Ich würde mir halt wünschen, dass man in der Szene stärker auch mal den Fokus auf diejenigen richtet, die trotzdem fliegen. Also trotzdem, obwohl sie sehr alt sind, trotzdem, obwohl sie Übergewicht haben, trotzdem, obwohl sie vielleicht nicht vernünftig laufen können oder ähnliches. Am Endeffekt ist es natürlich so, dass die Leute erst mal sich das angucken und dann gibt es eine Diskussion, wo es tatsächlich Menschen gibt, die sagen, ja, warum fliegt so einer noch, das ist doch gefährlich. Der möchte einfach fliegen und versucht, sein Handicap auszugleichen. Und wenn das auch manchmal nicht so schick aussieht, solange es sicher ist, sollte man doch sich darüber freuen, dass es nicht nur Supersportlern gelingt, so ein wunderbares Hobby zu haben.
Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast.
Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.
Heute mit Frank Weber und ich bin Lucian Haas. Es
gibt Gleitschirmflieger, die bringen so viel Gewicht auf die Waage, dass sie es schwer haben, überhaupt eine passende Ausrüstung zu finden. Andere sind aus weiteren Gründen nicht mehr so sportlich unterwegs, sei es das Alter oder ein körperliches Handicap. Sie alle lieben das Fliegen. Doch in der Flieger -Community stehen sie häufig eher am Rand und werden zuweilen sogar offen belächelt.
Frank Weber kennt so etwas aus eigener Erfahrung nur zu gut. Er hat eine ausgeprägte Adipositas und erlebt damit auch als Gleitschirmflieger immer wieder eine gewisse Form der Diskriminierung. Zum Beispiel in Form von vordergründig gut gemeinten, aber letztendlich doch abwertenden Kommentaren. Davon lässt sich Frank aber nicht abhalten. In dieser Podz-Glidz -Episode 111 bricht er mutig eine Lanze für all jene Pilotinnen und Piloten, die sich wegen körperlicher Einschränkungen zuweilen ausgegrenzt fühlen. Er plädiert für mehr Toleranz für Randgruppen in der Szene. Frank Webers Wunsch, wir alle sollten nicht nur das höher, schneller, weiter anerkennen und feiern, sondern gerade auch, wenn jemand im jeweiligen Rahmen seiner Möglichkeiten alles tut, um seinen Traum vom Fliegen zu verwirklichen.
Wenn dir Podz-Glidz gefällt, dann unterstütze doch meine Arbeit daran als Förderer. Wie das ganz einfach geht, das erfährst du auf dem zugehörigen Kanal der Podz-Glidz -Episode 111. Und zwar dort auf der Seite Fördern.
Frank, es heißt immer, große Schirme haben eine bessere Leistung. Fühlst du dich mit deinem Schirm im Vorteil?
Naja, die Frage ist ja immer, gibt es überhaupt Schirme, die in der Klasse oder in der Gewichtsklasse, wie ich sie fliegen muss, dann tatsächlich noch zu Hause sind und welche gibt es da noch? Also im Vorteil fühle ich mich, würde ich mal sagen, nicht. Weil es ist ja immer die Frage, in welchem Gewichtsbereich des Schirmes bewegt man sich. Und dann ist er groß oder eher klein. Was fliegst du aktuell für einen Schirm? Ich habe einen Gin Evora derzeit und habe parallel noch einen Emotion 3, je nachdem, in welcher Gewichtsklasse ich mich gerade bewege.
Und bis wie viel Kilo gehen die so? Also bis was dürften die belastet werden?
135 Kilo beim Evora und 145 Kilo beim Podz-Glidz. Und auf
welches Gewicht kommst du mit deiner gesamten Ausrüstung? Also zwischen
135 und 145, 150 Kilo. Das ist so. In der Range bewegt sich das ungefähr.
Das heißt, wenn du jetzt so einen Evora hast, der 135, dann wärst du jetzt wirklich schon an der Obergrenze oder du fliegst ihn auch manchmal eigentlich überladen?
Ja, das kann man sagen. Das kommt natürlich vor. Das geht ja allen Gleitschirmpiloten so, dass sie sich irgendwann mal auf eine Waage stellen und ihr Gewicht einschätzen. Und dann ist ja auch die Frage, wie viele halbe Hähnchen auf dem Weg zum Startplatz dann noch dazwischen liegen unter Umständen. Und dass man da natürlich auch, wenn man noch eine Flasche Wasser einpackt oder noch ein bisschen Equipment dabei hat, dass man da oftmals auf Leute trifft, die garantiert nicht im Gewichtsbereich unterwegs sind, in dem sie sich selbst einschätzen würden. Aber bei mir ist das eigentlich immer oben am Schirm. Ja, das ist so.
Wie jetzt die meisten Hörer wahrscheinlich sich schon denken, du bist ein etwas korpulenterer Mensch. Wie fühlt man sich als, ich sag jetzt mal frank und frei heraus, als Dicker in der Gleitschirmszene? Naja, es
ist schon so, dass vieles innerhalb der Gleitschirmszene sehr stark auf Leistung, Spitzenleistung und auf höher, schneller, weiter konditioniert ist. Und man sich manchmal schon ein Stück weit als Randgruppe befindet. Ich bin jetzt nicht derjenige, der sich zum Mobben eignet. Das ist einfach von meinem Wesen her nicht vorgesehen. Aber wenn man ein zarteres Gemüt wäre, könnte man damit schon das ein oder andere Problem haben. Das merkt man natürlich. Es wird oftmals nicht ausgesprochen. Aber wenn man am Startplatz steht, dann gibt es schon Leute, die das beobachten und jetzt darauf warten, was der jetzt da veranstalten will mit seinem Gewicht. Man fällt da schon auf. Man ist da schon ein bisschen der bunte Paradies. Ein Paradiesvogel an vielen Ecken.
Und ich sag jetzt mal, das Equipment, was am Markt ist, ist halt auch an vielen Stellen nicht besonders geeignet für Menschen, die aus der Norm fallen. Insbesondere was das Gewicht betrifft.
Geht das denn so weit, dass du manchmal mitbekommst, auch am Startplatz oder wo auch immer, dass so hinter deinem Rücken gesprochen wird, dass da so Kommentare kommen? Warum hat überhaupt das Fliegen angefangen? Also dass man dir das nicht zutraut oder denkt so, der ist viel am Platz?
Ja, das gibt es schon. Also wenn ich an den Beginn meiner Gleitschirmkarriere in Anführungszeichen denke, dann ist es natürlich schon so, dass man länger braucht einfach, um Dinge körperlich umzusetzen, als es sportlichere, besser trainiertere und auch dünnere Menschen hinkriegen. Das ist so. Ich hatte, das muss man vielleicht ergänzend nochmal ausführen, ich hatte eine schwere Krankheit und bin am Ergebnis. Und im Ergebnis dann selbst für mich zu dem Ergebnis gekommen, nochmal so eine Bucketlist zu machen. Was möchtest du denn noch machen im Leben? Und eins davon war eben Fliegen. Und ich war fast 15 Jahre mit einer Ärztin verheiratet, die mir, eine Augenärztin, die mir immer gesagt hat, schon dein Augenleiden würde dich davon ausschließen, also meine Sehkraft würde mich davon ausschließen, nochmal ein Flugzeug zu fliegen oder sonst irgendwas.
