Wenn wir fast fertig waren mit dem ersten Prototyp, ich habe Leute von dem Flugangstcoaching gefragt, möchtest du gerne etwas Neues ausprobieren, ich möchte mal sehen, ob es möglich ist, deinen Stress auch zu erfahren im Simulator. Und da sind Piloten zu mir gekommen und ich habe geweint im Simulator. Und ich habe gesagt, jawohl, wir sind dort.
Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast.
Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.
In dieser Folge mit Bas van Duijn und Lucian Haas am Mikrofon.
Bei kommerziellen wie militärischen Flugzeugpiloten gehört er zum Alltag, der Flugsimulator. Darin werden Routine und Extremsituationen ohne Gefahr immer wieder trainiert, damit der Pilot dann in der Praxis vorbereitet ist und seine Handlungsabläufe und Optionen kennt. Beim Gleitschirmfliegen ist das anders. Von der Ausbildung bis zum späteren Freifliegen ist man als Pilot immer der realen Luft und den entsprechenden Risiken ausgesetzt. Wer einmal einen Fehler macht, selbst mit glimpflichem Ausgang, findet sich schnell mit einer Flugblockade im seelischen Gepäck am Boden emotionaler Tatsachen wieder. Der Niederländer Bas van Duijn sucht und bietet Auswege aus solchen Situationen. Seit Jahren arbeitet er unter anderem als sogenannter Flight Coach, um Piloten zu helfen, irrationale Angstblockaden aufzulösen, die ihnen den Spaß am Fliegen nehmen.
Neuerdings setzt er dabei auch einen sehr realistischen Gleitschirmflugsimulator ein, den er gemeinsam mit einem Geschäftspartner entwickelt hat. Von dem Simulator verspricht er sich noch mehr. Das System könnte Flugschulen ganz neue Möglichkeiten der Aus - und Weiterbildung bieten. Über all das geht es in dieser 81. Folge von Podz-Glidz. Ein kleiner Hinweis noch. Bas spricht kein perfektes Deutsch, kann sich aber doch so gut ausdrücken, dass ich dieses aus meiner Sicht sehr interessante und zukunftsträchtige Thema dir nicht wegen irgendwelcher Sprachbarrieren vorenthalten wollte. Es lohnt sich, dran zu bleiben. Wenn du vielleicht auch allgemein meinst, dass es sich lohnt, Podz-Glidz zu folgen, dann unterstütze doch meine Arbeit an diesem Podcast als Förderer.
Wie das ganz einfach und ohne jede Verpflichtung möglich ist, das erfährst du auf der Website meines Blogs Flugleits, und zwar dort auf der Seite Fördern.
Bas, erste Frage vorweg, weil du gerade im Vorgespräch schon gesagt hast, dein Deutsch sei schrecklich. Wo hast du überhaupt Deutsch gelernt?
Ich habe Deutsch gelernt auf die Schule. Wie sagt man das? Die mittelbare Schule. Das war ein... was mandatory?
Ein Pflichtfach.
Ja, das war ein Pflichtfach bis zur vierten Klasse. Danach sollte man siebenfach wählen. Und da hat es nicht genug Raum gegeben, auch beim Deutsch zu bleiben. Also ich habe Deutsch gelernt in der Praxis. Ich bin seit 27 Jahren beschäftigt mit Fliegen. Aber wir kommen noch später darauf. Aber ich habe viel geflogen in Österreich. Und
dann hast du es da immer wieder geübt.
Aber das ist mehr Üben wie Bier und Essen bestellen. Du weißt.
Ja, dann wird es heute ein bisschen schwieriger, weil wir über ein paar andere, etwas intensivere Themen reden. Ja. Aber wenn du mal nicht weiterkommst, Bas, ich helfe dir. Oder du kannst auch mal ein Wort auf Englisch sagen oder sonst was. Da kommen wir auf jeden Fall weiter.
Super, super machen wir.
Bas, ich springe gleich mitten rein. Du nennst dich Flight Coach. Jawohl. Und Coach steht ja für Trainer und nicht für Lehrer. Ja. Also warum hast du diesen Begriff gewählt? Weil eigentlich bist du ja auch Fluglehrer, wenn ich das richtig weiß.
Ja, ja, ja. Mein Betrieb ist da auf gerichtet Pilot. Ich helfe Piloten mit anderen Fähigkeiten als nur Fliegen. Also ich bin seit zehn Jahren beschäftigt mit Leuten auch Fliegen zu lernen. Und ich habe dabei oft gesehen, dass viele Leute eine Angst bekommen haben für das Fliegen. Ich glaube, es ist vielleicht ein in drei Piloten, die damit Probleme haben, die haben viel mehr Stress und Spannung, die notwendig ist, um scharf zu sein. Und das limitiert die Leute, Spaß zu haben und gut zu fliegen. Also ich habe gedacht, ich muss mit meinem Betrieb Piloten helfen, mehr Spaß zu haben, weniger Stress zu haben.
Und also mein Motto ist less stress, more skills. Also eine von den zwei Sachen, die ich mache mit meinem Betrieb, ist Piloten coachen. Coachen mit Flugangst umzugehen.
Wie machst du diese Coachings? Gehst du mit den Leuten in ein Gelände und sagst, wir fliegen zusammen und gucken uns da das an? Oder ist das wirklich quasi eine theoretische Arbeit, also eine gesprächspsychologische Arbeit? Es
ist in einer Gesprächsform, also wie normalerweise Coaching auch geht. Ich bin auch Coach seit 15 Jahren. Und ich coache Unternehmer und Fachleute um mehr aus Leben und aus Leben und Arbeit Balance, um effektiver zu funktionieren in der Arbeit, auch viel Manager. Wie soll man ein Geschäft führen? Dafür mache ich Coaching mit den Leuten. Und ich habe gedacht, das kann ich auch erweitern nach Piloten. Auf das Fliegen, ja.
Ist denn das, wenn du sagst, du machst eigentlich Business, Business Coachings, kann man da dieselben Instrumente einsetzen, um damit auch fliegerisch weiterzukommen? Ja,
das ist für 90 Prozent die gleiche Tools. Das ist fast gleich. Und es hilft natürlich Leuten, dass ich auch ein Gleitschirmflieger bin, viel Erfahrung hatte als Drachenflieger, wie Fluglehrer. Also es ist möglich, etwas tiefer zu gehen, als ein normaler Coach, der nicht fliegt, machen könnte. Die
Leute, die zu dir kommen, was haben die hauptsächlich für Fragen? Oder was ist das Hauptproblem, mit dem die meisten Leute zu dir kommen?
Die meisten Leute haben einen Unfall mitgemacht oder den Retter geworfen und davon Angst bekommen.
Das ist dann einfach eine Blockade, die man im Kopf hat und sagt, ich habe den Retter jetzt geworfen, ich habe mich zwar vielleicht nicht verletzt, aber trotzdem, jetzt fliege ich immer mit der Angst, ich muss wieder den Retter werfen oder was?
Ja, genau, genau. Es gibt immer, wenn Leute in die gleichen Umstände verkehren, wo der Absturz passiert hatte, dann dein Körper reagiert darauf. Und das geht schneller, als man denken kann. Es ist, was wir sagen, der Monkey Brain. Es geht super schnell und man bekommt Angst, weil die Umstände eigentlich gar nicht gefährlich sind. Aber sie tun man denken auf Umstände, die gefährlich waren vor ein, zwei Jahren her. Und dann kommt die Response.
Die Antwort, die Reaktion darauf.
Die Reaktion kommt darauf. Und damit hilfe ich den Leuten, die Reaktion wieder zu ändern in eine Reaktion, die passt bei den Umständen. Also nicht eine Stressreaktion, aber eine Entscheidung.
Wie kann man das hinkriegen? Weil das, was du ja beschreibst, diese Reaktion, die man erstmal hat, ist ja im Grunde eine unbewusste oder eine unterbewusste Reaktion. Es
ist eine unterbewusste Reaktion. Das geht ganz tief. Das Wichtigste, was wir machen, ist herauszufinden, was es ist, was den Pilot triggert. Was die Stressreaktion macht. Also für manche Leute ist es Höhe, Vertikale, Wolke. Und für andere Leute ist es ganz am Nähe des Bodens zu sein. Und für andere Leute ist es ein starker Wind. Oder eine starke Thermik. Oder ein ganz overcast, dunkles Luft. Für jede Leute ist es etwas anderes. Also wir reden darüber. Und wir machen auch Meditation zusammen.
Und wir finden aus, was ist das für dich? Und ganz, ganz oft am ersten Gespräch, das wir haben, es ist gar nicht deutlich, was es ist für diesen Pilot. Er sagt, wenn ich fliegen gehe, dann kommt es. Und ich weiß nicht, wovon es kommt und was ich machen soll, um es wieder weg zu machen. Also wir machen auch Atemholungsübungen. Und wir visualisieren, was passiert ist und was auch passieren könnte. Und das hilft den Leuten, nicht mehr so tief wegzustecken und zu erkennen, was passiert ist. Und dass das nicht repräsentativ ist, vor was in allen Fällen passieren soll, wenn sie diesen Umständen entgegenkommen.
