings sind es nicht vordergründig diese Podestplätze, weshalb Brigitte auch von männlichen Fliegerkollegen große Hochachtung entgegenschlägt. Es sind Flüge wie jener vom 24. Juni 2019, als sie von der Grente aus einen FAI -Dreiecks -Weltrekord aufstellte.
268 Kilometer mit einem abendlichen Überflug des Startplatzes perfekt geschlossen. Nicht erst seitdem gilt Brigitte als Pilotin, der viele auch das erste Dreiecks Wettbewerb gewonnen hat. Sie hat sich mit einem Hundertter -Dreieck zutrauen. Angesichts solcher Zahlen mag es überraschend klingen, dass die ersten Jahre von Brigittes Fliegerei noch ganz anders verliefen. Ängstlich und unsicher ging sie in die Luft. Wie das vielleicht auch mit ihrer damaligen Schirmwahl zusammenhing, wie sie dann mit einem Mal ihren Durchbruch erlebte, wie sie vom Streckenflug -Virus infiziert wurde, all das erzählt sie in dieser 51. Folge von Podz-Glidz. Brigitte spricht unter anderem auch über die Herausforderungen des Fliegens als Pilotin. Ihr besonderes Thermik- und Bauchgefühl, ihr persönlicher Umgang mit Flugrisiken und warum es so wichtig ist, sich beim Streckenfliegen nicht zu früh zu große Ziele zu setzen.
Zuvor noch ein kurzer Hinweis. Podz-Glidz und der zugehörige Blog Looglides stelle ich zwar kostenlos und auch werbefrei im Netz zur Verfügung, beide Projekte sind aber Teil meiner Arbeit und Lebensgrundlage als freier Journalist. Dass ich sie in der bekannten Form überhaupt anbieten kann, verdanke ich, aber auch du, freiwilligen Förderbeiträgen, mit denen mich eine Reihe von Hörern und Lesern schon unterstützen. Vielleicht gefällt dir ja, was ich hier biete und du willst mehr davon. Dann werde auch du zum Förderer. Wie das geht, steht auf der Website von Looglides und zwar dort auf der Seite Fördern.
Brigitte, wir leben ja in Corona -Zeiten und ich möchte mit dir über Viren sprechen. Aber ganz andere Viren als eigentlich Corona -Viren. Nämlich die Viren, die für uns als Piloten oder bei dir natürlich Pilotinnen dann interessant sind. Zum einen einfach mal das Flugvirus und ich möchte mit dir über das Streckenflugvirus sprechen. Aber fangen wir mal mit dem Flugvirus einfach an. Warum und wann hast du dich damit infiziert?
Also ich, eigentlich habe ich 2005 ja schon meinen Flugschein gemacht. Allerdings wollte ich eigentlich damals nie anfangen zu fliegen und mein Freund wollte das unbedingt. Und wir waren so immer beim Skifahren und Bergwandern. Also Hobbytechnisch immer in den Bergen unterwegs. Irgendwann haben dann Freunde, die früher auch geflogen sind, gesagt, Mensch, das müsst ihr unbedingt machen. Und haben uns dann halt an die Flugschule ins Zillertal geschickt. Und da habe ich mich halt überreden lassen, dort einen Kurs zu machen. Aber nach meinem ersten Flug, ich kam wirklich weiß und zitternd am Boden an. Und mein Freund, als Thermik gesehen hat, hat er gesagt, nee, also das macht keinen Sinn. Das brechen wir ab.
Wir zahlen das jetzt, was das kostet. Und da war ich dann aber schon so ehrgeizig und habe mir gedacht, nee, also man gewöhnt sich ja als Mensch an alles. Ja, also auch beim Bergsteigen sind wir ja auch auf irgendwelche Gipfel gegangen und so, wo andere vielleicht Angst haben. Und da habe ich mir gedacht, man gewöhnt sich ja an alles und ich kriege das auch irgendwie hin. Und dann bin ich ziemlich lang sehr ängstlich immer geflogen und wollte ja nicht in irgendwelche Thermiken rein, dass es dann ruckelt oder so. Ja, und dann hat sich das halt mit der Zeit ein bisschen gelegt und bin dann ein bisschen mehr thermisch geflogen. Habe mich dann auch viel mit anderen Fliegern unterhalten.
Und 2012 hatte ich dann so meinen ersten größeren Streckenflug. Ich war damals ganz oft im Passajatal am Hirtzer. Damals bin ich dann vom Passajatal ins Bustatal geflogen mit stärkerem Westwind.
Geflogen oder es hat dich verblasen?
Geflogen, geflogen. Ich habe dann vorher, habe ich immer mit dem Florian Haller, der ist ja leider mittlerweile gestorben, sehr jung gestorben, aber nicht beim Fliegen.
Jedenfalls habe ich mich mit dem unterhalten. Der war früher Wettkampfpilot und ist auch agro geflogen und so. Und der war halt, der hat dort gewohnt und der hat mir dann erzählt, ja am besten ist, wenn du da Strecken fliegst, dass du dann so hinten rum über das Sahntal an den Gipfel entlang fliegst. Und hat mir das so ein bisschen erklärt. Und dann bin ich da halt geflogen und wie gesagt dann im Bustatal gelandet. Dann waren wir ja auch dort befreundet am Hirtzer mit dem örtlichen Tandemclub. Und dann kam halt zufälligerweise, als wir im Urlaub dort waren im September, die German Open dorthin. Ja, dann haben die mich überredet, ich soll doch da mitmachen bei dem Wettkampf, weil ich so gut Thermik fliege und so. Und dann habe ich mich überreden lassen und habe daran teilgenommen.
Und habe dann den zweiten Platz gemacht. Ja, genau, den zweiten Platz war das damals. Und dann habe ich gedacht, okay, die können ja auch nur fliegen, wenn es thermisch ist. Also die sind auch keine Hexenmeister. Und das kann ich auch. Ja, dann wollte ich eigentlich im nächsten Jahr, 2013, ein bisschen mehr mit Wettkämpfen und so machen. Und habe dann über das XC, über das Deutsche, mir Flüge rausgesucht. Aus dem Allgäu, um da ein bisschen zu trainieren mit dem Streckenfliegen. Und habe mir Flüge rausgesucht, mir angeschaut, wo die, die dort fliegen, eben die Täler queren und so. Und wie hoch die abfliegen und wie hoch die an der anderen Seite ankommen.
Und solche Dinge halt, wie man es halt so macht bei der Streckenflugplanung. Und ja, und habe da halt einfach ein bisschen geübt. Und hat mir sehr viel Spaß gemacht. Und da dann in 2013 die Wettkämpfe, die da stattgefunden haben, meistens bei schlechtem Wetter waren, habe ich dann doch an keinem teilgenommen. Und so kam ich zum Streckenfliegen.
Mittlerweile fliege ich eigentlich lieber Strecken, als dass ich an Wettbewerben teilnehme. Weil man da halt dann doch frei ist in seiner Entscheidung. Ich finde, beim Wettbewerbfliegen ist es oft so, dass sie dir irgendwelche Punkte vorgeben. Und du siehst, da hinten regnet eine Wolke ab. Aber alle fliegen da hin, weil ich muss ja diesen Punkt erreichen. Den muss ich ja abarbeiten. Und als normaler Streckenflieger würdest du da gar nicht hinfliegen. Würdest die Stellen erst eher meiden. Und von daher bin da einfach freier in meiner Entscheidung. Und deswegen fliege ich
gerne Strecken. Lieber Strecke. Bevor wir jetzt noch mal wirklich ins Streckenfliegen und deine da wirklich tollen Erfolge einsteigen. Ich würde gerne noch mal ein bisschen zurückspringen. Du hast ja gesagt, am Anfang warst du ängstlich. Sehr
ängstlich, ja.
Und hast dann so langsam hättest du gelernt, mit den Thermiken zurechtzukommen. Oder es hat sich so ergeben, dass es dir weniger Angst gemacht hat. Gab es da irgendwelche speziellen Sachen, speziellen Techniken oder Sachen, wo du sagst, das hat dir wirklich geholfen? Oder gab es einen Moment, wo es irgendwann mal Klick in deinem Kopf gemacht hat? Wo du gesagt hast, ah, jetzt weiß ich, wie ich fliege und nicht, wie ich geflogen werde. Was ich dafür tun muss oder so.
Ja, dazu muss ich sagen, weil du sagst, wie ich fliege und dass ich nicht geflogen werde. Das Gefühl hatte ich früher leider sehr, sehr oft. Weil die Schirme damals, also gab es oft nicht so kleine Schirme. Weil ich halt doch vom Gewichtsbereich ja vielleicht so 70, 75 Kilo habe dann mit Schirmen. Und mit der gesamten Ausrüstung. Und dann ist es halt schwierig gewesen, irgendeinen Schirm zu finden. Und deswegen hatte ich am Anfang halt auch, naja, man fliegt ja dann, wenn man mal fertig ist mit der Flugschule, keinen A -Schirm mehr, sondern steigt dann mal auf den B um. Und ich bin eigentlich dann aber immer sichere Schirme geflogen. Also vom Markus -Grünthammer -Schirme damals von Wings of Change.
Die gingen aber alle, die kleinen Schirme, bis 90 Kilo. Und das war dann so ein bisschen ein Problem. Das heißt, du bist immer am
unteren Ende quasi von diesen Schirmen geflogen. Genau. Und damals waren die Schirme eh noch mit größerer Fläche, als sie heute gebaut werden. Ja. Und du warst dann so eine Luftboje, die da rumgeschoben wurde.
