Der vierte Wurf war's dann, also da ist perfekt gekommen, Schirm schön über mir stabilisieren können, Sicherung entfernen und ja, dann ist Scharpen im Prater auf das große Jochen -Schweizer -Branding quasi draufgegangen und ja, da war das Geniale einfach dann. Ich krieg grad wieder Gänsehaut.
Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast.
Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens. Heute mit Roland Brunnbauer, besser bekannt vielleicht aus den Social Medias, aber als Akroli. Und ich bin Lucian Haas.
Wenn das Gleitschirmfliegen in die Medien kommt, hat das in der Regel mit Unfällen zu tun. Roland Brunnbauer hat kürzlich einmal gezeigt, dass es auch anders geht. Roland, in der Szene bekannt als Akroli, ist oben auf einer Gondel des großen Riesenrads des Wiener Praters gestartet. Von dort knapp 70 Höhenmeter in die Tiefe. Und dann sanft auf einer Wiese gelandet. Die spektakulären Bilder haben es weltweit in viele Nachrichten geschafft. Der Flug dauerte weniger als eine halbe Minute. Die Planung und Vorbereitung für das Projekt hingegen mehr als ein Jahr. Was dabei so alles bedacht werden musste und welche Hürden es zu überwinden galt, das erzählt Roland in dieser 138.
Folge von Podz-Glidz. Im Gespräch geht es auch darum, was ihn immer wieder zu ungewöhnlichen Stunts mit dem Gleitschirm fliegt. Der 31 -Jährige ist einer der besten Akro -Piloten Österreichs und hat aus seiner Passion auch eine Profession gemacht. Als Initiator des Vereins Austrian Acro League verfolgt er zudem das Ziel, das Akro -Fliegen in der Gleitschirmszene breiter zu verankern. Weitere Themen sind das Showfliegen im Team Airbound mit seinem Flugpartner Norbert Winkler und die hochspannende Geschichte, wie Roland einmal nach einem missratenen D -Bag -Absprung vom Helikopter fürchten musste, von Haien gefressen zu werden. Wenn dir Podz-Glidz gefällt, dann unterstütze doch meine Arbeit daran als Förderer.
Wie das ganz einfach geht, erfährst du auf dem Gleitschirm-Blog Lu-Glidz und zwar dort auf der Seite Fördern.
Roland, wie kommt man auf die Idee, vom Riesenrad auf dem Wiener Prater mit dem Gleitschirmfliegen zu wollen?
Die Idee ist mal gekommen in der Nacht, bin ich mal wach geworden und habe irgendwie so den Gedanken im Kopf gehabt, das wäre doch was Spannendes, vom Riesenrad runter zu fliegen und würde aufgrund der doch vielen negativen Berichterstattung, weil man eigentlich durch den Gleitschirmsport meistens nur in den Medien aufgenommen werden, wenn jetzt Unfälle passieren, wenn jetzt Sachen, die nicht so schön sind, dann über das wird viel berichtet und ich wollte da eigentlich mal so ein bisschen was anderes reinbringen und eine schöne, positive Berichterstattung über unseren Sport zu haben und zu zeigen, unser Sport besteht nicht aus Unfällen, hauptsächlich wie es in den Massenmedien quasi aufgenommen wird, sondern man kann da wirklich besondere Erlebnisse machen.
Der Sport ist viel mehr. Von dem her habe ich da die Idee gehabt, das wäre doch was Besonderes. Ein einzigartiges hat jetzt da noch niemand gemacht und so habe ich die Idee irgendwie geboren, mich dann daran gesetzt und daran gearbeitet, das realisieren zu können.
Nun ist ja das Fliegen vom Riesenrad nicht gerade auch unbedingt Teil unseres, ich sag mal normalen Ausführungen unseres Hobbys und so. Glaubst du wirklich, dass sowas dann ankommt als, ah, das ist ein normaler Gleitschirm, oder was heißt normaler Gleitschirmfliegen, aber dass das trotzdem positiv auf das Gleitschirmfliegen als Ganzes zurückwirkt?
Das wäre meine Hoffnung daraus. Natürlich, es ist jetzt kein normaler Startplatz, es ist jetzt kein Berg in der Nähe oder irgendwas, aber dadurch, dass es so einzigartig ist, bekommen wir einfach einen Blick auf uns und auf unseren Sport und dadurch, dass der Sport ja mich eigentlich sehr verändert hat, möchte ich das eigentlich auch weitergeben, wenn man da einen Sport quasi findet, der was, so einzigartig und so besonders und cool, also ich bin absolut addicted von dem Sport und das ist so ein bisschen das, was ich einfach da weitergeben wollte. Leute, da gibt es mehr, es gibt unseren Sport und der ist einfach großartig.
Wie läuft das denn dann so ab oder wie ist das so abgelaufen? Du wachst auf, hast diesen Traum oder hast diese Vision, ich fliege von diesem Riesenrad am Wiener Prater irgendwie runter, aber wie geht es dann weiter? Erzählst du erstmal anderen Leuten davon, oder sagst du, ich rufe direkt mal beim Betreiber von dem Riesenrad an und frage, hast du was dagegen, wenn ich oben von der Gondel runterspringe oder wie ist das gelaufen?
Ja, also da sind wir schon in der ersten Kernproblematik eigentlich drinnen. Das war einfach da mal ein Gedanke dann, was ich gehabt habe. Dann habe ich mich zum Computer gesetzt, habe mir das Gelände da mal angesehen, habe einmal geschaut, ist das überhaupt möglich, was ich da für eine Idee habe. Habe da dann eigentlich auch gleich einmal gemerkt, ich glaube, das ist eine Idee, die zwar cool wäre, ich aber glaube schlussendlich nicht umsetzen kann, weil es einfach zu exotisch ist. Und da jetzt irgendwie den ganzen Ball ins Laufen zu bringen, habe ich mir sehr schwer vorgestellt. Ist auch wirklich sehr schwer gewesen, das Ganze irgendwie auf die Füße zu stellen, aber ja, wir haben es gemacht.
Was hat dich da dran so gereizt, dass du sagst, eigentlich denke ich, das kann gar nicht funktionieren? Warum auch, also Technik, Behörden, was auch immer so alles, wo du vorher schon sagst, wahrscheinlich wird es nicht klappen. Aber du setzt dich dann trotzdem dran. Was war der Reiz? Warum wolltest du diese Hürde dann doch irgendwie knacken?
Ja, das ist irgendwie so eine Eigenschaft von mir. Also man kann es als Problem sehen. Ich sehe es jetzt dort eher als positiven Anreiz. Eines meiner Mottos ist, geht nicht, gibt es nicht. Von dem her, ich habe mich in der Materie absolut nicht gut ausgekannt. Ich meine, natürlich habe ich schon verschiedene Anträge oder so mal eingereicht für Sachen, aber in so einem Stil habe ich sowas noch nie gemacht. Und das war irgendwie so, das hat mich gefangen. Ich habe da was gehabt, das möchte ich machen und bis da ist wirklich ein finales Nein, der Behörde schriftlich habe, habe ich nicht locker lassen können von dem Ganzen. Dadurch, dass ich mich nicht gut auserkannt habe in der ganzen Genehmigungsgeschichte, hat es mich einfach auch interessiert, wie funktioniert sowas?
Was muss man für Wege gehen, um das Ganze irgendwie auf Schiene zu bringen und da irgendwie einen Lichtblick dahinter zu haben dann? Und ja, ich habe gewusst. Es kann einfach heißen dann, na, es wird nicht passieren, du wirst es nicht machen. Zumindest nicht zu legalen Verhältnissen. Aber ja, das ist das gewesen, mit dem, was ich umgehen müssen habe.
Wie viele Behörden waren letztendlich daran mitbeteiligt? Ist das nur eine, die man fragen muss oder kommt dann halt noch die Luftfahrtbehörde oder keine Ahnung was alles, was da drin hängt?
Von den Behörden her, ich habe dann Verhandlungen gehabt und habe da so zehn oder neun. Zehn Personen waren an der Verhandlung beteiligt. Das war alles eigene Abteilungen waren, die ich von meinem Vorhaben überzeugen müssen habe. Zehn verschiedene, wow. Es sind von Positionen auch zwei Personen einmal dabei gewesen, aber so im Großen und Ganzen habe ich von Magistraten, drei verschiedene Magistrate gebraucht, die Ausdruckkontroll, den Flughafen, die Flugsicherung, schlussendlich habe ich sogar mit dem Magistrat für Gärtnerei und Landschaftspflege einen Antrag einreichen müssen, weil ich quasi in der Kaiserwiese landen möchte und das eigentlich ein Privatgelände ist, aber die Blumen und die Pflanzen, was da drin sind, von denen quasi verwaltet werden.
Das waren intensive Gespräche mit den ganzen Behörden, da irgendwie einen grünen Zweig zu finden. Was
war die härteste Nuss, die du knacken musstest?
Die härteste Nuss war tatsächlich das Magistrat, also die Bezirksvorstehung in Wien, die ich recht früh angerufen habe, da quasi gefragt habe, wie den Antrag quasi einreichen soll, die mir eigentlich am Anfang gesagt hat, das wird nicht passieren, das ist nicht genehmigungsfähig.
Und wie hast du sie dann doch überzeugt bekommen?
Nach dem Telefonat war erst einmal so, ich habe mich so ein bisschen niedergeschlagen und habe mir so gedacht, okay, ich habe bis zu der Etappe ja doch schon einige Schritte quasi erledigt. Ich habe da schon das Riesenrad und die Prater GmbH quasi auf meiner Seite gehabt, habe die schon überzeugt gehabt, die haben schon gesagt, ja cool, machen wir das, ist eine super Werbung quasi für sie auch.
Nachdem mir aber das Magistrat eigentlich gesagt hat, es wird nicht passieren, war ich irgendwie noch mehr angespannt, da einen Weg zu finden, das ganze Mysterium da durchzugehen, die ganze Gesetzeslage einzulesen,
weiter in das Ganze einfach tiefer einzuarbeiten, weil ich mir irgendwie mit dem Nein nicht okay geben können habe. Und ja, es hat dann so circa einen Monat gedauert, ich habe viel telefoniert mit Fliegerkollegen, mit anderen, die was quasi auch so ein bisschen besondere Bescheide quasi erhalten haben oder abgelehnt bekommen haben, habe mich da dann quasi noch mehr tiefer reingegraben und habe da dann Argumente gefunden, warum das genehmigungsfähig ist und wie man das Ganze auf eine legale Ebene auf eine legale Schiene bringen kann.
Wie lange hat das gedauert, von der ersten Idee bis zu dem, dass du sagst, ich habe alle Behörden und alles, was ich brauche, habe ich jetzt mit im Boot?
