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124. Im Land der Incas - Franz Schilter

// Franz Schilter, Lucian Haas · 2023-12-22 · 01:15:21 · original episode

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[show notes]
Franz Schilter brachte als einer der ersten das Gleitschirmfliegen nach Peru. Wie ist es, von einem 6000er zu fliegen? +++ Wer in die Teilnehmerlisten von Gleitschirm-Weltmeisterschaften schaut, wird feststellen, dass es einige Piloten aus Südamerika gibt, die für europäische Länder starten. Sebastian Ospina zum Beispiel fliegt im britischen Team. Ernesto Hinestroza punktet für Deutschland. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall. Unter der Flagge Perus ist bei Weltmeisterschaften, PWC-Wettkämpfen und Superfinalen regelmäßig ein Schweizer unterwegs: Franz Schilter. Er hat dabei sogar schon Top-10-Platzierungen erreicht. In diesem Podcast geht es aber nur am Rand ums Wettkampffliegen. Franz Schilter hat noch ganz andere Geschichten zu erzählen. Schon Anfang der 1990er Jahre zog es ihn nach Peru. Dort war er einer der ersten, die mit dem Gleitschirm in der dünnen Höhenluft der Anden kreisten und über so ikonische Stätten wie die Nazca Linien und die Inca-Hochburg Machu Picchu flogen. Seine Gleitschirmschule Condor Adventures wurde damals zur Keimzelle der bis heute noch immer recht überschaubaren peruanischen Gleitschirmszene. Franz berichtet auch von den besonderen Herausforderungen des Gleitschirmfliegens in Peru. Der 62-jährige ist schon auf mehr als 6000 Metern überm Meeresspiegel gestartet – und das sogar im Tandem mit seinem Sohn Thomas. Zur Geschichte des Gleitschirmfliegers Franz Schilter gehört aber auch die des sozialen Unternehmers. Gemeinsam mit seiner Frau Petit Miribel betreibt er ein edles Hotel in der Nähe von Urubamba im Valle Sagrado, dem Heiligen Tal der Inca. Edel ist daran auch ein besonderes Ziel: Aus den Gewinnen des Hotelbetriebs wird zu großen Teilen ein Sozialprojekt namens Asociación Sol y Luna finanziert. Dieses betreibt für einheimische Kinder eine Grundschule, eine Sekundarschule, eine Schule für geistig und körperlich Behinderte sowie ein Kinderheim. Rund 200 Kinder, die zum Teil aus ärmlichsten Verhältnissen kommen, werden dort betreut. Und manchmal dürfen sie auch unterm Gleitschirm mitfliegen. +++ Spendenkampagne für das Sozialprojekt Sol y Luna: https://www.gofundme.com/f/annual-campaign-for-the-sol-y-luna-school +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik dieser Folge: Track: Moonrise | Künstler: Reed Mathis Youtube Audio Library https://www.youtube.com/watch?v=g9Hkz_D8nJY

[transcript]

0:03Franz Schilter

Starten auf über 6 '000 Metern und das noch mit einem Tandem ist schon speziell, also wirklich, es muss, alle Faktoren, die müssen zusammenkommen, der Wind muss stimmen, der Schnee, die Neigung vom Startplatz und so weiter und natürlich auch der Kopf hat noch funktioniert, weil auf 6 '000 Metern eben der Kopf, der funktioniert ja ganz anders, als wenn man auf einem Startplatz auf 1 '000 Metern ist. Wirklich sehr interessante und große Erfahrung war das, ja.

0:50Lucian Haas

Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast. Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens. Heute mit Franz Schilter aus Peru. Und ich bin Lucian Haas. Wer in die Teilnehmerlisten von Gleitschirm -Weltmeisterschaften schaut, wird feststellen, dass es einige Piloten aus Südamerika gibt, die für europäische Länder starten. Sebastian Ospina zum Beispiel fliegt im britischen Team, Ernesto Inestrosa punktet für Deutschland. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall. Unter der Flagge Perus ist bei Weltmeisterschaften, PWC -Wettkämpfen und Superfinalen regelmäßig ein Schweizer unterwegs, Franz Schilter. Er hat dabei sogar schon Top -Ten -Platzierungen erreicht.

1:38Lucian Haas

In diesem Podcast geht es aber nur am Rand ums Wettbewerbsfliegen. Franz Schilter hat noch ganz andere Geschichten zu erzählen. Schon Anfang der 1990er Jahre zog es ihn nach Peru. Dort war er einer der ersten, die mit dem Gleitschirm in der dünnen Höhenluft der Anden kreisten und über so ikonische Städten wie die Nazca -Linien und die Inka -Hochburg Machu Picchu flogen. Seine Gleitschirmschule Condor Adventures wurde damals zur Keimzelle der bis heute noch immer recht überschaubaren peruanischen Gleitschirmszene. Franz berichtet auch von den besonderen Herausforderungen des Gleitschirmfliegens in Peru. Der 62 -Jährige ist schon auf mehr als 6.000 Metern überm Meeresspiegel gestartet – und das sogar im Tandem mit seinem Sohn Thomas.

2:24Lucian Haas

Zur Geschichte des Gleitschirmfliegen Franz Schilter gehört aber auch die des sozialen Unternehmers. Gemeinsam mit seiner Frau Petimi Ribel betreibt er ein edles Hotel in der Nähe von Urubamba im Valle Sagrado, dem heiligen Tal der Inka. Edel ist daran auch ein besonderes Ziel. Aus den Gewinnen des Hotelbetriebs wird zugroßend geholfen. In großen Teilen ein Sozialprojekt namens Asociación Sol y Luna finanziert. Dieses betreibt für einheimische Kinder eine Grundschule, eine Sekundarschule, eine Schule für geistig und körperlich Behinderte sowie ein Kinderheim. Rund 200 Kinder, die zum Teil aus ärmlichsten Verhältnissen kommen, werden dort betreut. Und manchmal dürfen sie auch unterm Gleitschirm mitfliegen.

3:08Lucian Haas

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3:23Lucian Haas

Franz, warst du eigentlich der erste Gleitschirm-Blog in Peru? Der

3:27Franz Schilter

erste Gleitschirm-Blog, das kann sein, ja.

3:33Franz Schilter

Wobei man natürlich auseinanderhalten muss, ja, Gleitschirmfliegen, das war ja noch nicht Gleitschirmfliegen, sondern das war ja ein Runterspringen wahrscheinlich damals. Ja, das war ja noch nicht Gleitschirmfliegen, sondern das war ja ein Runterspringen wahrscheinlich damals. In den Ende 80er oder 90er Jahren. Aber ich denke, dass ich, vielleicht nicht der erste, aber vielleicht der zweite oder dritte, ja, das kann sein.

3:55Lucian Haas

Wann war das denn eigentlich?

3:56Franz Schilter

Ich habe meinen ersten Flug gemacht, wo ich noch in der Schweiz wohnte, 1988 im April.

4:03Lucian Haas

Und deinen ersten Flug in Peru?

4:06Franz Schilter

Meinen ersten Flug in Peru, das war dann im 1990.

4:11Lucian Haas

Was hat dich damals überhaupt nach Peru gebracht? Peru,

4:15Franz Schilter

ich bin früher viel herumgereist aus Abenteuerlust. Ich wollte die Welt kennenlernen und wollte eigentlich zuerst die ganze Welt bereisen. Und mein erster Plan war, durch Südamerika zu reisen, mit dem Rucksack, Trekking, ein bisschen auf die Berge, Land und Leute kennenzulernen und so weiter. Und bin dann auch… 1986 war das. Das war meine erste Reise. Das war ein Jahr lang in Südamerika. Und bin dann ein bisschen dort hängen geblieben. Ich musste dann aus verschiedenen Gründen zurück in die Schweiz und bin dann retour 1990 nach Peru. Weil ich dort sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

5:02Franz Schilter

Ich habe Leute dort kennengelernt. Und ja, mit der Zeit schlägt man auch so ein bisschen Wurzeln. Und ja, ich habe mich dann entschieden, nach Peru zu gehen. Weil ich dort auch eine Arbeit offeriert bekommen habe.

5:19Lucian Haas

Als du dann 1990 zum zweiten Mal im Grunde nach Peru gegangen bist, da hast du aber schon deinen Gleitschirm aus der Schweiz einfach mitgenommen und hast gesagt, jetzt will ich auch in Peru fliegen.

5:28Franz Schilter

Ja, das habe ich mitgenommen. Sogar zwei waren das. Und auch noch ein Delta -Gurtzeug. Wobei, den Delta habe ich nicht mitgenommen. Weil das war… Das ist ja ziemlich kompliziert, mit einem Delta durch die Welt zu reisen. Ich habe meine Flugausrüstungen mitgenommen, genau.

5:50Lucian Haas

Wie abenteuerlich war das damals? In Peru, wo es keine Infrastruktur gibt, keine anderen Gleitschirmflieger gibt und sowas. Dort sich selbst in die Luft zu schwingen?

6:01Franz Schilter

Man hat ja natürlich damals praktisch noch gar keine Information gehabt oder bekommen. Die Flieger -Szene war natürlich sehr klein überall. Es hat noch nicht so viele Flieger gehabt. Mehrheitlich waren das damals noch Delta -Flieger und nicht Gleitschirmflieger. Ja, man musste halt einfach drauf los und man musste das, was man ein bisschen so gelernt hat oder mitbekommen hat in der Gleitschirmschule damals, das anwenden. Und ja, man hat dann halt einfach mal probiert. Es ging manchmal auf, manchmal ging es besser, manchmal nicht so. Und ja, man musste halt die Erfahrungen zuerst machen.

