Das ist schon, das ist jenseits von Dankbarkeit, das ist fast so eine Fassungslosigkeit, dass ich denke so, hey krass, irgendwie bin ich jetzt plötzlich dort, wo ich hin wollte. Dieser Traum von, dass du aufdrehst, dass du auch entspannt startest, dass du nicht mehr diesen Stress hast vor diesem Start und hoffentlich geht alles gut und keine Ahnung, dass man einfach so eine Vorfreude auf dieses, allein auf den Startvorgang hat und dann da auftritt und eine gewisse Zuversicht hat, dass man da wahrscheinlich auch hochkommt und dann fliegt man weiter und irgendwo sieht man eine Wiese und denkt sich so, jupp, da wäre es jetzt schön einzulanden und dann fliegt man vielleicht an und dann zieht man durch und dann steht man da auf einer Wiese und das finde ich einfach nach wie vor toll.
Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast.
Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.
Heute mit…
Erika Dürr, wahrscheinlich eher bekannt als Uli Gunde.
Und ich bin Lucian Haas, breiter bekannt für Lu-Glidz.
Zum Thema Alpinismus gibt es deutlich mehr Podcast -Angebote als beim Gleitschirmfliegen. Zu den bekanntesten gehört Uli Gunde. Unter diesem Kunstnamen hat die im Allgäu lebende Erika Dürr zuerst einen persönlichen Blog gestartet, aus dem später der gleichnamige Podcast hervorgeht. Darin führt die 36 -Jährige teils sehr persönliche Gespräche mit Menschen, die Berge im Kopf haben. Zuweilen sind das auch Gleitschirmfliegen und Gleitschirmflieger. Denn Erika ist selbst Pilotin. In der Kletterszene ist Erika auch deshalb bekannt geworden, weil sie als Uli Gunde sehr offen unliebsame Themen wie eigene Ängste, Blockaden, Verlust und Trauer, aber auch die Herausforderungen für Frauen in einer männerdominierten Sportart anspricht.
Mich hat interessiert, wie sie die gleichen Themen beim Gleitschirmfliegen erlebt. Und so erzählt Erika in dieser Episode 147 von Podz-Glidz unter anderem über ihre Angst vor der Angst. Mit der sie lange zu kämpfen hat. Die Angst, nicht sauber zu starten. Die Angst, gleich wieder abzusaufen. Die Angst, in einer Steilwandthermik überfordert zu werden. Etc. Letztendlich war es die Angst, überhaupt mit solchen Ängsten konfrontiert werden zu können, die dazu führte, dass sie vor zwei Jahren kaum noch in die Luft ging. Warum sie trotzdem dran geblieben ist und wie sie sich in diesem Jahr dann gewissermaßen frei geflogen hat, auch das kommt hier zur Sprache. Da
du den Podcast hörst, werde doch zum Förderer von Podz-Glidz. Wie das ganz einfach geht, steht im Gleitschirm-Blog LOOGLIGHTS und zwar dort auf der Seite Fördern.
Erika, welche Frage würdest du gerne mal beantworten?
Du stellst in deinem Podcast ständig Fragen an andere. Wahrscheinlich sind da auch ganz coole Fragen darunter. Und vielleicht gibt es da coole Fragen, wo du denkst, hey, die, die wurde mir noch nie gestellt. Aber vielleicht wäre das ja mal was.
Lucian, ich bin heute Morgen aufgewacht und dachte, ah, ich habe nachher den Podcast. Aber wie cool, ich muss heute keine Fragen stellen. Ich muss einfach nur, ich muss nicht mitdenken. Ich muss einfach nur reagieren. Und jetzt kommst du mit so einer Frage, wo ich wieder mir eine Frage ausdenken muss. Ich finde das, ich finde das, ich finde das frech.
Also gut, okay. Du
bist die Profi
bei mir. Du bist die
Podcasterin auch. Von daher, du hast doch einen ganzen Fragenkatalog im Kopf. Ich wollte eigentlich darauf hinaus, dass du ja vielleicht eine Frage hast, die du zwischendurch stellst und denkst so, hey, die ist so cool. Also manchmal findet man ja die eigenen Fragen cool, die man stellt.
Entschuldigung, ich unterbreche dich ganze Zeit. Die coolen Fragen sind ja die Fragen, die so entstehen. Und generell finde ich, also wir beide bereiten uns ja immer auf diese Podcasts so vor. Aber ich, die sind für mich eigentlich immer nur so der, so für das Worst Case. Also wenn das Gespräch nicht fließt und wir nicht einfach eh irgendwo hinfließen, wo wir nicht dachten, dass wir hinkommen würden, dann brauche ich dieses Gerüst. Und die coolen Fragen entstehen, weil ich irgendein Stichwort höre oder irgendeine Nuance raushöre und wo ich dann da einhängen kann und wir dann wo abbiegen, wo wir nicht dachten, dass wir abbiegen würden. Von dem her gibt es jetzt nicht so Fragen, wo ich irgendwie so gerne. Ich stelle generell ungern Fragen mehrmals oder so.
Ja, allen.
Und die Frage, die mir jetzt so, wenn du mich fragst, welche Frage würde ich jetzt gerne dir stellen? Ja, dann würde ich gerne mit dir jetzt reden. Aber das machen wir jetzt nicht, habe ich gehört. Nee, das machen wir nicht.
Dann stelle ich eine andere Frage. Auf welche Frage hast du keine Antwort?
Woher der Name Uli Gunde kommt. Jetzt sind wir wahrscheinlich auch bei der Lieblingsfrage. Aber ich könnte sie eigentlich mal kurz beantworten. Die wollte ich erst mal beantworten. Ich wollte sie eigentlich
ganz am Ende stellen. Aber dann stellen wir sie jetzt. Das sollte quasi eigentlich mein Rausschmeißer werden. Ganz zum Ende klären wir das auch noch auf. Dann klären wir es jetzt zum Anfang auf. Woher kommt der Name Uli Gunde?
Also ich warte da immer noch auf eine kreativere Geschichte, die irgendwie auch schlüssiger klingt. Die Realität ist so, dass ich vor wahrscheinlich 15 Jahren oder so, ich weiß nicht wann, mich bei StudiVZ anmelden wollte. Und damals war es irgendwie das erste Mal nötig, einen Nickname zu haben. Und ich hatte halt keine Idee. Und in dem Moment hat mein Bruder angerufen. Der ist ein bisschen älter als ich und hat mir freudig erzählt, dass er eine Frau kennengelernt hat. Und die hieß Kuni Gunde. Und er hat sich extra den Ausweis zeigen lassen. Und dann fand ich den Namen irgendwie ganz lustig und dachte, okay, Kuni Gunde kann ich jetzt nicht nehmen. Nämlich Uli Gunde ist auch ein altdeutscher Name, ist auch lustig. Und jetzt, einige Jahre später, hat sich herausgestellt, dass das eben kein altdeutscher Name ist.
Sondern einfach eine Eigenkreation damals war. Was natürlich so unter Suchmaschinenoptimierung ein sehr feiner Zug war. Also wenn man jetzt bei Google Uli Gunde eingibt. Marketingtechnisch ist das
genial im Grunde. Ich habe auch nochmal nach Uli Gunde gegoogelt. Und da tauchst nur du auf.
Ja, es gibt noch eine Sängerin aus Berlin. Die ist bei mir nicht aufgetaucht. Ja, die habe ich verdrängt mit meinem Geblöke. Totgequatscht gewissermaßen. Genau. Also das war sicher wahrscheinlich mein markantester oder kreativster Marketingzug. Hast
du die Uli Gunde schützen lassen eigentlich? Als Begriff, als Name?
Die Antwort darf ich jetzt nicht beantworten. Oder die Frage darf ich jetzt nicht beantworten. Weil sonst jemand anderes noch kommt. Also nein, nein, nein. Es ist aber auch so, ich finde mit dem Namen ist es das gleiche wie mit so Daten. Ich denke mir immer wieder. Ich sollte eigentlich meine ganzen Fotos und auch alle möglichen Daten mal wirklich gut sichern. Und irgendwie auf der anderen Seite denke ich mir, wenn es weg ist, dann ist es weg. Dann kommt was anderes.
Ja. Das Leben geht dir weiter und dann kommt was Neues da rein. Aber Uli Gunde kann dir keiner mehr nehmen, auch wenn ein anderer das jetzt irgendwie schützen würde oder sowas. Wahrscheinlich. Weil dann kannst du sagen, so heiße ich halt einfach. Oder das kann man ja nachweisen, dass du das ganz lange so hattest.
Ich weiß nicht. Ich fände es eigentlich auch. Also es wäre dann wirklich eine Überlegung, ob ich das nicht als Aufhänger nehme. Zu gehen.
Also wenn, wenn jetzt wirklich mir jemand meinen Namen streitig machen würde oder ich da jetzt irgendwie kämpfen müsste um diesen Namen. Ich meine, ich habe jetzt seit. Was haben wir hier? 24. Ja, ich habe jetzt seit zwölf Jahren. Nee, 14 Jahren habe ich. Seit 14 Jahren habe ich diesen Namen. Oh Gott. Da habe ich diesen Namen Uli Gunde. Und ich.
Vor 14 Jahren war vieles noch anders. Und jetzt ist auch vieles anders. Nicht nur bei mir, sondern auch. In dieser Welt und diese in dieser sozialen, also in der Social Media Welt und so. Und. Ich meine, also ich ja, früher oder später ist es auch Zeit zu gehen, glaube ich.
Gut. Kleine Anekdote noch am Rande. Mein Name oder nicht mein Name, sondern mein Blog Name Luke Leitz, der auch etwas seltsam geschrieben ist und so. Da gibt es wirklich jemand. Ich weiß nicht, wer es ist, der sich die Domain Namen, den ich nie als Domain. Selber angemeldet habe, gesichert hat. Zumindest lukeleitz.de. Ich weiß nicht, ob es jetzt noch ist. Vor ein paar Jahren war das so. Da habe ich mal. Ich gucke einfach mal. Ist die denn theoretisch noch frei, ohne dass ich jetzt dann haben wollte und habe dann gesehen. Ja, da hat sich das wirklich jemand gesichert, ohne dass irgendwas dahinter liegt. Also wahrscheinlich nur dahingehend, dass wenn ich vielleicht mal irgendwann diese Domain haben wollte, dann will er dann sagen, dann muss mir aber 10 € zahlen oder 100 oder was auch immer. Bisher habe ich dafür gezahlt und habe auch keine eigene Luke Leitz Domain, sondern es läuft immer noch als Blogspot ab.
Aber das nur so am Rande, wie solche Namen dann auch von anderen dann zum Geschäft vielleicht gemacht werden können. Aber ich will jetzt gar nicht groß über Marketing oder sowas reden. Lieber über dich und deinen Podcast und die Gleitschirmfliegen und alles, was damit zusammenhängt. In diesem Podcast, Uli Gunde, sprichst du, das war auch in deinem, ich weiß nicht, ob das heute noch so ist, aber am Anfang war das immer in deinem Trailer am Anfang, wo du sagst, du sprichst mit Menschen, die Berge im Kopf haben. Mhm. Nun kommen da auch zwischendrin auch Gleitschirmflieger vor, also als Gesprächspartner, wobei die meisten, die du da drin hast oder die Mehrzahl, das sind doch mehr oder weniger bekannte Namen so aus der Alpinszene. Ja. Wenn du das so vergleichst, du hast mal Gleitschirmflieger, du hast mal diese Spitzenkletterer und sonst was dabei, verlaufen die Gespräche anders?