Von Anfang der Idee bis zu dem Tag, wo wir das wirklich durchgezogen haben, ist so über ein Jahr vergangen. Also so zwischen eineinhalb Jahren und ein Jahr hat das Ganze Zeit gebraucht, um das Ganze durchzuarbeiten und das in der Realität umsetzen zu können.
Das eine war jetzt diese ganze Behördenseite. Was musstest du denn für dich als Pilot für dieses Projekt machen? Oder war das einfach, dass du sagst, für mich ist das einfach ganz easy, ich fahre auf das Riesenrad, kletter oben aufs Dach und starte dann einfach mal runter?
Ja, so jetzt vom sportlichen Aspekt her war es jetzt natürlich auch eine große Vorbereitung für mich, das machen zu können. Das Ganze hat angefangen, dass ich von Advance ein P3 gekriegt habe, eben den Serienschirm, den 16er. Das war so der erste Schirm, den ich gehabt habe. Mit dem, wenn wir eh schon wissen, mit den Leichtschirmen sind so Throw and Go Starts möglich. Auch jetzt mit größeren Schirmen ist das natürlich auch möglich. Es braucht halt einfach mehr Wind. Und mit dem bin ich dann losgegangen, habe dann zu Hause die Berge mal so ein bisschen erkundet, habe mir dann auch spezifisch Orte gesucht, die jetzt eigentlich undenkbar sind mit einem Leichtschirm dort zum Starten.
Also mit dem 16er Pi habe ich auf einer Burgruine auf der Mauer bin ich da gestartet. Da bin ich gefühlt einen halben Tag gestartet, habe da irgendwie versucht, eine Technik zu entwickeln, weil ich habe die Breite der Mauer war so ein halber Meter und die Länge irgendwo drei Meter oder so. Und ja, die Leinenlänge ist länger als wie die Mauer überhaupt war. Von dem her, wie ich da raufgeheigt bin, war so, okay, bin mir nicht sicher, ob das irgendwie gehen wird. Bin da dann oben gestanden. Am Anfang waren schwache Windverhältnisse.
50 Würfe, glaube ich, irgendwo in den Busch reingeworfen, auf der Seite runtergefallen, dann so einen halben Meter gelaufen und so irgendwie dann ein Gefühl dafür bekommen, dass ich auf so engem Raum mehr wohlfühle. Weil auf der einen Seite ist es einfach steil runtergegangen und auf der anderen Seite, in die Ruinenseite, ist es doch einen Meter hoch gewesen. Das war halt so der Escape -Raum, den ich gehabt habe, wenn irgendwas schief geht, okay, ich tauche mir nach die Innenseite weg, dass ich jetzt da nicht außen runterfall, weil das wird natürlich gefährlich werden. Das war so der erste. Dann habe ich gemerkt, okay, mit dem Schirm haben wir einige Herausforderungen, wo wir einfach Sachen verbessern können.
Habe dann mit Advance telefoniert und habe denen das Projekt oder die Idee erzählt. Und dann haben wir einen Schirm gebaut, einen 14er Pi, der ist nicht am Markt, der ist auch nicht erhältlich. Und habe dann, ich glaube, so circa drei bis sechs Monate später den Schirm bekommen. Bis zu dem Zeitpunkt habe ich eigentlich mit niemandem über das Projekt geredet. Also es war wirklich nur ein ganz enger Kreis, mit denen ich da kommuniziert habe, was ich da eigentlich so ein bisschen vorhabe. Weil ich nicht gewusst habe, ob das jetzt irgendwie umsetzbar ist oder nicht, bis der THW auch quasi eigentlich nur wenig Kontakt jetzt mit dem Riesenrad gehabt.
Da bin ich eher so noch in der Phase gestanden, okay, wie trete ich mit denen in Kontakt? Da war eben das wirklich nur eine sehr, sehr grobe Idee. Wie ich den 14er dann bekommen habe, dann bin ich bei mir zu Hause auf den ganzen Bergen quasi hochgekalkt. Da kann man eigentlich nirgends normal starten. Mit dem Gleitschirm. Und habe dann, ich glaube, in drei, vier Tagen so fünf Hikes gemacht. Bin da auf Startplätze oder eigentlich keine Startplätze, eigentlich waren es neben dem Gipfelkreuz und habe da versucht, irgendwie in die Luft zu kommen. Es hat dann richtig super funktioniert. Also der Schirm, der ist einfach genial.
Also ich bin so absolut überzeugt davon. Und es ist mein Lieblingsschirm mittlerweile dann auch geworden. Habe dann da sehr viele Plätze erflogen, die jetzt eigentlich nicht erdenklich sind, dass man von da fliegen kann. Und so habe ich dann gewusst, okay, ich kann das, glaube ich, umsetzen. Später ist dann natürlich noch dazu gekommen, wenn du da auf so einer kleinen Fläche stehst und du den Schirm quasi nicht aufs erste Mal perfekt in die Luft kriegst, hast du natürlich die Problematik, dass du den Schirm wieder so vorbereitest für den nächsten Wurf, und dadurch, dass der Platz ja eigentlich fehlt, haben wir dann einen Weg finden müssen, wie ich auf so engem Raum den Schirm, quasi die Leinen wieder sortiere,
wie ich da einfach wieder in die Startposition quasi komme. Das war so ein bisschen ein kniffliger Punkt, weil natürlich, wenn du da Wind hast, jeder kennt das, wenn er mit der Rosette in der Hand quasi dasteht und da geht der Wind rein, die Rosette bläht sich auf und... da irgendwie die Leinen loszulassen, ja, der Schirm geht nach hinten weg und zieht die vielleicht da irgendwie hinten runter, und das war so ein bisschen ein kniffliger Punkt, das Ganze zu verfeinern und da wirklich auch bei viel Wind die Möglichkeit zu haben, da wieder sich vorbereiten zu können.
Das hast du auch gewissermaßen trainiert, bist wirklich an Stellen gegangen, hast gesagt, ich stelle mich jetzt hier in den Wind und versuche immer wieder den Schirm neu zu sortieren.
Genau, also ich bin ein Klettersteigter, was vor meiner Haustür ist, hochgegangen, habe da oben mich quasi auf die Klippe gestellt, auf der vorderen Seite ist es einfach steil runtergegangen, auf der Hinterseite ist ein bisschen eine Pufferzone gewesen, wo ich zurückspringen können hätte, wenn jetzt was gewesen wäre und so habe ich das Ganze dann eigentlich zum Trainieren begonnen.
Jetzt auf dem Riesenrad hattest du ja keine Pufferzone, sondern da ging es rechts, links, vorne, hinten, ging es überall runter und das Dach, soweit ich das gesehen habe im Bild, das Dach von dieser Kabine ist ja auch leicht gewölbt, also es zu den Seiten hin dann wahrscheinlich auch schnell rutscht, was heißt rutschig, aber schneller, dass man da dann irgendwie abrutschen kann und sowas. Wie hast du das da gemacht? Hast du dich irgendwie gesichert?
Das Dach, das ist gekrümmt, also das Maximalmaß des Daches war 1,90 m mal 3,90 m oder 1,80 m mal 3,90 m ist gekrümmt und da habe ich jetzt natürlich den äußeren halben Meter links und rechts eigentlich verloren gehabt, weil der ist eigentlich nicht wirklich begehbar gewesen, weil ich da abgerutscht wäre. Von dem her war bei meiner Vorbereitung wirklich, ich bleibe auf dem Punkt, wo ich stehe, bleibe ich einfach zu 100 % stehen und ich muss das quasi schaffen, dass ich den Schirm auf dem Stand quasi in die Höhe bekomme. Ich wollte das eigentlich ungesichert am liebsten machen, hat mir aber die Behörde dann nicht zulassen.
Also ich habe eine Sicherung einbauen müssen, um das Ganze einfach genehmigt zu bekommen, habe da quasi ein riesengroßes Sicherheitskonzept quasi erstellen müssen, um das überhaupt durchzubekommen und von dem her war dann, ja okay, ich muss da eine Sicherung quasi anlegen. Die Sicherung ist kosmetisch schön, nutzen tut es jetzt nicht massiv viel, weil wenn ich mit der Sicherung runtergefallen wäre, wäre ich quasi kopfübergehängt und wäre halt so seitlich auf den Waggon oder drunter quasi durchgeschwungen. Also das wäre eine Situation gewesen, die hat es stets zu vermeiden gegeben, weil das wäre ziemlich ungemittelt geworden.
Das hieß aber trotzdem, dass du für den Start dann, bevor du dann wirklich losstartest, musstest du auch noch als zusätzlichen Schritt diese Sicherung lösen.
Ja, genau. Für den Punkt habe ich mir natürlich auch viele Gedanken gemacht, wie mache ich das jetzt? Weil natürlich, auf der einen Hand habe ich den Schirm, auf der anderen Seite habe ich die Tragegurte, ich wirf den Schirm, der geht in den Wind, dann muss ich natürlich mit den Bremsen meinen Schirm kontrollieren und jetzt da oben auf 65 Meter Höhe, wo ich jetzt nicht wirklich einen Bewegungsradius habe, dass ich jetzt den Schirm untergehe oder irgendwas, wenn der jetzt auf der Seite geht, war das keine Option jetzt, dass ich die Hände von den Bremsen weggebe und mich quasi von der Sicherung trenne. Von dem her haben wir uns da zusammengesetzt, da hat mir ein Freund dann geholfen, der Jan, wie wir da was machen können, dass sie quasi das Seil dann da total rausziehen, ohne dass ich jetzt da bei mir was trennen muss.
Genau, von dem her habe ich da permanent die Kontrolle über meinen Schirm quasi halten können.
Wie viele Versuche hast du gebraucht, bis du letzten Endes starten konntest?
Der vierte Wurf war der, wo ich dann runtergeflogen bin. Beim ersten Wurf war zu wenig Wind, also in der Stadt, das war so ein neues Phänomen für mich, weil natürlich in der Stadt, auf einem Hochhaus oder irgendwo, bin ich ja noch nie gestanden und in der Früh ist der Wind da eigentlich recht turbulent gewesen. Also die Winkelschwindigkeiten haben die ganze Zeit variiert. Das sind nicht so Böen gewesen, die aus der Stadt rausgegangen sind oder eben was die Stadt da angesagt hat. Es war von 30 km/h bis einfach 5 km/h war da alles dabei in der Zeit, wo ich da oben war.
