Jeder von uns weiß ganz genau, was er nicht kann und das ist ja unser Problem, weil wir dann uns selber im Kopf so limitieren, obwohl es eigentlich möglich ist und ich habe mir das selber bewiesen, dass das möglich ist und ich habe das auch selber dann eigentlich begriffen, wie sehe ich mich eigentlich und wenn ich es jetzt wieder verallgemeinere, wie man sich selber limitiert, weil man sich einfach das nicht zutraut oder der Kopf sagt, das geht nicht und wenn du das einmal überwunden hast, dann öffnet sich für dich dann eine Perspektive, weil es geht auch nichts, du kannst auch nichts machen.
Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast,
Geschichten aus
dem Kosmos des Gleitschirmfliegens, heute mit Stefan Stiegler und ich bin Lucian Haas.
Stell dir vor, dein Arzt sagt dir, du brauchst eigentlich ein neues Knie, weil der Knorpel fehlt, aber du hörst einfach nicht auf ihn. Stattdessen beginnst du zu trainieren und sechs Jahre später läufst du auf Hawaii beim berühmten Ironman -Triathlon Wettbewerb als Finisher ins Ziel und das mit über 50 Jahren.
Vielleicht fragst du dich jetzt, was diese Geschichte in einem Gleitschirm -Podcast zu suchen hat. Es ist die Geschichte von Stefan Stiegler. 1995, mit 26, wurde Stefan Gleitschirmweltmeister. Später konstruierte er Schirme für unter anderem Yuppie. 2011 gründete er gemeinsam mit Martin Gostner die Marke. Er baute sie zu einem der Global Player am Markt auf. Vor zwei Jahren brachte er mit dem Volt 4 den ersten ENC2 -Liner auf den Markt.
Was ihn in seinem Leben noch so an - und umtreibt, darum geht es in dieser 158. Folge von Podz-Glidz. Wir sprechen über Themen wie sportlicher Ehrgeiz, Konkurrenz, das Verschieben persönlicher Grenzen und wie wichtig es ist, im Rahmen der häufig verkannten eigenen Möglichkeiten über sich hinauszuwachsen. Und natürlich geht es dann auch um die Frage, wie sich diese Themen in Stefans Alltag als Gleitschirm -Konstrukteur wiederfinden. Stefan erzählt davon, wie schwierig es ist, heutige Schirme überhaupt noch besser zu machen, wie aus dem stetigen Abarbeiten von Problemen dann doch Fortschritt entsteht und was es damit auf sich hat, dass neuerdings immer mehr Gleitschirme Winglets auf den Außenflügeln tragen.
Da du den Podcast hörst, werde doch zum Förderer von Podz-Glidz. Wie das geht, ist in der nächsten Folge. Wie es ganz einfach geht, steht im Gleitschirm-Blog Lu-Glidz und zwar dort auf der Seite Fördern.
Stefan, wir sind fast gleich alt. Du bist 55, ich bin 54, aber du hast mir eine Sache voraus. Man kann dich jetzt offiziell als Iron Man bezeichnen. Ja, ja, stimmt schon. Was hat dich
nach Hawaii getrieben in diesem Alter? Eigentlich gar nichts, im Endeffekt. Das hat sich dann mehr oder weniger so ergeben. Aber angefangen hat das eigentlich vor, sagen wir mal, fünf, sechs Jahren. Ich war ja eigentlich nie ein unsportlicher Mensch, wie so die meisten von uns. Wir gehen auf die Berge oder was weiß ich. Aber du hast immer das Gefühl, das ist so anstrengend. Ich bin damals mit einem Kumpel von mir einen Berg raufgegangen und der hat damals für die X -Alps trainiert mit einem Trainer. Da bin ich einmal mitgegangen und habe gewusst, wie schlecht ich eigentlich bei Land bin. Der ist da raufgesprungen, ohne dass es was wäre. Der Trainer, der Flo, hat immer gesagt, nicht so schnell, nicht so schnell. Ich war schon, ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr. Und dann habe ich einfach dann zum Trainer zu ihm gesagt, hey, können wir da nicht was machen?
Dass wir da einfach sagen, okay, jetzt machen wir da eine Leistungsdiagnostik und fangen das ein bisschen seriöser an. Und das haben wir dann angefangen. Und im Endeffekt kommst du dann drauf, du hast eigentlich dein Leben lang alles falsch gemacht vom Training her. Weil du hast immer da im Kopf, dass du weißt, wenn du besser werden willst, musst du härter und mehr trainieren und intensiver. Aber im Endeffekt ist das komplett falsch. Du trainierst. Du trainierst hauptsächlich viele Grundlagen im Grundlagenbereich. Das ist super gut für die Gesundheit. Da kann man später vielleicht nochmal drauf zurückkommen. Und durch die Grundlagen erhöht sich dein ganzes Leistungsvermögen und darauf baut dann eigentlich erst das Intensive auf. Das heißt, 80 bis 90 Prozent vom Training trainierst du eigentlich nur in Grundlagen. Also eigentlich ganz easy. Und das letzte 10 bis 20 Prozent hast du dann so Intervalle oder schnelle Sachen oder wirklich dann, wo dir dann oben der Dampf aufgeht.
So gesehen. Und ja. Das hat dann eigentlich funktioniert. Aber es war eigentlich nur so im Hintergrund so quasi. Ich sage, okay, ich tue mir dann leichter einen Berg raufgehen und habe dann eine Grundkondition, dass mir das alles nicht mehr so schwerfällt. Und das hat dann damals schon viel, viel geändert, weil ich dann gewusst habe, okay, wie das funktioniert. Und dann ruft mich eines Tages mein Trainer an und sagt, du Stefan, er hat jetzt den Trainer für Ironman für Triathlon gemacht. Jetzt könnte ich dich jetzt für Triathlon trainieren. Willst du nicht anfangen? Ja, wieso eigentlich nicht? Die Sache war halt, ich habe keinen Kilometer laufen können. Weil ich Probleme mit den Knien gehabt habe. Schwimmen habe ich nicht können. Und Radfahren wegen den Knien ist auch nicht wirklich gegangen. Also immer die Kniescheibe fest gegangen, weil ich einfach keine Knobel mehr drunter habe. Ich habe gedacht, ja, das ist eine coole Challenge.
Das probieren wir mal. Und es hat angefangen mit Mitteldistanz. Und du hast immer die Aufgabe vor dir und du denkst dir, das schaffst du nie. Das geht nicht. Und dann schaffst du das trotzdem. Und danach ist das eigentlich immer möglich. Und es wird dann eigentlich immer... Es wird immer leichter. Natürlich wird die Kondition immer besser im Laufe der Jahre. Das geht immer leichter. Und du verschiebst deine Grenzen. Und da habe ich halt die erste Mitteldistanz gemacht. Zweite, dritte. Und dann merkst du schon, ja, was machen wir jetzt? Das ist jetzt keine Herausforderung mehr. Ja, und dann steht natürlich die Königdisziplin, der Ironman, die Langdistanz an. Also knapp vier Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und dann einmal einen Marathon. Und oben drauf laufen. Und dann stehst du wieder da und denkst dir, das schaffe ich niemals.
Nie. Wie soll das funktionieren?
Aber da machst du den Ersten. Der war natürlich super hart. Das war klar. Im Marathon bin ich dann ab halbzeit fast nicht mehr zu Fuß gegangen. Da habe ich gesagt, das mache ich fertig. Das mache ich fertig. Und dann habe ich gesagt, ja, so kann ich das jetzt hinstellen lassen. Das muss ich jetzt nochmal machen. Ich kann das besser. Und so hat das dann eigentlich angefangen. Und ich bin jetzt vor Jahrzehnten eigentlich immer besser geworden. Und jetzt bin ich in meiner Altersgruppe. Ich bin jetzt wirklich immer vorne top dabei. Top 10 so immer. Immer in die Dings. Und heuer eben habe ich noch Rechnungen mit Langfurt offen gehabt, weil das habe ich schon die letzten drei, vier Jahre immer probiert. Das ist ja nie ausgegangen. Und dann dachte ich, okay, das mache ich heuer. Und dann ist aber das Training im Frühjahr so gut gelaufen, dass ich mir gedacht habe, hm, da könnte eine gute Zeit rauskommen. Na ja, schauen wir mal, wo die Ergebnislisten so sind und wie die Qualitätszeiten für Kona so werden.
Und dann habe ich mir das ausgerechnet und habe gesagt, okay, Stefan, wenn es so wäre, musst du wirklich Gas geben. Ja, schauen wir mal. Und siehst du, da habe ich dann wirklich einen Slot gekriegt. Und dann habe ich gedacht, okay, dann machst du das halt. Und so bin ich dann halt nach Kona gefahren, geflogen habe ich auch. Und im Endeffekt wurde es jetzt nicht so für mein Ziel, aber man merkt dann schon, wenn man vor Ort ist, die Leute, die sich da wirklich für Kona qualifizieren, die sind jetzt schon natürlich vom Leistungsniveau alles super top. Und die leben alle für den Spirit und so weiter. Und man saugt das dann so auf. Und das kann man sich auch nicht vorstellen, wenn man es jetzt nicht selber gemacht hat. Aber man saugt das wirklich auf. Und man lebt das dann. Und das wird man niemals, niemals wieder vergessen. Ich sage immer, in unserer Gesellschaft heutzutage, wenn es jetzt verallgemeinert ist,
jeder von uns weiß ganz genau, was er nicht kann. Und das ist ja unser Problem, weil wir dann uns selber im Kopf so limitieren, obwohl es eigentlich möglich ist. Und ich habe mir das selber bewiesen, dass das möglich ist. Und ich habe das auch selber dann eigentlich begriffen, wie sehe ich mich eigentlich, wenn es jetzt wieder verallgemeinert ist. Weil man sich einfach das nicht zutraut. Oder der Kopf sagt, das geht nicht. Und wenn du das einmal überwunden hast, dann öffnet sich für dich dann eine Perspektive. Und du denkst, ja, das geht alles. Du kannst alles machen. Und du kannst die Sachen natürlich jetzt nicht nur im Sport, sondern ein ganzes Leben kannst du das übertragen. Das ist dann wirklich wie eine Lebenseinstellung. Und so gesehen habe ich da die letzten Jahre sehr viel von meiner Einstellung,
Lebenseinstellung und so weiter, Gesundheit und so weiter, viel rausgezogen und gesagt, das taugt mir einfach und ich will das weiter beschreiten, den Weg.
Ich will nochmal einen Schritt zurückspringen. Einfach nur, um es zu verstehen, auch vom zeitlichen Ablauf her. Du hast gesagt, so vor fünf, sechs Jahren war das mit diesem Training, wo du den Berg hochgehetzt bist und gemerkt hast, da kommst du einfach nicht mehr mit. Hast du wirklich innerhalb von sechs Jahren quasi von null auf Ironman aufgedreht?