Jetzt muss ich kurz ein bisschen überlegen, wen ich da jetzt so im Kopf habe als Gleitschirm-Blog. Weil ich habe natürlich vorwiegend Gleitschirmlehrer und Lehrerinnen, also ich denke da jetzt gerade an Chris Geist, an Achim Joos, an Eki Maute, Lukas Leubin, Cordula Gröniger, da waren jetzt keine, oder ich muss jetzt, ich hoffe, ich tue jetzt niemandem Unrecht, aber ich glaube, da waren jetzt keine anderen, also ich meine ja, der Achim Joos ist ja auch Wettkampffilot, aber da war jetzt niemand da, irgendwie ein Arundo Rugati oder so, der irgendwie so in so vielen Kilometern fliegen kann oder ein Fabi Buhl. Ich meine, der Fabi Buhl wäre natürlich mega interessant, Shoutout hier übrigens, Fabi, falls du dich doch noch in meinen Podcast begeben willst, gerne. Ja, und natürlich verlaufen diese Gespräche dann anders, da geht es natürlich ein bisschen mehr darum, über die Gleitschirmszene, wie man gut lehrt, wie man Leute auch langsam wachsen lässt und wie man sie vielleicht auch ein bisschen zurückhält, aber wiederum andere ein bisschen schubst, weil sie selber Angst haben.
Also so, ja, die Gespräche verlaufen. Die Gespräche verlaufen schon anders, weil die Alpinisten sprechen halt meistens über Erlebnisse, oft auch sehr positive oder sehr tragische Erlebnisse und auch so ein bisschen rückblickend so auf die letzten Jahre und das ist bei den Gleitschirmlehrern, ich sage jetzt mal Lehrer, weil das sind meistens Männer gewesen tatsächlich, da verlaufen die Gespräche ein bisschen anders, ja.
Nun kletterst du auch oder bist geklettert, mal intensiver, dann nicht mehr so intensiv. Du fliegst Gleitschirm. Würdest du sagen, als Kletterer hat man auch andere Geschichten zu erzählen?
Ja, also da gehe ich jetzt wahrscheinlich auf ziemlich dünnes Eis, weil ich glaube, dass Menschen, die jetzt dieses ganz große Fable fürs Gleitschirmfliegen haben, das nicht so sehen wie ich, aber das Klettern aus meiner Sicht ist, oh jetzt, das Eis wird dünn, aber aus meiner Sicht ist Klettern intensiver. Es ist zu zweit allermeistens, das ist irgendwie so der größte Unterschied, du teilst dieses Erlebnis mit einer anderen Person und zwar in allen Facetten, also auch in all den Angstmomenten und in den Momenten, wo man zögert, wo man auch eine Entscheidung treffen muss und dann auch feiert und selbst wenn was passiert, ist man eigentlich normalerweise dann auch immer noch irgendwie zusammen.
Das ist beim Gleitschirmfliegen nicht so sehr. Jetzt habe ich deine Frage ein bisschen verloren. Was hast du gesagt?
Ob Kletterer andere Geschichten haben oder andere anders erzählen?
Ja, eben und das ist schwierig jetzt in Worte zu fassen. Für mich ist es einfach was anderes. Ich meine, du kannst beim Klettern natürlich viel besser planen, was du da jetzt vorhast. Du hast eine Ahnung, was auf dich zukommt. Du hast einen Schwierigkeitsgrad, du hast eine Länge, du hast Bedingungen. Du hast Bedingungen, die du einfach relativ klar abschätzen kannst. Du schaust einfach von unten hoch und siehst schon, ob da Eis drin hängt oder nicht oder ob es trocken ist oder so. Und beim Gleitschirmfliegen, das ist halt einfach eine Wunderbox. Also ich weiß ja nicht, wie es bei erfahreneren Piloten ist, aber wenn ich am Startplatz stehe, kann ich nicht sagen, ob ich jetzt 15 Minuten oder drei Stunden in der Luft bin. Und ich weiß auch nicht, was mich erwartet. Ich weiß nicht, was für Bedingungen das sein werden. Und natürlich kommt dann auch die Komponente dazu, ob ich jetzt einen guten Kopf habe.
Oder ob ich in meiner Mitte bin, ob ich gelassen bin und so. Und das sind einfach zwei ganz, ganz unterschiedliche Sportarten. Und das ist natürlich auch ein bisschen schwierig, finde ich, von einem Flug zu erzählen. Jetzt kann man natürlich in das ganze Gleitschirm bla bla ab und hier habe ich einen Klapper und da war ich so toll und hier bin ich und da war eine Thermik. Das ist aber halt alles so ein bisschen wenig greifbar. Und ich finde beim Klettern ist es, vielleicht kann ich es auch einfach besser greifen. Ich weiß es nicht.
Hat das vielleicht auch was mit dem Medium zu tun? Also Klettern ist für mich so der Mensch mit und auch gegen den Fels. Ja. Und man hat etwas Greifbares, hat auch für andere Leute etwas Beobachtbares. Man kann auch eine Linie nachsteigen, genau dieselbe Linie. Da hängen vielleicht noch die Haken drin und man weiß genau, okay, an diesem Vorsprung. Da muss ich mich an diesem kleinen Ding, muss ich mich jetzt mit der linken Hand hochziehen und den Fuß da hinten hinsetzen. Dann komme ich hier weiter. Was aber beim Gleitschirmfliegen, hast du das nie. Da kannst du zwar sagen, okay, es gibt den Hausbad an der X -Stelle XY, aber der ist, mal reicht er nur auf 1500 und mal reicht er auf 4500 Meter hoch. Und du weißt es, ein bisschen kann man es vorhersehen, aber du weißt nicht genau, ist der jetzt gerade an oder komme ich da hin, kann ich mich da so hochziehen und sowas.
Also gerade weil auch die Luft so unsichtbar, so ungeheuer. Dass sie so unbegreifbar ist, dass sie damit auch viel schwerer beschreibbar ist. Und eigentlich ist, könnte man fast sagen, Gleitschirmfliegen das schwerere Podcast -Thema.
Ja, also du hast es jetzt perfekt in Worte gefasst. Genauso. Ich höre dir zu und denke mir so, ja genau, so wollte ich das sagen. Also genau so ist es. Und was halt beim Gleitschirmfliegen, finde ich, aus meiner Perspektive halt irgendwie auch noch dazu kommt, ist immer dieses, das ist halt so ultra subjektiv.
Ja, das ist immer so. Oder das war da so. Und wenn du dich dann mit jemand anderem unterhältst, der vielleicht an der gleichen Stelle war, das kann sein, dass die Meinungen komplett auseinander gehen. Und das ist alles so diffus und vage. Und das ist auch so schwer zu fassen. Ich meine, wenn man dann hört, die Leute sind in Pakistan oder in Indien, so und so viele Kilometer. Und da, keine Ahnung, so ja, ich kann das nicht greifen. Ich habe da keine Vorstellung. Und also ja, hier im Allgäu kenne ich die Berge. Dann weiß ich schon, wie schwer das ist, weil ich selber schon oft daran gescheitert bin. Dann kann ich das ein bisschen besser einschätzen. Wenn jetzt jemand hier, was weiß ich, die und die Strecke geflogen ist, dann kann ich das ein bisschen greifen. Aber bei einem Berg oder bei einem langen Grat oder weiß nicht, da sieht man Bilder und denkt sich sofort so, jojojo, das ist eine Leistung, das ist weit oder das ist schwierig.
Oder wenn da, was weiß ich, 7c dran steht, dann denke ich so, boah, das ist eine Leistung. Das ist eine richtige Leistung. Das ist schwierig. Ja,
ich finde das auch schwierig. Beim Gleitschirmfliegen, es fokussiert sich ja alles, zumindest beim XC -Fliegen, auf diese Kilometerzahl oder am Ende die Punktezahl und sowas. Aber ganz häufig ist es ja eigentlich so, dass du sagst, es gibt Bedingungen, da kannst du 100 Kilometer abreiten wie nix. Es trägt dich einfach weiter und nicht, weil du im Superflow bist, sondern weil die Luft einfach sagt, hey, mach, komm, ich halte dich, schieb dich hier, flieg einfach nur dahin. Es geht eh wieder hoch. Und dann kann jeder Pups quasi 100 Kilometer manchmal fliegen. Man müsste sich nur trauen, einfach weiter zu fliegen. Und dann gibt es die Bedingungen, wo 20 Kilometer zu fliegen an dem Tag sind zehnmal schwieriger als 100 Kilometer an anderen Tagen oder sowas.
Aber das drückt sich niemals in irgendeiner solchen Zahl aus. Aber man kann es auch nie so beschreiben, dass man eigentlich letzten Endes sagt, hey, Hut ab vor diesem 20 -Kilometer -Flug. Oder das werden dann nur ganz wenige, die an dem Tag vielleicht auch in der Luft waren, die werden sagen, boah, also wie er das da rausgerissen hat und so. Aber man kann es nirgendswo nachvollziehen. Während beim Felsklettern weißt du halt, okay, das ist eine Route im Schwierigkeitsgrad 7a, 7b, was auch immer, wo du dann sagst, hey, da weiß man, was derjenige gemacht hat. Und selbst wenn es nur eine ganz kurze Route war, ist das eine extrem schwere Sache und das wird dann entsprechend anerkannt.
Ja, also mir ging es dieses Jahr tatsächlich. Auch so mit dem X -Peaks -Projekt von Gregor Maurer und von Peter von Kennel. Ich kann das nicht einschätzen. Ich meine, ja, ich weiß schon, also ich weiß schon, was es bedeutet, auf den 4000er zu steigen. Ich weiß auch, was es bedeutet, dort zu starten. Ich weiß nicht, was es bedeutet, da zu fliegen. Und ich wusste überhaupt nicht, was es bedeutet, was die da gemacht haben. Und dafür brauche ich eine Einschätzung von außen. Und wenn ich dann natürlich Profi -Piloten höre, die sagen, das war eine Wahnsinnsleistung. Ich meine, an dem einen Tag, wo die über viel... Fisch drüber geflogen sind, da war ich ein Fisch und da war es einfach nur... Also da war niemand in der Luft, da war es einfach nur abartig windig und es waren genau zwei Schirme in der Luft. Und da war es schon so, ah, okay, ja, die scheinen es schon ernst zu meinen.
Aber ich, ja eben, es ist Luft, ich kann es nicht sehen, ich kann es nicht einschätzen.
Wie würdest du denn beschreiben oder das beschreiben, was du in der Luft erlebst? Ah!
Haha. Jetzt habe ich dich.
Ja, das hat sich jetzt, das hat sich, das hat sich gewandelt. Das hat sich im letzten Jahr, nee, im letzten halben Jahr hat sich das ganz komisch gewandelt. Früher war es immer eine Angst. Es war immer, wie auch beim Klettern, hatte ich immer eine Angst. Ich hatte nicht nur eine Angst, wenn es irgendwie gerumpelt hat, sondern ich hatte eigentlich auch schon davor Angst, dass es jetzt gleich rumpelt. Und ich jetzt bestimmt dann irgendwas. Irgendwas falsch mache oder irgendwas falsch einschätze und danach dann Leute sagen werden, ah, das war doch klar oder da fliegt man nie hin oder das bei dem und dem Wind macht man das nie oder macht man das immer oder das so. Und ich hatte so eine Angst, da, da eine, ja, ich hatte da so eine Angst vor der Angst, also ich hatte eine Angst, da eine Angst zu empfinden, dass ich einfach allermeistens eh schon,
ja, schon, schon viel, viel davor wieder landen gegangen bin, weil ich irgendwie dachte, oh, das ist, das ist. Das ist nicht gut.
Zwischenfrage, warum bist du dann überhaupt in die Luft gegangen? Also ganz, ich glaube, es gibt ganz viele Leute, denen es so geht wie du. Und deswegen ist einer, wahrscheinlich einer der Gründe, warum sehr viele Leute mit dem Gleitschirmfliegen auch relativ bald wieder aufhören, weil sie vielleicht auch einmal einen Angstmoment hatten und das steigert sich dann so rein mit der Angst vor der Angst vor der Angst vor der Angst ungefähr. Und man dann irgendwann sagt, nee, das will ich nicht mehr. Man gibt sich das. Selber vielleicht gibt man das nicht so zu und auch sich selbst gegenüber nicht und findet da noch andere Gründe, weil die Zeit ist halt nicht da und sonst was, aber weil man halt auch immer ganz viele andere Sachen dann vorschiebt und reinschiebt und dann geht man doch lieber zur Schwiegermutter, als in die Luft zu gehen oder was auch immer.