Das heißt, du sprichst mit ihnen. Du findest den Trigger heraus. Dann versuchst du, den Trigger ins Bewusstsein zu holen, um dann damit arbeiten zu können. Und zu sagen, okay, wenn ich den Trigger kenne, dann weiß ich auch, wie ich darauf reagieren kann. Aber was gibst du dann den Leuten zum Beispiel als Hilfsmittel an die Hand, wenn jemand sagt, beispielsweise, du hast gesagt, es gibt Leute, die haben Angst, wenn sie eine dichte Bewölkung haben. Es ist dunkel und alles ist nur noch dunkel um sie herum. Und dann triggert das, weil sie sagen darf, ich bin fast mal in eine Wolke gezogen worden. Oder was auch immer es war. Ja, genau.
Das ist mir öfter passiert mit Leuten, die ich gecoacht habe. Wir machen zum Beispiel ein Szenario zusammen. Also ich sage zu diesem Pilot, stell dir mal vor, dass du fertig bist zum Starten. Und du siehst diese dunkle Wolke über dir. Was geht passieren? Und die erste Antwort ist immer, ja, ich gehe fliegen und dann kommt die Angst. Nein, nein, mache mehr Details. Wie geht es? Wie geht das Schirm abheben? Was machst du mit deinen Armen? Und dann helfe ich die Leute, das komplett zu visualisieren. Und dann zum Beispiel, ihr sagt zu mir, ja, dann komme ich in der Nähe der Wolke und dann wird alles gespannt.
Okay, geh mal gespannt sitzen in deinem Sattel. Und wie kannst du mit dieser Spannung umgehen? Vielleicht ein bisschen mehr atmen nach dem Bauch und damit üben bleiben. Ja, aber es fühlt ganz nicht gut, sagen die Leute. Okay, bleib mal ruhig atmen. Okay, kannst du auch eine kleine, what do you call it, descending Technik?
Eine Abstiegstechnik.
Ja, kannst du eine Abstiegstechnik? Ja, natürlich. Ich kann mal große Ohren anlegen. Okay, machst du mal große Ohren. Hast du mehr Distanz zu der Wolke? Wie fühlt es jetzt? Ja, jetzt fühlst du dich ein bisschen besser. Okay, bleib mal üben mit der Atemheilungsübung. Okay, und gehen wir wieder in die Höhe. Und ich lerne die Leute auch, dass sie das auch machen können, nicht nur in der Visualisation, aber auch in der Praxis. Also, suche die Situation, die dir Stress macht und mach zum Beispiel die Atemheilungsübungen und gehst wieder raus aus dieser Praxis. Mach es wieder leichter für dich und dann geh wieder zurück.
Leute, denke nicht darüber. Es ist fast eine binäre Entscheidung. Ich gehe fliegen, ich bekomme Stress, ich gehe nach der Landung. Ende des Tages und ich kann meinen Freunden wieder sagen, ich habe wieder geflogen. Aber das ist nicht eine Weise, wo man konstruktiv damit handelt.
Diese Techniken, die du da hast, wäre das eigentlich nicht etwas, gerade du bist ja auch Fluglehrer und so, wäre das nicht auch etwas, was man im Grunde schon in der Ausbildung zumindest in Ansätzen lernen sollte, dass man da über solche Sachen schon spricht und sagt, hey, gerade dieses Thema Flugangst, dass man sagt, hey, das gehört ganz häufig dazu. Und es kann vielleicht einem von, also jedem Dritten von euch mindestens, wird es passieren, dass ihr in Situationen kommt, wo ihr danach mit Flugangst in die Luft geht oder in der Luft dann Flugangst entwickelt, weil dann ist wieder eine Situation, die euch triggert. Genau. Wäre es da nicht wichtig, viel, viel früher schon über was auch immer, Atemtechniken, Meditationstechniken, Visualisierungstechniken und so etwas, das schon in der Ausbildung zu lernen und darüber zu sprechen?
Ich glaube, es würde super sein, als ich viel weniger Arbeit an der Coaching hatte, weil die Schüler, weil die Flugschulbesitzer in der Ausbildung hiermit viel mehr machen sollen in der Ausbildung. Du hast völlig recht damit. Aber ich glaube, weil ich auch Fluglehrer bin, das Schwierige ist, dass so eine Woche, wo man mit den Leuten fliegen geht, in die Alpen zum Beispiel, das sind ganz volle Wochen. Man muss so viel lernen, dass es vielleicht nicht genug Platz gibt, das zu machen. Und es ist auch, dass viele Flugschulbesitzer, viele Fluglehrer nicht trainiert sind, wie sie das machen sollen, wie sie damit handeln sollen.
Die meisten Fluglehrer sagen, ja, ein bisschen Stress ist normal. Du sollst immer fliegen bleiben und dann kommt alles gut. Das ist, was 90 Prozent der Fluglehrer sehen und nicht, weil sie schlechte Fluglehrer sind, aber sie glauben das richtig, dass es so geht. Viele Studien sagen, dass die Psychologie von einem Menschen nicht so geht.
Hast du in der Zeit, wo du wirklich auch als Fluglehrer gearbeitet hast, jetzt nicht nur als Flight Coach, sondern du hast ja auch mal in Flugschulen gearbeitet, hast du da auch solche Sachen thematisiert oder wirklich nur die Erfahrung gemacht, dafür ist eigentlich in der Grundstruktur eigentlich keine Zeit? Ich
habe immer dafür ein bisschen Platz gemacht. Ich habe es immer ganz wichtig gefunden, dass die Leute reden können, über was sie fühlen, dass es nicht nur ist, wenn du fliegen lernst, du musst immer sagen, ja, ich bin stoked, es war super. Und das ist, was die meisten Schüler immer zueinander sagen, wenn sie Bier trinken. Die Geschichte wird immer größer und cooler. Und ich habe gesagt, es ist mindestens so cool, dass du sagen kannst, ich habe ganz viel Angst für diesen Start erfahren, aber ich habe es gut gemacht und viel davon gelernt. Für mich ist das viel cooler als die coole Geschichte. Und ich lerne meinen Schülern auch immer, dass es mehrere Seiten gibt des Fliegen, nicht nur das Positive, auch Sachen, die man vielleicht
nicht erfahren kann. Spannung und Angst und Stress, die gehören dazu, aber man soll es in die richtige Balance erfahren. Und wenn es nicht so geht, dann soll man darüber reden mit anderen Schülern oder mit einem Fluglehrer. Und das ist alles normal. Alle Piloten erfahren das irgendwo und meistens mehrere Male in ihrer Fliehkarriere.
Wie viele Leute hören von deiner Erfahrung her mit dem Fliegen komplett auf, weil sie solche Erfahrungen hatten? Ganz
viel. Obwohl man
sie vielleicht mit relativ einfachen Techniken wieder herausfinden könnte.
Ja, ganz viel. Ich glaube, dass dieses Thema nicht korrekt adressiert wird von vielen Flugschülern, weil wir viele Piloten damit verlieren, dass irgendwo in deiner Fliehkarriere der Stress um die Ecke kommt. Und dann soll man damit umgehen lernen. Das ist genauso normal, wie du lernen musst, mit einem Klepper zu handeln. Wir können allen einen Klepper auflösen, aber umgehen mit Stress ist ganz komplex für viele Leute. Und ich glaube, wenn es mehr Aufmerksamkeit gibt, sollten wir viel mehr Piloten ins Fliegen halten.
Das heißt, es wäre vielleicht auch sinnvoll zu sagen, man bietet nicht nur oder man promotet nicht nur Sicherheitstrainings und sagt, Leute, ihr müsst mal Klapper ziehen und sonstiges, sondern genauso auch sagen, passt mal auf, ihr solltet am besten auch mal ein entspannungsmentales Training, was auch immer machen, damit ihr lernt, wie man mit solchen Situationen umgehen kann.
Genau. Ich glaube, ein auf drei Piloten hat viel mehr Angst fürs Fliegen, denn gut für sie ist. Und von den ein auf drei mehr als 50 % hört auf mit Fliegen in ein, zwei, drei Jahren. Und sie geben Gründe, die nicht wirklich wahr sind, wie es kostet mehr zu viel Zeit, es kostet mehr zu viel Geld. Mountainbiken ist viel toller als Fliegen. Sie suchen Excuses. Entschuldigungen. Ja, sie suchen alle Entschuldigungen, nicht mehr zu fliegen, weil es wirklich nicht diese Gründe sind, aber die Angst.
Hast du, ich meine das eine ist ja, dass man selber eine blöde Situation erlebt und deswegen eine Angst entwickelt. Hast du auch manchmal Leute, die zu dir kommen und die sagen, ich habe einen Unfall beobachtet und seitdem habe ich diese Angst?
Ich
habe YouTube
-Videos angeguckt mit zehn Abstürzen oder was auch immer und allein durch das Angucken von diesen Videos, ich habe nichts daraus gelernt, sondern es hat bei mir eigentlich nur die Angst getriggert. Hast du sowas auch schon erlebt?
Ja, auch. Das ist natürlich abhängig von der Sorte Mensch, der der Pilot wirklich ist. Die Leute, die ganz rational das Fliegen anschauen, die haben das mehr oft. Also sie sehen ein Video oder einen Unfall passieren und sie gehen darüber denken. Das geht rund in den Kopf und dann bekommen sie Angst. Das sind natürlich auch Leute, die mehr Gefühlsmenschen sind. Die haben das weniger. Die bekommen das nicht so schnell vom Anschauen eines Unfalls oder Anschauen des Videos, nur von dem Selbsterfahren. Es gibt verschiedene Kategorien von Piloten und verschiedene Kategorien von Piloten sind
nicht alle gleich wie empfänglich für diese Situation.
