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98. Restrisiko - Simon von Fischer

// Von Fischer, Lucian Haas · 2022-12-23 · 00:52:57 · original episode

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[show notes]
Simon von Fischer blieb mit seinem Gleitschirm an einer senkrechten Klippe hängen. Wie hat das Erlebnis seine Sicht auf die Fliegerwelt verändert? +++ Das Gleitschirmfliegen kann einen in Situationen bringen, die man niemand wünschen will. Auch wenn sie glimpflich ausgehen. Zum Beispiel: Du kassierst beim Thermikfliegen in Geländenähe einen großen Klapper. Die Kappe dreht genau in Richtung der Felsen ab. Wenig später findest Du Dich frei über dem Abgrund baumelnd wieder– nur gehalten von ein paar dünnen Leinen deines Schirms, der sich in drei mickrigen Bäumen auf einem kleinen Felsvorsprung verfangen hat. Dem Schweizer Simon von Fischer ist genau das im August 2021 passiert. Dass der 41-jährige in dieser 98. Folge von Podz-Glidz davon ganz lebendig berichten kann, zeigt: Die Sache ist irgendwie gut und ohne bleibende körperliche Schäden ausgegangen. Wobei: Spurlos wird wohl niemand einen solchen Vorfall wegstecken können. Auch in der Fliegerseele können Narben zurückbleiben. Kleine Verletzungen des Egos oder auch – sagen wir mal: Schlaglöcher in der Begeisterung, die man fortan fürs Fliegen empfindet. Auch das ist Teil des Restrisikos unseres so schönen Sports. Wir blenden es nur zu gerne aus und reden viel zu selten darüber. Es sei denn, man macht es wie Simon und erzählt. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: After Party | Künstler: Loyalty Freak Music Music promoted by Happy Soul Music Library https://happysoulmusic.com

[transcript]

0:15Von Fischer

Das ist dieses Warum oder habe ich was falsch gemacht oder wie auch immer, das wird es wahrscheinlich für den Rest meines Lebens geben, aber das ist auch okay und ich glaube, das ist der springende Punkt, dass man dieses Okay für sich akzeptieren muss und das ist manchmal stärker und manchmal ist es fast gar nicht da, aber es macht nichts, wenn man das nicht rausfindet und weiß, es ist halt einfach nicht zu klären und spielt im einen Defekt eigentlich auch keine Rolle.

1:04Lucian Haas

Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast.

1:08Von Fischer

Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.

1:12Lucian Haas

Heute mit Simon

1:14Von Fischer

von Fischer und

1:16Lucian Haas

ich bin Lucian Haas.

1:21Lucian Haas

Das Gleitschirmfliegen kann einen in Situationen bringen, die man niemand wünschen will, auch wenn sie glimpflich ausgehen. Zum Beispiel, du kassierst beim Thermikfliegen in Geländenähe einen großen Klapper. Die Kappe dreht genau in Richtung der Felsen ab. Wenig später findest du dich frei über dem Abgrund baumelnd wieder, nur gehalten von ein paar dünnen Leinen deines Schirms, der sich in drei mickrigen Bäumen auf einem kleinen Felsvorsprung verfangen hat.

1:49Lucian Haas

Dem Schweizer Simon von Fischer ist genau das im August 2021 passiert. Dass der 41 -Jährige in dieser 98. Folge von Podz-Glidz davon ganz lebendig berichten kann, zeigt, die Sache ist irgendwie gut und ohne bleibende körperliche Schäden ausgegangen.

2:07Lucian Haas

Wobei... Spurlos wird wohl niemand einen solchen Vorfall wegstecken können. Auch in der Fliegerseele können Narben zurückbleiben. Kleine Verletzungen des Egos oder auch, sagen wir mal, Schlaglöcher in der Begeisterung, die man fortan fürs Fliegen empfindet. Auch das ist Teil des Restrisikos unseres so schönen Sports. Wir blenden es nur zu gerne aus und reden viel zu selten darüber. Es sei denn, man macht es wie Simon und erzählt.

2:38Lucian Haas

Wenn dir der Podcast gefällt, dann unterstütze doch meine Arbeit als Förderer. Wie das ganz einfach und ohne jede Verpflichtung möglich ist, erfährst du auf der Website meines Blogs Lu-Glidz. Und zwar dort auf der Seite Fördern.

2:54Lucian Haas

Simon, wenn ich es richtig sehe, dann hast du morgen Geburtstag. Das stimmt, ja. Ist das dann eigentlich dein zweiter Geburtstag, den du in diesem Jahr feierst? Das

3:05Von Fischer

habe ich schon oft gehört seit dem Ereignis. Aber eigentlich ist das immer noch mein normaler Geburtstag. Das andere ist irgendwie irgendwas

3:16Lucian Haas

dazwischen. Wenn man das andere irgendwas dazwischen, wir nennen es mal deinen inoffiziellen zweiten Geburtstag oder sowas. Was ist denn Besonderes an diesem Tag passiert?

3:26Von Fischer

Ja, an diesem Tag habe ich einfach mein maximales Glück ausgeschöpft, als ich an dieser Felswand hängen blieb und quasi mehr oder weniger unverletzt zurückkehren konnte zu meiner Familie. Und Freunden oder überhaupt generell ins Leben, ja.

3:47Lucian Haas

Du hingst an der Felswand. Lassen wir das mal wie in einer Soap -Opera als Cliffhanger einfach mal stehen. Du hingst an der Felswand, aber bevor wir dahin kommen, dass du erzählen kannst, was da eigentlich wirklich war, erzähl einfach mal ein bisschen über dich. Seit wann fliegst du und was bist du für ein Fliegertyp?

4:03Von Fischer

Also ich bin seit 2016 mit dem Gleitschirm unterwegs. Ich habe angefangen, weil ich mich sehr für das Hiken, Fly interessiert habe. Ich komme so ein bisschen aus der Ecke Bergsport mit Klettern und Hochtouren und so weiter. Und da habe ich natürlich viele andere kennengelernt, die auch zum Teil mit dem Gleitschirm unterwegs sind. Und mir schien die Variante Hochlaufen und Runterfliegen eigentlich noch sehr als bequemes Abstiegsmittel. Und ja, es würde mir halt ein paar neue Möglichkeiten eröffnen.

4:44Von Fischer

Und fliegerisch, ich denke, ich bin jetzt nicht unbedingt so der Wettkampftyp. Ich mache das eigentlich vor allem für mich, eben für mich als wie weiteres Tool im Bergsport. Ich bin da nicht so kompetitiv unterwegs, sagen wir mal.

5:04Lucian Haas

Das heißt, vom Charakter her steht für dich schon in der Regel Hike and Fly im Vordergrund?

5:08Von Fischer

Das war das ursprüngliche Ziel, genau. Natürlich ist dann später die Thermik, ja, die reißt einem halt mit, wie es der Name schon sagt. Und ja, da kommt man ein bisschen auf den Geschmack so. Aber der ursprüngliche Gedanke war eigentlich schon eher in Verbindung mit irgendwie an fremde Startplätze gehen und nicht unbedingt mit der Gondelbahn hochfahren.