Und warum bist du trotz Angst noch fliegen gegangen?
Ja, warum, warum habe ich zehn Jahre von meinem Leben dem Klettern gewidmet, wo ich eigentlich irgendwie auch immer Angst hatte? Das ist, glaube ich, einerseits gibt es diese Leuchtturm. Leuchtturmtage, wo es gut läuft und wo man sieht, dass man es kann und wo man auch sieht, wie geil es ist. Genau, was für ein tolles Gefühl es danach ist oder auch währenddessen sogar.
Und ich glaube, was mich immer, genau, es ist eigentlich immer die Suche nach diesen Leuchtturmtagen oder diese Sehnsucht nach dem Kopf von den Leuchtturmtagen. Und bei mir ist es eben eine Ahnung. Also ich, das schon könnte, wenn ich mir nicht selber im Weg stehen würde. Das war immer so, ich habe so oft mich gefragt, ja, bin ich jetzt mutig oder bin ich ängstlich? Weil ich mache irgendwie auch manche Sachen, wo jemand, der sagt, er ist ängstlich, halt niemals machen würde. Ich meine, durch die Nordwand von den Zinnen irgendwie durchzusteigen oder, keine Ahnung, seilfrei auf so manche Berge zu klettern, das macht jemand, der Angst hat, eigentlich nicht. Und die Cordula hat es mir dieses Jahr auch im Sicherheitstraining gesagt.
Jemand, der so Wingover fliegt, der hat keine Angst.
Ja, und das ist genau dieses Gefühl, das ich auch hatte. Das war irgendwie so, ja, irgendwie stimmt es nicht. Ich fühle mich nicht wirklich ängstlich, weil in den Situationen, wo es wirklich darauf ankam, da habe ich keine Panik bekommen oder da war ich super rational, da habe ich voll gut reagiert. Und gleichzeitig biege ich halt immer sofort. In dem Moment, wo es irgendwie potenziell jetzt nicht mehr 100 Prozent Kontrolle hat, bin ich sofort ab und gehe sofort landen. Und sehe ja auch bei anderen und bei vielen, die auch viel weniger lang fliegen, dass die das nicht so machen. Und ja, was ist jetzt richtig? So, das war jetzt immer die Frage. Und jetzt habe ich irgendwie dieses Jahr einfach nochmal lang dahingeschaut und auch zusammen mit einer Coachin.
Und jetzt hat sich das total gewandelt. Also ich habe mir das gestern gedacht. Und wir waren im Lechthal beim Fliegen und es war so, ja, weiß nicht, ob es irgendwie hoch geht. Es war oben auch echt viel Wind drin und weiß nicht. Ich bin dann manche Bärte, habe ich ausgekreist und dachte so, das ist komisch. Ich fühle mich hier total wohl, obwohl das jetzt nicht ganz entspannt war. Mag sein, ich habe jetzt seit ein paar Tagen auch neues Gurtzeug. Jetzt könnte man natürlich sagen, ja, das ist Gurtzeug. Aber ich glaube, also irgendwas hat sich verändert. Und so wie es gestern war und auch schon mehrmals jetzt dieses Jahr, wo ich so, wo ich in Situationen war, wo ich dachte, das ist komisch. Ich meine, dass ich von vor einem halben Jahr wäre jetzt landen gegangen.
Das hätte jetzt irgendeine Ausrede gefunden, dass das jetzt nicht mehr gut ist oder das geht eh nicht hoch oder irgendwas.
Und gestern habe ich einfach weitergemacht. Das war, das war magisch. Das war einfach cool.
So ein bisschen Ronja Räubertochter her mit den Gefahren. Und die dann so ruft und sagt so, her mit den Herausforderungen, sagen wir mal so.
Ja, genau. Also ich glaube, also das ist natürlich jetzt auch das, was ich jetzt immer wieder höre. So, pass bloß auf und jetzt wird es nicht übermütig und so. Und ich denke mir, Leute, ich bin, ich bin bisher gefühlt irgendwie so, in welcher Maßeinheit soll man das sagen? Ich bin 100 Meter vor der Gefahr, bin ich schon abgedreht und habe mir die Gefahr nicht mal angeschaut. Und ich habe, ich bin schon am. Am Berg davor bin ich schon umgedreht, weil ich dachte, die nächste Flanke, die sieht so groß aus. Da geht es bestimmt voll ab. Da geht bestimmt mega die Thermik und das ist, da will ich nicht hin. Und das ist, das wird ganz bestimmt ganz schlimm. Da fliege ich jetzt erst gar nicht hin. Und jetzt ist es halt so, dass ich hier denke, naja, jetzt schauen wir es halt mal an. Und ich glaube, ich bin immer noch so defensiv, weil ich auch weiß, dass ich einfach so wenig weiß.
Ich habe tatsächlich, also ich habe eh schon eine mega Legasthenie. Was Himmelsrichtungen angeht und Windrichtungen auch. Ich meine, ja, danke ans Vario, dass mir immer wieder sagt, woher der Wind kommt. Oder wenn ich mit viel Rückenwind fliege, dann check ich es auch, dass ich jetzt, dass der Wind von hinten kommt. Aber es gibt einfach so, ich habe immer noch so eine Angst, irgendwo rein zu fliegen, wo was ist, was ich nicht kommen sehen habe. Und ich weiß gar nicht, wie realistisch diese Gefahr ist. Also ich glaube, wenn man ein bisschen Ahnung hat vom Wind oder das auch auf dem Schirm hat, dass es jetzt Talwind gibt. Und wie der da fließt und so weiter. Und wenn man auch ein bisschen drauf schaut, wie viel Wind jetzt gerade ist und so. Ich weiß jetzt gar nicht, ob diese Angst so begründet ist, dass man irgendwo hinfliegt und dann man plötzlich aus heiterem Himmel komplett zerlegt wird.
Das wirst du besser einschätzen können. Keine Ahnung.
Ich finde es aber trotzdem interessant, wenn du sagst, ja, das hat sich geändert im letzten halben Jahr. Kannst du denn trotzdem ein bisschen nachvollziehen, was du auf dem Weg dorthin gemacht hast? Du hast zum einen gesagt, okay, du hast mit so einer Mentalcoaching gearbeitet. Aber war das nur wirklich eine Sache im Kopf oder sind das Sachen, hast du auch andere Sachen bewusst trainiert oder irgendwo? An welcher Stelle ist da irgendwo eine Tür aufgegangen, wo du sagen würdest, das kann ich als Tür auch noch erkennen? Plötzlich war da ein Fundament da, was ich davor nicht gesehen habe.
Also das Erste, was mir einfällt, ist, dass ich glaube, ich begonnen habe, mir zu vertrauen.
Dass ich einfach wenigstens ein bisschen mehr vertraue, dass ich jetzt schon nichts Grobes übersehen werde. Und dass ich auch Fehler machen darf, dass ich auch eine Fehlentscheidung treffen darf. Und da höchstwahrscheinlich sogar nicht mal jemand am Landeplatz stehen wird, der mir dann sagen wird, ja, das macht man immer anders. Oder das ist immer anders. Also wenn der Wind so und so ist, dann ist das immer so. Davor hatte ich immer diese Angst und ich habe irgendwie dann, ich habe beschlossen, dass mir das jetzt egal ist und dass es okay ist, eine Fehlentscheidung zu machen. Das ist, ich habe, ja, insofern, Ronja Räubertochter stimmt, ich habe tatsächlich auch akzeptiert, dass ich eventuell mal sogar so eine Fehlentscheidung treffen könnte, dass ich wirklich in
vermeintliche Schwierigkeiten gerate. Also dass ich halt einfach dann merke, ah scheiße, okay, das ist wirklich ein Lee. Das ist schlecht. Aber ich, ja, genau. Also das ist, das ist was, wo ich so, was einfach schon ganz viel für mich verändert hat. Weil dann fliegt man natürlich auch ein bisschen.
Ja, selbstbewusster, vielleicht auch ein bisschen frecher, ein bisschen mutiger. Vielleicht fliegt man dann auch wieder so, wie ich wahrscheinlich im ersten Jahr geflogen bin. Oder wie wahrscheinlich jeder im ersten Jahr fliegt, so vollkommen naiv und einfach so keine Ahnung von irgendwas. Und man sich immer denkt so, wow, das ist eine freche Linie, aber hat saugut funktioniert. So, das ist das eine. Und ich glaube, das andere ist auch, dass ich akzeptiert habe, dass ich jetzt kein besonders großes Talent habe. Also ich habe jetzt kein wahnsinniges Gespür. Das ist jetzt mit dem neuen Schirm auch schon ein bisschen besser geworden. Ich hatte früher einen Epsilon, ein absolut, also ein wahnsinnig toller Schirm. Genau der richtige für jemanden wie mich, glaube ich. Aber natürlich ist das Spüren mit dem ein bisschen schwierig.
Und ja, jetzt habe ich den Täter und mit dem spüre ich schon viel, viel, viel mehr. Das ist auf jeden Fall ein Unterschied. Und trotzdem habe ich einfach, also ich fliege jetzt nicht besonders effizient. Das ist mir auch einfach klar. Und ich weiß auch, dass ich jetzt kein besonderes Faible für Wetter, und für Zusammenhänge habe. Ich tue mir da einfach schwer, das zu verstehen. Und ehrlich gesagt habe ich auch gar nicht so Lust, mich da reinzufuchsen. Und jetzt werden wahrscheinlich einige sagen, ja, dann darf man nicht Gleitschirmfliegen gehen oder dann darf man nicht Streckenfliegen gehen, wenn man da keine Lust hat, sich damit auseinanderzusetzen. Ich glaube, ich habe schon ein Grundverständnis. Aber ich glaube, mein Problem war immer, ich wollte halt zu den Besten gehören. Oder ich wollte das, oder zu den Großen. In meiner Wahrnehmung ist es halt so, da sind die Großen. Und die machen das gut.
So will ich auch fliegen können. Und dann war ich halt angefressen, wenn ich nicht so fliegen konnte. Und ich spreche jetzt nicht von den Leuten mit den Zeolites oder so, sondern halt mit Leuten, wo ich mich ungefähr verglichen habe. Und halt auch mit denen einfach fliegen wollte. Und das aber nicht konnte, weil ich einfach nicht so gut geflogen bin. Und da hatte ich Schwierigkeiten, das zu akzeptieren. Und wollte halt irgendwie das auch können, weil ich kann doch alles. Ich habe doch alles gelernt. Ich habe doch sogar, keine Ahnung, ich habe im Leben einfach schon so viele Sachen, so viele Sachen geschafft und irgendwie gefühlt alles, was ich so wollte. Dann werde ich doch jetzt Gleitschirmfliegen doch können. Ich meine, so schwer kann es ja nicht sein. Die anderen können es ja auch. Und da habe ich einfach akzeptiert, dass es halt einfach Unterschiede gibt. Und dass ich halt auch so viele Hobbys gleichzeitig habe, dass ich jetzt nicht den vollen Fokus aufs Fliegen legen möchte.
Und deswegen halt auch einfach nicht so gut bin. Und seit ich das akzeptiert habe, das...