Ja. Wow. Und was noch dazu kommt, das war ja die körperlichen Gebrechen, die man sich so, ja, du gehst zum Arzt, der sagt dir, deine Kniescheibe ist kaputt, du hast keine Reibung, also keine Knopel, das reibt, das wird trocken. Da müssen wir jetzt Hyaluron spritzen oder ein neues Knie hätte er mir schon vor 15 Jahren angeboten. Für das wäre ich dann zu jung gewesen. Und ich habe wahrscheinlich, weil ich so ein sturer Hund bin, habe ich gesagt, nein, das macht man sicher nicht. Und seitdem geht das aber wieder. Also man sieht dann schon den Einfluss vom Körper, vom Kopf. Also ich will jetzt drauf. Wenn man es jetzt ganz extrem umdreht, ist es so, man geht zum Arzt, man kriegt ein Krankheitsbild erzählt und das biegt dann so in deinen Kopf drin, dass der Körper das auch dann so macht im Endeffekt. Stell dir mal vor, du drehst jetzt komplett um, du gehst zum Arzt.
Natürlich ist das ein physisches, du hast das Röntgenbild und was auch immer.
Aber dann akzeptierst du das einfach nicht und sagst, nein, ich ändere das jetzt.
Und das ist scheinbar bei mir jetzt nicht nur einmal so gewesen, sondern öfter. Ich habe beim Rücken auch, vor 20 Jahren wollten sie mir schon den Rücken versteifen. Da habe ich auch gesagt, nein, sicher nicht. Wenn ich das jetzt zurückreflektiere mit den ganzen Erfahrungen, die ich da gemacht habe und wie der Geist, also der Kopf und der Körper eigentlich so zusammenkehren,
dann komme ich eigentlich zu dem Schluss, dass wir uns selber jetzt auch im Punkt der Gesundheit extrem limitieren oder selber auch krank machen. Und das ist die Sache, wenn du das dann quasi umdrehen würdest, dann kannst du dich genau umgedreht selber gesund machen.
Das sollte man machen. Da kann man mal drüber nachdenken.
Das heißt, der beste Arzt wäre der, der dann kommt und sagt, dein Knie ist kaputt, fang mal an für ein Triathlon zu trainieren. Im Extremfall muss es ja nicht so sein.
Aber es geht da wirklich darum, du hast ein Bild im Kopf und du müsstest das dann ändern im Endeffekt. Du müsstest dann sagen, okay, ich will dagegen arbeiten. Ich nehme das an, okay, ich weiß, es ist irgendeine Krankheit oder irgendwas läuft nicht mehr so in meinem Körper oder was. Aber du musst das zuerst einmal annehmen und dann änderst du das. Und dein Wille muss da sein, daran zu arbeiten und das wieder herzustellen. Und dann funktioniert das auch lustigerweise. Das ist so meine Erfahrung. Und ich glaube, von dem Standpunkt sind wir mittlerweile, speziell in den letzten Jahren, komplett abgegangen. Das geht komplett in die falsche Richtung. Die Leute springen nur mehr zum Arzt, in die Apotheke. Für jedes Wehwehchen wird ein Medikament geholt. Für die Nebenwirkungen wird ein Medikament geholt oder irgendwas.
Aber im Endeffekt, man vergisst komplett auf die Basis der Gesundheit, dass man zuerst einmal auf die Gesundheit schauen muss. Und dann der letzte Ding ist, wenn es nicht mehr geht, dann kommt natürlich die Medizin ins Spiel. Aber zurzeit ist es ja genau umgedreht. Jeder geht sofort zuerst irgendwo hin und holt sich irgendeine Lösung, weil das der einfache Weg wäre. Aber an sich selber zu arbeiten oder es von Grund auf zu ändern, das macht kein Mensch mehr scheinbar. Und das ist eigentlich traurig, weil man sieht, dass die Gesellschaft immer krank wird. Und es geht ja auch darum, nicht nur länger zu leben, es geht ja darum, dass du gesunde Lebensjahre hast, oder? Du willst ja lang und gesund bleiben und nicht irgendwann dann von irgendjemandem abhängig sein oder sowas.
Und ich glaube, die Lösung ist wirklich nur, dass du einfach aktiv bleibst. Das muss jetzt ja kein Ironman sein. Das ist jetzt eine ganz andere Geschichte, was sie so machen. Weil da geht es mehr um Ziele setzen, um Ziele zu erreichen und quasi fortbewegen und einfach aktiv zu bleiben. Es ist total individuell. Jeder kann sich eigene Ziele setzen. Aber der Grund für meine Meinung, mein Ding, ist einfach Bewegung und Ernährung. Das sind die zwei Grundpfeiler der Gesundheit. Und dann erst kann man dann weiterschauen, wenn was wäre. Also man sollte das ganze Ding ein bisschen umdrehen. Aber ich weiß ja, was die letzten Jahre alles abgegangen ist mit der Panikmache, Angstmacherei und so weiter und so fort.
Also das ganze Gesundheitswesen hat sich komplett umgedreht. Und es gilt ja nichts anderes mehr. In meinen Augen ist das sehr traurig, sage ich mal. Und es wäre absolut enttötig, wenn man könnte gesamtheitlich in der ganzen Gesellschaft so viel mehr bewegen, wenn man wirklich grundsätzlich wieder auf die Gesundheit schaut. Sachen, die gut für die Gesundheit sind, wie Bewegung vor allem, nicht anstrengende Bewegung. Das ist ja das, was ich ganz am Anfang gelernt habe, um zu trainieren, um besser zu werden, nicht intensiv trainieren. Gemütlich trainieren. Deswegen sage ich ja zum Beispiel, E -Bikes ist das Beste, was es gibt. Weil du dann mit weniger Intensität dich einfach bewegst. Das ist genau das, was der Körper braucht. Und da gibt es mittlerweile so viele Studien. Und ganz egal, ob das Gesundheitsstudien sind oder Hochleistungsstudien, da
kommt überall das Gleiche raus. Low -Intensity -Bewegung ist gut für Gesundheit, gut für Sport, gut für Leistung, für alles.
Dann ist Hike and Fly, wahrscheinlich könnte man das als Gesundheitssportart bezeichnen, weil man sagt, relativ gemütlich die Berge hochlaufen und dann auch noch für die Seele einen schönen Flug nach unten zu haben.
Genau, das ist ja der zweite Aspekt, dass wir ja eigentlich dann die ganzen Energien von der Natur aufnehmen. Das ist ja das Beruhigende in den Bergen, wo du oben drüber stehst, das Gefühl kriegst, das ladet dich ja auch wirklich energetisch auf. Aber da trifft man jetzt vielleicht ein bisschen ab. Wie gesagt, der eine oder andere nimmt es jetzt nicht so auf oder wahr, aber trotzdem spürst du deinen Effekt. Deswegen macht man das ja eigentlich. Oder wie gesagt, für mich ist
das einfach auch fast eine Meditation manchmal, vor allem wenn ich alleine unterwegs bin. Also das mache ich dann sehr gerne und dann auch oben sitzen und auch die Fliegerei ist, ich habe gar nicht so viele riesen sportliche Ziele, sondern vieles ist einfach wirklich das Aufnehmen der Natur, das Genießen, das aus dem Kopf rauskommen, wenn ich sonst ein sehr kopfiger Mensch bin, dann zu wissen, okay, ich habe jetzt im Grunde zwei Stunden lang meinen Kopf wirklich abgeschaltet.
Und dann kommt noch dazu, du läufst durch den ganzen Stress. Du läufst durch alles unten im Tal. Das heißt, du schaltest dich wirklich ab, du lässt die ganze Angst, den Stress, deine ganzen Aufgaben, das bleibt unten im Tal liegen. Und du bist oben.
Ist das denn jetzt etwas, wo du sagen würdest, das hast du jetzt in den letzten Jahren auch mit deinem Training und sowas, hast du das für dich neu entdeckt? Oder hattest du das auch früher schon? Oder würdest du sagen, ey, das, was ich jetzt neu entdeckt habe für mich, auch dieses körperliche, gesundheitsmäßig und so, das hätte ich gerne auch schon in meinen Jungen. Ich habe
das immer schon wahrgenommen, aber jetzt nehme ich es eigentlich noch viel mehr wahr, viel intensiver, weil ich eigentlich mehr spüre und ich kann mehr damit anfangen. Ich habe ja vor zehn Jahren mal einen Knöchelbruch gehabt. Also ganz eine dumme Geschichte. Nach dem Landen ist mir der Passagier auf den Fuß draufgefallen und der Fuß dann so 90 Grad weggestanden unten. Also es ist auch dumm und es ist eine sehr schwere Verletzung. Und ich bin dann halt, naja. Und in Österreich haben wir halt die typische Reha, wo dann der Gips, also mal eine Gruppe, prinzipiell eingegipst wird.
Ach, bin ich kein Fan. Ich glaube, keiner mag das wirklich. Und ich habe mich ein bisschen so umgehört, so international, weil ich viele Freunde habe und zufällig viele sind ja Physiotherapeuten, Ärzte und so weiter aus anderen Ländern. Und die haben gesagt, na, kein Fall, so ein Gips oder was weiß ich. Und das müssen wir doch so machen und so machen. Dann habe ich halt meine Schlüsse draus gezogen. Nach ein paar Wochen kurzer Zeit habe ich dann meinen Gips selber runtergeschnitten. Und. Und dann habe ich dann gleich mit der Reha angefangen. Und ich habe dann keine klassische Physiotherapie gemacht, sondern habe das auf energetischer Basis gemacht, so Osteopathie. Und da ist dann gegangen, eben um den Schock wieder wegzubringen, das Bild zu ändern, wieder das Gleiche. Und die Energien wieder herstellen, dass die Selbstheilungskräfte quasi aktiviert werden. Begleitend natürlich dann Physiotherapie mit mechanischer Belastung und so weiter.
Aber unterm Strich habe ich, meine Recovery ist ja fast ein Drittel bis zur Hälfte schneller. Habe ich mich erholt und habe wieder gehen können, als wie jeder andere. Also es funktioniert. In der Zeit habe ich eben extrem viel gelernt über Energetik. Was uns eigentlich jeden um uns umgibt. Und wir haben eigentlich verlernt, das zu nutzen. Also jeder kann das eigentlich. Aber wir haben einfach durch die ganzen äußeren Einflüsse, wir haben verlernt, das wahrzunehmen. Und dann eigentlich, wenn du es wahrnehmen kannst, kannst du das auch nutzen. Und durch meinen Unfall. Ich sage dir, das hat fast eigentlich so sein müssen, weil alles baut ja eigentlich auf dem wieder auf. Damals war ich kurz vor dem Burnout.