6:45Lucian Haas

Wie wurde das damals von den Peruanern selbst gesehen? Ich meine, die kannten wahrscheinlich gar keine Gleitschirmflieger. Wenn du dann da von irgendwelchen Bergen runterhüpfst, wie haben die darauf reagiert?

6:56Franz Schilter

Ja, das sind natürlich, das waren immer sehr schöne Erfahrungen gewesen. Mehrheitlich natürlich. Oder wirklich Erfahrungen, die sind einem geblieben. Ja, das sind natürlich, das waren immer sehr schöne Erfahrungen gewesen. Wenn man aus der Luft da auf dem Acker landet, aus dem Nichts. Und dann sind die Leute natürlich immer sehr, sehr überrascht gewesen. Weil ja, das ist natürlich etwas Außergewöhnliches. Und man hat immer eigentlich schöne Erfahrungen gehabt mit den Leuten. Die sind natürlich sehr, sehr überrascht gewesen. Ja, wo bist du jetzt da? Wo kommst du jetzt da her? Zuerst natürlich denkt man an einen Acker. Einen Fallschirmspringer und so weiter.

7:43Franz Schilter

Denkt man nicht an, dass man von einem Hügel da runter rennen und fliegen kann. Viele, viele schöne und lustige Erfahrungen gemacht mit den Leinheimischen.

7:55Lucian Haas

Du hast mir geschrieben, du hast auch in Peru meine Gleitschirmschule, glaube ich, gegründet. Condor Adventures. Erzähl mir mal davon. Wie kamst du dazu?

8:04Franz Schilter

Ich habe, wo ich nach Peru gekommen bin, das zweite Mal. Ich arbeitete bei einer Entwicklungshilfe -Organisation. Der Schwerpunkt war dort, Bewässerungssysteme zu bauen. In der Provinz, vor allem in den Anden. Und damals, das grosse Problem in Peru war, dass der Sendero Luminoso oder MRTA, das waren diese Guerilla, linke Guerilla -Organisationen. Das Land war politisch sehr unstabil. Und... Das war ja eigentlich ein Bürgerkrieg im Gange. Weil unsere Projekte mehrheitlich in der Provinz waren, war das praktisch unmöglich, diese Projekte auch dann zu realisieren.

8:51Franz Schilter

Ich ging dann nach Lima. Ich habe meine Arbeit dann eigentlich nicht mehr weitermachen können. Ich habe dann die Wahl gehabt, zurückzugehen in die Schweiz oder irgendwie etwas anderes zu machen. Glücklicherweise im 1902, die politische Situation, die hat sich dann relativ schnell geändert, weil die damalige Regierung hat dann eigentlich aufgeräumt mit diesem Chaos. Und das Land Peru ist dann stabil geworden politisch. Wirtschaftlich ging es schnell hoch. Und ja, ich habe dann die Idee gehabt, ich habe ein paar Gleitschirme da. Ja, wieso nicht mal probieren mit einer Gleitschirmschule. Ich habe da ein bisschen zuerst probiert.

9:36Franz Schilter

Und das hat dann ganz gut funktioniert. Ich habe dann mit einem Kollegen die Contra -Adventure -Schule aufgemacht, wo wir den Leuten diese Gleitschirm -Grundschulung ein bisschen beigebracht haben. Damals mehr an der Küste, weil Peru hat eine riesenlange Küste und sehr viele Orte, wo man im dynamischen Wind fliegen kann. Was die Schulung relativ einfach gemacht hat. Und ja, so hat das eigentlich angefangen mit Contra -Adventures.

10:11Lucian Haas

Das betreibst du aber heute nicht mehr. Aber die Schule gibt es noch, nur du hast sie abgegeben, oder wie ist das?

10:16Franz Schilter

Das waren fünf oder sechs Jahre, wo ich Contra -Adventures gehabt habe. Das war eine sehr intensive Erfahrung, eine sehr interessante Erfahrung. Ich bin viel herumgereist. Ich habe meine Basis in Lima gehabt. Lima ist da die Millionenhauptstadt an der Küste. Und ich bin viel in die Provinz nach Huaraz, nach Arequipa. Dort, wo die Leute ein bisschen Interesse gehabt haben zum Gleitschirmfliegen. Ich bin da viel herumgezigeunert und habe dann noch andere Sachen gemacht. Ich habe dann mit Gleitschirmmotoren ein bisschen angefangen. Das hat ein bisschen besseres Geld gegeben, sagen wir so, publizitätmässig.

11:04Franz Schilter

Auch. Ich habe auch Gleitschirmreisen organisiert für Europäer, vor allem aus dem deutschsprachigen Raum. Ja, das waren fünf, sechs Jahre. Und dann, ja, ich habe dann plötzlich gemerkt, ich wurde dann ein bisschen müde von diesem Zigeunerleben. Ich habe dann meine Frau kennengelernt. Sie ist aus Frankreich. Sie hat einen Job gehabt in Lima für eine internationale Firma. Sie hat auch eigentlich genug gehabt von ihrem Job. Sie hat schon ein bisschen Burnout gehabt und so. Wir haben uns kennengelernt über das Gleitschirmfliegen. Und ja, sie hat dann gesagt, ich gehe nach Cusco, Urubamba und möchte ein Bed and Breakfast machen.

11:55Franz Schilter

So in dem Stil. Ich habe gesagt, ja, das ist ganz interessant. Und wir haben dann unsere Sachen gepackt. Und sind nach Urubamba gefahren. Land gesucht. Ein bisschen Land gekauft. Damals war es noch nicht so teuer wie heute. Und haben dann angefangen.

12:15Lucian Haas

Aus diesem kleinen Bed and Breakfast ist heute ein größeres Hotelprojekt geworden. Da kommen wir aber später nochmal zu. Da würde ich gerne auch nochmal mit dir darüber sprechen. Bleiben wir nochmal beim Gleitschirmfliegen in Peru. Ist Peru eigentlich eine gute Gleitschirmdestination? Würdest du das sagen?

12:33Franz Schilter

Ich würde es so sagen. Peru ist ein sehr abenteuerliches Land zum Fliegen. Man hat sehr viele verschiedene Bedingungen. Oder wie sagt man? Landschaften. Wir haben ja Amazonas in Peru. Wir haben hohe Berge. Die Anden. Die Sierra. Trockene Sierra. Dann die Küste. Wüstenmäßig. Also man kann an der Küste. Man kann sohren. Man kann sehr lange hohe Flüge machen in den Anden. Bisschen anspruchsvoll. Generell würde ich Peru nicht als Flugdestination anschauen. Man muss ziemlich viel Zeit haben wahrscheinlich. Weil die Infrastruktur ist nicht sehr gut hier.

13:21Franz Schilter

Man muss ziemlich viel Zeit investieren zum Reisen. Von einem Ort zum anderen zu kommen. Aber wenn man das hat, dann kommt man sicher auf die Rechnung. Ich denke auch, man muss ein bisschen autark sein. Also ein bisschen selbstständig den Ort beurteilen können, wo man fliegen will. Die Wetterbedingungen auch. Und dann kann man wirklich sehr gute Flüge machen. Interessante Flüge. Sportliche Flüge zum Teil. Weil man kann auch vielfach sehr, sehr hoch fliegen. Ja, also ich denke Peru ist eine Destination, wo es sich lohnt. Hinzugehen. Aber vielleicht nicht nur zum Fliegen. Es wäre wahrscheinlich auch schon zu schade.

14:08Franz Schilter

Weil Peru ist ja generell ein sehr interessantes Land kulturell. Die Gastronomie ist sehr gut, sehr interessant. Man kann viel erleben, sehen. Man kann viele andere Dinge machen. Ich glaube eine Kombination ist sehr interessant. Das hat sich auch bewährt damals, wo ich diese Gleitschirmreise noch hatte. Ich habe das nicht nur als eine Reise verkauft, wo man nur fliegt. Sondern als Kombination. Also Machu Picchu besuchen, lokale Märkte und so weiter. Und die Leute, die waren super happy. Es ging immer sehr voll auf.

14:51Lucian Haas

Wenn man so guckt in Südamerika beispielsweise. Kolumbien. Da gibt es solche, auch aus Europa mittlerweile sehr en vogue Destinationen. Wie Roldanillo zum Beispiel. Könnte in Peru, auch wenn es das bisher noch nicht gibt. Könnte es denn da von der Naturlandschaft her ähnlich gut funktionierende Orte geben? Wo man sagt, wenn man da nur die passende Infrastruktur aufbauen würde. Könnte man da hervorragend fliegen? Oder ist es schon so, dass man sagt, abseits von den Küsten, wo man gut sohren kann. Eigentlich das Hinterland, das ist schon so schroffes, hochalpines oder hochandines Gelände. Dass man dort eigentlich schon immer, ja schon gelandet ist. Dass man genauer wissen muss, was man dort eigentlich tut.

15:33Franz Schilter

Ja, ich denke, hier in Peru haben wir noch sehr viele Orte zum Entdecken. Ich bin damals sehr viel herumgereist. Aber Peru ist ja ein Riesenland. Acht oder zehnmal so gross wie Deutschland. Es hat noch sehr viele Orte zum Entdecken. Ich denke, die besten Orte, die sind noch gar nicht so beflogen worden. Es gibt Orte, die ich kenne. Ich bin früher, wo ich ein bisschen noch mehr Zeit gehabt habe, bin ich da geflogen. Und natürlich mit Geräten, die noch gar nicht richtig geflogen sind. Und heute mit moderner, mit einer modernen Ausrüstung. Ich denke, da kann man sehr interessante Dinge machen. Als Beispiel an der Grenze zu Brasilien.