Da dann den richtigen Moment zu finden, ich habe natürlich erst angefangen, ja okay passt, das fühlt sich jetzt richtig an, also ich habe das ja nie jetzt so auf das km/h genau sagen können, was braucht es da jetzt dort. Ich habe da dann quasi so gedacht, okay passt, jetzt kommt eine gute Phase, da ist gerade so eine starke Böe nachgelassen und hätte die Phase quasi genommen, habe da den Schirm dann geworfen und der Wind war halt einfach nur weniger, ist weniger geworden quasi und von dem her, da hat sich am Schirm nicht recht viel bewegt. Also ich habe das Paket halt so nach hinten geworfen, das ist einfach seitlich runtergefallen. Das war so der erste Versuch, der zweite Versuch, der wäre eigentlich super gewesen. Da hat der Schirm schon schön Luft gefangen, er ist schön hochgekommen, ich bin aber in dem Moment quasi ein bisschen blöd gestanden.
Der Schirm ist mir dann so seitlich quasi über den Waggon runter und ich habe den da jetzt nicht mehr über die Bremse quasi wieder hochführen können und zu einem gewissen Grad quasi hätte ich da noch einschreiten können, aber ich hätte dann quasi, ja mich seitlich quasi bewegen müssen und von dem her habe ich ihn dann einfach seitlich auch dann runterbremsen und habe das lassen. Das war so der Schlüsselmoment dann irgendwo, das was für den nächsten Wurf natürlich das Problem war. Der Schirm ist seitlich runtergefallen und ich habe dann jetzt nicht gesehen, okay, wie hat sich der Schirm da unten jetzt verdreht. Es ist dann natürlich Wind gewesen. Jetzt habe ich den Schirm dann quasi wieder hochgerückt und jetzt war der dann schon ich glaube einmal mehr verdreht. Jetzt haben wir den quasi ausgedreht, wie wir halt glauben, dass das jetzt richtig ist
und habe das Ganze dann wieder vorbereitet. Beim dritten Wurf habe ich dann das Problem gehabt, dass ich den Schirm geworfen habe und habe da irgendwo eine Leine quasi ineinander und habe da so einen Tension Knot reingekriegt und ich habe das einfach weggeworfen und dann war einfach so ein riesengroßer Knoten vor mir. Von dem her ist es da dann nicht mehr gegangen. Das war dann so der Moment, wo ich dann kurz mal so ein bisschen, ja sagen wir mal nervös geworden bin und so gedacht habe so Shit, das könnte es jetzt gewesen sein. Also wenn ich den Knoten da jetzt oben nicht raus bekomme, muss ich runterfahren, muss den Schirm quasi ganz auslegen, muss die ganzen Leinen wieder sauber kontrollieren, muss dann wieder hochfahren und aber dadurch, dass wir doch auch ein bisschen Zeitdruck gehabt haben, weil wir das einfach nur in der Früh machen können haben, habe ich da schon so, man dachte okay, das könnte jetzt sein,
dass das jetzt einfach dann nichts mehr wird. Habe dann natürlich meine Techniken, die wir so erlernt haben oder was wir beigebracht haben, alle angewendet, habe dann versucht, das wirklich so gut wie möglich quasi zum Freikriegen, ist mir dann auch zum Glück gelungen und der vierte Wurf war es dann. Also da ist perfekt kommen, Schirm schön über mir stabilisieren können, Sicherung entfernen und ja dann ist es schon ab in Prater auf dieses große Jochen Schweizer Branding quasi draufgegangen. Und ja, da war das Geniale einfach dann. Also da dann unten zum Stehen war irgendwie so, habe ich das jetzt wirklich gemacht? Habe ich jetzt wirklich die, den ganzen Prozess da durchbekommen
und die ganze Masse, was ich da bewegt habe. Ich habe ja 35 Leute mitgehabt, dass ich das Projekt quasi realisieren kann. 35? 35 und ich kriege gerade wieder Gänsehaut.
Das war einfach, ja war einfach so, so genial. Ich kann das ganz schwer in Worte fassen, was da durch mich durchgegangen ist, das dann wirklich in die Tat umsetzen zu können.
Wie lang war der eigentliche Flug?
Tja, ich habe ehrlich gesagt noch nie die Sekunden jetzt rausgezählt, aber so von Wurf bis zur Landung ist glaube ich so eineinhalb Minuten vergangen. Also der Flug selber, der war ein paar Sekunden.
Ist denn dann so ein Flug, es gibt ja so Sachen, wenn man so Extrem -Erlebnisse hat, dass die Zeit dann langsamer läuft, so für einen, man nimmt das ungeheuer intensiv wahr. War das für dich auch so ein Erlebnis?
Nein, eigentlich nicht. Also ich habe jetzt nie so, dass ich jetzt mal denke, das ist jetzt extrem schnell gegangen oder das ist jetzt extrem langsam gegangen. Das ist aber glaube ich aufgrund von dem, dass ich ja in der Agrofliege bin, in der Fliegerei recht aktiv bin und eigentlich meine ganzen Fähigkeiten durchs Agrofliegen gelernt habe und man da einfach auch oft Situationen hat, da muss man einfach mit dem umgehen, was man hat und da jetzt irgendwie auf Pause drücken oder so, funktioniert das einfach nicht. Da musst du halt einfach jetzt handeln. Von dem her habe ich da glaube ich recht eine reale Zeitentschätzung, was da in den Momenten passiert.
Nun hast du das erfolgreich durchgezogen. Das Ding ist dann auch, also die Bilder dazu und sowas sind dann auch in die Medien gekommen. Hast du denn dein Ziel, wo du sagst, ich wollte auch irgendwie ein positives Bild vom Gleitschirmfliegen in die Medien transportieren, würdest du sagen, das hast du erreicht von dem, was du bisher so als Feedback da drauf bekommen hast?
Definitiv. Also ich glaube, wir haben die Ziele, die ich mir gesetzt habe, massiv übertroffen. Ich hätte nicht gedacht, beim Anfang vor der Idee, dass das wirklich so groß dann wird und dass wir wirklich so eine mediale Reichweite kriegen. Also wir sind von Österreich über Hawaii, China, Amerika, wir sind überall in den Nachrichten und im TV gewesen. Ich glaube, wir haben mit dem Projekt, ist mir das gelungen, dass wir unseren Gleitschirmsport einer größeren Personengruppe gezeigt haben.
Springt denn für dich dann bei so einem Projekt auch was raus? Du lebst ja auch teilweise vom Agrofliegen. Also bleibt da auch was hängen oder ist das eigentlich so ein Projekt, wo man sagt, das ist letzten Endes mit 35 Beteiligten und ein Jahr Vorbereitung mindestens und sonst was allem. Also die ganze Zeit, die du da reingesteckt hast, es ist eigentlich mehr ein Prestigeprojekt oder ein Herzensprojekt, aber nicht, wo man sagen kann, das sind Projekte, mit denen man letzten Endes Geld verdient.
Das ist nicht mein Zugang, dass ich jetzt mit dem Geld verdiene. Das war nie so das, okay, mach das jetzt, weil ich jetzt da Geld draus verdienen will, sondern ich habe das jetzt mehr für den Sport gemacht. Natürlich für mich auch einfach aufzuzeigen, Grenzen sind verschiebbar. Es ist durch Sponsoren wie Jochen Schweitzer, Samsung, Glorify, Advance, ist das Ganze einfach dann wirklich auch umsetzbar geworden, weil natürlich ich habe extrem große Ausgaben gehabt von den ganzen Behörden, die ganzen Genehmigungen, das ganze Team, was natürlich anreisen muss. Das muss in ein Hotel, das muss was essen, das muss was trinken.
Also ich habe extrem große Ausgaben gehabt, aber eben durch so starke Sponsoren mit denen, was ich da jetzt einfach zusammenarbeite, ist das Ganze einfach auch wirklich umsetzbar geworden. Also die Rechnung ist noch nicht fertig gerechnet. Ich bin immer noch bei den ganzen Sachen am Verarbeiten, aber es sollte was überbleiben. Aber eben das ist für mich jetzt nicht wirklich wichtig. Ich würde das Geld halt jetzt dann für das nächste Projekt quasi wieder investieren und weiter solche Vorhaben umsetzen zu können.
Kannst du schon nennen, was das nächste Projekt sein wird? Oder ist das so was, wo du sagst, na, ich habe da eine Vision, aber da erzähle ich lieber noch nichts drüber?
Es gibt eine ganze Liste an Sachen, die ich noch machen will, aber da kann ich jetzt detailliert, möchte ich ehrlich gesagt noch nicht detailliert darauf eingehen, aber ich glaube, weil zum Schluss ich einfach bis zu dem Tag, wo das passiert ist, ja nicht weiß, war das ein Blödsinn, was ich da gemacht habe? Ist das überhaupt umsetzbar, was wir da vorhaben? Oder ja, von dem her, ich möchte jetzt quasi in so Sachen bin ich da eher dann ein bisschen diskreter und sage jetzt nicht, ich mache jetzt das und ich mache jetzt das und mache jetzt das und am Schluss stehe ich da und komme drauf, okay, kann es eigentlich doch gar nicht machen, weil es wettertechnisch oder aus irgendwelchen anderen Gründen einfach gar nicht möglich ist.
Aber definitiv, es kommen weitere Sachen, die was, glaube ich, spannend werden können.
Ja, dann bin ich mal gespannt, was da von dir noch so kommt. Wenn dich jemand fragt, was bist du, also beruflich oder sowas, sagst du dann, ich bin Agro -Pilot oder was sagst du? Oder sagst du, ich bin Stunt -Pilot, weil du jetzt solche Stunts machst, die eigentlich nicht unter das klassische Agro -Fliegen fallen?
Ich bin zwei Sachen eigentlich. Also eigentlich, wenn man jetzt mit meiner ganzen Vergangenheit, mit meinem, was ich erlernt habe und so, habe ich drei Sachen. Aber grundsätzlich sehe ich mich als Athlet. Dann quasi bin ich nur Sozialbetreuer und ursprünglich war ich mal Elektriker. Aber ich sehe mich eigentlich hauptsächlich als Athlet.
Und da, da habe ich natürlich meine Wurzeln im Agro -Fliegen. Also das Agro -Fliegen ist einfach das, was mich einfach massiv erfüllt. Und da, wo ich einfach die größte Freude habe. Aber natürlich auch so ein bisschen Streckenfliegen, ein bisschen Hiken, so Sachen sind auch definitiv in meinem Repertoire drinnen, die mir einfach Freude machen, die ich einfach auch gerne mache. Ein Teil ist halt einfach auch da, die Stunts zu machen. Ist jetzt natürlich fraglich, okay, was ist jetzt ein Stunt? Für den einen ist das ein Stunt, für den anderen ist das kein Stunt.
Kurz gesagt, ich würde mich als Athlet sehen.