5:37Lucian Haas

An diesem 11. August, deinem, wie ich sagte, inoffiziellen zweiten Geburtstag, wolltest du auch zum Hike and Fly gehen. Was war da der Plan?

5:46Von Fischer

Da haben wir uns verabredet, um im Lauterbrunnental ein Hike and Fly zu machen. Da war ich mit einem Freund unterwegs, mit dem ich oft eigentlich Hike and Flies gemacht habe. Und wir hatten am Tag vorher ein Ziel ausgemacht, Richtung Rothalhütte heißt das dort.

6:06Von Fischer

Und haben eigentlich uns gar nicht so viel vorgenommen. Wir wollten einfach da mal hoch. Das war schon längere Zeit eigentlich eine Idee von mir, dass man dort starten könnte. Ja, dann sind wir halt mal los, obwohl das Wetter noch nicht so toll war. Die Prognose war zwar nicht so schlecht, aber es war noch recht bewölkt und auch zum Teil noch etwas feucht. Aber wir haben uns deswegen keinen Stress gemacht.

6:33Von Fischer

Und dann sind wir quasi erst mal ins Restaurant gegangen, weil es halt noch nicht so, die Bedingungen es noch nicht so zugelassen haben, schon hoch zu laufen. Wir haben dann eine Stunde gewartet oder so. Und als wir wieder rausgekommen sind, hat sich die Wetterlage gebessert und die Sonne kam raus. Und wir wussten, wir haben jetzt noch sicher zwei, zweieinhalb, drei Stunden Aufstieg. Und da wird das Wetter dann schon gut sein zum Fliegen. Und so sind wir losgelaufen.

7:09Lucian Haas

Du hast gesagt, Lauterbrunnental, das hat vielleicht nicht jedermann vor Augen. Das ist ja schon ein sehr imposantes Tal von seiner Talstruktur her eigentlich. Wie sieht es dort aus?

7:19Von Fischer

Also wenn man... Von Lauterbrunnen her kommt, kann man eigentlich dieses schöne U -Gletscher geformte Tal sehen, wo rechts und links quasi die Felswände ein paar hundert Meter hoch gehen und dann oben erst sich Richtung Gipfel neigen. Man kann viele, viele Instagram -Bilder sehen vom Lauterbrunnen -Tal, weil es halt ein bisschen wie ein Märchenland mit Wasserfällen und so weiter. Es ist schon ein spezieller Ort. Das

7:52Lucian Haas

ist ja auch das, wo viele Leute dann wirklich Basejumpen machen und sowas. Einfach weil es da diese schönen Absprungsstellen gibt und du wirklich 300, 400 Meter senkrechten Absturz quasi von den Felsen hast, wo du dann einfach ins Tal runterspringen kannst und dann unten dann immer noch sicher landen kannst.

8:09Von Fischer

Genau. Das ist halt auch dann meistens für die Gleitschirmflieger ein bisschen eine Aufgabe, wo man sich auch darauf achten muss, dass man nicht kollidiert mit diesen Leuten. Aber es gibt auch spezielle Vereinbarungen, wann die springen dürfen und wann man auch nicht vor der Felswand durchfliegen soll.

8:29Lucian Haas

Aber wahrscheinlich gibt es ja auch spezielle Absprungsstellen, die man dann ungefähr kennt, wo man weiß, da fliege ich dann auf jeden Fall einen Bogen drumherum.

8:36Von Fischer

Genau. Und eben, es gibt auch vereinbarte Zeiten, wo die Basejumper nicht springen dürfen. Und generell sollte man halt mit dem Gleitschirm dort nicht allzu nah an den Wänden rumfliegen.

8:49Lucian Haas

Nun seid ihr dort hochgewandert. War das wirklich Hochwandern in gewisser Weise am Fels? Oder gibt es im hinteren Teil des Tales, gibt es da auch noch Bereiche, wo man ganz normal wandern kann, sage ich mal?

9:00Von Fischer

Ja, also wir sind auf der gegenüberliegenden Seite der berühmten Felswand mit den Absprüngen hochgelaufen. Und die Felswand dort ist jetzt nicht so durchgängig nur Fels wie auf der anderen Seite. Da gibt es auch eigentlich ganz normale weiß -rot -weiße Wanderwege, die da hochfliegen. Man kann sich das von unten manchmal schlecht vorstellen, aber dann, da gibt es schon einen Weg hoch. Das war eigentlich wirklich normales Bergwandern, sage ich mal.

9:32Lucian Haas

Und Startmöglichkeiten gibt es dann auch immer, gibt es zwischendurch so Absätze, wo man dann einfach rausstarten kann? Oder wie geht das?

9:38Von Fischer

Also man muss schon zuerst einige höheren Meter überwinden, weil es zum Teil felsig und waldig ist. Aber wenn man dann langsam weiter oben ist, dann wird die Neigung auch besser. Also es gibt dann auch zum Teil so grasige Abhänge und so weiter, wo man schon auch gute Startplätze finden kann.

9:58Lucian Haas

Wo seid ihr dann rausgestartet? Auf halber Höhe oder seid ihr bis ganz oben hochgelaufen?

10:03Von Fischer

Das ist eigentlich der Hüttenweg zu dieser Rothalhütte. Da gibt es ein bisschen weiter unten kommen eben diese grasige Matten. Das ist vielleicht drei Viertel des Weges zur Hütte, genau.

10:17Lucian Haas

Und da kann man gut starten?

10:19Von Fischer

Da kann man super starten. Das ist eigentlich ganz angenehm, ist auch gut ausgerichtet, keine Hindernisse und so weiter.

10:26Lucian Haas

Und euer Start war dann auch ganz problemlos?

10:29Von Fischer

Genau, wir haben zuerst da eine runde Pause gemacht, weil wir natürlich einen langen Aufstieg hatten. Und haben zuerst ein bisschen beobachtet, wie die anderen fliegen und also die anderen Gleitschirme, die vor allem von der anderen Seite kamen. Und ja, so gegen zwei. Oder so sind wir dann gestartet mit eigentlich perfekten Verhältnissen. Ein bisschen Aufwind, aber nicht zu viel und auch aus der richtigen Richtung war eigentlich ganz problemlos.

11:03Lucian Haas

Also die Luft fühlte sich vollkommen angenehm an und es war ein schönes dahinzuhören oder leicht thermisch unterstützt dann da rumfliegen.

11:12Von Fischer

Genau, ja, das war eigentlich so, wie man es sich wünscht. Zumindest beim Start. Thermisch haben wir gedacht, dürfte es noch ein bisschen mehr sein erstmal.

11:22Von Fischer

Aber wir waren ja nicht grundsätzlich zum Thermikfliegen hochgelaufen, deswegen hat uns das eigentlich nicht gestört.

11:31Lucian Haas

Wenn jetzt alles so angenehm war, hat sich dann trotzdem die Lage für dich, sagen wir mal gewissermaßen aus heiterem Himmel, dann mit einem Mal völlig verändert. Was genau ist da passiert? Wie ist das dazu gekommen?

11:44Von Fischer

So plötzlich war es eigentlich nicht. Also wir sind gestartet, das war wie gesagt sehr angenehm. Und einfach rein, weil man das halt manchmal so macht, denkt man sich, ich möchte gerne meinen Flug noch etwas verlängern und sind dann an dieser Felswand entlang geflogen.