16:21Franz Schilter

Das sind für uns 500, knapp 500 Kilometer. Ja. Wenn man von Sao Paulo kommt, sind das über 3000 oder 4000. Brasilien ist ja nochmal eine andere Geschichte. Und ich ging da mal vor ein paar Jahren da runter. Und da haben wir auf der brasilianischen Seite einen Hügel entdeckt. Der war abgerodet. Also die brasilianische Amazonaseite war eigentlich erschütternderweise praktisch alles abgeholzt. Also das war wirklich eine riesen Überraschung. Die peruanische Seite, die ist noch ein bisschen mehr Urwald bewachsen. Gut, zum Fliegen natürlich ist das eher besser, wenn es nicht so viel Urwald hat.

17:09Franz Schilter

Normal. Und dann haben wir so einen Hügel gefunden, 150 Meter hoch. Und da sind wir 120 Kilometer geflogen. Sehr wenig Wind, sehr weiche Thermik. Es ging sehr langsam hoch, aber auch sehr langsam runter. Wir sind immer ein bisschen entlang einer Strasse geflogen. Weil wenn man ein bisschen eine Außenlandung machen würde dort, dann... Wird schwierig mit der Abholung, oder? Wird schwierig mit der Abholung, ja. Ich denke schon, dass es viele Orte gibt hier in Peru, die sind noch zum Entdecken. Das wird die nächsten Jahre sicher mal passieren. Es gibt auch hier viele, nicht viele Piloten. Es gibt eigentlich gar nicht viele. Aber Piloten, die sind immer ein bisschen unterwegs und probieren was Neues.

17:54Franz Schilter

Und da gibt es Orte. Wie zum Beispiel Ayacucho. Ayacucho ist ein paar Stunden von uns weg. Der würde sich sicher auch für einen Wettkampf zum Beispiel prädestiniert. Und überschaubar noch. Hier bei uns ist ein bisschen eine andere Geschichte in Cusco. Da kann ich dir vielleicht nachher noch ein bisschen erzählen. Es ist ein bisschen schwieriger geworden die letzten Jahre.

18:23Lucian Haas

Du hast vorhin gesagt, eine der Besonderheiten, aber vielleicht auch der Grund, der Schwierigkeiten in Peru ist es, dass man zumindest, wenn man in den Bergen fliegt, die Thermik häufig sehr hoch reicht und du wirklich in große Höhen aufsteigen kannst oder aufgestiegen wirst, wenn du nicht aus der Thermik dann wahrscheinlich aussteigst. Wie hoch bist du denn selbst da schon mal gekommen?

18:42Franz Schilter

Die höchste Höhe, die ich mal gehabt habe, war über 7000 Meter. Genau 7240 Meter war das über mir, genau. Gut, die Startplätze, die sind da schon mal ziemlich hoch. Also 3700 Meter, unser Startberg ist zu hoch hier. Die Cloudbase ist normalerweise an einem normalen thermischen Tag 6500 oder sogar noch mehr. Es kommt darauf an, wo. Man kann das vielleicht ein bisschen vergleichen mit dem Karakorum. Weil gut, wir haben nicht ganz so hohe Berge. Wir haben doch Berge, die sind über 6000, 6500, 6500 Meter.

19:28Franz Schilter

Aber der Anspruch ist ziemlich der gleiche. Also man muss sehr gut vorbereitet sein. Man muss wissen, in was man sich reinschickt. Wie sind die Verhältnisse? Man muss es richtig machen und man muss vorbereitet sein für einen guten Flug. Und dann kann man den Flug auch dann geniessen. Also auf jeden Fall.

19:56Lucian Haas

Wenn du so in dieser Höhe fliegst, nutzt du dann zusätzlichen Sauerstoff? Oder sagst du, ich wohne eh immer auf über 3000 Meter Höhe, ich bin an die Höhe gewöhnt, das macht mir nichts?

20:07Franz Schilter

Klar, wir wohnen schon auf fast 3000 Meter hier bei uns, 2900 fast. Das hilft natürlich. Die Anklimatisation ist dann schon da. Ich bin früher nie mit Sauerstoffgeräten geflogen. Auch bei dem Flug über 7000 Metern auch nicht. Aber das war eigentlich der Flug, der ausschlaggebend war, wieso ich dann ein Sauerstoffsystem gekauft habe. Weil das war nicht eine angenehme Erfahrung. Ich habe wirklich Epoxia schon gehabt und es ging mir wirklich nicht gut. Und darum habe ich dann auch diesen Sauerstoff gekauft. Weil es ist hilfreich.

20:53Franz Schilter

Vor allem im Alter. Ich bin nicht mehr der Jüngste. Das kommt noch dazu. Wie alt bist du jetzt? Ich bin 62. Heute geworden.

21:05Franz Schilter

Gratis. Dann herzlichen

21:06Lucian Haas

Glückwunsch auch das noch. Zum Geburtstag einen Podcast. Naja, gut.

21:14Franz Schilter

Ja, das gibt es auch nicht immer.

21:17Franz Schilter

Danke vielmals. Ja, eben 62. Und wenn man jünger ist. Und ist man auch körperlich natürlich noch besser drauf. Und man kann sich da noch besser assimilieren. Ja, auf jeden Fall.

21:33Lucian Haas

Heisst das denn jetzt, dass du jetzt bei deinen Flügen, zumindest wenn du in den Bergen startest, immer Sauerstoff dabei hast? Oder nur, wenn du damit rechnest, dass du auch über 6000 Meter kommst oder sowas?

21:42Franz Schilter

Nein, ich fliege dann einfach nur noch bis, sagen wir mal, 6000. Und dann ist es okay. Es ist vielfach auch gar nicht nötig höher noch. Zu fliegen, wenn man auf XC geht. Gut, ich denke, ich kann das schon noch assimilieren. Also die Höhe. Wie gesagt, das Wichtigste eigentlich beim Fliegen hier in grossen Höhen ist eigentlich die Ernährung. Habe ich aus Erfahrung gemacht. Wenn man sich ein paar Tage vor einem Flugvorhaben richtig vorbereitet. Also kulinarisch nicht zündigt, sagen wir so. Mit Alkohol, mit fettigen Speisen und so weiter.

22:28Franz Schilter

Dann hilft das sehr. Das ist die Basis. Weil die Energie kommt ja vom Magen. Und wenn der Magen funktioniert, dann funktioniert der Rest vom Körper eigentlich auch ganz gut. Das ist meine Erfahrung. Und klar, das Sauerstoffsystem ist natürlich hervorragend. Es funktioniert gut. Es ist nur das Drumherum. Man muss immer mehr Zeugs mitnehmen. Mit dem ganzen Drumherum. Das macht es ein bisschen komplizierter. Aber es ist mir schon viel passiert, wo ich das Sauerstoffsystem mitgenommen habe. Und ich bin wie ein Astronaut am Startplatz gewesen. Und dann nach fünf Minuten habe ich einen Bomb out gehabt.

23:14Franz Schilter

Und dann, ja, dann... Es ging mir... Ich habe die besten Flüge meistens gemacht, wenn ich einfach gegangen bin und ohne Sauerstoff. Und dann ging es eigentlich fast besser. Aber gut, es hilft. Es hilft, das Sauerstoffsystem. Auf jeden Fall.

23:34Lucian Haas

Ich habe mal so ein bisschen über Peru und Gleitschirmfliegen gegoogelt und habe dann festgestellt, eigentlich das, was häufig kommt oder was so im Vordergrund steht, wo man sagt, da ist Peru in der internationalen Gleitschirmszene schon ein bisschen bekannt für oder bekannt für geworden. Und das ist ein Film von Jin. Aus dem Jahr 2005 kommt der schon. Flying the Nazca Lines. Wo die damals über die Nazca -Linien drüber geflogen sind. Warst du damals eigentlich beteiligt daran? An dem Projekt?

24:03Franz Schilter

Nee, an dem Projekt war ich nicht beteiligt. Ich war gar nicht hier eigentlich. Ich war auf irgendwo. Ich war nicht in Peru. Ich mag mich erinnern. Der Hans Bollinger oder ein anderer. Matthias Rothen, genau. Der leider nicht mehr lebt. Ich bin in Kontakt gekommen mit einem von ihnen. Und es hat sich nicht ergeben, dass ich da in Urbamba war. In Cusco war. Ich habe ihnen dann Kontakt von einem Kollegen gegeben. Der hat das ganz gut gemacht. Er hat die da introduziert mit dem Fluggebiet hier in der Gegend. Sie waren ja in Nazca an der Küste.

24:48Franz Schilter

Und dann hier oben in den Anden. In der Cusco -Umgebung. Und ich habe den Katalog sogar noch bei mir hier hinten irgendwo. Sehr schöne, super Aufnahmen gemacht. Bist

25:01Lucian Haas

du denn selbst schon mal über den Nazca Lines geflogen?

25:04Franz Schilter

Einige Male, viele Male, ja. Wo ich noch in Lima gewohnt habe. Das ist ja relativ noch von Lima. Da bin ich ein paarmal drüber geflogen. Also mit dem Gleitschirmmotor mal auch. Einige Male. Und das erste Mal mit einem selbstgebastelten Towing -System. Also mit einem Windensystem, genau. Das war ein Projekt mit Amerikanern. Das war in den 90er Jahren. Mitte der 90er, glaube ich. Da war das mit Cary Castle, mit Mitch McAleer. Mit amerikanischen Delta Cracks eigentlich damals. Und das war ein sehr interessantes Projekt.