Ich würde jetzt sagen, Stunts sind immer Sachen, die ein gewisses Risiko bergen dann auch und die irgendwelche Aufgaben, Bewegungsabläufe oder sonstiges beinhalten, die nicht jedermann einfach so mal machen kann, sondern wo man dann schon sich was trauen muss, aber auch was können muss dann dafür. Wie bist du eigentlich dahin gekommen, so ein sehr guter und auch teilprofessioneller Akropilot zu werden, sag ich mal?
Wie bin ich da hingekommen? Ist eine gute Frage eigentlich. Also ich habe nie gedacht, dass ich mich so verwurzel in dem Gleitschirmsport, dass das so ein wichtiger Teil in meinem Leben wird. Ich bin da irgendwie zufällig hingekommen. Ich war immer schon fasziniert von der Fliegerei. Früher habe ich noch im Flachland gewohnt. Da habe ich vom Gleitschirmfliegen, ich habe vielleicht einmal ein Bild gesehen oder so, dass das irgendwo geben sollte. Habe aber da glaube ich auch noch den Unterschied zwischen Fallschirmspringen und Gleitschirmspringen, was jetzt ja so eigentlich die Masse ja eigentlich auch nicht auseinanderhalten kann.
Ich weiß jetzt eigentlich gar nicht, ob ich da den Unterschied schon erkannt habe. Das mit der Fliegerei hat dann begonnen, mit einem Freund von mir beziehungsweise mit einem Ex -Freund von meiner Schwester. Die sind Segler geflogen und PPL, also Motorflugzeuge geflogen. Da bin ich dann oft einmal mitgekommen, sind dann da einmal geflogen. War dann irgendwie so, okay, ich möchte einen Segelschein machen, möchte einen Motorsegler machen. War da aber noch finanziell jetzt nicht so einfach, das jetzt irgendwie machen zu können, beziehungsweise ist da einfach ein immenser Zeitaufwand drin. Ich bin da in meinem Beruf als Elektriker gerade sehr intensiv unterwegs gewesen, habe sehr
viele Baustellen da quasi gemacht, habe sehr viel gearbeitet
und bin da dann irgendwie auf das Kommen Kiten. Kiten wäre doch auch super und Kiten kann man am Land, wir haben große flache Wiesen, wo man das Ganze machen kann, hat man dann mit einem anderen Freund einfach mal Kiteausrüstung gekauft. Wir haben vorher nie einen Kiten da gekauft, haben das einfach mit der Hand gehabt. Sind dann auf die Wiese gegangen, haben das einfach über Try and Error versucht. Wir sind viel durch die Wiese gezogen worden, viele Bleiflicken. Vorher natürlich, ja, war so die erste Berührung mit einem Schirm so mal. Sind dann im Winter Snowkiten gegangen, im Sommer sind wir Landkiten unterwegs gewesen und das habe ich halt dann gemacht. Bin dann aufgrund dessen, weil wir ja in Österreich quasi,
Zivildienst oder Bundesheer quasi machen muss, da war dann so, okay, ich möchte eigentlich die 9er -Tauglichkeit erreichen. Das ist so die höchste Tauglichkeitsstufe, die man in Österreich erreichen kann. Wenn man diese hat, kann man quasi zum Bundesheer gehen und wollte mich da dann eigentlich als Flieger ausbilden lassen. Also das wäre so die Idee gewesen. Hat es dann bei der Stellung in eine ganz andere Richtung ausgeschlagen. Dadurch, dass ich Asthma habe, leichte Sehschwäche, habe ich da einfach die Tauglichkeit absolut nicht erreicht und dann habe ich gewusst, oder das war eigentlich so meine Entscheidung. Wenn ich eine 9er -Tauglichkeit habe, dann gehe ich zum Bundesheer und versuche da eine Fliegerausbildung zu machen.
Wenn ich die nicht erreiche, steht für mich fest, gehe ich in den Zivildienst. Ist dann so gewesen, bin dann quasi in den Zivildienst gekommen und habe da am ersten Tag mittlerweile sehr guten Freund und Stefan kennengelernt. Und von dem der Bruder, der da war, ist Gleitschirm geflogen. Die waren so eine kleine Clique. Die sind ab und zu mal wo fliegen gegangen und sind da mal so ins Reden gekommen und der hat gesagt, kommst du mal mit auf so einen kleinen Hang bei uns in Oberösterreich? Du kannst das Ganze mal ansehen, du kannst das Ganze mal probieren. Da war dann so, also da hat sich die Weiche dann so gestürzt in das ganze Gleitschirmfliegen. Wir haben das gemacht und an dem Tag war klar, okay passt, wir haben die Flugschule angerufen, wir kommen zum Schnuppertag und haben dann in einer Woche
quasi die Grundschulung gemacht, haben die ganzen Übungshangflüge gemacht, haben den 300 Meter Flug gemacht und sind dann quasi auf den Berg gegangen und haben da unseren ersten Flug gemacht. Da habe ich dann gesehen, man kann Überschläge mit einem Gleitschirm machen und war da absolut fasziniert davon und habe dann quasi gesagt, ja das will ich machen. Das
hast du aber bei anderen gesehen, das ist dir nicht als Überschlag passiert. Nein, das ist
mir zum Glück, ja zum Glück ist mir das zu dem Zeitpunkt nicht passiert, weil ich habe halt einfach auch nicht gewusst, was das jetzt ist oder was da jetzt gerade passiert.
Genau, habe halt da gesehen, du kannst Überschläge mit einem Gleitschirm machen und habe gesagt, okay passt, das will ich machen.
Also einfach vom Angucken warst du angefixt und hast gesagt, okay, ACRO ist meins.
Ja, ich habe halt irgendwie so das Ziel vor Augen gehabt, okay, ich möchte mal mit einem Gleitschirm einen Überschlag machen. Das war irgendwie so das Ziel, was ich dann länger verfolgt habe. Die Clique, was wir da dann gehabt haben, also wir haben dann so einen kleinen, inoffiziellen Verein draus gemacht. Wir haben sie dann quasi einen Namen gegeben. Wir waren dann die Parabomber Kopfing und war eine lustige Zeit, lustige Clique. Sind da von Fluggebiet zu Fluggebiet gefahren, haben da unsere Erfahrungen gemacht. Und ja, so bin ich eigentlich in das ganze Flieger -Dasein quasi reingerutscht. Und vielleicht ein Punkt, der mir heute erst so ein bisschen bewusst wird, war so, wie ich denen gesagt habe, ich will Infinity Tumbling lernen, haben die gesagt, nein, das geht nicht.
Du kannst das nicht machen, weil das können nur Leute, die quasi im Gebirge wohnen und wir wohnen im Flachland. Das kannst du jetzt nicht einfach so jetzt mal im Vorbeigehen quasi lernen. Da musst du extrem intensiv trainieren und ist quasi nicht möglich. Ich glaube, das könnte so ein Reiz gewesen sein, der vielleicht in mir was gemacht hat, wo ich eben wie jetzt da beim Riesenrad eben die Erkenntnis ist, so wie im Clique. Wieder so
geht nicht, gibt es nicht. Genau. Du hast gesagt, das
muss irgendwie doch gehen. Genau. Ich glaube, ich kann mich mit sowas irgendwie nicht zufrieden geben. Ich muss das dann halt selber erfahren und selber das Erlebnis machen und muss da an die Grenze kommen und sagen, okay, es geht vielleicht wirklich nicht. Es gibt Sachen, die gehen nicht. Also die gehen halt einfach mathematisch nicht. Aber das ist vielleicht sowas, das was mich anspornt.
Dann bist du in die Berge gezogen, um besser trainieren zu können oder hast du eine Möglichkeit gefunden, im Flachland Agro zu trainieren?
Das ist dann weitergegangen eben nach der, nach der Grundschulung und nach der ganzen Ausbildung haben sie wir dann recht schnell abgenabelt, weil wir jetzt nicht so Performanceflüge oder irgend sowas machen wollten. Also wir haben quasi unsere, unsere Mentoren quasi ja gehabt in unseren Cliquen da und sind dann in Gebiete gefahren und das Ziel oder da, wo wir uns gegenseitig so ein bisschen gebettelt haben, war so, wer bringt die meisten Meter, pro Sekunde sinken in einer Spirale zusammen und dann sind wir halt.
Also da war der Name Parabomber gewissermaßen im Programm.
Ja, das war dann natürlich, also unser Logo war so die Evolution von Paragliding. Ich glaube, das kennt jeder, wo quasi der Gleitschirm so fliegt und dann hängt er so im Baum und dadurch, dass wir auf unsere Hänge da sehr eingebaut wurden von Bäumen, hat jeder mal so das Erlebnis gehabt, dass er mal irgendwo in einem Baum gewesen ist. Oder mal ein bisschen festgehängt irgendwo da vorbeigelaufen ist. So hat eins zum anderen irgendwie geführt. Das Problem, was wir da gehabt haben oder was ich damals gehabt habe, war, wir haben jetzt nicht wirklich so oder es hat zu der Zeit, also das ist jetzt mittlerweile 11 Jahre aus, hat es jetzt so eine Szene
so groß wie es heute ist, hat es einfach noch nicht gegeben. Da sind nicht so vereinzelte Leute gewesen, die da fliegen. Haben wir jetzt natürlich nicht besonders gut gekannt, weil wir halt einfach im Flachland gewohnt haben. Also bei uns waren das halt einfach Tagesausflüge oder Mehrtagsausflüge. Da sind wir in ein Fluggebiet reingefahren. Und das kennt ja jeder, wenn es so eine Fünf -Personen -Gruppe ist. Man schließt sich da jetzt nicht irgendwelche weiteren größeren Gruppen an. Man ist halt irgendwie so in seiner Bubble so ein bisschen drin. Social Media hat es zu dem Zeitpunkt auch noch nicht gegeben. Von dem her, was ich da gesehen habe, auf Facebook, das war der Schlögl und das war so mein absoluter Hero. Von dem habe ich mir die Videos angeschaut und studiert und habe aber da irgendwie einfach
nicht wirklich einen Leitfaden gehabt, wie man an sowas herangeht. Und das ist mir dann auch gleich nach der Schulung einmal kurz zum Verhängnis geworden, weil mein Gedankengang war irgendwie so, okay, Spiralen und was kommt nach den Spiralen? Ja, dass sich der Schirm quasi im Helikopter dreht. Und das war halt zu dem Zeitpunkt einfach massiv falsch. Nach dem Spiralen und nach ein paar Monaten quasi mit der Schulungsbestätigung sind wir halt dann mal nach Kössen gefahren und da war halt irgendwie so das Goal, okay, passt, heute lassen wir den Schirm mal andrehen. Ich bin rausgeflogen und habe so noch zum Stefan rübergeschrien, hey, schau mal, jetzt mache ich mal so einen Helikopter, wie ich es halt da im Video gesehen habe.
