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144. Dicke Kröten - Jonas Prüssing

// Jonas Pruessing, Lucian Haas · 2024-09-27 · 01:12:11 · original episode · pdf

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[show notes]
Jonas Prüssing ist mit seinem Gleitschirm ein halbes Jahr durch Ostasien gereist und hat dort etliche Abenteuer erlebt. +++ Jonas Prüssing habe ich 2023 beim NRW Cup im Sauerland kennengelernt. Seither folge ich ihm auf Instagram. Ab Herbst 2023 tauchte er regelmäßig mit seinen Insta-Stories in meiner Timeline auf – und ließ mich staunen. Denn Jonas hatte seinen Ingenieursjob bei einem Autobauer aufgegeben, zumindest zeitweilig, um sich ganz dem Gleitschirmfliegen zu widmen. Dafür war er zuerst nach Ostasien gereist, wo er knapp sechs Monate lang von Land zu Land tingelte, immer auf der Suche nach dem besten Flugwetter und passenden Startplätzen. Schon damals hatte ich ihn angeschrieben und mit ihm ausgemacht, dass er mir nach seiner Rückkehr in einer Podcastfolge von seinen Abenteuern im Fernen Osten berichtet. Und darum geht es in dieser 144. Episode von Podz-Glidz. Jonas erzählt sehr unterhaltsam von den unterschiedlichsten Erlebnissen und Eindrücken von seiner Rundreise durch neun Länder. Wusstest Du zum Beispiel, dass es in Japan eine soarbare Düne gibt, dass Thailand ein wahres XC-Paradies ist, dass vietnamesische Kröten wie Hühnchen schmecken und dass man sich in Australien vor prügelnden Kangurus am Landeplatz in Acht nehmen muss? Mehr will ich hier erst mal gar nicht verraten… +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik: Track: Burlesque | Künstler: National Sweetheart Youtube Audio Library https://www.youtube.com/watch?v=NxXdEhXtTVw +++ Links von Lu-Glidz: + Blog: https://lu-glidz.blogspot.com + Facebook: https://www.facebook.com/luglidz + Instagram: https://www.instagram.com/luglidz/ + Whatsapp-Kanal: https://whatsapp.com/channel/0029VaBVs05CHDynzdlJlU34 + Youtube: https://youtube.com/@Lu-Glidz + Soundcloud: https://soundcloud.com/lu-glidz + Spotify: https://open.spotify.com/show/6ZNvk83xxGHHtfgFjiAHyJ + Apple-Podcast: https://itunes.apple.com/de/podcast/podz-glidz-der-lu-glidz-podcast/id1447518310?mt=2 + Linktree: https://linktr.ee/luglidz +++ Links von Jonas Prüssing: + Instagram: https://www.instagram.com/jonas.pruessing/ + Youtube: https://www.youtube.com/@jonasprussing-flyup7699 + Jonas' Flüge im XContest: https://www.xcontest.org/world/de/piloten/detail:Jonas.Pruessing

[transcript]

0:04Jonas Pruessing

Muss ich sagen, das Geilste waren eigentlich die Vulkane. Das fing an, da waren wir, glaube ich, ein paar Tage auf Sumatra erst und plötzlich, während wir geflogen sind, steuere ich auf so einen Vulkan zu und denke mir so, boah, der wird doch nicht ausbrechen.

0:20Jonas Pruessing

Ich kann Sachen auch nicht empfehlen, da war bei mir persönlich dicke Kröte, die hat zwar geschmeckt, so ein bisschen wie Hühnchen, aber die riecht halt ein bisschen streng. Kleine Frösche, das geht, die sind dann so knusprig wie Chips eigentlich, aber so dicke Kröte muss man sich dran gewöhnen.

0:54Lucian Haas

Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast.

0:58Jonas Pruessing

Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.

1:02Lucian Haas

Heute mit Jonas Prüssing. Und ich bin Lucian Haas.

1:11Lucian Haas

Jonas Prüssing habe ich 2023 beim NRW Cup im Sauerland kennengelernt. Seither folge ich ihm auf Instagram. Ab Herbst 2023 tauchte er regelmäßig mit seinen Spielen. Seine Insta -Stories in meiner Timeline auf und ließ mich staunen. Denn Jonas hatte seinen Ingenieursjob bei einem Autobauer aufgegeben, zumindest zeitweilig, um sich ganz dem Gleitschirmfliegen zu widmen. Dafür war er zuerst nach Ostasien gereist, wo er knapp sechs Monate lang von Land zu Land tingelte, immer auf der Suche nach dem besten Flugwetter und passenden Startplätzen. Schon damals hatte ich ihn angeschrieben und mit ihm ausgemacht, dass er mir nach seiner Rückkehr in einer Podcast -Folge von seiner Abenteuer im fernen Osten berichtet.

1:55Lucian Haas

Und darum geht es in dieser 144. Episode von Podz-Glidz. Jonas erzählt sehr unterhaltsam von den unterschiedlichsten Erlebnissen und Eindrücken von seiner Rundreise durch neun Länder. Wusstest du zum Beispiel, dass es in Japan eine sorbare Düne gibt? Dass Thailand ein wahres XC -Paradies ist? Dass vietnamesische Kröten wie Hühnchen schmecken? Und dass man sich in Australien vor prügelnden Kängurus am Landeplatz in Acht nehmen muss? Mehr will ich hier erstmal gar nicht verraten.

2:28Lucian Haas

Wenn dir Podz-Glidz gefällt, dann unterstütze doch meine Arbeit daran als Förderer. Wie das ganz einfach geht, erfährst du auf dem Gleitschirm-Blog Lu-Glidz und zwar dort auf der Seite Förder.

2:43Jonas Pruessing

Jonas, wo erwische ich dich gerade? Du erwischst mich gerade in Bad Wildungen. Ich bin zurück in Deutschland und war in letzter Zeit ein bisschen unterwegs. Ja, das stimmt. Aber ist deine große Reise damit jetzt erst einmal vorbei? Also ich hatte quasi zwei Reisetouren. Das eine war eine Asiatour und das andere die Europatour. Und die beiden Parts sind jetzt erstmal vorbei. Aber ich habe mir natürlich schon wieder was Neues überlegt. Ich gehe jetzt wieder nach Asien. Es war nicht ganz so eine große Tour, aber ich wollte mir nochmal China angucken. Und dann geht es irgendwann nochmal nach Indien. Aber dann ist die Reise wirklich erstmal vorbei.

3:16Lucian Haas

Du bist vor knapp einem Jahr gestartet. Am 4.10. ging dein erster Flug, glaube ich, los. Was war deine Idee oder was war dein Ziel für diese

3:25Jonas Pruessing

Reise? Also erstmal ging es nach Asien. Hintergrund ist, dass ich beruflich ein bisschen flexibler geworden bin, dadurch, dass ich nochmal Student bin. Und die Idee war eigentlich, dass ich dem Wetter natürlich folgen wollte, weil im Oktober wird es in Europa immer so ein bisschen unangenehmer. Dann bleiben natürlich nur Optionen wie Afrika, Südamerika oder vielleicht Asien, dachte ich mir. Ich habe dann andere Leute gefragt, wie ist das mit Asien? Ist das schon mal wer geflogen? Und ich habe eigentlich immer von allen Gleitschirmfliegern nur gehört, nee, Asien, das ist nicht so. Ich persönlich habe das aber in den letzten Jahren viel verfolgt über verschiedenste Medien und habe gesehen, in Asien, da wächst die Gleitschirm -Szene Stück für Stück. Und mittlerweile gibt es da überall eigentlich Startplätze.

4:12Jonas Pruessing

Also überall wäre jetzt übertrieben, wenn man es mit unseren Startplätzen vergleicht, mit unserer Häufigkeit. Und dann habe ich mir gedacht, okay, eigentlich, warum nicht mal Asien? Dann habe ich mir einen Kreis in Südostasien gezeichnet auf die Karte. Und bin

4:25Lucian Haas

los. Einfach so, hast du mit dem Finger auf die Weltkarte, nicht Weltkarte, aber die Asienkarte getippt und sagst, welches ist mein erstes Land dahin? Oder wie war das?

4:36Jonas Pruessing

Ganz so war es jetzt nicht. Ich bin ja auch Wettkampfpilot, kann man sagen. Und deswegen orientiere ich mich natürlich immer, wenn ich irgendwelche Reisen plane, an Wettkämpfen. Und in dem Fall war das super gut gelegen, weil da war gerade die PWC Asia Tour in Myeongyang in Südkorea. Und das habe ich einfach für mich persönlich als Startziel genommen. Und hatte dann so ein bisschen die Hoffnung, dass sich vielleicht ja da irgendwie noch geheime Wettkämpfe irgendwo rumtümmeln. Und so hat es sich dann auch ergeben. Natürlich war ich dann gleich in der Wettkampfszene da drin und habe die, sage ich mal, Elite von Asien kennengelernt. Und die haben mich natürlich dann schon direkt auf verschiedenste Wettkämpfe in Asien eingeladen. Und so hat sich mein eigentlicher Plan, also der Kreis, dann ein bisschen verformt immer mal wieder. Ich habe Freunde kennengelernt da in Asien, die mich dann auch wieder auf neue Ideen gebracht haben, die sich natürlich da gut auskennen in dem Gebiet.

5:24Jonas Pruessing

Also in der Region. Und die mir dann gesagt haben, hey Jonas, aktuell ist das Wetter eigentlich da und da perfekt. Zum Beispiel in Australien. Wir sollten da auf jeden Fall hin zum XC fliegen. Oder ich wurde zur China Open eingeladen. Das hat dann nicht ganz mit dem Visum gepasst, weil das war ein bisschen zu spontan. Damals brauchte man noch ein Visum für China. So wurde ich dann aber überall eingeladen. Und dann hat sich meine Route ein bisschen verformt, würde ich sagen. Im positiven Sinne.

5:48Lucian Haas

Hattest du denn eigentlich eine Route geplant? Oder hast du wirklich gesagt... Ich... Südkorea, PWC, da gehe ich jetzt hin, Asia Tour, fange ich mal an und dann lasse ich mich quasi mal von Wettbewerb zu Wettbewerb treiben, so ungefähr.

6:01Jonas Pruessing

Also tatsächlich war es so, dass ich mehr oder weniger einen Kreis gemalt habe. Ich habe mir so gedacht, so das ist eigentlich die optimale Route, wenn man jetzt quasi von Südkorea nach Japan. Dann Taiwan war eine Überlegung, die aber noch nicht gefestigt war. Und dann eigentlich ist die logische Route, die glaube ich auch viele machen, wenn sie nach Südostasien gehen, dass man in Vietnam anfängt. Dann über Laos. Kambodscha nach Thailand. Dann runter nach Malaysia. Und dann in Indonesien und dann vielleicht hoch in die Philippinen. Ich würde sagen, das ist so eine typische Route, weil da man einfach sehr viel Landmasse miteinander verbindet erstmal. Und Landmasse ist natürlich CO2 -neutraler zu überqueren, als wie mit einem Flugzeug. Und wenn man jetzt von Land zu Land springen will, im größeren Stil, dann muss man halt viele Flüge nutzen. Also viele Flugzeuge.

6:47Jonas Pruessing

Und letztendlich ist es darauf bei mir auch hinausgelaufen. Ich glaube, ich habe 18 Flüge gebucht. Das war natürlich eine Menge und tut meinem CO2 -Abdruck gar nicht gut. Also als Gleitschirmflieger nicht optimal. Aber eben, weil man dann doch ein bisschen nach dem Wetter sich richten muss oder sollte oder ich wollte das so als Gleitschirm-Blog, ist es daraus hinaufgelaufen, dass es ein bisschen Zickzack -Kurs am Ende wurde.

7:10Lucian Haas

Du bist Wettbewerbe geflogen. Hattest du dann deine Wettbewerbsausrüstung dann auch als Reiseausrüstung mit dabei? Ja. Ja. Das war so. Dicker Sack, zwei Retter drin und sonst was alles. Und damit bist du durch Asien getourt.