Ja, 60 Stunden mindestens die Woche gearbeitet. Tag und Nacht alles mit ins Schlaf genommen. In der Nacht habe ich im Traum noch Schirme konstruiert. Das war die Anfangszeit von
Air Design,
oder? Ja, das war die Anfangszeit. Wenn du sagst, vor 10 Jahren
oder sowas. Ja,
ja, ja. Das war, du hast die Konstruktion mit in deine Träume genommen. Und in der Früh bist du aufgewacht und hast das dann am Computer umgesetzt. Das war wirklich, du hast nicht mehr abgeschaltet. Du hattest gar nichts. Da war wirklich kurz vor dem Burnout. Und dann passiert sowas. Und dann liegst du auf der Britsche vor dem OP. Hast dein Handy noch rechts und willst noch ein paar noch organisieren. Wir müssen noch das machen und das machen und morgen noch das. Und dann habe ich das Handy ausgeschaltet. Dann ist die Tür aufgegangen. Rein in den OP. Und dann habe ich gesagt, okay Stefan, jetzt ist Zeit für dich. Und jetzt ist der Punkt gekommen, wo du das ändern musst. Ja. Nachkommen ist. Das hast du in dem Moment entschieden, so für dich. Ja, das nutzt ja nichts.
Der Fuß muss ja wieder heilen, ne? Nee, das ist klar. Aber das war
so wie so der Breaking Point. Das war so ein
Breaking Point, wo du wirklich gesagt hast, okay Stefan, es geht eh so nicht weiter. Und wahrscheinlich hat das so sein müssen, ne? Dass das jetzt so passiert. Und viele Leute sagen dann, na schlimm, so viel Schmerzen und so schwere Things. Und ich sage, nein, das eigentlich ist das Beste, was mir passieren hat können. Weil wenn das jetzt nicht passiert wäre. Weil wer weiß, wo ich jetzt wäre, ne? Ich habe danach so viel gelernt, so viel draus gezogen für mein ganzes weiteres Leben. Und ich sage, ja, wahrscheinlich hat das so sein müssen, ne? Es war ein schmerzhafter Weg. Aber ich nutze so viele Sachen mittlerweile noch aus der Zeit, die mich immer noch, mein ganzes Leben jetzt wirklich so weiterbringen, ne?
Das heißt, heute erwartest du keinen Burnout mehr. Arbeitest du auch deutlich weniger? Du hast gesagt, 60 Stunden damals.
Ja, ja.
Ist das jetzt? Jetzt, heute gehst du dann lieber laufen, Fahrrad fahren, schwimmen, trainierst für Triathlon und im Hintergrund beim Laufen denkst du über deine Schirmdesigns nach?
Nein, nein, das habe ich auch komplett abgestellt. Also ich trenne das sehr wohl jetzt, wenn ich jetzt quasi designen muss. Ich mache, natürlich hat man dann zwischendurch wieder Ideen. Aber dann sagt man sich auch gleichzeitig, ja nicht jetzt, das mache ich morgen. Also man trennt das dann wirklich. Es ist schon ein Zeitmanagement mit dem ganzen Training und Arbeiten. Im Endeffekt arbeite ich jetzt, also wirklich physikalisch, physikalisch arbeiten, weil im Endeffekt, ich habe ja keine Bürozeiten in dem Sinne. Wenn ich was im Kopf oder eine neue Idee habe oder was, dann muss ich das, das muss raus, ne? Aber ich schreibe mir das dann vielleicht auf oder was dann, okay, das mache ich morgen, ne? Und das ist die Kunst, dass man sagt einfach, okay, jetzt ist der Punkt, jetzt ist es fünf oder drei oder Dings was und jetzt mache ich morgen weiter.
Also im Endeffekt, meine Arbeitszeit hat sich jetzt normalisiert, sagen wir mal so. Das Lustige ist aber, ich bringe jetzt viel mehr weiter, als vorher, wo ich mich einfach Tag und Nacht gestresst habe. Das heißt, mit dem ganzen Krampf bringst du auch nichts mehr weiter. Und jetzt mit, mit, sage ich mal, effektiverer Arbeitszeit, weniger Arbeitszeit, bewege ich viel mehr als vorher. Das ist ein ganz lustiger Effekt im Endeffekt. Das Abschalten zwischendurch ist auch ganz wichtig, ne? Dass du das nicht immer mitschleppst. Dass du einfach sagst, okay, du trennst das dann ganz ding. Und wenn ich laufen gehe oder was oder bergauf, äh, nein, dann nehme ich das nicht mit. Das ist dann, zack, anderes.
An was denkst du dann, wenn du laufen gehst zum Beispiel? Denkst du dann an was oder ist das einfach nur ein trottender Flow?
Nein, das ist ganz unterschiedlich, ne? Also beim Hike and Fly denkst du jetzt nicht so großartig nach. Also manchmal denkst du halt, ach, ist das schön da? Oder dann glaubst du wieder Bären oder irgendwas, ne? Und dann denkst du, ach, ich komme ja gar nicht darauf, wenn ich jetzt nicht weiter tue. Also das sind ganz banale Geschichten im Endeffekt, ne? Und dann raufgehen freust du dich dann schon oben, wenn du eine Jause auspackst, ne? Das sind so ganz banale Sachen, ne? Aber halt nichts von den ganzen anderen. Beim Training zum Beispiel ist es dann schon so, beim Schwimmen denkst du halt immer, okay, Technik, ach, da positionieren, ah, jetzt merke ich wieder das. Also du bist eigentlich mehr mit so Technik und so Sachen beschäftigt. Oder beim Laufen genauso, ah, der Fuß ist schon wieder overstriding, ah, konzentrier dich wieder. Und dann hast du ja dein Trainingsprogramm, wie wolltest du dann genau abspulen mit deinen Bereichen, Leistungsbereichen und so weiter.
Also du bist eigentlich sowieso voll beschäftigt, ne? Von dem her.
Bist du eigentlich früher, du warst ja 1995, warst du mal Weltmeister und sowas. Bist du damals in deiner sehr leistungsorientierten Gleitschirmzeit, nenne ich es mal, bist du da auch so gut organisiert rangegangen, wie du es heute mit dem Triathlon machst? Also ist das Teil deines Naturells?
Ja, ich bin eigentlich schon ein sehr strukturierter und organisierter Mensch. Also bei mir im Büro schaut es jetzt wirklich ganz schlimm aus, aber ich weiß sehr exakt, wo alles liegt, gell?
Ja. Ja. Kreatives Chaos. Kreatives Chaos kann man das schon nennen. Also ich bin schon organisiert und zielstrebig, kann man schon sagen. Also beim Gleitschirmfliegen, mir ist das Gleitschirmfliegen von Anfang an relativ einfach von der Hand gegangen und deswegen war das eigentlich immer alles so logisch für mich. Ich bin nicht wirklich mit dem Ziel irgendwo hingefahren, um das jetzt unbedingt zu gewinnen, sondern für mich war das einfach, okay, ich mache das jetzt und das taugt mir und ich weiß ja, dass das recht gut geht, ne? Also das Resultat, das war dann eigentlich, ja, also das Ergebnis war dann eigentlich so ein Resultat, das sich dann eigentlich so von selber immer ergeben hat, ne? Und ich glaube, das ist ja das, wo man sich selber jetzt nicht so unter Druck setzen soll, weil, ja.
Worauf bist du dann mehr stolz? Zu sagen, hey, ich habe es geschafft, innerhalb von fünf Jahren oder sechs Jahren vom Training von quasi null auf Ironman zu kommen und ich war der Finisher mit ganz vielen anderen in Hawaii und Kona oder dieser Weltmeistertitel 95. Was wird so? Kann man das irgendwie überhaupt vergleichen? Wird es so eins höher hängen und sagen, da bin ich stolzer drauf? Ach,
boah, das ist brutal schwierig, weil es zwar komplett unterschiedliche Sachen sind und auch komplett unterschiedliche Lebensabschnitte, ne? Damals ist das alles so schnell gegangen beim Gleitschirmfliegen und das war natürlich schon das Nonplusultra. Wenn du quasi den Weltmeistertitel im Gleitschirmfliegen erreichst, dann hast du eigentlich alles erreicht, ne?
Also, ja, da hast du dein Ziel erreicht und jetzt, mit dem Ironman ist das so, ich bin jetzt nicht Weltmeister geworden, ne? Aber für mich selber, meine Ziele habe ich mehr als übertroffen, ne? Und was für mich jetzt eigentlich noch viel mehr zählt, ist es einfach, dass ich mich, dass du dich selber überwinden hast, überrunden hast und du eigentlich immer weitergehst, immer weitergehst. Also es sind zwar gänzlich unterschiedliche Sachen und man kann es nicht vergleichen, aber wenn du jetzt sagst, okay, was wäre jetzt, auf was bin ich mehr stolz? Ich kann es jetzt nicht wirklich sagen, es ist, ja, zur Zeit, das ist jetzt einfach, das ganze Erlebnis mit Hawaii ist einfach jetzt viel näher und ich ziehe ja noch immer davon, ne? Das ist jetzt ein paar Wochen her, aber ich ziehe das immer noch aus Energie heraus, ne?
Also ich weiß noch ganz genau, jetzt die letzten 10 Kilometer, wo ich auf dem Highway oben gelaufen bin und die Sonne ist nicht runtergegangen in allen möglichen Formen und ich war eigentlich schon komplett an Zahnfleisch, ne? Ich habe nur mehr geschaut, dass ich das fertigbringe. Aber das war alles so wie weggewischt, weil ich einfach den Sonnenuntergang so genossen habe und so die Stimmung aufgesaugt habe, gell? Das ist einfach, also, ja, das sind so Erlebnisse, die kannst du jetzt nicht mit der Kamera oder mit dem Handy einfangen, die speicherst du dir einfach im Kopf ab und die holst du immer wieder her und, ja, wenn es dann mal schlecht geht, oder was, dann holst du die wieder her und dann fängst du plötzlich wieder Grinsen an und das finde ich einfach schön, ne? Das sind so Sachen, die haben einen Wert, die, ja, und ich denke, um das geht es dann eigentlich auch, solche Momente zu sammeln, im Leben, die ich immer wieder rausholte, irgendwann, wenn es dann mal nicht gut geht, ne?
Aber man muss deswegen kein Eiland mehr machen. Wie gesagt, wenn ich in den Berg raufkomme und habe einen Sonnenuntergang, ja, das versuchst du dann auch, ja, abzuspeichern, herzuholen wieder und das Gefühl wieder aufzuschwingen, ne? Und deswegen macht man es ja die ganze Zeit. Man macht es ja nicht einmal, okay, jetzt habe ich das gemacht, jetzt habe ich es erledigt, brauche ich nicht mehr, ne? Nein, man wird ja ein bisschen süchtig danach, ne? Man will ja den nächsten Sonnenaufgang auch erleben und man weiß ja vom Vorher, oh, das war so schön, das mache ich nochmal, ne? Und es sind zwar komplett verschiedene Sachen, wenn du jetzt einen Ironman machst oder einen Hike and Fly, aber trotzdem ist es im Grunde, machst du ja etwas Ähnliches, ne? Auch wenn es komplett verschiedene Sachen sind.