Und das ist ja ganz einfach. Du ziehst einfach zweimal an die Bremsen, gibst eine frei und dann dreht sich das und dann lässt du wieder aus und dann fliegt es einfach wieder.
Ja, in der Theorie ganz einfach, auf den Videos ganz einfach, in der Umsetzung ist Helikoptern, glaube ich, eines der schwierigsten Manöver zum Erlernen in der ganzen Akrofliegerei. Und wenn man einfach keinen Full -Stall nicht kann, noch nie einen Satz gemacht hat und eben das fliegerische Können bei Wing -Over, Spiralen einfach, ja, das es ist und natürlich Rollen, Nicken, die ganzen Basic -Manöver, Klapper ziehen und so Sachen, ist man definitiv noch nicht an dem Punkt, wo man Helikopter versuchen soll. Habe ich nicht gewusst, habe ich aber quasi gemacht, bin dann rausgeflogen, habe dann quasi den Schirm so gestallt beziehungsweise einen Sackflug gebracht und das hat er gedreht. Also es hat die ganze, also ich bin von oben bis unten.
Die Einleitung war gut noch. Die Einleitung war gut, ja. Ich habe nur nicht gewusst, wie komme ich da jetzt wieder raus? Und ich habe mir die ganze Zeit gedacht, ich muss den Schirm jetzt reparieren, der hat mir gesagt, der fliegt nicht, weil er irgendwie oben mir so eingedellt war und dann hat es wieder gedreht und dann hat es wieder gestoppt und habe halt da einfach ganz vergessen, mir fliegen B -Schirme. Eigentlich hätte ich nur die Hände hoch geben müssen und der wäre einfach wieder normal geflogen. Ich habe mich da wirklich die ganze Höhe quasi damit beschäftigt, das irgendwie wieder zum Fliegen zu bekommen. Ist mir nicht gelungen und irgendwo ist dann der Punkt gekommen, okay passt, ich kann das nicht mehr machen und habe irgendwie so in dieser Zeit noch, wie natürlich mit der ganzen Ausrüstung und so Sachen, das haben wir nicht gewusst, dass man sich mit dem
so näher auseinandersetzen müssen. Ich habe halt von der Flugschule das drinnen gehabt, okay, wenn irgendwas ist, da hast du den roten Griff, dann haust raus und ich habe mir halt dann, oder das Mindset von uns war halt so, ja, dann ist wieder alles gut. Ja, wie ich später herausgefunden habe, ist definitiv nicht so. Also am Retter zu hängen ist jetzt keine angenehme Situation. Hast du damals den Retter gezogen, um aus dem Heli rauszukommen? Ja, eben, bin dann quasi so tief gekommen, dass ich entschieden habe, okay passt, ich muss jetzt den Retter werfen. In dem Moment, wo ich den Retter geworfen habe, habe ich natürlich die Bremse ausgelassen.
Ja, und ich glaube, jeder weiß, wie das dann ausgeht. Der Schirm hat ein bisschen geschossen, ist wieder schön geflogen und hinten ist so eine Fahne nachgehängt und der Retter ist gerade und ich hätte dann nur versucht, nach hinten zu greifen und den Retter wieder reinzuziehen, weil jetzt bin ich ja wieder geflogen. Ist natürlich nicht gelungen und der Schirm ist halt, ja, nach vorne geschossen dann und ich bin halt am Retter gehängt und bin dann in gewissen Teil einer Bergrettungsübung geworden. Also die Bergrettung an dem Tag hat eigentlich eine Übung gehabt und ja, ich war dann der Übungsgegenstand.
Hat ja auch noch was Positives auf gewisse Weise. Aber das war dann nicht der Punkt, wo du dann gesagt hast, oh, jetzt stelle ich mal alle meine Aggro -Ansprüche oder Ziele irgendwie zurück. Das ist jetzt ein schlechtes Erlebnis, sondern das war eher Ansporn für dich.
In dem Moment noch nicht. Also da haben wir halt dann so kurz gedacht, okay, passt. Es ist nicht so ohne, wie ich am Anfang gedacht habe. Es sind da definitiv Gefahren da mit denen, was ich nicht kalkuliert gehabt habe. Eben wir sind unser kleiner Bubble gewesen, wo wir sicher eine Situation noch nie gehabt haben. Hab dann kurz mal so überlegt, okay, ist das das Richtige für mich oder ist das eigentlich nicht wert, da jetzt zu so einem Risiko einzugehen. Wir haben dann aber zum Glück und das war was, das was ich recht schnell schon angefangen habe. Wenn was schief geht oder was schief gegangen ist, das Zeug sofort wieder zusammenbacken, wieder am Berg rauf und einfach gleich wieder einen Flug machen, dass das einfach jetzt dort mal das Erlebnis quasi wieder neutralisieren.
Überschreiten. Ja, genau, genau. Und jetzt nicht mit dem quasi nach Hause fahren. Ist nicht gegangen zu dem Zeitpunkt, weil mein Schirm war dann kaputt. Also ich habe da mein Epsilon in mehrere Teile zurückbekommen wieder, weil die Bergung jetzt nicht so einfach war. Habe mir dann aber von einem Freund einen Schirm ausgeliehen und habe am nächsten Tag mit dem oder am selben Tag, am selben Tag nicht, aber kurz darauf habe ich gleich wieder einen Flug nochmal gemacht, um einfach da wieder ein gutes Erlebnis quasi zu haben. Aber dann ohne Heli. Absolut, ja.
Da habe ich
so, das war der Punkt, wo ich so gemerkt habe, okay, es ist jetzt nicht so einfach wie in den Videos, wie es öfter ausschaut, wo Sachen massiv einfach sind und in der Realität wird wirklich anders ausschauen und es hätte einfach mehr gebraucht.
War das denn aus deiner Agro -Karriere im Grunde so, das negativste Erlebnis, das du bisher hattest?
Nein, das negativste Erlebnis war das nicht. Das negativste Erlebnis, was ich gehabt habe, war in La Reunion auf einem Wettbewerb, da wo ich mit mir selber eigentlich schon abgeschlossen gehabt habe und mir gedacht habe, okay, da komme ich nicht lebend raus.
Es ist das passiert, ich habe mich qualifiziert unter den 15 besten, agro -Piloten weltweit und wir sind da quasi nach La Reunion eingeladen worden für einen Bewerb, wo wir ausschließlich aus dem Hubschrauber über D -Bag ausgestiegen sind. Ich habe zuvor noch nie D -Bags gemacht, von dem her habe ich von den anderen Piloten etwas damit worden, das D -Bag packen quasi gelernt. Ich habe mir das zu Hause mal von einem Freund zeigen lassen, aber war da natürlich noch nicht so, dass ich jetzt gesagt habe, okay, passt, ich packe das jetzt so und so ein, wie es heute ist und das passt so. Das Problem war dort, wir sind bei Bedingungen gesprungen, wo der Wind einfach viel zu stark war.
Wir haben, bevor wir mit dem Heli eingestiegen sind, schon gesagt, da ist aber gescheiter Wind und ist das schon jetzt noch gescheit, aber irgendwie so, ja, Bewerb und alle anderen Steigungen, du kannst jetzt da quasi nicht einfach, also kannst schon, aber heute weiß ich so, okay, mache ich nicht mehr, wenn ich vorher schon so Gedanken habe, dann mache ich so Sachen definitiv nicht mehr. Auf jeden Fall war es eine Verkettung von mehreren Sachen. Zum einen extrem starker Wind, dann quasi war auch noch, hat der Wind vom Land ins Meer rausgeblasen, das heißt, wir haben über Land schon quasi gedroppt. Der Hubschrauber ist zu schnell geflogen, nein, nicht zu schnell, ich war im Downwash vom Heli.
Das heißt, vorher haben wir schon ein paar Rounds gehabt, da ist alles gut gegangen, also so von der Situation her habe ich gewusst, also war das ein gutes Gefühl, aber da bei dem Sprung dann eben dadurch, dass der Wind so stark war, dann war der Heli, ist zu langsam geflogen und ich war voll im Downwash. Ich bin da rausgesprungen und habe irgendwie so gefühlt, dass der Wind das Paket so entgegenkriegt. Also die Leinen waren wirklich, die sind wirklich durchgehangen, bin dann quasi recht weit geflogen. Der
Downwash hat dann quasi die Kappe schneller zu dir runter gedrückt, als du gefallen bist. Ja, genau.
Und irgendwann hat es dann einfach einen Schnalz gemacht und das Paket hat sich aber in der Zwischenzeit schon mehrmals gedreht gehabt, hat aber nirgends quasi Luft gefangen. Und irgendwann ist dann einfach so ein Schnalz gewesen und es ist aufgegangen und ich habe einfach so acht Tage, zwei Twists auf einmal gehabt. Und so, wenn es mir jetzt eintwistet, habe ich schon gewusst, wie ich reagiere, dass ich einfach die Außenseite ein bisschen tiefer ziehe und dann dreht sich das automatisch aus. Und ich habe das gemacht und es hat so gedreht und gedreht und gedreht und bin aber irgendwie einfach nicht rausgekommen aus den ganzen Twists. Und was vielleicht noch wichtig zu wissen ist, ist in La Reunion ist die Gefahr von einem High angegriffen, zum Werden recht hoch.
Wie wir nach La Reunion gekommen sind, war ein paar Wochen vorher so in Ufernähe eine High -Attacke auf einen Schwimmer. Und das war halt so irgendwie so der Kernpunkt, der in meinem Kopf war, so Shit, da sind jetzt überall High unter mir. Habe halt quasi da noch versucht, irgendwie aus den Twists rauszukommen und irgendwann war halt einfach der Punkt, okay, ich komme da nicht raus, ich muss jetzt einen Retter werfen. Habe da einen Retter geworfen und habe jetzt, bin so auf den Retter gehängt und habe den Schirm, wie man es halt eigentlich macht, quasi zu mir hergeholt. Habe da jetzt da noch nicht gespürt gehabt, dass da jetzt so extrem viel Wind ist. Habe den Schirm quasi eingeholt und habe dann die ganze Zeit so ins Wasser geschaut und so Shit, High, High, High. Habe irgendwie Angst vor den Highen gehabt.
Bin dann am Wasser aufgekommen und in dem Moment habe ich gewusst, okay, die High sind jetzt nicht mehr mein Problem.