12:06Lucian Haas

Auf eurer Seite, wo ihr gestartet seid oder ihr seid zur anderen Seite rüber, wo es ganz steil ist?

12:11Von Fischer

Nein, auf der gleichen Seite, weil wenn wir rüber geflogen wären, dann wären wir wahrscheinlich schon zu tief gewesen. Okay.

12:20Von Fischer

Auch thermisch ein bisschen aktiver, soweit ich das verstanden habe. Auf jeden Fall war es dann halt irgendwie schon ein bisschen ruckelig zum Rumfliegen. Erstmal haben wir ein bisschen Höhe verloren und dann ist es besser geworden. Aber man konnte jetzt nicht einfach so ohne großes Zutun einfach gemütlich steigen. Man musste schon ein bisschen durchhalten und manchmal war es auch recht ruckelig. Also es gab... Es kam dann nicht so plötzlich später, aber es war eigentlich grundsätzlich nicht... Ja, es war nicht so extrem, dass ich mir schon vorher gedacht hätte, ich will nur noch weg hier oder so, das nicht.

13:04Lucian Haas

War thermisch bewegt, aber wo man sagt, das ist normale Thermik so ungefähr.

13:09Von Fischer

Genau, ja. Da muss man ein bisschen mit rechnen dort, genau.

13:15Von Fischer

Beim Weiterfliegen habe ich dann irgendwann eben diesen Tandem von mir gesehen, der gutes Steigen hatte. Und ich bin dem hinterher geflogen, hatte auch gutes Steigen. Bin dann irgendwo umgedreht und beim Zurückfliegen an der gleichen Stelle eigentlich ist das dann irgendwo halt stärker gestiegen als vorher.

13:38Von Fischer

Ich habe zuerst das gar nicht so realisiert, was passiert, bis ich dann plötzlich aus dieser Thermik wieder rausgefallen bin und mein Schirm halt ziemlich stark vorgeschossen ist. Und in dem Moment wusste ich eigentlich... Ich wusste auch schon, oh, jetzt wird etwas ganz Ungutes passieren wahrscheinlich.

13:59Lucian Haas

Du hast den Klapper schon erwartet so ungefähr.

14:01Von Fischer

Ja, eigentlich schon. Ich habe aber eher so einen Frontklapper erwartet, was dann leider nicht der Fall war. Es war wirklich die Seite zur Felswand hin, die eingeklappt ist. Was dann genau passiert ist, weiß ich nicht, weil es so schnell gegangen ist.

14:21Von Fischer

Das nächste, wo ich dann wieder bewusst war... Was ich dann wahrgenommen habe, ist, dass ich halt irgendwie so seitlich rückwärts gegen diese Felswand schwinge. Und dann hat es eigentlich auch schon geknallt und dann war es eigentlich auch schon vorbei. Dann hing ich da.

14:40Lucian Haas

Vor der Felswand?

14:42Von Fischer

Vor der Felswand, genau. Und habe dann irgendwie hochgeguckt und gesehen, dass mein Schirm sich in so kleinen Bäumen verfangen hat. Weil ja diese Felswand immer mal wieder...

14:54Von Fischer

Durch so kleine wie Böschungen eigentlich durchzogen ist. Und dann wieder vielleicht 20, 30 Meter Felsen hatte. Und dann wieder so in einen Vorsprung war die Wahrscheinlichkeit halt groß, dass ich da irgendwo auf so einem Boden eigentlich dann lande irgendwann. Ich hatte aber halt das Glück, dass ich schon mit dem Schirm mich eigentlich an den untersten Bäumen von so einem Vorsprung verfangen habe.

15:26Lucian Haas

Jetzt um das Bild nochmal klarzustellen. Dein Schirm hängt oben in den Bäumen. Du hängst einfach quasi senkrecht runter, sitzt noch in deinem Gurtzeug, sitzt aber nicht, also bist nicht direkt nah am Boden, sondern du hängst in der freien Luft. Die Felswand ist knapp neben dir, aber nach unten runter geht es einfach senkrecht runter bis zum Talboden oder wären da schon noch ein paar andere Stufen gekommen? Also wenn jetzt dein Schirm, warum auch immer, zerrissen wäre oder sonst was und du wärst weiter abgestürzt, wärst du... Hättest du vielleicht nach 20 Metern auf den nächsten Vorsprung geknallt oder wie hätte das ausgesehen?

15:59Von Fischer

Ja, das hätte so ziemlich genauso ausgesehen. Also da waren noch weitere Stufen. Ich denke, die Distanz zum nächsten wäre vielleicht eher bei 50 Meter gewesen oder so. Aber ich hing jetzt nicht einen Kilometer über dem Talboden in freier Luft. Ich baumelte circa, ich würde sagen, ich konnte die Felswand berühren mit meinem Arm. Es wäre halt... Es wäre halt nachher unten auch ziemlich steil gewesen und wahrscheinlich wäre das schon nicht so gut gewesen, wenn ich da noch diese restlichen Meter runtergefallen wäre, bevor ich aufgeschlagen wäre.

16:40Lucian Haas

Ja, also 50 Meter klingt schon nach ziemlich heftigem Aufschlag, der dann da gekommen wäre. Kannst du dich noch, fände ich jetzt mal spannend, kannst du dich noch an deinen ersten Gedanken erinnern in dieser Situation? Du bist gegen die Felswand geklatscht. Du hängst jetzt da, realisierst, ich hänge jetzt da. Was kommt einem dann, was schießt einen dann in den Kopf?

17:02Von Fischer

Also mein erster Gedanke war, verdammt, war jetzt das wirklich nötig? Und direkt danach eigentlich auch so, was sage ich jetzt meiner Frau zu Hause? Das waren eigentlich so die ersten zwei Gedanken, die ich hatte, genau.

17:21Lucian Haas

Eigentlich verrückt. Du hängst quasi immer noch in Lebensgefahr da und machst dir als erstes den Gedanken, nichts scheiße, wie kann ich mich hier vielleicht sichern oder sonst irgendwie was, sondern oh, was sage ich meiner Frau? Das war jetzt nicht nötig.

17:33Von Fischer

Genau, das war halt dieser Moment, wo man nicht beeinflussen kann, was man denken soll. Der Gedanke, mich selber zu sichern, kam mir natürlich später auch. Ich habe mich dann auch versucht, zu der Felswand hinzuziehen. Da ich auch gerne klettere, habe ich auch einen kurzen Moment lang gedacht, ich könnte da vielleicht zwei, drei Meter hochgehen. Hochklettern und mich da oben hinsetzen, was ich dann aber ziemlich schnell verworfen habe, weil ich gewusst habe, nein, du bist nicht in dem Zustand, wo du verantwortungsvolle Ideen hast und das lässt du mal lieber bleiben. Ich habe dann meinen Beschleuniger irgendwie hochgezogen und den über so eine kleine Felsnase gehängt, damit ich da noch so ein bisschen zusätzlich gesichert war.