Sind denn, weil du sagst, komplett verschiedene Sachen, gibt es denn Sachen, wo du sagen würdest, da ist ein Triathlon in irgendeiner Weise vergleichbar auch mit Wettbewerbssituationen beim Gleitschirmfliegen? Also beispielsweise, ihr schwimmt beim Triathlon. Ist so ein Schwimmen mit 100 oder 150 oder 300 oder keine Ahnung, wie viele beim Ironman da wirklich teilnehmen. Ihr geht alle gleichzeitig ins Wasser, ihr kloppt euch da quasi durchs Wasser, es ist alles eng und sowas. Ist das sowas Ähnliches, wie in einem ganz engen Gaggle bei so einem Gleitschirmwettbewerb, wo man um seine Position kämpfen muss? Fühlt man sich da ähnlich bedrängt?
Ja, ja, das ist schon, ich ertauke mir da jedes Mal wieder, ne? Also wenn du jetzt auch im Wasser bist oder was, dann schwimmst du, ich weiß nicht, wie viele hundert Meter, weil ein Kilometer immer mit dem gleichen Typ, neben dir und dann denkst du, jetzt muss ich den wirklich einmal niederbügeln, das geht nicht. Also nicht schauen, sondern vorbeischwimmen, meinst du? Und beim Rad ist auch wieder das Gleiche, beim Laufen, ne? Dann hast du wieder, einer fährt da wieder vorbei und dann musst du denken, ah, den packe ich jetzt noch, gell? Dann muss ich jetzt drüberfahren, das geht nicht, ne? Also da ertappst du dich schon ständig, immer wieder. Es sind schon Parallelen da, gleich wie beim Gleitschirmfliegen, wo du einfach denkst, jetzt muss ich mehr reindrücken da und schneller fliegen oder heran nochmal. Aber,
ja, man hat ja gelernt mit, mit der Zeit erfahren und beim Ironman ist es ja eigentlich so, du musst dich ja die ganze Zeit mäßig, ne? Dass du deinen Leistungsbereich haltest, sonst wärst du nicht durchgekommen, wenn du überbesserst, ne? Brennst du zu viel Energie oder überhitzst und dann stehst du dann irgendwann, ne? Also du musst dich immer, immer mäßig im Endeffekt deine Leistungsdaten im Auge haben und einfach sagen, okay, ja, lass dich nicht zu sehr verleiten, wenn du jetzt an der Gruppe so weggruckt oder was und du mitzufahren mit aller, mit aller Gewalt, dann musst du dich immer wieder, ja, abwägen, ne? Kann ich das jetzt? Soll ich? Oder mach ich das nicht, ne? Aber man adaptiert sich dann immer wieder, wie du sagst, ne? Ja, man drückt trotzdem dann wieder ein bisschen drüber
und dann kommt wieder die Mäßigung, ne? Also der Konkurrenzdenken ist, ist, ist immer da, immer da ein bisschen, ne? Also, ja. Aber trotzdem ist da sehr viel Kameradschaft da und jeder vergönnt, vergönnt den anderen seine Leistung und das ist ja das Nette, das Schöne, dass du nicht wirklich da gegeneinander kämpfst, sondern eigentlich miteinander das machst. Du kämpfst für dich selber natürlich, teilweise dann auch wieder gegen den anderen, ne? Aber die meisten kennst du ja nicht, wenn da zweieinhalbtausend Menschen um dich herum sind, ne? Da hast du halt selten einmal jemanden, den du kennst, ne? Wobei, ist mir jetzt auch schon passiert, beim Laufen, ne, kommt mein Zimmergenosse, den habe ich zuerst beim Radlfahren zweimal gesehen, überholt und dann habe ich schon gewusst, okay, ich bin der bessere Radlfahrer und dann habe ich schon gewusst, beim Laufen kommt er wieder daher, dann ist er wieder vorbeigelaufen, dann haben wir wieder einen Radschuh gehabt und ich versuche mitzuhalten, solange es geht, aber das war wirklich, wirklich ein toll, wirklich ein Bär, ja.
Dieses Konkurrenzdenken, was du da im Sport hast, zeigt sich das oder lebst du das in irgendeiner Weise auch beim Konstruieren von Gleitschirmen aus? Also misst du dich an Konkurrenten? Sagst, ich baue jetzt für AirDesign einen HW -Schirm, ich gucke mir alle anderen Konkurrenzen da auch an und ich will dann besser sein als die?
Ähm, also grundsätzlich egal, ob es jetzt Konstruktionssport ist, ich denke mal, beim Sport speziell, es geht darum, dass ich meine Leistung bringe, also ich konkurriere nicht prinzipiell gegen jemand anderen, ich versuche meine beste Leistung, das was ich kann, zu bringen und dann hängt es natürlich ab, ob der andere besser ist oder schlechter ist als ich und das bezüglich ist dann, bin ich vorne oder nicht, also es ist sehr schwer, mehr zu bringen, als du selber leisten kannst. Ich glaube, das ist ja das Problem, wo viele dann scheitern im Sport, weil sie einfach versuchen, mehr zu geben, was sie können. Ich glaube, da gibt es nur eine kleine Handvoll, die dann wirklich den nächsten Prozent oder die Prozente dann mehr geben können und es noch funktioniert. Alle anderen scheitern meistens.
Ich sage immer das typische Beispiel beim Skispringen. Erster Durchgang, zweiter Durchgang, erster Durchgang geht ganz gut, dann kommt das Interview zur Halbzeitpause und dann sagt er halt, ja, der Sprung war jetzt super und locker und beim zweiten gebe ich alles und noch mehr. Wir wissen, meistens geht es in die Hose und ganz wenige können eben da über den Dings drüber springen und bringen noch mehr. Und bei den Werbebewerben, ja, es ist halt so. Und ich gehe halt wirklich davon aus, okay, ich versuche, meine Leistung zu bringen. Ich weiß genau, was ich leisten kann und mehr kann ich dann eigentlich von mir aus nicht beeinflussen. Das hängt dann von den anderen ab. Punkt aus.
Aber das ist jetzt im sportlichen Bereich. Meine Frage zielt darauf ab, wie du das beim Konstruieren dann machst. Also, wie da mit Konkurrenz ausgehst? Ich schaue
hauptsächlich auf mich selber, ne? Also, im Endeffekt wird man ja von außen mehr verglichen, als ich selber jetzt wirklich mir mit der Konkurrenz vergleiche, ne? Also, ich versuche schon, meinen eigenen Weg zu gehen. Wenn es jetzt so ein typisches Beispiel war, ein Gleitschirm, der läuft jetzt 4, 5 Jahre, da ist die Zeit wieder, den zu erneuern und dann wissen wir eigentlich schon, okay, was wir versuchen zu verbessern und so weiter, ne? Also, der Ablauf ist eigentlich relativ logisch und ich muss mich da jetzt nicht großartig vergleichen, weil man weiß ja, wo man steht. Und ich glaube, die Vergleiche kommen eigentlich viel mehr von den Piloten selber, von außerhalb, die alles Mögliche vergleichen und dann schauen, wer handelt besser, wer gleitet besser und so weiter, ne? Also, ich bin da gar nicht so auf dem Standpunkt. Fliegst du denn andere
Schirme? Mal zum Vergleich. Also, für dich einfach, wo stehen die so, dass du sagst, okay, jetzt nehme ich mir mal ein Ozone, ein Nova, ein Advance und ein Nivio Care und sag mal, okay, das sind vielleicht so meine Hauptkonkurrenten. Wie fliegen die so? Um so einen Eindruck zu bekommen.
Im Hochleuchtenbereich ist das natürlich unumgänglich, dass man natürlich schaut, wo ist die Benchmark und dann vergleicht man einfach, weil so geht es hauptsächlich um die Leistung, ne? Also, ich kann da nicht von mir aus selber sagen, oh, der geht gut genug. Nein, da muss man schon reell vergleichen, um zu sagen, okay, da steht man, ne? Das ist klar. Aber normalerweise bei allen anderen Schirmen oder so mache ich das eigentlich relativ selten. Fast gar nicht eigentlich.
Du baust nur einfach deine Schirme,
von denen du sagst, da bin ich jetzt überzeugt von. Ich baue meine Schirme und davon bin ich überzeugt, dass die so sind, wie ich mir das jetzt vorstelle, ne? Und ich glaube, das funktioniert ganz gut, weil das Feedback von den Piloten ist eigentlich gut, wenn man so sagt. Und das Lustige ist auch, zwischen den Herstellern oder so, bei uns im Zillertal -Achensee, da ist jetzt Nova, Skywalk,
Fee, also wir sind da, also da sind schon viele Hersteller um uns herum, ne? Wir haben da jetzt nicht so ein Konkurrenzdenken untereinander, ne? Wie man meinen möchte, ne? Also, da erzählt man mal halt, wie geht es dir? Und dann sagt man, na ja, ne? Und manchmal lässt man es nicht natürlich alles raus bei den neuen Schirmen, ne? Aber da ist es nicht so ein Konkurrenzdenken, wie man jetzt vermuten würde, ne? Oder dass der eine dem anderen das nicht gönnt, ne?
Wie weit guckt man auch in andere Schirme rein? Also jetzt nicht nur, ich gehe mal fliegen, sondern für dich als Konstrukteur ist ja wahrscheinlich viel interessanter, was sind die Detaillösungen? Wie haben die vielleicht bestimmte Aufhängungssachen innerhalb des Schirmes gelöst oder sowas? Also kriegst du als Konstrukteur gewissermaßen sprichwörtlich in andere Schirme manchmal rein oder schneidest die sogar auf, um zu sagen, hey, das interessiert mich jetzt? Was haben die da nicht technisch gemacht oder so?
Ja, du hast recht. Das ist das Ganze, die Magic passiert im Inneren vom Schirm mittlerweile, ne? Also das ist so viel Know -how, was mittlerweile im Schirminneren steckt mit den ganzen Spannungen, Bändern und Verteilungen und so. Also das ist wirklich so ein brutales Feintuning, was im Schirminnendrin passiert. Und man schaut schon auf gewisse andere Schirme dann auch, so Interesse halber. Ich sehe ja viel von meinen Ideen dann in andere Schirme zum Beispiel drin, ne? Rein schon optisch denke ich, ah, der hat jetzt da den gleichen Lösungsersatz verfolgt, wie ich das jetzt gemacht habe, ne? Oder man schaut dann zum Beispiel, ah, das ist ein interessantes Feature. Der hat jetzt vielleicht ganz was anderes gemacht, aber ich würde das jetzt ganz anders sehen, ne? Also manchmal sind das so Ideen -Unline und manchmal sieht man auch, wie das von Hersteller zu Hersteller so die Runde geht, gewisse Sachen, ne?
Ja, ich sage, es ist fast wie in der Form lines, teilweise, ne? Also ich kann schon machen, ja, das ist ein bisschen bescheiden, aber es gibt gewisse Konstrukteure, die schauen sehr genau auf andere und manche stellen sich dann wieder einen Trick und machen ihre eigene Sache. Also, ja, es ist ganz verschieden, sage ich mal. Aber ich tendiere jetzt eher, meine Linie zu verfolgen. Man beobachtet gewisse andere Sachen schon, aber ich lasse mich dann meistens nicht dazu verleiten, irgendwas voneinander zu kopieren, also um es jetzt direkt zu sagen.