25:51Franz Schilter

Wo wir einen Monat lang durch Peru gereist sind. Und Nazca war auch auf der Liste. Ich musste mir da ein bisschen Gedanken machen. Wie kann man da am besten über die Linien fliegen? Es gibt ja kleine Flugzeuge, wo man als Tourist da drüber fliegen kann. Aber das war ja nicht unsere Idee. Ich habe dann in zwei Wochen so ein Windensystem gebaut. Mit einem Freund. Mit einem Pickup. Mit einem kleinen Pickup. Da hinten haben wir so einen Motor drauf gemacht. Mit einer, wie sagt man, Buhine. Mit Kevlar -Kabel. Der Motor, das war eine alte Zementmischmaschine.

26:39Franz Schilter

Zwei Horsepower. Nicht sehr powerfull. Aber es hat ganz gut funktioniert. Also erstaunlicherweise. Was nicht so gut funktioniert, war das Kevlar -Kabel. Das hat sich immer wieder gerissen.

26:56Franz Schilter

Weil gewisse technische Probleme haben wir dann doch gehabt. Aber ich glaube von 20 Versuchen sind wir schon zehn Mal in die Luft gekommen. Das war gar nicht schlecht.

27:10Lucian Haas

Und dann auch hoch genug, dass man dann wirklich über den Nazca Lines nach Thermik dort fliegen konnte? Wenn

27:15Franz Schilter

das Kabel nicht früh gerissen ist, ja, dann konnte man sich bei 300, 400, 500 Metern kaum ausklinken. Thermisch ist es nicht so... Es geht schon thermisch dort. Aber es hat immer ein bisschen starker Wind dort. Und das macht das Ganze ein bisschen komplizierter. Aber es hat... Also die Delta Cracks, die Amerikaner, die haben doch 20 Minuten Flüge gemacht. 30 Minuten. Das lag drin. Und war auch ganz super für ein paar ungewöhnliche Luftaufnahmen, die sie eigentlich machen wollten.

27:56Lucian Haas

Was ist mit so anderen ikonischen peruanischen Städten? Also mir fällt vor allem Machu Picchu ein, als die klassische Inka -Stadt, die dann auch in allen Dokumentationen, die man von Peru sieht oder so, ist das immer das tolle Bauwerk, was man da oben in den Bergen sieht. Kann man da auch Gleitschirmfliegen? Oder ist das eigentlich eine viel zu exponierte Landschaft, dass man da am besten gar nicht startet, weil man nirgendwo landen kann?

28:23Franz Schilter

Ja, Machu Picchu ist die alte Inka -Hauptstadt. Die ist, sagen wir, im Eingang zum Dschungel auf 2600 Meter hoch. Es ist sehr grün bewachsen dort. Es regnet auch viel mehr als bei uns hier oben. Machu Picchu ist sehr speziell. Von der Geografie her ist es wirklich ein Ort, wo man wirklich... Es ist eine herrliche Gegend. Superherrliche Gegend. Und Machu Picchu ist auch das Tourismusmagnet in Peru. Und die Leute, die Touristen gehen ja wirklich, wenn sie nach Peru kommen, sicher auch nach... Also die meisten gehen nach Machu Picchu.

29:11Franz Schilter

Zum Fliegen dort ist es von der Geografie her schon sehr kompliziert. Also es ist ein enges Tal, das sich da mit dem Fluss runterwindet. Und Machu Picchu liegt ja auf so einem Bergrücken. Zum Fliegen ist es dort also... Heute ist es praktisch unmöglich, weil man schon keine Bewilligung mehr bekommt, zum dort Fliegen. Die ersten Male, wo wir dort geflogen sind, das war eben Anfang der 90er Jahre. Wir waren da mit Macheten unterwegs und haben da unseren Weg praktisch frei schlagen müssen, um da überhaupt hochzukommen an einen sogenannten Startplatz. Aber es ging zum Starten.

29:56Franz Schilter

Wir konnten da auch starten. Das Ministerium für Kultur, das hat uns damals noch gar keine Probleme gemacht, weil das war etwas Neues, etwas Interessantes. Und... Wir haben sogar noch vielfach Hilfe gehabt von ihnen, zum einen am Startplatz, zum Teil sogar noch mit so Plastik, ein bisschen die Vegetation abzudecken, dass man ein bisschen besser raus starten konnte. Aber eben, das war damals möglich. Und ich habe persönlich irgendwie drei, 24 Flüge gemacht dort. Bin auch mit ein paar Gleitschirmen reingegangen. Reisen, die die hingehen wollten, fliegen wollten.

30:43Franz Schilter

Das hat auch geklappt dort. Sehr abenteuerliche Starts zum Teil natürlich hinterlegen müssen. Die Flüge waren natürlich früher am Morgen, weil die Wetterverhältnisse oder Windverhältnisse waren oder sind relativ kompliziert. Und man musste einfach starten, wenn man konnte, und den Flug machen, wenn man auch konnte, weil es hat dann plötzlich mal Rückenwind gehabt und so weiter. Aber eben die Flüge, die man gemacht hat, die sind dann einfach so... hat man so im Kopf das Leben lang, weil es ist ja schon etwas Spezielles, wenn man über so einen historischen Ort fliegen kann, auch wenn es vielleicht nur fünf Minuten sind oder zehn Minuten.

31:36Franz Schilter

Das bleibt. Also wirklich, das sind dann Erfahrungen, die bleiben das Leben lang, ja.

31:44Lucian Haas

Lass uns mal ein bisschen einen Themensprung machen. Wenn ich es richtig gesehen habe, dann hast du vor ein bisschen mehr als zehn Jahren oder zwölf Jahren auch angefangen, Wettbewerbe zu fliegen. Und da taucht dein Name immer mehr auch im internationalen Wettbewerbszirkus auf, bei PWCs, Superfinals, auch sogar Weltmeisterschaften. Und dort startest du für Peru, nicht für die Schweiz. Hast du eigentlich eine peruanische Staatsbürgerschaft?

32:15Franz Schilter

Nein, den peruanischen Pass habe ich nicht. Aber ich habe das Garnet de Estranqueria. Das ist eine permanente Aufenthaltsbewilligung hier in Peru. Ja, wieso Peru? Ich bin früher eigentlich für die Schweiz gegangen. Ich habe damals gestartet die ersten Wettkämpfe, da mag ich mich erinnern. Aber es gibt ja diese Regelungen, wo das CWL dann nachfragt, ja, wohnst du in Peru oder wohnst du in dem Land?

32:53Franz Schilter

Ja, und ich habe dann geändert auf Peru, weil ich wohne in Peru. Ich bezahle Steuern in Peru. Meine Familie ist peruanisch und so weiter. Und es lag dann auf der Hand, für Peru zu starten. Und ich glaube, das ist auch von der CWL so, dass man, wenn man in einem Land wohnt, und die Mehrheit von der Zeit, dann muss man, glaube ich, auch für das Land starten.

33:28Lucian Haas

Wie wird das von den Peruanern gesehen? Ich habe mal so geguckt bei den Weltmeisterschaften, bist ja auch du im Grunde der einzige Teilnehmer aus Peru. Und jetzt startet ein Schweizer für Peru. Gibt das irgendwo, soweit es die überhaupt gibt, in der peruanischen Gleitschirmszene, wie wird das dort betrachtet?

33:45Franz Schilter

Ja, ich denke, das ist gar keine Frage. Ich meine, ich wohne jetzt 33 oder 34 Jahre hier in Peru. Die meisten oder fast alle, die Gleitschirmfliegen hier in Peru, die kennen mich sehr gut. Oder die habe ich Gleitschirmfliegen gelernt. Es gibt diese Gleitschirmschulen in Lima. Diese Instruktoren, die habe ich praktisch ins Fliegen reingebracht. Und wir sind eigentlich wie eine Familie. Es gibt da keine Frage, von wo bist du jetzt oder so weiter. Natürlich, ich bin immer ein bisschen der Gringo. Ich sehe nicht aus wie der Pachacutec.

34:30Franz Schilter

Oder Manco Capac. Oder wie ein Inka.

34:35Franz Schilter

Oder wie man sagt.

34:38Franz Schilter

Aber das war eigentlich überhaupt keine Frage, kein Thema. Ich glaube, viele waren sehr stolz, auch einmal Peru irgendwo auf einer Rangliste zu sehen oder im Gespräch zu sehen. Es gibt auch eine andere kleine neue Pilotengeneration, die angefangen hat mit Wettkampffliegen. Ich denke, wir sind eine gute Gruppe. Leider bin ich immer noch ein bisschen alleine unterwegs, zum Teil Wettkämpfe, wenn sie ein bisschen weiter weg sind. Weil das hat natürlich immer auch mit Zeit und mit der Ökonomie ein bisschen zu tun, das ist klar.

35:24Franz Schilter

Und hier in Peru haben wir sehr wenig Unterstützung vom Sportministerium. Von der Föderation der Airia. Wir müssen immer selbst aufkommen für alle Ausgaben. Und das ist natürlich schon ein Hauptgrund, wieso auch nicht mehr Piloten unterwegs sind im Wettkampfgeschehen. Weil selbst hier in Peru haben wir sehr wenig Wettkämpfe. Wenn es Wettkämpfe gibt oder wenn wir einmal organisieren, ist das ein Nationalkampionat. In Ayacucho oder wo auch immer. Mit natürlich nicht sehr vielen Piloten. Vielleicht 20, 30, 40 Piloten im besten Fall.