Was heißt für dich da eigentlich gut? Also ganz viel in der Gleitschirmfliege. Gute Frage. Gute Frage. In der Gleitschirmszene ist ja immer gut, ist der, der den Hunderter geflogen hat, der Zweihunderter, was auch immer. Also immer dieses Punkteorientierte. Aber es könnte ja genauso auch sein, also was ich mir immer so überlege, so hey, derjenige, der zum Beispiel beim Fliegen so fliegt, dass er ganz viele feine Details mitkriegt, die die anderen nicht sehen, weil er noch beobachtet, wie der Vogel dort fliegt, beim Einfliegen in das Tal unten gesehen hat, dass der Wanderer da gerade an der Kirche Pause macht. Und im Grunde die Natur um sich rum aufsaugt. Ist das nicht der bessere Pilot? Frag ich mich manchmal. Man kann es nicht ausdrücken, man kann es halt dann nicht vergleichen oder sowas.
Aber man tendiert immer dazu zu sagen, ja, der andere fliegt besser.
Ja, ja, da bin ich voll bei dir. Aber ist es nur
besser, weil er weitergekommen ist? Oder ist es vielleicht derjenige besser, der nicht so weit kommt, der aber die viel schöneren Kreise hinbekommt oder was auch immer?
Da sind jetzt viele Sachen drin. Also was ist der Beste? Der bessere Pilot? Ich würde sagen, der beste Pilot ist der, der am meisten Freude hat.
Und für mich, das, was ich da haben wollte oder erreichen wollte, war einmal so eine gewisse Sicherheit, dass ich höchstwahrscheinlich nicht absaufe, direkt am Anfang. Also wenn so das Gros hochkommt, dass ich dann auch hochkomme. Und das war einfach vor einem Jahr nicht so. Und das allein hat mich schon einfach angefressen, weil man natürlich damit dann auch in meiner Wahrnehmung den Tag so ein bisschen in den Sand zieht. Weil wieder der Vergleich zum Klettern. Wenn du zum Klettern gehst oder zum Alpinklettern, dann weißt du, dass der Tag jetzt einfach ausgefüllt sein wird. Du weißt ungefähr, wie lange das jetzt etwa dauern wird. Und wenn du jetzt zum Gleitschirmfliegen gehst und das große Equipment dabei hast, dann ist es frustrierend, wenn du nach 15 Minuten am Boden stehst, während alle anderen noch oben in der Luft sind. Also ich fand das frustrierend.
Das ist das eine. Dann das andere finde ich, diese Freiheit, die ich, weiß ich nicht, ob ich die nur unterstelle, aber ich glaube, die ist schon. Auch da diese Freiheit von, in Anführungszeichen, guten Piloten oder erfahrenen Piloten, jetzt eine gewisse Zeit zu fliegen und dann selbstbestimmt wieder zu landen.
Also nicht gelandet zu werden oder abgesetzt zu werden, sondern sagt, ich will landen und da und am besten da oben top landen. Dann mache ich 20 Minuten Pause, pinkel einmal erst zwei Kekse und dann fliege ich weiter.
So in die Richtung. Also dass man halt einfach irgendwie sagen kann, ja, ich habe jetzt heute Lust, was weiß ich, zum Hochvogel zu fliegen. Und wenn die Bedingungen es so ungefähr hergeben, dann ist es auch realistisch, das zu machen und dann auch wieder zu einem Landeplatz zurückzufliegen oder irgendwie zurück in die Zivilisation. Das ist irgendwie für mich schon eine gewisse Freiheit beim Fliegen, weil sonst bist du immer getrieben vom Schreckgespenst, dass du jetzt gleich absäufst. Also ich, genau, das ist irgendwie, das ist dann nicht mehr Freiheit, finde ich. Und für mich so die dritte Komponente von dem, was ich schon immer noch auch als Traum habe, ist, so wie du es gerade eben eigentlich auch gesagt hast, auf einer schönen Wiese zwischenzulanden. Das ist einfach so eine Traumvorstellung. Ich weiß nicht, woher die kommt, aber das ist für mich, das ist auch eine Freiheit.
Wie verrückt ist es, dass du da startest und dann drehst du auf und fliegst über verschiedene Gipfel und dann landest du irgendwo an einem schönen Ort ein, machst da Pause, egal ob allein oder mit anderen und dann hebst du wieder ab und fliegst nach Hause oder fliegst weiter. Was auch immer. Und das ist schon, da weiß ich auch gar nicht, ob das jetzt irgendwie überheblich ist, das zu träumen oder ob das irgendwie fahrlässig ist oder naiv. Aber ich meine, das ist halt einfach so, hey, das ist einfach geil. Das fasziniert mich vollkommen. Ich finde das natürlich auch, diese schönen Landungen, die man dann beim Toplanden immer sieht. Das ist so, also ich habe eh ein Faible für Ästhetik.
Ich habe auch voll das Faible für Schönes,
Schönes, Elegantes starten und dieses Einlanden, wenn das schön gelingt, das ist einfach faszinierend. Das fasziniert mich vollkommen. Und ich mache es inzwischen auch oft. Ich meine, gestern sind wir auch dazwischen gelandet und ich mache es immer öfter und das fühlt sich auch so gut an. Und das ist so, da bin ich dann, das ist schon, das ist jenseits von Dankbarkeit, das ist fast so eine Fassungslosigkeit, dass ich denke so, hey krass, irgendwie bin ich jetzt plötzlich dort, wo ich hin wollte. Dieser Traum, dass du aufdrehst, dass du auch entspannt startest, dass du nicht mehr diesen Stress hast vor diesem Start und hoffentlich geht alles gut und keine Ahnung, dass man einfach so eine Vorfreude allein auf den Startvorgang hat und dann da auftritt und eine gewisse Zuversicht hat, dass man da wahrscheinlich auch hochkommt und dann fliegt man weiter und irgendwo sieht man eine Wiese und denkt sich so, jupp, da wäre es jetzt schön einzulanden und dann fliegt man vielleicht an.
Ich meine, gestern habe ich auch zwei, dreimal angeflogen, weil ich irgendwie dachte, das fühlt sich nicht gut an und beim letzten Mal hat es sich gut angefühlt und dann zieht man durch und dann steht man da auf einer Wiese und das finde ich einfach nach wie vor toll.
Bist du vielleicht einfach viel geflogen in der letzten Zeit?
Ja, wir haben im Vorgespräch darüber gesprochen, dass wir dieses Jahr irgendwie nicht so viel geflogen sind. Ja, ich
habe gesagt, ich bin nicht so viel geflogen, weil das Wetter so scheiße ist. Wir haben gar nicht so viel über wie viel du geflogen bist gesprochen, aber mir kommt so vor, also ganz häufig ist ja so, dass ich habe das bei mir auch mal erlebt. Ich hatte irgendwann mal so einen Aha -Moment, das ist schon ein paar Jahre her, wo ich im Gelände bei uns in der Gegend geflogen bin, wo man immer so ein bisschen hin und her sohrt und dann irgendwann habe ich gemerkt, mein Bauch sagt, du musst jetzt da drüben auf den Gegenhang. Irgendwas hat mich dort hingezogen. Und dann bin ich auf den Gegenhang geflogen und da ging es hoch.
Wo man normalerweise nicht hin, also von unserer Normalvorstellung, man sohrt halt auf der einen Seite und fliegt dann nicht auf den Gegenhang, quasi um da die Leethermik zu fassen. Aber das hat sich irgendwie so angefühlt, du musst jetzt an die Stelle dort drüben hin. Und das war zum ersten Mal, dass ich so das Gefühl hatte, ey, da ist, ich fliege jetzt.
Ja, irgendwie, ich habe ein Gefühl für, ich glaube, da vorne musst du jetzt hin, da geht es hoch. Das heißt jetzt nicht, dass das jetzt immer so klappt, aber das war für mich wie so ein, auch so ein Durchbruch im Kopf, wo ich gemerkt habe, jetzt bin ich auf einem anderen Level angekommen. Ich gehe an die Fliegerei anders heran davor. Ich habe versucht, alles zu erklären. Ich kann auch nachher, konnte ich gut erklären, warum es da hochging oder sonst was. Aber es war nicht die rationale Entscheidung und das ständig Gelände angucken und sagen, ich bringe alles zusammen, das ist es. Sondern das war irgendwann der Punkt, wo ich sage, ah, jetzt ist wahrscheinlich so viel Erfahrungswissen und Sonstiges alles zusammengekommen, dass es diesen Durchbruch gab. Seitdem würde ich auch sagen, seitdem bin ich anders geflogen. Vielleicht gab es bei dir ja auch so einen Moment, wo so viel Erfahrung, so viel Erfahrungswissen mit den verschiedenen Sachen und Übungen, die du gemacht hast und Kursen, die du mitgemacht hast und ein Sicherheitstraining und ein Streckenflugkurs und Sonstiges, wo du mit einem Mal sagst, ah, jetzt kommt das zusammen, wo du sagst, Batsch, da ist eine Basis da, auf der ich dann einfach aufbauen kann.
Ja, das ist ja so geil, weil dieser Punkt, der kommt ja durch die Hintertür. Der ist ja nicht plötzlich da. Oder doch, der ist plötzlich da, aber du siehst ihn nicht kommen.
Und ich kann natürlich auch nicht sagen, wann genau der gekommen ist, aber du hast schon recht, es gab einfach so ein paar Momente in diesem Jahr, die, glaube ich, da das zusammengefügt haben. Und ich glaube, das hat angefangen mit einem Flug in Bassano, da war ich noch mit dem Felix Wölk unterwegs und dann habe ich mich abgesetzt von der Gruppe und bin eigentlich einen Plan von einem Kumpel von mir geflogen und war allein unterwegs und habe es tatsächlich auch zurück geschafft zu meinem Auto. Und das war, glaube ich, das erste Mal, dass ich auch alleine unterwegs war und dass ich, ja, wahrscheinlich war es einfach nötig, jetzt irgendwie zu sehen, wenn ich alleine fliege, dann sieht mich ja auch niemand. Dann sieht ja vielleicht auch nicht unbedingt jemand, was für schlechte Entscheidungen ich treffe oder wie man es besser machen hätte können.
Ich meine, wenn ich jetzt mit bestimmten Leuten fliege, ja, dann sehe ich schon, dass man das alles noch besser machen könnte. Aber es war trotzdem wichtig zu sehen, dass ich es irgendwie schon kann oder dass ich irgendwie ja irgendwo auch ankomme. Und in der Schweiz war es jetzt im Sommer auch noch mal so, da war ich auch komplett allein unterwegs und das war gut für den Kopf, ja genau. Und das ist wahrscheinlich, ich weiß jetzt nicht, ob auch noch Fähigkeiten dazukamen. Ich glaube, die Fähigkeiten so von der Technik her und so, das war wahrscheinlich schon viel da, aber es hat einen Schalter im Kopf umgelegt und ich glaube, das war der Unterschied.
Was suchst du in der Luft, was du am Boden nicht findest?
Oh, Lucian.
Also das Erste, was mir einfällt, sind die Auswahl. Ich bin fasziniert von Bergen nach wie vor, speziell von Felsen.
Ein Traum von mir ist auf jeden Fall, dass ich irgendwann an bestimmte Gipfel fliegen kann. Also das fängt bei uns im Allgäu schon an, mit Gipfeln, die theoretisch auch relativ leicht erreichbar wären, geht hin bis, keine Ahnung, vielleicht mal ans Finsterahorn oder Aletschhorn oder irgendwie, keine Ahnung, was auch immer. Also mal an den Viertausender zu fliegen, das ist schon auch so, so ein Traum, wo ich hin will. Ich würde einfach unheimlich gerne mal übers Schreckhorn fliegen.
Und das andere ist, glaube ich, schon diese Herausforderung mit dem Kopf. Also ich mag offensichtlich ja irgendwie auch dieses Ringen mit der Angst oder mit dieser Überwindung und mit diesem kleinen Faultier in mir. Ich habe wirklich immer das Gefühl, ich habe so ein Faultier in mir, das irgendwie einfach nur unten am Landeplatz in der Sonne liegen will und einfach jetzt schnell zum Kaffee will. Aber gleichzeitig möchte ich auch lernen. Und diese Herausforderung oder dieses Ringen, das finde ich irgendwie interessant.