Gibt es irgendwelche Design -Elemente beziehungsweise innere Konstruktionselemente, oder was auch immer, wo du sagst, das ist Stiegler und das, damit habe ich quasi etwas geprägt, was ich jetzt in anderen Firmen genauso wieder finde, die das vielleicht von mir nachgebaut haben. Kopieren muss es ja nicht unbedingt sein, aber die sich davon haben inspirieren lassen, wo du sagst, damit habe ich quasi einen, ja, einen Stempel in die Konstruktionswelt gesetzt.
Boah, da haben, boah, da, boah, das wäre jetzt die letzten zehn Jahre schon einige Sachen gewesen sein. Ich glaube, wir waren vielleicht die Ersten, die jetzt da angefangen haben, so mit der Susi, mehr oder weniger, so eigene High -Confly -Klasse zu generieren, von Gleitschirmen, die anfänglich dann überhaupt keine Zulassung gehabt haben und dann haben wir angefangen, die Schirme zu zulassen. Also wir waren dann die Ersten, die überhaupt auf so Mini -Wings, wenn man es so bezeichnen kann, eigentlich eine Zulassung drauf gemacht haben, die da mittlerweile jetzt fast schon in einen Bereich runtergehen, wo früher undenkbar war. Und ich denke, da wurden wir schon Vorreiter, jetzt von dem her. Und die ganzen Detaillösungen und so weiter,
ja, also ganz spezifisch fällt mir jetzt nichts ein, aber man sieht dann schon immer wieder so Sachen, wo man dann von anderen Firmen sieht, ah, das schaut sehr vertraut aus, die hat, wie man jetzt ein Schanknuss macht oder wie man die Versteifungen setzt oder wo man die Wires hinmacht. Ich war ja damals bei UP schon einer der Ersten, der die Plastik -Wires in die Nase reingemacht hat, anstatt, ob die Meile aus, also da war ich ganz einer von den Ersten und man geht halt da seinen Weg und ja, manchmal muss man halt ein bisschen voraus sein und ein
Risiko eingehen, ne. Ist dir das eingefallen, zu sagen, ich nehme jetzt so Rasentrimmerdraht und versteife das damit, damit? Oder hast du das woanders gesehen gehabt und gesagt, ich probiere das mal aus?
Ich habe keine Ahnung, wo das hergekommen ist. Vermutlich habe ich es irgendwo anders gesehen und habe mir gedacht, oh, das könnte ich in die Nase einbauen. Also das war sicher schon mal da, dass es Schirme gegeben hat mit Nasen, Wires, aber keiner hat es wirklich in die Serie so irgendwie gemacht oder es war irgendein alter Proto von irgendwem oder was und die haben wir dann vielleicht, ich kann es jetzt nicht mehr sagen, aber ich denke mal, ich wäre jetzt dann gesagt, komm, okay, ich mache das jetzt bei einem Serienschirm sehr viel mehr sehen. Also ich will das jetzt nicht behaupten, ich habe es erfunden, ne. Es hat damals ja sogar schon Patente, glaube ich, irgendwas gegeben oder Prototypen oder was. Ich weiß es ja auch bei früheren. Also manche Sachen sind ja gar nicht neu. Die hat es ja eigentlich vor 20, 30 Jahren schon gegeben. Sie waren halt technisch nicht reif und jetzt funktioniert das, weil die Zusammenhänge anders sind oder eben die Anforderungen anders sind oder man kann es jetzt wirklich ausarbeiten, dass es funktioniert, ne.
Oder es hat es früher nicht gebraucht und jetzt braucht es es bei gewissen Sachen, ne. Also zum Beispiel die Winglets ist so ein typisches Beispiel. Bis jetzt hat es dann eigentlich nur Advance als Markenfeature mehr oder weniger gehabt und es wurde hingestellt, bringt es jetzt was, bringt es nichts und ich habe damals bei UP vor, im Jahr, ach, wie lang ist es, über 20 Jahre, ich habe gerade einen H -Schirm schon Winglets in der Mitte gehabt, ne und das wurde dann mehr oder weniger, ja, vielleicht nicht so ganz akzeptiert, ne, weil es jetzt ein bisschen so oft vom Mainstream war und mittlerweile jetzt hat Ozono mit angefangen und ja, jetzt ist das salonfähig, ne. Und das behebt ja dann wirklich ganz grundsätzlich ein Problem von in der Gleitschirmkonstruktion, dass wir einfach mit erhöhten Leistungen und der Dynamik einfach,
beim Spiralverhalten einfach viel mehr Kontrolle reinbringen, ne. Und das bringt jetzt in alle
Gleitschirmkategorien einen Benefit, ne, also man wird das viel öfter noch sehen, ne. Und früher hat man einfach halt drumherum konstruiert, um das dann halt zu verbessern, ne. Und die Zeit war damals nicht reif, ne, aber jetzt plötzlich, jetzt geht's und wir machen es alle, ne. Aber es ist nichts Neues, wollte ich sagen, das hat es immer schon gegeben, im Endeffekt, ne. Nur jemand muss dann auf, greifen, salonfähig machen und plötzlich ist das dann was komplett Neues, obwohl es nicht neu ist, aber jeder macht's dann nicht.
Aber gerade bei den Winglets, da habe ich mich gefragt, ich meine, Advance hat er das schon jetzt 20 Jahre oder noch länger, wahrscheinlich, ich glaube, wir haben das von Anfang an fast gehabt.
Vermeidet man als Konstrukteur dann auch eine Weile ein solches Feature, weil man sagt, ich werde dann nur als Kopist von Advance angesehen, also konstruiere ich deshalb drumrum und dann kommt irgendwann Ozone als große Marke und sagt, nö, wir trauen uns das jetzt, wir haben jetzt halt den ersten Motorschirm und dann den ersten A -Schirm oder sonst was damit und dann heißt es plötzlich, okay, es wird salonfähig, wir können's doch machen und werden dann, gelten dann nicht mehr als die Kopisten von Advance, sondern es ist jetzt einfach ein Feature und vielleicht, wir können's, setzen das sogar noch besser ein als Advance, weil wir haben's jetzt ein bisschen besser durchdacht, wo man sie am besten platziert und nicht einfach nur auf den Außenflügel. So wird's wohl sein, ja.
Ja, das ist sicher so, ne. Also, manche haben da weniger Schieniererei, dass halt gewisse Sachen einfach schamlos übernommen werden, ne, und dann selber mit einer neuen Abkürzung quasi Werbung gemacht wird drüber. Ja, also Winglet ist sicherlich so eine typische Sache, ne, wo es einfach wirklich das Feature von Advance war und das sicherlich die viele Firmen das jetzt vielleicht deswegen nicht gemacht haben, um eben nicht als Nachahmer zu gelten, wie du sagst, ne. Und, ja, Ozone hat das jetzt halt wirklich für alles salonfähig gemacht, ne.
Aber es sind ja so andere Sachen auch, ne, wie die Sharknose zum Beispiel, die auch Ozone als erster eingesetzt hat, ist mittlerweile auch bei allen Schirmen drin, ne. Es gibt viele eigentlich so Sachen, ne.
Wenn du so Schirme konstruierst, wann entscheidest du, der Schirm ist jetzt fertig? Was macht das aus? Im Grunde, man könnte ja ewig weiter konstruieren wahrscheinlich und sagen, ich kann immer noch was rausholen und immer noch was verbessern. Nach welchem, ja, wie geht man da vor, um zu sagen, dieser Schirm ist jetzt für mich fertig?
Ja, da hast du recht. Also eigentlich könnte man nie aufhören, einen Schirm zu verbessern, ne. Aber man muss irgendwann einmal einen Punkt machen.
Nein, man hat ja ein gewisses Anforderungsprofil, was der neue Schirm besser machen kann oder das neue Produkt. Und dann arbeitet man hin, man arbeitet es sozusagen ab und viele Sachen sind dann oft, macht man so ein Kompromiss, ne, dass man sagt, okay, ich könnte es jetzt zwar besser machen, aber dann hat diese Änderung wieder einen Einfluss auf ein anderes Flugverhalten, was jetzt wieder nicht so gut ist. Also man tariert es dann schon mehr oder weniger so aus, dass man dann ein Paket schnürt, das im Ganzen dann gut funktioniert, ne. Also man wird ganz selten einmal an die 100 % sein von allem, was man jetzt eigentlich machen will, ne. Natürlich geht immer noch irgendwas, ne. Aber man arbeitet dann halt das ab, also die Basics dann mit der Sicherheit und so weiter und das Flugverhalten und was noch dazukommt, wir müssen ja dann auch praktisch
noch einen, obendrauf setzen, ne, bei jedem Schirm sozusagen. Also wir erfüllen ja dann eigentlich nicht die Zulassung, die noch oben nur, sondern wir müssen dann bei Anschirmen oder so, müssen wir wirklich dann, ja, Manöver für Tammis machen, wo wir wirklich dann Fehlverhalten von Piloten sogar simulieren, um dann zu schauen, okay, passt der Schirm jetzt noch, würde er das selber noch mal abfangen, wo ist jetzt der grüne Bereich, wie viel kann er dem Schirm jetzt überhaupt zumuten, praktisch, gell. Oder wirklich so ganz stabile Sachen, gleich nach dem Start, was passiert jetzt mit dem Schirm, wenn der mit den Bremsen in der Hand unterm Gutschein das Brettl noch vorschiebt und so Zeug, ne. Also das sind dann wirklich so ganz banale Sachen, wo dann wirklich zusätzlich natürlich die ganzen Entwicklungsarbeiten dazukommen, ne. Und da muss man halt wirklich ganz ganz penibel drauf schauen und dass das funktioniert.
Ja, wann ist ein Schirm fertig? Also ich sag, wenn man das dann alles irgendwie so durchgearbeitet hat und dann sagt, okay, es funktioniert jetzt eigentlich alles, dann ist das schon mal eigentlich fertig. Und ja, dann geht man zur Zulassung.
Und dann kriegt man die Zulassung, dann ist der Schirm zwei Jahre auf dem Markt und dann kommt irgendwann der Marketingchef an und sagt, wir verkaufen nicht mehr so viel davon, wir brauchen einen neuen und dann geht's los. Oder wie arbeitest du in solchen Zyklen?
Nein, das geht ein bisschen anders bei uns, weil wenn mir das Marketing sagt, wir brauchen einen neuen Schirm, dann müsste ich eigentlich schon seit einem Jahr dran arbeiten, ne. Dann ist es viel zu spät. Also ich hab schon im Kopf die ganze Produktlinie, ich weiß, wie lange das schon läuft und wann ich anfangen muss, den Nachfolger zu bauen, mehr oder weniger. Die Entwicklung dauert ja durchschnittlich, kann man mal sagen, ein Jahr pro Schirm. Bei manchen Schirmen dauert es sogar länger und bei manchen Schirmen geht's manchmal auch schneller, ne. Das ist jetzt schwer abzuschätzen, ne. Aber die Sache ist, ich arbeite ja nicht an meinem Schirm, sondern meistens an drei bis vier Projekten gleichzeitig, die immer so ineinander greifen, ne.