Der Rettungsschirm hat sich sofort zeitlich ins Wasser gelegt und ich bin da mit einer irrsinnigen Geschwindigkeit über das Wasser drüber gezogen, habe natürlich den Gleitschirm eingeholt gehabt, habe überall quasi die Leinen und den Gleitschirm quasi gehabt und dadurch, dass es mir so seitlich weggezogen hat, hat es mir den Kopf ins Wasser gedrückt und habe da Schwierigkeiten gehabt, wieder Luft zu erwischen. Habe da versucht natürlich zu kämpfen, irgendwie den Kopf aus dem Wasser zu kriegen und was…
Hattet ihr den Rettungswesten, weil ihr auch über Wasser da geflogen seid? Der
Wettbewerb fliegen wir eigentlich nie mit Schwimmwesten, weil eine Rettungscrew im Wasser ist und das war der entscheidende Punkt, warum das so gefährlich geworden ist. Die Wasserrettung ist dort einfach viel zu spät weggefahren. Dadurch, dass so starker Wind ist, hat es mich da gleich so weit weg getrifftet, die anderen Fliegerkollegen haben die Wasserrettung schon angeschrien und haben gesagt, fahrt's, fahrt's, fahrt's, der hängt jetzt gleich am Retter. Also die haben ja das schon sehr bald gesehen, dass das jetzt out of control geht und die haben einfach nichts gemacht. Die sind da einfach nur gestanden und es war ein Boot und Jetskis waren zur Verfügung und irgendwann sind die halt da mal weggefahren, relativ spät schon und der mit dem Jetski ist zu mir hergekommen und hätte irgendwie so versucht, also mich so auf das Jetski zu bringen, dass er das Jetski quasi raufhebt.
Wir sind da natürlich so gefühlt mit 40 km/h über das Wasser drüber geglitten. Der hat seine Hand hergegeben, den hat's ins Wasser, das Jetski hat's umgedreht und wir waren einfach gleich wieder, weiß ich was, wieviel Meter weg von dem. Dann ist das Rettungsboot quasi gekommen und das Hauptproblem war, die haben nicht gewusst, wie man einen Retter zerstört, wenn der im Wind steht. Und jetzt hab ich quasi schon komplett erschöpft, denen irgendwie, also La Réunion gehört ja zu Frankreich, sind jetzt nicht so mächtig in Englisch, irgendwie nur versucht zu erklären, wie sie jetzt machen müssen, dass sie den Retter, also sie haben immer an mir gezogen und ich hab gesagt, nein, nicht an mir, sondern da am Retter, ihr müsst den Retter quasi zerstören, dass wir quasi mich aus dem Wasser bekommen und es ist irgendwie nicht gelungen.
Sie haben mich dann mit vier, fünf Mann auf das Boot raufgezogen und dann hab ich ihnen mit meinen letzten Kräften irgendwie so noch gezeigt, wie sie jetzt da den Retter quasi eben über die Mittelleine einfach zerstören. Und dann haben wir den auch herinnen gehabt und dann hat, legt er den einfach im Boot so hin und natürlich, bumm, Retter wieder aufgegangen und mich wieder fast über das Boot quasi runtergerissen.
Ja, es war jetzt ein bisschen länger, als was jetzt, es war jetzt sehr detailliert, aber das war so, das war das Erlebnis, wo ich eigentlich mit mir abgeschlossen gehabt hab, so in dem Moment, wo ich den Kopf unter Wasser gedrückt, gekriegt hab und da sehr viel Salzwasser schon getrunken hab und da irgendwie gesucht hab, wo ich da jetzt noch Luft erwischen kann. Das war so das schlimmste Erlebnis, was ich in dem Sport gehabt hab. Und seitdem mach ich auch, wenn wir irgendwo Bewerbe haben oder irgendwas, frage die Wasserrettung extra noch, ob sie wissen, wie sie in solchen Situationen umgehen und ich bin erstaunt, dass so wenige Leute wissen, wie sie da handeln müssen.
Also man muss da oft Sachen erklären, was man eigentlich so denkt, okay, da werden Sachen veranstaltet und ihr wisst eigentlich nicht, wie man einen Retter aus dem Wind rausbekommt.
Das heißt, um das jetzt auch nochmal hier klarzustellen, wenn hauptsächlich die Mittelleine ziehen, dass das dann wirklich dann, der in sich zusammenfällt,
letzten Endes. Genau und die muss man aber hochgreifen, also man kann jetzt nicht die Mittelleine unten, wo die Leinen quasi auseinander gehen, ziehen, sondern man muss da wirklich einen Meter oder einen zweiten Meter reingreifen oder wenn man einen halben Meter und dann nimmt man einfach die Leine und zieht die, bis das der Rettungsschirm quasi dann nach außen hin zusammenfällt, so hat er einfach dann keine Chance mehr und festhalten dann. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, nicht das dann einfach irgendwo auf die Seite legen, weil gerade so Rundkappen, die fangen einfach, wo Luft und Gen aufhören.
Wie bist du mit dem Erlebnis umgegangen? Bist du dann auch zu sagen, wie vorher auch, ich fliege am nächsten Tag direkt wieder, um das aus dem Kopf zu kriegen, also hast du am nächsten Tag direkt wieder einen D -Bag -Sprung in La Réunion gemacht oder hast du gesagt, davon habe ich jetzt absolut genug?
Am nächsten Tag nicht, weil mein Schirm war natürlich mehrfach zerrissen wieder.
Ich habe extreme körperliche Beschwerden gehabt, ich habe meinen Nacken dann nicht wirklich mehr bewegen können, ich habe extreme Verspannungen gehabt, da hat sich die Organisation dann natürlich um mich gekümmert und haben mir dann Massagen und alles mögliche zur Verfügung gestellt, was möglich ist, haben mir dann auch den Schirm quasi noch repariert und zwei, drei Tage später habe ich das wieder eingepackt und habe dann quasi noch einen D -Bag gemacht, um einfach das wirklich auch wieder
mit einem guten Erlebnis abschließen zu können. Da hat dann einfach das alles wieder perfekt gepasst. Also es war wirklich einfach die Verkettung der Sachen mit viel zu viel Wind und der Hubschrauber zu langsam geflogen und die nicht eingeschulte Wasserrettung, was da und natürlich ich selber auch, weil ich hätte auch am Boden schon sagen können, okay, steigt jetzt nicht ein. War sehr großes Learning für mich, sind sehr prägende Erlebnisse gewesen, wo man einfach dann ja schauen muss, dass man ja entweder natürlich man kann lassen oder man beschäftigt sich mit dem Ganzen. Wir haben dann natürlich also wieder das erste Mal beim Heli am Retter gehängt bin.
Ich habe das dann sehr, sehr intensiv und stundenlang analysiert. Was ist da gewesen? Was hätte ich wo machen können? Und so glaube ich, habe ja recht schnell Fortschritte gemacht. Ich habe immer eine Kamera mit dabei, wo ich das filme und wenn dann irgendetwas gerade im Lernen jetzt gerade habe ich nicht immer wieder Kamera mit, aber gerade in dem Lernprozess habe ich immer gefilmt und habe das immer wieder analysiert. Was ist da passiert? Was kann man anders machen? Andere Leute gefragt, wie hätte ihr in der Situation reagiert? Und so glaube ich, habe ich recht schnell das ganze Agrofliegen erlernen können.
Ist das was, wie man vielleicht heute wirklich auch leichter, schneller, vielleicht auch sicherer Agrofliegen erlernen kann? Gerade diese viele Filmerei, dass man halt so viel, als Gegencheck hat und wirklich sehen kann, was habe ich eigentlich gemacht? Und ein anderer, der das vielleicht die Erfahrung hat, dann sagen kann, hier, ich kann dir genau erklären. Guck mal deine Handstellung an der Stelle an oder was auch immer. Also, dass man da wirklich viel, viel besser weiterkommt.
Definitiv. Also die sozialen Medien sind da natürlich, würde ich sagen, schon sehr ausschlagkräftig, was das ganze Erlernen vom Agrofliegen macht. Zum einen sehen wir einfach sehr viele, die was auf einem gleichen Level wie einer selber quasi fliegt. Eben von absoluten Beginner bis zum absoluten Profi gibt es dazwischen einfach alles. Und über Social Media sieht man einfach so viele. Und man sieht natürlich auch viele Umfälle, was ab und zu von Leuten gepostet werden, wo man dann einfach das auch analysieren kann und sagen kann, okay, das und das ist jetzt so und so ausgegangen aufgrund von der und der Reaktion.
Da ist Analyse immens wichtig in der ganzen Agrofliegerei.
Würdest du sagen, dass das Agrofliegen heute sicherer geworden ist, obwohl mittlerweile eigentlich immer extremere Manöver auch geflogen werden? Früher gab es kein Infinity Tumbling und früher gab es nicht die ganzen Twisted Manöver, wie sie heute geflogen werden. Würdest du trotzdem sagen, dass das Agrofliegen eigentlich sicherer geworden ist?
Ja, absolut. Wir haben viel bessere Ausrüstung, wir wissen, also der Wissensstand ist halt einfach immens gewachsen. Wir haben verschiedene Communities, wo das Ganze einfach auch gut beschrieben wird, wo man Rückfragen stellen kann. Das war ja dann auch so ein Punkt, einer der Beweggründe, warum ich dann irgendwann einmal die Austrian Agro League ins Leben gerufen habe, weil ich eigentlich genau solche Leute, wie ich das früher war, die wollte ich eigentlich abholen, die was einfach nicht gewusst haben, wo kann ich anknüpfen, wo kann ich hingehen, dass ich meine Fragen und in dem Stadion kommt man sich einfach vor, man stellt einfach blöde Fragen und es sind aber absolut keine blöden Fragen nicht.
Das sind genau das, das was unseren Sport einfach sicherer machen. Wir haben so viele oder eben jetzt in den elf Jahren, was ich fliege, ich habe so viele Erfahrungen gemacht, die sind nicht notwendig, dass die wer andere ein zweites Mal macht und über das möchte ich einfach über die Austrian Agro League einfach auch Leute quasi darüber informieren, das und das machst du so und mach das und das in der Situation so nicht, weil das wird quasi so oder so ausgehen. Von dem her, der Sport ist schon massiv sicher geworden. Das eine quasi jetzt vom Lernen her, das andere ist die Ausrüstung. Wir haben immer bessere Ausrüstung, also wie ich gestartet habe, da hat es eine Kreuzkappe gegeben, hat aber eigentlich keiner drin gehabt.