18:24Von Fischer

Ironischerweise hat dann direkt eigentlich, mein Telefon geklingelt und am anderen Ende war meine Frau. Ich habe aber gedacht, okay, dieses Telefonat führen wir wahrscheinlich später, wenn ich wirklich wieder sicher zurück auf dem Boden bin.

18:42Lucian Haas

Das heißt, du bist nicht drangegangen?

18:44Von Fischer

Nein, ich glaube, das wäre zu krass gewesen für sie.

18:49Lucian Haas

Hatte sie etwas geahnt, dass da irgendwas war? Also habt ihr so eine Connection, dass da ist so, hey, ich muss den mal anrufen?

18:56Von Fischer

Nein. Nein, ich glaube, es war eher so, dass es normalerweise, wenn ich so unterwegs bin, ich mich früher schon wieder quasi melde, dass ich irgendwie gelandet bin oder so und an diesem Tag ging es halt ein bisschen länger als sonst und sie hat gedacht, sie ruft vielleicht mal an, um zu fragen. Jetzt nicht unbedingt so im Sinne von, ist dir was passiert, aber einfach so, um mal zu checken, an was ich dran bin quasi.

19:28Lucian Haas

Du hattest gesagt, du warst auch mit einem Fliegerkumpel unterwegs, mit dem du dort hochgelaufen bist. Hatte der eigentlich alles mit angesehen? Also war der so in deiner Nähe, dass der genau gesehen hat, was dir passiert ist?

19:39Von Fischer

Na, ich glaube, erst dadurch, dass er halt auch da am Sohren war, hat er es so ein bisschen, glaube ich, im Augenwinkel mitgekriegt und dann ist er eigentlich schnell rausgeflogen in die Talmitte und hat wahrscheinlich dann nur noch gesehen, dass ich da an dem Baum hänge. Und wir hatten dann auch noch Funkkontakt, weil wir verbunden waren. Er hat mich gefragt, ob er irgendwas machen könnte oder so, ob er etwas alarmieren soll oder so. Und ich habe gesagt, ja, eigentlich kann ich das gut auch selber machen, weil ich kam eigentlich leicht an mein Telefon ran und habe dann eigentlich von da aus einfach selber die Rettungsflugwacht alarmiert.

20:28Von Fischer

Genau.

20:30Lucian Haas

Und die hat dich dann aus deiner misslichen Lage gerettet?

20:33Von Fischer

Genau. Also von da, wo ich hing, hatte man eigentlich Sichtkontakt zum Heliport von Lauterbrunnen. Deswegen waren die ziemlich schnell da. Die sind dann erst mal mit dem Helikopter zu mir geflogen, um zu schauen, was überhaupt die Lage ist. Die sind dann wieder weg und später wiedergekommen mit der Longline. Dann haben sich zwei Retter......über mir auf diesem Vorsprung abgesetzt. Der eine hat sich an einem Baum gesichert und den anderen zu mir runtergelassen. Und der hat mich dann auch gesichert. Und als wir alle quasi irgendwo festgemacht waren, ist der Helikopter wiedergekommen und hat mich und den Retter, der bei mir war, mit der Longline mitgenommen.

21:22Von Fischer

Und später dann haben sie noch den anderen wieder abgeholt an dem Vorsprung.

21:29Lucian Haas

Für diesen Flug mit dem Heli, bist du da aus deinem Gurtzeug rausgekommen oder bist du mit dem Gurtzeug mitgeflogen?

21:35Von Fischer

Die haben die Karabiner eigentlich direkt an meine Karabiner vom Flugzeug eingehängt. Also ich bin eigentlich direkt so drangehängt worden, genau.

21:45Lucian Haas

Und den Schirm haben sie dafür dann aber alle Leinen gekappt oder was habt ihr da gemacht?

21:49Von Fischer

Ja, zuerst war der Plan, dass man den Schirm vielleicht beim Hochgehen noch so ein bisschen mitnehmen könnte. Aber der war so stark verheddert, dass nur noch... Ein Kappen etwas gebracht hat. So viel zur Thematik, dass der Schirm dann später reißt oder so. Ich habe mir auch, während ich da am Schirm gehangen bin, habe ich eigentlich gewusst, okay, es hält. Und ich habe jetzt nicht irgendwie Panik gehabt, dass es irgendwie sich die Situation ändern könnte, weil ich glaube, es ist eher in Filmen so, dass dann irgendwie Faden für Faden langsam reißt und am Schluss...

22:31Von Fischer

Ja, fällt man dann runter. Ich denke, die größte Belastung ist beim Aufprall quasi. Und wenn es da standhält, dann wird es dann auch weiterhin standhalten. Das war so meine Überlegung.

22:44Lucian Haas

Was ist denn mit dem Schirm passiert? Hängt er da jetzt immer noch oben im Baum?

22:48Von Fischer

Nein, ein Stück haben sie mir noch geben können im Hangar unten. Und den Rest haben sie dann später geholt und wahrscheinlich einfach weggeworfen. Und das Stück, das ich noch zu Hause hatte, habe ich dann in einem lokalen Outdoor -Shop eigentlich zur Verfügung gestellt, weil die damit dann andere Jacken und so flicken können.

23:12Lucian Haas

Die nehmen den Stoff dann dafür. Genau. Okay, dann kriegt dein Schirm noch ein zweites Leben auf gewisser Weise. Mehr oder weniger. So wie du ein zweites Leben geschenkt bekommen hast, hat dein Schirm dann auch ein zweites. Hast du denn von diesem Aufprall, du bist ja dann heftig gegen diese Felsmauer geknallt, hast du da irgendwelche körperlichen Schäden dann davongetragen, die du vielleicht erst gar nicht gemerkt hast?

23:34Von Fischer

Ja, also erst mal habe ich gedacht, ich bin komplett unverletzt und habe einfach einen kräftigen Wumms gekriegt. Hat sich dann herausgestellt, dass ich unten beim Notarzt erst mal untersucht worden bin und langsam so ein bisschen von dem Adrenalin runtergekommen bin, dass ich schon ziemlich starke Schmerzen am Brustkasten hatte. Ich fuhr dann auch allerdings mit dem normalen Auto irgendwie zum Spital und dort haben sie Röntgen gemacht und sonstige kleine Tests, um zu sehen, ob ich so innere Verletzungen habe und so.

24:20Von Fischer

Und dort konnten sie allerdings auch keine Frakturen oder so feststellen. Die Rippen waren kaputt, mehr oder weniger, aber die waren nicht so schmerzhaft. Die waren jetzt nicht verschoben oder so, also man hätte eh nichts machen können. Ob die jetzt nur gequetscht oder gebrochen sind, spielt dann eigentlich nicht so eine Rolle.

24:38Lucian Haas

Die wachsen dann irgendwie wieder sauber zusammen.

24:41Von Fischer

Ja, da kann man nicht wirklich viel machen. Früher hat man manchmal noch so eine Art Korsett gekriegt, damit man beim Atmen den Brustkasten nicht so sehr bewegt. Aber eigentlich braucht man das auch nicht. Man hat dann halt einfach fünf Wochen lang ziemlich Schmerzen beim Atmen. Nach

25:00Lucian Haas

fünf Wochen war das bei dir dann auch vorbei?