36:10Franz Schilter

Wenn man natürlich ein bisschen weiter kommen will im Wettkampffliegen, dann muss man halt ins Ausland gehen.

36:20Franz Schilter

Glücklicherweise im näheren Ausland haben wir in Kolumbien, in Roldania und so weiter, da gibt es ja viele Anlässe. Es ist nicht weit für uns in Ecuador auch.

36:31Franz Schilter

Chile, Brasilien und so weiter.

36:35Lucian Haas

Du bist ja schon über 20 Jahre da geflogen. Warum hast du da überhaupt noch mit dem Wettbewerbsfliegen angefangen? Wo auch in Peru wahrscheinlich gar keine Wettbewerbe da angeboten wurden. Was hat dich gereizt, da noch einzusteigen?

36:51Franz Schilter

Ich bin viele, viele Jahre allein in der Weltgeschichte herumgeflogen. Oder in der Luft gewesen. Allein an den Startplatz Flug gemacht. Landen, nach Hause gehen und so. Ich bin dann plötzlich mal in Iquique, in Chile, an einem kleinen Wettkampf mit ein paar Kollegen. Das war eine lustige Erfahrung. Das hat mir gefallen. Das Soziale auch und so weiter. Das Drum und Dran. Wir sind ja nicht viele Flieger hier in Peru. Und dieses Vereinsgeschehen, das existiert ja praktisch nicht bei uns. Und ich bin dann da im Wettkampf, dort wieder im Wettkampf. Das hat mir gefallen, eben der soziale Aspekt.

37:39Franz Schilter

Und dann hat mich auch Wunder genommen. Ja, was kann man machen? Ich habe mit 51, 50 eben relativ spät angefangen mit dem ganzen Wettkampf. Und ja, wo steht man? Was sind die fliegerischen Möglichkeiten? Ja, wie weit kann man damit fliegen mit dem Quacks? Das hat dann plötzlich ganz gut funktioniert. Ich habe gesehen, doch, ich kann da ein bisschen auch schon in der internationalen Welt kämpfen. Mal in die Top Ten fliegen, da und da. Oder einen Task mal gewinnen, da und da. Und ja. Wirklich, man bekommt da ein bisschen den Gusto.

38:26Franz Schilter

Und das hat mir wirklich dann sehr gefallen. Und was auch dazukommt, ist halt Reisen mit dem Gleitschirm in fremde Länder oder Länder, die man noch nicht so kennt. Mit dem Gleitschirm. Und das ist eine Art, die sehr, sehr interessant ist. Und eine andere Art, ein Land und Leute kennenzulernen. Und ja, das ist wirklich sehr, sehr interessant.

38:57Lucian Haas

Was hast du durch das Wettbewerbsfliegen für dich noch mal gelernt? Vielleicht auch für die Fliegerei in Peru?

39:05Franz Schilter

Wenn man älter wird und schon lange im Gleitschirmfliegen, in dem Geschehen drin ist, dann hat man das Gefühl, ja, man kennt ja schon ziemlich alles. Oder man ist ja wirklich schon, ja, man lernt ja nicht mehr so viel da. Und man weiß ja schon ziemlich alles. Das ist da schon mal falsch wahrscheinlich. Weil das Fliegen ist ja eine Sportart, wo man immer dazulernt. Und man muss ja auch als Pilot, muss man ja auch immer offen sein. Auch im Alter. Also ich habe dann gemerkt, ja, das stimmt ja gar nicht. Also ja, man muss offen sein. Man muss immer dazulernen. Man muss sich immer offen sein.

39:51Franz Schilter

Und zeigen, um Neues zu assimilieren. So kommt man auch weiter. So kann man sich auch noch im Alter verbessern. So kommt man auch an Wettkämpfen weiter. Das ist vor allem sehr wichtig, denke ich.

40:07Lucian Haas

Du bist jetzt 62 heute, hast du ja vorhin gerade gesagt. Ja. Würdest du denn sagen, du bist mit den Jahren fliegerisch wirklich immer besser geworden? Oder gibt es irgendwo einen Punkt, wo du sagst, da merkt man irgendwann auch, das Alter auf gewisse Weise. Auch wenn die Erfahrung sicherlich immer noch weiter zunimmt.

40:26Franz Schilter

Wie ich gesagt habe, früher bin ich viel alleine unterwegs gewesen auf einem XC -Flug. Man denkt, wenn man einen 50 -Kilometer -Flug gemacht hat oder 80 -Kilometer -Flug, dann denkt man, wenn man ja alleine unterwegs ist, das war jetzt das Maximum, das da drin gelegen ist an dem Tag. Weil man hatte keinen Vergleich gehabt. Mit niemandem. Das Wettkampffliegen ist halt schon eine Möglichkeit, wo man sich mit anderen messen kann. Wo man sich im Guten wie im Schlechten, sagen wir so. Also man lernt ja immer dazu. Man lernt sehr viel. Man lernt ja meistens von den besseren Piloten. Man lernt aber auch von den eigenen Fehlern, von den schlechteren Piloten, was auch immer.

41:16Franz Schilter

Und das, denke ich, die ersten drei, vier Jahre, die haben mich ziemlich viel... Ich habe da Anpassungsschwierigkeiten gehabt. Weil ich bin da ein bisschen immer geflogen, wie ich selbst, sagen wir, geflogen wäre alleine. Wenn der Geigel meistens irgendwie links geflogen ist, dann habe ich gesagt oder gedacht, jetzt gehe ich rechts. Einfach so als Trotz vielleicht. Und das ist natürlich dann nicht aufgegangen. Wettkampffliegen, wir wissen ja, das ist eine große Schule. Und man lernt da sehr viel. Man muss sich da einfach anpassen. Neben Wettkampffliegen oder XC -Fliegen sind da zwei komplett verschiedene Dinge.

42:06Franz Schilter

Und ich glaube, das eine und das andere, das komplettiert sich ja sehr gut, wenn man sich anpasst an die Gegebenheiten. Ich meine, beim Wettkampffliegen kommt man ja, kommt ja vor allem das Taktische dazu, das sehr, sehr wichtig ist. Das Mindgame, das ist sehr wichtig. Das muss ja immer sehr, sehr schnell und gut funktionieren. Und eben die ersten Jahre, das hat mich sehr, sehr viel Anpassungsschwierigkeiten gekostet. Und dann, ja, plötzlich kommt man ein bisschen so,

42:44Franz Schilter

versteht man den Trick und man weiß, wie es läuft. Und dann denke ich, es kommt dann vieles auch von selbst. Wenn man mal ein gutes Resultat hat, dann gibt das einem Motivation. Es gibt einem, es pusht einem plötzlich so zu mehr. Und ja, ich denke, das ist das Interessante am Ganzen.

43:09Lucian Haas

In Peru machst du ja auch Streckenfliegen. Und ich glaube, dein Rekord liegt bei 184 Kilometer. Hast du diese 184 Kilometer geflogen, nachdem du mit dem Wettbewerbsfliegen angefangen hast, um zu sagen, ah, vorher waren es halt nur diese 80 und plötzlich habe ich gesehen, es geht viel mehr und dann sind auch mal 180 da rausgekommen?

43:27Franz Schilter

Das war in den Anfängen. Das war in den Anfängen. Ich bin diesen Rekord sogar mit einem Mentor geflogen damals. Mit einem Mentor 3 oder 4 war das nicht mit einem Top Gun oder mit einem heissen Schirm, sagen wir so. Weil ja generell bei uns hier in den Anden mit einem Enzo oder mit einem Boomerang unterwegs zu sein, macht gar keinen Sinn eigentlich, weil die Verhältnisse, die wir haben hier, die sind wirklich sehr anspruchsvoll. Sie verlangen schon ziemlich viel vom Piloten ab. Und wenn man als Pilot dann noch 50 Prozent von der Zeit mit dem Schirm beschäftigt ist, ist das einfach zu viel und zu kompliziert.

44:16Franz Schilter

Und zu ermüdend. Das ist gar nicht nötig. Und den Flug, den ich da gemacht habe, ja, das war mit einem Mentor und das war sehr relaxed. Und ich glaube, mit einem Enzo wäre auch nicht viel mehr möglich gewesen, weil mit dem Mentor bin ich noch an Ecken und an Kanten rangeflogen, wo ich mit dem Enzo wahrscheinlich nicht mehr hingeflogen wäre damals. Wie

44:45Lucian Haas

machst du das denn jetzt in der Praxis? Wenn du jetzt in Peru fliegen gehst, mit was für einem Schirm fliegst du dann? Und wann packst du da überhaupt mal deinen Enzo -Zweileiner aus? Die

44:56Franz Schilter

Zweileiner, die packe ich eigentlich nur an Wettkämpfen aus oder an Training, ein bisschen zum Trainieren, für kürzere Flüge, was auch immer. Wie ich gesagt habe, es macht gar keinen großen Sinn, hier bei uns mit zu anspruchsvollen, zu anspruchsvollen Schirmen zu fliegen. Ich fliege sehr wenig hier in Cusco mit meinem Enzo. Es macht gar keinen Sinn. Wie ich gesagt habe, man ist zu viel beschäftigt mit dem Schirm. Und ja, das ist eigentlich der Grund.