Würdest du denn Leuten sagen, guckt euch weniger Youtube -Videos an?
Guckt die richtigen Youtube -Videos an. Natürlich sensationelle Videos mit riesigen Klappern und ganzen Abstürzungen sehen immer schrecklich oder wenn man ehrlich sein muss auch ein bisschen toll aus. Guckt mal, was alles passiert. So viel Adrenalin. Das hat nur fast gut gegangen. Er war fast tot gewesen. Das ist natürlich für manche Leute viel toller anzuschauen als ein Video von jemand, der erklärt, worum ein Klapper passiert hatte und was man machen kann um das zu korrigieren. Youtube gibt jedem Mann und Frau eine Plattform, seine eigenen Videos zu teilen. Ich glaube, das ist gut.
Ganz viele gute Videos auch online. Aber es gibt auch Leute, die Videos teilen, die Situationen ganz auf ihrem Kontext holen und die nicht erfahrenen Piloten beeindrucken können, dass der Pilot in diesem Video nichts anderes machen hätte können, als seinen Retter auszulosen. Wow, vielleicht. Da waren zwei, drei, zehn andere Auflösungen für diese Situation.
Und die werden da nicht diskutiert. Man wird nicht darüber nachgedacht, sondern es wird einfach nur gezeigt, oh, das ist immer gefährlich und dann musste das so passieren, wie es passiert ist.
Genau, genau. Und dann auf den Social Media, es gibt viele Facebook -Gruppen darauf, da sind es immer Leute, die glauben, dass sie eine richtige Antwort haben, die einzige gute Analyse von was passiert ist und sie schreiben mehrere Pagina voll mit Auflösungen und es gibt kein Gespräch mehr. Es ist oft viel Polarisierung.
Ja, es polarisiert sehr stark. Ja, es
polarisiert stark und das Nachteil von Polarisieren ist, dass Leute nicht mehr miteinander reden. Ich glaube in Paragliding und speziell im Unfall es gibt immer mehrere Ursachen. Wir müssen mehr nach den Ursachen schauen, die passieren vor der Entscheidung zum Starten. Was war das Mindset der Pilot? Was war die Erfahrung? Mit welchem Schirm fliegt dieser Mann oder Frau? Was ist der Standort? Was sind die meteorologischen Bedingungen? Weil ganz oft wir sehen nur jemand fliegen, etwas machen mit den Armen und einen Absturz und man sagt, das war dieses, dieses, dieses und das ist ja, das.
Hast du eigentlich selber auch schon mal eine solche Situation erlebt, also eine Flugangst -Situation erlebt, wo du dann selber gemerkt hast, ich bin jetzt blockiert?
Ja, das war einer der wichtigsten Gründe, dass ich auch mit Flight Coach gestartet bin. Ich habe fast vier Jahre ganz starke Flugangst bekommen von einer Situation, weil ich fast durch eine große Konvergenzwolke hingeflogen bin.
Der hätte dich fast eingesaugt?
Ja, genau. Hat mich fast eingesaugt. Das war, ich glaube, vor zehn Jahren. Ich habe auch ein Video darüber gemacht auf meinem YouTube -Channel, aber das waren natürlich richtig komplett, ja, meine Fehler. Ich habe da so viel Stress von bekommen. Ich habe für mich viele Entschuldigungen gefunden, weniger zu fliegen, tiefer zu fliegen, kürzer zu fliegen, alle schönen Thermikwolken zu vermeiden, weil ich auch einen starken aerodynamischen, wissenschaftlichen Hintergrund habe, konnte ich immer sagen zu meinen Flugfreunden, ja, diese Wolke sieht nicht gut aus.
In 20 Minuten wird das ein CBE bekommen. Und dort, ja, der Wind dreht schon, ich gehe mal rasch nach Landung und die Barbecue anmachen, weil du essen kannst in einer Stunde. Ich gehe mal schon runter.
Und die anderen sind dann noch drei Stunden geflogen und dann Barbecue, die Kohle war schon verkohlt und alles weg. Ja, genau.
Bier war schon fertig, aber das war kein gutes Gefühl und es hat ganz lange gedauert, bevor ich mir realisiert habe, ich sollte etwas damit machen.
Wo hast du dir da Hilfe geholt oder wie bist du dann da rausgekommen?
Ich habe da, ich habe zu meinen Flugfreunden gesagt, ich habe bei mir selbst gesehen in den letzten zwei Jahren, dass ich immer am ersten an dem Boden stehe, weil ich weiß, ich bin nicht der schlechteste Thermikflieger von unserer Gruppe. Und ich habe all die Leute gefragt, das waren drei, vier Leute, wenn ich Entscheidungen mache, wovon du denkst, dass ich sie mache aus Angst, sie sollten mir am Radio anrufen und sagen, Bas, was du jetzt machst, ist keine normale Entscheidung, du hast nur Angst. Und sie haben das gemacht und das hat mir den Input gegeben zu realisieren, dass ich oft ganz unbewusst entscheiden habe, zum Länderplatz zu gehen, weil die Bedingungen vielleicht ein bisschen schwierig, aber ganz nicht gefährlich waren.
Dann brauchst du aber auch gute Freunde, die dich gut kennen und das entsprechend einschätzen können, dass sie sagen können, eigentlich kann der Bas besser fliegen oder normalerweise wird er da jetzt was anderes machen als das, was er jetzt dort macht.
Und ich glaube, die meisten von deinen Anhörern haben auch solche Freunde. Das Wichtige ist, dass du dich selbst öffentstellst und zu deinen Freunden sagst, ich habe ein Problem. Genau wie Alkoholiker vielleicht machen sollen, ich habe ein Alkoholproblem. Wenn ich nach dem Alkohol gehe, gib mir mal eine Punch in the face.
Das heißt, wir brauchen anonyme Flugangstleute. Ja, aber nicht anonyme.
Was mir das meiste geholfen hat, ist, dass ich mit einer meiner guten Thermikfreunde am Fliegen war, Wingtipp am Wingtipp, da war maximal fünf Meter Distanz und wir waren am Fliegen von einem Bad nach dem nächsten Bad und ich habe gesagt über den Radio, das fühlt mich gar nicht gut. Es geht nicht in die gute Richtung, es ist unruhig in der Luft, wir schaukeln immer nach vorne und nach hinten. Was denkst du davon? Und er hat gesagt, ja, das nennt man Thermik. Es geht ja super. Sollen wir gegeneinander zusammen drehen in diesem nächsten Bad? Und ich habe wieder gesagt, na, es fühlt gar nicht gut, ich gehe ja runter. Er sagt, na, wir machen nur fünf Minuten.
Fünf Minuten wir kurbeln zusammen und wenn ihr dann noch immer schlecht fühlt, gehen wir zusammen runter landen in diesem Field über dort bei der Kirche. Gehen wir Bier trinken. Aber fünf Minuten. Und wir haben noch zwei Stunden geflogen danach. Und das war für mich die größte Realisierung. Es ist fast alles im Kopf, nicht draußen.
Nehmen wir das mal als mögliche Überleitung zu einem anderen Themenkomplex. Hast du aus dieser Erfahrung heraus, wo du gesagt hast, ah, ich hatte selber Angst und das hat mich vier Jahre des schönen Fliegens eigentlich gekostet und sowas. War das auch einer der Gründe, warum du gesagt hast, wie kann man da vielleicht auch anders rausfinden, dass du auf die Idee gekommen bist, einen Flugsimulator zu entwickeln?
Genau. Das kommt auch davon. Aber es geht weiter zurück. Wann ich, ich glaube, ein, zwei Jahre Fluglehrer war, ich habe mich realisiert, dass es ja, wie soll man das sagen? Alle Fluglehrer weltweit haben dieses Problem. Ihr Schüler hat etwas getan. Sie haben nach der Landung Feedback dazu gegeben. Aber das nächste Mal, wenn der Student diese Tipps anwenden kann, ist am frühestens anderthalb Stunden später. Im Idealfall, wenn alles schnell geht und die Bedingungen gleich bleiben. Aber in der Wirklichkeit bleiben die Umstände nie dasselbe. Also das war der wirkliche Grund, dass ich gedacht habe, wir sollen genau wie in Ausbildung und Currency Training für Kommerzial - und Militärpiloten sollen wir das auch haben für
Gleitschirmflieger. Das zusammen mit was ich auch gesehen habe in der Flugangst. Aber die Flugangst, wie ein Grund für den Simulator, der kam später. Wenn wir fast fertig waren mit dem ersten Prototyp. Ich habe Leute von der Flugangst -Coaching gefragt, möchtest du gerne etwas Neues ausprobieren? Ich möchte mal sehen, ob es möglich ist, deinen Stress auch zu erfahren im Simulator. Und da sind Piloten zu mir gekommen und ich habe geweint im Simulator. Und ich habe gesagt, jawohl, wir sind dort.
Warum haben sie geweint? Weil sie so in ihre Angst gekommen sind? Ja.
