Ich meine, im Endeffekt, wenn du für jemanden mit der Arbeit bist, schwingt das ja immer mit, traue ich mich, es selbstständig zu machen, traue ich mir das zu und, und, und. Irgendwann kurz vor dem Winter letzten Jahres habe ich mich dann, man kennt sich ja alle untereinander, den Hannes kenne ich ja schon sehr, sehr lange, wir haben uns auch immer geschätzt und kennen eigentlich gut miteinander. Und dann hat man sich halt kurz vor dem Winter zusammengesetzt und dann hat man halt über das Grundlegende geredet. Und dann sind eigentlich der Hannes und damals der Gosner Christian mit der Idee auf mich zugekommen, ob ich nicht eigene Marken gründen will. Ja, am Anfang war ich ein bisschen skeptisch, aber je mehr ich mir das in meinem Kopf durchgehen habe lassen, umso besser hat mir die Idee gefallen. Man kann halt halt ab und zu seine Handschrift und viele Dinge umsetzen, die sonst im Team entschieden worden sind, kann ich halt jetzt selber dann in meine Richtung umsetzen.
Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast. Geschichten aus dem Kosmos. Aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens. Heute mit Alex Höllward. Und ich bin Lucian Haas.
Der Charakter eines Gleitschirms wird vor allem von zwei Personen geprägt. Zum einen vom Konstrukteur, der die Grundausrichtung eines Schirmes festlegt. Zum anderen vom Testpiloten, der vor allem bei der Feinabstimmung des Handlings seine Vorstellungen und Vorlieben mit einbringt. Der Zillertaler Alex Höllward erfüllt beide Rollen in einer Person. Seit 2011 war der heute einundzwanzigste Gleitschirmflieger. Er wurde als 45 -jähriger bei Skywalk angestellt. Dort hatte er großen Einfluss auf die Schirmpalette. Erfolgreiche Modellreihen, von Mezcal über Tequila, Chili Cayenne bis hin zur X -Alps -Serie, mit der Kriegel Maurer 2017 die Red Bull X -Alps gewann, trugen bisher seine Handschrift.
Anfang 2023 platzte dann in der Szene eine kleine Newsbombe. Alex Höllward hat Skywalk verlassen und bei Hannes Papischs Firma FEE angeheuert. Allerdings nicht mit dem Ziel, künftig Schirme für FEE zu konstruieren, sondern um unter dem Unternehmensdach von FEE eine weitere, ganz eigene Marke aufzubauen. Mittlerweile ist auch bekannt, diese Marke wird Zoom heißen. Beim diesjährigen QPK im September in Saint -Hilaire soll sie offiziell vorgestellt werden. Aus dieser Geschichte ergeben sich natürlich auch vorab schon viele Fragen, wie zum Beispiel Warum braucht die Gleitschirmwelt überhaupt noch eine neue Marke? Wie fühlt es sich für einen Konstrukteur an, freie Hand zu haben und seine Produkte von Grund auf ganz nach den eigenen Vorlieben zu schneidern?
Und was macht den Charakter eines Gleitschirms à la Höllward letztendlich aus?
Über all das und noch einiges mehr spreche ich mit Alex Höllward in dieser Episode Nr. 115 von Podz-Glidz.
Wenn dir der Podcast gefällt, dann unterstütze doch meine Arbeit daran als Förderer. Wie das ganz einfach geht, erfährst du auf meinem Gleitschirm-Blog Lu-Glidz und zwar dort auf der Seite Fördern.
Alex, viele Profiköche, die haben so ein persönliches Messerset oder eine Lieblingspfanne, die sie immer mitnehmen, egal wo sie arbeiten. Welche Beziehung hast du als Gleitschirmkonstrukteur zu deiner Nähmaschine?
Naja, leider gar nicht so eine große, weil die ist eigentlich für mich nur ein Gerät, das ich benutze. Aber da habe ich eigentlich nicht wirklich so eine persönliche Beziehung dazu. Sie muss funktionieren, dann bin ich froh. Meistens funktioniert sie dann nicht so, wie man sich das vorstellt, weil man halt doch nicht so regelmäßig dran näht, sondern nur dann, wenn es brennt und dann kann schon mal vorkommen, dass sie nicht so gut funktioniert. Hast
du denn schon mal einen kompletten Schirm selbst genäht?
Nein, leider noch nicht. Aber da ich öfter in der Produktion bin und ich bin immer wieder erstaunt, wie man das zustande bringt, weil das ist wirklich die Handarbeit und das handwerkliche Geschick. Es ist für mich immer wieder faszinierend, dass man so genau nähen kann.
Muss man oder sollte man denn nicht als Konstrukteur eigentlich genauso gut nähen können? Also ist das nicht eine Voraussetzung, dass man sagt, ich weiß, wie das funktioniert und ich kenne die Nähte und weiß dann auch, was ich denen dann anweisen kann, was sie machen sollen?
Auf jeden Fall. Deswegen ist ja der Bezug oder die Nähe zur Produktion immer wichtig. Aber es ist natürlich so, dass es verschiedene Produktionsstile gibt und das unterscheidet sich halt von Produktion zu Produktion. Also es heißt nicht immer, dass sie alle gleich sind. Systematisch wird es schon immer ziemlich ähnlich sein, aber es ist nicht immer ganz gleich, wie es dann wirklich gefertigt wird. Deswegen, wenn man eine Produktion wechselt, muss man dann immer schauen, wie... Ich sage immer so, man muss die Anwahrersaison so machen, dass er die Produktion umsetzt. Es nützt dir nichts, wenn ich mir das Schönste vorstelle und das kann keiner so produzieren. Kommt das denn
schon mal vor, dass du Ideen hast, wo dann die Produktion wirklich sagt, das kann ich gar nicht?
Das kommt schon öfter vor. Es gibt auch technische Möglichkeiten. Wenn sie gewisse Nähmaschinen nicht besitzen, die das können, dann kann es schon mal vorkommen, dass man wirklich entweder das umstellt oder die Produktion dazu bringt, diese Nähmaschine zu kaufen.
Nun näht hauptsächlich die Produktion an. Auch wenn du noch in der Entwicklung bist. Also die näht diese Protos. Aber wie häufig sitzt du selber bei der Entwicklung eines Schirms dann doch noch an der Nähmaschine?
Ziemlich oft. Aber das sind ja nur mal eine Leine nähen, mal Spannung ab oder Ballooning abnähen, mal Loops rein nähen. Aber das sind ja jetzt nicht große Dinge. Also man näht seltenst einen Außenflügel dran. Das kann man auch immer machen. Aber das sind ja dann... Also komplett einen Schirm zusammennähen. Das habe ich bis jetzt, muss ich ehrlich zugeben, noch nicht gemacht.
Wer hat dir das technische Nähen so beigebracht?
Na, im Endeffekt meine Karriere hat irgendwie bei Skywalk angefangen. Damals der Jürgen Kraus, der ja damals eigentlich mein Lehrmeister wurde, hat mir das so einigermaßen beigebracht oder halt mich dazu gezwungen, dass ich das kann, weil der halt auch immer, dass ein Testpilot auch Leinen nähen kann. Also das sollte jeder können. Du hast
angefangen als Testpilot bei Skywalk?
2001 ungefähr, Ende 2001 habe ich da als Testpilot angefangen,
ja. Und dann musstest du auch ein bisschen nähen können?
Ja, klar. Du sitzt dann irgendwo, wenn du im Ausland bist, mit einer kleinen Nähmaschine da und wenn ich was ändern will an der Leine oder muss Leinen nähen, so wie es dann öfter war in Monaco, dann sollte man schon was, sollte man schon nähen können, weil sonst sitzt man da und kann dauernd drehen. Das bringt halt auch nichts.