45:37Lucian Haas

Vorhin hast du gesagt, das Schöne beim Fliegen ist, man lernt immer noch dazu und es gibt immer wieder neue Projekte, die man dort angehen kann und sowas. Du hast, ich weiß gar nicht, wann genau es war, aber ich sage mal kürzlich mit deinem Sohn ein ganz besonderes Projekt gestartet. Und da seid ihr beide auf einen der höchsten Berge von Peru gestiegen, der Osangate, 6384 Meter. Und dann seid ihr dort zusammen mit dem Tandem heruntergeflogen. Wie kommt man auf so eine Idee? Die

46:10Franz Schilter

Idee kam einem eigentlich von meinem Sohn. Er ist auch Gleitschirmflieger. Er ist 20 -jährig jetzt. Er fliegt selbst auch Gleitschirm, aber damals hat er noch nicht sehr viel Praxis gehabt, um selbst zu fliegen. Thomas ist eigentlich Bergsteiger. Er hat schon in jungen Jahren angefangen mit Bergsteigen. Das hat ihn fasziniert. Gut, wir wohnen hier auch in den Bergen, in den Anden. Wir haben hier vor unserer Haustüre die Berge. Das hat ihn früh gepackt. Wir haben auch Glück gehabt. Ein Freund von uns ist ein amerikanischer Staatsbürger. Der wohnt hier in Peru und ist Bergsteiger, Bergführer. Er hat Tommy schon früh mitgenommen in die Berge und hat wirklich Berge bestiegen, die meiner Frau und mir viele schlaflose Nächte bereitet haben.

47:08Franz Schilter

Ein Berg war zum Beispiel das, das Jula Grande in der Gordillera Blanca, nördlich von Peru, im Norden von Peru. Es gibt diesen berühmten Film, Touching the Void. Ich weiss nicht, ob du schon etwas gehört hast. Das ist ein Berg, wo zwei Engländer hochgeklettert sind. Auf dem Gipfel ist einer auf eine Seite runtergefallen und der andere auf die andere und sind dann nur noch am Seil gehangen. Da war schlechtes Wetter. Zum Überleben musste dann einer das Sackmesser rausnehmen und das Seil abschneiden. Einer hatte dann Beinbrüche und so weiter. Der andere war okay. Die haben sich dann nach ein paar Tagen wiedergefunden in einem Basislager.

47:57Franz Schilter

So ein bisschen die Kurzgeschichte. Das war dieser Berg. Die haben dort eine neue Route gemacht. Er war damals 16 Jahre alt und war der Jüngste, der jemals auf diesem Berg stand. Es waren wahrscheinlich 20 bis jetzt auf dem Berg. Sie sind dann in diese Piolet -Door -Wertung gekommen. Das ist wie der Oscar vom Bergsteigen. Sie sind dann in die Endwertung gekommen.

48:25Franz Schilter

Als nebenbei.

48:29Franz Schilter

Thomas hat dann WindSummits gegründet. WindSummits ist wie ein kleiner Club. Da unter Freunden, unter Kollegen. Hochklässler. Da kann man dann auf die Hügel, auf die Berge, auf weniger Schwierigere, und dann runterfliegen. So quasi Climb oder Hike und Fly. Aus Angatte hat er mich überreden können, weil er musste mich überreden, weil ich habe ein bisschen Probleme mit meinem Fuss. Ich habe vor ein paar Jahren einen Unfall gehabt und mein Fussgelenk funktioniert nicht mehr. Ich kann es nicht mehr bewegen. Es ist voller Eisen. Ich bin ein bisschen handikappiert, sagen wir, beim Springen oder sowieso beim Klettern.

49:20Franz Schilter

Ich muss mir viel mit Chemie helfen, damit es nicht zu viel wehtut. Aber gut, das ist Teil davon. Aus Angatte ist der höchste Berg hier in Cusco. Er hat dieses Projekt gestartet, alles organisiert. Ich konnte da, keine Rückzieher mehr machen und habe dann ein bisschen auf dieses Ziel auch körperlich trainiert. Und wir haben das wirklich dann, wir haben dann das geschafft, überhaupt da hochzukommen. Nicht einfach für mich, für ihn war es einfacher, hochzukommen. Aber doch, wir schafften es hoch. Und dann kam dann natürlich der zweite Teil, das Runterfliegen.

50:08Franz Schilter

Also runterlaufen oder klettern. Das musste man ja dann eh, wenn man nicht fliegen konnte. Aber der Wind und der Start, der war fantastisch. Es hat alles funktioniert. Eine Riesenerfahrung. Es war wirklich eine Riesenerfahrung und eine Riesenerleichterung für mich, weil ich nicht runterklettern musste, sondern weil man runterfliegen konnte. Und starten auf über 6.000 Metern, und das noch mit einem Tandem, es ist schon speziell. Also wirklich, es muss, alle Faktoren, die müssen zusammenkommen. Der Wind muss stimmen.

50:53Franz Schilter

Der Schnee war wirklich sehr kompakt. Die Neigung vom Startplatz und so weiter. Und natürlich auch der Kopf hat noch funktioniert. Weil auf 6.000 Meter eben der Kopf, der funktioniert ja ganz anders, als wenn man auf einem Startplatz hat. Wenn man auf 1.000 Meter ist. Wirklich sehr interessante und große Erfahrung war das, ja.

51:16Lucian Haas

Wie habt ihr euch denn jetzt quasi fliegerisch darauf vorbereitet? Also man muss ja, ihr lauft dort hoch, das wird wahrscheinlich auch, mit Zustieg und sonst was, wird das ja nicht an einem Nachmittag zu machen sein und so. Wie wisst ihr, okay, wir passen, oder wie wisst ihr, da ist jetzt ein Wetterfenster, wo das funktionieren könnte, dass wir A hochkommen, aber B auch überhaupt eine Chance steht, dass wir dort oben starten können?

51:40Franz Schilter

Wir haben natürlich die Wettervorhersagen studiert, schon lange im Voraus. Und es gibt so gewisse Wochen oder Tage im Jahr, wo das Wetter wirklich sehr, sehr gut ist. Auch der Schnee oder das Eis, der Aufstieg, das alles hat dann gestimmt eigentlich. Wir haben dann das so geplant und der Aufstieg, der war vor allem natürlich eine Herausforderung für mich, weil ich mir das weniger gewöhnt war. Ich bin nicht ein Bergsteiger, also technisch bin ich nie sehr gut gewesen im Bergsteigen.

52:26Franz Schilter

Aber ich konnte mich immer in den Bergen zurechtfinden. Ich konnte mich anpassen. Das ging immer irgendwie, das war kein Problem. Und, aber es war, körperlich war das schon das absolute Limit für mich, weil es waren drei Tage eigentlich, also das Basislager, das Mittellager und dann das Hochlager. Und vom Hochlager, ja, ich glaube, wann war das? Mitternacht sind wir dann los und sind dann so um neun Uhr morgens, acht, neun Uhr morgens auf dem Gipfel angekommen. Und, es hat alles gestimmt dann. Es ging dann alles relativ schnell da.

53:12Franz Schilter

Den Startplatz haben wir dann schnell gewusst. Ja, da starten wir. Der Wind hat gestimmt. Es hat so einen knapp 10, 15 Stundenkilometer Aufwind gehabt. Und das ging fantastisch. Und es ging super schnell dann und speditiv, ja.

53:28Lucian Haas

Und hast du diese ganze Tandem -Ausrüstung da hochgetragen oder hattet ihr irgendwelche Träger, wenn du sagst, dein Fuß ist eh nicht mehr so beweglich, wo du sagst, ihr habt dann andere Helfer noch gehabt, die euch dann mithelfen, da diese 20 Kilo Ausrüstung überhaupt, also allein die Flugausrüstung dort hochzuschleppen?

53:45Franz Schilter

Nein, wir haben Hilfe gehabt. Wir haben Kollegen gehabt, die haben uns geholfen mit Materialhochschleppen. Also ich habe einfach einen kleinen Rucksack gehabt. Mehr lag bei mir ja gar nicht drin. Und die Ausrüstung, die Tandem -Ausrüstung, das war ja auch eine normale Ausrüstung, nicht eine Light -Ausrüstung. Und da kommt man schon mit den Sitzen, mit dem Notschirm, mit dem ganzen Drum und Dran, natürlich weit über 20 Kilo. Und das ist auf der Höhe natürlich schon sehr viel. Wir waren eine Gruppe aus fünf, wenn ich so, fünf oder sechs, so wie ich mich erinnern kann, ja. Die

54:25Lucian Haas

aber nicht alle, und sind alle runtergeflogen am Ende oder wie habt ihr das gemacht?

54:29Franz Schilter

Wir waren zwei, wir waren zwei Tandems. Ein Kollege, hier aus Cusco,

54:36Franz Schilter

hat auch den zweiten Flug gemacht. Und ja, wir waren zwei Tandems in dem Projekt, genau.

54:44Lucian Haas

Das heißt, zwei sind am Ende quasi oben übrig geblieben und die mussten dann noch lange absteigen, während ihr schon, schon lange im Tal wart so ungefähr.

54:52Franz Schilter

Ja, die mussten dann noch die harte Arbeit verrichten, ja genau.

54:57Lucian Haas

Wird es weitere solche Projekte geben? Also hast du jetzt quasi Blut geleckt oder Höhenluft geschnuppert, dass du jetzt sagst, davon will ich mehr? Ich will Wind Summits mit meinem Sohn noch mehr umsetzen in die Tat oder wird er das einfach von sich aus weitermachen? Und du sagst, ich habe es jetzt einmal gemacht, ich weiß wie es ist und auch Sangatte war mein großer Erfolg und das war es jetzt.