Da erinnerte ich mich daran, dass ein Freund von mir, der mir gesagt hat, ich will nicht mehr fliegen. Und der mir vor vielen, vielen Jahren mal sagte, Mensch, so Gleitschirmfliegen ist ideal, weil da brauchst du niemanden. Du kannst das ganz allein machen und setzt dich in einen Lift, fährst nach oben, machst den Gleitschirm auf und fliegst da runter. Das war was, wo ich mich dann irgendwo gesehen habe. Und dann habe ich tatsächlich bei einer großen Flugschule angerufen und habe gefragt, ob es denn möglich ist mit einem, mit einigen Chemotherapien, die ich gerade hinter mir hatte. Und einem starken Übergewicht, was auch ein Stück weit daraus resultiert ist, ob es denn da möglich ist, Gleitschirmfliegen zu lernen. Und man sagte mir am Telefon, wenn du fünf Schritte oder zehn Schritte vorwärts gehen kannst, dann kannst du auch Gleitschirmfliegen.
Das hat mich sehr motiviert und hat mich dazu geführt, dann tatsächlich einen Einsteigerkurs zu machen. Aber da ist man natürlich beim Grundkurs ganz schnell an einem Punkt angelangt, wo man feststellt, dass man jetzt nicht körperlich dafür so perfekt geeignet ist, wie das andere sind. Also ich habe sehr, sehr lange gebraucht, auch sehr, sehr viele Übungen am Übungshang gemacht, bis ich mich da koordinieren konnte. Weil es halt einfach ein Unterschied ist, ob du einen Übungshang hochläufst und da oben mit 280 Puls stehst und dann noch was koordinieren sollst und ein Gefühl für den Schirm entwickeln sollst. Oder ob du da mal locker hochjoggst und dann den nächsten Versuch unternimmst. Und das ist halt einfach ein Unterschied. Und Körpergefühl ist natürlich auch eine Frage von Konditionen letztendlich und auch von Körpergewicht.
Und wenn man dann noch dazu bedenkt, dass es im Regelfall alles zu eng ist, was man um sich herum hat, angefangen vom Kurzzeug, dann ist das natürlich nicht ganz so einfach. Ich will es aber nicht aufs Material schieben. Es liegt natürlich auch stark in der Person. Und letztendlich ist am Ende ja jeder seines Gewichtes Schmied sozusagen. Aber es gibt halt viele Faktoren, die man doch nicht so einfach beeinflussen kann. Und deswegen war mir wichtig, auch mal darüber zu sprechen, dass es Menschen gibt, die Sportarten wie Gleitschirmfliegen eben auch mit Handicaps, ob das das Gewicht ist oder andere Einschränkungen sind, machen. Trotzdem Spaß haben und trotzdem in der Szene ernst genommen werden wollen.
War eigentlich die Flugschule überhaupt darauf eingestellt, einen Flugschüler mit deinem Gewicht zu betreuen? Oder man leiht sich ja auch erstmal die Ausrüstung aus. Also gab es da überhaupt den passenden Schirm und das passende Kurzzeug für dich? Ja, es ist am Ende
immer im oberen Bereich gewesen. Die haben das schon. Man kann ja auch kleine Tandems, also es gibt ja auch Leute, die ich kenne, die kleine Tandems fliegen, wenn man dann im Gewicht noch höher kommt, als ich das bin. Gibt es ja auch. Aber das war schon vorhanden. Was nicht vorhanden ist, ist die persönliche Betreuung, die man unter Umständen braucht, wenn man leistungstechnisch aus dem Raster fällt. Und da sind natürlich viele Leute da. Da sind natürlich auch Dinge vorgekommen, dass dir der ein oder andere Fluglehrer dann gesagt hat, du bist eigentlich, das ist überhaupt kein Hobby für dich, gib es doch auf. Du wirst sowieso nie fliegen lernen und du wirst sowieso nie das koordiniert bekommen. Du hast überhaupt kein Körpergefühl, kein Fingerspitzengefühl dafür. Das wird nie was werden bei dir. Mich hat das dazu geführt, dass ich eher verbissener wurde.
Andere hätte es wahrscheinlich dazu gebracht, aufzuhören.
Woher kommt das, dass du so nicht der Verbissene, aber so der Typ bist, der sagt, jetzt erst recht? Das weiß
ich nicht, woher das kommt. Ich glaube, das ist so ein bisschen im Charakter verankert. Aber wenn man Dinge hinter sich gebracht hat, wo es um Leben und Tod geht. Also letztendlich, wenn ich jetzt auf meine Krankheit zu sprechen komme, dann entwickelt man vielleicht auch ein anderes Gefühl für Herausforderungen. Aber das ist jetzt nur eine Vermutung. Ich weiß es nicht.
Bekommst du denn solche Kommentare auch heute noch manchmal zu hören? Also jetzt nicht von Fluglehrern, sondern dann von Fliegerkollegen? Oder eben vielleicht eher Fremden, die dann sagen so, hm, ist das überhaupt der Sport für dich?
Es ist halt so, wenn du jetzt, Beispiel, du gehst irgendwo in Annecy vom Parkplatz zum Startplatz. Das fällt vielen leicht, mir fällt es schwer, auch wenn es nur ein kurzer Weg ist, das noch mit Equipment da hochzulaufen. Und da läuft jemand neben dir her und sagt, Mensch, toll, dass du so einen Sport machst und das Hochlaufen, das tut dir gut. Das ist natürlich schon übergriffig, wenn man so will. Wenn man das mal überträgt auf irgendeine andere Situation, auf körperliche Eigenschaften angesprochen werden, möchte eigentlich niemand so wirklich. Und wenn jemand, was weiß ich, hinken würde oder irgendein anderes Handicap hätte, da würde man ja auch nicht sagen, Mensch, das tut dir gut, dass du dein Bein trainierst oder sonst irgendwas. Sondern man würde es tatsächlich schon aus Pietätsgründen eben lassen.
Und das passiert tatsächlich. Und darüber hinaus ist es so, solange alles super läuft und solange man einen schönen Start hinlegt, ist alles top. Aber sobald du, was allen anderen ja auch passiert, mal einen Startabbruch hast, der vielleicht nicht ganz so elegant aussieht, dann merkst du natürlich schon, dass sich Leute darüber unterhalten, ob du da überhaupt was verloren hättest an dem Startplatz. Das ist einfach so.
Wie gehst du dann mit solchen Situationen um? Schluckst du das einfach runter? Blendest du das aus? Oder sprichst du das auch am Startplätzen dann schon mal an?
Ach, ich habe auch schon zu Leuten gesagt, ich bin übrigens der Interessenvertreter der adipösen Kleidschirmpiloten. Falls ihr irgendeine Frage habt, kann ich euch die gerne beantworten. Ansonsten ist das jetzt kein Thema. Ich habe jetzt tatsächlich nicht irgendwelche Berührungsängste mit Leuten. Und mir macht es auch nichts aus, wenn einer sich da mal echauffiert. Das ist ja jetzt auch nicht extrem. Ich treffe auch immer wieder ganz, ganz viele Leute, die mich voll auf Augenhöhe wahrnehmen und mit denen es überhaupt kein Problem ist, auch im Fluglehrerbereich. Und da merkt man zum Beispiel, es ist natürlich auch hilfreich, wenn der ein oder andere einem mal sagt, Mensch, das musst du einfach noch mehr üben oder öfter üben. Anstatt, das ist ja das Gegenteil von dem jetzt ein bisschen, anstatt jetzt immer zu sagen, Mensch, das läuft ja schon toll bei dir, obwohl man weiß, es war ein Start, der eigentlich kurz vorm Unfall war.