Wenn du da jetzt, du sagst gerade Monaco oder egal, man fliegt auf Teneriffa als Testpilot oder sonst was, wenn du da Änderungen an einem Schirm machst, wie erfährt eigentlich am Ende der Konstrukteur, was du dort alles jetzt dran geändert hast? Wird dann der ganze Schirm am Ende nochmal neu vermessen und zu sagen, okay, das ist jetzt das, was als Ideal quasi so rausgekommen ist, das übertragen wir jetzt wieder in so eine Designsoftware zurück? Oder musst du jeden Schritt, den du machst, akribisch dokumentieren und sagen, okay, Leine A2, zwei Zentimeter gekürzt auf oder was auch immer?
Also im Endeffekt, jede Änderung wird dokumentiert und dann wieder umgesetzt. Also man hat einen Grundprototypen, an dem ändert man viele oder nicht so viele Dinge, Leinenlängen, Aufringepunkte, Spannungen, Ballooning und natürlich, wenn man es dann in Serie gehen will, muss man die ganzen Änderungen dann wieder ins CAD -Modell übertragen und in die 2D -Patterns übertragen und dann in die Produktion schicken und Anweisungen schreiben.
Und diese Übertragung in das CAD und so weiter, basiert das dann wirklich nur auf dem, was du dokumentiert hast damit oder wird letzten Endes der Schirm nochmal vermessen, weil es könnte ja sein, dass sich der beim Fliegen dann auch wieder eine Naht gesetzt hat oder sonstiges alles?
Auch. Normalerweise, bevor man es zur Zulassung gibt, wird das alles nochmal vermessen, dokumentiert, sodass man einen Ist -Stand im Endeffekt bevor der Aufgabe hat und dann natürlich kommen die Testflüge und dann geht das Prozedere weiter.
Erzähl mir nochmal ein bisschen was zu den Anfängen. Du hast jetzt gerade gesagt 2001, das war eher so als Testpilot bei Skywalk selbst. Wie bist du denn dann letzten Endes zum Konstrukteur geworden?
Ja, ich bin ja dann von Skywalk dann zu Nova gewechselt und da habe ich dann meinen jetzigen Chef oder auch wieder meinen jetzigen Mentor, den Hannes Pappusch, kennengelernt. Ja, am Anfang war ich da auch noch als Testpilot tätig. Und im Laufe der Zeit habe ich dann natürlich in Hannes, habe ich dann einen Blick in die Designsoftware und in seine Arbeitsweise gekriegt. Ja, und das war dann eigentlich so dann der Grundstein für das Ganze. Da habe ich gesehen, ja, irgendwie traue ich mir das zu. Und dann bin ich dann eigentlich, habe die Firma wieder gewechselt und bin dann zu Skywalk gekommen und habe da dann eigentlich als Konstrukteur begonnen.
Hast du denn irgendwas mit Luftraumfahrt, Luftraumfahrt, sonstigen Aerodynamik mal studiert? Oder ist das wirklich gewissermaßen learning by doing?
Auch, ich habe eine technische Schule besucht, eine höhere technische Lehranstalt in Österreich für Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau. Aber damit damals schon das Fliegen mehr interessiert hat als die Ausbildung, habe ich die dann irgendwann abgebrochen und bin dann eigentlich als Testpilot direkt. Als Testpilot habe ich dann bei Skywalk begonnen.
Aber wenn du jetzt, ich sage jetzt mal diese theoretischen Grundlagen des Fliegens, die Aerodynamik und sowas, nicht wirklich direkt gelernt hast, heißt das eigentlich so, im Grunde könnte jeder Konstrukteur werden, wenn man ihn ein bisschen anleitet dazu?
Ich sage immer so, wenn der Wille da ist, kann man heutzutage, also ich habe die Erfahrung gemacht, alles was ich gewollt habe, kannst du schon selber beibringen. Natürlich, gewisse grundlegende Dinge sollte man schon nachlesen und sie in die Materie halt einlesen, dass man dann das Grundlegende versteht. Aber ich bin immer der Meinung, wenn man was schaffen will, schafft man es.
Das heißt, das geht auch als autodidaktisches Projekt gewissermaßen?
Im Endeffekt ist es ja immer gewisse, klar, man hat Hilfsmittel, aber es ist ja immer ein bisschen probieren, fliegen, schauen, ob es funktioniert. Ja. Wenn
ich jetzt bei dir, sagen wir mal, gewissermaßen in die Lehre gehen wollte oder ginge, wie lange würde es denn brauchen, damit du mir so die Grundfähigkeiten beibringst, dass ich selbst meinen ersten Schirm bauen könnte, der dann am Ende eigentlich auch fliegt, also sicher fliegt? Das
ist immer schwierig zu sagen, aber es dauert schon Jahre. Bauen, dass es mal fliegt. Das ist jetzt relativ einfach, aber dass es dann gut fliegt und sicher fliegt, da ist sehr viel Erfahrung und halt sehr viele Fehlversuche in meinem Fall, wo ich dann halt weiß, wenn ich das und das mache, passiert das und das und das hat die Auswirkung. Das dauert dann schon einige Zeit.
Gibt es Dinge, wo du sagst, da habe ich Fehler bewusst provoziert, um zu gucken, was passiert, um das eben auch lernen zu können? Klar.
Man geht immer oder oftmals verreinigt, verreinigt man sich irgendwann und dann geht man in andere Extreme, um zu sehen, ob das wirklich dann die Auswirkung wieder fruchtet, um mal die Sackgasse zu verlassen. Hast du mal ein Beispiel? Man geht immer schauen, wie langsam kann ich einen Schirm einstellen, dann stellt man halt so langsam ein, dass er halt... Ja,
kurz vor Sackflug ist so, oder?
Dass er halt dann wirklich nicht mehr fliegt. Das ist dann nicht so gut. Man versucht halt immer dann Profile zu verwenden, die dann halt nicht mehr so stabil sind. Je schneller man fliegt, desto irgendwann klappt es dann halt ein und und und. Man versucht eigentlich immer wieder, die Grenzen auszuloten. Bei
dieser Konstruktion, wenn du gerade gesagt hast, man nimmt dann mal Profile, die vielleicht schneller sind, aber dann vielleicht auch schneller klappen oder sowas. Alle Gleitschirmfirmen müssen ja auch irgendwie wirtschaftlich arbeiten. Also wie viel darf man da dann eigentlich in diesen Extremen noch spielen? Weil man auch sagen muss, das ist jetzt ein Proto, den wir dann ja wahrscheinlich in die Tonne kloppen, wenn es nur so ein Austesten der Randbedingungen ist, so ungefähr. Ja,
das kommt immer drauf an. Klar muss jeder wirtschaftlich arbeiten. Aber es gibt ja zum Glück auch Simulationsmethoden heutzutage, wo man ja grobe Schnitzer ja schon aussortieren kann. Klar, ich probiere es dann auch gern wieder mal aus, um das wirklich zu sehen, ob die Simulation mit der Wirklichkeit korreliert. Aber da kann man dann schon relativ das minimieren und wirtschaftlich arbeiten. Also man braucht dann schon deutlich weniger Prototypen. Du hast
Anfang des Jahres einen großen Schritt gewagt. Und du bist nach elf Jahren, die du als Konstrukteur bei Skywalk gearbeitet hast, bist du zu Vieh gewechselt. Ja. Allerdings nicht, um Schirme für Vieh zu konstruieren, sondern unter dem Dach von Vieh deine eigene Marke aufzubauen, wenn ich es richtig sehe. Ja, genau. Die soll dann Zoom heißen. Erzähl mir mal, wie kam das eigentlich dazu, dass du jetzt sagst, okay, ich kehre Skywalk den Rücken und ich will jetzt meine eigene Marke haben?