Das, was du da suchst, wo findest du das am ehesten? Also welche Art von Flügen bringen dich dir näher?
Ja, das sind schon, das geht jetzt ganz ein bisschen gegen Ecki, Maute und Co. Momentan sind es schon die Flüge, wo ich wegfliegen kann. Also wo ich wirklich mit dieser Luft, mit dieser Luft gemeinsam aufsteige und dann woanders hinfliege. Und da geht es jetzt überhaupt nicht um Kilometer. Ich bin noch lang nicht in dem Bereich, wo ich irgendwie Kilometer schauen würde. Aber halt immer noch ein bisschen weiter zu kommen. Dann irgendwie jetzt, was weiß ich,
eine bestimmte Route jetzt schon ein paar Mal geflogen zu sein und dann das nächste Mal irgendwie noch eins draufsetzen oder noch ein bisschen weiter. Oder dann irgendwie auch schon zu wissen, wie, also schon zu sehen, dass man auch eine Erfahrung gesammelt hat und jetzt irgendwie die ersten drei, vier Thermiken irgendwie schon kennt und dann da irgendwie, irgendwie relativ schnell durchfliegen kann und so. Also ja, dieses Spiel mit der Thermik und mit dem Weiterfliegen und sich auch weiter trauen und nochmal eine Ridge weiter und nochmal eine Ridge weiter und sehen, dass es sich irgendwie ausgeht oder vielleicht auch nicht ausgeht, aber es einfach auszuprobieren, das ist so das, was mich reizt. Und ja, ich mache immer noch Abgleiter, aber nicht so oft momentan.
Kannst du die noch genießen?
Ja, voll. Oder ist
es dann so, ah, es wäre doch was gegangen und jetzt stehe ich doch, also ärgerst du dich dann auch?
Nee, also die letzten Abgleiter habe ich dann mit meinem großen Setup gemacht, also mit dem, wo ich auch Thermikfliegen gehe und da übe ich dann einfach gerne auch noch ein bisschen Manöver. Von dem her, ich weiß jetzt nicht, ob es dann immer noch als Abgleiter oder als Gleitflug gilt. Ich bin schon auch immer noch gerne morgens unterwegs.
Aber ja, wenn es jetzt ein Tag ist, wo es thermisch geht, dann gehe ich lieber ein bisschen später auf den Berg.
In deinem Blog, Uli Gunde, und auch teilweise in den Podcasts, aber mehr noch im Blog, da hast du viel damals noch deine Klettergeschichten erzählt und über deine Angst geschrieben, aber auch viel war so Thema Mann und Frau am Fels. Geht das zusammen? Oder wie kann man als Frau in so einer Männerdomäne bestehen und so etwas? Erlebst du sowas auch beim Gleitschirmfliegen? Dass es da so ein, ja, dass das Gleitschirmfliegen vielleicht, von den Zahlen her ist es klar, aber auch von der Gedankenwelt her eine Männerdomäne ist, wo man als Frau irgendwie immer vor der Herausforderung steht, hey, muss ich mir hier auch mein Mann stehen oder kann ich als Frau eine weibliche Herangehensweise ans Fliegen finden?
Nächstes großes Thema.
Ja,
also ich habe die Erfahrung gemacht, dass es ein bisschen, glaube ich, abhängt davon, wie man selber dasteht oder wie man Erfahrung hat. Aber ich habe schon das Gefühl, dass es vielen, vielen Frauen, ich glaube, fast den allermeisten Frauen, sehr gut tut, gerade am Anfang mit anderen Frauen zu gehen. Weil, was auch immer, ich weiß nicht genau, was da anders ist. Es ist, glaube ich, also es bietet auf jeden Fall mal den Raum, in Ruhe die Entscheidungen zu treffen und in Ruhe auch drüber zu sprechen. Ich habe das einfach so oft erlebt mit Männern, dass man an den Startplatz kommt und noch ehe man den Rucksack abgesetzt hat, liegt man da. Und dann ist der Gleitschirm auch schon da und die Entscheidung ist schon gefällt worden, dass man jetzt startet.
Und dann dachte ich halt auch immer so... Also der Gleitschirm des
anderen, des Mannes liegt schon da. Der ist schon startfertig und du bist gerade am rumgucken, so ungefähr.
Genau, weil die Entscheidung einfach, das ist unfair zu sagen, die Männer und die Frauen fliegen so und so. Aber ich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass, glaube ich, die Entscheidung, die Flugentscheidung bei Männern, in Anführungszeichen, tendenziell deutlich schneller fällt,
und bei Frauen es oft ein bisschen länger dauert. Und die kommen am Ende wahrscheinlich zu einem ähnlichen Ergebnis. Aber das macht halt Stress, wenn du das Gefühl hast, das ist jetzt nicht ganz meine Entscheidung, aber ich habe jetzt auch irgendwie nicht mehr die Zeit, darüber nachzudenken. Und ja, wenn er da startet, dann wird es für mich auch passen. Und es geht ja auch allermeistens gut. Und mit den Schirmen von heute, ich meine, ja, mit dem Pi ist es halt auch irgendwie egal, wo du stehst, weil der startet halt... Also da musst du schon sehr viel falsch machen. Also ich habe das auch schon geschafft, dass ich mir dann das Kreuzband gerissen habe, aber da musst du schon auch ein bisschen dumme Aktionen bringen. Aber ja, es geht ja auch meistens gut. Und so lernt man das dann und das macht... Das ist stressig. Und ich habe dann irgendwann das Gefühl gehabt, ich hatte dann auch ein Jahr, wo ich einfach eh viel Stress hatte
und dann mich fast nicht mehr zum Fliegen getraut habe, weil ich so eine Angst hatte vor dieser Entscheidung. Und ja, das ist halt so. Und das war natürlich dann auch nicht leichter, wenn dann jemand dabei ist, der viel besser ist, aber einen selber nicht so...
Angst vor der Entscheidung? Welche Entscheidung? Diese Startentscheidung? Will ich jetzt starten oder nicht? Du warst aber schon am Startplatz. Nicht unten entscheiden, fahre ich oder laufe ich jetzt hoch, sondern du bist quasi schon oben auf dem Berg und dann war noch die Angst da, will ich eigentlich wirklich starten oder nicht?
Beides. Also es ist auch oft so gewesen, dass ich dann dachte, ich habe so keine Lust, da oben diese Entscheidung zu treffen, ob das jetzt gut ist oder nicht, zu starten, dass ich erst gar nicht hochfahre oder hochlaufe.
Genau, natürlich kann man jetzt sagen, ja, sowas muss man halt eben oben entscheiden. Aber es waren einfach so ein paar Situationen, wo ich oben nicht ganz klar entscheiden konnte, ob das jetzt gut ist oder nicht. Ich meine, wir haben halt einfach auch ein paar Startplätze, wo es dann... Oder das gibt es wahrscheinlich überall, dass man halt hochkommt und sich denkt so, hey, also der Wind kommt hier aber doch jetzt komisch. Und dann starten irgendwie doch alle.
Oder wird dann immer gesagt so, ja, ja, das geht dann immer so. Oder das ging schon immer gut. Ja, und es ist so, aha, okay, ich bin gerade eh schon aufgeregt und ich weiß jetzt nicht, ist das jetzt gut? Gilt das auch für mich? Gilt das nur für euch? So. Und ja, dann habe ich auf jeden Fall angefangen, so eine Frauengruppe zu starten, Allgäuer Pilotinnen. Und bin dann ziemlich viel nur mit Frauen gegangen. Und das hat mir einfach so, so viel geholfen. Und ich sehe das auch bei den anderen, die jetzt so in der Phase sind, dass das einfach so gut ist, weil man einfach so viel über Zweifel sprechen kann und gemeinsam wächst, weil man sich gegenseitig motiviert. Das ist was ganz anderes, finde ich, von einer Frau motiviert zu werden, als von einem Mann.
Das fühlt sich irgendwie anders an. Vielleicht ist das auch nur in meinem Kopf. Aber wenn eine Frau mir sagt, hey, Erika, ich glaube, du kannst das, dann kann ich das auch. Und dann glaube ich das auch. Und wenn es mir jemand, wenn es ein Mann mir sagt, dann ist es halt immer so, ja, weiß nicht, ob du mich gerade richtig einschätzen kannst. Und ja, wahrscheinlich wird es trotzdem gut gehen. Aber ich kann es halt, ich glaube dir das nicht ganz so. Genau. Und jetzt inzwischen gehe ich auch wieder total gerne mit Männern, weil es mich nicht mehr stresst, weil ich jetzt einfach weiß, wann ich starten will. Und es gibt immer noch manche Situationen, wo ich denke so, weiß ich jetzt nicht genau, ob das gut ist, aber ich habe irgendwie eine Lust, das auszuprobieren. Und dann ist es aber meine Entscheidung.
Und es gibt immer noch Situationen,
wo ich lustigerweise dann auch weiß, so ja, wahrscheinlich könnte ich das, aber jetzt gerade habe ich keine Lust drauf und dann gehe ich auch wieder runter. Und an den Punkt gekommen zu sein, das ist einfach so ein Geschenk. Und das wünsche ich halt den Frauen, die in dieser Gruppe drin sind. Ich meine, das sind inzwischen knapp 200 Frauen. Das sind jetzt nicht alle im Allgäu, aber eben dieses Selbstverhalten, Vertrauen, dieses gesunde Selbstvertrauen, das wünsche ich einfach allen, aber vor allem den Frauen.
In der Gruppe drin. Gruppe heißt, ihr habt eine WhatsApp -Gruppe oder was ist das?
Genau, ja.
Und wie findet da ein Austausch statt? Oder heißt es nur, hey, ich habe vor, fliegen zu gehen, wer will mit? Und dann treffen sich halt fünf Frauen irgendwie
und sagen dann, wir gehen gemeinsam auf den Berg und setzen uns oben hin und sprechen erstmal eine Runde, um zu einer gemeinsamen Startentscheidung zu kommen.
Diese Gruppe, die ist total magisch. Also man ist ja als Pilot irgendwie in verschiedenen WhatsApp -Gruppen drin, da sind die Vereine, da sind dann irgendwelche anderen Gruppen und ja, dann gibt es halt jetzt in meinem Fall auch noch diese Pilotinnen -Gruppe und es ist einfach so Wahnsinn, was für ein Austausch da stattfindet und mit was für einer Wertschätzung und mit einem Respekt da miteinander umgegangen wird. Also da gibt es keine dummen Fragen. Jede Frage wird beantwortet und auch von mehreren Frauen und auf einfach ganz, ja, machtsame, wundervolle Weise. Und es passiert auch immer wieder, dass bestimmte Fragen in verschiedene Gruppen reingepostet werden und das ist einfach immer wieder so verrückt zu sehen, ja, wie das bei uns in der Gruppe abläuft. Das ist so schön.
Also da geht es ganz viel auch natürlich um Ausrüstung und um Empfehlungen für Fluggebiete oder Sicherheitstraining. Und jetzt haben wir auch ein Sicherheitstraining nur für Frauen schon gehabt im Oktober und ja, im nächsten Jahr gibt es ja eh noch ganz viele andere. Also das ist ja nicht nur, was mit unserer Gruppe dann zu tun, aber es gibt einfach nächstes Jahr ganz viele Angebote, Sicherheitstrainings nur für Frauen. Genau. Und natürlich, ja, es wird auch viel nach Flugpartnerinnen gesucht, wobei ich da schon auch den Eindruck habe, dass das nur ein Sprungbrett ist. Also da wird ganz oft, da fragt jemand mal zwei, drei, vier Mal rein und dann hat diese Person irgendwie ihre Buddys gefunden und dann gehen die. Und das ist auch, ich habe dann eine Zeit lang ein bisschen gehadert, weil ich dachte, hä, das ist voll unfair den anderen gegenüber, die jetzt auch neu reinkommen oder so.