7:27Jonas Pruessing

Genau, genau. Das sah natürlich immer sehr witzig aus. Besonders, ich sage mal, in Japan in den super engen Zügen, wo da tausende Leute in Osaka in einen Zug sich reinquetschen. Und dann kommt da noch einer mit einem Rucksack. Und es stehen auch Schilder, dass man eigentlich gar nicht so große Rucksäcke mit sich nehmen darf in diesen Zügen. Aber als Ausländer wird man da, glaube ich, wird dann auch noch ein Auge zugedrückt. Es ging dann wirklich mit der Wettkampfausrüstung los. Ich hatte nur einen Retter dabei. Aber ansonsten tatsächlich mein X -Rated 7 und ein Ceno 2. Und dann natürlich Zeltausrüstung und alles, was man so halt gebrauchen kann in so einem halben Jahr. Das war viel. Und das würde ich so jetzt nicht empfehlen. Aber man muss auch dazu sagen, in der Wettkampfszene gibt es jetzt auch nicht so die Ultra -Ultra -Leichtgurt -Zeuge, die dann auch noch effizient sind.

8:14Jonas Pruessing

Da gab es ein paar Optionen. Aber was ich jetzt mittlerweile, es gibt ja jetzt schon so ganz leichte, die habe ich dann in Australien zum Beispiel kennengelernt. Da hatten Leute wirklich quasi nur noch einen fetzen Stoff mit sich und das sah trotzdem relativ effizient aus. Das bläst sich dann halt entsprechend auf oder man muss es dann auch selber aufblasen. Und so Optionen sind eine Möglichkeit, ist dann natürlich die Frage mit den Protektoren. Also für mich war halt einfach letztendlich die Entscheidung, ich habe einen X -Rated. Klar ist das jetzt nicht super gewesen mit dem Rumtragen. Durch Südostasien. Aber so ist das gewesen.

8:51Lucian Haas

Hast du denn auch deine ganze Klamotten und sowas mit in diesem Gleitschirmsack mit drin gehabt? Oder hast du noch einen Rollkoffer hinter dir hergezogen? Oder wie sah das dann aus?

9:01Jonas Pruessing

Tatsächlich hatte ich sogar noch eine zweite Tasche. Ich habe dann auch so eine Sporttasche im Prinzip mit mir rumgetragen. Also es sah dann schon sehr witzig aus hinten auf dem Rücken. Diesen Riesenrucksack und dann vorne vor den Bauch geschnallt quasi nochmal eine weitere Tasche. Und so war dann meine Reiseausrüstung. Entsprechend habe ich natürlich versucht, nicht zu viel zu laufen, sondern öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Oder viel habe ich dann auch später Autos ausgeliehen, Roller ausgeliehen. Also auf Roller ging das auch. In Taiwan habe ich mir dann einmal gedacht, boah, das ist so viel Gepäck. Ich schicke jetzt einfach schon mal einen Teil meines Gepäcks, den ich jetzt nicht mehr hier brauche, schicke ich schon mal los zum Flughafen. Und dann, wenn ich den Flug ins nächste Land nehme, dann sammle ich das Gepäck. Dann schicke ich das Gepäck wieder ein. Dadurch war es dann ein bisschen angenehmer.

9:47Jonas Pruessing

Damals wusste ich aber auch noch nicht, dass man einen Gleitschirmrucksack einfach vor sich quasi zwischen Lenker und Sitz sozusagen schnallen kann. Das kann ich auf jeden Fall empfehlen, wenn man so ein bisschen größeres Gepäck dabei hat. Und dann lässt es sich auch mit dem Roller eigentlich ganz angenehm reisen. Das ist mir aber erst so ungefähr Mitte Taiwan aufgefallen. Da war ich jetzt schon durch Japan mit dem Roller gecruised. Genau, diese Erkenntnis hat auf jeden Fall geholfen dann später, um komfortabler mit einem Roller unterwegs zu sein. Und Gleitschirmausrüstung.

10:14Lucian Haas

Das heißt, du hast den Sack vor dich auf den Roller draufgestellt. Wo waren deine Füße? Die hingen immer rechts und links dann irgendwie in der Luft oder

10:21Jonas Pruessing

was? Genau, das war dann mehr so wie Motorradfahren. Also muss man sich vorstellen, für Füße war dann gar kein Platz mehr, sondern man hing dann so mit den Schenkeln vorne auf dem Rucksack drauf. Hattest du irgendwelche Wanderstöcke mit dabei? Ich hatte auch Wanderstöcke mit dabei, weil mein Zelt hat keine eigenen Stangen. Und deswegen hatte ich auf jeden Fall Wanderstöcke dabei. Und ich hatte auch Wanderstöcke mit dabei, weil mein Zelt hat keine eigenen Stangen. Und natürlich auch zum Wandern. Natürlich kann man da nicht alle Berge hochfahren in Südostasien. Es ist ähnlich wie überall auf der Welt. Es gibt viele Hike and Fly Gelände sozusagen. Und da sind wir natürlich auch ab und zu mit der Ausrüstung dann den Berg hoch gehiked. Und da war ich froh, dass ich dann Wanderstöcke dabei hatte. Hiken ist immer untertrieben. Teilweise mussten wir auch hochklettern, richtige Felswände, weil wir nicht den offiziellen Weg gefunden haben.

11:08Jonas Pruessing

Mit dem Riesensack auf dem Rücken? Mit dem Riesensack auf dem Rücken, ja. Ja, also es war...

11:14Lucian Haas

Was wiegt deine Ausrüstung, wenn jetzt nicht dein ganzes Zelt und deine ganzen Klamotten auch noch mit dabei sind oder sowas? Also was hat der Sack alleine

11:21Jonas Pruessing

gewogen? Also nur das, was ich zum Fliegen brauche. In Asien hat ungefähr, würde ich schätzen, so 28 Kilo gewogen. 26 bis 28. Wenn ich natürlich normal Wettkampf fliege, dann sind das deutlich mehr. Also da bin ich ja bei 38 bis 40. Ganz so viel hatte ich jetzt nicht dabei.

11:37Lucian Haas

Aber du bist dann mit 28 Kilo da die Berge raufgekraxelt. Ja. Um dann irgendwo aus dem Gebüsch rauszustarten und da irgendwo fliegen zu gehen.

11:47Jonas Pruessing

Also Gebüsch, zum Glück haben die schon Startplätze und die werden auch gepflegt. Also wir haben jetzt nichts genommen. Wir haben uns das oft dann vorher angeguckt. Wenn jetzt nicht klar war, dass wir da hochfahren können und das nicht auf Google Maps oder auch über andere Quellen. Wir haben ja viele Leute auch kennengelernt, die uns Sachen empfohlen haben. Und wenn da irgendjemand gesagt hat, das ist grenzwertig oder wir selbst gemerkt haben, das sieht eher nach einem Gebüsch aus. Dann haben wir einfach die Finger davon gelassen und haben uns natürlich versucht zu orientieren an bestmöglichen Startplätzen. Wir sind übrigens in dem Fall, das war jetzt eher so die Landmassentour von Thailand über Malaysia nach Indonesien, bin ich mit einem Kumpel gereist, den ich kennengelernt habe in Vietnam. Das war der Tiger und das ist ein Engländer.

12:33Jonas Pruessing

Und der hatte eigentlich genau den gleichen Plan wie ich. Der wollte nämlich aus Südostasien erkunden und haben mir gesagt, hey, lass das doch gemeinsam.

12:43Jonas Pruessing

Aber ich will kurz vorher noch nach Australien. Wir treffen uns dann in Thailand wieder. Und er hat in der Phase dann die Tour über Vietnam genommen und dann über Laos und Kabotscha, so wie man das eigentlich ja plant. Ich habe mir gedacht, boah, Australien wäre auch ganz nett. Ein anderer Kumpel, den ich kennengelernt hatte in Taiwan, der hat mich nämlich dazu überzeugt, dass wir unbedingt nach Australien müssen. Und das war auch eine gute Entscheidung, weil in Australien kommt man zu der Zeit richtig, richtig gut fliegen. Da bin ich dann auch meinen neuen Rekord geflogen mit 195 Kilometern. Und das war eine gute Sache, nur nicht für den CO2 -Abdruck.

13:19Lucian Haas

Nun bist du ungeheuer weit rumgekommen da in Asien. Jetzt wäre es schwierig, in so einem Podcast die ganze Reise nachzuzeichnen, nachzuvollziehen, wird vielleicht auch irgendwann langweilig. Ich würde sagen, wir machen einfach ein kleines Spiel daraus. Ich nenne dir die einzelnen Länder, wo du warst. Und du erzählst mir mal, was dir spontan als besonders interessante Erinnerung oder was dir als besonders interessante Erinnerung kommt. Was auch immer da geradezu einfällt. Das kann kurz oder lang sein. Vielleicht kommt noch eine Nachfrage von mir. Aber das war da so ein bisschen durchspringen. Und einfach, was dir einfällt. Kann ja auch sein, dass es irgendwelche Landeseigenheiten von den Menschen sind oder sonst was. Muss nicht immer fliegerisch bezogen sein. Fangen wir mal an. Du hast gesagt, du bist als erstes nach Südkorea geflogen. Also Südkorea ist das Stichwort. Was fällt dir dazu ein?

14:04Jonas Pruessing

Südkorea fällt mir ein. Erstmal, dass ich da unglaublich leckeres Essen hatte. Das fing schon an bei dem Wettkampf. Das Lunchpaket bestand aus einer riesen Varietät an Essen und einer Vielfalt. Brauchst du noch einen extra Rucksack dafür dann, oder was? Genau, genau. Also ich habe jetzt wenig mitgenommen, exportiert, muss man sagen. Aber das fand ich in Südkorea richtig gut. Eine andere Sache ist natürlich dieser Wettkampf, den ich da besucht habe. Der ist unglaublich gut organisiert gewesen. Also da gab es eine Parade vorneweg, wo wir marschiert sind. Und die haben sich so viel Mühe gegeben für diesen Wettkampf. Ich weiß gar nicht, wie viele hunderttausend Euro, die da reingesteckt haben müssen. Aber das war gigantisch einfach. Also das habe ich so vorher noch nie erlebt.

14:50Jonas Pruessing

Und ich habe jetzt schon einige Wettkämpfe geflogen. Aber die haben einen ganz neuen Maßstab gesetzt, was das Wertschätzen des Gleitschirmfliegens eigentlich angeht. Und das fand ich, das ist mir am besten in Erinnerung eigentlich geblieben.

15:03Lucian Haas

Springen wir weiter. Japan.

15:06Jonas Pruessing

Ja, Japan.

15:10Jonas Pruessing

Gibt es natürlich viel zu sagen. Ich muss sagen, Japan. Da war eins der teuersten Länder mit, das ich bereist habe. Besonders öffentliche Verkehrsmittel waren da nicht so günstig. Fliegerisch unglaublich toll auch. Ich war natürlich am Ende der Saison da. Von daher habe ich dann gar nicht so viele Gleitschirmpiloten da kennengelernt. Aber ich kannte schon vorher welche eben von der Asiatour, von dem PWC da. Und dann muss ich sagen, eines der schönsten Erlebnisse war in Fukuoka. Da an der Düne zu sohren, das hat mir unglaublich gut gefallen. Es gibt eine Düne in Japan? Es gibt eine Düne in Japan, genau. Ich vermute sogar, es gibt mehrere, aber ich habe nicht alle kennengelernt. Aber das war jetzt ganz im Süden von Japan. Ich bin ja mit einem Schiff nach Japan gereist.

15:57Jonas Pruessing

Und dann war ich ja quasi am Meer direkt und habe mir gedacht, ach, hier kann man vielleicht fliegen. Und ein Kumpel von mir hat auch gesagt, ja, da ist ein Startplatz, geh da hin. Da musste ich dann durch so einen echt krassen Spinnenwald durchlaufen. Das war richtig furchtbar, muss ich sagen. Weil ich bin so ein bisschen, ich will nicht sagen,

16:16Jonas Pruessing

Spinnophob, also Arachnophobie heißt es eigentlich, glaube ich. Genau, also ist nicht ganz ausgeprägt bei mir, aber in dem Wald wurde es ausgeprägt. Weil da hingen dann einfach überall die Monsterspinnen rum. Und ich dachte mir nur so, boah, hoffentlich komme ich hier lebend wieder raus. Wo ist dieser Startplatz? Und es war ein Abenteuer, sage ich dir.