Das ist natürlich keine tolle Erfahrung für einen Piloten, aber es ist für mich ganz klar, dass wir die Triggers kopieren können. Die Triggers, die man im Praxisfliegen erfährt, denen man Stress und Angst geben, können wir auch replizieren, wiederholen in dem Simulator. Also seit einem Jahr nutze ich den Simulator auch für das Flugangst -Coaching. Also wir machen das Eins -auf -Eins -Gespräch. Wie ich das seit 15 Jahren mache. Aber seit einem Jahr ist auch das Simulator -Coaching darauf zugefügt.
Erst mal grundsätzlich beschrieben, wie sieht dein Gleitschirm -Simulator überhaupt aus? Was gehört da technisch dazu?
Wenn wir die Hardware anschauen, das sind drei unterschiedliche Teile. Eine Input -Unit, wie wir es nennen. Es ist ein halbformiges Aluminium -Frame mit Sensoren drauf. Und es gibt auch die Risers drauf. Und da kann man ein Gurtzeug anmachen. Und den hat der Pilot Gewichtsverlegerungs -Input und die Bremse. Auch zum Steuern. Und diese Unit ist verbunden mit einem selbstgebauten Supercomputer mit einer ganz starken grafischen Karte drin. Und dieser gibt Bilder nach einem VR -Goggles, VR -Headset.
Wo man richtig auf drei Dimensionen die Flugwelt erfahren kann.
Das heißt, man sitzt dann in dem Gurtzeug, man zieht diese Brille auf und fliegt dann mit dieser VR -Brille. Und in jede Richtung, in die man guckt, sieht man halt, wenn man hoch guckt, sieht man den Gleitschirm. Wenn man runter guckt, sieht man den Boden. Und vorne sieht man den Horizont. Man
kann 360 Grad rundum gucken, üben. Und es ist, es fühlt ganz ähnlich wie Fliegen in der Praxis. Also man sieht kleine Häuser, Autofahren über die Straße. Man sieht die Bäume, man sieht die Wolken. Man kann die Windgeschwindigkeit und Richtung erfahren. Man hat ein ein Frario, wo man die horizontale Geschwindigkeit, aber auch Sachen wie Gleitzahl und die vertikale Geschwindigkeit sehen kann. Also man kann da richtig alles mit üben, fast alles mit üben, was in der Praxis auch möglich ist.
Für so einen Simulator, wie genau muss eigentlich die Landschaft simuliert sein, damit man das wirklich, das realere Gefühl hat zu fliegen, dass das Hirn nicht die ganze Zeit auch denkt, hey, du bist in einem, das ist ja nur ein Spiel, das ist jetzt nichts wirklich Reales. Das
ist eine ganz gute Frage, weil für normale Simulators, für die Kommerzialluftfahrt und die Militärluftfahrt, das ist ganz nicht so wichtig, weil man auch lernt zu fliegen auf die Cockpit, auf die Instrumente. Gegenständlich beim Gleitschirmfliegen und Drachenfliegen und so weiter, ist es ganz wichtig, dass man gut die Landschaft, die Umgebung sehen kann, um eine Einschätzung zu machen von deiner Höhe. Geht es gut, wenn ich diese Gebirge überfliege oder muss ich nochmal ein paar Kurven machen in diesem Thermikbad?
Geschwindigkeit und Abstand ist viel wichtiger, also die Landschaft muss ganz realistisch sein dafür. Also ein Auto soll 1,20 Meter Höhe sein und nicht 2 Meter, ein normaler Personenkraftwagen. Und es ist ganz wichtig, dass ein Baum nicht 15 Meter Höhe ist, weil in Wirklichkeit diese Bäume sind nur 8 Meter hoch. Also die Verhältnisse sind auch ganz wichtig. Wir brauchen als Basis für den Simulator brauchen wir Luftfotografie und Satellitbilder von Google Maps auf eine dreidimensionale Höhekarte, dass wir von Internet bekommen, kann jemand von Internet bekommen.
Also wir trappieren die Fotos darüber, also das macht in der Basis die Landschaft. Und dann machen wir noch mit dreidimensionaler Software machen wir noch die Häuser und die Bäume und wir machen eine exakte Replika von dem Ländegebiet. Zum Beispiel, wenn ein Pilot in unserem Simulator in Greifenburg, natürlich ein super toller Sport ist zum Fliegen, wenn die Leute bei uns Landungsübungen machen in Greifenburg, die Baracke, wo man rechts umdrehen geht, ist richtig eine Baracke, mit gleichen Farben und es gibt ein Camping am Ende des Landungsfelds und der Windsack ist auf dem gleichen Platz.
Also wir üben in einer virtuellen Replika von der Praxissituation und das ist ganz wichtig für diese Art des Fliegen, weil es ganz wichtig ist, deine Geschwindigkeit, dein Abstand, deine Gleitzahl, ist das ein gutes Wort? Weil es ganz wichtig ist, deine Gleitzahl gut einzuschatten und gute Kurven zu machen und gut auf der Landewiese eine Punktlandung zu machen.
Bist du denn auch ein guter Programmierer, dass du das alles so hinkriegst?
Ich nicht, aber mein Geschäftspartner, er ist Professional
Simulator -Entwerfer und er hat Aerodynamik studiert, also er hat das ganze aerodynamische Modell von Paraglider so gebaut, dass es fast so fliegt, wie ein echter Paraglider.
Und er hat dann die ganze Software dahinter programmiert und auch die ganze grafische Software, die dann dahinter liegt?
Wir nutzen X -Plane, das ist ein Simulator, den jeder kaufen kann und da oben haben wir eine Layer, wie sagt man das?
Wir haben
darüber eine Layer gemacht, die Interface ist zwischen unserem aerodynamischen Entwurf und X -Plane, so wie auf eine realistische Weise mit der Basis -Funktionalität von X -Plane fliegen können in diesem Simulator. Und wir brauchen wieder andere Plugins und Input, um die Landewiese und Gebiete richtig nachzubauen. X -Plane macht es möglich, viele Layers drüben und drunter zu bauen.
Das ist also so eine Software, die man einfach erweitern kann. Und ihr habt dann halt diese Erweiterung geschrieben, dass das dann für das Gleitschirmfliegen gut passt.
Genau. Und die Hardware gebaut, wo man auf eine realistische Weise Input geben kann an die aerodynamischen Modelle.
Könnte ich denn mit deiner Software jetzt auch sagen, ich will irgendwo ganz anderswo in der Welt fliegen und das ginge schon so einfach? Oder muss man immer viel Arbeit investieren, um zu sagen, ich baue trotzdem die Landschaft nochmal genauer nach, damit das mit dem Gleitschirmfliegen überhaupt passt?
Ja und nein. Wenn jemand bei mir kommt und auf dem Platz sagt, ich möchte gerne in Brasilien fliegen, dort so und so, dann sage ich ja, das ist leider nicht möglich. Wir können das machen, aber es sieht gar so schlecht aus, dass es nicht realistisch genug ist. Wir können dort fliegen, aber es sieht nicht richtig aus. Die Erkennungsmerkmale in der Landschaft, die sehen ganz anders aus in den Basis -X -Plane. Ganz anders, als wir es machen können. Aber es kommen auch Leute zu mir, die buchen eine Trainung und die sagen, ich möchte gerne meine Landungen dort üben. Eine Landewiese, die wir noch nicht im Simulator haben. Dann setze ich mich hinter den Rechner für ein, zwei Tage und wir haben das Ganze virtuell kopiert, nachgebaut.
Und dann ist das auch zugänglich für alle Leute, alle Flugschüler, die einen von unseren Simulators nutzen. Das ist inklusiv beim Update.
Wie viele verschiedene Fluggebiete hast du mittlerweile gut simuliert in deinem Simulator integriert?
Wir haben jetzt die Greifenburg -Area in Österreich. Wir haben Bassano in Italien. Wir haben Dünne Pila in Franz. Und ich bin jetzt beschäftigt mit Lokken in Dänemark. Auch ein toller Soaring -Spot. Und Annecy. Annecy in Franz auch.
Das ist ja dann schon auch sehr abwechslungsreich, von Küstensoaring bis hin zu wirklich Hochgebirge. Ja,
weil wir mit dem Simulator Thermiken üben können, Landungen, Punktlandungen machen in verschiedenen Windbedingungen und Dune Soaring. Und wir sind das heute auch noch am Erweitern mit Ausländungsmöglichkeiten,
Hängländungsmöglichkeiten, Top -Landungsmöglichkeiten und wir machen auch eine Agro -Erweiterung mit einer Agro. Also wir bleiben immer weiterentwickelt.
Was ist aus deiner Erfahrung jetzt heraus, wo drin lag eigentlich die größte Schwierigkeit bei dieser Entwicklung? Ist das diese softwaremäßige Umsetzung oder was war der Knackpunkt? Ja, gute
Frage. Das war die Kombination von der Input so realistisch wie möglich zu machen und die Response von der virtuellen Schirm realistisch zu machen. Weil wenn man einen Simulator macht, der zum Beispiel nur 70 % realistisch ist und man geht damit Schüler etwas lernen, dann bekommen die Schüler die falschen Reflexe. Weil der Schirm im Simulator nicht so reagiert, wie ein Schirm in der Praxis reagiert. Also das letzte, das war super komplex. Da haben wir viele Jahre daran gearbeitet, weil wenn man zum Beispiel einen Gleitschirm im Vergleich nimmt mit einem Rigid
Wing, einem Cessna zum Beispiel.