Ja, genau. Im Endeffekt, wenn du für jemanden mit der Arbeit bist, schwingt das ja immer mit, traue ich mich selbstständig zu machen, traue ich mir das zu und, und, und. Und irgendwann kurz vor dem Winter letzten Jahres habe ich mich dann, man kennt sich ja alle untereinander. Den Hannes kenne ich ja schon eher sehr, sehr lange. Wir haben uns auch immer geschätzt und können eigentlich gut miteinander. Und dann hat man sich halt mal kurz vor dem Winter zusammengesetzt und da hat man halt über das Grundlegende geredet. Und dann sind eigentlich der Hannes und damals der Gast, der Christian mit der Idee auf mich zugekommen, ob ich nicht eigene Marken gründen will. Ja, am Anfang war ich ein bisschen skeptisch, aber je mehr ich mir das in meinem Kopf durchgehen habe lassen, umso besser hat mir die Idee gefallen,
weil es ist dann halt doch, man kann halt an TAP seine Handschrift und da dem draufsetzen und halt viele Dinge umsetzen, die sonst im Team entschieden worden sind, kann ich halt jetzt selber dann in meine Richtung umsetzen. Am Anfang habe ich auch nicht ganz verstanden, warum eine zweite Marke und der Vieh. Aber der Hannes und der Chris haben mir das eigentlich relativ gut rübergebracht oder gut erklärt, weil der Hannes hat seine Handschrift, ich habe meine Handschrift. Und warum sollte man das nicht nutzen und eine getrennte Marke eigentlich aus dem Ganzen machen? Weil in gewissen Dingen fühlen sich die Firmen dann doch sehr unterschiedlich an.
Das heißt, man kann quasi unterschiedliche Marktsegmente besetzen beziehungsweise unterschiedliche Pilotentypen ansprechen und dann sagen letzten Endes, gemeinsam kriegen wir einen größeren Teil vom Markt dann im Grunde abgedeckt.
Grundsätzlich schon, ja. Aber es ist ja auch der Hannes hat es. Also wir sind, ich glaube, wir sind alle sehr eigen und jeder Konstrukteur hat seinen Weg, den er ungern verlassen will. Und somit kann das auch besser funktionieren, als wenn wir miteinander stur an einem Projekt versuchen, wo keiner so wirklich dem anderen, wie soll man sagen, wo halt jeder seinen anderen Geschmack umsetzen will. Deswegen.
Wenn jetzt Zoom deine Marke ist, dann fängt das ja schon beim Namen an. Wahrscheinlich hast du den Namen auch ausgewählt. Warum Zoom?
Der hat mir von Anfang an gut gefallen. Und wenn ihn so hinten und mit dem Logo, dass man da spielen kann mit den zwei Os, ob man dann irgendwie unendlich drin sehen kann, wenn man die schön verbindet und und und. Das hat mir eigentlich immer schon, von Anfang an irgendwie, das hat mir was, das hat mir angeleuchtet. Und deswegen bin ich dann auf den Namen gekommen.
Ich hatte als Kind, habe ich manchmal Autos gezeichnet. So und habe mir immer vorgestellt, ich mache meine eigene Automarke und habe der dann so einen Namen gegeben. Das war damals Luas, L -U -A -A -S. Und da war ich keine Ahnung, war ich sechs, sieben, acht. Da habe ich schon so Autos gezeichnet und diese diesen Namen schon gehabt. Sag ich, das ist mein Markennamen, wenn ich den mal irgendwann benutzen würde. Ist Zoom bei dir eigentlich auch so was, was du schon dann als Marke für dich länger im Kopf mit rumträgst oder vielleicht früher schon sogar gesagt hast, ich zeichne da meinen Drachen und schreibe da Zoom drauf oder so?
Irgendwie schon, weil sonst wäre das nicht so schnell entstanden. Der Name hat mir eigentlich von Anfang an gleich super gut gefallen. Also es hat Zoom gemacht und der Markenname war da so ungefähr. Ungefähr, ja.
Was ist das für ein Gefühl, beziehungsweise auch was ist das für eine Herausforderung, so eine Marke von Grund auf neu aufzubauen?
Ja, das ist jetzt schon, früher als Konstrukteur habe ich mir über gewisse Dinge nicht so viele Gedanken gemacht. Man hat schon immer geschaut, dass das mit Marketing, Vertrieb und alles zusammen harmoniert. Aber jetzt muss man sich halt, wie du schon gesagt hast, vom Logo muss man sich Gedanken machen. Wie gestaltet man das Schirmdesign und, und, und. Das ist ja jetzt, über die Dinge habe ich mir vorher wenig Gedanken machen müssen, weil das andere für mich gemacht haben. Und wie gestalte ich die Produkte? Wie positioniere ich sie? Und, und, und. Das sind dann schon Dinge, da prasselt sehr viel auf einen ein am Anfang und das ist immer noch mehr. Wie mache ich den Rucksack? Das sind immer so Dinge, da glaubt man gar nicht, wie viel Arbeit das ist.
Oder nach Arbeit wird.
Ich könnte mir auch schon vorstellen, dass allein die Entscheidung schwer ist. Ich meine, du fängst jetzt an zu sagen, ich will jetzt einen Zoom -Schirm konstruieren. Aber dann steht man ja vor der Entscheidung, okay, was mache ich denn als erstes? Fange ich jetzt mit einem A -Schirm an oder mache ein High -B oder nee, C liegen mir am besten oder was? Wonach entscheidest du, was du da als erstes machst? Oder wonach hast du entschieden? Wahrscheinlich konstruierst du ja schon die verschiedensten Sachen.
Ja, ich mache jetzt schon mehrere Produkte.
Ich tue mir halt leichter, mit dem, was ich aufgehört habe, mit dem weiterzumachen. Weil da weißt du die Problemchen und, und, und. Und dann tue ich mir natürlich, weil ich vom Kopf her noch bei der alten Sache bin, weiß ich das. Jetzt was Neues zu beginnen am Anfang, ja.
Und was war das Alte? Letzter Schirm, den du für Skywalk konstruiert hast, war der Mint wahrscheinlich, oder? Der ENC -2 Liner. Ja, genau. Das heißt, der erste Schirm, der von Zoom kommt, ist dann auch ein ENC -2 Liner?
Momentan schaut es da noch aus, ja. Wir haben natürlich, wir bauen einen A -Schirm, wir sind an einem Single -Screen dran, an einem Tandem. Ein B -Schirm kommt jetzt demnächst. Also es kommt immer darauf an, wie zufrieden ich mit dem Produkt bin und was dann eigentlich im Endeffekt dann als erstes kommt. Jetzt vor, momentan sieht es da noch aus, dass der ENC -2 Liner das erste Produkt sein wird.
Du sagst, da bist du drin. Im Grunde ist ja aber ein Schirm wahrscheinlich nie zu Ende konstruiert, weil man sagt, man könnte immer noch optimieren oder sonst
was. Genau. Und das ist ja, wenn du ein Produkt abgeschlossen hast, kennst du nur fünf Sachen, die du verbessern willst. Das ist natürlich logisch, aber die Zeit dazu fehlt, weil irgendwann muss es auch dann mal ein Ende haben. Und mein Anspruch als Konstrukteur, der ist, also für mich ist ein Ding nie fertig, weil es gibt immer was zu verbessern. Wenn man dann schon ein Problemchen weiß, setzt man halt dann das an und versucht das noch zu verbessern.
Das heißt aber dann, der erste Zoom -Schirm, wenn das dieser C -2 Liner wird, ist im Grunde ein Mint mit fünf weiter gedrehten Schrauben.
Nein, so kann man das nicht sagen. Ich habe da schon einige Ideen gehabt, die ich dann schon umgesetzt habe. Ja, das sind ja diese fünf weiter gedrehten Schrauben. Die fünf Ideen, die du
hattest, wo du sagst, da könnte ich immer noch was verbessern.