16:34Lucian Haas

Wahrscheinlich hatten die japanischen Spinnen auch Angst

16:36Jonas Pruessing

vor dir in gewisser Weise. Ja, oder die essen halt Menschen. Man weiß es halt nicht, weil die sind schon groß und überall. Also sicher bin ich mir nicht.

16:44Lucian Haas

Von japanischer Düne springen wir nach Taiwan. Da hast du gesagt, wolltest du eigentlich erst gar nicht hin, bist aber doch dort gelandet. Was hat dich dorthin getrieben, beziehungsweise was war dann so besonders?

16:55Jonas Pruessing

In Taiwan habe ich in den Wettkampf geflogen. Das war in Puli. Und da bin ich auch Zweiter geworden, knapp am ersten Platz vorbeigeschrubbt. Unglaublich schönes Fluggelände da. Und ich glaube, nicht viele kennen Taiwan als Fliegergebiet. Aber die haben tatsächlich Berge von über 3.900... Das kann man sich gar nicht so richtig vorstellen, weil man denkt jetzt so, das ist jetzt nicht Alpen da. Aber die haben quasi fast alpines Gelände. Nur dieses alpine Gelände ist ziemlich bewachsen mit Wald. Und da fliegt quasi keiner. Ich wollte einmal reinfliegen und dann haben mir die Taiwanesen gleich geschrieben im Live -Tracking quasi, Jonas fliegt da nicht lang, das hat noch keiner gemacht. Und dann dachte ich mir auch so, ja, Landeplätze sind da schon mal nicht.

17:41Jonas Pruessing

Also dann müsste die Kumulus wirklich ziehen. Und auf die ich gerade zugesteuert habe, da habe ich dann doch irgendwann entschieden, umzudrehen. Aber an sich sind all diese Länder eigentlich nicht so krass erflogen wie jetzt zum Beispiel Europa. Und von daher hat man da noch ganz, ganz, ganz viel Potenzial. An dem anderen Tag bin ich auch in einen anderen XC -Flug geflogen. Und da haben die da auch alle gesagt, boah, auf die Idee sind wir noch nie gekommen. Das ist ja eigentlich super gut gewesen. Und ich glaube, so langsam fangen auch die Asiaten an, ihre Gelände besser XC -technisch zu erkunden. Und da ist auf jeden Fall unglaubliches Potenzial. Was diese... Berge halt auf jeden Fall bringen, ist, dass sie das Wetter abschirmen. Und dadurch kann man in Taiwan eigentlich unglaublich gut fliegen.

18:20Lucian Haas

Du hast gerade gesagt, die haben dir beim Live -Tracking noch geschrieben. Also hatten die deine Telefonnummer oder wie

18:27Jonas Pruessing

ging das? Genau, also ich wurde natürlich... Also in Taiwan wurde ich schon empfangen. Es hieß dann, oh, da kommt der Deutsche, also Degoro. Und dann dachte ich mir so, was ist hier los? Die kennen mich alle schon, weil ich habe mich für diesen Wettbewerb ja angemeldet. Und mein World Ranking war zudem... Zeitpunkt ganz gut, also zumindest für asiatische Verhältnisse mit 230. Und die dachten jetzt, da kommt quasi der Flieger -Champ. Deswegen war ich in der Szene ganz, ganz, ganz schnell bekannt. Dann kann man über XC -Track, gibt es ja diese Live -Tracking -Funktion. Und da kann man tatsächlich auch Leuten schreiben. Und das haben die Asiaten auch immer mal wieder genutzt. Also sowohl in Taiwan als auch später in Thailand wurde ich angeschrieben. Und wurde auf gewisse Sachen hingewiesen. Oder manchmal wollten Leute auch einfach nur nett chatten, während ich geflogen bin.

19:12Jonas Pruessing

Muss man natürlich immer gucken. Das ist wie mit dem Autofahren. Am Handy rumtippen, kann ich jetzt nicht empfehlen. Aber wenn man sein Fachwerk beherrscht, dann kann man auch noch die eine oder andere Gehörnzelle für andere Sachen verwenden manchmal.

19:25Lucian Haas

Kurz ein anderes Thema dann, weil wir gerade dabei sind. Handy, du bist durch so viele Länder durchgereist. Hast du in jedem Land quasi immer eine neue Prepaid -Karte gekauft? Oder wie hast du das dann technisch gelöst?

19:37Jonas Pruessing

Ja, leider ist mein Handy nicht eSIM -fähig gewesen. Und ist es immer noch nicht. Das war ein großer Fehler in der Formulierung. Weil so kam es dazu, dass ich bereits, ich glaube in Thailand, 10 SIM -Karten hatte. Weil ich mir in jedem Land eine neue SIM -Karte kaufen musste. Da gibt es nicht sowas wie Europa -Rooming. Was ein ultra cooles Ding ist mittlerweile in Europa, muss man sagen. Schätze ich unglaublich dadurch. Gerade, dass ich jetzt auch viel durch Europa gereist bin. Und dann muss ich nicht mir hunderte SIM -Karten kaufen. Das ist in Asien leider nicht so. Da sind die Länder noch nicht so gut verbunden miteinander. Und ich habe mir in jedem Land tatsächlich eine neue SIM -Karte gekauft. Deswegen war das wahrscheinlich auch das Item, was ich am meisten gekauft habe, generell.

20:21Lucian Haas

Zurück zur Reiseroute.

20:22Jonas Pruessing

Nächster Standort Philippinen. In den Philippinen ist Fliegerisch noch das, würde ich sagen, wenigst ausgeprägteste Land von all denen, die ich besucht habe. Es gibt schon einen Startplatz auf jeder Insel, würde ich sagen. Aber da muss natürlich auch die Saison passen, dass man da fliegen kann. Deswegen war in den Philippinen bei mir jetzt auch nicht der Fokus gesetzt aufs Fliegen. Ich bin dazu angeflogen mit einem Tandem. Ich habe da eine Freundin. Ich habe sie in den Philippinen besucht und habe meinen Geburtstag mit ihr gefeiert und habe versucht, die Kultur kennenzulernen. Und das hat sehr gut funktioniert, weil ich natürlich da quasi mitten in das philippinische Leben eingebunden war. Das fand ich unglaublich toll. Generell muss man sagen, das hat man in den Philippinen gemerkt, aber auch in den Ländern davor. Aber bei den Philippinen ist mir das erst mal so richtig aufgekommen, weil je südlicher man kommt, desto besser wird sozusagen die Gastfreundschaft.

21:08Jonas Pruessing

Die Menschen da sind einfach ultra aufgeschlossen, super freundlich. Und man findet so schnell Kontakt zu anderen Menschen. Das ist unvorstellbar. Also selbst jetzt, ich habe mir jetzt nochmal die Reflexion zur Europatour. Wie viele Freunde ich in Asien kennengelernt habe, kann man gar nicht beschreiben und wie schnell das letztendlich ging. Und hier in Europa, muss ich sagen, hat man im Verhältnis dazu so ein bisschen Hemmungen. Hier dauert es dann doch ein bisschen länger, enge Freundschaften zu schließen. Von daher, das kann ich gerade in den Philippinen sagen, wer Kontakt sucht. Da wird man riesig. Richtig herzlich aufgenommen, genauso wie in Indonesien, in Thailand, in Malaysia. Also die richtigen südostasiatischen Staaten, die sind ultra aufgeschlossen.

21:52Lucian Haas

Hast du denn da, ich meine, auf den Philippinen hast du eine Freundin besucht, aber in den anderen Ländern, war das so eine Art Couchsurfing, was du dann auch da gemacht hast? Weil du die Leute hattest, also haben die dich auch alle nach Hause eingeladen, haben gesagt, wenn du nach Taiwan kommst oder sonst wohin, du hast auf jeden Fall ein Dach über dem Kopf, komm zu mir oder was auch immer?

22:10Jonas Pruessing

Also tatsächlich ist das so passiert. Quasi überall, wo wir hinkamen, kannten wir schon Leute oder Leute kannten uns schon. Und so ist es tatsächlich teilweise passiert, dass uns Leute über WhatsApp geschrieben haben, die wir jetzt noch nicht kannten und dann gemeint hatten so, hey, ich habe gehört, ihr kommt in unsere Richtung, also ihr fahrt Richtung Osten zum Beispiel. Ich habe da ein Haus, wollt ihr nicht vorbeikommen? Ich und der Tiger in dem Fall. Ihr könnt bei mir übernachten. Und das ist überall passiert, wo ich war. Also das war auf Sumatra, haben wir Leute kennengelernt, die uns zu sich nach Hause eingeladen haben. Und in Südkorea habe ich einen Kumpel kennengelernt, der hat mich direkt zu sich nach Hause eingeladen. Ganz egal, wo ich eigentlich war, man wurde mehr oder weniger zum Couchsurfen eingeladen.

22:55Jonas Pruessing

Das war ultra gut. Ansonsten, wenn das nicht der Fall war, dann kann man da natürlich auch einfach in ein Hostel gehen. Also Unterkünfte sind da im Verhältnis zu Europa ultra günstig. Oder ich hatte ja auch eine Zeltausrüstung dabei. Da kann man quasi auch überall sein Zelt aufschlagen und im Zelt betten.

23:12Lucian Haas

Von den Leuten. Wenn du jetzt sagst, du warst da unterwegs und wurdest viel eingeladen. Waren das alles Flieger? Oder waren das auch andere Leute, die euch irgendwo, wo auch immer, auf euch aufmerksam geworden sind? Oder ist das so ein gewissermaßen Flieger -Community, wo man sagt, wenn da mal ein Flieger aus Europa kommt, ist der halt schon indirekt der Superheld, der da kommt. Den wollen wir auf jeden Fall mal bei uns haben. Und es ist dann eine Ehre, den einzuladen, weil es halt auch der große Flieger ist,

23:41Jonas Pruessing

der da kommt. Ja, also primär waren das. Alles Flieger, muss man sagen. Also nicht alle, alle. Aber ein Großteil davon waren tatsächlich Flieger. Und es hat sich angefühlt, wie du das beschrieben hast. Da kommen die Superstars aus Europa. Wir wollen unbedingt die mal sehen und bei uns haben. Und so hat es sich angefühlt. Aber auch ansonsten, auch in der Nicht -Flieger -Szene. Wir sind irgendwo an den Startplatz gekommen und dann hat es da angefangen zu regnen. Und dann hat sich irgendwie rumgesprungen. Einer hat uns gesehen, wie wir da mit dem Auto hochgefahren sind. Der hat sich dann Sorgen gemacht und hat das quasi in seinem Dorf rum erzählt. Keine Stunde später kam er. Dann kam da einer hoch, der nach uns geguckt hat. Der hat uns dann abends sogar noch Essen vorbeigebracht und am nächsten Morgen noch zum Frühstücken eingeladen. Und das war jetzt, das war auch richtig verrückt einfach. Oft ist es dann natürlich so, dass in diesen, da wo ein Gleitschirmstartplatz ist, gibt es auch irgendwo einen Gleitschirmflieger, sage ich immer.

24:31Jonas Pruessing

Dann werden natürlich dann oft aber auch die Gleitschirmflieger informiert über solche Sachen, weil die denken sich, okay, da ist jemand auf dem Gleitschirmstartplatz hochgefahren. Wer soll das schon machen? Und dann nach kurzer Zeit kam natürlich auch noch ein Gleitschirmflieger. Der uns auch kennenlernen wollte. Und das, also es gibt es auch, dass die Locals einen einladen. Aber oft sind die dann, ja, oft ist es dann so, dass tatsächlich irgendjemand dann mit Gleitschirmfliegern wieder in Kontakt kommt. Also das dauert nicht lang. Interessant ist natürlich auch, wenn man irgendwo landet, dann wollen natürlich auch alle sofort, kommen Leute an und wollen dann Fotos mit einem machen. Ganz oft, auch egal, wo wir langgelaufen sind oder wo man uns gesehen hat, kamen Leute an und, oh, Fotos, Fotos. Und es war unglaublich herzlich und süß.

25:17Jonas Pruessing

Hat mir einfach sehr gut gefallen.