Aber ich glaube, das ist der normale Gang der Dinge. Und bei mir war es ja auch nicht anders. Ich poste auch nicht mehr allzu oft rein, wenn ich in der, also dass man zusammen geht, weil das ist natürlich schon auch immer, ja, das dauert dann auch immer länger, weil man sich halt so krass verquatscht. Genau.
Ist diese so wertschätzende Kommunikation, wie du es nennst, ist das etwas, wo du sagen würdest, das ist allgemein frauentypisch? Würde man das in anderen Sportarten mit solchen Gruppen auch finden? Oder ist das etwas, wo du sagst, nee, das ist irgendwie dieses, dieses Fliegen und dieses sich vom Boden lösen und diese Freiheit spüren, also etwas, was irgendwo was Besonderes noch ist über den bodenständigen anderen Geschichten, sage ich mal, dass man da dann auch noch eine andere, jetzt ein bisschen hochgegriffenes Wort, ätherischere Art der Kommunikation sucht?
Da muss ich jetzt, also nein, so philosophisch wird es nicht. Nein, das ist, also ich habe das, bei den Kletterinnen, da gab es auch so eine Gruppe, da war das genau gleich. Also ich glaube, ich weiß jetzt nicht, wie es ist, wenn man jetzt eine Sportart hätte, wo ganz viele, also wo mehr Frauen machen, ob es da vielleicht ein bisschen anders ist, ob es da vielleicht auch eine Art Stutenbissigkeit gibt oder so, weiß ich nicht, glaube ich aber nicht. Also ja, in den Männerdominierten Bergsportarten, da sind die Frauen es halt auch gewöhnt, dass man immer so ein bisschen, wenn entweder so belächelt wird oder nicht ernst genommen wird, das finde ich auch immer so nervig, wenn, naja,
oder wenn halt dann irgendwie Männer herkommen und einem irgendwas erklären, wo man überhaupt nicht erklärt haben wollte oder wo man es einfach auch selber weiß oder es einfach auch nicht interessiert. Und ich glaube, wenn solche Frauen zusammenkommen, dann ist vielleicht nochmal ein Ticken mehr Liebe im Raum, als jetzt in einer Sportart, wo eh schon ganz viele Frauen, da sind, wo die Erfahrung jetzt eine andere ist. Aber also ich glaube, der Umgang unter Frauen ist einfach oft sehr, sehr achtsam.
Nun ist es ja Quatsch, Männer und Frauen so schwarz -weiß einzuteilen und sowas. Und es gibt sicherlich auch Männer, die oder es gibt sicherlich Frauen, die eine sehr auch gedanklich burschikose Herangehensweise haben und Männer, die so gesehen ein eher weibliches Gedankenstruktur,
Seelenkarussell, Seelenaufbaunetz haben oder sowas. Habt ihr Männer in der Gruppe auch, die sagen Hey, ich fühle euch, fühle mich euch eigentlich jetzt nicht sexuell gesehen, sondern einfach von der Gedankenwelt fühle ich mich dem viel näher. Ich finde das, ich kriege das mit. Ihr habt so was Tolles, aber ich würde da. Das ist eigentlich genau das, was ich suche.
Ja, ich weiß, das ist das Feedback, das ich so oft bekomme von Männern, dass sie da jetzt auch rein wollen. Und die allermeisten meinen es tatsächlich auch so, wie du es jetzt gerade gesagt hast, also dass sie halt einfach auch gerne in einer Gruppe wären, die, wo man einfach defensiv ist, defensiv und vielleicht auch ein bisschen ängstlich sein darf. Ich habe dann irgendwann aus ein bisschen aus aus Genervtheit habe ich dann noch mal eine Gruppe gegründet, wo alle rein dürfen. Das sind die Allgäuer Genuss fliegenden.
Bisschen sperrig, aber es war irgendwie so ein Schnellschuss und wir wollten es keine Genussflieger innen draus machen oder so. Ja, und dann war das irgendwie so Okay, ich weiß jetzt gerade keinen besseren Namen. Ich nenne es jetzt einfach so. Und die Gruppe heißt auch immer noch so. Und. Da ist der Austausch schon auch schon auch ganz ein anderer. Ja, ja, das, das ist, das ist schön. Und eben ich sehe das auch so. Diese Unterteilung in Frauen und Männer, die ist nicht fair. Das ist die ich mit der hadere ich auch immer wieder. Aber es ist halt die beste Möglichkeit, die ich dies da jetzt gab. Also wenn wir das jetzt aufmachen für Männer, dann würde sich die Gruppendynamik ganz sicher verändern. Und ich will das auch. Das ist das darf so ein Safe Space für Frauen bleiben.
Aber ja, es gibt jetzt im Allgäu zumindest eben noch diese alternative Gruppe. Wenn da jemand rein will, kann er mir gerne auch schreiben. Und da ist der Austausch schon auch sehr, sehr respektvoll. Da wird auch sehr, sehr viel sehr ausführlich beantwortet. Ja, genau. Und eben was ich sagen wollte oder was mir einfach auch wichtig ist. Diese Unterscheidung in Frauen und Männer, die stimmt einfach nicht so ganz. Also ich finde es tatsächlich auch diskriminierend den Männern gegenüber, die halt auch gerne in so einer Gruppe unterwegs sind, weil. Ich kann das auch nachvollziehen, dass es Männern ganz genauso geht und dass auch Männer oft dann irgendwie die gleichen Themen dann haben. Aber es war das Beste, was wir machen konnten.
Nun bist du mit Frauen unterwegs. Du sagst, in letzter Zeit bist du auch wieder mehr mit Männern fliegerisch unterwegs gewesen.
Die Startentscheidungen treffen Männer und Frauen vielleicht ein bisschen stereotypisch etwas anders. Würdest du denn sagen, dass sie auch in der Luft, kann man da erkennen, ob da eine Frau oder ein Mann unterwegs ist? Fliegst du anders, wenn du mit Männern unterwegs bist, als wenn du mit Frauen unterwegs bist? Jetzt nicht die am Startplatz, das, was man da noch beredet, sondern dann, wenn du auch alleine in der Luft bist, aber du weißt, ich habe jetzt Katja als Buddy dabei oder so was oder einen Thomas. Ist das ein Unterschied?
Da muss ich jetzt ein bisschen überlegen, weil ich in letzter Zeit einfach relativ viel alleine unterwegs war oder halt irgendwie nur so lose. Also ich wusste, dass der und der Freund oder die und die Freundin jetzt auch mitten in der Luft ist.
Da geht es nicht mehr so sehr. Es geht eher um Mann oder Frau, glaube ich. Da geht es darum, wie gut diese Personen fliegen und wie gut die auch sagen, dass sie fliegen oder das Wissen, dass sie gut fliegen. Also ich meine, wenn ich jetzt mit dem Christgeist unterwegs bin, ja, dann ist mir schon klar, dass der weiß, dass er gut fliegt und dass er gut fliegt und dass ich dem jetzt mit seinem Omega jetzt auch nicht unbedingt gut hinterherkomme. Und das ist mir auch klar, dass der halt einfach viel schneller aufsteigen kann, weil er es einfach besser kann. Ich weiß nicht, ob das so viel mit dem Schirm zu tun hat. Und ja, da ist es schon oft so, dass ich mir denke, na gut, alles, was du machst, muss ich jetzt nicht unbedingt machen, weil ich bin es auch nicht irgendwie aggro, was auch immer er ist, Weltcup -Sieger oder was. Also bei ihm ist es dann eher so, dass ich denke, mach lieber mein eigenes Ding.
Und auch mit den anderen Frauen, mit denen ich so unterwegs bin, die fliegen gleich so viel besser, dass ich mich dann an denen auch nicht mehr orientieren kann. Also das kann ich einfach schwierig sagen, weil ich jetzt nicht mit so vielen Leuten unterwegs bin. Ich glaube, so mit Frauen, so ungewöhnlich, so ungefähr auf meinem Level oder so ein bisschen weniger Erfahrung tendiere ich schon auch dazu, dass man dann, wenn es ein bisschen rumpelt, dass man dann eher sagt, komm, geh mal einen Kaffee trinken. Und da könnte ich mir vorstellen, dass Männer so in Anführungszeichen dann eher sagen, ich will das jetzt lernen, ich will da mich jetzt noch ein bisschen durchbeißen. Jetzt sind wir schon hier, das sollte man jetzt nutzen.
Ja, aber das sind alles so Klischees, die kann ich nicht so gut beantworten.
Gut, lassen wir das Mann -Frau -Thema mal sein. In deinen Social -Media -Posts, Instagram, Facebook, wo du da so präsent bist, da kommt immer mal wieder ein Wort drin vor, was ich, ich lächle immer, wenn ich es lese. Da steht, ich bin mal wieder eskaliert. Das ist so ein Lieblingswort von dir.
Ja, kann ich, ja.
Was heißt eskalieren bei dir?
Naja, oh, ähm, wie soll man das denn beschreiben? Naja, ich glaube, also ja, meistens ist es halt so, dass ich irgendeine Idee habe und dann aber halt auch gleich so volles Programm dann machen will. Also jetzt zum Beispiel, ich male ja schon lange Aquarell. Und jetzt kürzlich hatte ich irgendwie diesen Moment so, ich muss jetzt Acryl malen. Weil ich irgendein Bild gesehen habe, wo ich dachte so, Junge, wie konnte man das malen, bis ich gecheckt habe, das ist gar nicht Aquarell, das ist Acryl. Da dachte ich so, okay, das muss ich jetzt auch, das brauche ich jetzt, muss ich jetzt machen. Und dann jeder, glaube ich, normale Mensch würde halt dann irgendwie erstmal so Schüler -Acrylfarben kaufen und vielleicht mal irgendwelche günstigen Leinwände und da halt dann einfach mal ein bisschen probieren.
Aber nein, ich muss natürlich irgendwie gleich so zehn Farben und sieben Pinsel und alles irgendwie kaufen. Ich meine, ich kaufe vieles davon dann gebraucht inzwischen. Aber ja, halt so gleich so volles Programm. Anstatt irgendwie mal kurz reinzufühlen, ob das vielleicht was ist. Und dann so langsam zu wachsen. Oder ich meine, ich hatte ja dann irgendwann auch mal die Idee, ich muss jetzt irgendwie Gravel -Biken und ich muss jetzt irgendwie Bikepacken machen. Und dann habe ich mir halt gleich, ja, halt alle Taschen und das Fahrrad und dann gleich drei Wochen Schottland und alles, wo man sagen würde, ja, willst nicht mal erstmal in Ruhe Erfahrung sammeln. Aber lustigerweise, gerade beim Fahrradfahren und beim Malen ist es so, dass ich da wiederum überhaupt keine Angst habe.
Oder auch bei der Selbstständigkeit. Das ist eben so bizarr. Da ist es irgendwie so, da habe ich Lust drauf, das mache ich. Und das habe ich leider irgendwie beim Fliegen oder auch beim Klettern nicht. Warum auch immer.
Das heißt, du bist beim Fliegen noch nie eskaliert?
Kann ich mir nicht vorstellen.
Also ja, was Ausrüstung angeht. Also das klingt jetzt so, als könnte ich mir das alles leisten. Das Problem ist, dass ich mir das eben nicht leisten kann. Also das muss ich mir dann irgendwo anders wieder. Oder ich muss halt irgendwelche anderen Sachen von der früheren Eskalation dann wieder verkaufen. Die
dunklen Seiten der Eskalation.