Meine Handschrift, die ich die letzten 11 Jahre aufgebaut habe, wird natürlich auch dann weitergeführt werden. Weil wie man das Handling einstellt, das ist eine gewisse Handschrift, die jeder Testpilot -Konstrukteur oder meistens ist Testpilot dann hat. Und die habe ich mir ja über 11 Jahre jetzt aufgebaut. Und natürlich kann ich das nicht leugnen, dass das ähnlich sein wird, weil ich halt meine Handschrift da wieder dem Ganzen aufgedrückt habe.
Nun arbeitest du jetzt mit Hannes Papesch zusammen. Zumindest, du hast gesagt, da hat er einen Mentor und so weiter. Genau. Der konstruiert die Viehschirme, ist auch eine große Koryphäe in der Konstrukteurszene. Der hat ja wieder so seine, auch seine eigenen Vorstellungen. Der hat sogar seine eigene Konstruktionssoftware mit erarbeitet, die er selber portiert. Genau. Programmiert hat und so was. Inwieweit profitierst du jetzt davon? Nutzt du das eigentlich oder ist es nur, dass er sagt, weißt du, ich mache meinen Stiefel, du darfst deinen Stiefel machen. Wir machen halt am Ende nur marketingtechnisch beziehungsweise abrechnungstechnisch machen wir da ein Ding draus, weil es ist eine Firma.
Nein, ich profitiere sehr draus. Ich verwende auch von Hannes die Software und deswegen wird der neue C2 Liner, das sind so die fünf Schrauben, weil ich die Software von Hannes verwenden darf, die Simulationsmethoden von Hannes verwenden darf, habe ich mich weiterentwickeln können und wir profitieren oder ich profitiere sehr draus, weil der Hannes hat eine jahrelange Erfahrung.
Simulationstechnisch, Gleitschirm ist eine Koryphäe, was das betrifft und ich profitiere sehr draus. Und klar, ich habe dann andere Ansätze, wo auch der Hannes sicher von mir sich was abschauen kann, ob er es dann macht oder nicht. Aber ich glaube schon, dass das nicht nur ein Marketingmittel ist, sondern dass wir auch beide jetzt sehr davon profitieren können.
Wenn ich es richtig weiß, arbeitest du ja, glaube ich, mit Gliderplan als Konstruktionssoftware. Nicht immer. Mittlerweile verwende ich auch von Hannes die Software. Ja, das war halt nur die Frage. Kann man eigentlich Sachen, die man auf Gliderplan macht, solche Schirme dann einfach sagen, ich übertrage die in Hannes Software rein oder ist das sehr kompliziert, weil es einfach programmatisch anderen von Grund auf ein bisschen anders aufgebaut ist. Kann man solche Schirme dann einfach quasi importieren oder sowas?
So einfach funktioniert es nicht, nein. Da ist sehr viel manuelle Arbeit dahinter. Aber natürlich, wenn man das umsetzen will, schafft man das auch.
Und was kannst du mit Hannes Software an Simulationen machen, was mit Gliderplan nicht möglich ist? Was du auch bei Skywalk, wo du sagst, diese Möglichkeiten hatte ich bei Skywalk zum Beispiel nicht. Ja,
Gliderplan ist ja reine Konstruktionssoftware. Also die hat nichts mit, da ist nichts danach CFD gekoppelt und dann noch Struktur hinten dran. Das funktioniert da nicht. Und bei Hannes ist dann, da ist zwar die Eingabe ein bisschen komplizierter, aber dafür ist die Kopplung unten raus dann sehr, sehr einfach. Wo ich dann relativ sehe, ob das Modell funktioniert oder nicht.
Was hast du dann zum Beispiel aus so einer Simulation gelernt, was du vorher nicht wusstest?
Mei, also gelernt hat man ja vieles, aber du siehst halt jetzt schwarz auf weiß, wenn einmal zum Beispiel die Ballooning -Annahme nicht stimmt, dass die Verformung zu hoch ist, ja, da geht man halt den Schritt verformen. Dann verbessert man das CAD -Modell, lässt das Ganze nochmal durchlaufen und nähert sich halt schrittweise, was man früher anhand von gebauten Prototypen gemacht hat, kann ich halt jetzt schon in der Simulation vorher aussortieren.
Gibt es denn Sachen, wo du anhand der Simulation sagen würdest, hey, von meinem Gefühl her, im Gefühl hatte ich das alles schon, ich sehe jetzt die Simulation, bestätigt mir das, was, wo ich sagte, eigentlich mit dem Ballooning stimmt vielleicht was nicht oder da ist die Spannungsverteilung im Außenflügel nicht so ganz richtig, habe ich, denke ich so und dann kommt die Simulation und bestätigt dich da drin? Kommt öfter vorher,
aber das hat man sich halt durch viel probieren und aussortieren, hat man sich halt dem angenähert und man ist ja, wenn man am Holzweg war, hat man sich ja, ist man ja auf die falsche Richtung gelaufen, aber zum Glück habe ich mich noch öfters wieder gefangen und dann, ja klar, bestätigt dann die Simulation, das, was man schon geahnt hat, was dann natürlich einem auch wieder gut tut, weil man sieht ja, ganz auf dem Holzweg war man ja doch nicht.
So eine Konstruktionssoftware wie Gliderplan, die erledigt ja vieles gewissermaßen von alleine, also man macht ja viele Vorgaben von den Schirmen und die Software errechnet davon schon vieles und wenn du sagst, ich will vielleicht die Spannung verändern, dann errechnet die Software automatisch vielleicht, wo muss ich ein bisschen Stoff dazugeben oder wo muss ich was wegnehmen oder sowas, und sich das entsprechend da umstellt. Was ist denn für einen Konstrukteur heute noch so das Schwierigste, wo man wirklich sagt, da spielt die Erfahrung wirklich rein, wo ein Konstrukteur, der jetzt sagt, ich bin schon 10 Jahre dabei oder 15, 20, ich habe schon 50 verschiedene Schirme konstruiert, das ist halt in Gliderplan, lässt sich nicht abbilden, diese Erfahrung.
Gliderplan, wie schon gesagt, ist eine reine Konstruktionssoftware und du kannst da viele Parameter ändern, wie auch in Hannes seiner Software. Du kannst da nicht einfach sagen, ich muss da eine Annahme treffen des Ballooning und das sollte an einem Aufwand von Fakten passieren. Jetzt natürlich, du kannst da alles ändern und die Konzeption ist da sehr, sehr wichtig, weil du kannst vom Profil über die Spannung, über den Aufbau, über die Zellbreite, du kannst so viele Dinge ändern. Also man muss schon irgendwo Erfahrung haben, um da irgendwo schnell zum Ziel zu kommen. Jetzt natürlich, wenn man hinten raus gekoppelt mit irgendeiner Strömungssimulation das macht, kann ich halt mir schneller Wissen aneignen, weil ich ja sehe, dass das nicht funktioniert.
Und wenn ich halt so, wie wir das früher gemacht haben, das anhand von Probieren und Testen und dann die richtige Annahme treffen machen muss, dauert das halt sehr, sehr lange. Deswegen glaube ich schon, dass man heutzutage als Konstrukteur, wenn man die Simulationstechniken und das alles hat, schneller als Konstrukteur weiterkommen kann und Erfolg haben wird als früher. Mhm. Der Hannes hat früher schon sehr, sehr, sehr gute Simulationen gemacht und wurde immer einen Schritt den anderen voraus. Deswegen hat er immer sehr, sehr leuchtungsstarke Schirme gebaut, wo die anderen sich schwer getan haben. Ist die immer stärkere Simulation die Zukunft des Gleitschirmbaus? Es ist sicher ein Teil davon, aber es kommt schon, der Konstrukteur muss in denen mitbringen, in welche Richtung man geht.