Wenn man steuert mit ich habe viel Cessna auch geflogen, wenn man steuert mit einem Cessna, die Response ist fast gleichzeitig. Wie du weißt, ein Gleitschirm, das kürbelt noch immer nach. Auch wenn man nichts macht, das soll langsam ausdämpfen.
Ja, alle Bewegungen werden langsam gedämpft. Du hast noch das Pendel, der pendelt noch nach, aber dämpft sich dann so langsam aus. Genau.
Eine wichtige Fähigkeit für Piloten, glaube ich, ist gut steuern können mit Gewichtsverlängerung, aber auch mit der Bremse. Und das nicht immer in die gleichen Maßnahmen zu machen, aber das abzustellen auf die Umstände. Also, der Simulator reagiert auch ganz anders auf Gewichtsverlängerung als auf Steuerinput. Das war auch ganz
schwierig, das gut zu machen.
Wie kann man das denn richtig abstimmen? Das eine ist ja die Erfahrung, die du im Flug machst. Und das andere ist dann das Errechnete, wo du sagst, ich habe das Modell und sowas. Aber ist das dann, dass du sagst, du setzt dich in deinen Simulator, fliegst etwas nach und sagst, vom Gefühl her stimmt das noch nicht so ganz? Oder wie ist das wirklich? Du hast ihn quasi trainiert mit deinem Gefühl, so ungefähr?
Ja, das war der erste Schritt. Und danach haben wir mit einer Gruppe von Testpiloten immer getestet. Also, wir haben fast zwei Jahre getestet unser Prototyp mit Testpiloten und die Leute gefragt, jetzt fliegst du in eine Mitte oder Höhe B Bleitschirm. Flieg mal damit und sag uns mal, was noch nicht gut ist. Und das haben wir gemacht mit Piloten, die ganz wenig Erfahrung haben. 10, 20 Stunden. Aber auch Leute, die verantwortlich sind für das Trainieren von Fluglehrern. Also mit tausenden Stunden und alles das Wissen. Also es ist eine ganz verschiedene Gruppe.
Und damit haben wir es immer gefinetuned. Wir haben die Leute auch gefragt, mach mal einen Full -Stall wie geht das? Mach einen Landungs - Approach.
Ja, einen Landeanflug.
Ja, mach mal einen Landeanflug. Wie ist das? Ist das realistisch? Und einer der besten Beispiele für uns, dass wir
fast fertig waren damit, war, dass ein Pilot uns gesagt hatte, ich möchte gerne eine Landungsübung machen am Greifenburg, aber mit ganz starkem und böigem Groschwind. Da haben wir gesagt, okay, können wir machen. Und der Pilot war gelandet im Maisfeld. Am Simulator. Und er war am Lachen. Und er hat gesagt, ja, wenn ich in dieser Situation fliege in der Praxis, ich lande auch immer hier im Maisfeld. Und jetzt ist es auch im Simulator passiert. Also du hast etwas Gutes hier.
Also durch die Reproduktion des gleichen Fehlers, dann muss es ja ganz gut sein. Wo hat denn so ein Simulator aus deiner Sicht seine Stärken, aber wo hat er auch seine Schwächen jetzt noch in der Form, wie du ihn jetzt betreibst?
Der Simulator ist aus Trainingshilfe gedacht, um Piloten auf der Praxis zu halten und auch neue Fähigkeiten zu vermitteln. Lernen geht am besten, wenn sie das Ergebnis, ihre Handlungen und Entscheidungen sehen können. Normalerweise ist das beim Gleitschirmfliegen sehr schwierig, wie so viele Variablen zum Ergebnis beitragen, wie Windrichtung, Geschwindigkeit, andere Piloten, Tageszeit, ihr Standort. Beim Fliegen haben sie darauf keine Kontrolle, aber im Simulator schon. Also das ist einer von den stärksten positiven Aspekten. Was vielleicht noch nicht so gut entwickelt ist, ist die Vermittlung von der Kraft zum Beispiel auf die Bremse. Jetzt, wir nennen es ein Input Unit,
weil man bekommt natürlich auch Feedback, man sieht, was man macht, aber man fühlt es noch nicht. Das sind nur Elastiken, die die Gegenkraft machen, wenn man steuert. Wir haben in unserem Prototyp jetzt was wir nennen Force Feedback. Also dann gibt es keine Elastiken, aber dann gibt es Servos, Elektromotoren, die die Kraft, die auf dem virtuellen Flügel arbeitet, auch vermitteln nach der Bremse. Das ist etwas, was ich glaube, das noch realistischer kann.
Wie ist das, wenn ich zum Beispiel mit deinem Simulator eine Thermik fliege? Wenn ich mit einem normalen Schirm fliege und meinem Gurtzeug, dann hebelt es zwischendurch mal, dann merke ich, ah, da ist eine Kraft. Kriege ich so etwas von dem Simulator übertragen oder zur Zeit halt noch nicht?
Zur Zeit halt noch nicht. In der neuen Version des Simulators. Wir haben das, aber es ist noch nicht in diese... Also jetzt, wenn man Thermik fliegen geht, du kannst üben, mit wie viel Bremsenkraft muss ich machen? Wie weit soll ich mein Gewicht verlagern? Und man kann direkt sehen auf der Instruktorstation, aber auch auf deinem eigenen Variometer, wie schnell gehe ich in der Höhe? Kann ich das vielleicht noch effizienter machen? Viele Leute, wenn sie lernen, Thermik zu kurbeln, wenn wir den Wind anschalten, der Wind drückt sie aus dem... Die Leute aus dem Bad. Und was sagen die Leute im Praxisunterricht? Ja, der Bad, der war verschwunden. Ich mache auch Thermikunterricht in der Praxis.
Und das ist immer was die Piloten sagen. Ja, der Bad war verschwunden. Nein, du bist rausgekurbelt. Und das können wir auch ganz super im Simulator nachbauen und üben. Wenn der Wind stärker würde, dann muss man natürlich lange gegen den Wind fliegen um in dem Bad zu bleiben. Aber auch Entscheidungen wie, wie Höhe soll ich sein, bevor ich wechsel von Figur 8 fliege, am Nähe der Birke, nach komplett 360 Kurven machen? Wie viel Bremse habe ich in dem Bad? Oder wenn ich von einem Bad nach dem nächsten Bad fliege gegen den Wind, soll ich vielleicht mein Spielsystem 20%, 40%, 60 % oder etwas dazwischen machen?
All diese Sachen, ja, wenn man geübt hat im Simulator, und in der Praxis bringt, man kriegt viel mehr aus der Praxis.
Könnte ein solcher Simulator dann aus deiner Sicht schon in der Gleitschirmausbildung ein wirklicher Gewinn sein?
Ja, genau. Genau. Ich bin operational mit diesem Simulator seit neun Monaten jetzt. Und seit zwei Monaten eine große Schule hier in Holland, Airtime Paragliding Sport, hat auch einen Simulator von uns bekommen. Und sie nutzen das für Unterricht von allen Niveaus von Piloten, von Komplettanfängern bis Leute, die XC fliegen möchten.
Aber das sind dann extra Kurse, die man bei ihnen noch zusätzlich buchen muss? Oder ist das quasi Teil der Ausbildung, dass die sagen, pass mal auf, du buchst bei uns ein Ausbildungs -Package und du musst mindestens 40 Höhenflüge machen, aber wir machen mit dir auf jeden Fall auch 40 simulierte Landungen oder sonst was.
Ja, das, das, wir sind heute beschäftigt mit das komplett zu integrieren. Das ist ein, vielleicht am Laufe mehrerer Monate, dass es für sichere Trainingspakete Standard ist, dass die Leute erst ein oder zwei Stunden im Simulator fliegen, bevor sie nach den Alpen kommen, um Praxisunterricht zu bekommen. Was man in einer Stunde im Simulator lernen kann, dauert ein oder zwei Wochen in der Praxis zum Lernen. Es ist ein super Accelerator.
Ja, ein Beschleuniger.
Ja, es ist ein Beschleuniger für deine Fliehkarriere.
Warum ist der Simulator so ein Beschleuniger? Also, warum lernt man am Simulator oder im Simulator so viel schneller?
Wir zoomen genau auf die Fähigkeiten, die ein, die dieser speziale Pilot weiterentwickeln muss. Und das wiederholen wir dann unter immer schwierigeren Bedingungen. Also jeder Pilot hat andere Fähigkeiten, die man lernen muss, die, wenn wir das gut gemacht haben, auf den nächsten Schritt kommen kann. Und das ist, weil es nicht deutlich ist, diese Antwort, glaube ich.
Doch, also jeder, soweit ich es verstanden habe, du kannst mir gleich sagen, ob das ist das, was du meintest. Aber es geht darum, dass jeder Pilot natürlich andere Punkte hat, wo er noch was lernen muss. Und diese Punkte, die bei jedem individuell sind, die kann man bei jedem auch individuell trainieren und sagen, okay, bei dir hapert es noch mit dem Thermikfliegen, bei dir hapert es mit der, da gibt es Probleme bei der Landung, du kommst immer zu hoch rein oder was auch immer. Das können wir jetzt speziell am Simulator nochmal wirklich daran arbeiten.