Da hat es Rogallo gegeben, aber war eigentlich die Leute überfordert, weil die nicht gewusst haben, wie oder was man damit macht. Jetzt ist das einfach das Standard, dem Agro fliegen. Du hast eine Kreuzkappe drin, du hast Rogallo drinnen und du hast eine Base im besten Fall. Also die drei Optionen sind einfach, du hast drei Rettungsgeräte und kannst einfach in jeder Situation super reagieren und hast für jedes Problem eigentlich fast eine Lösung. Was natürlich jetzt schon heißt ist, du musst dich mit dem Ganzen sehr intensiv auseinandersetzen. Also es bringt nichts, wenn ich jetzt im Schirm drinnen liege und ziehe meine Base. Das funktioniert einfach nicht. Also man muss sich schon sehr mit der ganzen Materie auseinandersetzen,
aber eben da gibt es so viele Leute, die sich einfach in der Thematik schon beschäftigen, die das einfach auch weitergeben können. Und von dem her sind wir da schon wesentlich sicherer unterwegs. Und dann auch die Gleitschirme. Also wer hätte sich vorstellen können vor zehn Jahren, dass wir aus einem Full -Stall das einfach schießen lassen können und wir sind im Infinity -Tumbling. Wir können gerade aus jeder Position können wir gerade den Schirm schießen lassen und sind im Infinity -Tumbling. Aus einer Heli -Ausleitung ist das aus allem möglich jetzt gerade. Also was sich da in der Schirmentwicklung einfach getan hat, ist schon beeindruckend.
Lass uns noch mal ganz kurz über die Austrian Acro League sprechen, die du auch gegründet hast, wie du sagst. Ist das ein eigener Verein oder wie funktioniert das?
Genau, also die Austrian Acro League habe ich glaube 2019 habe ich ein paar Fliegerkollegen angerufen und haben so quasi die Austrian Acro League ins Leben gerufen. Zum einen, um in Österreich einfach einen Verein zu haben, einen Agro -Verein, der was jetzt auf Bewerbe führt, für Bewerbe trainieren kann. Und aber mein Gedanke war einfach, ich will Leute, wie ich das früher war, die will ich abholen und will denen eine Plattform geben, wo die einfach alles fragen können. Wie gehe ich an sowas heran? Was ist notwendig? Das, was ich ja früher nicht gewusst habe, ist, dass du zwei Rettungsgeräte mindestens brauchst, also die sind ja dann später erst gekommen.
Wir sind am Krüppenstein hingefahren und dann ist mein Hero, der Schlögl, da gestanden und dann haben uns die quasi gesagt, Schritt eins, du brauchst zwei Rettungsgeräte. Schritt zwei, du nimmst einen D -Schirm und machst jetzt 100 Full -Stalls. Schritt drei, et cetera, et cetera. So ist das dann quasi weitergegeben. Und das ganze Wissen, was mir da dann über Umwegen weitergegeben worden ist, das will ich einfach auch weitergeben, um einfach unseren Sport sicherer zu machen. So haben wir quasi dann, sagen wir da, die Austrian Acro League quasi in die Gründung da gekommen. Wir sind ein Verein da, was sich über ganz Österreich quasi erstreckt. Also es ist jetzt nicht nur bei mir in Oberösterreich, sondern es ist von Kärnten, Tirol, es ist quasi wirklich in ganz Österreich der Verein quasi da.
Und die Grundidee ist einfach, eine Plattform zu haben, wo wir einfach alle Leute abholen können, die was einfach interessiert sind. Und es muss jetzt gar nicht Acro League per se sein oder jetzt, es muss nicht das Ziel sein, okay, ich will jetzt auf Bewerb fahren.
Es ist natürlich vom Namen her, haben wir da einen Namen gewählt, die Austrian Acro League, das scheint jetzt so, wie wenn das Level da extrem hoch ist. Das soll es aber, also das ist eher so, ja, das ist halt einfach der Name, der was uns halt da quasi gekommen ist, was wir da gemacht haben. Da habe ich gemerkt, okay, das hat am Anfang so ein paar Leute gehindert, weil das sind ja quasi die Profi -Flieger. Die sind in
ihrer eigenen Liga so ungefähr und das ist jetzt die Austrian Acro League, das sind dann so die wirklich Guten, die da noch zusammen trainieren irgendwie.
Ja genau, und das ist das aber gar nicht. Wir sind ein ganz, ganz bunter Haufen an Leuten von allen Richtungen, also welche, die was einfach interessiert sind am Acro -Fliegen, selber aber gar nicht das Acro -Fliegen. Andere, was uns einfach nur ein bisschen unterstützen wollen. Dann haben wir natürlich unseren Wettbewerb, unsere Wettbewerbspiloten und dazwischen einfach alles. Also
da haben wir glaube ich, oder ich glaube, das ist was gewesen, das hat es jetzt einfach so vorher noch nicht bei uns gegeben gehabt und das Loch wollte mit dem einfach füllen, um da den Sport sicherer zu machen.
Und andere davor bewahren, Fehler, die man selber gemacht hat, machen zu müssen.
Hat sich dadurch schon aus deiner Sicht was deutliches zum Besseren gewendet? Gibt es vielleicht jetzt auch durch diesen Anreiz mehr Acropiloten in Österreich und gleichzeitig mehr sicherheitsorientierte oder sicherheitsbewusste Acropiloten und Pilotinnen in Österreich?
Ja, meiner Meinung nach schon. Also gerade in der Acrofliegerei sind wir ja früher so als lebensmüde, als Wahnsinnige quasi hingestellt worden. Natürlich ist da so ein bisschen die Imagearbeit da dabei und ich glaube, mittlerweile haben wir gesehen oder die ganze Szene gesehen, die besten Sicherheitstrainer, die besten Trainings, die haben alle eine Acro -Vergangenheit. Wenn jetzt
Heli Schrempf oder Xandi,
Theo, was weiß ich, die ganzen Leute, glaube ich, sind so die, was die Sicherheitstrainings anführen, haben eben alle die Vergangenheit im Acrofliegen und so hat man quasi jetzt auch über die Jahre hat sich das ein bisschen geändert, das Ansehen von Acrofliegerei. Das Acrofliegen
unterstützt im Grunde die Sicherheit der gesamten Szene. Ganz
genau.
Eben am Anfang habe ich so wahrgenommen gehabt, okay, irgendwie sehen uns die alle an, als wenn wir Natter Selbstmörder sind und jetzt ist aber quasi, hat sich das schon so gedreht, okay, von denen können wir viel lernen. Jeder Streckenflieger, jeder XC -Flieger soll eigentlich in der Lage sein, seinen Schirm stallen zu können, weil du kriegst einfach irgendwo mal einen Klapper und den sollst du einfach recoveren können. Eben jetzt von der Austrian Acro League, glaube ich, haben wir da schon einiges bewegt, also eben wir wachsen stetig, man sieht auch, es ist Interesse da, wir machen auch Veranstaltungen dann, wo man einfach auch wirklich
einen Treffpunkt quasi sagt, okay passt, wir kommen jetzt da zusammen, wir gehen einfach miteinander fliegen und jeder kann jetzt einfach Fragen stellen, jeder kann jetzt sagen,
auf welchem Stand ist er, man analysiert sich gegenseitig, man fliegt in die Box raus, man macht jetzt einen Trick und der andere sieht, hey, okay, du hast da oder da einen kleinen Fehler gemacht, also da haben wir schon gute Fortschritte gemacht, gerade in den Gebieten, wo ich unterwegs bin,
sieht man schon, finde ich, dass die Sicherheit schon steigt und da einfach auch wirklich sinnlose Fehler einfach weniger gemacht werden müssen und die Community, die da wächst und ja, ist alles perfekt eigentlich, also ich habe es nie bereut, das Ganze in die Wege zu leiten, es ist natürlich ein organisatorischer Aufwand dahinter, um das Ganze da machen zu können, aber ich glaube, es zahlt sich aus und mit der Unterstützung vom Aero -Club dann auch noch haben wir dann quasi auch im Aero -Club jetzt quasi bin ich drinnen und können da einfach auch in die ganze Fliegerei quasi
flächengreifend in alle Sektionen quasi
rein ausstrahlen, gewissermaßen, ausstrahlen, ja genau, und die Leute wissen, okay, wenn die jetzt in der Flugschule wer ist und der sagt, hey, ich möchte mal aggro fliegen, dann wissen die, okay, passt, melde dich da doch mal. Was wir definitiv nett sind, ist, wir sind kein Ersatz für Sicherheitstraining, also wir machen jetzt keine Fachbetreuung oder irgendwas, also die beste Voraussetzung ist natürlich, man hat schon mal ein SAV gemacht und man weiß so die grundlegenden Sachen und will da einfach weitermachen.
Zum Ende hin würde ich gerne noch ein anderes Thema ansprechen, wo du auch so ein Spezialist drin bist. Du machst auch Synchrofliegen, aber auch Synchrofliegen, wo du mit dem anderen Piloten noch verbunden bist. Das nennt sich dann auch Kappenrelatives Fliegen. Erklär mal, was das eigentlich ist.
Das Kappenrelative Fliegen, das kommt aus der Fallschirmspringerei. Da wird das, also Canopy Relative Flying nennt sich das da im Skydiven. Da fliegt man sich wortwörtlich gegenseitig rein, klettert über die Leinen runter, verbindet sich und kann dadurch in Flugpositionen kommen, die so uns eigentlich nicht möglich sind. Also es ist da möglich, dass einer quasi normal fliegt und der andere, was drunten dranhängt, einfach upside down, also der fliegt einfach wirklich kopfüber stabil. Das ist so Kappenrelatives Fliegen. Aber das geht natürlich viel weiter noch.
Da sind so viele Sachen möglich, die was einfach ohne dem so jetzt nicht möglich sind. Genau das machen wir so eben auch nun. Und da sind wir halt viel für Shows quasi gebucht, wo wir das Ganze dann auch zeigen.
Ist das eigentlich besonders anspruchsvoll oder muss man sich das nur trauen, dass man sich mit einem anderen so verbindet und dann merkt man, die Kräfte, die heben sich eigentlich, also man kommt in so ein Kräftegleichgewicht vom Fliegen, kann dann nebeneinander herfliegen oder über und untereinander und sowas und fühlt sich dabei dann trotzdem eigentlich sicher? Oder ist das, wenn du so upside down da hängst, sagst du scheiße, wenn sich das jetzt einfach so löst, dann falle ich in mein Segel rein oder was auch immer?
Ja, definitiv. Also das ist jetzt nichts Alltägliches. Wir haben ja das jetzt selber auch nicht erfunden. Das haben ja die Renegades quasi das erste Mal mit Gleitschirmen gemacht. Die haben deren Wissen dann weitergegeben an das Team Freestyle und das Team Freestyle, das hat ja das Wissen quasi an uns weitergegeben. Also das ist jetzt was, das ist jetzt nicht sehr intensiv durch verschiedenste Piloten quasi erprobt worden. Natürlich sind das schon einige Personen, die das jetzt quasi so weit gebracht haben, wie wir jetzt gerade sind. Aber es ist jetzt nicht ohne das Ganze zu machen. Also die Kräfte, die steigen immens.