55:19Franz Schilter

Er wird sicher weitermachen. Mein Teil, also ich sage immer wie immer, ja, das war wirklich das letzte Mal und das letzte Mal, aber vielleicht gibt es noch ein nächstes Mal. Also ich bin sicher, es gibt sicher noch ein nächstes Mal. Wahrscheinlich nicht so auf dem Niveau von aus Sangatte. Ein bisschen einfachere Berge, das ganz sicher, also auf jeden Fall. Ich möchte auch meinen Sohn nicht enttäuschen, also es geht auch ein bisschen um das und solange man noch ein bisschen kann, dann mache ich noch mit. Also eben die schwierigen Berge, die überlasse ich dann ihnen oder ihm und die einfacheren, da gehe ich sicher noch mit.

56:05Franz Schilter

Und es gibt dann ein bisschen noch Ideen, die wir haben und ja, auf jeden Fall.

56:12Lucian Haas

Dann lass uns zum Abschluss noch über ein anderes Projekt von dir reden. Du hast ja am Anfang schon, oder relativ am Anfang ein bisschen erzählt, dass ihr mit deiner Frau zusammen mal ein Bed & Breakfast Klein überlegt habt, das zu gründen und daraus ist dann mit der Zeit ein Hotel geworden, Soliluna. Aber zugleich auch ein soziales Projekt, was dahintersteht und was stark damit verbunden ist. Das heißt, das Hotel finanziert eine lokale Schule und noch mehr. Erzähl mal die Geschichte davon.

56:45Franz Schilter

Wie am Anfang schon angetönt, das war nach der Gleitschirmtätigkeit in Lima oder generell hier in Peru, sind wir hier nach Urubamba, Cusco gekommen, im Heiligen Tal, im Valle Sagrado. Meine Frau war noch gar nie in dem Ort. Sie hat gesagt, ich gehe dahin. Sie ist sehr spontan. Ich gehe dahin und ja, ich möchte ein Bed & Breakfast machen. Und dann habe ich ihr gesagt, aber du kennst Urubamba gar noch nicht und bist da noch nie dagewesen. Und, und, und. Und dann hat sie gesagt, okay, kommst du mit oder kommst du nicht mit? Da habe ich gesagt, okay, vamos.

57:29Franz Schilter

Und sie ist von Charakter her, eigentlich ganz anders als ich. Sie ist sehr spontan, sie fällt Entscheidungen schnell an sich und so weiter. Ich bin der typische Schweizer vielleicht noch. Ich analysiere immer noch ein bisschen mehr und drüber schlafen und so weiter. Aber wir treffen uns immer an einem guten Ort, guten Punkten, guten Orten. Wir sind hier nach Urubamba gekommen, ein Landstück gekauft und ja, wir haben dann mit diesem Bed & Breakfast, mit dem Bau begonnen. Ich habe die Architektur, alles selbst gemacht am Anfang. Wir haben mit Adobe -Ziegeln, diesen gebrannten Ziegeln, lokalen Bauart, Lehmziegel, genau.

58:19Franz Schilter

Und eben gut, nach ein paar Modenahten, plötzlich haben wir gesehen, ja, das Geld, das reicht dann nicht mehr weit und so. Wir haben dann mit vielen Angehörigen, meine Schwester hat mir ein bisschen was Geld gegeben, dass wir ein bisschen weiter kamen und so weiter. Oder dann mit der Bank sogar hier, mit sehr hohem Zins leider damals. Und gut, das Bed & Breakfast, es ist dann eigentlich nie so richtig vorwärts gekommen. Wir haben gebaut und gebaut. Ich habe viel selbst gemacht. Und dann hat meine Frau plötzlich von einem Tag auf den anderen einen Telefonanruf bekommen von ihrem Ex -Chef in Lima.

59:06Franz Schilter

Aus dem Ausland besser gesagt. Und er hat gefragt, Marilene, wo bist du? Was machst du? Und so weiter. Dann hat sie gesagt, okay, ich präsentiere mal das Projekt. Vielleicht hat mein Ex -Chef Interesse daran. Er hat wirklich dann Interesse gehabt und ist dann eingestiegen. Unsere finanziellen Probleme waren dann ziemlich gelöst. Und ja, wir haben dann eigentlich das Hotel fertig gebaut, wobei man sagen muss, wir haben drei Ausbaufasen gehabt. Die erste Phase war, wir haben 14 Casitas gehabt, 14 kleine Bungalows, ein Restaurant und so weiter und die operative Zone und so weiter.

59:52Franz Schilter

Wir haben nach drei Jahren dann, das war genau um 2000, haben wir eröffnet. Und wir haben unsere ersten Gäste empfangen. Und gleichzeitig, oder sogar noch vorher war das, meine Frau, sie wollte immer ein Projekt

1:00:15Franz Schilter

erschaffen oder in dem arbeiten. Das war eben mit Kindern, mit Jugendlichen und so weiter. Und dann war natürlich schon die Frage, ja eben, man musste zuerst schauen, dass das Hotel ein bisschen zum Laufen kommt, dass zuerst mal ein bisschen Geld reinkommt und so weiter. Und auf der anderen Seite eben dieses Sozialprojekt. Das Sozialprojekt war damals natürlich sehr, sehr klein. Es waren nur ein paar Kinder, die wir da gehabt haben. Das Hotel ist dann größer und grösser geworden. Die Einnahmen haben immer besser gestimmt. Das hat uns dann auch die Möglichkeit gegeben,

1:01:01Franz Schilter

das Sozialprojekt vorwärts zu bringen. Das heisst, wir haben mehr Geld gehabt für gute Lehrer. Wir haben mehr Geld gehabt für eine dezentere Infrastruktur und so weiter. Ja, es ging dann immer weiter und weiter. Und was ich vielleicht noch nicht genug erklärt habe, ja, das Sozialprojekt, das ist ein Projekt, das heute über 200 Schüler eigentlich hat. Die Schüler, die auf der Primar - und Sekundarschulbasis, die Erziehung ja generell hier in Peru ist ja sehr, sehr schlecht. Und viele gehen auch nicht zur Schule oder können gar nicht zur Schule gehen.

1:01:47Franz Schilter

Und das Projekt ist eigentlich das, dass Leute oder Familien, die kein Geld haben für das Schulgeld, für die Kinder, die können ihre, also das Hotel finanziert eigentlich den Schüler oder das Projekt. Die müssen gar nichts bezahlen. Es gibt natürlich Schüler, die haben einen Background, einen finanziellen Background, wo die Eltern das normale Schulgeld bezahlen können. Die bezahlen einfach das normale Schulgeld. Aber zu 90 Prozent ist das Hotel eigentlich verantwortlich für das Finanzielle in der Assoziation. Dann haben wir auch noch Geistesbehinderte.

1:02:32Franz Schilter

Das sind etwa 12 oder 13 Körperbehinderte. Das ist auch noch ein Teil davon. Zum Dritten noch ist das Kinderheim. Dort sind 15 oder 16 Kinder jetzt untergebracht in dem Kinderheim. Die haben entweder keine Eltern oder nur einen Elternteil. Oder kommen aus familiären, aus prekären, für Familiensituationen wie Alkohol, Probleme und so weiter. Und ja, das ist eigentlich so dieses Sozialprojekt. Das Hotel heute ist natürlich eben, wie ich gesagt habe, wir haben drei Ausbaufasen gehabt, immer grösser geworden. Das Bed & Breakfast, dieser Bed & Breakfast -Traum von früher, der war relativ schnell.

1:03:24Franz Schilter

Also es hat sich dann sehr viel verändert gegenüber damals. Heute sind wir ein Hotel im Luxusbereich. Wir haben Glück gehabt, wir sind heute eine GmbH. Wir haben finanzielle Möglichkeiten bekommen auf dem Weg. Und das hat uns sehr, sehr viel geholfen. Und ja, heute nicht mehr wie vor Covid, vor Covid, mag ich mich erinnern, haben wir fast 100 Angestellte gehabt im Hotel. Heute sind es ein bisschen weniger. Aber wir hoffen, dass es langsam wieder wächst, dass es wieder besser wird. Ja, genau.

1:04:06Lucian Haas

Wenn du das jetzt so siehst, dieses Projekt Soliluna, großes Hotel, gleichzeitig mit einem tollen sozialen Projekt daneben. Das ist ja eigentlich, ist ja nicht geplant gewesen als so etwas, sondern einfach aus sich heraus irgendwie so gewachsen. Und auch mit der Energie, die deine Frau dort reingesteckt hat und so was. Ist das etwas, von dem du früher mal geträumt hast oder ist es dir eigentlich auch so zugewachsen dann?

1:04:33Franz Schilter

Nein. Es war, wie vieles eigentlich in meinem Leben oder im Leben von meiner Frau eigentlich nie geplant gewesen. Ich hätte an mir nie gedacht, in jungen Jahren mal in Peru zu wohnen, in Peru ein Geschäft zu haben und so weiter. Ich glaube, das Leben ist so. Es kommt, wie es kommt. Jeder hat wahrscheinlich sein, jedes Leben hat irgendwo eine Destination.

1:05:03Franz Schilter

Und ich denke, ja, das Leben kommt manchmal, wie es kommt. Also ich glaube, irgendwo ist das geschrieben, denke ich. Aber da kommt mir jetzt ein kleines Detail in den Sinn. Wir waren vor ein paar Jahren mal bei meiner Mutter zu Besuch an Weihnachten mit meiner Familie. Meine Kinder waren noch klein, drei, vier, fünf Jahre. Und da haben sie diese Familienfoto -Albums mit der Grossmutter angeschaut. Und dann hat meine Grossmutter auf ein Foto gezeigt. Und wo ich drauf war auf diesem Foto und lesen, oder sitzend an einem Tisch.