Also das bringt einem halt auch nichts. Am Ende ist es irgendwo die Linie zwischen Fördern und Fordern, die an der Stelle, was einen Flugschulbetrieb betrifft, die richtige Medizin ist. Aber Menschen abzuschreiben, weil sie halt jetzt nicht in die Norm passen, das halte ich halt für unfassbar schwierig.
Gibt es denn Dinge, wo du von vorhinein sagst, das ist jetzt nichts für mich, das kann ich nicht, auf das Fliegen bezogen?
Nein, aber es ist natürlich so, wenn ich jetzt starte, achte ich schon darauf, dass ich ein bisschen Wind habe. Ich würde jetzt nicht unbedingt rückwärts aufziehen bei null Wind und glauben, dass ich hier einen Sprintrekord hinlege mit dem Schirm, sondern ich warte einfach darauf, dass die Konditionen so sind, dass ich weiß, ich kann sicher starten und kann sicher rückwärts aufziehen oder eben mal einen Vorwärtsstart machen. Aber dann habe ich doch schon gerne ein bisschen Wind von vorne, weil das Laufen halt mit einem höheren Gewicht einfach schwieriger ist. A sieht es nicht so elegant aus und es ist auch nicht so safe.
Gibt es denn auch Tage, die so Hochdrucktage, null Wind oder ganz wenig Wind, nur wo du sagst, das ist eigentlich kein Flugtag für mich? Also muss man da auch quasi von der Flugmeteorologie ein bisschen umdenken?
Das weiß ich nicht, ob man von der Meteorologie umdenken muss, aber wenn ich am Startplatz stehe und das Gefühl habe, das wird für mich anstrengend oder das ist nicht safe. Dann will ich da nicht starten und dann fahre ich auch oder laufe dann wieder runter. Das ist jetzt also für mich ist es die bessere Situation, unten zu stehen und sich zu wünschen, man wäre vielleicht doch oben, als umgekehrt oben zu sein und sich zu wünschen, man würde unten stehen. Das ist am Ende so. In der Luft ist das alles ziemlich einfach. Starten und Landen ist halt eine starke Herausforderung für jemand, der weniger Körpergefühl hat. Das ist einfach so. Ich mache das ja jetzt auch schon eine Zeit lang und von daher komme ich eigentlich auch ganz gut zurecht mittlerweile.
Aber der Weg ist einfach länger und das Verständnis dafür wäre schön, wenn man das stärker hätte in diesem Sport.
Wie war da eigentlich für dich die Corona -Zeit? Ich meine vielerorts war ja da wirklich eine Zeit lang, fuhren keine Bahnen oder man durfte nicht mitfahren und es war nur Hike and Fly möglich und sowas. War ja sicherlich etwas, wo du dann auch sagen würdest, 600 Höhenmeter jetzt aufzusteigen, das ist jetzt nicht das, was mein Körper gerne kann. Genau,
das ist so. Also innerhalb der Corona -Zeit hatte ich das Glück, dass ich stellenweise auch fliegen konnte. Also ich bin viel auch im Ausland unterwegs gewesen, da, wo das noch möglich war zu dem Zeitpunkt, beim Teneriffa. Ich war zu Beginn, also das ist noch nicht so stark, war ich in Südafrika gewesen. War in Albanien. Habe viele Flugreisen gemacht, wo es eben möglich war. Und als man nicht reisen konnte, konnte man natürlich an vielen Stellen auch nicht fliegen, außer vielleicht hier bei mir in Mitteldeutschland am Hausberg. Irgendwo da ist es gegangen, aber halt schon weniger. Aber ich mache jetzt keine Hike and Fly Tour,
wo ich drei Tage nur einen Berg hoch laufe. Das ist tatsächlich für mich schwierig, das hinzukriegen.
Und was ist mit Winden fliegen?
Winden fliegen mache ich auch bisweilen, wobei die Winde halt auch immer schon zu tun hat, wenn ich dran hänge. Das ist wie ein Tandemstart
dann. Man kann ja die Winde nur auf 130 Kilo maximale Zugkraft stellen und die wird dann bei dir wahrscheinlich immer eingestellt. Genau. Aber ich meine, wirst du da wahrscheinlich noch höher kommen als der klassische Tandem, der dann aufsteigt.
Das ist so, ja. Also wir haben hier eine wunderbare, in meinem Verein hier vor Ort eine wunderbare Strecke, wo wir bis zu anderthalb Kilometer fliegen. Wo wir da Schleppseil legen können. Das ist also schon eine schöne Windenstrecke und da fliege ich auch ab und zu. Das ist für mich relativ unproblematisch. Aber auch da war der Start schwierig. Also Körperkoordination gehört halt auch beim Windenstart dazu. Das Anlaufen, das Ausgleichen, das Gefühl, wenn man unter Stress steht, wenn der Puls hochgeht, das Gefühl zu entwickeln, was macht der Schirm über mir. Da habe ich, also meine ersten Windenflüge sind, sind auch öfter mal auf dem Boden gelandet. Also sprich mit Startabbrüchen und mit Hinfallen, mit aufgeriebenen Beinen oder so.
Also das war schon so. Wenn ich daran zurückdenke, mittlerweile geht das gut, weil irgendwann geht der Schalter auch bei mir rum. Aber es dauert einfach länger, weil ich nicht so eine gute Körperkoordination habe.
Hast du denn auch mal richtig gefährliche Situationen erlebt, die in irgendeiner Weise im Zusammenhang mit deinem größeren Körpergewicht entsprechend stehen?
Mit Sicherheit gab es Situationen beim Starten, wo du halt, wenn du es nicht schaffst, eine Körperspannung aufrecht zu erhalten, dann wirst du natürlich immer stärker in das Gurtzeug reinfedern. Das heißt also, dieses Reinfallen ins Gurtzeug kannst du teilweise nicht verhindern bei so einem Start oder nur sehr schwer, weil du diese notwendige Körperspannung trotz Vorlage nicht hinkriegst in dem Augenblick, wenn ein Bauch dazwischen ist, auf den ein Gurt drückt in einem zu engen Gurtzeug, wirst du da reingefedert und kommst wahrscheinlich in dem Augenblick nicht so weit wieder raus, um laufbereit zu sein unter Umständen. Jetzt kommt natürlich darauf an, wo das ist und was der Schirm dann macht, wenn du da reinfederst. Und letztendlich am Anfang musst du natürlich erst mal angewöhnen, dir einen Bremsreflex abzugewöhnen, dass die Arme nicht noch nach unten gehen.
Ist ja klar, dass du den nicht direkt stallst. Also das war die erste Koordination, bevor ich es geschafft habe, das Reinfedern zu reduzieren, habe ich erst mal den Stützreflex reduzieren müssen, um da nicht gleich irgendeine Situation herbeizuführen. Da gab es schon einige Starts in meinem Leben, wo ich glaube ein paar am Startplatz die Luft angehalten haben. Das gab es, aber ich bin sehr froh darüber, dass toi toi toi noch nichts passiert ist in dem Zusammenhang, also nichts Ernstes zumindest. Ich hatte mal eine Situation in Albanien zum Beispiel, da bin ich auch reingefedert ins Gurtzeug, bin ein Stück weit geflogen, aber da kam der Boden halt mal wieder und da ich es nicht geschafft habe, wieder aus dem Gurtzeug rauszukommen, bin ich praktisch dort dann eingeschlagen.