Genau. Und ich habe mich da sehr oft nicht wohl gefühlt. Also schon alleine, wenn ich unten am Landeplatz am Hirzer, wenn dann der Süd -Talwind eingesetzt hat. Und ich habe dann so meine Kreise zum Abbau gedreht, bin ich immer weiter fortgeschoben worden. Da musste ich wieder nach vorne fliegen. Und irgendwann war mir das echt einfach nicht mehr angenehm genug. Und hier im Flachland habe ich ja auch einen kleinen Berg, wo ich dann öfter üben kann. Das ist hier am Hesselberg und da gehen wir ja Starkwind fliegen. Und da war es natürlich auch blöd, weil ich war immer die Erste, die rückwärts geflogen ist.
Und irgendwann habe ich gesagt, nee, also ich will das so nicht mehr. Ich möchte jetzt einen schnelleren Schirm haben und einen kleineren. Und dann bin ich auf den Skywalk umgestiegen, auf den Cayenne. Und dann ging es ein bisschen besser. Also ich habe mich dann auch einfach wohler gefühlt unter dem Schirm, weil ich nicht mehr so das Pendel einfach unter dem Schirm war, das hin und her geschoben wird, sondern dann schon mehr Einfluss hatte auf den Schirm. Und da habe ich mich auch getraut, dann schon bei stärkerem Wind auch gerade am Hesselberg dann einen Schirm aufzuziehen und so. Weil bei dem anderen großen Schirm, mich hat es da einfach immer weggerissen. Und ja, und irgendwann mal macht es dann keinen Spaß mehr.
Ist
das etwas, was du vielleicht vielen leichten Piloten und damit auch sind ja viele Frauen, die auch die wirklich dieses Problem haben, dass sie eigentlich relativ leicht sind. Und immer die Schwierigkeit ist, einen entsprechend passenden Schirm zu finden. Aber dass man da wirklich genauer hingucken sollte, welche Schirmgröße man dort wählt und vielleicht wirklich darauf achten, dass man einen, auch wenn er viel kleiner ist. Vielleicht von den Zulassungsnoten sogar ein bisschen schärfer erstmal aussieht, aber dass man trotzdem den etwas kleineren Schirm wählt, weil man damit letzten Endes gefühlt auch sicherer unterwegs ist, weil man sich einfach unter diesem Schirm wohler fühlt.
Ja, also für mich gilt es auf jeden Fall. Man muss natürlich gucken, nicht jeder Pilot fliegt gleich. Wenn man sehr viel Bremseinsatz hat, wird es natürlich auch immer ganz schnell gefährlich, auch mit viel Wind. Und wenn es dann böig ist. Mhm. Wenn man dann im falschen Moment eben zieht und man fliegt einen D -Schirm, ja, dann kann das ganz schnell nach hinten kippen. Und da muss man natürlich schon ein bisschen drauf schauen, wie man fliegt und ob man damit zurechtkommt. Aber für mich war das zumindest so. Allerdings gibt es ja heute auch, also am Hesselberg zum Beispiel gibt es ja eine Pilotin, die ist ja noch viel kleiner als ich, die fliegt einen Schirm bis 60 Kilo. Also sowas gibt es mittlerweile auch im B -Bereich.
Da muss man jetzt nicht unbedingt auf den C umsteigen. Also hat sich schon geändert.
Für dich vom Verständnis her, dieser Umstieg auf den Cayenne und damit den etwas kleineren und schnelleren Schirm, mit dem du dann dich sicherer gefühlt hast, war das quasi so der Durchbruch, wo du gesagt hast, jetzt fühle ich mich, als könnte ich wirklich fliegen und fühle mich auch Frau der Lage?
Ja, denke ich schon, ja. Also als ich an der German Open teilgenommen hatte, das war auch so mein erstes Jahr, glaube ich, wo ich den Schirm damals geflogen bin.
Das heißt, 2012 war dann dein Durchbruchjahr für dich, aber auch, weil du sagst, ich hatte dann plötzlich den passenden Schirm, mit dem ich dann eben zurechtgekommen bin. Genau.
Gut, dann kommen wir jetzt wirklich zu deiner schönen Streckenflugkarriere, weil 2012 hast du gesagt, erst mal, da warst du Zweiter bei der German Open und dann 2013 warst du Streckenfliegen gegangen. Seither, also seit 2013 bis jetzt 2020 warst du dann jeweils, was den deutschen DRVXC betrifft, immer Deutsche Meisterin bis auf ein Jahr 2017, da warst du einmal Zweiter. Aber ansonsten seither dominierst du diesen Wettbewerb in Deutschland. Macht dich das in irgendeiner Weise stolz?
Naja, es freut mich schon, dass ich das alles so gewonnen habe, aber für mich ist eigentlich viel wichtiger,
sag ich mal, also ich finde auch nicht, klar, ich habe bei den Damen gewonnen, aber ich finde jetzt nicht, dass Frauen und Männer so unterschiedlich, also ich denke, dass die Frauen fast genauso gut fliegen können wie die Männer, vielleicht macht es noch einen kleinen Unterschied vom Gewicht her, weil einfach ein kleinerer Schirm nicht so gut gleitet, aber ich denke, dass Frauen noch viel mehr erreichen können und stolz bin ich, klar, da drauf, ich glaube, mein Freund ist da wahrscheinlich mehr stolz als ich selber darauf.
Aber ja, mir ist es eher wichtig, dass ich meine Strecken, die ich so geplant habe, dass ich das immer weiter ausweiten kann oder dass ich, ich sehe ja dann auch, ist da noch mehr drin, ist da noch mehr möglich und das möchte ich halt möglichst ausreizen und schauen, wie weit ich da komme.
Du hast gerade deinen Freund angesprochen, kann der denn heute noch mit dir mithalten? Also
mein Freund, der fliegt zwar gut, aber er hat gar keine Ambition, irgendwie so 10 Stunden plus zu fliegen, deswegen bin ich eigentlich auch immer alleine unterwegs, also ich habe noch einen guten Kumpel, auch vom Hesselberg, der oft mitgeht, aber der kommt mir auch nicht hinterher, von daher bin ich eigentlich bei Fliegen immer alleine unterwegs.
Und dein Freund spielt dann aber den Rückholer? Ja. Also diese Rolle hat er auch nicht?
Ne, mein Freund, ich bin da meistens alleine dann tatsächlich und wie gesagt, ab und zu ist dann noch mein Kumpel da vom Hesselberg mit dabei und ja, wenn ich irgendwo lande, da muss ich halt dann gucken, entweder mit Trampen oder mit Bus, mit Bahn oder ich kenne auch viele in Südtirol, dass mich da dann mal einer holt oder so, also da brauche ich nicht ihn. Ich nehme ihn als Rückholer, mein Freund, der hilft mir aber sehr beim Wetter.
Von diesen mittlerweile sieben deutschen DHV -Meisterschaften, die du da gewonnen hast, gibt es irgendein Jahr, von dem du sagst, das Jahr war für dich so oder diese Meisterschaft war für dich so die liebste?
Ne, die Meisterschaft jetzt selber, nicht so meine Flüge eher, würde ich sagen, also das erste Mal, als ich 200 Kilometer geflogen bin oder ja, mein Weltrekordsflug, so als das erste Mal 200 zum Beispiel, das weiß ich noch ganz genau, als ich da hinter dem Kronplatz dann da rausgeflogen bin und dann kamen so die Umkehrthermiken mitten im Tal und es hat so ganz leicht immer piep, piep, piep gemacht. Dann habe ich mein Handy noch während dem Flug rausgeholt, dann habe ich meinen Freund angerufen und habe gesagt, so jetzt habe ich 200 Grad geschafft. Das war, also das war was Besonderes zum Beispiel, aber jetzt an einer Meisterschaft würde ich das nicht festmachen, dass da irgendwie, ja.
Und als Herausforderung? Ja, das war ein herausragender Flug, du hast gerade schon gesagt, du bist ein Weltrekord geflogen, das war 2019, da bist du von der Grenze aus 268 Kilometer geflogen, ein Dreieck, was du komplett geschlossen hast, also bist am Ende spätabends noch einmal über den Startplatz drüber gekreist und dann zum Landen gegangen. War das so das Highlight von den Flügen, zumindest von den Streckenflügen, die als solche angelegt waren, wo du sagst, das war wirklich mein bester Flug bisher?
Ja, das war schon ein Highlight. Allerdings habe ich da ein bisschen gebraucht, um mich richtig zu freuen, weil, also ich hatte eigentlich geplant in der Früh, wenn ich losfliege, dass ich dann schon erstmal in die Talmitte ein bisschen fliege, dass ich abends nicht mehr so nah an den Berg hin muss. Und das ging halt nicht, weil ich so früh gestartet bin, dass da vorne einfach zu wenig Thermik war und ich da nicht rausfliegen konnte und ich dadurch hatte ich es halt abends relativ schwer, wieder so hoch anzukommen, dass es reicht, damit ich das Dreieck richtig schließen kann und damit es ein Weltrekord werden kann. Und ja, da musste ich mir halt zum Schluss raus sehr viel Zeit lassen und ich habe mich bis zur Landung noch darüber geärgert, dass ich das in der Früh eben nicht machen konnte, wie es geplant war.