25:19Lucian Haas

Ja, ich meine, wenn da so eine Schildkröte wie du mit so einem Riesensack da herläuft, das

25:23Jonas Pruessing

ist wahrscheinlich auch allein von daher schon interessant. Ja, ja, das stimmt. Also mit meiner Ausrüstung bin ich natürlich aufgefallen, egal wo ich war. Nächstes Land, Vietnam. Ja, Vietnam, muss ich sagen, hier war das Essen noch, noch vielfältiger als in allen anderen Ländern. Hier wurde sogar Frosch gegessen, Babyfrösche. Also Entenblut, Magen von der Kuh. Ich habe da alles gegessen, was es so gefühlt auf der Welt zu essen gibt. Und das fand ich ultra gut, das ist mir am besten in Erinnerung geblieben. Aber auch tatsächlich die Fliegerkultur ist da relativ gut ausgeprägt. Wir hatten da auch wieder einen Wettkampf, den haben wir auch relativ gut platziert. Und das hat mich auch überrascht, dass man da so gut fliegen konnte, gerade zu der Jahreszeit.

26:11Jonas Pruessing

Weil da war dann eigentlich schon so ein bisschen, ich dachte, da brachte ich die Season vorbei, aber im Norden von Vietnam, das war in Phu Tha Leng, da konnte man immer noch sehr, sehr, sehr gut thermisch fliegen. Das hat mir einfach ultra gut gefallen.

26:26Jonas Pruessing

Ja, das war ein Thema. Man ist da natürlich auch ganz schnell in die Community natürlich dann reingekommen. Ich kannte, schwupsdiwups, quasi, ich würde sagen, 50 Prozent der vietnamesischen Piloten wurden dann überall weiterempfohlen. Und wir sind dann auch feiern gegangen zusammen. Und die Kultur, sage ich mal, da ist schon europäisch angehaucht. Auf jeden Fall. Also auch die Feierkultur, da wird Bier getrunken, da wird in die Disco gegangen, sage ich mal, da wird abends zusammengesessen und gegessen. Das hat sich sehr auch heimisch angefühlt in gewissen Zügen.

26:57Jonas Pruessing

Und die Kultur da des Feierns hat mir sehr gut gefallen.

27:02Lucian Haas

Von diesen exotischen Sachen, die du dort gegessen hast, was war das Exotischste, wo du sagst, das war das Leckerste? Also was sollte man auf jeden Fall mal probieren? Auch wenn du erst mal denkst so, oh Gott, was ist das denn für ein Zeug? Aber wenn man nach Vietnam reist, was sollte man mal gegessen haben, was dann entsprechend lecker ist?

27:23Jonas Pruessing

Boah, lecker ist jetzt natürlich so eine Definition. Ich war bei vielen Sachen erst mal überrascht, muss ich sagen, was man überhaupt essen kann. So auf lecker würde ich mich jetzt gar nicht so festlegen wollen. Was einfach mein Lieblingsessen war, aber das gibt es dann mehr oder weniger auch in allen asiatischen Ländern, das ist Jupsal. Das ist so eine Art des Kochens quasi. Das ist so ein bisschen wie Grillen, würden wir das beschreiben. Nur man tut das halt am Tisch und es ist kein richtig offenes Feuer, sondern schon abge-, also quasi glühende Kohle. Und auf die wird dann so eine Art Grillrost gelegt und dann kocht man sein Essen quasi selbst im Restaurant.

28:01Lucian Haas

Ist so wie bei uns Grillen auf dem heißen Stein oder sowas. Ja, genau.

28:05Jonas Pruessing

Nur dass die keinen heißen Stein haben,

28:06Lucian Haas

sondern den

28:07Jonas Pruessing

Kohlegrill darunter. So ein bisschen wie Fondue, könnte man sagen, ja. Also, oder nicht Fondue, wie heißt das andere? Du meinst Raclette wahrscheinlich? Raclette, Raclette, das ist es, richtig. Genau, so ein bisschen wie Raclette, nur halt dann doch anders. Aber das ist eine Sache, die würde ich auf jeden Fall empfehlen. Primär angesetzt ist das in Südkorea, aber das hat sich mittlerweile überall verteilt, in Südostasien auch. Das ist eine richtig tolle Sache. Was man auch, Hot Pot ist da auch ganz viel verbreitet. Das kommt mehr so aus China aus der Richtung. Da kocht man dann sein Essen selbst im Restaurant quasi in so einem Kochtopf. Ist auch ultra spannend. Das sind halt eher so, sage ich mal, sehr gemütliche Arten, ins Restaurant zu gehen, weil man natürlich unglaublich, man braucht viel Zeit, muss man mitbringen, natürlich für solche Arten des Restaurantsbesuchs.

28:55Jonas Pruessing

Aber man hat auch gut Gelegenheit, sich zu unterhalten. Da wird halt jeder Restaurantbesuch gleich zu einem quasi richtig guten Event, wo man sich auf jeden Fall dran erinnert. Das würde ich so empfehlen. Ich kann Sachen auch nicht empfehlen. Da war bei mir persönlich dicke Kröte. Die hat zwar geschmeckt, so ein bisschen wie Hühnchen, aber die riecht halt ein bisschen streng, wenn man die dann gekocht hat und gegrillt. Also Nase zu halten

29:21Lucian Haas

und dann das Hühnchen genießen, was das eigentlich eine

29:24Jonas Pruessing

dicke Kröte ist. Richtig, richtig. Kleine Frösche, das geht. Die sind dann so knusprig wie Chips eigentlich. Das kann ich schon eher empfehlen. Aber so dicke Kröte muss man sich dran gewöhnen.

29:36Lucian Haas

Wunderbar. Springen wir einen weiter. Indonesien.

29:40Jonas Pruessing

Ja, Indonesien. Muss ich sagen, das Geilste waren eigentlich die Vulkane. Also wenn man ganz ehrlich ist, die haben eine Vulkanlandschaft. Das habe ich so noch nicht gesehen. Ich war zwar auf Teneriffa vorher, aber die haben einfach aktive Vulkane. Das fing an, da waren wir, glaube ich, ein paar Tage auf Sumatra erst. Und plötzlich, während wir geflogen sind, steuere ich auf so einen Vulkan zu und denke mir so, boah, der wird doch nicht ausbrechen. Einen Tag später sind wir einen Startplatz weiter geflogen. Während wir da geflogen sind, ist dieser Vulkan in 10 Kilometer Entfernung ausgebrochen. Also das war dann schon krass. Aber so ausbrechen

30:17Lucian Haas

heißt so eine kleine Rauchwolke, die oben rauskommt? Oder richtig spritzt Lava oben raus und du fliegst 10 Kilometer entfernt und sagst dir, hoffentlich kommt kein Ascheregen auf meinen Schirm runter.

30:27Jonas Pruessing

Es ist dann ja schon so, nur eine Rauchwolke, die da rauskommt. Aber das hängt natürlich immer davon ab, wie stark der Ausbruch jetzt ist. Da schießt auch Lava manchmal raus und Gesteinsbrocken. Das kommt dann immer darauf an, wo man gerade ist und wie schlimm der Ausbruch effektiv ist. Also man wird dann auch evakuiert. Man durfte sich dann auch den Vulkan um den gewissen... Radius nicht nähern. Ich weiß nicht, ob das auch für den Luftraum geil ist. Es gab jetzt keinen Luftraum -Notarm oder so. Die haben wir nicht wahrgenommen. Von daher konnte man das alles machen und konnte da ranfliegen. An der anderen Ecke, das war dann Mount Bromo. Da sind wir auch sehr nah an den aktiven Vulkan geflogen. Wenige Kilometer eigentlich nur. Und da schießen auch manchmal Steine noch raus. Also der ist fast dauerhaft aktiv, aber der hat dann aktivere Phasen, wo er dann Lava spuckt und Steine.

31:14Jonas Pruessing

Wir waren zu einer Phase, wo nur riesige Mengen von Dampf sozusagen rauskamen und Asche so ein bisschen. Das war natürlich spektakulär.

31:23Lucian Haas

Mount Bromo ist doch, glaube ich, ein Vulkan im Vulkan, oder? Also der aktivere Teil des Berges wächst quasi aus dem eigentlichen riesigen Krater noch mal heran so ungefähr.

31:36Jonas Pruessing

Genau, genau. Also genau so ist das. Das ist nicht nur beim Mount Bromo so, sondern da gibt es ganz viele Vulkane im Vulkan. Also da gab es ja auch so Supervulkane, die jetzt sich über mehrere hunderte Kilometer strecken, die dann natürlich nicht mehr so ganz wie ein Vulkan aussieht. Nur wenn man dann mit dem Gleitschirm drüber fliegt über so einen Supervulkan, dann erkennt man eigentlich erst, dass es halt ein richtiger Vulkan ist. Nur der ist halt so groß, dass wenn man da jetzt steht an irgendwo, dann würde man es gar nicht richtig erkennen. Man muss dann schon hoch drüber fliegen und dann sieht man, das ist einfach ein gigantisch großer Vulkan. Und in solchen sind wir dann auch geflogen. Also da gibt es ja mehrere von. Und das ist einfach unglaublich. Das sieht super krass aus. Und wenn man daran denkt, dass da halt tatsächlich irgendwo unten noch eine Lava -Kammer ist und die hypothetisch wieder ausbrechen könnten, dann ist das ein ganz, ganz anderes Gefühl.

32:26Jonas Pruessing

Und wenn da natürlich direkt neben dir einer ausbricht, jetzt kein Supervulkan, sondern nur ein kleiner, dann fühlt sich das ganz, ganz anders aus an. Und das Fliegen da ist schon eine andere Welt und sieht landschaftlich auch unglaublich toll aus. Selbst als Nicht -Tourist. Also als Nicht Gleitschirm -Tourist gibt es da natürlich viele Sachen zu machen. Wir sind dann auch auf den Mount Egen hochgewandert. Da gibt es dann sogenannte Blue Flames. Also da kommen tatsächlich blaue Flammen aus dem Vulkan raus, die man sich dann auch angucken kann. Man muss dafür aber so eine Sauerstoffmaske, ist es nicht, aber so eine Filtermaske quasi, wie diese Corona -Masken, nur ein bisschen professioneller anziehen, um da überhaupt hochlaufen zu können. Weil da natürlich überall Schwefelgase sind, die dann auch nicht so...

33:12Jonas Pruessing

gesundheitsfördernd sind. Man muss auch mittlerweile so ein Zertifikat sich vom Arzt bestätigen lassen, dass man überhaupt da hochlaufen kann, in der Lage ist. Genau, aber das ist auch super spannend gewesen. Und das sind so Sachen, Vulkane in Indonesien muss man mal gesehen haben.

33:28Lucian Haas

Springen wir einfach weiter, Malaysia.

33:30Jonas Pruessing

Ja, Malaysia ist auch wunderschön. Ist noch deutlich mehr naturverbunden gefühlt als manche andere Länder. Wobei jetzt Sumatra zum Beispiel war. Das ist, glaube ich, mit das natürlichste Land noch. Was aber in Malaysia bei uns auf jeden Fall ein Highlight war, waren Elefanten. Wir haben da nämlich einfach wilde Elefanten im Dschungel gesehen. Wir haben im Dschungel übernachtet. Wir dachten uns so, wir sind jetzt frisch in Malaysia, wir sind müde. Wir suchen jetzt einen Schlafplatz, sind abgebogen auf der Autobahn und plötzlich waren wir im tiefsten Dschungel und haben uns dann gedacht, es war halt dunkel. Wir dachten uns so, ja, kann man schon ein Zelt aufbauen, ne? Und am nächsten Morgen kriechen wir aus dem Zelt raus und kurz danach sehen wir einfach so ein Elefantenbild. Ne? Und da waren die Elefanten da rumlaufen und wir dachten so, aha, also gibt es die hier scheinbar schon.

34:17Jonas Pruessing

Und dann gibt es in Malaysia jetzt nicht, aber in Sumatra gibt es ja zum Beispiel dann auch Tiger. Und ich hatte ja den Tiger auch dabei. Also von daher, das war dann natürlich auch so eine kleine Hoffnung von uns, irgendwo mal einen Tiger zu sehen. Das war jetzt nicht der Fall. Aber Elefanten und Natur an sich ist da sehr interessant. Was halt in Malaysia auffällt, ist, dass es halt sehr viel mit Palmenölindustrie zu tun hat. Das heißt, man sieht dann, wenn man weiter in den Südosten fährt, überall riesige Palmenplantagen. Das fällt auf. Das sieht jetzt auch nicht so super toll aus, aber ich sage mal, immerhin ist es noch grün. Besser als Wüste. Die Menschen und das Essen da war natürlich auch richtig gut. Und vor allem muss man sagen, haben die echt schöne Gleitschirmstartplätze auch.