25:02Von Fischer

Ja, mehr oder weniger. Also sicher körperlich bin ich auch schon, glaube ich, nach vier Wochen wieder konnte ich eigentlich recht gut so kleine Wanderungen machen und so weiter. Das Problem war eher eben manchmal Niesen zum Beispiel, ist immer heftig. Aber so war es dann eigentlich schon recht bald, körperlich zumindest, wieder vorbei, genau.

25:29Lucian Haas

Das heißt, keine Körperkrankheiten? Ja, keine körperlichen Schäden länger davongetragen. Was ist mit einem seelischen Schaden? Was hat der Vorfall für ein Kopfkino bei dir ausgelöst?

25:39Von Fischer

Ja, also erst mal war es irgendwie ein bisschen komisch für mich, weil ich erwartungsgemäß irgendwie hätte irgendein Horror -Szenario oder Albträume oder irgendwas haben müssen. Aber es kam mir eigentlich gar nicht so schlimm vor. Für mich war das irgendwie nicht so greifbar. Und auch irgendwie... Also ich hatte ja nie Panik oder so in der Felswand. Oder ich habe auch nie irgendwie den Moment gehabt, wo ich gewusst habe, jetzt sterbe ich oder irgendwie sowas. Das hatte ich alles nicht. Deswegen war ich zuerst ein bisschen skeptisch, ob das überhaupt sein kann.

26:23Von Fischer

Ich denke, es ist erst nach und nach so ein bisschen gekommen, dass ich realisiert habe, wie viel Glück, das ich eigentlich hatte. Und auch, dass es mich beeinflusst beim Späteren. Und Fliegen habe ich ja damals auch noch nicht gewusst in der ersten Phase.

26:41Lucian Haas

Die Fragen, die dann so kommen, sind das Fragen, wo du dich selber hinterfragt hast? Oder sind das auch Sachen, wo es auch viel darum geht, wie sehen mich andere?

26:54Lucian Haas

Also geht es darum, vielleicht auch ein Gefühl der Scham, dass man sagt, mir ist was passiert, vielleicht bin ich nicht der gute Pilot. Die anderen denken jetzt, ich bin, ja, ist der blöd geflogen, dass er sich da an die Felswand hängt.

27:05Von Fischer

Also ich wusste, dass ich nicht, ja,

27:13Von Fischer

wie soll ich das sagen, ich bin nicht der Typ, der volles Risiko nimmt, zum Beispiel.

27:21Von Fischer

Und deswegen habe ich eigentlich auch nie ein Problem damit gehabt, quasi auszusprechen, was passiert ist. Für mich hat es nicht meine Skills als Pilot eigentlich abgewertet, dass mir das passiert ist. Ich habe später einfach realisiert, dass ich wahrscheinlich nicht, das Maximum gemacht habe, um in so einer Situation klarzukommen, ob das eine Rolle gespielt hat jetzt. Weil weiß man nicht, weil es kann auch einfach Restrisiko gewesen sein. Ob ich mit mehr Sicherheitstrainings und so weiter genau diese Situation hätte verhindern können, kann man nicht nachvollziehen. Aber für mich persönlich war es halt schon so, dass ich,

28:10Von Fischer

danach wusste irgendwann, wenn ich Thermik fliegen will und wenn ich Strecken fliegen will, dann muss ich mehr Zeit dafür haben und mehr dafür quasi tun, damit ich das auch für mich selber verantworten kann. Weil dann hätte ich das Maximum gemacht, was von meiner Seite her machbar ist. Und zu dem Zeitpunkt, wo der Unfall passiert ist, habe ich das halt nicht. Also da habe ich eigentlich quasi einen Trainingsrückstand gehabt.

28:39Lucian Haas

Hast du denn auch, von anderen Piloten oder sowas Kritik bekommen? Oder hast du irgendwelche indirekt vielleicht auch irgendwelche kritischen Stimmen gehört?

28:48Von Fischer

Nein, eigentlich überhaupt nicht. Ich denke, dadurch, dass ich eigentlich das von mir aus erzählt habe und quasi auf die Leute zugegangen bin, habe ich eher Zuspruch bekommen, punkto cool, dass du das erzählst und es ist gut, dass das jemand mal irgendwie sagt und so weiter. Und, es hat eigentlich nie jemand gesagt, ja, du hättest da nicht fliegen sollen oder du warst halt nicht irgendwie in der Lage, das zu fliegen oder irgendwie sowas. Das habe ich eigentlich so nie gehört.

29:25Lucian Haas

Du hast ja auch relativ bald das Gespräch zu einem Mentaltrainer gesucht. Der Benz Erbt, der war auch schon hier im Podcast. Warum?

29:34Von Fischer

Ich weiß nicht. Ich wusste, dass man solche Sachen nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, auch wenn es, dass einem vielleicht so vorkommt. Und was ich mir auch erhofft habe, ist ein bisschen, oder zumindest im Vorfeld erhofft habe, ist, dass ich vielleicht etwas darüber erfahre, ob das verantwortungsvoll war oder ob ich etwas dafür konnte oder nicht. So ein bisschen. Ich wollte eigentlich meine Einschätzung der Situation so ein bisschen abstützen, auf der Meinung quasi eines Fluglehrers, weil der Benz Erbt ist ja auch Fluglehrer. Und ja, ich habe mir da ein bisschen erhofft, dass ich quasi meine Einschätzung bestätigt kriege.

30:25Lucian Haas

Welche Erkenntnisse hast du da für dich gewonnen? Hast du irgendwas falsch gemacht oder war es wirklich nur das sogenannte Restrisiko, was dich dann einfach erwischt hat?

30:35Von Fischer

Ja, lustigerweise ist das eben gar nicht so definierbar. Und deswegen ist es auch gut gewesen, bin ich beim Mentalcoach gewesen, weil er konnte mir dann quasi aufzeigen, dass es erstens so ist, dass er mir nicht die Lösung für diese Frage geben kann oder die Antwort auf diese Frage geben kann. Und dass es wahrscheinlich für mich nie diese Antwort geben wird im ganzen Leben. Und dass es dieses Warum oder habe ich was falsch gemacht oder wie auch immer, das wird es wahrscheinlich finden. Das wird es wahrscheinlich für den Rest meines Lebens geben. Aber das ist auch okay. Und ich glaube, das ist der springende Punkt, dass man dieses Okay für sich akzeptieren muss.

31:24Von Fischer

Und das ist manchmal stärker und manchmal ist es fast gar nicht da. Aber es macht nichts, wenn man das nicht rausfindet und weiß, es ist halt einfach nicht zu klären und spielt im Endeffekt eigentlich auch keine Rolle.

31:40Lucian Haas

Okay, heißt dann aber auch, dieses Restrisiko, was beim Flugsport immer da ist, zu dem muss man eigentlich auch okay sagen. Das muss man dann akzeptieren.

31:49Von Fischer

Auf jeden Fall. Und ich glaube, so wie ich jetzt unterwegs war, habe ich das Gefühl gehabt, ich habe immer gewusst, dass es ein Restrisiko gibt. Aber im Nachhinein würde ich sagen, kann man das wie fast gar nicht so wissen oder akzeptieren, weil es schon etwas anderes ist. Weil wenn man halt dann mal einen Unfall hat, aber das ist auch nicht schlimm. Man muss sich dessen halt einfach wirklich bewusst sein und eigentlich mehr oder weniger einfach für sich selber im Reinen sein, was man dafür getan hat und was man quasi da rauszieht.