Und es wird immer jede Innovation von meinem Schirm oft in ein anderes Projekt dann quasi mitgenommen oder wieder einfließen lassen und dann verbessert das ja wieder, das springt zwischen die Projekte alles irgendwie und her, die ganze Entwicklung, ne. Also man kann sich nicht sagen, okay, jetzt entwickelt man einen Zwo -Liner -Schirm oder einen Drei -Liner Hochleuchter und dann kommt da ein Schirm und es ist dann oft so, dass quasi die Erfahrung, die man gemacht hat bei einem Drei -Liner oder einem Zwo -Liner zum Beispiel, ne, das läuft dann auch sogar in ein A -Schirm rein, ne. Also zum Beispiel das Winglet -Design ist so eine typische Geschichte, das läuft jetzt wirklich in alles mit rein, ne. Und dann weißt du eigentlich schon, okay, ich kann das nächste Projekt mit dem Feature zum Beispiel, wenn ich das optimiere, dann kann ich die anderen Sachen wieder anders auslegen und optimieren und das bringt mir im Gesamten schon wieder was, ne.
Also jetzt, und umgedreht ist es auch so, wir haben teilweise sogar ja, irgendwelche was wir in der Entwicklung rausgearbeitet haben, bei einem A -Schirm haben wir einen Hochleuchter übernommen, hat so funktioniert, ne. Da geht es dann wirklich um Spannungsabwicklungen, ne, vom Ballooning. Das ist ja ein Riesenthema im Gleitschirm, weil der Schirm bläst sich ja auf und es gibt brutal viele Einflüsse, die das dann beeinflussen, das Ballooning. Und eben durchs Ballooning kannst du auch sehr viel vom Schirmcharakter und vom Performance und eben Flugreigenschaften quasi steuern, ne. Und solche Sachen haben wir sogar vom A -Schirm in den Hochleuchter übernommen, ne. Und das hat auch genau gleich funktioniert. Also jetzt nicht gleich im Sinne 1 zu 1, aber von der Idee her, ne, wie man das neu abwickelt oder das neu
aufsetzt im Endeffekt, ne. Und da entwickelt sich das alles weiter, ne. Und das ist ja dann nicht nur die Entwicklung selber, sondern auch die Software entwickelt sich dementsprechend dann mit, um eben neue Sachen dann wieder
anzupassen, adaptieren. Das heißt, wenn ich jetzt den gleichen Schirm, den ich vor vier, fünf Jahren mit der Software quasi aufgebaut habe, jetzt mit den neuen, letzten Updates wieder abwickeln oder aufbauen würde, dann würde da schon wieder ein neuer Schirm rauskommen. Im Endeffekt. Ohne jetzt die Parameter zu ändern, aber wirklich rein von der Know -how, was du in der Software jetzt drinsteckst, wäre das schon wieder ein neuer Schirm, zum Beispiel, ne. Also so geht das alles von einem in den anderen und von anderen im einen und das fließt alles kreuz und quer und überall hin, ne.
Nun ist ja jedes Detail, was du einem Schirm veränderst, verändert ja auf gewisse Weise den ganzen Schirm. Ja, auch wenn du jetzt sagst, ich mache ein Winglet da rein, okay, das Steilspiralenverhalten wird anders, aber irgendwie beeinflusst das ja auch andere Sachen. Oder wenn du sagst, ich habe früher um das Winglet quasi herumkonstruiert, ich wollte kein Winglet haben, also musste ich den Schirm ein bisschen anders konstruieren, dass er trotzdem gut aus der Steilspirale rauskommt. Dann ist ja jedes neue Element, was du reinbringst, bringt dir ja vielleicht auch neue Freiheiten auf einer anderen Seite. Wenn jetzt du sagst, die Winglets kommen jetzt in alle Schirme quasi rein, in alle Klassen. Welche Freiheiten gewinnst du dadurch, wenn du sagst, okay, ich muss keine, ich muss da nicht mehr drumherum konstruieren, damit der gut aus der Steilspirale rauskommt.
Also an welchen anderen Stellen werden die Schirme dadurch dann vielleicht in Anführungszeichen besser?
Ich kann die Schirme sicherlich jetzt nochmal eine Spur stabiler bauen und steifen in gewisse Bereiche, wo wir vorher einfach versucht haben gezielt, ich glaube Schwachstellen ist jetzt das falsche Wort, aber man hat verschiedene flexible Bereiche im Profil definiert, um bei gewissen Manövern dann einfach da eine Deformation zu erreichen. Das heißt jetzt nicht, dass der Schirm instabil oder sonst was ist, aber das ist halt dann schon kontrolliert, dass er dann halt in der Spirale dann ab einem gewissen Geforce dann eigentlich zusammenschiebt und dadurch dann ausleitet. Das war so eine gängige Sache, um das Problem zu beheben. Wenn das jetzt das Winglet macht, dann kann ich das von Haus aus stabiler machen, bringt dann mehr Vorteile im Vollgasflug, weil ich einfach dann eine solidere, eine steifere Kappe habe und kann mich auf andere Aspekte dann wieder konzentrieren.
Wie viel macht dann an so Leistungsgewinnen und sowas dann zum Beispiel so ein Winglet, wo man sagt, die haben wir jetzt drauf, aber das bringt dann letzten Endes Leistung auch dadurch, dass du diese anderen Parameter des Schirmes ein bisschen anders auslegen kannst?
Ich sage Leistung ist ja jetzt, das was man jetzt misst rein vom Gleiten her, ist ja eigentlich nur ein Teil der Leistung. Ich sage immer, es gibt die praktische Leistung, wie fliegt der Schirm, wie neutral ist er, stellt er an oder was oder nimmt die Kühnigkeit weg, die Duvalenz, und so weiter, oder geht er mehr auf Zug, und so weiter, wie er austariert, das hat dann einen ziemlich großen Einfluss auf die praktische Leistung, wenn Du in bewegter Luft fliegst, oder wie nimmt er mit, wie steigt er mit, oder und so weiter. Es Winglet, ja grundsätzlich haben wir jetzt die Frage selber gestellt, kostet es Leistung oder bringt es Leistung? Also praktisch gesehen, ja, hat das positive Effekte, weil der Schirm vielleicht auch weniger holt, speziell im Gas, das heißt, jedes Rollen verlierst Du, dann wieder Höhe, also je spurtreuer der Schirm im Gas ist, also es ist praktisch, dann wieder ein Benefit, und
grundsätzlich haben wir uns gedacht, okay, wenn Du jetzt so einen riesen Winglet auf den Schirm drauf klatschst, ist das wieder Widerstand, müsste eigentlich Leistung kosten, also haben wir mal den Versuch gemacht, auf einer Seite haben wir es raufgemacht, auf der anderen Seite nicht, und es war dann tatsächlich so, dass die Seite mit dem Winglet sogar besser geflogen ist, also was ist jetzt da los, also rein logischerweise.
Wie zeigt sich, dass die besser fliegt? Der dreht
dann, oder? Der dreht dann auf die andere Seite, ne? Okay. Also die bessere Seite überholt die andere, zieht dann in die Richtung, ne? Das ist so, das ist generell so, viele Sachen, wenn wir am Schirm was ändern, machen wir oft nur einseitig, um den Effekt zu sehen, was macht der im Vergleich zu der anderen Seite, ne? Manchmal ist das brutal schwer herauszufinden, was bringt das? Weil es ist so eine brutale Gefühlssache, und die Änderungen machen wir so minimal, um wirklich zu schauen, okay, und dann schauen wir einfach, machen wir es auf einer Seite, und dann sieht man schon, okay, zieht er auf der Seite, oder droht die Seite jetzt weniger oder mehr als die andere, ne? Und beim Winglet dann das ausprobiert, und dann fragst du halt einfach, ja, was passiert da jetzt eigentlich, wieso geht die Seite jetzt plötzlich besser als die andere, ne? Und warum?
Ja, so ganz genau weiß man das jetzt vielleicht nicht, aber es könnte durchaus sein, dass die Seite jetzt mehr Auftritt macht, weil da auch was draufsteht, und das quasi dann im Endeffekt in der Summe aller Eigenschaften dann quasi ähm ja, dadurch, dass es ein bisschen mehr Auftritt ist, normalerweise auch Widerstand, aber in dem Sinne bringt der verbesserte Auftritt mehr Leistung, ne? So wäre jetzt eine Theorie, ne? Also ganz genau wissen wir es jetzt auch noch nicht, aber wir werden es rausfinden, ne?
Aber könnte es dann nicht auch sein, okay, wenn ich dieses Winglet nicht an diese Stelle hinsetze, wo ich es gerade hingesetzt habe, sondern ich setze es 30 Zentimeter mehr zur Schirmmitte hin, sodass es dann vielleicht die Randwirbel ein bisschen anders beeinflusst, oder was auch immer die was da auch an Ausgleichsströmung teilweise sind, könnte es dann auch schon mal sein, dass du sagst, an der Stelle bringt es was, und 30 Zentimeter daneben habe ich eher einen negativen Effekt. Mit demselben Winglet.
Da sind wir ja erst am Anfang, sage ich mal, von dem ganzen Sachen. Also wo man das dann hinstellt, das Winglet, in welcher Größe, in welcher Position, Spannweitenmäßig oder vorne, hinten, also wir haben da sehr viel ausprobiert, wo man das hinplatziert, und man sieht die Effekte jedes Mal, was es macht. Wie du sagst, das könnte jetzt auch von der Auftriebsverteilung einen Einfluss haben, dass es einfach wirklich die Randwirbel dann quasi nach außen nicht abblockt, und so weiter. Und das dann einen Leistungsaspekt bringt. Also zur Zeit sind das alles nur Vermutungen. Wir haben auch Windfähnchen draufgeklebt und alles. Es ist alles nicht so offensichtlich.
Aber ich sage immer, ich bin ein Praktiker, und ich versuche das alles praktisch mir zu erklären und auszutesten, damit ich das auch verstehe. Und wenn ich es schaffe, das zu verstehen, dann kann ich es auch nutzen, um das dann weiter zu entwickeln. Aber wie gesagt, es gibt noch so viele Ideen, wie man die Winkel jetzt einsetzen kann. Es ist ja nicht nur, dass man da die Position, man kann ja den Winkel selber auch noch modifizieren und so weiter. Also es gibt unendliche Möglichkeiten, wie man das Winkel jetzt einsetzt.
Nun gibt es ja, wenn man sich so guckt, die unterschiedlichen Gleitschirmfirmen und Konstrukteure. Jeder hat so ein bisschen seinen eigenen Ansatz und auch ein bisschen von, wie sagen wir mal, die Produktionskette so einen eigenen Ansatz. Es gibt welche, habe ich so zumindest den Eindruck, gibt es beispielsweise Nova oder BGD, die dann auch viel simulieren, also mit Simulationssoftware arbeiten, um wirklich vorneweg zu sagen, wir machen aerodynamische Simulationen, wie verhält sich der Schirm, was macht vielleicht so ein Winglet, an welcher Stelle positioniert man es und ganz viel ihrer Konstruktion dann auch auf Basis von dieser Vorab -Simulation machen. Machst du sowas auch oder sagst du, nein, ich bin der Praktiker, ich denke mir sowas aus, ich habe so ein Bild im Kopf, was das machen soll, dann lasse ich ein Proto kommen und klebe auf der einen Seite das Öhrchen ab oder das Winglet ab, auf der anderen Seite nicht und dann schaue ich mal.