Der Schirm hat mich dann überholt, ist vor mir eingeschlagen und das Ganze neben einer Schafherde. Mit dem Ergebnis, dass ich in dem Augenblick nur im Kopf hatte, hoffentlich rennen die Schafe jetzt nicht in den Gleitschirm. Was dazu geführt hätte, ich hing ja drin, dass sie mich mitzogen, womit ich nicht gerechnet habe, ist, dass die albanischen Schäferhunde das nicht witzig finden. Weil da kamen die direkt und ich hatte dann irgendwann so ein, also die sind auch nicht witzig die Hunde und da ist auch kein Schäfer dabei, der die zurück pfeift und die haben halt gedacht, da kommt ein riesiges Tier, was ihre Schafe aus der Luft angreift und letztendlich haben es meine Fliegerkollegen und der Fluglehrer durch das Verschrecken der Hunde, also Fluglehrer hat dann ein Funkgerät nach dem Hund geworfen, was ihn letztendlich dann vertrieben hat.
Aber es wäre natürlich in der DAV und von Statistik auch ganz witzig gewesen, beim Gleitschirmfliegen vom Hund gefressen. Kommt wahrscheinlich nicht so häufig vor.
Lass uns mal ein bisschen über Technik reden. Du hast jetzt schon mehrfach, fiel das immer so, dass du gesagt hast, ja das Gurtzeug, was auch sehr eng ist oder zu eng ist. Wie leicht oder wie schwer ist das? Wie schwer ist es eben, passende Technik für solche Leute wie dich zu finden? Das ist unfassbar schwer.
Generell geht es ja schon damit los, dass auf dem Gurtzeug im Regelfall steht 125 Kilo. Maximalzuladung. Ja genau, Maximalzuladung. Jetzt bist du, jetzt wiegst du selbst vielleicht 120 oder 125 Kilo und dann hast du noch ein bisschen Material dabei und hast natürlich auch noch Klamotten am Leib, weil wir reden ja meistens über ein Gewicht ohne Kleidung. Und von daher bist du automatisch dann schon über dem maximal zulässigen Gewicht für das Gurtzeug. Das wird dem Gurtzeug jetzt nichts ausmachen, aber vom Gefühl und vom Sicherheitsaspekt, den man selbst so im Hinterkopf hat, spielt das natürlich alles immer eine Rolle, wenn man weiß, man ist an der Grenze. Ich kann das auch nicht verstehen, dass alle Hersteller diese magische Grenze von 125 Kilo setzen.
Wahrscheinlich, wenn man die Dinger prüfen würde mit 145 Kilo, würden die auch nicht anders abschneiden. Da bin ich fest von überzeugt. Aber man hat sich halt selbst irgendwo so eine Linie gesetzt, wo man sagt, okay, da hört es auf. So wie manche Modedesigner einfach sagen, bei der Größe 54 hört meine Kollektion auf, weil alle, die breiter sind, die will ich gar nicht in meiner Mode sehen. Und offensichtlich ist es bei den Herstellern der Gleitschirmgurtzeuge dann eine ähnliche Situation. Dann ist natürlich für alle diejenigen, die einen Bauch haben, also wenn man nach vorne geht im Format, dann sind diese Bauchgurte halt im Regelfall sehr, sehr eng. Man kommt da rein, aber der Effekt, sobald das Gurtzeug, also der Schirm nach oben zieht, strafft sich natürlich der Bauchgurt, was dazu führt, dass man ins Gurtzeug gedrückt wird.
Das heißt also, dieses Reinfedern, was man ja generell schon hat durch das Abheben, wird natürlich verstärkt dadurch, dass der Bauchgurt eine nach hinten Zart gefühlt. Wenn man da einfach mal 10 cm mehr Länge im Bauchgurt hätte, die man einstellen könnte, würde das Gurtzeug wahrscheinlich auch nicht so weit auseinander driften. Ich meine, es hängt natürlich immer zusammen, was der Karabinerabstand ist. Man
könnte es ja auch so machen, dass du sagst, okay, für den Start, ich weiß, ich habe dieses Bauchvolumen, da mache ich den 10 cm weiter auf. Und nach dem Start? Ja. Nein, nein, der
ist ja immer ganz auf, so musst du dir das vorstellen.
Ja, ich meine, aber ganz auf und du sagst, da ist aber dann zu eng. Und wenn du jetzt sagen würdest, da mache ich dem halt noch einfach 10 cm mehr, die ich dann später auch wieder ein bisschen enger ziehen kann, um eben den Karabinerabstand auf vernünftige Bereiche
zu haben.
Dafür müsstest du aber 10
cm mehr Gurt haben. Das auf jeden Fall, ja. Und die hast du nicht. Okay. Du kannst ja nicht einfach den Bauchgurt abtrennen und einen neuen dran machen, dann hast du ja keine Zulassung mehr. Das ist ja ein Bestandteil des Gurtzeuges. Du kannst ja nicht einfach was tauschen. Also der Bauchgurt ist ja dran,
fest. Gibt es denn überhaupt Gurtzeuge am Markt, wo du siehst, irgendein Hersteller hat sich mal Gedanken dazu gemacht? Oder musst du einfach sagen, mit meinem Handicap muss ich dieses Minus einfach grundsätzlich akzeptieren?
Also ich habe jetzt ein SkyWall Cruise. Das ist so ziemlich das Gurtzeug, wo ich am besten mit klarkomme mit meinem Format. Das hängt aber damit zusammen, das ist auch ein Trick, das bläst man ja auf. Also da ist ein Air Protector drin, den man aufpumpen kann. Und wenn du den nicht voll aufpumpst, dann hast du automatisch mehr Spannweite. Also wenn der Protector nicht komplett aufgepumpt ist, geht das natürlich am Ende ein Stück weit auf die Sicherheit, falls was ist und du den Protector brauchst. Aber dafür hast du einfach mehr Raum nach vorne, weil das weniger zusammenschnürt. Aber ich habe also jetzt noch kein Gurtzeug gesehen. Es soll ja welche auf Maß geben, das habe ich bisher noch nicht.
Den Schritt bin ich noch nicht gegangen. Aber ich habe noch kein Gurtzeug gesehen, wo man sagt, da ist jetzt noch bequem Platz, um da irgendwo noch ein Stück weiterzustellen. Also wo noch was übrig ist vom Gurt, wenn man den einstellt, weißt du, worauf ich raus will. Also die sind halt alle auf Grenze.