32:35Lucian Haas

Hast du nach diesem Vorfall irgendwann auch ernsthaft mal darüber nachgedacht, ich höre auf mit dem Fliegen?

32:42Von Fischer

Erstmal gar nicht. Erstmal war es für mich wichtig, dass dieser Unfallflug nicht der letzte Flug war. Ja, weil ich habe ja nicht irgendwie etwas falsch gemacht beim Starten und mich deshalb irgendwie ausgehebelt oder irgendwie sowas. Ich war einfach mehr oder weniger zur falschen Zeit am falschen Ort. Vielleicht mit ein bisschen zu wenig Skills, aber das sei mal dahingestellt. Aber es war nicht das Fliegen an sich, das quasi für mich gefährlich war, sondern dieses, ich habe es immer verglichen, wenn du in einem Fluss schwimmst, dann ist es halt gefährlicher, als wenn du irgendwo an einem ruhigen See vom Steg aus ins Wasser gehst.

33:31Von Fischer

Und deswegen ist die Option Hikenfly für mich halt immer noch da gewesen, weil ich wusste, dass in ruhiger Luft habe ich bisher nie Probleme gehabt. Und da habe ich auch genug Skills, um das so zu betreiben, dass es eigentlich für mich verantwortbar ist. Und deswegen wollte ich halt auch unbedingt, nochmal fliegen gehen.

33:54Lucian Haas

Und das bist du auch. Wann war denn dein erster Flug dann wieder?

33:58Von Fischer

Mein erster Flug war im Januar. Da bin ich dann einen Tag lang mit meiner ehemaligen Flugschule mitgegangen und habe gleichzeitig auch noch gerade einen neuen Schirm getestet, wo ich mir vorstellen konnte, das wäre was für die Zukunft. Also einen leichten A -Schirm. Und wie erwartet eigentlich hat sich dieser Tag, auch sehr gut angefühlt eigentlich. Also ich habe nicht beim Fliegen Angst gehabt. Klar, beim Starten war es schon kurz ein bisschen aufgeregter als sonst. Aber ich denke, das Gefühl hat man auch, wenn man mehrere Monate nicht mehr geflogen ist und dann wieder am Startplatz steht, dann ist man auch aufgeregter als sonst, wenn man viel, viel fliegen geht.

34:46Von Fischer

Das war eigentlich ein sehr schönes Erlebnis, zu merken, dass ich diese Situation auf jeden Fall richtig eingeschätzt, habe, dass mir das nichts ausmachen wird und ich auch nicht irgendwie in der Luft irgendwie Angst habe oder irgendwie so.

35:03Lucian Haas

Und seither fliegst du auch wieder regelmäßig?

35:06Von Fischer

Ich habe seither ungefähr vielleicht fünf Tage gehabt, wo ich fliegen war. Einmal habe ich noch einen Schirm getestet, später im März. Da habe ich so vier, fünf Flüge an einem Tag gemacht.

35:25Von Fischer

Später habe ich noch einen Schirm getestet, später im März. Und später habe ich auch ein, zwei Hikenflies noch gemacht. Und jetzt die letzten Monate war es wieder ein bisschen weniger. Mehr oder weniger, weil ich halt nicht so oft Zeit habe mit einem kleinen Kind. Und wenn es dann mal schön ist, dann möchte ich halt alle Sachen gleichzeitig machen. Und in letzter Zeit habe ich dann auch mal das Klettern vielleicht vorgezogen.

35:50Von Fischer

Aber ich habe sicher vor, wieder fliegen zu gehen.

35:55Lucian Haas

Du hast einen kleinen Sohn. Genau. Ich kenne ein paar, die, als sie kleine Kinder bekommen haben, gesagt haben, ich fliege jetzt lieber erst mal nicht mehr oder sowas. Das wäre aber für dich kein Grund.

36:10Von Fischer

Ja, mittlerweile nach dem Unfall vielleicht wäre es eher ein Grund. Aber auch wieder hier vor allem, weil ich nicht so viel Zeit dafür aufwenden kann, wie ich das gerne würde, um für mich selber zu sagen, jetzt bin ich verantwortungsfähig. Ich bin verantwortungsvoll unterwegs. Und nicht unbedingt, weil ich jetzt finde, das Fliegen ist plötzlich wegen dem Kind viel gefährlicher geworden. Klar hat man eine zusätzliche Verantwortung als Vater. Aber es gibt ja auch die Person, die man ist. Und wenn du ständig nur unglücklich bist, dass du nicht fliegen gehen kannst, dann bringst du eigentlich für das Kind auch nicht viel.

36:54Von Fischer

Wenn du eine traurige Person bist, dann musst du halt vielleicht eher, was dafür tun, dass es für dich okay ist, fliegen zu gehen, genau.

37:03Lucian Haas

Dann hast du gesagt, du kletterst. Und bist auch in der letzten Zeit eher häufiger mal klettern gegangen, anstatt zu fliegen und sowas. Wie schätzt du denn die Risiken ein? Was ist im Grunde riskanter, das Klettern oder das Gleitschirmfliegen?

37:17Von Fischer

Ja, ich denke, das Gleitschirmfliegen ist vom Restrisiko her wahrscheinlich schon gefährlicher. Vor allem, denke ich, ist es halt schon ein Unterschied, ob man einfach irgendwie... wo in der Luft ist oder immer noch irgendwo ein bisschen mit den Felsen verbunden. Also klar, in den Bergen kann auch immer mal wieder ein Stein runterfallen oder irgendwie so. Dieses Restrisiko gehe ich dabei auch ein. Aber dort, wo ich klettern gehe, also ich bin jetzt nicht so der megastarke Abenteuerkletterer oder so. Ich mache vielleicht ein paar Sportrouten, die sehr bekannt sind. Und da, denke ich, ist das Restrisiko, beim Fliegen schon höher.

38:04Lucian Haas

Du hast deinen Vorfall auch in einem längeren Bericht auf der Seite von Chillout Paragliding beschrieben. Also da kann man das alles auch nachlesen. Also da zeigt sich, du gehst auch damit... also bist auch einfach voll bereit, mit dieser Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. In der Gleitschirmszene gibt es noch viele Leute, also kenne ich auch, wenn denen irgendwas passiert, dann kehren sie das lieber unter den Teppich und wollen nicht groß drüber reden oder sowas. Was treibt dich dazu, zu sagen, nein, ich will ja gerade... dass über sowas auch gesprochen wird?

38:35Von Fischer

Ich kann nicht sagen, was genau mich dazu treibt, aber ich habe zwischendurch schon vorher auch an den Landeplätzen manchmal so eine Anti -Haltung entwickelt, sage ich dem. Wenn da irgendwelche Leute zu mir gekommen sind, die ich noch nicht mal gekannt habe und irgendwas erzählt haben von wegen, hast du auch dort bei diesem Hügel gemerkt, da trägt es ein bisschen und hier und da und dann bin ich dann trotzdem weggeflogen, weil ich gemerkt habe, dass das nicht so ist. Wenn ich gemerkt habe, da ist zu viel Wind oder irgendwas, wo ich dann gedacht habe, ja, also wenn ich da langfliege, dann checke ich das mal aus und ich habe keine Ahnung, versuche halt mal da irgendwie Anschluss zu finden und wenn es nicht klappt und es mir zu viel wird, dann fliege ich halt weg.