Und ja, da hatte ich dann auch noch mit meinem Freund telefoniert nach der Landung eben und da sagte er, ja freue ich mich nicht, jetzt hast du einen Weltrekord geflogen und so. Und ja, das hat halt ein bisschen gedauert dann, bis es mal richtig ankam. Aber klar, das war schon was Besonderes, ja.
Du hast gerade gesagt, wie es geplant war. War dieser Weltrekord von dir auch ein geplanter Weltrekord? Ja. Also hattest du die Strecke genau so geplant, wie du sie dann geflogen bist?
Ja, hatte ich schon so geplant. Also bis auf den Anfang halt, dass ich da nicht rausfliegen konnte. Aber so hatte ich das schon geplant. Ich hatte ja schon mal vorher, ich glaube 239 oder sowas geflogen, aber nicht schließen konnte. Ja. Deswegen war es dann kein Weltrekord gewesen. Ich weiß nicht, war es 2016 oder so, ganz sicher bin ich mir da jetzt nicht mehr. Und ja, deswegen hatte ich da schon geplant, dass ich eben 2019 das dann richtig schließe und dann eben einen Weltrekord fliege, ja.
Ich habe gestern in Vorbereitung auf dieses Gespräch auch nochmal in den XC DRV geguckt und habe dann gesehen, du hast ja im vergangenen Jahr, also 2020, diesen Flug im Grunde fast eins zu eins nochmal wiederholt. Bist sogar ein Kilometer weiter gekommen, bist zum Schluss nicht mehr über den Startplatz gekommen, sondern bist, glaube ich, einfach nur noch unten gelandet. Weshalb es dann, kann man es glaube ich auch nicht mehr als Weltrekord einreichen, nehme ich mal an. Aber ansonsten den gleichen Flug nochmal gemacht. War das auch geplant, dass du sagst, ich will das wiederholen, um zu zeigen, ich kann es? Oder wolltest du eigentlich da viel mehr noch erreichen? Wolltest du da sagen, ich erweitere das jetzt, das muss ein 300er werden oder was auch immer?
Naja, ich habe jetzt mir schon im letzten Jahr immer so die anderen Ecken angeschaut, wo man da noch weiter was ausfliegen kann. Und da habe ich schon vor, mehr zu machen, weil, also ich bin mir sicher, da geht noch mehr und es muss halt alles glatt laufen. Man hat halt manchmal irgendwelche blöden Hänge, aber manchmal hat man ja auch Tage, wo alles läuft perfekt wie am Schnürchen. Und dann kann 300 oder mehr klappen.
Jetzt hast du gesagt, du möchtest es ausbauen. Aber mir ist aufgefallen, halt dieser Flug ist fast wirklich auch von den Wendepunkten ist fast eins zu eins eine Kopie von dem von dem Jahr davor. Ging es nicht anders oder was war da?
Also ich bin da andere Flüge, aber im letzten Jahr geflogen, die an den Eckpunkten weiter sind. Da kam ich nur nicht weiter in die Dolomiten runter. Das ist das was ich gemeint hab, dass ich mir die anderen ausbauen muss. Eckpunkte schon alle genau angeguckt habe. Nur in die Dolomiten ging es dann nicht weiter runter. Also ich war schon hinten am Großglockner viel weiter rechts jetzt gewesen, bei ein paar anderen Flügen. Ja, das kann schon sein, dass es an dem Tag nicht weiter ging. Also so genau habe ich den leider nicht mehr im Kopf.
Was mir auch noch aufgefallen ist, du warst, hast zwar dieselbe Strecke geflogen, warst aber im letzten Jahr dann zwei Stundenkilometer schneller im Durchschnitt. Also bei dem einen hast du gleich einen 23er Schnitt geflogen und bei dem im vergangenen Jahr einen 25er. Ist das jetzt auch den Verhältnissen geschuldet oder ist das vielleicht einfach, dass man sagt, ich kenne die Strecke jetzt schon so gut, deswegen kann ich sie auch schneller fliegen und ich weiß jetzt schon, wo ich gar nicht so vorsichtig sein muss, sondern wo ich einfach mehr ins Gas steigen kann.
Naja, das ist sicher auch den Verhältnissen geschuldet. Also es ist nicht jeder Tag gleich einfach. Wenn man zum Beispiel vom Großglockner zurück kommt und man kommt gleich vorne am Teileingang so hoch an, dass man gleich über den Grat kommt und dann unten nicht in der Ledthermik aufdrehen muss und auf die nächste Blase warten muss, dann geht es halt einfach auch schneller. Und so gibt es da viele Stellen, wo man dann quasi noch gucken muss, kommt man jetzt über den Grat oder muss man sich da irgendwo unten wieder rausarbeiten.
Bist du denn so eine Vollgaspilotin, die sagt, okay, wenn es geht, gehe ich voll ins Gas, ich speede dann die Landschaft da längs und suche möglichst gerade Linien und folge immer genau oben den Graten und sonst so weiter?
Ja, also ich gehe schon sehr viel ins Gas. Allerdings, wenn es dann sehr also man sieht ja auch, wenn irgendwelche Voreinen fliegen zum Beispiel oder man weiß, da ist eine Abrisskante, da kommt auf jeden Fall was hoch. Da bin ich dann schon vorsichtiger und gehe dann schon so nur noch halb ins Gas und erwarte dann halt mehr Turbulenzen und versuche dann auch, gerade im Liegegurtzeug ist das ja immer dann so eine Sache, wenn man dann eingetwistet wird oder so, wenn man dann Klappe hat, versuche ich dann auch aufrechter zu sitzen im Liegegurtzeug, so dass ich da halt das Risiko ein bisschen versuche zu minimieren.
Wir haben vorhin über kleine und langsamere Schirme gesprochen. Auf dem Niveau, auf dem du jetzt fliegst und wenn du jetzt sagst, du bist da, 25 Stundenkilometer als Schnitt geflogen im vergangenen Jahr, hast du für dich selber mal überlegt, wenn du jetzt 20 Kilo schwerer wärst und ein Mann mit großem Schirm, was allein von daher vielleicht an höherer Durchschnittsgeschwindigkeit beim gleichen Flugstil und so weiter da möglich wäre? Also wo, wie viel Nachteil hast du im Grunde da durch dein Gewicht?
Also ich denke, dass das schon ein großer Nachteil ist. Ein bisschen nimmt der Kino, den ich bislang geflogen bin, eben auch den Nachteil weg, weil der halt schon vom Gleiten her sehr gut ist. Aber mit allen anderen Schirmen habe ich schon gemerkt, gerade wenn es dann größere Querungen sind, da habe ich gegen einen normalen M -Schirm, ob es jetzt ein Mentor war oder sowas, also selbst B -Schirme keine Chance gehabt. Ich bin da immer 200 -300 Meter tiefer angekommen wie die nach der Querung und das muss man halt erst wieder aufarbeiten und die Höhe wieder umsetzen und das kostet einfach Zeit und macht dann natürlich auch den Schnitt kaputt.
Außer man ist ein Tiefflieger, wenn man natürlich überall tief durchfliegt. Solche gibt es ja auch, aber das ist so nicht so ganz mein Ding.
Wenn man häufiger merkt, man kommt tiefer an als die anderen und muss sich erst wieder aufarbeiten und du bist jetzt eine, ich gehe mal davon aus, wer so Strecken fliegt und solche Leistungen bringt, ist auch auf gewisse Weise irgendwo immer sehr ehrgeizig. Ist vielleicht auch dieser Punkt, dass man häufiger tiefer kommt, etwas, was mit dazu beigetragen hat, dass du so gut geworden bist?
Ich denke, ich bin nicht, weil ich tiefer ankomme oder so, ich denke, ich bin deswegen so gut geworden, weil ich halt mir immer irgendwelche Ziele gesetzt habe, die auch realistisch sind, die man mit einfach dranbleiben auch erreichen kann und dadurch, dass man dann diese Ziele auch erreicht, gibt es auch wieder so eine Motivation, wo man dann sagt, Mensch, wenn man sieht, wie ich es jetzt ja auch meine, dass 300 zum Beispiel möglich sind, dass man das dann versucht, wieder eben umzusetzen und so habe ich mir einfach immer wieder meine Ziele erweitert und das alles langsam gemacht, nicht so überstürzt, weil es gibt auch welche, die wollen, die haben letztes Jahr angefangen zu fliegen und wollen sofort alles haben und viele davon hören dann, irgendwann aufzufliegen, weil es dann tatsächlich für die gefährlich wurde, also
ich denke, dadurch, dass ich da immer so ängstlich war beim Fliegen und ja, meine Ziele immer so ganz langsam erweitert habe und die immer erreicht habe, hat mir das so viel Motivation gegeben, um da weiterzumachen und dran zu bleiben, ja. Nun
fällt ja auf, wenn man so ein bisschen vergleicht, XC -Wettbewerbe und vor allem dieses sehr leistungsorientierte Streckenfliegen, dass da doch noch mehr als im Allgemeinen, in der Allgemeinen Fliegergesellschaft so die Männer dominieren, jetzt nicht nur von der Leistung her, sondern auch von der Masse, die dort wirklich fliegen geht. Es gibt wirklich wenig Frauen, die auf diesem Niveau, wie du es machst, da wirklich auf weite Strecken gehen und das auch wirklich so probiert und sich Ziele setzt und sowas. Wo dran liegt das?