35:03Jonas Pruessing

Also wir haben da Startplätze gesehen, direkt an der Küste zum Sohren, wo man aber theoretisch auch noch gleichzeitig thermisch fliegen kann. Wo es quasi... Es gibt keinen Tourismus da. Und wir haben uns nur gedacht, das ist eigentlich der perfekte Touristenplatz. So ein bisschen ist, glaube ich, diese Nordostküste da noch sehr unbekannt auf der Welt. Aber gerade für Gleitschirmflieger kann das ganz interessant sein. Also wir hatten kurz überlegt, eigentlich müssen wir direkt eine Flugreise her anbieten, weil das sieht schon geil aus hier. Das war auf jeden Fall in Malaysia eine wunderschöne Sache. Klar, die haben auch richtig große Städte wie Kuala Lumpur. Kuala Lumpur kennen, glaube ich, die einen oder anderen. Da waren wir natürlich auch und haben uns die typischen Touri -Sachen angeguckt. Alles spannend. Aber interessant war eigentlich, die Gleitschirm -Szene zu sehen, dass die da noch nicht so entwickelt ist.

35:51Jonas Pruessing

Und auch generell der Tourismus in den abgelegenen Ecken nicht vorhanden ist, obwohl es wunderschöne Ecken gibt.

35:58Lucian Haas

Malaysia -Ostküste, wo du gerade sagtest, da kann man so toll fliegen. Gibt es denn da schon offizielle Startplätze? Also da gibt es auch wieder einzelne Gleitschirmflieger, die da ihren Startplatz gewissermaßen freigeschlagen haben? Oder wie muss man sich das vorstellen? Oder seid ihr da einfach mal von der Klippe gestartet?

36:13Jonas Pruessing

Also es gibt da richtige Gleitschirmstartplätze, die von, ich sag mal, Clubs gepflegt werden, muss man sagen. Aber davon gibt es nur so eins, zwei. Und dann gibt es nochmal eine gute Handvoll von Gleitschirmstartplätzen, die private Leute pflegen. Also wo dann wirklich nur ein Gleitschirmflieger ist und der pflegt dann den Gleitschirmstartplatz. Den lernt man natürlich ganz schnell kennen oder er kennt einen schon, wenn man da rumreist. Und dann führen die einen auch auf den Berg hoch und das ist dann tatsächlich da auch gut fliegbar und ist ein vernünftiger Startplatz. Das gibt es da in beiden Formen, aber man muss sagen, halt einfach nicht in der Häufigkeit wie in Europa.

36:53Lucian Haas

Könnte man denn dort auch Streckenflüge machen? Oder musst du sagen, okay, es gibt den Startplatz, der hat auch irgendwo unten eine Wiese, wo man landen kann, aber drumherum ist eigentlich alles Dschungel oder sonst irgendwie was. Da wirst du dann wieder von den Piloten angefunkt und die sagen, da fliegt man nicht weiter, weil da hinten kommt eigentlich nichts mehr.

37:11Jonas Pruessing

Genau, also Streckenfliegen ist da jetzt noch nicht so ausgeprägt in Malaysia, muss man wirklich sagen. Aber ich habe es trotzdem gemacht. Es hat natürlich seine Gründe, dass das da nicht so viele machen, weil es gibt nicht so viele Landeplätze. Das muss man ganz klar sagen. Also teilweise kommen da Palmenplantagen von mehreren, ich will nicht sagen hunderten Kilometern. Aber es geht in die Richtung und da muss man irgendwie ein Lochjahr zwischen den Plantagen finden, wo man noch reinlanden kann, im Zweifelsfall. Gibt es da

37:36Lucian Haas

keine Wege, die frei sind, wo die einfach mit ihren Treckern längs fahren, wo du sagen kannst, da könnte ich immer noch so auf dem Weg dann landen? Oder sind wirklich diese Palmenplantagen so dicht, dass man letzten Endes immer in

37:48Jonas Pruessing

der Palme landen würde? Ja, also die sind tatsächlich so dicht, dass man in den Palmenplantagen nicht landen kann. Wir haben einmal darüber nachgedacht, dass es so einen Weg dazwischen geben könnte, wo man vielleicht am Boden landet, aber der Schirm landet auf jeden Fall in den Palmenplantagen. Da kommt man gar nicht drumherum dann in so einem Fall. Aber manchmal gibt es irgendwie... Ja, ich sage mal, ein Grundstück dazwischen. Irgendjemand muss das ja auch pflegen, die Palmenplantagen. Und meistens gibt es dann doch irgendwie jemanden, der sich dazu zugehörig fühlt. Und idealerweise hat der irgendwie einen kleinen Garten, oder? Und dann kann man in den Garten reinlanden. Ein Thema ist natürlich auch einfach in Südostasien viele... Also es gibt jetzt bei uns sind ja fast alle Stromleitungen gefühlt unterirdisch gelegt. Das ist in den Ländern da überall eigentlich nicht so.

38:33Jonas Pruessing

Ob das jetzt Japan ist, Südkorea oder Malaysia oder Thailand. Die Stromleitungen sind alle überirdisch. Also zu, ich würde sagen, 90 Prozent oder wahrscheinlich sogar mehr. Das heißt, das ist auch einfach ein Riesenproblem in den Ländern. Also es geht da nicht nur darum, dass man überhaupt was zum Landen findet, sondern man muss auch noch abscannen, hängen da vielleicht Stromleitungen drüber. Das ist ein Thema, deswegen habe ich mir manchmal schon vorgestellt, eigentlich wäre cool, wenn man so eine Zoom -Funktion mit dem Auge hätte. Und dann könnte man sich nochmal das Feld ein bisschen genauer angucken. Weil wenn man natürlich noch hoch ist, dann siehst du es einfach nicht. Und du musst dann schon eigentlich dich auf 300 Metern nähern, um überhaupt zu erkennen, sind da jetzt irgendwelche Leitungen noch drüber. Und ist es wirklich ein Landeplatz. Und 300 Meter drüber, dann ist es meistens schon deine letzte Option.

39:18Jonas Pruessing

Also wenn du in den Ländern dann noch ein Feld findest von da, dann ist es schon gut. Aber meistens ist es das Letzte. Deswegen, da muss man schon ein bisschen aufpassen. Und deswegen machen das die Locals auch nicht.

39:30Lucian Haas

Also da braucht man letzten Endes, bräuchte man so eine Kamera -App mit KI, die dann automatisch die ganzen Stromleitungen oder Sonstiges mit einzeichnet und erkennen kann.

39:40Jonas Pruessing

Ja, sowas wäre eigentlich gut. Das wäre ein Thema. Genau, ein anderes Thema ist natürlich, als wir da waren, da war es auch nicht so season zum Fliegen. Aber generell ist auch die Basis, zum Beispiel in Malaysia, jetzt nicht so ultra hoch. Ich bin einfach mit 800 Meter über Meeresspiegel losgeflogen. Das waren dann so 500 Meter über Grund. Das ging dann auch. Also man kann dann auch mit 500 Meter über Grund auf Strecke gehen. Aber das reduziert dann die Landeplatzauswahl nochmal extrem. Also von daher. Also auf Strecke gehen in Malaysien, ja geht. Aber muss man dann schon, muss man sich selbstbewusst sein, dass die Fähigkeiten entsprechend sind. Sonst landet man halt in einer Palmenplantage, was jetzt auch nicht der Worst Case ist. Man überlebt das alles. Bäume sind unsere Freunde und so. Aber es ist halt nicht schön, wenn man den nächsten Tag wieder fliegen will.

40:27Lucian Haas

Kommen wir zum Streckenfliegen. Thailand, ich glaube, da bist du ein bisschen mehr auf XC gegangen.

40:33Jonas Pruessing

Genau, genau. Thailand hat sich herausgestellt als das geheime XC -Paradies, kann man fast schon sagen. Ist richtig krass. War mir so auch noch nicht bewusst. Ich war vorher schon einmal in Thailand. Damals aber hatte ich gerade so meinen Arschschein und hatte den Schirmer auch nicht dabei. Weil zu dem Zeitpunkt gab es nur einen einzigen Fleck auf den Karten eigentlich, wo es hieß, man kann in Thailand fliegen. Mittlerweile hat sich das völlig geändert. Das ist jetzt sieben Jahre her. Und mittlerweile ist Thailand, hat ganz, ganz viele Startplätze. Also ist auch nicht so viele wie in Europa. Also ganz, ganz viele sind dann halt so 10 bis 20. Aber das ist schon viel. Und es gibt auch einfach richtig, richtig gute Gelände. Zum Beispiel Putaburg, das ist im Norden von Bangkok und das gilt so in der Zeit von Dezember, November kann man auch schon hin, November, Dezember, Januar, Februar ist das richtig gut da.

41:25Jonas Pruessing

Und dann gibt es zum Beispiel noch Khao Sadao, das ist dann auch so ein bisschen nordöstlich von Bangkok gelegen und da kann man dann in der späteren Zeit von Februar, März, April richtig gut fliegen. Theoretisch jeden Tag. Im April sind die Asiaten in Thailand, also da kommen natürlich dann die ganzen Asiaten quasi auch aus den anderen Ländern, also deswegen, das sage ich immer Asiaten, sind dann natürlich alle nach Thailand gegangen, weil die wissen, dass es da gut geht. Und dann sind die jeden Tag über 200 Kilometer geflogen. Also da wurden Strecken geflogen von 280 Kilometer. Das war schon richtig krass. Und ich hatte gerade quasi wieder Südostasien verlassen und habe mich dann so ein bisschen geärgert, dass ich nicht den April noch da geblieben bin, weil die hatten mir natürlich schon alle gesagt zu Jonas, bleib bis. Ende April, du musst hierbleiben.

42:12Jonas Pruessing

Aber da fing ja theoretisch die Wettkampfsaison schon wieder in Europa an. Die hat sich dann leider wegen schlechtem Wetter dann doch nicht blicken lassen. Von daher saß ich dann hier ein bisschen im Regen. Aber Thailand, unglaubliches XC -Potenzial, weil es gibt da in den Regionen quasi keine großen Hindernisse. Richtig hohe Basis, die Thermiken ballern wie sonst was. Das geht richtig gut, aber die sind jetzt auch nicht so krass turbulent, sondern sind einfach smooth für Thermiken. Die dann aber halt letztendlich dann doch auch relativ smooth sind. Also ich würde fast beschreiben anfängerfreundlich. Wir hatten da, also in Asien gibt es ja eh jetzt auch gefühlt mehr Anfänger als wie Profis. Und da hatte jetzt keiner wirkliche Schwierigkeiten. Also Thailand ist in vielen Bezügen fliegerisch richtig toll.

42:57Jonas Pruessing

Was natürlich eine Sache ist, man sieht dann doch ab und zu den einen oder anderen Waldbrand in Thailand, weil es ist dann einfach sehr trocken und heiß. Und dann fängt es dann doch an der einen oder anderen Stelle an zu brennen. Und. Und das sieht man dann, kann man natürlich als Gleitschirm-Blog unter Umständen auch für sich nutzen. So ist es auch dazu gekommen, dass ich quasi über aktive Waldbrände geflogen bin und da dann drüber aufgedreht bin. Lecker, sage ich mal.