39:22Von Fischer

Ich brauche dann nicht so irgendwelche Argumente, ja, die mich gut aussehen lassen quasi und ich habe mir dann oft gewünscht, dass es vielleicht den einen oder anderen gegeben hätte, der vielleicht auch mal einfach gesagt hätte, ja, da habe ich keine Ahnung gehabt, da habe ich einfach Glück gehabt oder ich bin einfach da weggegangen, weil es mir zu viel geworden ist oder irgendwie so. Das hat mich dann schon manchmal ein bisschen gestört und ich habe das ein bisschen als unangenehm empfunden, wenn man dann so in so Gespräche gezogen würde, als würde man mega irgendwie checken, was abgeht und so und ich habe da nie ein Problem gehabt zu sagen, ja, ich bin Anfänger, ich habe keine Ahnung.

40:10Lucian Haas

Wenn du dir die Szene so anguckst von den Leuten, mit denen du da auf Fliegen gehst, die du so auch mitkriegst, auch am Landeplatz dann, was würdest du denn sagen, wie viele von denen checken eigentlich wirklich, was abgeht?

40:22Von Fischer

Ja, es ist sehr schwierig einzuschätzen, weil man halt auch nicht weiß, was den jeweiligen Piloten ihr Ziel ist quasi. Ich finde, das ist ein bisschen ähnlich wie mit der Risikogruppe, mit der Risikoabschätzung beim Gleitschirmfliegen. Es hängt so viel davon ab, was du für dich selber entscheidest, wann du startest oder nicht und wo du langfliegst oder nicht. Deswegen ist es recht schwierig einzuschätzen, aber ich kann mir schon gut vorstellen, dass viele Leute, so wie ich, auch vor dem Unfall unterwegs waren,

40:58Von Fischer

schon Sachen machen, die sie vielleicht nicht machen würden, wenn sie dieses Wissen hätten. Aber, ja, ich würde da auch niemals einen Vorwurf jemandem machen, weil man hat dieses Wissen einfach nicht und es ist auch nicht unbedingt nötig, dass man das hat. Also ich habe schon auch einfach sehr viel Pech gehabt. Also es gibt Leute, die fliegen länger als ich und von denen wird behauptet, dass sie draufgängerischer wären als ich und die haben bisher keine Unfälle gehabt. Und wenn man sich manchmal an so einen Startplatz mal hinsetzt und ein bisschen zuschaut, dann kann man ja schon auch beobachten, dass viele Leute halt manchmal auch etwas Glück haben.

41:44Lucian Haas

Ja, nicht nur manchmal. Ich würde sagen, in sehr vielen Fällen wird man mal sagen, da ist immer eine große Portion Glück dabei, wie manche Leute sich aus manchen Situationen da noch rausretten oder wo der Schirm dann einfach noch freundlich etwas für sie macht, wo er dann doch wieder so aufgeht oder so. Da hast du als Pilot den Schirm eigentlich eher daran gehindert, dass er dich da jetzt retten könnte. Nett, dass er es dann letzten Endes dann trotzdem noch so gemacht hat. Wenn du deinen Vorfall jetzt so für dich auch länger überdacht und analysiert hast, welche Rückschlüsse hast du denn für dich und deine Fliegerei daraus gezogen?

42:21Von Fischer

Ja, sicher in erster Linie, dass ich eben diese Streckenfliegerei erst mal nicht mehr mache. Und zwar eben aus dem Grund, dass ich einfach schlicht zu wenig Zeit habe, um das würdigerweise zu trainieren, wie man das sollte.

42:41Von Fischer

Und dass ich halt sicher noch konservativer bin mit Starts und Wetterbedingungen und so weiter, wo ich dann vielleicht noch einmal mehr sagen würde, ey, heute wird das nix. Und vielleicht, was sich in den letzten Monaten noch verändert hat, ist dieses Gefühl, dass ich immer fliegen werde. Das könnte sich schon auch mal ändern. Ich denke, es wäre ja mittlerweile auch nicht mehr so tragisch für mich, vielleicht das Fliegen auch mal für eine Zeit lang zumindest aufzugeben.

43:19Lucian Haas

Woran liegt das?

43:20Von Fischer

Ja, einfach, weil ich diese Zeit nicht habe oder vielleicht mir diese Zeit auch nicht nehmen möchte dafür, weil ich eben auch andere Sachen gerne mache und weil es halt schon auch das ist, wo dann das Umfeld auch immer ein bisschen skeptisch ist, wenn die wissen, dass ich jetzt wieder fliegen gehe. Oder so. Da gibt es ja schon die einen oder anderen Eltern, Schwiegereltern und so, die dann nicht sonderlich erfreut sind, weil sie das vielleicht selber auch nicht so genau analysiert haben, wie ich das habe.

43:55Lucian Haas

Das hast du jetzt für dich analysiert und deine Schlüsse für dich rausgezogen. Was würdest du denn sagen, wenn andere Leute das hier hören oder deinen Bericht lesen oder sowas? Was könnten oder sollten die da rausziehen für sich? Was kann man vielleicht als generelle Lehre aus deinem Vorfall ziehen?

44:13Von Fischer

Also auf jeden Fall würde ich sagen, man muss sich für sich selber überlegen, wenn mir etwas passiert und ich Glück habe, das zu überleben, kann ich dann von mir sagen, ich habe mein Bestes getan, quasi was ich konnte, damit ich eigentlich so sicher wie möglich unterwegs war. Also ich war genug routiniert, ich habe mir einige Sicherheitskurse gemacht und ich habe alles quasi wettertechnisch analysiert. Ich habe auch mein Wissen zwischendurch vielleicht wieder etwas aufgefrischt mit irgendwelchen Kursen oder so.

44:58Von Fischer

Einfach damit man für sich selber sagen kann, hey, irgendwie ein Risiko haben wir immer bei allem, was wir machen, aber ich habe mein Möglichstes getan, um das möglichst klein zu halten. Das ist das, was mich manchmal ein bisschen stresst, wenn ich diesen Unfall überdenke, dass ich halt nicht so viel dafür getan habe, dass ich quasi sicher bin, dass es nur Restrisiko war und dass ich halt auch nicht in der Lage war, diese Situation zu lösen. Und dann würde ich sicher auch sagen,

45:37Von Fischer

dieses Streben nach diesen höher klassierten Schildern, Firmen sehe ich schon auch als großen Risikofaktor an, auch wenn die in der Theorie immer sicherer werden. Aber eigentlich ist es nicht wirklich nötig, es sei denn, man will in irgendwelche Wettkämpfe fliegen. Aber so wie ich das mitbekommen habe, ist es schon sehr verbreitet, dass man recht schnell dann irgendwie höhere Klassen fliegt. Und je mehr man fliegt und nichts passiert, desto schneller möglicherweise. Möchte man dann auch irgendwie noch höher gehen. Das finde ich halt manchmal ein bisschen schade, weil die heutigen Arschirme fliegen eigentlich recht gut.