Genau, ja. Also ich meine, wenn ich das alles mir leisten könnte, so ganz einfach,
dann wäre es auch nochmal was anderes. Aber es ist nicht so ganz vernünftig, glaube ich, was ich da mache. Ich glaube, das ist so das, was ich auch mit Eskalation meine. Und beim Fliegen, da eskaliere ich manchmal, weil ich irgendwie meine, ich brauche jetzt irgendwie doch nochmal ein anderes Gurtzeug oder irgendwas. Und meistens dann immer noch schnell schnell. Also jetzt auch. Oder jetzt habe ich mir vor ein paar Tagen noch ein anderes Gurtzeug gekauft. Weil ich irgendwie meinte, das ist jetzt so viel besser. Und in ein paar Tagen geht es eben nach Indien. Und das ist, glaube ich, was man vielleicht nicht unbedingt machen sollte. So noch kurz vor einer langen Reise nochmal das Equipment zu ändern. Aber es fühlt sich einfach saugut an. Aber beim Fliegen, da limitiert mich, glaube ich, so die Angst ein bisschen vorm Eskalieren. Also ich überlege jetzt auch gerade, was eine Eskalation wäre. Es wäre wahrscheinlich eine Eskalation, jetzt irgendwie Essen für vier Tage einzupacken und dann zu sagen, und jetzt geht es los.
Jetzt fliege ich irgendwie mal nach Osten oder nach Westen. Oder ich weiß nicht wohin.
Oder ich steige jetzt ins Agrofliegen ein und kaufe mir irgendwie direkt vier Sicherheitstrainings hintereinander oder so. Ich weiß nicht, das wäre vielleicht eine Art Eskalation. Das ist jetzt bisher noch nicht passiert. You never know.
Vier Tage einfach nach Osten oder Westen fliegen. Du hast gesagt, mit den Himmelsrichtungen weißt du nicht so genau. Vielleicht würdest du einfach nur im Kreis dann kommen. Aber egal wie. Hast du sowas schon mal gemacht? Also nicht im Kreis fliegen, sondern wirklich zu sagen, hey. So hike and fly wirklich als Reise? Nein. Du bist ja reiseaffin, so wie du sagst. Ich fahre dann drei Wochen mit meinem Gravelbike durch Schottland und sonst was. Und dass du sagen würdest, hey, meine Faszination fürs Fliegen verbinde ich dann mit meiner Faszination fürs Wandern und Bergsteigen und sonst was. Und mach das wirklich als Kleinexpeditionsmäßig so.
Die Pläne gab es in der Phase, wo ich noch naiv war und dachte, ich kann überall landen.
Also momentan könnte ich mir das überhaupt nicht vorstellen. Das ist, ja, Punkt. Also da fallen mir so viele Sachen ein, wo ich sagen würde, das ist irgendwie zu viel Risiko, zu viel Unwägbarkeiten, zu viel Stress auch. Ich merke das schon auch immer mehr so. Ich kombiniere inzwischen Bergsteigen und Gleitschirmfliegen nicht mehr so gerne, weil es einfach stressig ist, finde ich. Also dann steige ich lieber irgendwie 1000, 2000 Meter ab. Bevor ich dann nach Osten fliege. Weil ich dann irgendwie einen schwereren Rucksack habe und dann den Stress habe, dass ich jetzt schnell irgendwie an dem Startplatz bin und das hoffentlich dann da alles gut passt. Und ja, ich habe halt auch einfach die Erfahrung gemacht, dass die Entscheidungen, die man nach solchen Touren trifft,
nicht besonders ratz oder nicht besonders vernünftig sind. Weil man natürlich, also bestes Beispiel oder ja, also ich bin jetzt noch nie von Mont Blanc gestartet, aber da denke ich mir schon, also es war immer die Idee, ob man nicht den einen Tag auf dem Mont Blanc hochläuft und dann runterfliegt. Aber ganz ehrlich, also da muss da oben schon richtig scheiß Bedingung sein, dass du dann sagst, okay, es geht nicht, wir laufen wieder runter. Ich glaube, da oben macht man einfach Entscheidungen, die so risikoreich sind. Und auf diesen Stress habe ich einfach keine Lust mehr.
Also diese Entscheidung überhaupt, wenn ich mir das schon vorstelle, diese Entscheidung. Du weißt, dass du jetzt eigentlich, dass alles geplant ist, da runter zu fliegen. Es würde, ich meine, da stehen dann irgendwie 20 Minuten Abgleiter gegen fünf Stunden runterlaufen, wo du eh schon wahrscheinlich acht Stunden hochgelaufen bist.
Und dann probiert man es doch und hat nicht so ein ganz gutes Gefühl und hofft halt einfach, dass es auch dieses Mal wieder gut klappt. Und nee, nee, nee, nee, nee, nee.
Das heißt, wenn du heute fliegen gehst. Weißt du auch vorher schon, dass die Bedingungen gut sind? Also guckst du so ins Wetter und sonst was, dass du sagst, ich suche mir eigentlich auch nur die Tage, von denen ich weiß, ich werde relativ angstfrei starten können?
Ja, ja, ja. Also das ist auch das Einzige, was ich mir beim Hochlaufen immer schon hoffe. Also ich hoffe nicht auf einen guten Flug oder auf einen weiten Flug oder so. Ich hoffe einfach nur auf Wind von vorn. Das ist alles, was dann kommt, ist irgendwie so noch die Kirsche.
Ja. Also genau. Und ich bin beim Wetterbriefing bin ich so defensiv, dass ich auch oft nicht gegangen bin, wenn es irgendwie nach viel Wind in der Höhe aussah oder so. Und da werde ich jetzt so ein bisschen mutiger. Aber ich will schon. Also das habe ich gemeint mit Ich bin eh noch defensiv. Ich gehe halt einfach nicht bei viel Wind fliegen, weil ich einfach da irgendwie Respekt davor habe. Ja. Ich
habe jetzt überlegt, ob ich ein Thema noch aufmache. Ich mache es mal einfach auf. Du hast gesagt, du würdest gerne übers Schreckhorn fliegen. Warum?
Also ich habe ja ziemlich viele, ziemlich viele Jahre meines Lebens dem Bergsport gewidmet und viel auch dem Alpinklettern und hatte da eine Tourenpartnerin, mit der ich auch sehr, sehr viel gewachsen bin. Mit der war ich eigentlich fünf Jahre sehr intensiv unterwegs und wir waren sehr auf einem sehr ähnlichen Level. Wir haben uns wunderbar zusammen gruseln können. Wir haben uns wunderbar zusammen motivieren können. Ich erinnere mich an so viele Seillängen, wo, was weiß ich, ich vorgestiegen bin und es eigentlich relativ gut lief und sie danach kam und gesagt hat, Wahnsinn, das hätte sie nie vorsteigen können. Never ever. Das war so gruselig. Und dann in der nächsten Seillänge, wo sie dann vorgestiegen ist, war es genau andersrum. Also wir waren einfach, wir waren, wir waren so, wir waren auf einem super cool gleichen Level.
Und sie war, es war einfach immer eine gute Zeit. Sie war auch immer für jeden scheiß zu haben. Egal ob irgendwie mitten in der Nacht aufstehen und irgendwo oder keine Ahnung ewig lange Skitour hartscha machen, weil der und der Gipfel sieht irgendwie so aus, als könnte man gut runterfahren oder so. Und genau mit der war ich dann am Schreckhorn unterwegs 2020 und wir waren ohne Seil unterwegs, weil wir das Gelände einfach gut drauf hatten. Das war eine fantastische Kletterei. Es war ein fantastischer Fels und es war einfach nur perfekt. Es war, wir hatten einen Wahnsinns Sonnenaufgang. Wir waren zügig unterwegs. Wir waren super gut in der Zeit. Wir hatten super gute Bedingungen.
Es war einfach, es war nur perfekt. Wir haben gelacht. Wir haben auch viel geschnauft, weil wir natürlich nicht akklimatisiert waren, aber wir waren, hatten einfach eine super gute Zeit und ungefähr, ich glaube, 200 Höhenmeter unterm Gipfel. Ja. Da ist noch so eine Schulter und ich stand quasi auf der Schulter und sie kam gerade hoch und stand so mit der Brust so, ja, so auf einem Absatz noch, also stand da so und hat gerade so über diesen Fels drüber geschaut. Und in dem Moment hat es einen Schlag getan und ich habe den nicht ganz zuordnen können und ich habe es noch pfeifen hören und dann habe ich gesehen, wie ein Stein, ein einziger Stein, ein kleiner, also der war so groß wie, nicht so groß, ja, so groß wie eine Kiwi vielleicht. Hat sie auf die Brust getroffen und hat sie nach hinten umfallen lassen und dann ist sie diese, ja, jetzt kommen wir in die Himmelsrichtung, ich glaube, es ist eine Nordwestwand, ist sie komplett runtergefallen.
Also sie ist aus meinem Blickfeld rausgefallen und ich habe sie dann nicht mehr stürzen sehen, aber genau, der Helikopter, der dann später gekommen ist und den ersten Suchkreis auf meiner Höhe gemacht hat, der ist nach dem ersten Suchkreis abgedreht und ist eben 400 Meter weiter runter geflogen. Und hat da den nächsten Suchkreis gemacht. Und ist da dann auch geblieben.
Und das war, also ich, ja, die haben mich dann mit dem Helikopter da auch rausgeflogen, das heißt, ich war auch nie am Gipfel, ich könnte mir auch nicht vorstellen, da noch hochzuklettern, egal mit wem, also ich habe darüber gar keine Motivation. Aber ich habe mir damals schon gedacht, es wäre schon sehr, sehr schön und wahrscheinlich auch sehr emotional, jetzt muss ich schon fast weinen, da mal drüber zurückzukommen. Und ich weiß nicht, ob ich, also ich meine, damals war es klar, dass ich das nicht kann von meiner Technik her, vom Fliegen her und vielleicht auch besser im Tandem, aber jetzt inzwischen fliege ich schon, glaube ich, so gut, dass ich da auch hinfliegen könnte. Und ich war im Sommer tatsächlich auch in Grindelwald, ich habe mir den Traum erfüllt, zumindest mal in Grindelwald zu fliegen.
Ja, habe mir da auch ganz viel Zeit genommen und bin dann auch, also ich konnte auf der anderen Seite recht gut aufdrehen und bin dann halt zumindest drüber geflogen und war halt dann so, bin halt so ein bisschen da rangeflogen. Ich bin es nicht lang nicht drüber geflogen, aber es war schon, das war so der erste Schritt dorthin und ich habe natürlich die ganze Zeit dann auf diese Westwand geschaut und das ist einfach, es ist nach wie vor ein fantastisch schöner Berg und ich habe schon den Traum, das irgendwann zu schaffen, da drüber zu fliegen, ja.
Ist das Fliegen, diese Vorstellung von über diesem Gipfel dann zu fliegen, wäre das für dich dann quasi auch zu sagen, ja, das ist meine Trauerbewegung? Trauerbewältigung oder sonst irgendwie was? Ich fliege mit der Lena da irgendwie über diesen Gipfel oder was, was auch immer?
Ich glaube, es ist nicht unbedingt eine Trauerbewältigung. Ich glaube, mit der Trauer habe ich schon meinen Weg gefunden. Ich glaube, es wäre eher ein Zeichen der Dankbarkeit. Ich würde sie gerne einfach nochmal besuchen. Also ich meine, sie liegt natürlich nicht mehr da oben, aber das ist für mich der Ort, wo die Lena irgendwie schon im Herzen noch liegt und ich komme tatsächlich auch jedes Jahr nach Grindelwald. Und meistens auch zu dem Absturztag und es wäre für mich ein Besuch bei ihr. Einfach mal Hallo sagen und ihr zeigen, dass sie voll in meinem Herzen ist und dass ich viel an sie denke und dass ich einfach so dankbar bin für die Zeit, die wir hatten. Genau.
Diese Angst, die du beim Fliegen über ein paar Jahre hattest, mit dem Nicht -Starten -Wollen vielleicht oder sowas, kann das auch was damit zusammenhängen oder sind das, würdest du sagen, das, was am Fels passiert, was du bei der Kletterei erlebst? Ja. Die Angst, die du dabei hast, ist eigentlich eine ganz andere. Also das sind wie so zwei unterschiedliche Angstkanäle, weil es unterschiedliche Auslöser sind.