Naja, die CFD, die bringt schon schöne Bilder fürs Marketing, sagen wir mal so
und nein, ich habe das auch mal probiert zu simulieren, also es ist ja mal zeitlich ein riesen Aufwand und das steht, das ist schon die Frage, steht das dafür? Ziehe ich da so viel Information raus, die ich nutzen kann für CFD -Simulation?
Schwierig. Ob es dann ein Stimmfall ist, ich sage dir, die Qualität der Simulation hängt ja auch davon ab, wie gut deine Taten sind, die du reinbringst. Typisches Beispiel ist jetzt eine Formel 1, wie viel simulieren die und dann haben sie das beste Auto und dann gehen sie auf die Rennstrecke und nichts funktioniert und die haben jetzt im Endeffekt wenig flexible Sachen drauf, außer vielleicht vorne die Spoiler oder irgendwas, was daran verbirgt und dann gleichzeitig ist es ein komplett flexibles Konstrukt, also da was abzuleiten, ist sehr schwer. Ich sehe es dann eher so als Entscheidungshilfe, wenn ich zwischen zwei
Lösungsansätzen bin oder was und ich brauche Entscheidungshilfe, was würde jetzt was bringen oder mir ein Problem lösen und dann eine Simulation zeigt mir dann halt, versucht mir dann ein Verständnis zu geben, was da passiert und das sind für mich mehr so Entscheidungshilfen. Im Endeffekt bin ich dann schon mehr der Praktiker, der dann in der Realität schaut, okay, was funktioniert oder was kann ich dann in die Konstruktion wieder zurückleiten, weil im Endeffekt, je besser die Konstruktion ist oder je näher die Konstruktion an der Realität ist, wenn das wirklich so eins zu eins ist, übertragbar, dann ist es auch viel besser zu übertragen und ich kann jede Änderung dann wieder besser in die Praxis und wieder zurück ins Design übertragen, weil das ist ja die ganze Zeit, was so passiert.
Du konstruierst was, kriegst den Prototypen und dann änderst du was und du musst es dann jedes Mal ins Design wieder transferieren, um den nächsten Prototypen dann wieder in die Realität zu transferieren. Das ist immer ständiges hin und her transferieren. Das heißt, wenn du deine Basis gut designt hast, dann hast du eine gute Basis für die Realität, wo du dann wieder weiterentwickeln kannst und du kannst dann auch bessere Schlüsse draus ziehen, wenn du jetzt eine Änderung machst, wie sich die Änderung dann quasi, was es verändert oder in welche Richtung es geht. Aber es gibt dann Design, diese komplett gegenläufig Verhalten. Du machst eine Änderung, die eigentlich
voraus... Also du denkst, okay, jetzt mache ich die Änderung, das sollte das Resultat werden, weil wir haben das eigentlich die letzten 30 Jahre immer so gemacht. Das Resultat ist schon 100 % anders. Das macht genau das Gegenteil. Du denkst, was ist da jetzt zur Scheiße wieder das? Warum macht er das? Und das ist das Langwierige bei der Gleitschirmentwicklung, herauszufinden, wieso macht der Gleitschirm das? Oder wieso macht der Änderung das? Oder wieso hat er das Problem und wie soll er das lösen? Also 90 % der Zeit in der Entwicklung lösen wir nur Probleme oder versuchen Lösungsansätze zu finden, um irgendwas zu lösen, damit das dann funktioniert.
Ärgert dich so etwas, wenn so ein Schirm dann sich ganz anders verhält, als du erwartet hast? Oder ist das etwas, wo was dich gerade reizt? Wo du sagst, hey, jetzt ist mal wieder ein Problem da, was ich lösen kann. User Difficulty, du musst hier irgendwie jetzt rausfinden, warum hat das Scheißding diesmal genau das nicht gemacht, was ich gedacht habe? Und das einfach zu sagen, okay, das Leben stellt mir eine neue Herausforderung.
Ja, das kann jetzt so oder so sein. Ich sage mal, wenn du jetzt ein Standarddesign baust und das nicht funktioniert, dann ist es super nervig. Weil du dann wieder von der Konstruktion wieder ein paar Schritte zurückgehen musst um zu suchen, okay, was ist da jetzt passiert? Supernervig. Andererseits, wenn du jetzt mal was Experimentelles wieder baust oder mal ins Blaue mal einen Versuch irgendwas machst, wo du jetzt nicht so große Erwartungen hast und da kommt dann so ein Ding, das ist eher dann ein Herausforderer und dann denkst du dir dann, aha, interessant, das hat jetzt da die Auswirkungen und dann machen wir es genau umgekehrt, mehr oder weniger. Aber es ist nicht gesagt, dass da oben kein Schluss genauso funktioniert.
Wie häufig passiert es eigentlich, das habe ich mich schon mal gefragt, du konstruierst etwas, hast einen Prototypen, testest den durch, sagst, ah, ich muss Änderungen XY machen, vom Bauchgefühl oder was auch immer, lässt einen neuen Prototypen, aber jeder Prototyp ist ja auch ein handgefertigtes Produkt. Also könnte ja auch sein, dass in dem verbesserten neuen Prototypen an irgendeiner Stelle vielleicht ein Fehler eingenäht ist, den du gar nicht bemerkst. Also wie häufig kommt sowas vor, dass du vielleicht was verbesserst, aber im Grunde du die Verbesserung gar nicht spüren kannst, weil der Prototyp als solcher schlechter ist, weil er vielleicht ein bisschen anders genäht ist als der andere, von den Spannungsverhältnissen oder sonst irgendwas.
Das ist in den letzten 10, 11 Jahren nicht passiert. Also wir haben da eine supergute Produktion, die sehr akkurat arbeitet und wir arbeiten da sehr gut zusammen. Also das habe ich jetzt eigentlich die letzten 10 Jahre nicht mehr gehabt. Also die sind wirklich sehr verlässlich, die Schirme. Prüfst du dann trotzdem
die Protos immer nach, wenn die zu euch kommen? Wird da jeder ganz genau nachvermessen? Oder sagst du einfach, da ist ein Proto, ich vertraue denen, ich gehe damit jetzt am Berg, ich ziehe den auf, sehe, der steht, also kann ich auch damit fliegen gehen?
Also erstens in der Produktion selber wird ja schon kontrolliert. Da kriege ich die ganzen Checksheets auch mit. Egal ob das ein Ehrenschirm ist oder ein Prototyp, die haben die gleichen Checksheets, wo gewisse Sachen einfach werden vermessen in der Produktion schon im Produktionsablauf werden schon Sachen immer kontrolliert und so weiter. Und wenn ich den Schirm dann kriege, dann wird der Stich probenmäßig nochmal geschaut und schlussendlich wenn der Schirm dann, also wenn irgendwas auffällig ist im Flugverhalten, dann wird sowieso geschaut. Das ist eh klar. Dann wird angefangen, Kante, Hinterkante, Innendeteile, die Leinen zu vermessen und so weiter und so fort. Also meistens sind es die Leinen,
aber normalerweise ist da nichts und wenn der Schirm zur Zulassung geht, fertig ist, dann wird der sowieso auch nochmal vermessen, um den Stand festzuhalten alles. Weil der Schirm wird dann eingelagert als Referenzmodell bei der Zulassungsding, also ich kann dann auch nicht mehr nachschauen im Nachträglich. Außer ich sage dann, bitte nochmal rausnehmen und ich will etwas nachschauen, aber das wäre viel zu mühsam. Das heißt, bevor der Schirm dann weggeht, wird er wirklich nochmal ganz penibel kommentiert, vermessen
und festgehalten, um sicherzugehen, dass alle Serienschirme dann so sind wie der Prototyp, also der Zulassungsschirm. Deswegen heißt das ja Musterzulassung. Ein Muster wird zugelassen und alle Serienschirme sollten dann gleich sein wie der.
Wenn du konstruierst von diesen verschiedensten Schirmklassen, gibt es eine sowas wie eine Lieblingsklasse für dich, wo du sagst, die wirklich Leistungsschirme, das ist das Herausfordernde oder das Reizvolle oder kann es auch sein, dass du sagst, eigentlich der ENA macht fast mehr Spaß, weil da kann ich noch mehr austoben oder was auch immer.
Also drehen wir es einmal um, es gibt so Hassschirme.
Hassschirme? Was ist ein Hassschirm für dich? Nicht Hassschirme, aber die sind relativ rumpelig, sagen wir mal so. Das ist so der Klassiker, das ist ein Tandem, weil das einfach sehr aufwendig ist, weil du immer zwei Leute brauchst zum Fliegen. Du hast schon die doppelte Manpower, die da reingeht und die doppelte Kraft und die Manöver, da musst du natürlich viel mehr Sicherheit
vorsehen, dass du über Wasser testest und so weiter. Und die Manöver, die Testerei ist eigentlich nicht lustig mehr, du bist einfach dann körperlich komplett fertig nach zwei, drei Testflügen, weil es so viel Kraft erfordert und Ding jetzt, auch wenn es nicht schlimm ist, aber es ist einfach so brutal anstrengend und keiner mag es wirklich. Testest du alle Schirme von euch auch? Ja. Okay. Und ich sage, schön mit dir, was ich gerne mache, das sind vielleicht schon eher so Spezialschirme, weil es dann eigentlich geht, mehr so mit dem Spaßfaktor geht und manchmal schaut man dann, okay, was geht jetzt noch wirklich. Also Susi ist schon ganz lustig, weil die wirklich von der Sicherheit ja eh einfach sind,
wie ein Arschschirm zum Beispiel, aber man ladet halt aus, was jetzt nach oben hingeht von der Zuladung. Also das sind im Endeffekt Schirme, die teilweise 50 Kilogramm überladen sind zu der Sollast. Und die funktionieren aber immer noch. Und dann halt mit einer Geschwindigkeit, das ist abartig, also mit einer kleinsten Größe, Vollgas, eindruckst und der geht dann einen 70er und du weißt, dann sollst du den auch runterziehen, ist dann vielleicht nicht mehr so lustig.
Machst du es? Ja, ja, machen wir schon. Und es passiert dann, also es geht dann so schlagartig, also ein Klopper passiert dann ein Punktteil von der Sekunde, es passiert nichts, aber es ist halt wirklich so so energetisch, so, da hast du dann schon immer so einen Aha -Moment, Aha, ja, funktioniert nicht, aber es geht so schnell, du könntest gar nicht mehr eingreifen. So schnell passiert das gar nicht. Und das macht schon Spaß, weil die Dinger einfach so fetzig sind und vom Fliegen her wirklich so viel Spaß machen.