Ja, ja. Wir haben richtig gesucht nach einem Tool, um sicherzustellen, dass Fluglehrer besser und schneller unterrichten und Piloten helfen können. Das ist das, das Idee. Es ist eine nahtlose Verbindung zur Praxis her und es sollte als Ergänzung und nicht als Ersatz verwendet werden.
Gibt es denn, gerade weil du sagst, es gibt schon diese eine Flugschule in Holland, die das einsetzt, gibt es da auch wirklich schon Erfahrung damit, dass sie gesagt haben, okay, bevor wir mit unseren Flugschülern aus Holland, wo alles flach ist, fahren wir in die Berge und die starten zum ersten Mal in Greifenburg oder wo auch immer das ist und dann fliegen sie dort und machen dann die ersten Landeanflüge in Greifenburg. Wenn wir das vorher im Simulator trainiert haben, dass man wirklich in der Praxis sieht, das klappt eigentlich auf Anhieb und man muss dort vor Ort, kann man schon direkt die Aufmerksamkeit auf ganz andere Sachen richten. Wir
haben damit experimentiert, Leute, die noch nie einen Paraglider angeschaut haben und eine, das war bei einer anderen Schule, bei Paragliding Holland, der hat auch Schüler nach uns gesendet, wo wir die Trainung für die Leute im Simulator machen und da war ein Teil von der Gruppe Anfänger, die noch nie einen Paraglider angeschaut haben, haben erst zwei Stunden Training bekommen in unserem Simulator und danach, einige Wochen danach, sind sie am Praxisunterricht angefangen und die Leute haben allen gesagt, wenn ich dort in der Luft war, ich habe es erkannt, recognized.
Ja, wiedererkannt.
Ja, ich habe es wiedererkannt. Ich habe gesehen, wo ich bin, weil ich hier noch nie gewesen bin und das hat mir Vertrauen gegeben und Erkennung. Also ich glaube ganz stark, dass es, dass es den Leuten hilft, auch weniger Stress zu erfahren dabei und zu wissen, wie es ist, um eine 360er zu drehen über die Landewiese, wie groß der Durchschnitt ungefähr sein muss, wie weit man ungefähr steuern muss, alles schon bekannt.
Würdest du dann sagen, okay, vielleicht ist in ein paar Jahren, könnte so ein Simulator wirklich zu Standards in den Flugschulen werden, zumindest in den größeren Flugschulen, die sowas sich vielleicht auch leisten können und wollen?
Ja, das ist richtig, das Idee, das ist unser Businessmodell. Wir sind heute im Gespräch mit vielen Schülern weltweit, die auch einen von uns Simulator bekommen möchten, um ihr Programm zu unterstützen.
Das heißt, ihr verkauft diese Simulatoren? Also könnte ich auch sagen, ich will für zu Hause so einen haben, was kostet mich das? Noch
nicht, vielleicht in ein paar Jahren, aber heute ist es eine eine Lizenz, eine
Rental.
Man mietet das bei euch? Ja, man
mietet das. Vor ein paar Monaten und bei Präferenzen mehr als ein paar Monate und davor bekommt man alle Hardware, alle Software, aber auch die Syllabus, weil Leute trainieren mit einem Simulator, ist für Fluglehrer ganz etwas anderes, als trainieren in der Praxis. Um es effizient und effektiv zu nutzen, muss man andere Sachen beobachten und es gibt natürlich die Support, die Erweiterung des Simulators, alles zusammen, auch wie soll man das sagen, Coaching oder Hilfe, Advisierung, weil das integrieren von dem Simulator in der Praxis, also in deinem Curriculum von den Schülern, weil alle Schüler das natürlich auf die eigene Weise machen, hilfe ich auch damit, zu einer optimalen Kombination zu kommen
und das hat natürlich auch noch andere Benefits, andere Vorteile, die die Arbeitsweise positiv beeinflussen, weniger Unfälle, viele Denk - und Handelsfehler kann man in der Sim schon sehen und weil sie nicht in der Praxis passieren sollen, mehr Zulauf von neuen Fähigkeiten. Eine andere Vorteile ist natürlich die Eintrittsbarriere vom Gleitschirmfliegen, die ist natürlich relativ hoch, wenn man auf eine Party ist und deine Freundin sagt, ich fliege Gleitschirm, 80 % von den Leuten, die sagen, ja, das möchte ich auch noch einmal machen in meinem Leben, fast niemand macht das, weil die Eintrittsbarriere dafür zu hoch ist, man muss einen Tandemflug buchen.
Das ist natürlich super toll, aber die Umständnisse sollen gut sein. Man soll nach einer Landewiese kommen. Ich habe schon viele Kunden hier in meinem Simulatorzentrum, die erfahren möchten, wie Gleitschirmfliegen ist und ob dieser Sport, diese Passion etwas für sie sein kann. Und dieser ist der erste Schritt und nicht der Tandemflug. Und ich habe auch viele von diesen Leuten schon nach der Schule gesendet, von okay, du denkst, Fliegen ist cool, geh mal anfangen mit dem Praxisunterricht. Aber es gibt auch Leute, die ein Komplett -Anfanger -Paket buchen und danach nach einer Schule gehen für die Praxis. Also die Eintrittsbarriere ist deutlich niedriger als bei einem Tandemflug.
Also ich glaube, dass es Schulbesitzern helfen soll, eine ganz anderes Businessmodell zu entwickeln, mehr Kunden zu bekommen. Ich erwarte, dass es auch Vorteile macht, wie mehr Material verkaufen, mehr Verkaufen von Auslandreisen, mehr vorgeschrittene Schüler. Es gibt natürlich auch viele Anfänger, die denken, okay, das war eine tolle Woche, aber es gibt mir ein bisschen Angst oder ich habe nur die Basis gesehen. Es dauert so lange, bevor ich meine Lizenz bekomme. Ich gehe etwas anderes machen. Ich glaube, ja, ich glaube, mehr Leute bleiben dabei und man kann richtig von Kunden Fans machen.
Wenn ich mir deinen Simulator so vorstelle, ist ja eine eigentlich sehr, sehr wichtige Phase des Fliegens dort sehr schwierig zu simulieren, nämlich den Start.
Ja, der Start ist nicht zu simulieren.
Wir starten den Flug auf einem Abstand von der Fliege. In der Gebirge und wir sagen, du bist hier gestartet, suche mal eine Thermikbad oder wenn wir eine Landung üben gehen, dann dürfen wir natürlich nicht anzufangen mit einem Start, was normal ist in der Praxis, aber den Start, den machen wir gar nicht und auch den Zwischenflug mit den Manövern, den machen wir nicht. Wir fangen an, zehn Sekunden von dem Punkt, wo man das Drehen anfangen soll im Landeanflug. Ja, wir zoomen nur ein. Auf diesen Teil von der Ausbildung und wir können es pausieren. Wir können es zurückstellen. Wir können sehen, okay, du hast einen Landungsanflug gemacht, aber du bist gelandet im Campingplatz.
Das war nicht so ideal. Was, wenn wir die Zeit zurückspulen, zurücksetzen gehen, was sollst du anderes machen? Ja, dann soll ich vielleicht noch etwas langer Downwind fliegen. Okay, gehen wir zurück am Anfang. Das Downwind lag und von dort gehst du jetzt langer Downwind fliegen. Okay, der Schüler oder der Pilot fliegt langer Downwind. Ah, schade, jetzt habe ich den Landung gar nicht geholt. Okay, was ist denn zwischen dieses Punkt? Ja, vielleicht soll ich es nicht lange machen, aber ein bisschen breiter, ein bisschen weiter.
Den Queranflug verlängern.
Ja, vielleicht soll man den Queranflug ein bisschen verlängern. Ah, jetzt ein Ziellandung. Okay, das geht gut. Machen wir noch einmal. Geht wieder gut. Okay, machen wir es schwieriger. Wir machen den Wind stärker oder schwacher oder wir machen ein bisschen Thermikeinfluss und wir bleiben es schwieriger machen, bis das Punkt der Pilot im Error kommt, im Kopf. Die Entscheidungen nicht mehr gehen und dann können wir es auch pausieren. Okay, du bist pausiert, du hangst hier immer still in der Luft, bewegt nicht mehr. Sag mal. Was, was sind deine Szenarios? Was kannst du machen? In Wirklichkeit, das geht natürlich nicht, aber was kannst du machen? Ja, ich kann noch ein bisschen diese Richtung fliegen und 180 Grad Kurve machen und dann noch 180 Grad Kurve und dann nach rechts.
Okay, und was ist Option zwei? Und dann haben wir mehrere Szenarios. Wir reden darüber und dann selektieren wir eine und der Schüler übt das, sieht die Auswirkung, wir gehen wieder zurück und wir üben mit einem anderen Szenario und so macht es eine ganz direkte, ja, eine ganz direkte Kopplung zwischen Entscheidung und dem Ergebnis.
Also man sieht, was habe ich getan und was war dann wirklich genau das Ergebnis davon? Ich bin zu hoch, zu tief, zu früh, zu spät, zu hart, was auch immer. Genau, genau, ja. Da ist ja dann ein Vorteil wahrscheinlich auch, wenn du sagst, okay, man macht so eine Stunde Training. Wie viele Landungen schafft man dann in einer Stunde an deinem Simulator?
Man kann 20, 30 Landungen machen in einer Stunde.