43:22Lucian Haas

Wenn es nicht hochgeht oder wenn es einen abmontiert, ist es natürlich nicht so toll. Wie startet man oder wo startet man denn da? Sind das Berge oder ist das Windenschlepp, wo man hochgezogen wird? Weil ich habe, glaube ich, irgendwo mal nur was gesehen von einem Gelände in Thailand, das auch einer so als Tour angeboten hat und kommt doch zu mir und sowas. Das ist, glaube ich, vielleicht sogar ein Deutscher, der da ausgewandert ist und das da macht. Und der hat auf jeden Fall einen Windenbetrieb und schleppt dich dann da hoch. Aber wie war das bei den Gebieten, die du gerade genannt

43:49Jonas Pruessing

hast? Also ich habe in ganz Südostasien kein einziges Windengebiet gefunden und ich habe eigentlich aktiv danach gesucht auch. Ich habe mal einen kennengelernt, der hatte so einen Roller zu einer Winde umgebaut. Das war in Südkorea, aber die haben sie auch nicht genutzt. Und auch in ganz Thailand und auch in den sonstigen Ländern habe ich keine Winden gesehen. Das waren alles. Berge, also das geht von Hügel bis hin zu Bergen. Putaberg ist dann schon eher so ein richtiger Berg. Ich glaube, das ist auch einer der berühmtesten Berge, so auch für die Thailänder persönlich. Machen die da Urlaub und so. Es ist eine Urlaubsregion für Erdbeeren, ganz bekannt zum Beispiel auch. Und da gibt es mehrere Startplätze quasi an diesen Berg. Also es ist natürlich so eine Ostlage, Nordostlage, die man da eigentlich braucht. Das hat man eben in den Regionen eben so von November bis Februar.

44:39Jonas Pruessing

Und danach setzt eigentlich der Südwestwind ein. Dann sind halt andere Startplätze interessant, die aber eben auch alle Berge bis Hügel sind. Also ich sage mal so, wir haben jetzt nichts gefunden unter 200 Meter Höhendifferenz. Und ich glaube, Putaberg hat so um die 800, 900 rum. Aber lage mich darauf nicht fest, es waren auf jeden Fall höhere Berge.

45:00Lucian Haas

Wie hast du das denn überhaupt mit der Wettereinschätzung gemacht? Du hast gerade gesagt, ja, da braucht man Nordost und Sonstiges. Also hast du selber immer täglich in eine Wetter -App gegessen? Gekuckt und auch danach entschieden, wo fahre ich jetzt eigentlich hin? Oder musstest du dann feststellen, das Wetter wird immer lokal gemacht? Und eigentlich kann man diese ganzen Apps lokal oder zumindest in der Region dann noch gar nicht gebrauchen oder in die Tonne kloppen.

45:22Jonas Pruessing

Genau, also es gibt natürlich viele Wetter -Apps nicht in Asien, die wir hier nutzen. Ich sage mal jetzt Meteo Parapente oder Paraglideable oder sowas jetzt, die so ganz groben Überblick geben. Wobei Meteo Parapente nutze ich jetzt im deutschen Flachland schon sehr viel. Das funktioniert da gar nicht. Was halt funktioniert einigermaßen ist, wenn die halt, dann nimmt man halt alle Modelle, die da sind und macht dann so mit dem Daumen Plus Minus. Und dann hofft man halt, dass das so mehr oder weniger eintritt. Natürlich muss man auch einfach eine gewisse Erfahrung mitbringen, um so eine Reise zu machen und muss das Wetter einschätzen können selber. Also man muss dann letztendlich da stehen, muss sich die Wolken und das Wetter angucken und auch den Wind natürlich muss man einschätzen können. Wir nutzen natürlich dafür ganz oft schon, wenn wir irgendwo hinfahren, Wind fahren oder sowas.

46:09Jonas Pruessing

Die wir uns dann angucken und daran orientieren oder auch Büsche, die sich schon biegen oder Bäume, um einzuschätzen, wie ist denn jetzt überhaupt der Wind schon auf dem Weg irgendwo hinzufahren. Aber tatsächlich ist so, dass wir den Abend vorher oder ich den Abend vorher auch immer eine Analyse gemacht habe, wo kann man potenziell am nächsten Tag fliegen. Und dann haben wir danach unsere Route geplant. Also es war dann wirklich so jeden Tag geguckt. Meistens kann man ja nur zwei, drei Tage vorausgucken mit dem Wetter und deswegen war der Plan meistens sehr, sehr spontan. Und Windy funktioniert da, aber muss auch einfach seinen eigenen Verstand und seine eigenen Erfahrungen mitbringen, um das gefahrenfrei da tun zu können.

46:48Lucian Haas

Kommen wir zum letzten Land, wo du noch warst, auch wenn es nicht in der Reihenfolge das letzte war,

46:53Jonas Pruessing

Australien. Australien war natürlich super spannend, war so auch nicht direkt geplant. Ich bin da mit einem Kumpel hin und der meinte, wir müssen da XT fliegen, dafür muss man eigentlich nach Manila. Das ist nicht die Hauptstadt von den Philippinen, wie ich vorher dachte. Und da war ich ja vorher auch schon, ich dachte, Manila, das kenne ich, war ich schon.

47:13Lucian Haas

Wo kann man hier XT fliegen,

47:15Jonas Pruessing

über den ganzen Hütten, die da sind? Es gibt dann auch noch einen Manila in Australien und das ist das XT -Gebiet, da muss man sagen, da kann man auch viele hunderte Kilometer fliegen. Das ist richtig gut zu der Zeit, da sind quasi auch, die Asiaten kommen dann quasi auch dahin. Also man muss dazu sagen, die, die ein bisschen Geld haben und das sind ja meistens Leute auch, die in der Gleitschirmszene sind, die sind dann halt natürlich auch viel am Rumreisen da. Von daher, man sieht dann Leute auch immer wieder wieder. So habe ich da Leute wieder getroffen, die ich in Vietnam vorher schon getroffen habe oder andere, die ich in Taiwan schon gesehen hatte. Und so trifft man immer wieder die gleichen Leute mehr oder weniger da in der Region, wenn man ein bisschen aktiv ist. Und da ging es natürlich richtig gut zu fliegen.

48:00Jonas Pruessing

Was in Australien ein Thema ist oder bei mir hängen geblieben war, war auf jeden Fall, die Tiere sind ein bisschen aggressiv. Teilweise so war es schon, dass ich das bei uns schon angekündigt wurde. Drei Tage vorher ist ein Kumpel von uns schon, also waren Kumpels aus Asien schon vorgeflogen dahin und dem hatte direkt ein Vogel den Schirm zerrissen, also wirklich zerrissen im Flug. Der hat ihn dann versucht zu reparieren, aber das hat auch nicht so gut funktioniert. Ein paar Tage später ist er tatsächlich auch abgestürzt. Also die Vögel sind da sehr aggressiv. Auch ich wurde drei, vier Mal von Vögeln angegriffen. Haben dann natürlich immer schnell. Schnell den Beschleuniger getreten und gesehen, dass ich da wegkomme, weil du hast auch keine Chance als Gleitschirm-Blog gegen die Vögel. Also ganzer. Bist du schneller als die Vögel?

48:45Jonas Pruessing

Wenn die im Sturzflug sind, dann dann nicht. Deswegen ist es wichtig zu erkennen Okay, der Vogel ist noch unter mir. Die drehen besser als man selber. Also die sind da. Das dauert keine zehn Minuten, dann sind die über dir und weil die dann doch die Thermik ein bisschen besser kennen als man selber. Und dann wird es Zeit, sich zu verkrümeln. Also wenn ein Vogel von 200 Meter über dir ankommt, dann schießen die richtig schnell. Und dann die, die zerstören dir den Schirm halt. Deswegen es gilt dann frühzeitig zu erkennen, da ist ein gefährlich aussehender Vogel, ich mach die Fliege. Also spätestens wenn du Schreie hörst, das ist das Zeichen, sich zu verkrümeln. Also ab in den Beschleuniger und dann muss er halt, dann muss er halt notfalls landen gehen. Also gibt

49:26Lucian Haas

es da so ein Briefing am Startplatz für die neu angekommenen Ausländer? Was heißt hier die zehn Vogelsilhouetten? Bei diesen zwei musst du auf jeden Fall aufpassen, wenn sie unter dir sind, lass sie unter dir. Und nie über dich kommen lassen, sonst wird es gefährlich.

49:40Jonas Pruessing

Also wenn ich eine Flugreise dahin anbieten würde, ich würde es auf jeden Fall machen in meiner Präsentation. So war es natürlich, wir hatten da niemanden, der uns irgendwas Großes erklärt hat da. Gab es jetzt nicht, sondern es war alles über Mundpropaganda und letztendlich beim XT -Fliegen, du kommst ja überall hin, ja. Und von daher, man weiß dann auch nie genau, wo die Vögel jetzt gerade sind, die wahrscheinlich ihr Gebiet verteidigen, oder? Also das wird wahrscheinlich deren primärer Ansinn sein. Wenn man jetzt, ich sag mal, auf 3000 Meter Höhe ist und da ist ein Vogel, dann ist er da. Das ist auch kein Problem, weil der verteidigt da oben nichts, ne. Also dann sind die auch, sag ich mal, entspannter, sondern es kommt meistens darauf an, wo ist man gerade, ist man in der Nähe deren Territorium. Dann ist es halt schlecht, ne, dann reicht auch ein kleinerer Vogel, der muss dann gar nicht so gefährlich aussehen. Wenn man dann halt am Boden ist oder bodennah, dann ist die Wahrscheinlichkeit natürlich höher, dass man auf solche Gebiete trifft.

50:30Jonas Pruessing

Aber wir hatten jetzt kein Briefing, wo uns das vorher erzählt wurde, es war mehr so Mundpropaganda oder die Videos sind natürlich auch viral gegangen, wo es dem... den Zürmchen errissen hat, das war so ein Bumerang 12, glaube ich, das ein oder andere wird das auch gesehen haben. Das ging da ganz gut rum. Und das sind jetzt nicht nur die Vögel, die da aggressiv sind, ich wurde am ersten Tag auch schon von so einer Spinne gebissen. Da dachte ich mir so, hm, was ist das, ist mir auch noch nie passiert. Und dann kommen da auch manchmal Kängurus, also es gibt Kängurus in Australien, habe ich direkt am ersten Tag gelernt. Also gewusst habe ich es natürlich vorher schon, aber ich habe es dann auch gesehen. Und ein Kumpel von mir, der ist dann auch gelandet einmal. Das war natürlich auch eine wilde Landung, weil der wurde gesandwiched, so ein bisschen von zwei Stürmen, muss man sagen, da kamen schon Blitze raus aus den Wolken.

51:15Jonas Pruessing

Und dann ist er gerade gelandet, im Hintergrund, so 400 Meter entfernt von ihm, den Blitz eingeschlagen in so ein Haus, in so eine Hütte, stand dann auch völlig in Flammen. Und er hat dann gerade geschafft, weil da war natürlich schon Kaltwindausfluss, das heißt, da hat es gestürmt ohne Ende und er hat versucht, noch sein Landefeld zu erreichen, hat er auch geschafft. Schirm gerade zusammengerafft, plötzlich kommen noch zwei Kängurus an. Und wollen den quasi verprügeln. Und er geht dann aber in Verteidigungsposition und wollte dann gerade quasi anfangen zu treten und dann haben die sich doch gedacht, boah, scheiße, am Ende wirft der auch noch auf uns einen Blitz und haben sich dann verkrümelt spontan, die Kängurus. Also der wurde jetzt nicht angegriffen, aber ich habe mittlerweile schon andere Videos gesehen, wo tatsächlich Leute gelandet sind und dann kommt ein Känguru angehüpelt, gibt dem zwei ins Gesicht und dann holpert das wieder weg.

52:02Jonas Pruessing

Also das kommt davor, das ist jetzt kein Scherz, muss man drauf denken. Ich bin auch oft neben Kängurus gelandet, die waren nett zu mir, also die haben nur begeistert geguckt, also da wird es auch solche und solche geben, aber darf man nicht unterschätzen, tatsächlich gibt es sowas.

52:19Lucian Haas

Was war denn für dich, ich meine, das ist jetzt, was dein Kumpel da erlebt hat, was war denn für dich so der scary Moment, den du in Australien oder irgendwo anders hattest? War das, wo du sagen würdest, das war wirklich sketchy für mich?