Und das ist ja nur ein Hilfsmittel. Also ich glaube schon, dass der Mensch dahinter, der Ideen hat und die da umsetzen will, schon einen größeren Beitrag dazu leisten hat.
Jetzt diesen C2 -Liner, da hast du viele Ideen und sagst, okay, da war ich in dem Projekt drin, hab den mitgenommen oder hatte ich den so im Kopf und davon habe ich dann gedacht, was kann ich noch verbessern und so was. Wie ist denn die Herangehensweise oder Vorgehensweise bei einer Konstruktion, wenn du jetzt sagen würdest, okay, jetzt starte ich irgendwann einen High -B. Da habe ich schon länger vielleicht nicht an sowas gearbeitet. Ich sage jetzt für Zoom fange ich irgendwie bei, vielleicht nicht bei Null an, aber ich baue da einen neuen Schirm zusammen. Wie kommt man überhaupt darauf zu sagen, wie lege ich den aus? Also zu sagen, welche Streckung soll der denn bekommen? Warum gebe ich dem 59, 60, 66 oder wie viele zählen auch immer? Also wonach, was geht da im Kopf eines Konstrukteurs vor, dass man sagt, in die Richtung will ich gehen?
Ja, da ich noch immer selber teste und fliege, ich schaue mir die Dinge einfach selber gerne an. Ich fliege die Dinge immer selber gerne an, also schaue ich mir mal, was die Konkurrenz, die Mitbewerber draußen so machen an, fliege das immer, schreibe für mich auf, was die positiven und negativen Dinge sind und dann entscheide ich aus dem Bauch heraus, in welche Richtung ich eigentlich gehen will.
Wenn du sagst, du fliegst auch die Konkurrenz, ist das so ein Flugmal, den du machst oder leihst du dir wirklich einen Schirm aus und sagst, ich fliege den jetzt mal mehrere Tage, mehrere Stunden auf jeden Fall, verschiedenste Flüge, verschiedenste Wetterbedingungen, um auch wirklich zu sehen, wie funktioniert dieser Schirm zu unterschiedlichen Zeiten?
Klar, ich versuche dann immer so zu fliegen, dass ich das ganze, das gesamte Abbild kriege, auch teilweise mit Testen, um einfach ein Bild mir zu machen, wie das Ganze dann zu funktionieren hat oder warum die Kundschaft draußen, denen das gefällt und ich versuche einfach, das nachzuvollziehen, weil es gibt ja immer so gewisse Eigenheiten, die jeder hat und das kommt ja bei der Kundengruppe draußen so oder so an, das hören wir dann raus, ich rede viel mit Flugschulen, was sie jetzt gut verkaufen, warum sie das mögen oder auch nicht und dann versuche ich halt, das in meine Entwicklung einfließen zu lassen.
Was, ich meine, das ist jetzt das, was die Kunden wollen, was ist so deine Vorstellung von einem Idealschirm? Bleiben wir jetzt ruhig mal im Massensektor, also so einem idealen B -Schirm, was sollte der können oder was macht den aus, ein typischer Höllward -Schirm? Was macht das Höllward -Handling aus und sowas? Ja,
für mich ist immer wichtig, dass Bremsimpulse umgesetzt werden und mit mehr Zug sollt ihr mehr Schräglage aufnehmen, aber das Ganze noch relativ effizient, dass ich halt sehr, sehr gut steige. Das ist immer so das, was ich mag, weil ich ja immer in der Vergangenheit sehr große Schirme fliegen habe müssen und auch sehr leichter Pilot war mit Wasser, ich bin dann halt eher immer zu großen Schirmen geflogen und wenn die dann nicht ums Eck gegangen sind und ein paar stärkere Thermik sie dann nicht nachzentrieren haben lassen, das war dann immer für mich so das, was mir nicht gefallen hat und das versuche ich halt immer umzusetzen. Das ist für mich wichtig.
Wenn man sich die Skywalk -Schirme, wahrscheinlich künftig auch die Zoom -Schirme anguckt und die vergleicht so mit anderen Marken, dann haben die ja auch wirklich häufig etwas mehr Fläche. Ja. Hängt das damit zusammen, dass du dieser leichte Pilot bist, der sagt, ich bin eh immer relativ große Schirme gefunden, dann baue ich auch die größeren Größen entsprechend, dass die dann so funktionieren, dass die etwas mehr Fläche haben, dann aber dieses Handling haben, was ich dann den als leichterer Testpilot auch den kleineren Größen quasi schon angezüchtet habe?
Ja, weil das Wichtigste ist halt mal, wenn ich irgendwas machen will, dass ich auch aufdrehen kann und da hilft natürlich, eine größere Fläche hilft immer und wenn die dann sehr gut zu handeln ist, auch trotz der größeren Fläche steht ja denen nichts in den Weg. Klar verschenkt man dann irgendwo im beschleunigten Gleiten, aber wenn man dann ein bisschen was, aber wenn ich nicht oben bin und nicht aufdrehen kann, bringt mir das halt sehr herzlich wenig. Also ich schaue schon immer, dass die Schirme nicht zu klein sind, dass sie auch sehr gut steigen.
Gibt es manchmal Sachen, wo du merkst, dass wenn du jetzt in so ein Konkurrenzprodukt fliegst, dass du sagst, oh, da gefällt mir etwas daran, wo du dann aber schwierig hast, rauszufinden, warum macht dieser Schirm das? Oder hast du so viel Erfahrung, dass du sagst, eigentlich ist, ich muss da nur einmal kurz reingucken in so einen Schirm, dann ist mir eigentlich klar, warum der so und so gut handelt oder was der da entsprechend macht?
Es ist ja immer ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren meistens und es ist auf den ersten Blick nicht immer sehr schnell zu erkennen. Also man muss schon hin und wieder länger hinschauen, dass man dann den Zusammenhang erkennt und das für seine Schirme dann auch umsetzen kann. Aber es ist ja oftmals, wie man auch schön in der Formel 1 sieht, also ein Konzeptwechsel ist nicht immer ganz einfach. Also man kann nicht immer, man sieht zwar Dinge bei anderen Herstellern, die für einen gut wären, aber die Umsetzung dauert halt dann, würde dann sehr, sehr lange dauern, deswegen verlässt man dann sein bewährtes Konzept ungern.
Geht das denn so weit, wenn du jetzt andere Schirme Test fliegst, dass du dann gewissermaßen in den Schirm reinkriechst, ihn vielleicht sogar ein bisschen auftrennst, um zu sagen, ah, da muss ich hinten gucken, wie die da irgendwie bestimmte Sachen nähtechnisch gelöst haben, oder sonstiges, das interessiert mich jetzt?
Also ich schau mir schon andere Mitbewerber an. Jetzt auftrennen nicht unbedingt, aber ich schau schon in alles, was ich so optisch erkennen kann, ohne viel Aufwand, schau mir natürlich an.
Wird auch nachgemessen dann so und geguckt, wie da was ist? Ja,
das mit Nachmessen und Kopieren, das klingt immer sehr einfach, aber meistens, wenn man das selber umsetzen will mit seinen eigenen Ideen, funktioniert es schneller. Als wenn man was zu kopieren versucht, weil da scheitert schon an der Verarbeitung, es sind unterschiedliche Produktionen. Also habe ich für mich gesehen, dass das Kopieren für mich nicht funktioniert. Man kann sich eine Inspiration holen und dann das in seine eigenen Ideen einbauen, aber sonst funktioniert das nicht wirklich. Man sieht ja immer wieder im Wettkampf, das ist ja so ein gutes Beispiel, man hat da jahrelang versucht, den Enzel zu kopieren. Offensichtlich, es gibt jetzt welche, die gut funktionieren, mit Bewerberfunktion,
aber so richtig geschafft hat es, glaube ich, noch keiner.