Was dann auch heißt, okay, da kann man wirklich viel ausprobieren an der Stelle. Da kann man
super viel ausprobieren. Das sind mehr Landungen, die die meisten Leute in ein oder zwei Wochen machen. Machen wir in einer Stunde. Und ein kompletter Landeanflug dauert in der Praxis natürlich auch etwa eineinhalb Minuten. Also viel mehr als 30, dann wird es ganz voll in der Stunde. Aber was wir öfter machen, ist nicht nur diese eineinhalb Minuten Landeanflug machen, aber ein Subset davon. Also nur das Drehen auf Position, wenn das das Problem ist. Oder eine gute Gewichtsverlängerung und Bremseinput.
Wenn Leute immer... Schaukeln bleiben in der Kurve. Also wir können vielleicht 60 von diesen Subsets von der Landung machen. Wir sehen alle Fähigkeiten ins Paragliden als Legosteine. Und wir suchen, welcher Legostein für dich ist der Schwachste. Und wir können das verbessern. Und wir können dann das ganz viel erholen. Und auf... Und wenn die Erholung... macht, dass du es gut machst, dann machen wir es schwieriger und schwieriger und schwieriger und schwieriger. Und dann kommt ein Punkt, weil es wieder scheiße geht. Und dann haben wir ja, okay, das ist das neue Punkt, wo wir lernen gehen.
Und vielleicht finden wir einen anderen Bottleneck, einen anderen Legostein, der nicht so gut geht. Dann suchen wir wieder drauf hin. Wir sind die einzige Institution, das einzige Trainungszentrum in der Welt, mit einer... Resultat -Garantie. Also wir sagen zu unseren Kunden, okay, du möchtest das Paket Thermik -Kurven, dann garantieren wir dir, dass nach diesem Training du gut und schnell Kurven machen kannst in Thermik und so viele Höhenmesser machen kannst in so vielen Sekunden. Dass du weißt, wen du wechseln musst, von achten Fliegen nach dreißigzig Grad fliegen. Dass du weißt, wie man den Vario nutzen soll. Dass du weißt, wie...
dass du weißt, wie... wie du handeln musst, wenn es starken Wind gibt. Ja, im Durchschnitt, das kostet Leute drei Stunden. Im Durchschnitt. Also wir sagen den Leuten, das kostet im Durchschnitt drei Stunden und du zahlst einen festgestellten Preis dafür. Und wenn es nicht geht in drei Stunden, bekommst du vier, fünf, sechs Stunden, ohne extra zu zahlen. Also die Leute, die zahlen nicht richtig pro Stunde, die zahlen für eine... Paket an Fähigkeiten. Fähigkeiten, das eins auf eins in der Praxis zu bringen ist.
Wie kannst du das überprüfen? Weil wenn jemand jetzt sagt, er hat bei dir drei Stunden gemacht und jetzt sagt er, jetzt bin ich in die alten gefahren und wollte das umsetzen. Aber es klappt immer noch nicht bei mir. Barst, du musst mir noch mal drei Stunden geben. Wie, wie, aber dann, das kannst du ja ganz schwer überprüfen, wenn du denselben gar nicht beobachtest, wie er dann wirklich fliegt. Oder du könntest einen sagen, der macht drei Stunden Landetraining mit dir und dann sagt er, jetzt war ich aber in der freien Wildbahn und da habe ich wieder jede Landung verhauen. Barst, du musst mir auf jeden Fall noch mal drei Stunden geben.
Das ist mir mit vielen Kunden in neun Monaten noch nicht passiert. Aber wenn das passieren soll, dann gehe ich da seriös überreden mit diesem Pilot. Und wenn ich richtig glaube, dass er ehrlich ist, dann sollte das für mich kein Problem sein. So viel Vertrauen haben wir in diesen Simulator. Das Schöne aber ist, dass wir es in dem Simulator schon sehen können, ob man es machen kann oder nicht. Die erste Stunde, Leute ohne Thermikerfahrung können nicht kürbeln in einem Thermikbad mit starkem Wind. Sie fliegen immer draus.
Und irgendwo am Anfang der zweiten Stunde, das geht super. Aber wenn wir dann den Wind ändern oder wir machen ein bisschen Windshear, dann verlieren sie wieder den Bad. Also am Ende des durchschnittlich dritten Stunden, wir können sehen, alles geht super. Und wenn die Leute dann draußen fliegen gehen, natürlich es gibt Sachen, die in Praxis anders sind. In Praxis fühlt man am Gurtzeug, an die Bremse, das Feedback. In die Anlage, das wir heute haben, kann man das noch nicht fühlen. Also man muss natürlich auch das dann wieder integrieren. Aber unsere Erfahrung sagt, dass wenn die Leute im Simulator gut zum Beispiel Thermik fliegen können,
es ist so viel leichter in der Praxis. Und denk mal darüber, wenn du ein ganz nicht erfahrener, ein ganz Anfänger bist mit Thermikfliegen und du machst einen Thermikkurs vor, sag mal, sechs Tagen. Du startest von der Birge. Wenn man nicht den ersten oder den zweiten Bad fassen kann, steht man wieder auf dem Landungsplatz. Dauert es mindestens eineinhalb Stunden, bevor man es wieder versuchen kann und vielleicht ist die Thermik zu stark oder es regnet. Das ist eine von den Kräften des Simulators, dass man das Einfliegen von einem Bad und das Drinbleiben, wenn man das kann im Simulator, kann man das in der Praxis.
Also man holt viel mehr aus einer Praxisfliegerwoche.
Könnte man denn einen solchen Simulator, wie du ihn hast, kann man den auch mitnehmen? Also könnte eine Flugschule sagen, pass mal auf, wir haben immer einen Simulator hinten in unserem Gepäck mit dabei, weil vielleicht haben wir ja von der Flugwoche sind zwei Tage richtig scheiß Wetter. Aber wir können dann sagen, passt mal auf, wir haben da unser Simulatorzelt. Jeder von unseren Flugschülern, wir haben acht Leute mit, jeder kriegt pro Tag eine Stunde Simulatortraining. So kommt ihr trotzdem zum Fliegen und ihr lernt vielleicht an dem Regentag viel mehr, als ihr beim echten Fliegen dann lernen könnt. Das
ist auch das ganze Idee, dass man es auch auf den Lokationen, auf dem Standort, wo man fliegen geht, dass man es auch aufstellen kann. Man braucht natürlich Strom und Internet für Verbindung, aber die Input -Unit, die VR -Goggles und die Rechner, die gehen alle in Flight -Cases, die wir dafür haben. Und man braucht einen steifen Rahmen. Ist das das gute Wort, ein Rahmen? Ja. Man braucht natürlich auch einen steifen Rahmen, um die Input -Unit aufzuhängen. Es muss das Gewicht von dem Pilot tragen können und nicht viel bewegen. Es muss stark sein.
Also das soll man bauen oder bauen lassen. Oder vielleicht, wenn es ein Standort ist, wo die Schüler mehr oft kommen, ist es möglich, etwas an der
Decke zu befestigen.
An die Decke zu befestigen. Ja, es gibt nur vier dicken Schrauben und damit kann man es festmachen.
Nun gibt es, soviel ich weiß, du hast gesagt, es gibt eine Flugschule in Holland, die so ein Ding jetzt hat. Du hast sowas, du sitzt in Amsterdam. Wenn ich jetzt sagen würde, ich will das trotzdem schon mal ausprobieren, könnte ich bei dir sowas buchen? Beispielsweise, ich sage, ich möchte meine Landung verbessern und will jetzt so ein dreistündiges Training bei dir buchen. Was wird mich das kosten?
Für dich nicht.
Nein, nicht für mich. Ich bin jetzt ein ganz normaler Pilot und will jetzt nicht drüber schreiben und will mir das mal dafür angucken, sondern wirklich ein normaler Pilot sagt, hey Bas, ich habe da diesen Podcast von Lucian gehört, das interessiert mich mal. Wie kommen wir zusammen?
Ja, es gibt zwei Möglichkeiten. Man kann eine komplett Paket buchen mit der Resultatgarantie, worüber wir geredet haben, das kostet 649 Euro. Man kann auch eine
Introduktionstunde buchen. Wir machen das unter unseren Kostpreisen und das kostet 99 Euro für eine Stunde. Und dann kann man alles ausprobieren. Landen, Terminen, Ausländer machen, June Soaring, nur um ein Gefühl zu bekommen, für was wir mit dem Simulator zufügen können an deine Fliegerkarriere.
Gerade wo du jetzt June Soaring sagst, also June Soaring. Ist
auch ganz populär unter deinen Zuhörern, glaube ich. Ich sehe sie ganz öfter hier an der Küste.
Es gibt ja die einen Leute, die häufig an die Küste fahren und das schon können oder meinen es zu können oder was auch immer. Aber es gibt ja vielleicht auch Leute, die sagen, aus den Alpen, ich will auch mal June Soaring machen und dann fahre ich mal nach Holland, aber Bergfliegen und June Soaring ist schon etwas anderes, auch dem Umgehen mit dem ganzen Strömungssituationen und so weiter, den Wind richtig einschätzen dafür und so weiter. Man könnte ja auch sagen, pass mal auf, bevor ich zum June Soaring fahre, fahre ich zum Bars und mache eine Stunde June Soaring bei ihm am Simulator. Er erklärt mir einmal die wichtigsten Sachen, worauf ich achten muss, verschiedene Dünenformen und wie sich da zum Beispiel auch die Auftriebsverhältnisse da ergeben oder wenn irgendwelche, flachen Stellen zwischen Dünen habe, wie fliege ich dort am besten weiter und so weiter.