Ne, es sind die gleichen. Also ich glaube, die Angst vor der Angst ist immer die gleiche. Es ist das Gleiche, das glaube ich schon. Es hat aber jetzt nicht unbedingt, also es hat nichts mit Lenas Absturz zu tun. Es ist, uns war einfach immer klar, dass das passieren kann. Wir haben die Tour, die wir davor unternommen haben, die haben wir in Gedenken an den Ralf Ganzhorn unternommen. Auch ein Kollege von mir, der auch absturzt. Und der hat einen Tourenführer geschrieben und da ist eben diese Tour auch drin gewesen und deswegen haben wir die irgendwie so in Gedenken an ihn unternommen und wir haben noch im Aufstieg darüber gesprochen, wie es wohl wäre, von einem Stein getroffen zu werden und dann abzustürzen. Also wir haben schon gewusst, dass das passiert oder dass das passieren kann. Diese Angst, die ich da habe, das ist, glaube ich, wie gesagt, das ist keine Angst, sondern das ist eine Angst vor der Angst.
Und die war schon immer da, also die war auch vor 2020 schon da. Ich glaube, dass ich in dem Jahr, wo ich dann nicht so viel geflogen, oder wo ich eigentlich gar nicht geflogen bin, das war, glaube ich, 2022, das hatte einfach nur zu tun mit Stress. Also das war, ich sehe das auch bei anderen oft so, die sich dann plötzlich nicht mehr trauen, obwohl eigentlich gar nichts passiert ist und dann wird man auch so ein bisschen ungnädig mit sich, weil man sich denkt so, hä, aber das ging doch immer und das muss doch und das war doch schon immer und die anderen machen ja auch.
Also bei mir war es einfach vollkommen stressbedingt und mein Körper, so erkläre ich es mir, hat einfach gewusst, das ist einfach noch weiterer Stress und das ist jetzt was, was man vermeiden sollte.
Also der hat sich eigentlich um seine auch emotionale Gesundheit dann gekümmert. Du hast vorhin gesagt, du hast dir mal beim Start mit dem Pi das Kreuzband gerissen.
Nein, lass uns nicht über die dunklen Schattenseiten sprechen. Nein, mich
interessiert nur, ob das vielleicht auch eine Art Startblockade dann macht, wenn man weiß, okay. Eigentlich mit einem blöden Tritt kann man sich das Kreuzband reißen und dann kann ich gar nicht mehr fliegen und dann fliege ich jetzt halt auch gar nicht mehr, weil man könnte sich ja das Kreuzband reißen.
Ja, also ich muss zugeben, also ja, ich starte inzwischen, ich starte inzwischen auf jeden Fall nicht mehr, wenn man in die andere Richtung Ground handeln könnte und ich starte generell nicht mehr bei Rückenwind. Also selbst bei, also das merke ich schon, da hängt mir, also ich bin damals einfach... Ich bin vollkommen dumm mit viel zu viel Rückenwind rausgestartet, es hatte noch dazu Schnee und ich bin dann über eine Kante drüber gesprungen in der Hoffnung, dass der Schirm dann hält oder trägt und er hat halt nicht getragen und dann bin ich halt einfach voll auf dieses Bein draufgesprungen. Und es ist aber schon so, dass ich tatsächlich, wenn es so ein bisschen Rückenwind hat, das merke ich schon, dass mir der Unfall ein bisschen nachhängt, ja.
Aber das ist, glaube ich, auch normal und das ist, glaube ich, auch okay. Also keine Ahnung, ja, dann starte ich halt einfach konsequenterweise nicht mehr bei alles, was... Zwei km/h mehr ist von hinten und das ist für mich eine gute Regel. Das ist natürlich auch egal, wenn man dann irgendwie jetzt hier irgendwo 800 Meter runterläuft und nach Hause fährt. Deswegen will ich vielleicht auch wirklich diese Hike und Flies, diese alpinen Hike und Flies oder diese Kombinationen mit Bergsteigen und so nicht mehr machen, weil da habe ich Angst, dass ich das dann doch wieder versuchen würde, weil ich halt nicht runterlaufen will. Genau, also ja, der Unfall
hält mich schon zu diesem Ende. Dann ist
diese Zwei km/h -Grenze
fällt ein. Dann
ist das einfach
und du sagst, okay, ich glaube, es sind nur zwei, auch wenn du weißt, dass es sieben sind. Ich werde es schon noch erlaufen können. Was ist mit Schießstart?
Das finde ich ultra stressig. Also ich habe das nicht allzu oft gemacht, aber da, also ja, ich müsste vielleicht jetzt mal nochmal machen, aber sich einhängen und dann in die Ski rein und dann hängt wieder irgendwo irgendeine Leinen irgendwas vom Rucksack drin oder so. Und dann, wenn er dann nicht gescheitert ist. Wenn man nicht schnell genug hochkommt oder wenn man nicht schnell genug hochzieht und ja, bin ich jetzt nicht ganz so der Fan.
Ich hatte jetzt gerade mit Peter von Kenel, der auch bei den X -Peaks dabei war, einen Podcast aufgenommen und die sind relativ häufig, zumindest im ersten Teil, auf Skiern dann auch gestartet in der Höhe. Häufig mit Rückenwind und das fand ich dann auch interessant, das hat er jetzt im Podcast gar nicht erzählt, das beschreibt er an anderer Stelle. Die ziehen dann wirklich quasi gegen den Hang auf, also Groundhandeln rückwärts so und stehen dann halt mit ihren Skiern quer, fahren dann langsam quer zum Hang und drehen dann ganz langsam in den Hang, aber der, drehen dann den Schirm dabei so langsam und dann nimmt er halt so die Fahrt auf und mit Skiern kannst du dann halt sehr schön Fahrt aufnehmen und dann sagen wir, dann ist das Rückenwindstart eigentlich überhaupt gar kein Problem und es ist fast leichter mit Rückenwind zu starten, wenn man die Technik einmal beherrscht, als bei bestimmten Skiern.
In anderen Windbedingungen, wo du quasi auf Skiern stehend vorwärts aufziehen müsstest, wo das nicht so ganz gut funktioniert. Also von daher, vielleicht ist das ja nochmal etwas, wo du eskalieren kannst.
Ja, ich bin vorsichtig mit so Vergleichen mit Menschen, die andere Fähigkeiten besitzen.
Erika, lass uns zum Ende kommen. Eine Frage zum Ende habe ich noch. Eigentlich wollte ich dich ja zu Uli Gunde fragen, aber das hast du mir ja direkt am Anfang schon rausgenommen. Deswegen kommt jetzt noch eine andere Frage, wo ich trotzdem den Zirkelschluss zum Anfang wieder hinkriege. Hast du eine Frage von mir erwartet gehabt, die nicht kam? Man hat ja so Vorstellungen, was wird der andere vielleicht fragen? Worauf sollte ich mich gedanklich vorbereiten oder sowas? Gibt es etwas, wo du gesagt hast, das wird mich der Lucian vielleicht fragen, aber das hat er jetzt gar nicht?
Ich hätte vielleicht gedacht, dass du mich nach irgendwie so Highlights meiner Flugkarriere aus meiner Sicht fragst. Hast du?
Hast du ja schon beschrieben. Also jetzt ohne das dedizierte Beispiel, als ich damals auf Grashalm XY an der Kampenwand gelandet bin oder sonst irgendwie was. Aber zu beschreiben, Highlights, wo du sagst, ich habe in diesem Jahr einen Durchbruch erlebt gewissermaßen und kann jetzt starten und landen, wo ich will und wann ich will. Ich finde, das ist ein sehr schönes Highlight, das man in einer Fliegerkarriere haben kann.
Ja, auf jeden Fall.
Welches Highlight hättest du? Als nächstes?
Als nächstes?
Also ich würde, das ist kein Highlight, das ist eine Grundvoraussetzung, ich würde gerne wieder gesund aus Indien zurückkommen. Wie gesagt, ich fliege jetzt dann demnächst nach Indien und ja, ich möchte, ich würde mich gerne dort einfach wohlfühlen beim Fliegen. Ja, also ich würde gerne auch etwas länger in der Luft mich wohlfühlen. Ich habe momentan immer noch so eine, ja, so nach zwei, drei Thermiken oder… Ja, so, da gehen mir dann entweder die Pläne aus und dann denke ich so, ah ja, jetzt komm, jetzt reicht es doch eigentlich, jetzt haben wir uns davon ganz schön ausgereizt, jetzt könnten wir doch langsam landen gehen, das ist doch jetzt irgendwie alles bewiesen. Und das, ja, das wäre natürlich schön, wenn ich in Indien jetzt einfach wirklich auch eine Freude hätte, dann länger in der Luft zu sein und das gar nicht so sehr mit so einer Überwindung oder mit so einem Überreden einhergeht, sondern einfach, weil ich Lust habe.
Aber das ist eigentlich, also ich weiß jetzt gar nicht, ob das so wichtig ist. Ich fühle mich einfach wohlfühlen in Thermiken. Ich will eine gute Zeit haben, ich will gerne wieder mit Geiern oder mit Adlern kreisen. Ich würde schon gerne, wenn es sich anbietet, wieder ein bisschen dort auch einlanden oder auch vielleicht ein Biwakzeug dabei haben. Aber auf der anderen Seite ist auch einfach ganz klar, Indien ist eigentlich nicht der Ort, um, ja, eigentlich ist es nicht der Ort, um als Nicht -Profi irgendwo einzulanden. Weil ich meine, da gibt es einfach keine Rettungskette und das ist einfach das, was auch immer im Kopf ist. Aber ja, und dem gegenüber steht aber… Der Traum, da wieder Biwak fliegen zu gehen, so im kleinen Raum, also jetzt nicht irgendwie hinten rein oder so, aber halt einfach das Biwakzeug dabei haben, ein paar Ridges weiter vorne wieder einzulanden, da über Nacht zu bleiben und am nächsten Tag wieder rauszustarten, das ist schon, das ist schon schön.
Gut.
Möge es so kommen. Du wirst es wahrscheinlich auf Insta, werde ich es lesen können, wenn du da irgendwo eskaliert bist oder einfach nicht eskaliert, aber wunderschön irgendwo top gelandet bist, wirst du es wahrscheinlich wieder feiern. Was sehr schön ist, das immer mitzulesen und mitzubekommen.
Das ist ja nur ein Mini -Ausschnitt, was du da siehst. Ich bin so wenig nur noch auf Instagram. Aber ja, mal schauen. In Indien werde ich vielleicht wieder ein bisschen was posten.
Wenn man viel mehr Ausschnitte bekommen würde, man kann es ja gar nicht alles nachhalten, was die anderen Leute machen. Von daher, halte dich kurz, aber mit Highlights präsent sein, das ist doch ganz gut.
Okay, für dich, Lucian.
Wunderbar. Ich freue mich drauf und… Ja, dir eine gute Zeit und danke fürs Gespräch.
Danke fürs Gespräch.
Das war die Podz-Glidz -Folge 147 mit Erika Dürr. Ihren Blog und Podcast findest du unter dem Namen Uli Gunde im Netz und auf allen üblichen Podcast -Plattformen. Podz-Glidz ist der Podcast des Gleitschirm -Blogs Loglite. Alle zwei Wochen präsentiere ich eine neue Folge. Wenn du nicht so lange warten willst, dann stöbere doch im Archiv. Über 150 Stunden interessante Gespräche über den Kosmos des Gleitschirmes. sind darin schon zu finden. Auf Loglites und auch überall dort, wo es Podcasts gibt. Als freier Journalist investiere ich viel Zeit und Arbeit in Podz-Glidz und Loglites. Das geht allerdings nur, wenn mir meine Hörer und Leser finanziell unter die Arme greifen. Bist du schon dabei?
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