46:21Lucian Haas

Das stimmt. Du bist ein sehr überlegter Mann. Woher kommt das?

46:28Von Fischer

Das weiß ich nicht. Da müsste man, ich weiß nicht, vielleicht meine Eltern fragen.

46:38Von Fischer

Ich weiß nicht. Ich habe manchmal die Tendenz, so Antihaltungen zu entwickeln, wie ich das vorher schon angetönt zu haben. Wenn jemand tausendmal sagt, er hört dieses eine Radio am liebsten, dann möchte ich am liebsten extra das andere Radio hören. Oder irgendwie so, ich weiß nicht, ich möchte da immer am liebsten so selber bestimmen, was ich gut finde und was nicht.

47:05Lucian Haas

Ein bisschen gegen den Strom schwimmen?

47:07Von Fischer

Ja, auch.

47:09Von Fischer

Aber jetzt nicht in extremer Form.

47:13Lucian Haas

Ist das dann auch, dass du sagst, es wird so wenig darüber gesprochen, gerade deswegen will ich darüber sprechen, um ein Exempel zu setzen?

47:21Von Fischer

Ja, auf jeden Fall. Diesen Gedanken habe ich sicher schon dabei auch gehabt. Wenn ich etwas quasi hergeben kann, dann möchte ich es umso mehr.

47:33Lucian Haas

Wenn jetzt dein Beispiel Schule machte und ganz viele Leute jetzt anfangen würden, von ihren kleinen und größeren Vorfällen zu erzählen und welche Fehler sie da gemacht haben oder das analytisch zu betrachten und sowas, würdest du dann sagen, weil du sagst, ich schwimme immer gegen den Strom, nicht immer, aber gerne gegen den Strom, dann mache ich es halt nicht mehr? Oder wärst du dann etwas, wo du sagst, nein, das ist jetzt eine tolle Entwicklung?

47:59Von Fischer

Ja, also es geht mir überhaupt nicht darum, dass jeder jetzt möglichst viel, jeden kleinsten Vorfall irgendwie in die Welt hier hinausschreit.

48:11Von Fischer

Es geht mir eher darum, dass man einfach nicht unbedingt diese Vorfälle, die man jetzt hat, dieses Kompetitive immer haben muss und dass man auch eben mal einfach nur Glück haben kann, ohne dass man sich dessen irgendwie schämen muss oder dass man selber für sich irgendwie das Gefühl hat, dass man deswegen irgendwie ein schlechter Pilot ist oder so. Das geht auch eigentlich über das Gleitschirmfliegen hinaus. Also ähnliche Diskussionen führt man ja auch, wenn man zum Beispiel als Mann Teilzeit arbeitet, dass man dann irgendwie nicht für die Familie sorgt und so weiter. Einfach dieses ganze von

48:53Von Fischer

der Norm abkommen ist immer irgendwie schlecht und deswegen, nein, jeder ist einfach so, wie er ist und die meisten sind eigentlich nicht genauso, wie es diese gesellschaftliche Norm vorgibt, dass alle sind. Und deswegen finde ich es halt gut, wenn man drüber reden kann und wenn das viele machen, dann weiß man dann auch, dass man selber arbeitet, auf jeden Fall überall reinpasst, ohne dass man sich verstellen muss.

49:23Lucian Haas

Hast du noch einen fliegerischen Traum?

49:27Von Fischer

Ich habe mir eigentlich diesbezüglich nichts vorgenommen. Ich würde eigentlich gerne einfach weiterhin noch dieses Genießen halt weiterhin machen können, dass ich Feierabendflüge in Sonnenuntergänge und so weiter, das würde ich mir sicher noch bewahren wollen für die Zukunft, aber sonst habe ich eigentlich keinen speziellen Flug oder so, den ich mir noch erfüllen möchte.

50:05Lucian Haas

Feierabendflüge in Sonnenuntergänge, das ist ja eigentlich wahrscheinlich das, was die meisten Piloten auch letzten Endes mit am meisten genießen können, wenn sie es dann haben und dann für sich auch so zulassen und nicht sagen, es muss der Riesenstreckenflug sein, sondern es sind häufig diese kleinen Flüge, die eigentlich die Seele streicheln und von denen man dann für sich einfach was, was Tolles rauszieht.

50:27Lucian Haas

Simon, ich danke dir für deine Erzählung, für deine Ehrlichkeit, für deine Offenheit und schön, dass du so viel Glück hattest, dass du das auch heute noch so erzählen kannst und ich hoffe, dass einige sich da vielleicht auch was rausziehen und dann auch für sich selber dann anfangen zu überlegen, okay, was bin ich bereit an Restrisiko zu akzeptieren beziehungsweise was kann ich vielleicht dazu tun, um am Ende sagen zu können, an diesem Teil war ich auf jeden Fall, das war nicht schuld, weil da habe ich mich entweder weiter trainiert oder ich habe meine Flüge so ausgewählt, dass ich diesen Teil des Risikos dann entsprechend ausschließen kann.

51:02Von Fischer

Ja, vielen Dank für die Möglichkeit, dass ich mich hier erklären konnte oder vielleicht dem einen oder anderen auch einen kleinen Denkanstoß geben kann für die Zukunft und ich möchte auf jeden Fall nicht, dass ich jetzt irgendwie hier als der Papst des Wissens dargestellt bin. Das ist einfach eine Erfahrung, wo ich hoffe, dass viele davon profitieren und ich hoffe, dass die Leute das Fliegen genießen können und das ist eigentlich das Wichtigste, genau.

51:44Lucian Haas

Podz-Glidz ist der Podcast des Gleitschirm -Blogs Lu-Glidz. Ich bin der Produzent beider Angebote. Mein Name ist Lucian Haas. Lu-Glidz steht im Netz unter www.Lu-Glidz.blogspot.com. Lu-Glidz schreibt sich L -U -G -L -I -D -Z. Auf Lu-Glidz findest du auch die Shownotes, zu dieser Podcast -Folge samt einiger weiterführender Links.

52:09Lucian Haas

Wenn du schon ein Förderer von Podz-Glidz und Lu-Glidz bist, danke. Wenn nicht, dann bitte unterstütze mich doch dabei, der Gleitschirm -Szene weiter dienlich zu sein. Als freier Journalist investiere ich viel Zeit hier hinein und die will irgendwie finanziert sein. Zumal das kein Hobby -Projekt ist, sondern Teil meiner Arbeit, von der ich lebe. Als Förderer von Podz-Glidz und Lu-Glidz musst du dich zu nichts verpflichten. Es gilt nur diese einfache Regelung. Du darfst geben, wann, so oft und so viel du willst. Das kann ein einmaliger oder auch wiederkehrender Förderbeitrag sein. Du entscheidest. Zahlungen sind ganz einfach per PayPal oder Banküberweisung möglich. Alle nötigen Daten findest du auf meinem Blog Lu-Glidz und zwar dort auf der Seite Fördern.

52:54Lucian Haas

Bis zum nächsten Mal. Ciao.

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