1:05:55Franz Schilter

Und ich habe da eine, wie sagt man, eine Revista, eine Zeitschrift angeschaut. Und das hat so ein grosses Poster gehabt in der Mitte. Und wenn man ganz gut hinschaut, dann war Machu Picchu auf diesem Bild. Ich war da wahrscheinlich zwei oder drei oder vier Jahre alt und habe auf dieses Foto geschaut. Und das sah man in diesem Album. Und ich habe da wirklich gedacht, ja, das ist ein lustiges Detail. Ja. Und meine Kinder haben das gesehen und haben gesagt, Papa, schau mal da. Du hast Machu Picchu da angeschaut, das kleine Huhn.

1:06:40Franz Schilter

Das hat dich geprägt und du musstest dann nach dem Huhn irgendwann. Ja, genau. Kann sein.

1:06:47Lucian Haas

Kann sein, ja. Wie kommt heute dein Gleitschirmfliegen dem Projekt Soli Luna zugute?

1:06:54Franz Schilter

Schau, direkt wahrscheinlich nicht unbedingt sehr viel, weil heutzutage Gleitschirmfliegen ist eigentlich mein Hobby und mein Zeitausgleich. Und ich reise auch ein bisschen mehr als früher. Ich habe mehr Zeit als früher. Direkt Gleitschirmfliegen vielleicht weniger. Was wir viel machen, ist mit den Kindern, wir machen vielfach so einen Tandem -Sonntag, zum Beispiel, wo wir kleine Tandem -Pflügen machen mit den Kids. Und das ist ja ein riesen Gaudi, dass sie mal spüren können, wie es ist, die Füsse über dem Boden zu verlieren. Eigentlich direkt nicht viel, nein. Aber ja, es gibt indirekt immer natürlich Leute, die hierher kommen als Gäste im Hotel

1:07:43Franz Schilter

oder auch als Gleitschirmflieger und so weiter. Ich lade die Gäste oder die Besucher ein oder wir laden sie ein, um unser Projekt zu besuchen und wie es läuft in der Schule, wie es läuft in diesem Kinderheim. Sie können ein bisschen reinschauen, ja, wie wir das machen. Und wenn Interesse da besteht, können sie auch da aktiv oder finanziell mitmachen. Das heisst zum Beispiel, sie können ein Schuljahr von einem Kind, ein Kind können sie übernehmen oder können mit gewissem Material,

1:08:23Franz Schilter

Schulmaterial und so weiter mitmachen. Alles hilft, alles hilft. Und es gibt zum Glück immer wieder viele Leute, die sind sehr interessiert an unserem Projekt und wir sind auch sehr, sehr dankbar dafür natürlich, weil sie sehen direkt rein in unser Projekt. Und die Resultate, die wir doch schon vorweisen können, sind auch schon interessant. Wir haben jetzt dieses Jahr das erste Mal Schüler, die den internationalen Bacheloreto gemacht haben und in Lima studieren. Zwei studieren Medizin und zwei studieren Anwalt und Architektur. Also das heisst, wir haben sehr viel richtig gemacht diese Jahre, wenn man denkt, dass diese Kids aus sehr, sehr prekären oder einfachen Familien gekommen sind und heute so etwas machen können.

1:09:21Franz Schilter

Also es gibt auch eine sehr grosse Zufriedenheit.

1:09:25Lucian Haas

Wenn du sagst, du nimmst da manchmal die Kids auch beim Tandem mit, gab es da auch schon welche, die gesagt haben, ich möchte das auch lernen? Und wo du jetzt sagst, so wie wir Leute auf die Universität gebracht haben, haben wir da auch schon lokale Kids im Grunde dazu gebracht, davon zu träumen, selber Gleitschirm-Blog zu werden?

1:09:41Franz Schilter

Natürlich, genau. Es gibt einige, die machen schon Tandemflüge, also die haben selbst Gleitschirmfliegen gelernt und dann ein bisschen, sie haben ein bisschen den härten Weg gewählt, sind dann nach Lima oder wo auch immer und haben dann ein bisschen einfach selbst probiert und sie mussten das eben auf die harte Art, also durch schlechte Landungen oder manchmal sogar Brüche lernen, wie es funktioniert. Ich habe dann gesagt, das funktioniert nicht so, macht es richtig. Aber gut, die einen, die sind sogar Assistenten, wie gesagt, Assistenten von Tandemunternehmern oder fliegen selbst Tandem oder sind in den Tourismus, das hat auch mit Tourismus zu tun,

1:10:30Franz Schilter

in den Tourismusbereich hereingeschlüpft, über das Gleitschirmfliegen, über das Tandemfliegen. Auch wenn sie nicht selbst viel mit Gleitschirmfliegen sehen, aber als Guides für Trekking und so weiter, quasi in dem Sinn auch, ja.

1:10:51Lucian Haas

Wie siehst du deine Zukunft mit Gleitschirmfliegen in Peru? Was kann da noch kommen?

1:10:56Franz Schilter

Zukunft? Wie soll ich sagen? Die Gleitschirmszene hier in Peru ist da sehr, sehr klein. Die Finanzen sind sehr, sehr schwierig. Also für viele Peruaner, die können zum Teil keine neue Gleitschirmausrüstung kaufen oder was Dezentes. Das hindert natürlich, dass die Gleitschirmszene wächst, dass es mehr Piloten gibt. Peru, ich vergleiche das ein bisschen so, hat sehr viele Surfer, Wellenreiter, die sind Weltklasse, weil die Wellen, wir haben über 2000 Kilometer Küste und hervorragende, grosse, lange Wellen und darum hat es auch sehr viele Surfer. Und die sind praktisch vor der Haustüre.

1:11:44Franz Schilter

Ein Surfbrett kann man auch nicht vergleichen mit einem Gleitschirm. Es kostet auch einiges weniger. Darum haben wir relativ wenig Gleitschirmflieger hier. Die meisten, das sind Tandemflieger hier, das sind vor allem kommerzielle hier in den Andern oder in Lima, wo es ein bisschen einfacher ist oder finanziell attraktiver ist.

1:12:09Franz Schilter

Generell, es wird sicher ein paar Junge geben, die mal ein bisschen herauskommen. Also es gibt ein paar junge Akroflieger, ein paar Junge, die wollen XC fliegen, Wettkämpfe anfangen mit Fliegen. Und ja, man muss positiv sein. Ich hoffe, dass Peru ein bisschen mehr auf der Weltlandkarte, auf der Gleitschirmlandkarte figuriert die nächsten Jahre. Dann

1:12:39Lucian Haas

drücke ich dafür mal die Daumen. Du wirst dafür, oder du wirst nicht, sondern du hast dafür mit einem Grundstein vielleicht gelegt, auch wenn es dann langsam wächst. Aber so wie euer Projekt Soliluna auch langsam gewachsen ist und dann zu einem sehr prosperierenden, auch sozialen Unternehmen geworden ist, vielleicht wird ja auch noch die Gleitschirmszene in Peru mit deinem Input dann auch noch immer größer. Danke dir, Franz, für deine tollen Erzählungen und dir noch alles Gute für alles Weitere, was an Projekten und an Reisen und Sonstiges bei dir dann noch in nächster Zeit kommt.

1:13:15Franz Schilter

Danke von mir aus. Sehr herzlich, Lucian. Es war mir ein Plaisir, etwas zu erzählen. Ich hoffe, es hat gepasst. Und vielen Dank und bis bald irgendwo und irgendwann.

1:13:34Lucian Haas

Das war die Episode Nummer 124 von Podz-Glidz mit Franz Schilter aus Peru. In den Shownotes zu dieser Folge auf dem Gleitschirm-Blog Lu-Glidz findest du noch weiterführende, unter anderem auch die Möglichkeit, für das Sozialprojekt Sol y Luna zu spenden. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann abonniere doch Podz-Glidz. Das geht überall, wo es Podcasts gibt. Wenn du dort auch noch ein positives Rating hinterlässt, hilfst du mit, Podz-Glidz noch bekannter zu machen. Oder erzähle einfach deinen Pflegerfreunden davon. Podz-Glidz und bluglite sind frei von bezahlter Werbung. Ich halte das so aus Überzeugung und im Sinne der Unabhängigkeit. Dennoch stecken viel Profit, professionelle Arbeit und natürlich auch Kosten in diesen Angeboten.

1:14:19Lucian Haas

Um sie zu finanzieren, setze ich auf das Konzept der freiwilligen Unterstützung. Also, wenn du bis hierhin zugehört hast, sollte der Podcast ja einen Mehrwert für dich haben. Als Förderer kannst du einfach etwas zurückgeben. Den Betrag kannst du selbst bestimmen. Ein häufig gewählter Förderbeitrag beträgt übrigens 60 Euro im Jahr oder umgerechnet 5 Euro im Monat. Aber egal, was du zahlst, jeder Betrag trägt seinen Teil dazu bei, dass ich Podz-Glidz und bluglite im Dienste der Gleitschirmszene auch in Zukunft betreiben und weiterentwickeln kann. Dafür sage ich Danke. Alle nötigen Informationen, wie dein Förderbeitrag mich erreicht, findest du auf bluglite.blogspot.com. Dort gibt es den Menüpunkt Fördern.

1:15:05Lucian Haas

bluglite schreibt sich l u minus g l i d z. Bis zum nächsten Mal. Fall nicht vom Himmel. Ciao.

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