Normale Schirme würden das nicht aushalten. Also wir haben dafür Spezialausrüstung. Wir sind da, auch wenn es kurz aussieht, dass wir da mit so Serienschirmen unterwegs sind, die sind verändert. Die Leinen, würden das nicht aushalten, wenn wir das Downplane angedreht fliegen. Das hat sehr, sehr viel Training gebraucht, um das quasi machen zu können und ist sehr, sehr intensiv, also auch von den Körperbelastungen. Wir haben ja eigentlich nur immer eine G -Belastung, wo es uns quasi in das Kurzsack reindrückt. Das heißt, wir haben dann Schwierigkeiten, also das Blackout, was jetzt quasi man so ja kennt, wenn man jetzt einfach nur spiralt und dann quasi nicht auf seine Atmung schaut.
Das ist ja das, was man aus der Paragliderfliegerei eigentlich nur kennt. Das Problem, was wir beim kappenrelativen Fliegen haben, wir haben genau das Umgekehrte auch dabei. Das heißt, dass uns das ganze Blut in den Kopf drückt und wir quasi so Raid -Out bekommen. Also das belastungstechnisch ist das sehr, sehr herausfordernd und wir, wir können da immer nur so in Baby -Steps vorangehen, weil wir da einfach schauen müssen, was passiert da jetzt dann, was wollen wir da jetzt was verändern und wie reagiert der Körper darauf? Also das erste angetretene Downplane, was wir gemacht haben. Der Norbi und ich haben irgendwie so, boah, was ist da jetzt passiert?
Das ist so was ganz was Neues. Der Paul hat uns erzählt, was da jetzt passieren wird, aber das dann mal so zu fühlen und du hast da eine Geschwindigkeit drauf, das kennt man aus dem Gleitschirmfliegen einfach nicht und mit denen quasi umzugehen, das ist so irgendwie eher das Spannende daran und unser Ziel ist ja mehr oder weniger, das kappenrelative Fliegen und das Akro -Paragliden zusammenzubringen und da einfach ganz besondere Flugshows zu kreieren, was wir da zeigen können.
Zusammenbringen in der Form, dass ihr in Verbindung verbundener Weise Akro - Figuren fliegt oder dass ihr sagt, okay, ihr fliegt verbunden, dann trennt ihr euch und dann fliegt ihr noch ein quasi Synchro - Akro -Programm, also nicht gleichzeitig, sondern nachfolgend. Also was ist die Verbindung von kappenrelativ und Akro für euch?
Die Verbindung macht quasi eben Thermik aus dem Ganzen. Wir starten und hängen uns zusammen und machen da zum Beispiel mal so ein Downplane oder wir sind da an neuen Manövern dran, die was man quasi im Kopf einfach schon durchgedacht haben, was man quasi das kappenrelative Fliegen erweitern kann. Eben, da kann man dann quasi erstmal so verbundene Sachen machen, dann kann man jetzt quasi Akro -Figuren dazwischen mit einbinden, da trennt man sich dann kurz, macht dann quasi, holt das ganze Akro -Paraglide -Repertoire zusammen mit dem kappenrelativen Repertoire quasi da zusammen, dann kann man sie wieder zusammen fliegen, man baut sie wieder zusammen und geht da dann wieder in andere Positionen.
Und so da einfach was zu schaffen, das hat das vorher eben die Verbindung vom High -Level -Akro -Fliegen, also jetzt wirklich Infinity -Tumbling mit den Schirmen fliegen zu können und das ganze Portfolio vom Akro -Fliegen mit dem quasi zusammen zu mixen, das hat es jetzt so vorher noch nicht gegeben und da sind wir jetzt die Ersten, die was das so zusammen bringen wollen.
Wäre ein verbundenes Infinity -Tumbling möglich?
Ja, die Theorie gibt's.
Dann bin ich ja mal auf das erste Video gespannt. Aber da muss man ja dann wahrscheinlich völlig Sorge haben, dass man da nicht die Verbindung verliert, weil es einen dann wahrscheinlich von den Kräften her völlig auseinanderreißt dann eigentlich, oder?
Ja, an dem was wir da strugglen ist die Höhe. Also wir verlieren... Die Höhe
über Grund, weil ihr mit jeder Umdrehung so viel Höhe dann jeweils verliert, oder was?
Wenn wir uns drehen, dann verlieren wir schon wieder weniger Höhe. Also die größte Höhe verlieren wir wirklich, wenn wir quasi von dem Side -by -Side runtergehen und dass quasi beide Schirme auf der Nase liegen, weil da ist halt einfach keine Angriffsfläche nimmer und da... Wir fallen regelrecht auf den Boden zu. Wenn wir das Ganze dann in Bewegung bringen und das dann zum Drehen anfangen, dann wird das Senken wieder ein bisschen besser und das aber dann quasi rhythmisieren zu können, braucht einfach extrem viel Höhe und ist einfach für den Körper so extrem belastend.
Nicht unmöglich, in der Theorie möglich. Ich glaube, wir brauchen wahrscheinlich so 3000 Meter dafür.
Wow. Wie trainiert man sowas, also oder wie häufig trainiert ihr sowas, dass ihr euch dann wirklich zusammenfliegen geht und sagt, so jetzt machen wir diese ganzen Kappenrelativen -Übungen?
Wir sind da schon sehr intensiv am trainieren. Gerade am Anfang, wie wir das Ganze quasi begonnen haben zu lernen.
Wir versuchen natürlich so viele Tage wie möglich zusammen zu sein. Was bei uns die Schwierigkeit ein bisschen ist, ist, dass ich in Oberösterreich wohne und Norbert in Kärnten unten wohnt. Von dem her haben wir da so gewisse Stationen an denen, was wir quasi trainieren und wenn halt Schlechtwetter ist, dann ist es auch schon mal vorgekommen, dass wir einfach woanders hinfliegen und da einfach auch trainieren zu können. Es ist ein massives Kontingent, was wir da an Stunden zusammen trainieren, um das einfach überhaupt machen zu können. Da würde ich aber vielleicht sogar vorschlagen, dass man das mal in einem separaten Podcast eventuell mal macht, weil da im Team Airbound sind auch gerade ein bisschen Bewegungen drinnen
und da gibt's auf jeden Fall ganz spannende und interessante Neuigkeiten bald mal. Wo das vielleicht Sinn macht, dass man den Podcast vielleicht sogar mal mit Norbert gemeinsam macht.
Ja gerne. Gucken wir dann nochmal hin. Eine Frage dann nur noch zum Abschluss. Wenn ihr zu zweit da so fliegt und ihr hängt ja aneinander und die Kräfte ziehen nach außen und sowas, müsst ihr auch sehr gut aufeinander abgestimmt sein? Muss es derselbe Schirmgröße sein und ihr müsst im Grunde dasselbe Gewicht haben, mit dem ihr fliegt? Also müsst ihr euch darauf auch so perfekt aufeinander abstimmen?
Ja genau, also das ist jetzt, der eine Bart ist quasi jetzt sich gegenseitig da mal das Vertrauen geben zu können, dass jetzt der andere, weil wenn einer von uns einen Fehler macht, dann geht das einfach crazy und da passieren, da können Sachen passieren, die wollen wir nicht erleben. Es ist sehr viel das Material mit dem was wir arbeiten und eben Advance stellt uns da supportet uns in dem ganzen Projekt einfach total und stellt uns da wirklich das Equipment zur Verfügung, das wir da einfach auch brauchen, weil das eben jetzt nicht mit so serien Sachen mehr möglich ist. Da müssen wir natürlich abstimmen.
Gewicht ist da ganz ein ganz ein wichtiger Faktor, dass wir gleich fliegen, gleich sinken, weil natürlich, wenn jetzt der eine massiv schwerer ist, fliegt er den anderen permanent davon und wir können uns nie zusammenbauen. Das ist schon sehr sehr wichtig da gleich zu sein von Mindset, von Ausrüstung sowie Gewicht. Das
heißt, von den Piloten ging es jetzt aber auch nicht, dass einer sagt, okay, ich bin so ein 70 Kilo Hempfling und der nächste sagt, ich bin ein 100 Kilo Mann, die könnten eigentlich sowas schwer zusammen fliegen.
Genau, also würde schwerer gehen, wäre wahrscheinlich möglich jetzt mit Ausrüstung dann in verschiedenen Größen das zu adaptieren. Das macht das Ganze aber einfach massiv kompliziert und ist, glaube ich, jetzt nicht wert, da noch mehr Risiko reinzustecken und da Versuche zu machen, was da irgendwie schwer zu kontrollieren ist.
Wie viele Shows fliegt ihr so im Jahr?
Ist unterschiedlich, aber so im Schnitt sind wir so 10 Shows, was wir machen.
Okay. Roland, ich würde es mal damit genug sein lassen. Super, was du alles erzählt hast und zu Team Airbound und dem kappenrelativen Fliegen, was wahrscheinlich von vielen Sachen her, das muss man überhaupt erst mal richtig verstehen, wie das so Ganze funktioniert, weil es so viel anders dann letzten Endes als das eigentliche Gleitschirmfliegen ist, was wahrscheinlich noch eine ganz eigene Herausforderung für euch als Piloten ist und das ist sicherlich nett, das mal mit Norbert zusammen dann zu haben. Aber danke dir für das Erzählen bis dahin und ich bin mal gespannt, was von dir da in nächster Zeit noch alles kommen mag an Stunts und an Shows und an sonstigen Elementen. Danke dir erstmal auf jeden Fall dafür und auch was du für die Szene tust, indem du die Austrian Aircraft League mitgegründet hast und da viele Sachen anschiebst.
Dafür auch nur einfach Dankeschön.
Ja, ich sag danke, dass du mich eingeladen hast, da zu deinem Podcast zu kommen, hat mich sehr gefreut. Eben da so ein bisschen einen Einblick in die ganze Fliegerei von mir da geben zu können und vielen Dank auch für die
Empfehlung.
Bei uns zu sein, das ist Topflior Gleitschirm Szenen oder umgerechnet 5,00€ im Monat. Aber egal was du gibst, jede Summe hilft, dass sich Podz-Glidz und Lu-Glidz im Dienst der Gleitschimszene weiter betreiben und entwickeln kann. Dafür sage ich danke. Alle Informationen, wie Dein Förderbeitrag mich erreicht, findest Du auf der Webseite www.Lu-Glidz.blogspot.com Dort gibt es den Menüpunkt Fördern. Lu-Glidz schreibt sichxxxxxxxxxxxxFilm
Bis zum nächsten Mal Bis zum nächsten Mal Fall nicht vom Himmel. Ciao.