Hast du dir mal einen Enzo herangenommen, um zu gucken, was ist das Tolle an dem Enzo? Bin ich geflogen, ja. Und was ist das Tolle an dem Enzo?
Er ist sehr, sehr einfach zu fliegen, für das, was er Leistung bringt. Das ist so das, das Handling kann man streiten, aber er gleitet so gut, wie einfach er zu fliegen ist. Und
wie hat Ozone das geschafft, aus deiner Sicht, also aus Konstrukteurs Sicht, was ist das Geheimnis? Ja, sie
haben jahrelang dahin entwickelt und haben ihre Verarbeitungsmethoden und alles optimiert.
Könntest du dir vorstellen, als Zoom irgendwann auch mal einen CCC -Schirm zu bauen, oder wäre sowas gar nicht dein Anspruch?
Doch, weil ich glaube, das will jeder Konstrukteur, will mal irgend so ein Ding bauen. Aber heutzutage was zu bringen, das nicht, ich sage mal, besser ist wie ein Enzo, das kannst du in die Tanne treten, wenn es nicht besser ist. Wenn es nur gleich gut geht, ist es zu schlecht.
Das heißt, du müsstest erstmal viele Protos bauen und bis du sagen kannst, jetzt bin ich wirklich besser. Und vorher braucht man da gar nicht an die Öffentlichkeit damit zu gehen, so ungefähr.
Genau. Bevor du dir nicht sicher bist, dass es besser ist, da was rauszugeben, oder das bringt in meinen Augen gar nichts.
Apropos an die Öffentlichkeit gehen, wann willst du eigentlich mit Zoom tatsächlich auf den Markt kommen? Wirst du bei Saint Hilaire, QPK präsentieren?
Geplant wäre in Saint Hilaire. Also wir sehen jetzt gerade die letzten Protos beim Testen. Die Zulassung sollte irgendwann dieses Monat noch stattfinden und dann zur Messe in Saint Hilaire werden wir das Ganze hoffentlich präsentieren.
Dann aber erstmal nur mit dem C -Schirm oder werden noch schon andere Schirme auch fertig sein? Wir haben andere
Projekte auch da und es könnte eventuell sein, dass mehrere Projekte bis dahin fertig sind. Von diesem C -Schirm,
den du jetzt da baust, was ist da das Besondere, wo du sagen würdest, da habe ich wirklich eine neue Idee realisiert?
Er fliegt sich sehr einfach für den C -Seiterleiner, aber ob das jetzt eine neue Idee ist oder nicht, das kann ich jetzt so nicht. Für mich ist halt immer wichtig, neu hin oder her, für mich ist wichtig, dass er einfach zu fliegen ist, ehrlich zu fliegen ist und halt für eine breitere Masse passt. Das ist mir sehr, sehr wichtig.
Wie machst du das, wenn du jetzt sagst, du bist ein sehr leichter Pilot, du testest ja deine Schirme dann auch entsprechend, wie machst du das mit den großen Größen, dass die dann auch so sind, dass du sagst, das sind, die haben immer noch meine Handschrift? Fliegst du dann mit Bleiweste und sonst was die dann auch oder wie geht sowas?
Nein, mittlerweile der Benni Hörburger und der Franz Josef Ecker, das sind ja meine Test - oder helfen mir in der Entwicklung vom Testen, die fliegen das auch, aber grundsätzlich das Handling schaue ich schon immer, dass ich es noch selber verifiziere und klar, ich fliege dann mit Bleiwasser und schaue dann halt, dass ich aufs Gewicht komme. Mit Liegegurt und heutzutage zwei Räder und Zeug reinpacken kommt mir eh relativ auf ein gutes Startgewicht und den Jahren geschuldet habe ich auch ein paar Kilo zugenommen, das hilft natürlich auch.
Der Benni, Benni Hörburger, der fliegt ja jetzt auch oder hat jetzt die letzten zwei Jahre immer als Testpilot genauso für Vieh gearbeitet. Nun hat Hannes, wie du auch selber sagst, hat ja so ein bisschen andere Philosophie, wie die Schirme da vielleicht funktionieren, wie gut kann man dann so einen Testpilot darauf trennen zu sagen, du, was der Herr Hannes dir erzählt hat, wie der Schirm funktionieren soll oder worauf du achten sollst, lass das mal beiseite. Jetzt komme ich mit meinen Zoom -Ideen, wie kann man das übertragen?
Der Benni ist in einer Flugschule aufgewachsen und der kann ja die Unterschiede relativ gut rausfiltern und wenn ich dann meine Philosophie erkläre, kann der das ja sehr, sehr gut umsetzen, also der kann das sehr gut trennen, also von dem her ist das ja kein Problem, von dem her.
Jetzt bin ich mal Testpilot und du, ich komme zum ersten Mal zu dir, soll jetzt einen Schirm von dir testen, du erklärst mir, was ist deine Philosophie, was soll ich spüren bei deinen Schirmen, wie würdest du mir das erklären?
Meistens lasse ich dich dann irgendwo raus starten, wo du dann schön aufdrehen kannst unter verschiedenen Bedingungen, dann landest du auf dem Top und wechselst dann auf meinen Schirm und dann wirst du den Unterschied merken. Was so die Philosophie von mir ist. Wie ich vorher schon erwähnt habe, die Philosophie, mir taugt immer, ich mag ehrliche Schirme, meine Schirme geben immer sehr, sehr viel Feedback, was die Luft betrifft und das Handling, was die Drehwilligkeit betrifft, das sollte immer sehr, sehr gut sein.
Was ist entscheidend für die Drehwilligkeit eines Schirmes? Na, da ist vieles. Die Bremseinstellung oder?
Bremsbetonung, Radius, Profile, also es ist immer ein Zusammenspiel aus einigen Faktoren. Es gibt auch Schirme, wo du dann vom Handling nicht mehr viel rausholen kannst, da musst du dann konstruktiver jetzt an der Bremse, Bremsgeometrie, wo du dann spielen anfangen musst.
Wenn so ein Schirm, du konstruierst ihn jetzt in deiner Konstruktionssoftware, wie viel, jetzt auch gerade mit deiner Erfahrung, wie viel Nachtrimmarbeit, Nachschneiderarbeit, Nachknüpfarbeit und sowas ist dann letzten Endes da nötig? Wenn du jetzt mal sagen würdest, du hast Zeit X dafür, wie viel von dieser Zeit X, die du in einen Schirm reinsteckst, wie viel ist Konstruieren am Rechner und wie viel ist quasi Nachkonstruieren, Nachbessern mit Handarbeit, mit Nähmaschine und sonst was allem?
Das kommt immer ganz drauf an. Derjenige, der gerne am Computer, viel am Computer macht, wird mehr Zeit am Computer verbringen. Ich bin gerne draußen in der freien Natur und fliege auch da sehr gerne, also verbringe ich sehr viel Zeit eigentlich draußen. Aber das sind dann eher die Nachtknüpfarbe, das sind oftmals kosmetische Natur. Klar, wenn man jetzt ganz ein neues Projekt, das man vorher nie gemacht hat, wird es schon mal gröber, aber sonst, ja.
Glaubst du, dass irgendwann eines Tages auch KI, also künstliche Intelligenz, eine Rolle im Gleitschirm spielen wird? Oder nutzt du das heutzutage für irgendwelche Sachen schon? Ich
noch nicht, aber ich kann mir schon vorstellen, dass das in Zukunft, so wie das jetzt alles klingt, so wie wenn ich mir die Berichte und wenn das alles wirklich so funktioniert und dann weiter gespannet wird, ja, wer weiß, was das dann alles bringt. Ich hoffe nicht, dass die KI so weit fortgeschritten ist, weil dann würde es uns natürlich irgendwann ersetzen. Also von dem her.