Du hast jetzt gerade auch schon mal den Protector genannt, wo du gesagt hast, ja, bei meinem Cruise, da kann ich ein bisschen Luft ablassen oder ihn nicht ganz so voll machen, dann gibt es ein bisschen mehr Platz. Problem, der sich nicht voll macht. Ja, das ist eine große Sicherheit. Nun ist ja grundsätzlich so, dass diese ganzen Protektoren, die zugelassen werden, die werden ja auch mit einem standardisierten Prüfkörper getestet, wo dann so 50 Kilo drin sitzen. Und damit schlägt er dann halt unten auf und kriegt dann seine Zulassung. Eigentlich müsstest du ja sagen, wahrscheinlich bei, wenn man über 120 Kilo geht oder sonst was, müsste man eigentlich statt einem 15 Zentimeter Schaumstoff, bräuchte ich am besten 20 Zentimeter Schaumstoff, um ein ähnliches Sicherheitsverhältnis dann vielleicht hinzubekommen. Gibt es denn solche Überlegungen dann auch beim Gurtzeugkauf, wo du sagst, da habe ich mal geguckt, ob ich sowas bekommen kann? Oder geht man automatisch das höhere Risiko ein und sagt, das muss ich einfach akzeptieren dann?
Naja, im Endeffekt ist es halt so, beim Cruise könnte ich ja den entsprechend stärker aufpumpen, also bis zur Maximalgrenze. Dann würde er wahrscheinlich stärker protecten auch, als wenn er weniger aufgepumpt ist. Aber dann zahle ich halt einen anderen Preis dafür, dann wird er halt enger. Und wenn ich irgendwo ein Gurtzeug vom Markt nachrüsten würde mit mehr Schaumstoffprotektor oder sonst irgendwas, hätte ich ja wieder das Problem, dass der Körper dann nicht reinpasst. Also es muss ja immer alles irgendwo in einem Verhältnis stehen. Und nur dadurch, dass ich irgendwas nachrüste, ist es ja noch lange nicht geprüft so. Also das muss man ja auch sehen. Das ging ja auch mit den, nehmen wir mal einen Karabiner, beim Karabiner steht 120 Kilo auf jedem drauf.
Das ist halt... Jetzt könnte man sagen, man hat ja zwei Karabiner, aber es sollte ja auch jeder einzelne halten. Und bei den Schirmen gibt es einen Punkt, den ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Fast alle Schirme, ich kenne jetzt genau zwei Ausnahmen, hören bei 135 Kilo in der größten Klasse auf. Jetzt könnte man natürlich sagen, naja klar, es gibt nicht so viele adipöse Piloten, für die sich ein größerer Schirm tatsächlich rechnet. Oder das wird für die Hersteller zu teuer. Aber die Frage ist halt, wäre es denn tatsächlich, um so viel mehr Aufwand einfach 10 oder 15 Kilo draufzupacken, bei der Prüfung der obersten Größe und dann zumindest die Sicherheit für diejenigen, die da im Grenzbereich unterwegs sind, zu gewährleisten.
Das wäre schon für mich und für einige andere, die ich kenne, sehr hilfreich.
Also ich habe im Vorfeld hier mal in Paraphil, Also ich habe im Vorfeld hier mal in Paraphil, auf Finder.at auf die Seite geguckt und einfach mal eingegeben, ich suche ein AB, ein Schirm Klasse AB, der bis 140 Kilo gehen soll. Also da kann man eingeben, was ist Körpergewicht und dann zählen die immer irgendwie 15 Kilo dazu. Also habe ich also eingegeben 125 Kilogramm, dann sagt er, das geht dann bis 140. Da wurden mir, ein bisschen anders als deine Aussage jetzt, wurden mir immerhin 16 verschiedene Schirme angezeigt. Zwei davon würde ich wieder rausnehmen, weil die das wirklich nur als so Highlighter, Zwei davon würde ich wieder rausnehmen, weil die das wirklich nur als so Highlighter, zahlte ein B mit Überlastberechnungen, dass das dann noch entsprechend so aufgelastet dann da ist. zahlte ein B mit Überlastberechnungen, dass das dann noch entsprechend so aufgelastet dann da ist. Aber als klassische Schirme waren dann schon einige dabei. Aber das waren fast alles eben keine leistungsorientierten Schirme, sondern eigentlich alles A -Schirme oder wirklich nur Low -B.
Ja A -Schirme oder halt Schirme, die das in der Extended Range haben. Das kann man so sehen, dass man in der Extended Range dann noch zuhause ist, aber empfohlenes Startgewicht ist eben mal empfohlenes Startgewicht. Aber empfohlenes
Startgewicht ist eben mal empfohlenes Startgewicht.
Wenn ich da drüber bin, habe ich halt ein Stück weit das, was ich versuche mit dem Gleitschirm zu kaufen, nicht wirklich erreicht aus meiner Sicht. Also ich würde mich schon darüber freuen, wenn es mal einen gäbe mit einem empfohlenen Startgewicht von 145 oder 140 Kilo, dass man mal ein paar Prozent unter der Obergrenze liegt, einfach um eine weitere Spannbreite an Sicherheit zu kriegen.
Aber 16 Schirme, es kommt ja darauf an, wenn ich mir jetzt, ich weiß ja nicht, welche Hersteller da jetzt drunter waren, aber nehmen wir mal das Beispiel, was ich vorher geflogen bin, das war ein Skywalk Mescal, der Mescal 6 hatte einen Range von 95 bis 135 Kilo in der L, weil es gab keinen XL mehr. Das heißt, man hat irgendwann den XL, beim Mescal 5 gab es noch einen XL, das ist jetzt meine Vermutung, ich will jetzt nichts behaupten, wenn wir jetzt den Podcast hören und eine Skywalk -Riesendiskussion anfängt, dann müssen wir es vielleicht nicht machen, aber es gibt den L jetzt nur noch, also das heißt, der Schirm hört bei L auf und er hat auf einmal eine Range, die 40 Kilo breit ist.
Also müsste es doch möglich sein, wenn man den XL einfach rausgenommen hat und hat eine Größe rausgenommen, nämlich die 115 bis 135, die es beim Mescal 5 noch gab. Dann müsste es doch auch möglich sein, bei den anderen Herstellern einfach mal einen Schirm weiter als 135 Kilo zu belasten im Test und mal zu gucken, ob er dann tatsächlich seine Eigenschaften als A, B oder whatever Schirm verliert.
Wobei die Schwierigkeit wahrscheinlich gar nicht ist, ob er da seine Einstufung verliert, sondern ich könnte mir vorstellen, dass die Schwierigkeit sogar mehr vielleicht sogar der Lasttest ist, weil die dann die Leinen ganz anders auslegen müssten möglicherweise, um eben diese deutlich höheren Lasten dann eben auch noch tragen zu können. Also da kann man halt ein paar bisschen dünnere Leinen und vielleicht damit auch günstigere Leinen einsetzen, als wenn man dann noch eine große Schirmgröße hat, die dann entsprechend dickere Leinen dann auch haben muss.
Aber Lucian, wir reden nicht über eine zusätzliche Schirmgröße. Wir reden einfach darüber, mal zu gucken, ob der bisher vorhandene XL -Schirm, wenn man sich die Schirme mal anguckt, dann haben die so zwischen 28 und 32. Quadratmeter in der obersten Größe. Und die sind von der Fläche her, von der projizierten Fläche, sind da weniger Unterschiede da. Und wahrscheinlich also im A - und Low -B -Bereich ist bei den Leinen, werden die jetzt auch, ich weiß nicht, ob du mir jetzt widersprichst, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass der S - oder XS -Schirm so viele andere Leinen verwendet als der XL -Schirm vom gleichen Hersteller.