52:33Jonas Pruessing

Ja. Gab es sowas? Das gab es, das gab es in Australien einmal, da habe ich auch das Wetter fast ein bisschen falsch eingeschätzt, also mir war schon klar, dass es gleich überentwickelt, da war ich gerade in Mystic Bride, das ist so ein bisschen südwestlicher von Sydney und das ist auch ein gutes Gleitschirmgebiet da und da hat es dann relativ schnell überentwickelt und da hatte ich dann eine meiner sketchiesten Landungen, weil schwupsdiwups dachte ich mir so, boah, die Wolke ist jetzt so groß und dann kann ich nicht mehr da sein. Kam schon der kalte Luftausstoß und dann ging es nur noch quasi rückwärts. Fünf Minuten, nachdem ich gelandet bin, hat es angefangen zu regnen und nochmal fünf Minuten später kam der Hagel und die Blitze, also das war so auf den letzten Knopf quasi gelandet und da ging es dann auch ein bisschen schneller runter, weil ich musste mir natürlich irgendeine Landemiese suchen, da gab es jetzt auch nicht mehr so viele gute, da war dann auch ein Baum davor und dann kam ein bisschen Lee noch, glaube ich, dazu und dann ging es mal mit erhöhter Geschwindigkeit gegen den Grund, war jetzt auch nicht schlimm, hat mir nicht so viel geholfen.

53:35Jonas Pruessing

Ich bin natürlich nicht verletzt und gar nichts, aber für die, die es gesehen haben, sah es erstmal aus wie, wow, krass. Die sind natürlich auch zehn Minuten vorher noch geflogen, aber zehn Minuten haben da schon ausgereicht, um die Situation komplett zu verändern. Da muss man drauf achten, also in Australien entwickelt sich das Wetter ganz, ganz, ganz schnell, das darf man nicht unterschätzen und das ist halt auch dieser Punkt, wo ich sage, man muss da mit hoher Eigenverantwortung rangehen und mit gewisser Erfahrung und besser lieber einmal nicht gestartet als wie einmal zu viel. Ich hatte nochmal eine sketchy Situation. Ich hatte eine sketchy Situation in Indonesien, da waren wir eben auf diesem Mount Bromo, das war dieser Vulkan, da wollten wir starten und ein Kumpel hatte uns erzählt, dass da ein Startplatz ist, aber wir haben den nicht so richtig gefunden und dann haben wir nochmal Locals gefragt, also Leute, die da quasi rumstehen so und die meinten dann so, ja, wir wissen, irgendwo gibt es hier einen Startplatz und dann haben die uns irgendwo hingefahren, aber wir haben immer noch nicht so richtig den Startplatz gesehen und dann ist der Tiger mit seinem kleinen Schirm quasi von so einer Klippe,

54:36Jonas Pruessing

runtergesprungen, also es sah echt krass aus und ich dachte mir so, ne, das überlebe ich nicht mit meiner Ausrüstung, es funktioniert nicht, es war auch noch quasi Rückenwind, also da kam, es war ja leicht rückenseitlich der Wind rein und dann habe ich mir, habe ich lange gesucht, bis ich eine Wiese gefunden habe, wo ich mir dachte, hier kann das funktionieren, das war, das hat funktioniert, aber das war schon ein bisschen sketchy, da war ich echt froh, dass das am Ende gut aufging, weil die war halt einfach ultra steil und es war, glaube ich, mit einer steilsten Startplätze, die ich je gesehen habe. Eben als erflogen bin und dann hatte ich nochmal in Thailand auch einen sehr sketchy Start, da hatten wir nämlich auch ein bisschen mehr Seitenwind, als wir uns eingestehen wollten und dann habe ich drei, vier Mal probiert zu starten, hatte dann halt Startabbrüche und beim letzten Mal dachte ich mir so, ach komm, wenn man jetzt schnell genug läuft, dann muss das funktionieren und da bin ich dann auch, ja, erstmal abgehoben, aber dann so ein bisschen hatte ich dann Buschkontakt, bin dann plötzlich glücklich, weil sie nicht in den Busch gelandet, sondern wieder halt auf so einen Felsvorsprung, kann man fast sagen, aber das war so, glaube ich, mit meiner sketchieste Starterfahrung auf jeden Fall.

55:45Jonas Pruessing

Ja, ansonsten muss man sagen, es ist eigentlich alles ziemlich gut gelaufen, so für ein halbes Jahr, jeden, mehr oder weniger jeden Tag in Asien fliegen, war das schon gut.

55:57Lucian Haas

War auch viel Glück dabei oder würdest du sagen, können und gut ist Einschätzen der Situation? Ich glaube,

56:03Jonas Pruessing

in, in, in Australien, da war dann auch mal Glück dabei, also, weil, wenn man da einfach noch fünf Minuten länger gebraucht hätte, um zu landen, dann, dann hätte das ganz anders ausgehen können natürlich auch. Das war auf jeden Fall Glück, ein gewisser Glückfaktor mit dabei. Ich würde jetzt niemanden empfehlen, der, der das nicht regelmäßig, ich muss ja dazu sagen, ich fliege auch regelmäßig und viel und das schon seit vielen, vielen Jahren. Ich mache quasi nichts anderes, außer, ja, in der Vergangenheit arbeiten und fliegen und jetzt quasi nur noch fliegen und von daher, ist, würde ich niemanden empfehlen, der nicht genau weiß, was er tut, so eine Tour zu machen, weil eben dann doch Sachen passieren können. Und klar, die Asiaten, also ich habe ja viele kennengelernt und leider auch die ersten sind schon gestorben von, von denen, weil gerade in Asien habe ich das Gefühl, dass, dass die, die eigentliche, die eigene Flugfähigkeit stark überschätzt wird.

57:00Jonas Pruessing

In vielen Ländern gibt es ja gar keine Flugschulen, es gibt quasi keine Lehrer, man bringt sich das so selbst bei. Und selbst bei den Wettbewerben, dann auch sieht man Leute, die zwei, drei Jahre fliegen, aber schon unterm Zeno hängen und im Submarine, wir hatten das jetzt auch wieder hier in Frankreich, in Gordos, wo Asiaten dann waren, die noch nicht so viel Erfahrung haben und dann sich quasi überschätzen und dann kann es halt ganz schnell auch böse enden. Also deswegen, man braucht einen gewissen Erfahrungsschatz oder einen Guide, das hilft natürlich unglaublich viel, aber es gibt ja gar nicht so viele Guides, es gibt zum Beispiel FlyAsia, ist glaube ich eine Fluggruppe, das ist auch in Deutschland. Der, der da Flugreisen hin anbietet, sowas würde ich dann potenziell eher empfehlen, ja, also mit einer Flugreise dahin oder halt, wenn man, wenn man sehr viel Erfahrung hat, dann kann man das auch alleine machen.

57:47Lucian Haas

Was hast du fliegerisch auf der Reise gelernt oder hast du was noch fliegerisch auf dieser Reise gelernt, was du nicht vorher schon wusstest?

57:55Jonas Pruessing

Ja, gute Frage. Bei mir ist ja das Lernen mittlerweile, sag ich mal, so ein bisschen unterbewusst, würde ich sagen. Was ich, was ich gelernt habe oder auch warum ich, ein Grund, warum ich auch in Asien war und immer wieder auch neue Gebiete versuche kennenzulernen, ist halt, weil letztendlich doch irgendwie jedes Gebiet unterschiedlich ist, ja. Das Wetter ist unterschiedlich. Bei uns, wenn wir Acht -Achtel -Bewölkung haben hier im deutschen Flachland, dann brauchst du über Streckenfliegen quasi nicht nachdenken. Es gibt aber Regionen auf der Welt, da geht das immer noch sehr, sehr gut. Und das sind so die kleinen Details, sag ich mal, Wetter besser einzuschätzen, auch Wetter in Nachbarschaft. Die Abhängigkeit von der Region und dem Gebiet, auch in dem man sich befindet, der Jahreszeit, das sind so Details, sag ich mal, wo ich viel mitnehmen konnte, dass ich unterschiedliche Wettersituationen und Geländesituationen besser einschätzen kann.

58:51Jonas Pruessing

Also das, das, glaube ich, habe ich auf jeden Fall deutlich dazugewonnen an Informationen. Jetzt fliegerisch, weiß ich jetzt nicht mehr. Also ich habe jetzt keine neuen Manöver kennengelernt. Ich bin jetzt, glaube ich, auch nicht weiter geflogen als vorher und auch nicht. Viel besser im Wettkampf, würde ich auch nicht sagen. Also ich habe auch nicht meinen Schirm jetzt besser unter Kontrolle. Ich glaube, das sind einfach schon Fähigkeiten, die ich gut beherrsche. Aber es geht dann halt um so kleine Details wie das Wetter und das Gelände einschätzen. Und das habe ich da noch besser gelernt, ja.

59:23Lucian Haas

Wo hat

59:24Jonas Pruessing

dich diese Reise persönlich weitergebracht?

59:27Jonas Pruessing

Persönlich hat mich die Reise, glaube ich, dahingehend weitergebracht, dass ich ganz neue Kulturen kennengelernt habe. Und das war auch so ein bisschen lächerlich. Die Erkenntnis für mich, aha, man kann halt auch ganz anders leben, ja. Also man braucht nicht diesen, ich sage mal, Luxus, den wir hier in Europa, ja, ich will nicht sagen verehren. Aber man hat schon manchmal das Gefühl, hier haben wir sehr viele Sachen, die man gar nicht so unbedingt essentiell braucht zum Leben oder zum Glücklichsein. Und das merkt man natürlich in Südostasien. Die Menschen sind da, die haben viel weniger, das muss man sagen. Also gerade in den südostasiatischen Ländern. Aber die sind trotzdem... Super happy oder scheinen erstmal super happy. Ich habe jetzt niemanden kennengelernt, der jetzt da irgendwie total unglücklich war von denen, die ich kennengelernt habe.

1:00:16Jonas Pruessing

Und die waren alle glücklich mit viel, viel, viel weniger Sachen. Und das ist so ein bisschen was, wo ich, als ich zurückkam, gemerkt habe, wow, das ist ja doch eine andere Welt. Und man kann mit viel, viel weniger auskommen. Also eigentlich, ich persönlich brauche, um glücklich zu sein, eigentlich nur Mobilität, ein Gleitschirm und gutes Wissen. Und dann ist es noch geil, wenn man natürlich noch Freunde um sich herum hat, mit denen man die Erfahrungen teilen kann. Das ist eine Erfahrung, die ich gerade jetzt im letzten halben Jahr nochmal gelernt habe, dass letztendlich auch diese Gemeinschaft eine ganz, ganz, ganz tolle Sache ist. Also jetzt nur allein reisen, das wird zum Beispiel auch nichts für mich, sondern es ist dann wunderschön, eigentlich auch immer wieder, wenn man Reisegefährten hat, wenn man Leute auf dem Weg trifft oder neue Leute kennenlernt.

1:01:06Jonas Pruessing

Und das sind so... Das sind so Sachen, wo ich sage, das hat mich persönlich weitergebracht und da habe ich was mitgenommen.

1:01:16Lucian Haas

Das letzte halbe Jahr warst du dann in Europa unterwegs. Jetzt sind wir im Podcast schon ziemlich weit fortgeschritten. Ich möchte jetzt nicht noch das ganze letzte halbe Jahr dann durchhächeln. Aber du hast quasi Kulturunterschiede. Asien und Europa und asiatische Gleitschirmszene und europäische Gleitschirmszene, asiatische Komp -Szene, europäische Komp -Szene und sowas. Vergleich mal relativ kurz. Was sind die Hauptunterschiede und wo würdest du sagen, können wir vielleicht etwas von den Asiaten noch lernen?

1:01:45Jonas Pruessing

Die Hauptunterschiede ist natürlich, also erstmal ist natürlich in Europa Gleitschirmfliegen unglaublich groß und ausgeprägt. Also wenn man einfach mal die Anzahl der Startplätze vergleicht, jetzt kann man einfach sogar nur das deutsche Flachland nehmen. Ich habe da mal reingezoomt in die Karte, da waren hier 36 Startplätze oder sowas auf der gleichen Fläche selbst in den besiedelsten Gleitschirmgebieten in Asien. In Asien sind da vielleicht neun oder vielleicht auch elf. Also es ist einfach ein Riesenunterschied noch, wie stark die Gleitschirmszene ausgeprägt ist. Das merkt man. Das wird natürlich in Asien kommen. Mit mehr Wohlstand wird sich das da auch weiter ausbreiten. Und je mehr, sage ich mal, auch europäische Flieger da hingehen und Startplätze erkunden und Erfahrungen mitbringen, desto mehr wird sich das angleichen in Zukunft.