Ja, dann gibt man in so ein Sprachmodell ein, bitte bau mir einen B -Schirm mit 66 Zellen, er sollte fliegen wie ein Zoom, das Handling haben eines Vieh und so steigen können wie der Rush 6 von Ozone oder sonst irgendwas und dann baut die KI das entsprechend zusammen.
Wenn das mal irgendwann funktioniert, dann bin ich überflüssig.
Wenn du dir die Schirme so anschaust, die du schon konstruiert hast, also in deiner Geschichte und die auch schon alle auf dem Markt sind, gibt es oder gab es da irgend so etwas wie einen Lieblingsschirm von dir? Also wo du sagst, das war der Höllwartschirm, wo das am besten rauskommt, das, was es für dich ausmacht? Weil
es gibt da einige, also zu Nova -Zeiten, da als Testpilot, da habe ich auch das Handling schon eingestellt, Faktor 1, weil das bei der Masse draußen, weil da wohnen die Nova -Schirme vom Handling eher nicht so willig und dann ist der Faktor und dann war das als Handlingswunder, so irgendwie ist das bei der Masse und das war schon so was, ein einschneidendes Erlebnis. Wo du sagen konntest,
das war ich, so ungefähr. Ja, genau. Das ist meine Handschrift, ich habe nicht den Schirm konstruiert, aber das Handling habe ich dann so gemacht.
Genau. Und das war immer so das, das hat man schon als Testpilot, das Handling einstellen, das hat mir immer gefallen und das, glaube ich, habe ich auch dann gut begriffen und können, dass ich das dann umsetzen konnte. Und dann bei Skywalk. Bei Skywalk gibt es viel. KN4 ist dann auch super gut angekommen, weil da war einmal das Handling nicht so gut und das ist, das war viel, das KN4, Mezcal 4, Tequila, das ist dann alles super angekommen, war sehr erfolgreich in der Zeit. Klar, das war dann für mich so irgendwie der Durchbruch auch, wo ich dann selber gesagt habe, ja, ich kann das, weil man ist ja, ich bin immer ein bisschen von Selbstzweifeln geplagt und versuche mich zu verbessern. Es gibt da viele Dinge, weil, was ich auch sehr stolz habe,
Red Bull X -Alps haben wir 2017 auf meinem Schirm gewonnen, was ich konstruiert habe, mit dem Gretel Maurer, das sind schon, ja, auch das 2017 war sowieso erfolgreich, weil da haben wir Plätze 1, 2, 3, 4, 5, mit dem X -Alps 3 damals belegt, also das sind schon, und klar, es hat natürlich noch die ganzen, ich bin ja sportlich gesehen, war ich immer der tolle Mietenmann, so für mich das Steckenpferd und da haben wir auch sehr viele Sieger, auf dem Tanka 2, damals noch auf dem Tannik, habe selber öfters mitgemacht, also es gibt da viele Dinge, auf die ich da stolz bin und die mir dann, die mir auf die Schnelle einfallen. Gibt
es denn auch Schirme, von denen du selbst voll überzeugt warst und die dich dann auch am Markt aber gar nicht so gut angekommen sind?
Die, die dann nicht so gut angekommen sind, da waren immer gewisse Zweifel da und die haben wir auch meistens besprochen und meistens sind dann die Zweifel Realität geworden und dann, ja, ist so gekommen, wie es ist.
Was sind das für Zweifel, zum Beispiel, die man dann da so hat? Ja,
Stabilität, Handling oder sagen wir mal so, man hat dann von einer auf die andere Baureihe hat man das Konzept geändert und das war dann, ist schon immer mitgeschwungen, ob das gut ist und natürlich, weil man dann, ich weiß jetzt nicht, wie man es am besten erklärt, aber aus einem Golf einen Borsche machen will und das passt dann halt nicht mehr so konzeptbedingt.
So ein Konzept, was dann geändert wird bei so einer Firma, wie viele Leute sprechen, also reden da eigentlich oder rühren da in diesem Brei rum oder hat man dann als Konstrukteur eigentlich schon den Haupteinfluss? Oder gab es da schon so etwas? Oder gab es dann, dass jemand kommt, hm, Alex, bau doch mal da was anderes, da auf der Schiene, die wir bisher hatten, da kommen wir irgendwie nicht mehr weiter, mach doch mal, gehen mal in diese und die Richtung?
Ich meine, als Konstrukteur hat es schon sehr, sehr viel Einfluss, aber je größer das Team in der Firma ist, umso mehr Leute reden mit und irgendwann muss es dann halt eine Grundsatzentscheidung geben, ob man die und die Richtung einschlägt. Das macht man dann halt, setzt man dann um und die Konsequenzen sieht man eh im Nachhinein dann.
Und wie häufig kommt es dann vor, dass man sagt, ah, ich habe da was gesehen, wo du sagst, ja, da hatte man so seine Zweifel? Sind das Sachen, wo du auch sagst, eigentlich ist der Schirm noch nicht fertig entwickelt und dann sagt einem eine Firma, wir müssen aber trotzdem damit auf den Markt kommen?
Fertig ist es schon meistens, aber wie ich vorher schon gesagt habe, für mich als Konstrukteur ist es nie fertig, weil es gibt immer Dinge. Es sind eher immer so konzeptionelle Dinge, wenn man mal sagt, man versucht es, wenn man mal sagt, das ist ein gedämpfter und das Handling muss nicht so agil sein und man akzeptiert das, dann kann natürlich sein, dass wenn der Vorgänger agil und nicht so gedämpft wird, dass es dann bei der altbewährten Zielgruppe vorbeischießt und deswegen dann nicht so gut ankommt.
Wäre zum Beispiel ein Tequila 4 und dann ein Tequila 5, wo ein Tequila 4 deutlich agiler war als der 5er
zum Beispiel. Du hast es schön auf den Punkt gebracht. Das war zum Beispiel eine konzeptionelle Änderung, da haben wir uns entschieden, wir wollten den Tequila 4, wo es ja, agil, spaßig, sportlich und es ist halt draußen von den Flugschulen oder öfter halt das Feedback gekommen, dass es zu viel ist und deswegen haben wir dann einen Konzeptwechsel mit dem Tequila 5 und der ist am Anfang mal nicht so gut angekommen. Aber wie es sich dann herauskristallisiert hat, am Ende, wenn sich die Leute daran bewöhnen und das so ist, funktioniert es dann auch wieder. Aber die Stammkunden natürlich verärgerst mit solchen Aktionen.
Die steigen dann nicht vom Tequila 4 auf Tequila 5 um, sondern du kriegst dann neue Leute, die dann den 5er mögen und wenn du den 6er wieder baust wie den 4er, dann sagen die vom 5er so hey, das ist mir jetzt aber zu viel.
So ungefähr, ja.
Der Hannes hat ja in seiner Viehfirma ungeheuer viele Schirme, auch innerhalb einer Klasse. Planst du das auch mit Zoom, dass man da ganz viel differenziert oder willst du eigentlich sagen, nee, ich will ein sehr schmales Portfolio fahren, wo du sagst, ich habe einen A -Schirm, einen B -Schirm, einen C -Schirm oder so.
Der Hannes erklärt, das ist immer sehr schön mit Schuhen. Es passt nicht jeder Schuh jedem. Also klar will man das Portfolio schmal halten, aber im Endeffekt wird es sehr, sehr schwierig, das schmal zu halten, weil es doch, wie bei Schuhen, zu viele verschiedene gibt, die vielen verschiedenen Leuten passen sollten.