Ich denke, dass generell Frauen viel weniger, dass es weniger Frauen gibt, eben die fliegen und es spiegelt sich darin auch wieder allerdings, also ich weiß nicht, ich denke, es gibt auch Frauen, die ehrgeizig sind, genauso wie Männer. Ich glaube, dass es da nicht so einen großen Unterschied gibt. Also ich denke, wie gesagt, dass einfach die Frauen deswegen weniger sind, weil es insgesamt weniger gibt, die fliegen. Es gibt halt mehr Piloten, Männerpiloten, als also wir haben am Hesselberg zum Beispiel einen Junggesellen, der sucht schon ewig, eine Frau, aber der ist nur beim Fliegen, deswegen wird der wahrscheinlich noch ewig Junggeselle bleiben, weil es halt einfach schwer ist, Frauen zu finden.
Also am Hesselberg, wenn ich überlege, das sind zwei Frauen, die fliegen. Jetzt macht vermutlich noch eine dritte entscheiden, aber ja, und sonst sind 20 Männer da.
Könnte das auch sein, dass Frauen, die viel, ich meine, fliegen, wenn man sehr viel Strecke fliegt, heißt ja auch, da muss man sich wirklich für committen, weil man auch ungeheuer viel Zeit, da aufwendet. Und wenn man einen Partner, oder wenn man jetzt keinen Partner hat, der das versteht, beziehungsweise der am besten vielleicht auch fliegt und von daher das nachvollziehen kann, ist das ja schwer. Und Männer tun sich es da vielleicht leichter zu sagen, na gut, ich habe meine Familie und meine Frau hält mir irgendwie den Rücken frei, als dass eine Frau vielleicht sagen könnte, ja, ich habe zwar auch Familie, aber mein Mann hält mir den Rücken frei oder sonst wie etwas. Ist das wirklich vielleicht allein so ein soziologischer Nachteil der Frauen als Fliegerfrauen, dass sie da nicht so frei fliegen gehen oder es sich selber vielleicht manchmal gar nicht so erlauben, sich die Zeit dafür zu nehmen?
Also, das ist schon gut möglich, wobei ich sagen muss, wie gesagt, bei mir war das ja ganz anders. Mein Freund zum Beispiel, der wollte schon immer fliegen und hätte das auch schon wahrscheinlich ein, zwei Jahrzehnte vorher gemacht, ja. Aber dadurch, dass ich nicht fliegen wollte, hat er gesagt, nee, also wenn du nicht fliegen gehst, das macht ja keinen Sinn, weil dann gehe ich fliegen den ganzen Tag und du sitzt dann rum. Also, wenn, dann müssen wir das zusammen machen. Und es wäre natürlich schön, wenn es mehr Männer gäbe, die so denken würden und die Frauen dann so unterstützen und denen den Rücken frei halten. Ich habe auch schon von Frauen gehört, naja, ich versuche dann nicht so weit zu fliegen wie der Mann,
weil ja da manche dann
Minderwertigkeitskomplexe bekommen oder so.
Ja, ja und genau und aber andersrum habe ich das auch schon. Ich habe jetzt letztens, wo ich in Bassano war, hat mir einer erzählt von der Fliegerin, mit der war er mal zusammen und da war es genau andersrum. Also, wenn er weiter geflogen ist wie sie, hat sie Schluss machen wollen.
Also, das gibt es, glaube ich, auf beiden Seiten. Wobei das schon richtig ist, dass das eher sag ich mal, sozusagen, logisches Problem ist, weil halt die Frau doch historisch gesehen in ein bisschen eine andere Rolle ist.
Gibt es denn Punkte bei der Fliegerei, wo du sagen würdest, da bist du als Frau im Vorteil?
Beim Fliegen, ja, ich weiß nicht, würde ich jetzt nicht unbedingt sagen. Vielleicht beim Thermikfliegen, dass man vielleicht doch ein bisschen mehr Gespür hat, mag sein. Das wird ja immer behauptet. Ich meine, viele
Fluglehrer sagen ja einfach von der Schulung heraus, dass sie sagen, Frauen haben erkennbar im Durchschnitt ein besseres Gefühl für den Schirm. Also, reagieren besser oder korrigieren viel feiner als das Männer tun. Die sind da in der Regel viel grober oder so etwas. Siehst du das bei dir auch, wenn du das jetzt mit, du fliegst ja dann auch mit großen Streckenfliegern und sowas zusammen, wo du sagen würdest, hey, da fliege ich schon feiner als die? Feinsinniger? Feinfühliger? Feinfühliger?
Ich denke so, wie gesagt, beim Thermikfliegen vielleicht gerade so in der Anfangszeit, wenn man so ganz früh, wenn man eine große Strecke fliegen will, muss man ja ganz früh starten. Und in der Anfangszeit, wenn dann die Thermik noch so schwach ist oder abends, wenn sie dann schon wieder schwach wird und diese starke Thermik nicht mehr da ist, dann denke ich schon, dass ich auf jeden Fall geduldiger bin. Als viele Männer, die würden da wahrscheinlich schon längst
sagen, nee, also da habe ich keinen Bock mehr, wenn ich nur einen halben Meter steigen habe.
Das macht mir jetzt keinen Spaß. Ich gehe jetzt landen, wenn es nicht richtig kracht.
Das heißt, du kannst dich da einfach festbeißen und sagst, ja, solange es trägt, ich bleibe jetzt hier. Ich
bin da sehr geduldig. Also einmal hatte ich einen Flug, das waren 197 Kilometer vom Speikboden zum Beispiel. Da sind einige Streckenflieger mit mir gestartet, die man so halt, man kennt sich ja dann mit der Zeit so, sind immer die gleichen da. Das war ein sehr zäher Tag und dann haben wir echt bis, ich weiß nicht mehr, ein, zwei fast gebraucht, bis wir dann vorne am Gitschberg waren und das hat sich so zäh gezogen und die sind dann alle landen gegangen. Der einzige, der noch geflogen ist, das war der Stefan Laut vom Nova -Team und wir waren die einzigen, die da noch geflogen sind und ich habe mir gedacht, nee, also beiß mich da durch und so und die sind dann alle landen gegangen, weil da hatte keiner mehr Lust drauf und
ja, dann wurde das noch so ein schöner Flug. Das hat dann wirklich auf einmal plopp gemacht und super Thermik, ganz softe Thermik und also es war wunderschön zu fliegen und dann wurden noch 197 Kilometer draus. Das war schon schön und da war ich ganz alleine, wie gesagt, unterwegs, weil der Stefan Laut war ja viel schneller wie ich
und ja, es war schon auch schön und da denke ich, ist eine Frau vielleicht schon geduldiger.
Du hast vorhin gesagt, dein Weltrekordflug war ein geplanter mit den verschiedenen Wendepunkten, die du da auch hattest. Gehst du allgemein so geplant an deine Streckenfliegerei heran? Also bist du jemand, der sich viel vorbereitet und die Winterabende nutzt und sagt so und jetzt gehe ich auf Google Earth und gucke mir da alles Mögliche an und habe schon 37 verschiedene Dreiecke irgendwo auf meiner Festplatte gespeichert und jetzt überlege ich noch, wie ich sie ausbauen kann oder sonstiges oder bist du eine Bauchgefühlfliegerin, die einfach sagt, ich sehe Grenze, das sollte gehen, ich fahre dahin und hau mich raus.
Also wenn es um sowas geht, wie ein Weltrekord, denke ich, das muss man schon planen, aber so normal zum Fliegen schaue ich mir eigentlich nichts an. Also als ich angefangen habe mit dem Streckenfliegen 2013, da habe ich mir wie gesagt schon Flüge angeschaut, im XC geguckt, wo queren die die Täler, die da normalerweise immer fliegen, in welchen Hang fliegen die, wo geht es da wieder rauf, wie hoch fliegen die ab und solche Dinge. Aber irgendwann denke ich, hat man das drin und man weiß auch, wann ungefähr man die Eckpunkte erreicht haben muss, um das eben vom Zeitplan her zu schaffen.
Von dem her, ich fliege eigentlich so immer nur nach Gefühl.
Dafür braucht man ja auch ein Bauchgefühl. Hast du das so mit der Zeit, würdest du sagen, das hast du entwickelt oder gibt es Tipps, wo du sagen könntest, wie man ein solches Bauchgefühl fürs Streckenfliegen entwickeln kann, um auch zu sagen, welche Abflughöhen man zum Beispiel braucht und sonstiges, ohne das vor stundenlang studiert haben zu müssen?