Das kann man ja wahrscheinlich bei dir auch super trainieren. Genau,
das ist richtig. Ich unterrichte auch June Soaring in den Niederlanden und wir sehen natürlich auch Inzidenten damit, Crashes. Und eine von den meist gesehen Ursachen ist, dass Leute, wenn es Crosswind gibt und eine Kurve machen,
von Fliegen mit dem Wind in die Rucke nach Drehen mit dem Kopf in den Wind stürzen ab, weil sie die Kleider spinnen. Abreißen. Sie gehen negativ. Die Kurve
dehnt sich so aus, sie denken, sie kommen nicht rum und dann ziehen sie die Bremse immer weiter.
Er geht nicht durch die Kurve, geht nicht durch die Kurve, tiefer steuern, tiefer steuern, abstürzen. Und das passiert ganz öfter. Das kann man super üben in dem Simulator. Dann machen wir eine Dünung, mit etwas Häuser und dann sagen wir, okay, dreh mal jetzt links um. Ja, die Häuser, die sind ganz näher. Okay, wie soll man diese Kurve machen? Ja, vielleicht etwas früher nächstes Mal. Oder vielleicht etwas mehr
Gewichtsverlagerung und etwas weniger mit deinen Händen. Oder wie weit nach hinten kann ich fliegen? Weil über der Düne gedrückt werden durch den Wind passiert auch ganz öfter. Oder wenn man ganz fast hinter der Düne ist, dann kann man nicht fliegen. Die Düne ist wieder zu escape?
Zu entkommen. Der Gefahr zu entkommen oder aus dem Lebewirbel wieder herauszukommen und so weiter.
Genau. Um wieder zu entkommen, das ist auch eine Technik und das ist oft mit
Speedbar, Beschleuniger nutzen. Aber wie viel? Nicht maximal, aber auch nicht null. Aber wie viel soll man denn machen? Und wie kann man sehen, ob es genug ist oder zu viel oder zu wenig? All diese Sachen, die beitragen an viel Spaß im Fliegen in der Praxis, kann man in den Simulator um. Also ja, ich möchte gerne, dass die Leute alle erstmal hier vorbeikommen und dann nach der Düne gehen. Aber das gilt auch für die holländischen Flieger.
Okay, vielleicht gibt es auch ein paar holländische Flieger, die sogar diesen Podcast hören und dann letzten Endes dann bei dir landen. Bas, ich würde jetzt gerne langsam zum Ende kommen. Eine, das ist jetzt mal eine Abschlussfrage für dich. Was hast du selber mit deinem Simulator gelernt, für dich vom Fliegen?
Super tolle Frage, die ich nicht erwartet hatte. Ich bin jetzt am üben mit schwierigen Hängenlandungen machen. Weil das immer etwas ist, in schwierigen Umständen, das mich Stress gibt. Und ich habe gedacht, ich muss das üben im Simulator für zwei Gründe. Es selbst besser zu lernen und auch zu entdecken, ob der Simulator auch dafür genutzt werden kann. Das Antwort ist ja. Und jetzt bin ich gleichzeitig die Trainingsszenarios dafür zu entwickeln und auch selbst am Üben. Ich habe auch gesehen, dass
in der Praxis und im Simulator auch Hängenlandungen machen ist fast gleich. Wie kommt man an Fliegen? Wo kommt der Wind von? Soll ich hier meine Höhe verlieren oder dort? Und das hilft mir richtig ins Trainieren davon.
Es gibt ja, also gerade bei den X -Alps -Piloten sieht man es häufig, die nutzen häufig viel so Anflugtechniken, wo die quasi wirklich mit Schwung und teilweise mit Speed, teilweise einfach aus der Kurve heraus Schwung holend, wirklich mit Geschwindigkeit auf den Hang zufliegen, dann diese Geschwindigkeit in Höhe umsetzen, um dann ganz sanft aufzusetzen. Das wäre ja etwas, was theoretisch im Simulator hervorragend zu trainieren wäre, weil man, wenn man crasht, tut es nicht weh.
Genau. Ich habe viele Piloten, die im Simulator Crashes gemacht haben und gesagt haben, ich bin ganz froh, dass es nicht passiert ist hier im Simulator und nicht in der Praxis. Aber dein Landsmann Michael Nessler, also bekannt von Schwing, hat natürlich eine Technik entwickelt,
Full Beschleuniger und auch viel bremsen und dann wie eine Komete nach dem Boden gehen und auf letzte Sekunde das wieder
raus holen und dann zu lehnen. Ich habe das noch nie gemacht in der Praxis, aber das ist auch etwas, was ich am Üben bin im Simulator.
Das heißt, der Simulator kann auch wirklich die aerodynamischen Verhältnisse am Flügel so gut simulieren, dass wenn du sagst, ich trete gleichzeitig den Beschleuniger und ziehe die Bremsen, habe dadurch ein sehr stark gewölbtes Profil. Dadurch ist das sehr stabil, aber sinkt sauber nach unten und damit kann ich wirklich sehr gute Landungen fliegen.
Da muss ich natürlich ehrlich sein, das weiß ich noch nicht, weil ich das noch nie versucht hatte, aber Eike, der Schulbesitzer von Airtime, er macht das ganz oft. Also das ist eine von meinen folgenden Fragen, die ich ihr gerne stellen möchte. Probierst du es mal? Ja, ich probiere auch diese Technik und sage mir, wie realistisch der Simulator ist auf diesem Punkt. Und wenn er sagt, ganz realistisch, dann glaube ich, ich kann es damit üben gehen.
Ja, super. Dann, Bas, ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Simulator. Ich glaube, dass diese Idee, wenn sie sich denn durchsetzt oder wenn mehr Flugschulen sowas machen, dass das vielleicht wirklich nochmal ein Fortschritt in der Weise sein kann, wie man Gleitschirmfliegen lernt oder wie Leute dann auch eben mit ihren Ängsten oder ihren Schwierigkeiten und den Fehlern, die sie haben, wie man da weiterkommen kann. Und was ich auch sehr häufig sehe, sind ja schon quasi erfahrenere Flieger oder Leute, die lange fliegen, aber die trotzdem eingeschliffene Fehler haben oder die nie vernünftig landen können, sondern beim Landeanflug immer noch eigentlich da so durch Zufall irgendwie reingeschwebt kommen, so ungefähr das Landefeld ist groß genug, deswegen kommen sie noch alle sauber runter.
Aber sie sind nicht wirklich gesteuert geflogen, um zu sagen, ich kann meine Landung so fliegen, auch nach vielen Jahren, dass ich immer innerhalb quasi mindestens 10 Meter Umkreis um den Punkt, wo ich wirklich hin will, dass ich dort auch wirklich lande, was ja letztendlich wichtig wäre, gerade wenn man auch mal in kleinere Felder rein will und so weiter.
Habe ich auch ganz oft gesehen in dem Simulator. Aber danke, danke für deine Interesse. Ich hoffe das auch. Das ganze Idee ist, Schulbesitzer zu helfen, effektiver, effizienter das Unterricht zu machen. Und ich möchte gerne die ganze, ich muss sagen wir, wir möchten sehr gerne die ganze Welt damit helfen. Und was du auch sagst über die Piloten mit mehr Erfahrung, die
eingeschliffene Fehler haben, haben wir auch ganz öfter gesehen. Piloten, die mehrere Stunden pro Jahr exe fliegen, die zum Beispiel die ganze Zeit, wenn es anstrengend wird, die Reiser festgriffen. Wir entwickeln heute auch dafür etwas, dass man einen kleinen Strom bekommt,
wenn man die Reise angriff. Und was ich die letzten zwei Monate gemacht habe, ist jeden Mal wenn ein Pilot das macht, dann sehe ich und immer lauter. Und das geht auch gut. Piloten haben Angst davon. Aber ein bisschen extra Strom soll damit auch helfen. Also ja, die Möglichkeiten sind sind endlos. Also
du machst aus den Piloten dann noch Pavlovsche Hunde, die dann auf gewisse Weise reagieren. Genau,
nicht mehr machen.
Ja gut, war's. Vielen Dank für deine vielen Erzählen darum. Ich bin mal gespannt, wie schnell sich dein Simulator dann auch wirklich am Markt und bei den Leuten durchsetzt, wenn es wirklich so gut funktioniert, wie du das beschreibst. Und ich glaube schon, ich werde wahrscheinlich gerne mal auch nach Amsterdam kommen und mir das genauer angucken und dann vielleicht auf meinem Blog dann ein bisschen mehr noch drüber schreiben.
Das würde super sein. Komm mal vorbei.
Und so jetzt erst mal auf jeden Fall vielen Dank für deine Erzählung. Ich denke, dass da einige auch gerade was diesen Umgang mit Angst und sowas, dass da vielleicht manche auch noch da wieder Inputs rausziehen können. Also ich denke, war ein sehr interessanter Podcast mit dir. Vielen Dank.
Vielen Dank. Ich komme sehr gerne in Kontakt mit deinen Zuhörern, die noch vielleicht Fragen oder Aufmerkungen haben. Ich möchte gerne helfen. Also vielen Dank für diese Möglichkeit.
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