1:02:32Jonas Pruessing

Das ist natürlich was, das muss man wissen. Da gibt es halt nicht tausende Startplätze, sondern es gibt dann halt unter Umständen, nur drei, vier. Da muss man dann auch zur richtigen Zeit sein, dass man die dann auch befliegen kann. Also es ist einfach ein bisschen anders. Man kommt da nur, weil es jetzt gutes Wetter hat, heißt es nicht, dass man unbedingt zum Fliegen kommt. Das ist ein Punkt, der mir ganz stark aufgefallen ist. Wo wir auf jeden Fall was lernen können, ist, glaube ich, so ein bisschen die Community und die Gastfreundschaft, die es einfach da in den südostasiatischen Ländern gibt. Ganz egal, wo wir hingekommen sind, es war halt immer so, dass man super nett aufhört, aufgenommen wurde. Und da hat jetzt auch keiner nach deinem Schein gefragt oder sonst was, sondern es war mehr oder weniger so, man hat erzählt, man ist ein Gleitschirm-Blog und das glaubwürdig auch rübergebracht und dann hat das gut funktioniert.

1:03:21Jonas Pruessing

Die Vereine, also Vereine würde ich jetzt so nicht formulieren, sondern oft sind das dann halt auch Tandemgruppen gewesen, also so Tandem -Assoziationen, also Tandem -Unternehmen, wo wir dann hingekommen sind. Und die sind total nett immer gewesen und vor allem super Gastfreund. Und dann vor allem haben die selbst untereinander auch eine Gemeinschaft gehabt, die man so jetzt hier in Europa nicht erlebt. Oft ist es so, ich bin ja auch mal Tandem geflogen an verschiedenen Ecken und dann ist es schon eher so, man hat so seine Arbeit und die macht man jetzt und nach der Arbeit ist dann Schluss und dann trennt man sich wieder. Und ich merke auch so ein bisschen den Trend in den Vereinen. Ich habe zum Beispiel einen Verein, wo ich im Vorstand bin, wo wir nicht mal eine WhatsApp -Gruppe haben, wo man sich drüber unterhält, sondern der Verein ist tatsächlich dem Zweck.

1:04:08Jonas Pruessing

Gleitschirm -Gelände bereitzustellen, so gesehen. Aber es geht jetzt nicht darum, abends zusammen ein Bier zu trinken. Ich habe einen anderen Verein, wo wir das regelmäßig versuchen und machen, wo wir uns abends dann auch nach dem Fliegen zum Grillen treffen oder zum Bier trinken. Aber man merkt einfach, die Bereitschaft in unserer Gesellschaft, in Gemeinschaft zu investieren, ist viel, viel, viel geringer, als wie das da in Südostasien der Fall war. Nach meinen Erfahrungen. Das ist, glaube ich, was, wo wir was lernen könnten. Wie da diese Gemeinschaft mehr in den Fokus, auch in Europa, setzen könnte. Und das würde, glaube ich, würde das Gleitschirmfliegen oder auch generell unsere Gesellschaft noch richtig fördern und würde einen Mehrwert bringen. Also das ist ein Thema, wo ich gemerkt habe, da gibt es große Unterschiede.

1:04:56Lucian Haas

Zum Abschluss noch, was oder wie hat diese Reise dein Leben verändert oder deine Idee von deinem Leben verändert? Also wie wird es in Zukunft bei dir weitergehen? Warum wird es vielleicht anders weitergehen nach dieser Reise?

1:05:11Jonas Pruessing

Ja, tatsächlich habe ich gemerkt, dass mir das natürlich unglaublich gut gefällt, was ich da gemacht habe. Also es war, ich will nicht sagen die beste Zeit meines Lebens, aber wahrscheinlich schon. Und von daher stellt sich jetzt natürlich die Frage, wie kann man das eigentlich, was ich da gemacht habe, dauerhaft machen, wenn man das möchte. Jetzt war es so, ich habe natürlich viel über Erspartes gelebt. Ich kriege auch so ein kleines Taschengeld von meinem ehemaligen Arbeitgeber aktuell noch dafür, dass ich studieren gehe. Sie fördern das im Prinzip. Und von daher, das funktioniert, aber das kann man jetzt auch nicht auf Dauer so machen. Also ich könnte jetzt nicht einfach sagen, ich mache das die nächsten zehn Jahre genauso weiter. Und von daher stellt sich bei mir natürlich die Frage immer mehr, kriegt man das irgendwie hin, dass man diesen Lebensstil erstens mehreren Menschen ermöglicht? Wie schafft man das vielleicht sogar mit einer Gruppe genau sowas zu machen?

1:06:00Jonas Pruessing

Da habe ich mir in Südostasien auch ganz viele Gedanken gemacht. Auch mit meinem Kumpel Taiga, der war davon auch begeistert, dass man sowas ja eigentlich als Lebensstil, vielleicht auch manifestieren könnte. Da sind Ideen gekommen, dass man vielleicht eine Art Webseite für Sponsoring erstellt. Also dass man aktiv nach Sponsoren sucht, die dann quasi Teams fördern können. Und diese Teams können dann zum Beispiel sich darauf konzentrieren, Rekorde zu brechen. Das war so eine Idee, dass man so eine Art Weltkarte schafft. Und auf dieser Weltkarte sind die verschiedenen Gelände. Und dann kann man die sozusagen einnehmen als Team. Und dann wird dann das Bild. Und dann wird das Bild da auf der Karte abgebildet von deinem Sponsor. So könnte man dann quasi so eine Art Spiel daraus machen.

1:06:44Jonas Pruessing

Und über Sponsorengelder quasi dann sowas finanzieren. Das ist so eine Überlegung. Eine andere Überlegung ist natürlich generell, ich mache ja auch Wettkampfsport. Aber man merkt halt im Wettkampfsport, es gibt quasi keinen in der deutschen Szene, der jetzt vom Gleitschirmfliegen leben kann. Also in der Wettkampfszene. Vom Tandemfliegen kann man natürlich leben. Das wäre jetzt eine Möglichkeit, die ich auch schon ins Auge gefasst habe. Ob man nicht Tandem vermehrt macht. Aber das ist halt eine andere Art des Fliegens. Letztendlich ist es Tandem. Du bist an deinem Berg. Du siehst jeden Tag das Gleiche. Das ist nicht Reisen. Und von daher ist eher dann eine Überlegung wieder, ob man das nicht schafft, an verschiedenen Geländen Tandem zu fliegen. Also dass man so eine Art Reise macht, wo man sagt, okay, ich gehe vier Wochen dahin, einen Monat, und fliege da Tandem. Dann vier Wochen dahin oder zwei Wochen dahin.

1:07:31Jonas Pruessing

Und so eine Art Tandemreise macht. Dass man nebenbei eben auch noch Geld verdienen kann. Und das sind so Sachen, wo ich mir tatsächlich Gedanken mache, ob ich mein vergangenes Leben nicht verändern will oder ob ich dahin zurückkehren will. Vorher war es eben so, ich habe als Ingenieur gearbeitet bei einem größeren Autokonzern, dem es gerade jetzt in den Medien, laut Medien, auch gar nicht so gut mehr geht, seitdem ich da weg bin. Und von daher weiß ich... Wäre es mal geblieben. Ja, wäre ich mal geblieben, dann würde es vielleicht in Deutschland auch noch gut gehen. Ja, nee, man weiß es nicht. Aber genau, die Frage steht eh im Raum, ob ich dahin zurückkehren kann. Und auch, ob ich das will. Und ich bin mir aktuell noch nicht sicher. Ich würde es super finden, wenn man irgendwie über Sponsoring schaffen würde, meinen Lebensstil so finanziell zu steppen.

1:08:19Lucian Haas

Wenn du jetzt sagen würdest, Deutschland geht vor die Hunde, sagen wir mal wirtschaftlich. Und sonst war... Ich muss jetzt auswandern. Welches dieser asiatischen Länder würdest du als Ziel wählen? Ja,

1:08:30Jonas Pruessing

die Frage habe ich mir oft gestellt. Und auch anderen. Also man kann ja die Asiaten selber auch fragen. Zum Beispiel in Singapur denken, viele Singapurianer denken darüber nach, im höheren Alter auszuwandern. Da bieten sich natürlich Länder wie Thailand absolut an. Die Philippinen sind dafür auch sehr bekannt. Oder auch Indonesien. Auf Bali gibt es, glaube ich, richtig viele, also richtig viele Deutsche einfach, die dahin schon ausgewandert sind. Mein persönliches Favoritenland wäre, glaube ich, die Philippinen. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, es könnte auch Thailand werden. Weil Thailand ist natürlich einfach fliegerisch viel interessanter. Philippinen hat dafür aus meiner Sicht viel schönere Natur. Gerade Unterwasser, auch wunderschöner Natur.

1:09:15Jonas Pruessing

Ich habe ja in Sydney auch meinen Tauchschein gemacht und von daher dann auch ein bisschen die Unterwasserwelt kennengelernt. Und da sind die Philippinen noch mal ein bisschen interessanter diesbezüglich. Und auch die Menschen, finde ich, also dadurch, dass sie alle in den Philippinen Englisch sprechen, ist es natürlich auch von der Kommunikation her deutlich leichter. Also in Thailand muss man dann vielleicht irgendwann, da kommt man auch mit Englisch zurecht, aber man kann sich dann halt nicht mit allen unterhalten. Und in den Philippinen, da kann man sich einfach mit allen unterhalten. Und das ist schon eins von den beiden Ländern, würde es werden, wenn ich auswandern müsste, glaube ich. Aber darüber denke ich aktuell noch gar nicht nach.

1:09:54Lucian Haas

Na gut, vielleicht irgendwann mal Philippinen. Jonas Prüssing baut die Gleitschirm -Szene in den Philippinen auf und macht da irgendwelche großen Tandem -Unternehmen, vielleicht. Vielleicht, vielleicht, man weiß es nicht. Möge es, egal wo es hingeht oder sowas, aber ich hoffe, dass wir uns in den nächsten Jahren Jonas, ich wünsche dir alles Gute dabei, auch wenn es vielleicht in Deutschland bleibt und du dann einfach nur hier deine Comps noch weiter fliegst und da dann genauso deinen Spaß hast. Danke fürs Erzählen von dieser tollen Reise durch Asien, wo man immer jetzt wirklich nur so kleine Mini -Ausschnitte und Mini -Eindrücke gewinnen kann. Ein halbes Jahr kann man nicht in einer Stunde zusammenfassen, aber ich hoffe, dass die Zuhörer da zumindest so ein bisschen Eindruck gewonnen haben und vielleicht auch ein bisschen Lust, sich selber mal zu trauen, sich die Freiheit zu nehmen, so zu reisen, wie du da gereist bist.

1:10:40Lucian Haas

Klasse. Vielen lieben Dank.

1:10:45Lucian Haas

Wie immer findest du die weiterführenden Links zu dieser Folge in den Shownotes im Gleitschirm-Blog Lu-Glidz. Podz-Glidz ist der Podcast von Lu-Glidz. Alle zwei Wochen erscheint eine neue Folge. Wenn du nicht zu lange warten willst, dann stöbere doch im Archiv. Mehr als 140 interessante Talks sind da schon zu finden. Auf Lu-Glidz und überall dort, wo es Podcasts gibt. Wenn dir gefällt, was ich dir hier biete und du auch in Zukunft noch mehr von Podz-Glidz hören und Lu-Glidz lesen willst, dann werde doch zum Unterstützer beider Projekte. Welchen Förderbetrag du gibst, kannst du ganz frei wählen. Mein unverbindlicher Vorschlag sind 60 Euro im Jahr oder umgerechnet 5 Euro im Monat. Ist das nicht ein faires Angebot für so viel Information und Unterhaltung rund um das schönste Hobby der Welt?

1:11:37Lucian Haas

Alle Informationen, wie dein Förderbeitrag mich erreicht, findest du auf der Website Lu-Glidz.blogspot.com. Dort gibt es den Menüpunkt Fördern. Lu-Glidz schreibt sich L U minus G L I D Z. Allen Förderern sage ich Dank. Auf bald. Fall nicht vom Himmel. Ciao.

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