Ja, also irgendwann kennt man halt einfach die Gegend, in der man fliegen geht und weiß dann ungefähr, wo sind Prallhänge oder man stellt sich auch vor, wie ist der Talwind in dem Tal, wo, gegen welchen Hang prallt der, wenn ich jetzt ganz tief irgendwo ankomme, dass ich da vielleicht wieder aufsohren kann und eben einen thermischen Anschluss finde oder ja, überhaupt denke ich drüber nach beim Fliegen eigentlich ständig, wie ist der überregionale Wind, wie stark ist der, an welcher Kante kann das abreißen, und wie spielt das dann mit dem Talwind zusammen, wenn jetzt zum Beispiel viel Ostwind ist und ich fliege dann ins Defrenkental rein, von der Grenze aus,
da ist ja im Tal auch ein Ostwind so, und wenn das dann durch den überregionalen Wind noch verstärkt wird, dann bin ich hinter jeder Kante ja im Lee und umso stärker der Talwind dann natürlich ist und umso unangenehmer wird es dann hinter jeder Kante, deswegen versuche ich dann gleich immer möglichst hoch anzukommen, dass ich dem Talwind, dem starken, da unten aus dem Weg gehen kann, weil das kann da unten auch dann schon manchmal ganz schön ungemütlich werden, da habe ich letztes Jahr zum Beispiel auch so einen Flug gehabt, da hat jeder gesagt, oh boah, das war ja so schlimm im Defrenkental mit dem Ostwind und so, aber also ich habe da ehrlich gesagt dran gedacht und bin dann gleich nach der ersten Querung
zwar hartnäckig und das hat auch Zeit gekostet, aber da habe ich richtig lang
gekurbelt, um dann eben hoch genug zu kommen und dem aus dem Weg zu gehen, weil ich das einfach mir gedacht habe und ich die Strecken halt auch kenne und ich denke, dass viele sich beim Streckenfliegen ein bisschen mehr Gedanken machen sollten, was das eben betrifft, weil da gibt es viele, die wie gesagt die dann von heute auf morgen alles können wollen und die fliegen dann halt irgendwelchen Leuten einfach hinterher, aber bei denen schaut es vielleicht sogar auch noch gut aus, weil die halt voll aktiv fliegen und sie selber rumpeln dann irgendwo rein und schaffen es dann einfach nicht und haben dann irgendwie Klapper und Todesängste, keine Ahnung, aber
da sollte man sich beim Fliegen denke ich schon ein bisschen mehr Gedanken machen, deswegen lieber langsam und nicht alles auf einmal, sondern sich langsam rantasten.
Du hast jetzt aber auch gerade gesagt, okay, du hast bei dieser Ostwind -Situation in der Fregenthal, das ja auch von Ost nach West geht, ich fliege hoch, aber du hast auch gesagt, du hast diese Strecken, du kanntest die ja auch schon so weiter, das heißt, da ist auch ein gewisses Erfahrungswissen da.
Ja, sicher.
Wie viel Erfahrung braucht man, um so leistungsstark zu fliegen wie du?
Also ich denke viel und man muss halt auch alleine fliegen können, weil ja, wenn ich weiterfliegen möchte wie alle anderen, dann muss ich vorausfliegen und dann fliegt keiner, der vor mir, dem ich hinterherfliegen kann und das ist ja was, was ich eigentlich von Anfang an eigentlich gemacht habe, alleine fliegen zu gehen und da denke ich, habe ich schon einen Vorteil gegenüber anderen, weil ich wie gesagt, mir immer selber Gedanken mache, also da rattern tausend Gedanken durch meinen Kopf, wenn ich fliege, weil ich da denke, ja, wie ist da die Sonneneinstrahlung, wie ist der überregionale Wind, wie funktioniert das hier mit dem Talwind und solche Dinge und ja, da vorbeigehe, vorne ist eine Kante, könnt da Thermik abreißen und so, also da gehen mir so viele Sachen durch den Kopf oder man schaut, wo fliegen Vögel und so weiter
und von daher denke ich, ist das schon wichtig, Erfahrung zu haben, klar und ja, auch alleine zurecht zu kommen.
Aber ist für dich das Fliegen, so wie du es jetzt gerade beschrieben hast, ist das auch ganz viel dann ein Denkprozess in der Luft oder wie viele von diesen Entscheidungen würdest du sagen, das ist schon so unter der Haut, im Bauch oder sonst wo drin, du siehst da im Augenwinkel vielleicht ein Vogel und du fliegst automatisch dahin oder ist das wirklich ein kognitiver Prozess, in dem du sagst, ah, sollte ich dort jetzt hinfliegen und dann verrechne ich das jetzt mit da links unten ist ja auch noch die Talkante und da steht der Wind wahrscheinlich so drauf, Prallhang also da hinten und so und deswegen fliege ich jetzt dahin.
Ja, manchmal ist es auch so, wie soll ich sagen, man sieht vorne jemanden, man sieht vorne jemanden fliegen und man hat ja immer nicht sehr viel Zeit irgendwie eine Entscheidung zu treffen, also ich denke dann schon aktiv,
aber manchmal habe ich mich dann schon geärgert darüber, dass ich nicht das gemacht habe, was ich gedacht habe, was ich hätte tun sollen und dann festgestellt, dass ich eine falsche Entscheidung getroffen habe, dass ich zum Beispiel irgendwo hinfliege, weil da ein Vogel fliegt, aber da war irgendwie, weiß ich nicht, vom Nordwind was überspült oder sonst was und dann dadurch, dass ich dann dahin geflogen bin, bin ich dann schon, weiß nicht, wie tief gesunken ja und da habe ich mich dann schon öfter auch über solche Entscheidungen dann geärgert, deswegen denke ich, ich sollte mich noch mehr auf meine Gedanken, wie ist die Windsituation, also das, was ich jetzt vorher besprochen habe, konzentrieren und eher darauf verlassen als, ja, da drüben fliegt jemand und da fliege ich jetzt hin.
Hast
du denn dann so einen analytisches Denken, dass du quasi vor jeder Entscheidung wie so eine Liste durchgehst und sagst, okay, wo kommt hier der Wind her, wo steht die Sonne, wo ist hier das Lee, wo ist dann wahrscheinlich die Thermik, der Typ fliegt da hinten, aber das ist eigentlich die absolut falsche Stelle, auch wenn der da jetzt hochgeht, da fliege ich jetzt nicht hin.
Ja, gut, das kann ja auch ein Leepad sein, also.
Aber gehst du
das quasi immer im Kopf so systematisch durch?
Ich gehe das nicht wirklich systematisch, also das ist einfach, das ist einfach schon irgendwie in Fleisch und Blut bei mir übergegangen, also das ist einfach, das rattert dann einfach so in meinem Kopf, also es passiert schon automatisch, ich muss ja nicht mehr aktiv irgendeine Liste abarbeiten, so wie du das jetzt gemeint hast, sondern das passiert einfach so schon automatisch. Ich bin da einfach in meiner eigenen Welt beim Fliegen und das ist ja auch dann irgendwie das Schöne daran, dass man dann, ja, alles andere vergisst und nur noch an das Jetzt und Hier denkt.
Du sagst, es rattert im Kopf, dann ist ja trotzdem da immer was da. Geht es dir dann auch so, dass du nach längeren Flügen gelandet bist, dich vielleicht noch körperlich halbwegs wohlfühlst, aber der Kopf ist einfach Matsche? Weil du sagst, ich musste heute so viele Entscheidungen treffen, ich bin zu eigentlich keiner weiteren Entscheidung mehr fähig.
Naja, der Kopf eher nicht so. Am Körper spüre ich das oft, wenn man einen starken Thermiktag hatte und dann viel arbeiten musste mit dem Schirm, da merke ich dann schon, also so zwei Tage hintereinander, aber am dritten Tag kann ich dann keine 250 Kilometer fliegen, so ungefähr, ja, aber also zwei Tage nacheinander merke ich das körperlich dann schon sehr, aber vom Kopf her macht mir das nichts aus. Das ist für mich eher Entspannung, weil wie gesagt, weil ich da einfach nicht in meiner
normalen Umgebung, sag ich mal, bin, sondern da in einer komplett anderen Welt, ja, und dann nur ans Fliegen denke und alles andere ausblenden kann, weil sonst ist es ja oft so, man arbeitet irgendwas und denkt schon wieder an den nächsten Schritt und ah, da muss ich noch jemanden anrufen und das muss ich noch machen, ja, so diese ganzen Alltagsgedanken fallen dann von einem ab und man ist dann nur in seinem Tunnel drin und fliegt sein Ding und ja, und ist da einfach im Hier und Jetzt.
Genießt du es, im Tunnel zu sein?
Ja. Du
hast aber vorhin gesagt, du bist gelandet nach deinem Weltrekord und da warst du wahrscheinlich auch im Tunnel, aber du warst erstmal eigentlich enttäuscht, dass du nicht so geflogen bist, wie du geplant hast. Wie viel, wenn man so auf Strecke geht und auch quasi Kilometerzahlen im Kopf irgendwie hat, wie viel davon ist immer noch Genuss?
Ach, da ist viel Genuss. Ich kann auch einfach mal so nur mit irgendwelchen Freunden einen Berg raufgehen und fliegen und ganz gemütlich fliegen und mir lange überlegen, ja, soll ich jetzt da noch weiter fliegen, wenn ich ja irgendwo ein Tal queren müsste oder so, schaffe ich es dann noch zurück, kann ich mir auch eine halbe Stunde oder eine Stunde Zeit lassen, da habe ich keine Eile, also außer ich habe natürlich einen geplanten Rekordflug, dann geht es eigentlich nicht ohne Gas.
Lass uns mal über so ein paar praktische Dinge des Streckenfliegens reden. So stundenlange Streckenflügen bedeutet ja auch, es bedarf einer gewissen Logistik der eigenen Versorgung und Entsorgung, sage ich mal. Du bist nun als Frau im Grunde benachteiligt. Wie machst du das mit dem Pipi lassen?