Also es geht ja nur darum zu sagen, warum kann ich einen Schirm, den ich jetzt bis 135 zugelassen habe, nicht mal schauen, ob ich den auch bis 145 zulassen würde, den gleichen Schirm. Weil wenn es bei Mezcal geht, dass man die L -Größe auf einmal bis 135 Kilo zulässt, dann ist ja, also der Schirm ist ja wahrscheinlich der alte Mezcal 5L, nur in der höheren Gewichtsklasse.
Also im Grunde aufgelastet. Ja, wahrscheinlich müsste das gehen.
Also wahrscheinlich. Ich weiß es nicht. Ich bin kein... Ich bin kein Gleitschirmkonstrukteur.
Wie ist das eigentlich mit Rettung?
Rettung... Gibt es da auch Probleme in der Auswahl? Oder sagst du, nee, da ist es eigentlich, weil es auch Motorschirme und Sonstiges gibt, die dann bis 160 Kilo gehen, da ist eigentlich die Auswahl groß genug?
Die Auswahl bei Rettung habe ich noch nie ein Problem gehabt, aber die sind natürlich auch größer. Das heißt, sie sind größer, haben damit wieder mehr Gewicht und verändern das Pendel auf der anderen Seite. Also wenn deine Rettung mehr wiegt, hast du halt wieder an der Stelle, wo du ohnehin schon... Wenn du so knapp aufgestellt bist, letztendlich dann wieder schnell einige 100 Gramm oder vielleicht sogar ein Kilo, was du mitnimmst, was du unter Umständen mit der kleineren Rettung eben nicht hättest. Und noch ein Punkt, der dafür spricht, dass man einfach auch mal 10 Kilo drauflegen könnte hinten.
Was dann wahrscheinlich einfach ein Quadratmeter mehr vielleicht von der Retterfläche dann wieder wäre.
Nein, ich meine nicht von der Retterfläche, nicht den größeren Retter. Der Retter ist groß genug, aber der ist schwerer als der kleine Retter. Und der ist natürlich in deinem Gurtzeug. Und wenn du vorher... Also wenn jetzt dein Equipment wird wahrscheinlich 10 Kilo wiegen, was sagst du?
Insgesamt? Nein, ich komme schon auf... Also mit allem Drum und Dran, was ich so im Rucksack habe, komme ich dann meistens schon auf 15 Kilo.
Okay, wenn du 15 hast, habe ich halt 18, weißt du? Und damit wird meine Range ja nach oben auch kleiner, obwohl ich nicht mehr so viel Luft habe. Mhm. Das ist ja immer... Das ist das, was viele nicht nachvollziehen können. Wenn ich darüber diskutiere, ob ich ein M - oder ein L -Schirm nehme und da hinterher noch eine Größe übrig ist, dann ist das ja eine komfortable Diskussion. Wenn du überhaupt mal anfängst, bei einem Hersteller zu schauen, haben die generell einen in meiner Gewichtsklasse und dann noch überlegen musst, okay, was habe ich denn an Klamotten dabei, was habe ich an Equipment dabei, was wiegt die Rettung und so weiter, um am Ende ein Startgewicht zu haben, was in dieser... vom Schirm abgedeckten Größenordnung ist oder nur leicht drüber ist, damit du nicht Gefahr läufst, deine komplette Abdeckung zu verlieren.
Ist ja auch immer, solange nichts passiert, kein Thema.
Hast du dir da schon mal Gedanken darüber gemacht, was das auch versicherungstechnisch heißt? Also wenn du jetzt beispielsweise, du fliegst mit einem Gurtzeug, wo du über dem Gewicht bist, du fliegst mit einem Schirm, wo du vielleicht auch schon etwas überlastet hast, was ist da in einer entsprechenden versicherungstechnischen Situation? Hast du da mal mit dem DRV darüber gesprochen?
Nein, habe ich nicht. Ich habe auch ein bisschen Angst vor der Antwort, die dann kommt. Also das ist ja auch, wir machen jetzt einen Podcast und am Ende werde ich an jedem Startplatz wieder weggeschickt, weil die alle im Podcast gehört haben, du bist eh zu fett für deinen Schirm, du solltest jetzt hier nicht starten. Wäre natürlich sehr ärgerlich, wenn das so wäre, da müssen wir jetzt ein bisschen aufpassen, was man sagt. Okay. Am Ende ist es natürlich schon eine Grauzone.
Wobei ja keiner eine Waage da irgendwo hat. Naja,
aber im Endeffekt, wenn es zu einem Unfall käme, also wann braucht man die Versicherung? Wenn es zu irgendeinem Fall käme, dann würde man ja schon mal sich den Piloten angucken und würde gucken, was der geflogen hat und ob das alles, wenn da überall eine andere Zahl draufsteht, als auf der Waage des Piloten, ist halt schon blöd.
Ja. Ja, wobei das wahrscheinlich am ehesten wäre, dass du halt gegenüber dem Hersteller keine Regressanforderungen stellen kannst. Der wird dann sagen, ja wieso, das Gurtzeug war nur bis 120 zugelassen, wenn jetzt du wiegst 130 oder mit Gesamtgewicht, was auch immer. Da war jetzt so eine Belastung drauf, dass da jetzt diese Naht aufgegangen ist, das hat mit uns nichts zu tun, sondern das hat dann was mit deinem Gewicht zu tun. Also da kannst du dann nicht diskutieren wahrscheinlich.
Das wird auch wahrscheinlich nicht vorkommen. Also ich habe jetzt nicht, also das muss ich jetzt. Ja. Ich würde fairerweise sagen, bei den Gurtzeugen nicht das Gefühl, dass die mein Gewicht nicht tragen oder das ist eher eine Frage von Größe tatsächlich. Also das ist eine marginale Sache, dass da halt 125 Kilo draufsteht und das wahrscheinlich auch 135 vertragen würde. Aber eher das Problem ist, dass der Bauchgurt zu eng ist oder dass diese Sachen nicht weiter aufzumachen sind, als auf die Größe eines der Norm entsprechenden Menschen. Oder eher den Normen entsprechend.
Lass uns mal den Fokus noch ein bisschen weiten. Du bist, hast du selber so gesagt, sagst du manchmal an Startplätzen quasi der Vertreter der adipösen Piloten. Aber es gibt ja noch andere Randgruppen bei den Piloten, die vielleicht auch ihre Schwierigkeiten haben. Beispielsweise sehr leichte Pilotinnen, die auch Schwierigkeiten haben, entsprechende Schirme zu finden, weil sie bei allen dann irgendwie verblasen werden und gar nicht mehr vorwärts kommen. Oder Piloten mit Behinderungen, die dann zum Beispiel im Rollstuhl, im Rollstuhl sitzen und auch fliegen gehen wollen. Im Vergleich mit denen, denkst du, die schweren Piloten stehen irgendwie im Standing ein bisschen anders da?