Also ich habe breite Schuhe, breite Füße, ich brauche einen breit geschnittenen Fuß und der eine sagt, ich brauche den sehr gedämpften Schirm und der nächste sagt, ich brauche den sportlichen. Ihr könntet ja aber auch differenzieren, indem man sagt, hey Vieh liefert die eine Schuhgröße oder die eine Schuhweite und Zoom macht dann halt entsprechend die andere.
Könnte man differenzieren, ja. Würde man vielleicht auch machen, das was Zoom nicht anbietet oder der Hannes macht grundsätzlich sowieso alles, aber das vielleicht Lücken, wo Vieh nicht hat, wäre ich natürlich anbietend. Also das Dolomitenmann -Ding, das liegt mir am Herzen, da will ich auch in Zukunft wieder einsteigen. Weiß wohl einer, ob ich viel daran gearbeitet, gefällt mir auch. Wenn ich weiter daran arbeite, dann werde ich sicher mehr kommen in Zukunft und, und, und. Aber wie gesagt, man kann das pauschal nicht sagen, weil der Hannes hat seine eigene Philosophie, seine eigene Handschrift und ich habe meine. Und natürlich, es wird immer Schnittmengen geben, weil ich will einen B -Schirm bauen und der Hannes wird einen B -Schirm bauen oder einen High B, also würde es da schon mit Schnittmengen gehen. Einen Schulschirm will ich auch bauen, also das kann man nicht sagen, dass der andere, das was der andere nicht hat, das hat der andere gebaut.
Glaubst du, dass das denn auf Dauer funktionieren kann? Ihr seid ja zwei, also beide sehr eigene Menschen, sage ich mal, eigenen Vorstellungen, wie so ein Schirm ist. Auf gewisse Weise macht ihr euch dann ja auch mit beiden Marken innerhalb eines Unternehmens Konkurrenz. Ja, klar. Wie stellst du dir das vor, ist dann irgendwann, dass es heißt, von deinem Maestro 2 sind aber nur 800 Schirme verkauft worden und von meinem B -Schirm XY, wie er auch immer heißen wird, sind es dann 1.000 geworden oder so. Hey, meiner ist besser oder sowas. Wie geht ihr mit sowas dann vielleicht mal um oder wie stellst du dir das vor?
Das ist noch, also ich glaube, da braucht es noch einige Zeit, bis das so kommen wird oder vielleicht kommt es auch nie. Deswegen habe ich mir über das eigentlich nicht Gedanken gemacht. Aber es ist immer schon der grundsätzliche Zugang, dass man zwei verschiedene Marken macht und das trennt, dass jeder so seine Eigenheiten, seine Handschrift und das verwirklicht bekommt, und das ist mir schon positiv, weil dann hat man weniger Probleme und Reibereien. Und wie man sehr schön auch bei Autoherstellern sieht, im Endeffekt funktioniert ja das Mehrmarkenprinzip ja relativ gut.
Jetzt zum Ende hin, erklär mir nochmal, warum braucht der Gleitschirmmarkt eigentlich eine neue Marke? Ist da nicht voll genug? Es gibt
immer genug Marken, das ist, jeder hat so seine eigenen Ideen, warum soll es dann nicht auch eine eigene Marke dann geben, die dann die eigenen Ideen umsetzt? Und das ist ja nicht, klar, grundlegend sind es alles Gleitschirme, aber jeder hat seine eigene Handschrift, jeder hat sein eigenes Design, jeder hat seine eigenen Geschmäcker, also warum sollte es nicht nach einem zweiten oder mehr noch eine Marke auf dem Weltmarkt mehr geben? Es soll ja kein Monopol sein und es soll ja im Endeffekt, ist ja gut, das bereichert das Ganze, schafft Raum für mehr Ideen, schafft Raum für mehr Möglichkeiten, also warum nicht?
Aber ist
das nicht von der Entwicklung her,
wo Gleitschirme heutzutage immer komplexer werden, damit auf gewisse Weise auch immer teurer in der Herstellung, vielleicht auch etwas schwieriger zu warten in Anführungszeichen und sowas, dass es da nicht sinnvoller wäre zu sagen, man hat ein paar große Marken, wo man sagt, die haben auch die entsprechende, da ist es eindeutig, dass die die entsprechende Qualitätssicherung in Service und sowas alles leisten können.
Ja nur, weil es jetzt vier große gibt, heißt das ja nicht, dass die Qualitätssicherung und alles besser sein muss. Klar, in der Produktion können sie dann, weil sie mehr Stückzahl produzieren, billiger produzieren, für ihnen wird die Marge größer, aber summa summarum heißt das ja nicht, dass es dann besser wird. Es diktieren dann halt vier große, wenn man dazugehört gut, wenn man nicht dazugehört, das ganze Marktgeschehen und das finde ich dann eher kontraproduktiv.
Hast du dir irgendwelche Ziele für Zoom gesetzt, bis wann du ein Großer werden willst?
Also groß, groß in Anführungszeichen, ich will gut davon leben können und so lange Spaß haben und je größer das wird, umso mehr Kopf wird und macht das Ganze, sei es Personal und, und, und, man kann dann viele Dinge selber nicht mehr abwickeln und man braucht Personal. So wie es viel macht, ein kleiner Kopf gefällt mir sehr gut. Klein, aber fein. Klein, aber fein, kurze Entscheidungswege. Was wäre für dich ein messbarer Erfolg für Zoom? Wie meinst du mit messbar? Quantitativ, oder? Ja,
also, es kann auch qualitativ sein, dass du sagst, ja, das ist eigentlich, in die Richtung will ich hin und wenn ich das erreiche, dann sage ich, meine Idee von Zoom ist wirklich umgesetzt.
Wenn ich gut davon leben kann und die Leute draußen damit Freude haben und ich sehe, dass die Leute damit draußen zufrieden sind, qualitativ auch und, und, und, ja, dann bin ich glücklich. Ich bin eigentlich relativ schnell zufriedenzustellen. Ich will nicht immer mehr Stück zahlen, weil das, mir ist lieber, das funktioniert draußen qualitativ, auch wie fliegerisch, dass das ganze Ding rumhaut, gut draußen ankommt bei der Masse, dann taugt mir das.
Alex, ich wünsche dir, dass genau das eintritt, dass du ausreichend Schirme verkaufst, dass du davon leben kannst und dass die Masse das so mag, dass du dich auch wertgeschätzt fühlst damit. Ich wünsche dir viel Erfolg mit Zoom und danke dir für das Gespräch. Vielen Dank für das Gespräch. Das
war die Podz-Glidz -Episode Zoom mit Alex Hölbert. Nun dürfen wir gespannt sein, wie schnell und gut sich die neue Marke in der Gleitschirm -Szene etabliert. Wer noch weiteres über Zoom erfahren will, der findet in den Shownotes weiterführende Links.
Ich bin Lucian Haas und der Produzent von Podz-Glidz und Looglides. Podcast und Blog sind für mich Herzensprojekte. Als freier Journalist lebe ich aber auch von diesen Angeboten. Allerdings verzichte ich bei der Finanzierung bewusst auf Kompromisse, kompetierende Werbung, störende Paywalls oder Abo -Regelungen. Stattdessen setze ich darauf, dass, so wie die Natur mir beim Fliegen die Aufwinde schenkt, du mir als begeisterter Hörer und Leser finanziellen Auftrieb gibst. Als Förderer darfst du so viel geben, wie du willst, beziehungsweise selbst entscheiden, was dir so ein Angebot wert ist. Ein häufig gewählter Förderbeitrag ist 60 Euro im Jahr oder umgerechnet 5 Euro pro Monat. Aber egal, was du zahlst, jeder Betrag trägt in der Summe seinen Teil dazu bei, dass sich Podz-Glidz und Looglides im Dienst der Gleitschirmszene auch in Zukunft weiter betreiben und entwickeln kann.
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