Also ich habe immer eine Windel. Es gibt ja auch Damen, die aus dem Segelflug irgendwie eine, da gibt es so eine Silikonschale mit einem Schlauch, das soll so funktionieren wie beim Urinalkondom. Habe ich allerdings noch nicht ausprobiert. Ich habe halt immer eine Windel dabei, aber bei mir ist dann meistens das Problem, dass ich eigentlich gar nicht kann, weil ich dann so in meinem Tunnel drin bin. Ich habe mir jetzt schon zum Beispiel angewöhnt, bei jeder Querung, das erste, wo ich dran denken muss, trinken. Weil so während ich da am Bergrücken entlang fliege und dann voll im Gas bin und dann vorne schon wieder eine Thermik erwarte und dann rumpelt es, da habe ich einfach dann keine Zeit.
Da bin ich dann viel zu konzentriert auf alle anderen Sachen und ja, und deswegen versuche ich dann immer, wenn ich halt zum Beispiel eine Querung mache, dass ich dann trinke und so geht es mir halt dann während dem ganzen Flug. Ich bin dann so, ja, angespannt und in meinem Flug drin, dass ich das komplett irgendwie vergesse. Aber sobald ich lande, muss ich sofort in die Büsche. Dann geht es nicht schnell genug.
Das heißt, häufig packst du dann quasi eine trockene Windel wieder ein, war es aber kurz nach der Landung dann bis in die Büsche gesprungen.
Ja, genau. Genau.
Ist es dir schon mal beim Fliegen passiert, dass du auch selber gemerkt hast, ein richtig langer Flug, der war aber so spannend, dass du irgendwann merkst, scheiße, ich habe wirklich zu wenig getrunken und zu wenig gegessen. Ich kann nicht mehr konzentriert fliegen.
Ja, hatte ich sicher, gerade zu Anfangszeiten, bis ich mir dann das eben angewöhnt habe, dass ich dann wirklich bei jeder Querung daran denke, jetzt muss ich was trinken. Also oft ist es auch so, dass ich den ganzen Flug gar nichts esse. Ich habe dann zwar ein Brot dabei, aber das nehme ich dann wieder mit. Also ich denke, das Wichtigste ist einfach das Trinken.
Was trinkst du? Einfach nur Wasser oder ist das irgendwie, hast du da noch was reingerührt oder trinkst du einen Tee oder was ist das?
Ich tue mir immer Wasser rein. Das fülle ich, gerade wenn ich an der Grenze bin, dann oben auf, damit ich es nicht raufschleppen muss. Und da tue ich mir dann Magnesium -Tabletten rein für die Muskulatur. Ja, ist das ja ganz gut. Weil meistens, wie gesagt, wenn man dann so einen thermisch aktiven Tag hatte, dann spürt man seine Muskeln halt schon. Und obwohl ich so auch viel Sport mache, aber da ist es ganz gut, wenn man ein bisschen mit Magnesium nachhilft.
Du sagst, bei der Grenze füllst du es oben auf. Nimmst du eigentlich auch sonst noch Wasserballast mit? Weil du eben eine leichte Pilotin bist, wo du sagst, jedes Kilo mehr, zumindest in der Luft, bringt mir ein bisschen mehr Stabilität und vielleicht Geschwindigkeit?
Also früher habe ich das schon gemacht. Dass ich noch Wasser ins Gurtzeug gepackt habe.
Aber nicht viel, weil nicht viel reingepasst hat. Und ich fliege ja das X -Rated schon eine ganze Zeit lang und das ist von Haus aus so schwer, dass ich mich beim Starten schon sehr plage, wenn ich das Ding hochheben muss. Und dann habe ich ja noch meine ganzen Geräte drauf und zwei Rettungen. Also da ist es mir schon ehrlich gesagt zu schwer, wenn ich da stehen muss. Und auf eine Ablösung warten muss. Deswegen will ich da eigentlich kein Wasser zusätzlich reinfüllen.
Was wiegt deine gesamte Ausrüstung? Also mit diesen zwei Rettungen und allem zusammen?
25 Kilo.
Und die trägst du auch zur Grenze hoch? Selber? Ja. Da gibt es keinen freundlichen Mitpiloten, der sagt, ah komm, Brigitte, ich nehme dir das mal ab.
Nee, aber einmal hat mir allerdings echt wirklich einer geholfen. Das war der Robert Blum. Der hat mir dann was abgenommen und mir hochgetragen, also das war wirklich nett. Ja, genau.
Dann noch eine praktische Frage. Welche Fluginstrumente nutzt du im Flug? Hast du eins? Hast du mehrere?
Also ich habe mehrere. Ich habe das alte Skytrax 2.0. Da habe ich mir auch noch kein neues gekauft. Und habe das Navita Audi. Nachdem ich von Navita eben auch gesponsert werde,
kriege ich dann von denen auch immer Kosten, günstig. Irgendwelche Updates, wenn zum Beispiel ein neues Gerät kommt, kann man die ja meistens nachrüsten lassen oder so.
Und was speicherst du dann oder hast du vor deinen Flügen dann irgendwas auf diesen Geräten immer eingespeichert? Hast du da auch Thermikpunkte drauf oder sonstiges oder sagst du gar nichts?
Gar nichts. Du willst nur
nach deinem Gefühl fliegen und deinen
Gedanken vertrauen in dem Moment. Genau. Außer beim Weltrekordflug, da hatte ich was anderes noch. Also hatte ich Punkte drin, Eckpunkte. Ja, weil ich finde, dass jeder Tag einfach anders ist. Und deswegen macht es für mich da auch keinen Sinn irgendwie irgendwas abzuspeichern. Zum einen war ich am Osterfelder fliegen. Da war ich vorher noch nie gewesen damals. Und da habe ich auch einen Stefan laut getroffen, den ich so vom Schweigboden schon kannte und so. Und da sagt er zu mir, ja, hast du in dein Gerät alle Punkte eingegeben, wie du hier fliegen musst? Sag ich, nee. Sagt er, ja, wie? Der war ganz fassungslos. Ja, aber der Stefan ist ja auch ein,
der Stefan laut ist ja auch, der war sogar hier schon im Podcast. Und das ist ein sehr technikaffiner Mensch, der auch im Flug ständig auf sein Handy guckt und alle möglichen Apps aufruft und wo es gerade regnet und wo gerade der Wind von wo kommt und was alles mögliche wahrscheinlich auch noch dann da abfragt. Da bist du, ja, wie heißt es, das komplette Gegenteil.
Ja, genau. Das einzige Mal, sag ich mal, wo es mich geärgert hatte, dass mich alle Geräte verlassen haben, das war auch am Schweigboden. Damals hatte ich noch nicht, das Navitur und hatte ich nur das Skytrax und dann bin ich losgeflogen und da gab es auch noch nicht solche Handy -Apps und sowas. Und da bin ich losgeflogen und dann habe ich gleich nach dem Start gemerkt, Mensch, irgendwie das Skytrax funktioniert nicht mehr. Und dann wurde der Flug natürlich nicht aufgezeichnet, aber an dem Tag kam es ja dann noch dicker. Also ich bin dann ganz normal trotzdem weitergeflogen, dann Gitschberg, dann bin ich rüber an Rosskopf, dann wieder zurück, dann kommt ja wieder die große Querung rüber zum Höllentragen.
Ja, und dann bei der Querung habe ich natürlich wieder voll beschleunigt und dann ist mir am Beschleuniger, also am Schirm dran ist so ein kleines Bändel, wo dann durch diesen Flaschenzug gezogen wird und der ist mir gerissen.
Hatte ich kein Beschleuniger mehr, kein Instrument, das sind Flugaufzeichnete. Und dann habe ich mir gedacht, okay, wenn ich nachher nach dem Höllen Kragen wieder Höhe aufgebaut habe und dann rüber fliege, fliege nach Lüsen, da kommt ja wieder so eine große Querung, dann kann ich versuchen das irgendwie zu reparieren. Aber das ging nicht. Also ich habe dann einen Knoten reingemacht, aber dann ging das über den Flaschenzug nicht mehr. Und dadurch braucht man wahnsinnig Kraft. Also das ist echt gigantisch, was das einen an Kraft abnimmt. Ich konnte mit dem Fuß den Beschleuniger nicht mehr durchdrücken. Ich musste dann mit der Hand vorne die A Leinen runterziehen und dann konnte ich im Beschleuniger unten rein und das dann so halten.
Und das hat mich dann aber nach Lüsen dann schon so genervt, dann bin ich einfach an den Kronplatz und bin nicht landen gegangen, weil das war kein Fliegen mehr, das war nur noch eine Plagerei. Da hat es mich schon geärgert, dass ich solche Geräte nicht zur Verfügung hatte und deswegen habe ich mir dann auch als Backup quasi das NaviTurk gekauft. Jetzt ist es andersrum, jetzt ist es Audi, mein erstes Gerät und mit Skytrex mache ich halt quasi Backup. Falls ich dann alles verliere, weil ein Gerät aussteigt und so zeichne ich nochmal in die Trex halt auf.
Du hast gerade über Kraftaufwand beim Beschleunigen gesprochen. Es gibt ja manche Piloten, die sagen, ja, sie machen spezielles Training auch, um die entsprechenden Muskeln aufzubauen, um dann wirklich stundenlang fliegen zu können, weil es kann ja auch richtig anstrengend werden bei bestimmten Bedingungen. Machst du sowas auch, dass du sagst, ich trainiere oder ich gehe manchmal ins Studio einfach nur um auch Schultermuskelbereich und sowas, weil ich brauche das, um da stundenlang in hackigen Bedingungen ständig arbeiten zu können, ohne müde zu werden?