Das würde ich mir nicht anmaßen, das zu beurteilen. Ich kenne natürlich die Probleme, die ich habe und kann nicht beurteilen, welche Probleme andere Menschen mit irgendwelchen Handicaps, ob zu leicht oder irgendwelche körperlichen Handicaps, diese vielleicht mit sich bringen. Ich würde mir halt wünschen, dass man in der Szene stärker auch mal den Fokus auf diejenigen richtet, die trotzdem fliegen. Also trotzdem, obwohl sie sehr alt sind, trotzdem, obwohl sie Übergewicht haben, trotzdem, obwohl sie vielleicht nicht vernünftig laufen können oder ähnliches. Also ich kann mich gut daran erinnern, wir haben auf der Embargo einmal am Startplatz gestanden und da guckten wir gemeinsam einem Piloten zu und einige haben sich,
fürchterlich aufgeregt, weil der immer so einseitig gebremst hat beim Aufziehen. Und unten am Campingplatz habe ich dann gesehen, dass der offensichtlich eine Lähmung am Arm hatte und diesen Arm nicht ordentlich bewegen konnte. Und am Endeffekt ist es natürlich so, dass die Leute erst mal sich das angucken und dann gibt es eine Diskussion, wo es tatsächlich Menschen gibt, die sagen, warum fliegt so einer noch, das ist doch gefährlich. Der möchte einfach fliegen und versucht, sein Handicap auszugleichen. Auch manchmal nicht so schick aussieht, solange es sicher ist, sollte man doch sich darüber freuen, dass es nicht nur Supersportlern gelingt, so ein wunderbares Hobby zu haben.
Was könnten denn aus deiner Sicht Hersteller, was könnten Flugschulen, was könnte der DRV oder was könnte die ganze Szene tun, um diese vielleicht manchmal vorhandene versteckte Form der Diskriminierung irgendwie abzumildern oder da neue Wege zu gehen?
Ich weiß ja gar nicht, ob wir mit dem... Terminus Diskriminierung das treffen, worüber ich spreche. Ich würde mir einfach wünschen, dass im Rahmen der Diskussionen, Debatten bei den Herstellern einfach mal gesagt wird, Mensch, es gibt Menschen, die nach oben oder nach unten irgendwo aus der Gewichtsrange, die wir momentan abbilden, rausfallen. Und ist es denn völlig ausgeschlossen, dass wir unsere Schirme auch anders labeln, also sprich zumindest mal anders prüfen, um sicherzustellen, dass das auch abgedeckt wird auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite wäre halt eine Berichterstattung über Menschen, die dieses Hobby... Irgendeiner hat mal zu mir gesagt, es ist völlig egal, ob der schnell oder langsam läuft.
Jeder, der am Wochenende den Hintern hochkriegt vom Sofa und rausgeht und läuft, ist ein Läufer. Und nicht nur der, der einen Marathon laufen kann und nicht nur der, der irgendeine Zeit auf 100 Meter hinlegt oder auf 400 Meter hinlegt, sondern jeder, der sich bewegt ist. Läufer, basta. Und wenn der im Zeitlupentempo läuft. Und warum kann man nicht sagen, jeder, der da draußen einen Gleitschirm aufziehen kann und rausfliegt, egal wie das aussieht oder egal wie lange er dafür braucht und wie viele Versuche er dafür braucht, der ist jemand, der zu dieser Flieger -Szene gehört. Und das wäre einfach ein wünschenswerter Effekt. Aber mir ging es einfach darum, und deswegen habe ich dich ja auch angesprochen, dass man, wenn man, ich schätze deinen Podcast sehr und höre den auch immer, regelmäßig und mir ist halt aufgefallen, dass es immer um irgendetwas, oder zumindest zu dem Zeitpunkt ist es schon etwas anders.
Mittlerweile geht es auch viel um Technik und um andere Geschichten. Ich fand zum Beispiel diese Retter -Geschichte da letzt sehr interessant mit der Mittelmeer -Flüchtlingsrettung und so, das fand ich super. Aber letztendlich immer nur um die Frage, wer hat alle hohen Berge erklommen und wer hat die weitesten Strecken geflogen und die besten Dreiecke. Und ähnliches. Natürlich gehört das zu jedem Sport dazu. Und natürlich freut man sich auch darüber, wenn es solche Erfolge gibt. Aber vielleicht gibt es eben auch Menschen, die sich anders definieren und die sich diesem Flugsport verschrieben haben, ohne dass sie zu Spitzenleistungen fähig sind.
Das heißt, du würdest dir zum Beispiel mal wünschen, im DHV -Info, dass da ein Artikel erscheint, wie gehen solche Leute wie du mit ihrem Flughobby um? Wie haben die ihren Spaß? Welche Probleme haben sie? Und was könnte man da vielleicht aus der Szene heraus oder von den Herstellern heraus eben besser machen?
Ich bin mir ja gar nicht sicher, ob es einen Bedarf gibt. Ich unterhalte mich öfter mal mit Menschen, man kommt natürlich auch ins Gespräch. Und wenn man mit Leuten redet, die aus der Norm fallen, also insbesondere gewichtsmäßig aus der Norm fallen und spricht das an, dann sagt man ja gut. Da muss man eben mit umgehen lernen. Das ist so, nimm es witzig. Also viele Leute nehmen das wahr, akzeptieren das, aber ich weiß gar nicht, ob es außer mir jemanden gibt, der da einen Bedarf zieht, dass man das thematisiert. Aber ich fand es halt tatsächlich erwähnenswert. Du offensichtlich auch, sonst hätten wir den Podcast nicht gemacht.
Ja, ich finde es ja auch sehr mutig von dir. Und es ist eigentlich schade, dass es quasi Mut gebraucht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass viele Leute, die vielleicht auch übergewichtig sind oder andere Handicaps in irgendeiner Weise haben, diese Handicaps vielleicht gar nicht so in der Öffentlichkeit darstellen wollen würden. Weil sie vielleicht auch immer erleben, dass sie in irgendeiner Weise so ein bisschen halt ausgegrenzt sind oder mal hinter ihrem Rücken getuschelt wird oder so. Und wo dann heißt es so, ja, ich exponiere mich ja dann damit. Nochmal, will ich das? Oder will ich einfach nur mein ruhiges Flughobby genießen und ich mache mich ganz am Rand vom Startplatz irgendwo fertig, weil mich gar nicht so viele sehen. Und in einem ruhigen Moment starte ich dann raus, auch wenn ich, wie du Beispiel vorhin hattest, mit dem bisschen gelähmten Arm zum Beispiel oder so, der dann sagt, dann warte ich halt ab, dass Platz da für mich ist, dass ich da keinen anderen behindere und kein anderer das auffällt, dass ich da vielleicht auch Schwierigkeiten habe.
Ja, das gibt es. Da bin ich überzeugt von. Und wenn man das beobachtet, also wenn man mal mit so einem Auge, vielleicht führt das auch dazu, dass der ein oder andere sich mal am Startplatz umguckt und diese unterschiedlichen Verhaltensweisen dann auch wahrnimmt. Aber da bin ich überzeugt von, dass es Menschen gibt, die einfach dann nicht in die Öffentlichkeit wollen. Ich habe den Vorteil, dass ich mich nicht so wirklich auch aufgrund meiner beruflichen Vita und dem, was ich schon gemacht habe in meinem Leben, ich eigne mich nicht so sehr als Mobbingopfer. Und von daher ist es für mich vielleicht gar nicht so sehr eine Frage von Mut, das zu machen. Ja. Ja. Ja. Vielleicht besser wegstecken als andere. Aber vielleicht ist es dann auch eine Pflicht zu sagen, okay, ich stelle mich dem Thema und gebe auch zu, ich bin dicker als andere und habe dadurch auch meine Probleme in diesem Sport.
Lass uns zum Ende hin noch über ein paar schöne Dinge reden. Was fasziniert dich denn am Fliegen so sehr, dass du sagst, das wollte ich auch wirklich machen, auch wenn ich wahrscheinlich davon ausgehen musste, dass ich von meiner körperlichen Konstitution her nicht der geeignetste Kandidat dafür bin?
Ja.
Das ist ein Zitat eines X -Alps -Piloten mit dem,
der auf die Frage hin, das ist leider nicht von mir, deswegen will ich es mir auch nicht zu eigen machen, der auf die Frage hin, wie er zum Fliegen gekommen ist, gesagt hat, der, der nicht fliegen mag, hat es doch fein et al.
Und da ist ja schon was dran. Also das Fliegen ist ein Menschheitstraum. Und für mich ist das ein unglaublich erhebendes, erhebendes Gefühl, mich in den Lüften zu bewegen, diesen wunderbaren Sport zu machen, auch ohne weitere technische Hilfsmittel, einfach mit den Elementen zu verschmelzen. Das ist einfach unbeschreiblich schön, bringt mir unfassbar viel. Und ja, das fasziniert mich ohne Ende. Ich bin früher sehr viel getaucht, muss ich sagen. Auch das hat, wenn man es jetzt psychologisch untersuchen könnte, könnte man auch sagen, ja, damals hat er auch immer mal, mal ein Gewichtsproblem gehabt. Ich habe das ja auch nicht mein ganzes Leben. Ich habe ja also so eine Sinuskurven -Gewichtsentwicklung und das geht mal 40, 50 Kilo rauf und 40, 50 Kilo runter.
Also ich habe auch ganz viele Phasen in meinem Leben gehabt, wo ich am ganz normalen Gewichtsbereich unterwegs war und trotzdem immer wieder Phasen, wo mein Gewicht einfach exorbitant zu hoch war. Und wenn man das jetzt tiefenpsychologisch untersuchen würde, würde man sagen, okay, das Tauchen hat auch mit Schwerelosigkeit zu tun. Letztendlich befreit man, befreit man sich natürlich beim Fliegen und beim Tauchen auch von diesem furchtbaren Menschen, der die Schwerkraft erfunden hat. Der Newton war das, glaube ich. Der hat uns dazu verdammt, am Boden zu bleiben. Und umso schwerer man ist, desto mehr merkt man diese Kräfte natürlich auch. Also Fliegen ist einfach ein Menschheitstraum.
Wenn du das schon so ansprichst mit Newton, fühlst du dich denn dann beim Fliegen, fühlst du dich leichter? Ist das für den Körper sogar angenehmer?
Ja, natürlich. Also man fühlt sich ja annähernd schwerelos beim Fliegen. Das ist schon so. Das ist beim Tauchen so, das ist beim Fliegen so. Ob das für den Körper, das ist immer eine Frage, wie gut das Gurtzeug sitzt und ob es zwickt oder sonst irgendwas. Aber am Ende des Tages ist das schon ein tolles Gefühl. Das kann man gar nicht nur mit dem fehlenden Gewicht, sondern einfach alles, was dazugehört. Also es ist einfach Lilienthalstraum. In besonderer Perfektion mit dem Gleitschirm.
Und gibt es eine besondere, oder was heißt besondere, eine Flugform, wo du sagst, die kommt meiner Vorstellung der Fliegerei oder meinem Traum oder dem Fluggefühl, was du für dich gerne hast am nächsten? Also ist es eher ein Soaring oder bist du ein super Thermikflieger, der sagt, ey, wenn es dann auch noch richtig hoch geht, das gibt mir richtige Hochgefühle?
Na, also ich muss dazu sagen, ich neige dazu immer, immer wenn es besonders gut hoch geht, eher das Weite zu suchen und landen zu gehen, weil ich mich so richtig im Orbit nicht wohlfühle. Also ich gehe jetzt zum Beispiel, in dieser Woche fahre ich zum Gardasee. Wenn du da startest, das ist schon die Grenze. Also wenn du da über den See fliegst und da bist du ja schon echt hoch, finde ich zumindest. Und das ist so ein Punkt, da ist es so ein gemischtes Gefühl. Soaring finde ich schon sehr, sehr schön, weil man den Bezug zum Gelände stärker hat einfach. Also weil man einfach näher, es fühlt sich sicherer an, obwohl es nur vermeintlich sicherer ist. Höhe ist ja eigentlich Sicherheit.
Aber sagt es mal jemand, der runterguckt und Angst hat. Also das ist immer schwierig. Aber jede Form, in die Luft zu kommen, macht mir Spaß. Und in dem Augenblick, wo es mir keinen Spaß macht, gehe ich halt landen. Das ist ja jedem selbst überlassen. Also ich bin jetzt nicht der Typ, der fünf Stunden in der Luft sein will. Das wird mir vorher dann, vorher wird mir das dann schon so viel und ich gehe dann irgendwann landen. Aber also eine Streckenflug -Weltmeisterschaft werde ich nie gewinnen.
Und Gardasee, machst du da jetzt ein
Sicherheitstraining? Nein, ich habe tatsächlich schon mal Sicherheitstrainings gemacht dort. Zwei Stück. Aber ich fahre da mit meiner Mutter hin und meiner Lebensgefährtin und wir verbringen da mehr oder weniger einen Familienurlaub. Und ich gehe, by the way, ein bisschen fliegen. Einfach nur. Just for fun.
Gut, Frank. Dann wünsche ich dir für diese Flugwoche, oder ich weiß nicht, vielleicht ist es auch länger, aber auf jeden Fall für diese Zeit zum einen gutes Flugwetter, guten Startwind und eine tolle Zeit am Gardasee mit sehr schönen Flügen, von denen du dann auch wieder sagen kannst, das ist das, was ich schon immer mir erträumt habe. Ja, vielen Dank.
Diese Episode zum Thema Toleranz liegt mir persönlich sehr am Herzen. Podz-Glidz trägt ja den Untertitel Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens. Und es sind gerade solche Geschichten wie die von Frank Weber, die auch mal andere Sichtweisen auf unser schönes Hobby öffnen. Dass er bereit war, so offen und ehrlich über verschiedene Handicaps und die damit verbundenen Schwierigkeiten zu sprechen, ist mutig und verdient eine besondere Anerkennung. Vielleicht nehmen manche Hersteller das sogar als Anregung, zumindest bestimmte Gewichtsgrenzen bei der Zulassung von Gleitschirmen und Gurtzeugen zu überdenken.
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Ich bin Lucian Haas und der Produzent von Podz-Glidz und Logleitz. Als freier Journalist lebe ich auch von diesen Angeboten. Allerdings verzichte ich bei der Finanzierung, bewusst auf Werbung, Paywalls oder Abo -Regelungen. So wie die Natur mir beim Fliegen die Aufwinde schenkt, so setze ich darauf, dass du mir als begeisterter Hörer und Leser finanziellen Auftrieb gibst. Als Förderer darfst du so viel geben, wie du willst, beziehungsweise selbst entscheiden, was dir so ein Angebot wert ist. Falls du dir unsicher bist, welcher Betrag angemessen wäre, hier eine kleine Hilfestellung. Ein häufig gewählter Förderbeitrag ist umgerechnet 5 Euro pro Monat. Aber egal, was du zahlst, jeder Betrag trägt in der Summe einen wichtigen Teil dazu bei, dass ich Podz-Glidz und Logleitz im Dienst der Gleitschirmszene auch in Zukunft weiterbetreiben und entwickeln kann.
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Bis zum nächsten Mal. Fall nicht vom Himmel. Ciao.