Also ich trainiere schon, aber ich trainiere nicht deswegen, sondern ich habe einfach schon immer viel Sport gemacht und
dadurch, dass man mit dem Zeno
schon eher über die hinteren Steuerleinen fliegt, habe ich da noch mehr drauf Wert gelegt und geschaut, dass ich halt gerade so den Schulterbereich ein bisschen mehr trainiere, aber habe ich eigentlich im Grunde schon immer gemacht. Also von daher mache ich da nichts Besonderes.
Hat für dich das Streckenfliegen eigentlich auch seine Schattenseiten? Und wenn ja, welche?
Ja, ich finde halt zum Beispiel die Rente ist so ein Punkt. An der Rente sind, wenn es ein guter Tag ist, ganz viele Piloten da und es gibt viele, die denken, okay, da fliegen immer alle weit, da gehe ich jetzt mal hin und gucke das mal an und ja, fliegen den anderen hinterher und aber es ist nicht immer so einfach. Also es gibt Tage, wo es einfach und schön ist, aber es gibt auch Tage, weil man da einfach bei Nordwind fliegt. Früher ist man ja bei Nordwind in Südtirol gar nicht geflogen, da haben die Fluglehrer zu den Südtirolern, ich kenne ja da einige, gesagt, nee, wenn Nordwind ist, ist es verboten zu fliegen, ja und man fliegt ja da, wenn schwacher Nordwind ist und dann immer in Hauptkammnähe und es ist halt auch schnell mal so, dass, weil die Wetterberichte sind nicht immer ganz genau, ja und dann hat man manchmal doch ein bisschen einen stärkeren Nordwind und dann wird es da auch sehr, sehr schnell ungemütlich und ja und auch gefährlich.
Da
schwappt dann wirklich der kalte Nordwind über den Kamm drüber und du hast halt auch starke Abwinde dann jeweils.
Ja, genau, also gerade wenn man dann ins Defrenkental reinquert hinterm Staller Sattel, geht dann so ein Tal nach Nordwest weg. Und wenn man dann von hier aus, also wenn man von hier aus kommt und dann rüberfliegt noch zum Großglockner, ist noch die Welt, sag ich mal, in Anführungszeichen in Ordnung, weil man mit dem Wind fliegt, aber nachher muss man ja dagegen fliegen und dann ist hier vorgelagert der letzte Hang, wo man nachher nochmal an der Ecke aufdrehen muss und dann ist man voll im Lee und da geht es dann schon brutal manchmal zur Sache und also ich denke, dass das viele unterschätzen oder auch der Flug, wo ich dir vorher erzählt habe, im letzten Jahr, wo dann viele unten fast im Talwind, sag ich dann mal, hinter diesen ganzen Kanten immer gegen Osten geflogen sind und eigentlich im Lee waren und dann
ja, alle nach dem Flug gejammert haben, Mensch, das war ja so schlimm und so, ja, für mich war es nicht schlimm, weil ich halt oben war, ja, aber die anderen haben das nicht gewusst, die fliegen halt den anderen hinterher, die sehen, da vorne fliegt einer und dann ohne Gedanken einfach zack, hinterher und ja, und das kann dann halt schnell mal gefährlich werden.
Das heißt, die Schattenseiten des Streckenfliegens würdest du hauptsächlich darin sehen, dass manche Piloten auch aus Unerfahrung heraus eine zu große Bereitschaft haben, gewisse Risiken einzugehen.
Ja, aber es gibt solche und solche Menschen einfach, die, welche die risikobereiter sind und andere, die eben vorsichtiger sind, so wie ich. Es muss jeder für sich irgendwie sein Königsweg rausfinden, nur es ist halt, ja, beim Fliegen, wenn es ganz blöd geht, hat man halt keine zweite Chance.
Gibt es denn bei dir manchmal, dass du für dich Schattenseiten siehst oder einfach, kann ja auch eine Schattenseite sein, dass man sagt, ah, wenn man halt in so XC -Wettbewerben dann da steht und sieht, ah, ich stehe schon relativ weit vorne und jetzt müsste ich eigentlich noch einen großen Flug machen und man sieht, da sind jetzt Bedingungen, wo es vielleicht ginge und dann heißt es, ja, an solchen Tagen muss man halt dann los, um die guten Tage nicht zu verpassen oder, zählt das für dich nicht, weil du sagst, ich bin da eh so angefixt, das ist mein Ding, da habe ich gar kein Problem mit.
Nee, also wenn es ein guter Tag ist und der sich dann auch als guter rausstellt, habe ich kein Problem damit, dann fliege ich, aber wenn es irgendwie ein Tag ist, der ganz gut prognostiziert war, aber dann letztendlich sich rausstellt, das hatte ich auch schon an der Grenze, wie gesagt, das ist nicht immer gleich und manchmal schlägt er halt doch durch den Nordwind und dann kam zum Beispiel, das eine Mal der Nordwind so über so eine, ja, wie soll ich denn sagen, über zwei Berge im Tal, also wo sich zwei Berge schneiden und so eine Talsohle bilden, da kam dann der Nordwind so reingeblasen und das war so widerlich an der Stelle und ich bin dann landen gegangen und viele Südtiroler sind mit mir da auch unten dann an der Wiese gestanden und
also dann pfeife ich auf den Flug, ich brauche mich deswegen nicht in Gefahr begeben, das bringt mir ja nichts, wofür soll ich sowas machen? Also ich habe ja noch Ziele, die ich erreichen will und ich will ja nicht wegen so einem Flug, wo ich mich in Gefahr bringe, irgendwie alles kaputt machen, da gehe ich lieber einmal weniger fliegen.
Nun heißt ja Streckenfliegen, auch so Leistungsstreckenfliegen nenne ich es mal, man achtet ungeheuer viel auf diese Kilometerzahl, die ist ja die, die am Ende entscheidet, auch welche Punkte man dafür dann bekommt und sowas. Geht es dir manchmal so, dass du, ah, ich würde eigentlich häufiger auch mal gerne einfach fliegen, ohne diese Zahl am Ende als Messlatte zu haben? Oder gibt es im Flug manchmal Situationen, wo du sagst, du kreist in einer schönen, soften Thermik, du hast einen tollen Ausblick und weißt, ein superschöner Genussmoment, den könnte ich jetzt eigentlich länger haben und es einfach genießen, aber nein, ich brauche ja meinen Schnitt, ich muss meine Kilometer machen, ich muss hier schnell weiterfliegen und den Genuss an der Stelle quasi ausblenden.
Oder ist das für dich gar kein Thema?
Nee, das ist eigentlich für mich kein Thema, weil es gibt wenig Tage, die wirklich so gut sind, dass man wirklich weite Strecken fliegen kann. Und wenn, dann möchte ich die schon nutzen, dann mache ich das ja auch zu meinem Genuss, weil ich das ja machen möchte und nicht, weil ich das machen muss. Und es gibt genügend Tage, wo ich einfach einen Flug genießen kann, wie zum Beispiel da den Flug, den ich vom Uldental raus gemacht habe, wo ich über den Ottler geflogen bin und ich habe gesehen, in die Schweiz wird es weitergehen, es wird auch noch über den Reschenpass weitergehen, Richtung Österreich, aber ich wusste dann halt nicht, komme ich dann zurück oder nicht, also bin ich dann da ein bisschen rumgeeiert und dann irgendwann halt habe ich versucht, wieder zurück zu fliegen und es waren nur 100 Kilometer, aber das war wunderschön.
Da war ich ganz einsam und alleine unterwegs und das kann ich dann auch genießen. Ich kann auch ein ganzes, ganz kurzen Flug haben und kann es genießen, also am Hesselberg zum Beispiel, da macht man eigentlich meistens, da gibt es wirklich sehr wenig Tage, wo man Strecke fliegen kann und da macht man eigentlich meistens nur ein bisschen Windsohring und ist da am Fleck, sag ich mal, unterwegs und das macht mir aber dann trotzdem Spaß und ich kann es genießen, drehe da in der Thermik auf, schaue wie weit es rauf geht und ja, versuche die Thermik zu spüren.
Ist denn Streckenfliegen für dich trotzdem so etwas wie eine Sucht?
Ja. Bei der
du vielleicht auch manchmal Entzugserscheinungen hast, wo du einfach sagst, ich muss jetzt wieder in die Luft und auch wirklich nicht nur am Hesselberg sohren, sondern jetzt muss man wirklich in die Alpen und es muss weit gehen?
Ja, also ich freue mich dann schon eigentlich immer, wenn es dann mal so früher wird und man dann wieder in den Alpen auch fliegen kann, aber so gegen Ende vom Sommer freue ich mich dann auch schon, wieder, weil wir gehen dann auch ganz oft nach Lanzarote im November, Dezember und fliegen da auch Starkwind und da kann man ja auch nicht wirklich wahnsinnig weite Strecken fliegen und da freue ich mich dann auch schon immer drauf, also ich bin da sehr, sehr wie soll man sagen,
also habe da nicht Präferenzen nur in eine Richtung, sondern kann beide Sachen genießen.
Wenn du jetzt jemand, wenn du jetzt jemand, wenn jemand zu dir kommt und sagt, Brigitte, du bist da so erfolgreich, was würdest du mir als Tipp geben, wie kann ich ein besserer Streckenflugpilot werden? Gibt es da so ein paar Grundtipps, wo du sagen würdest, darauf achten, dann kommt man auf jeden Fall weiter.
Ja, ich finde halt, also so wie ich es halt am Anfang auch gemacht habe, man muss ein bisschen was sich halt auch anlesen, sage ich mal, über das aktive Fliegen, wie fliege ich aktiv und das Ganze ein bisschen üben, dann weil das sollte man schon beherrschen, weil beim Streckenfliegen kommt man immer wieder in Leh -Situationen, man fliegt zwar bei schwächerem Wind, aber ja, kann halt durchaus durch Leh -Zonen kommen und dann sollte man seinen Schirm schon beherrschen und in der Thermik ist es ja auch wichtig, dass man aktiv fliegt ja, und dann muss man sich halt anlesen, weiß ich nicht, wie die Talwindsysteme, wie das alles funktioniert, wenn man Strecke fliegt, wie gesagt, andere Flüge angucken, wie hoch muss ich abfliegen, an welche Stelle sollte man hinfliegen, wo fliegen die normalerweise entlang und wo kommen die wieder hoch, um wie viel Uhr muss ich an den Eckpunkten sein und solche Dinge, also das ist schon auch ein bisschen Arbeit, das ist nicht nur praktisches Vergnügen,
sondern auch ein bisschen Arbeit, bis man dann so weit kommt, aber ja, ich finde schon, dass ich das, dann lohnt und Spaß macht und ich denke, so kann das jeder lernen, also nur mit Hinterherfliegen, man wird halt nie besser werden, wie die anderen sind.
Beim Streckenfliegen heißt es ja viel, so, ah, vor allem muss man auch schnell fliegen können, der andere Teil, der aber auch genauso wichtig ist, ist ja, man muss möglichst gut und sehr effizient kurbeln können und Thermik fliegen können. Von dem, was ich so höre, sagen auch viele, dass du das besonders gut kannst, gibt es da irgendwelche, irgendwelche Tipps und Tricks, die du da weitergeben kannst?
Wie gesagt, also ich gucke mir halt immer an, wo, ja, welche Uhrzeit haben wir, wo strahlt die Sonne hin, wie ist das Gelände beschaffen, wo kann an dem Gelände Thermik abreißen, weil der Talwind da dagegen fließt, also ich stelle mir dann auch immer so die Luft vor wie Wasser, also wenn das jetzt ein Fluss wäre, was die Täler entlang, geht, wo
beschleunigt der Wind vielleicht dann auch um irgendwelche Ecken rum und so und ja, da versuche ich halt so mit logischem Denken, allerdings, wie gesagt, ich habe es ja schon vorher gesagt, das funktioniert ja alles
irgendwie automatisch schon bei mir, drüber nachzudenken, wo könnte jetzt da was sein und dann fliege ich halt hin und versuche dann halt da hoch zu kommen und ich bin auch, sehr geduldig und dann klappt es meistens auch. Ich bin auch schon am Boden gestanden, also.
Gibt es beim Thermikfliegen selbst, also der Technik des Thermikfliegens, irgendwelche Besonderheiten, die du für dich entwickelt hast?
Würde ich jetzt nicht sagen, ich versuche halt, wenn ich
reinkomme in die Thermik, jetzt kommt der Hund,
wenn ich reinfliege in die Thermik, versuche ich halt zu spüren, steht die jetzt eher links von mir, rechts von mir,
wie weit kann ich fliegen, sag ich mal, bevor ich wieder rausfalle und versuche dann halt die Thermik so einzukreisen. Wenn ich jetzt zum Beispiel reinfliege und ich drehe rechts rum, das ist meine Schokoladenseite und fall gleich wieder raus, dann versuche ich halt ein bisschen weiter, das nächste Mal ein bisschen weiter links, wenn kein anderer drin ist, sonst muss ich natürlich so rumdrehen, wie die die anderen drehen, ja. Aber so versuche ich halt ein bisschen zu spüren, wo ist die Thermik, wo ist die am intensivsten und versuche da an der Stelle, wo sie halt am stärksten ist, drin zu bleiben, um dann eben aufzudrehen.
Bist du jemand, der sehr eng kurbelt?
Nicht immer.
Nicht immer?
Nicht immer. Also ich kurbel schon auch mal eng, aber nur dann, wenn es halt Sinn macht, also wenn halt die Thermik an der Stelle sehr stark ist und wenn sie kleinräumiger ist, wenn sie größer ist und auch wenn viele mit mir fliegen, dann versuche ich eigentlich schon mit den anderen zu fliegen, damit man sich da einfach nicht in die Quere kommt. Aber manchmal denke ich mir auch, die fliegen an der Stelle, da fallen die ständig raus aus der Thermik und ich frage mich, warum fliegen die da drüben und nicht hier, ja. Manche lassen sich sich vom Wind und der Thermik dann so versetzen, dass es hinten wieder rausspuckt, ja. Das heißt,
du hältst immer wieder davor und hast auch ein Gespür dafür, dass du merkst, ah, ich werde so versetzt, ich muss immer ein bisschen vorhalten.
Ja, das kann auch sein, dass das dadurch kommt, wie gesagt, in meiner Anfangszeit mit meinem zu großen Schirm, da hat es mich ja auch immer so versetzt. Ja, vielleicht ist das
noch im
Hinterkopf so ein bisschen. Da
hast du gelernt, mehr gegenzuhalten und das da zu machen. Am Ende jetzt noch eine Frage, die du vielleicht immer mal wieder gestellt bekommst oder Anmerkungen dazu bekommst. Dein Name, du heißt ja Brigitte Kurbel, da ist ja der Name gewissermaßen Programm. Wie häufig wirst du... Das ist kein
Künstlername. Das
ist ein Künstlername? Kein Künstlername. Ja, meine ich doch. Und wie häufig wirst du darauf angesprochen und bekommst dann wirklich Anmerkungen dazu und sagst, ah, die Kurbel wieder oder was auch immer. Gibt es auch irgendwelche blöden Sprüche?
Ja, also zu Anfang dann hat natürlich jeder gesagt, ja, Name ist Programm und so. Aber ich glaube, mittlerweile sind alle daran gewöhnt und es ist ja nur ein deutschsprachiger Joke.
Ein Ausländer versteht es jetzt nicht so. Der weiß ja nicht, dass Kurbel... Wie
müsste man das immer erst erklären?
Ja, genau. Von daher bist
du da fein raus.
2021 ist immer noch ein Corona -Jahr. Hast du dir für dieses Jahr trotzdem irgendwie etwas Besonderes vorgenommen?
Ja, wenn man fliegen gehen kann und ins Ausland kann, dann werde ich das sicher tun, soweit die Gefahren halt zulassen. Also ich wäre jetzt da nicht ein Fan davon, auch wenn XContest und alle ihre Flüge weiter aufzeichnen lassen, jetzt irgendwo in irgendwelche Risikogebiete zu fahren, auch wenn es erlaubt ist. Aber wenn es so weit wie letztes Jahr im Großen und Ganzen alles in Ordnung ist, werde ich sicher mit dem Wohnmobil ist man ja da relativ autark, wieder nach Südtirol und so fahren und ein bisschen fliegen gehen.
Du sagst immer, du willst dir Ziele setzen. Was ist dein nächstes großes Ziel nach dem Weltrekord mit 268? Der 300er muss auf jeden Fall kommen?
Der 300er wird kommen. Also da bin ich mir ganz sicher. Ja, es ist halt, wie gesagt, die Frage, wie gut der Tag ist und ob man einfach einen Lauf hat, weil manchmal ist es einfach nicht wie da, wo mir mein Gerät ausgefallen ist und meine Leine gerissen ist vom Beschleuniger. Manchmal hat man solche Tage und dann kann der Tag noch so gut sein und ja, da wird halt nichts draus. Aber ich bleibe da dran und ich bin mir sicher, dass das machbar ist.
Gut, Brigitte. Dann wünsche ich dir, dass 2021 für dich ein 300er Jahr wird, ohne
Geräteausfall und ohne Leinenrisse von irgendwas, ob Beschleuniger oder sonst an anderer Stelle. Danke dir für dieses Gespräch, super interessant und dir viel Erfolg noch mit allem, was da kommt, aber vor allem viel Spaß bei der ganzen Fliegerei und möglichst schöne Tunnel, durch die du dann da durchfliegen kannst, um das alles perfekt zu genießen.
Okay, gut, danke.
Ja, dank dir.
Ja, Brigitte Kobel im Gespräch mit Lucian Haas. Wenn du noch etwas mehr über Brigitte und ihre weiten XC -Flüge erfahren willst, so findest du in den Shownotes zu dieser Podcast -Folge im Blog Lu-Glidz noch einige Links. Hat dir diese Folge gefallen? Dann empfehle Podz-Glidz doch weiter. Alle bisherigen Podcast -Folgen gibt es auf Lu-Glidz und Soundcloud, sowie in bekannten Audiokatalogen wie Spotify, iTunes, Google Podcasts etc. Um keine neue Folge zu verpassen, kannst du Podz-Glidz auch gleich in deinem Podcatcher abonnieren. Vielleicht hast du auch Vorschläge für weitere interessante Gesprächspartner in Podz-Glidz. Es gibt sicher viele bislang unerzählte, aber hörenswerte Geschichten, auch aus den weniger bekannten Ecken des Kosmos des Gleitschirmfliegens. Schreibe mir einfach eine E -Mail an lugleitzkontakt at gmail.com Und wenn du es nicht eh schon bist, dann nochmals einen Tipp.
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