Wie kommt man eigentlich auf die Idee, so ein Design wie das Loco, also eine Susi als Zweiliner zu bauen?
Ja, die Idee war eigentlich, wir haben ja da den C -Schirm im Holz als Zweiliner, Zweiliner zu lassen und die Susi, glaube ich, war damals auch nicht im Designprozess, sagen wir mal so. Und dann habe ich mir gedacht,
könnte jetzt nicht eine Zweiliner -Susi machen? Und dann habe ich gesagt, das probiere ich jetzt einfach mal aus, ob das funktioniert. Weil im Endeffekt, ja, schauen wir mal, Interesse habe ich, was rauskommt. Und das hat dann eigentlich auf Anhieb recht gut funktioniert. Und dann die Frage war dann, braucht das irgendjemand? Nein, eigentlich nicht. Nein, eigentlich nicht. Was ist der Schirm jetzt da? Aber wir haben den trotzdem
auf den Markt gebracht. Ja,
weil wir gesagt haben, okay, wir machen das jetzt, weil wir können. Und die Zielsetzung war dann schon, um den schnellsten Schirm zu bauen, den mit Zulassung, also der geht ja wirklich. Deswegen sind wir dann nochmal sogar eine Größe kleiner gegangen, auf einen 16er statt einen 18er. Und dann haben wir wirklich geschaut, okay, ist sowas zulassbar? Und dann haben wir gesagt, ja, das ist zulassbar, das geht, also dann machen wir es einfach. Aber wir haben uns gedacht, wir haben uns wirklich selber lange die Frage gestellt, für was ist der Schirm gut? Und im Endeffekt deckst du ja alles andere eigentlich schon ab mit der Susi und so weiter. Aber für was baue ich jetzt den Schirm? Aber ich nehme jetzt selber, in Loco nehme ich selber zum Hike und Fly her. Also ich nehme eigentlich her statt der Susi. Das ist interessant, wenn ich einfach nochmal mehr Geschwindigkeit habe und das Kleid nochmal eins drüber steht, das ist einfach, es ist zwar ein bisschen schwerer,
das ist halt immer der Kompromiss, aber mir taugt das fast noch ein bisschen mehr als die Susi. Ja, und wir haben es dann halt einfach wirklich die Sache, wo, scheiße, wir machen das jetzt einfach, weil wir es machen können. Also wirklich nur eine Größe und schauen, wo es geht, von der Top -Geschwindigkeit und das ist möglich, wir machen das jetzt einfach.
Streichelt sowas auch das Ego eines Konstrukteurs, zu sagen, ich habe jetzt den schnellsten zugelassenen Schirm?
Ich glaube, es geht gar nicht darum, was das Schnellste wird, aber ich glaube, es ist eher was zu machen, was eigentlich kein anderer jetzt gemacht hat.
Ja, man macht einfach Sachen, die vielleicht andere sich jetzt gesagt, gar nicht drüber nachgedacht haben. Also ein bisschen außerhalb von der Box zu denken. Wir machen einfach mal ganz was anderes.
Wird der Loco denn überhaupt gekauft? Weil du sagst, braucht den jemand eigentlich nicht? Also gibt es viele Leute, die sagen, ich brauche den Schirm nicht, aber ich kaufe ihn trotzdem?
Ja, ja, doch, doch. Also es ist jetzt nicht der Mega -Verkauf -Seller, aber er wird schon gut gekauft eigentlich. Und er hat schon seine Vorteile, aufgrund von der Stabilität und der Geschwindigkeit. Also viele nehmen ihn jetzt her, zum Dünnen so an und so. Oder ich nehme ihn jetzt zum Hike -and -Fly her.
Dieses Mindset, zu sagen, okay, wir machen es auch, weil wir es können. War das auch etwas, warum du mit dem Volt 4 auch gesagt hast, ich weiß, ich kann einen ENC -Zweileiner bauen, dann baue ich jetzt halt einfach den ersten, der da auf den Markt kommt?
Ja, beim Volt war das schon ein bisschen anders. Aber ich glaube, das ist eine grundsätzliche Einstellung von E -Design. Wo wir angefangen haben und wieso der Martin und ich eigentlich die Firma gemacht haben. Weil wir einfach gesehen haben, bei der Firma, wo wir vorher gearbeitet haben, wo wir halt ein bisschen eingefahren sind. Man hat nicht mehr so viel bewegen können. Und das war alles so 0815. Und man hat aber so viel mehr Ideen gehabt. Aber man hat sich nicht mehr umsetzen können. Und deswegen haben wir eigentlich die eigene Firma gemacht. Und deswegen glaube ich, funktioniert E -Design ja recht gut, weil wir schon ein bisschen außerhalb vom Standard, von der Box denken und einfach Sachen machen. Wo andere gar nicht drüber nachdenken. Oder sagen, ist das erst rentabel? Oder macht das Sinn?
Und wir sagen einfach, ja, okay. Aber es funktioniert halt. Und ich sage, wir haben halt Sachen gemacht, die wir einfach gleich vom Anfang an für uns selber gebaut haben. So die Susi habe ich am Anfang für mich selber gebaut, weil ich wollte etwas Kleines, Leichtes, was wir gut geleitet haben. Und nicht irgendwas, wo ich nur schnell runterfliege. Das haben wir ja dann auch gemacht mit dem Ronin und dem Ufo. Aber die Susi war, das war eigentlich so eine Idee aus der Eigenbedarf, ich wollte sowas machen. Und ich habe gewusst, okay, ich bin ja Konstrukteur, also baue ich mir sowas. Und dann hat das gut funktioniert und dann bringt man das auf den Markt und dann entwickelt sich das. Und ich denke, das ist ein guter Ansatz. Man muss ja nicht immer alles laut Standard machen. Man macht dann auch schon B -Shop -City und so weiter.
Und das war dann mein Job. Es gibt ja noch viel mehr. Und ich glaube, das ist ja unser Ansatz, den wir von Anfang an so betrieben haben. Und beim Volt, beim ersten Zwo -Liner wurde es so, also die N -Änderung mit den Falklinen in der C -Klasse, die war ja schon längst beschlossen. Und da ist es nur mehr darum gegangen, wann wird die publiziert. Und dann war das nur eine Frage der Zeit, bis der erste rauskommt. Und mich hat es dann eigentlich sehr verwundert, dass wir dann wirklich ein Jahr lang die ersten waren. Das war ja dann eigentlich was mich mehr gewundert hat.
Und mir war in der Frage jetzt auch nicht ganz sicher, soll das jetzt ein Zwo -Liner oder ein Drei -Liner werden, der neue Volt -Nachfolger. Also wir haben ja simultan einen Drei - und Zwei -Liner gearbeitet. Und die Sache war dann, der Zwei -Liner hat vorher funktioniert, vor dem Drei -Liner. Also beim Drei -Liner wären wir nicht so weit gewesen. Und der Zwei -Liner hat eigentlich von Anfang an gut funktioniert. Und deswegen haben wir ihn eigentlich gebracht, weil wir gesagt haben, okay, er ist fertig. Er funktioniert. Also ist es jetzt ein Risiko oder was weiß ich. Für uns war das eigentlich eine logische Sache. Aber die Frage war nur, wie lange dauert es eigentlich? Also ein Zwo -Liner dann kommt in der C -Klasse und wie lange dauert es, bis das akzeptiert wird von den Piloten? Und ich denke,
es ist dann eigentlich relativ schnell gegangen. Aber mich hat es dann eigentlich verwundert, dass die Konkurrenz im Endeffekt so lange gebraucht hat und das jetzt nicht verfolgt hat.
War dabei auch eine Überlegung zu sagen, wir können immerhin die Ersten sein? Also marketingtechnisch oder sowas, dass man sagt, okay, zum Stubai Cup, wir präsentieren das Ding einfach. Und wir wissen zur Zeit, was wir so hören, wir werden da ziemlich sicher eine Weltpremiere auf diese Weise haben, damit viel Aufmerksamkeit generieren. Dass man das auch ein bisschen pusht in die Richtung? Das
war sicher im Hintergrund, ja. Dass man sagt, okay, schauen wir so schnell, schauen wir schon, dass wir da Gas geben. Weil ich weiß, wenn er fertig ist, okay, schauen wir, dass er sich auch noch keiner von alleine kriegt. Dass wir das sagen können, ist klar.
Aber ja, da haben wir uns wahrscheinlich unnötig selber ein bisschen gestresst, weil wir wollen ja dann ein Jahr lang die Einzigen. Aber es hat ja auch Vorteile wahrscheinlich, der Einzige zu sein, oder? Ja, wir haben sehr gut verkauft, in dem Jahr. Also das war wirklich abartig, wie viele Volt wir verkauft haben.
Und jetzt habt ihr den neuen Volt, Volt 5 rausgebracht, nach nur zwei Jahren. Wenn man jetzt guckt, von Rise 4 zum Rise 5, da waren glaube ich vier oder fünf Jahre fast dazwischen. Und jetzt beim Volt 4 zu Volt 5 nur zwei Jahre. Warum nur zwei? Ist das was, wo man sagt, jetzt haben alle anderen auch einen Zweileiner und dann setzen wir noch einen drauf und sind wieder vorne weg? Oder was ist da die Idee?
Ja, da waren jetzt schon viele Sachen, die da jetzt so reingespielt haben. Also grundsätzlich ist es schon so, dass man sagt, okay, die Laufzeiten von den Schirmen werden jetzt tendenziell länger, weil sich da im Serienbereich jetzt von der Leistung, kein von der Leistung jetzt nicht mehr so viel tut. Man arbeitet jetzt halt schon mehr auf dem Allgemeinverhalten und praktischer Leistung, wie wir vorher geredet haben. Und beim Volt eben, wir waren ein Jahr quasi der Einzige und dann ist die ganze, die kann gar nicht mehr. Und dann ist die ganze Vergleicherei losgegangen. Der Volt war sicherlich nach wie vor auch nach einem Jahr, auch wenn die anderen nach außen waren, noch vergleichbar und leistungsmäßig da. Aber wir haben ja gleichzeitig auch einen D -Schirm ein Jahr lang schon entwickelt und vorher auch schon. Und da haben wir wieder einige Sachen...
Beim Hero
2 ist das, oder? Beim Hero 2, ja. Und da haben wir sehr viele Sachen rausgefunden, die
in Leistung, speziell im Top -Speed -Bereich, einiges nochmal gebracht haben. Und dann wurde das für uns eigentlich relativ logisch. Das probiere ich jetzt beim Volt auch nochmal aus. Und das hat auf Anibar funktioniert und dann haben wir gesagt, okay, jetzt bringen wir einen Nachfolger und dann wissen wir, okay, jetzt sind wir wirklich Top -Level für einige Jahre. Und was habt ihr da geändert? Da ist viel um Spannungsverläufe im Schirm gegangen. Also die Magic im Inneren so? Die Magic im Inneren hat wieder zugeschlagen, ja.
Und da kann man also diese Spannungsverläufe, wenn du sagst, du simulierst gar nicht, nicht so viel. Das kannst du jetzt gar
nicht so simulieren, weil das ist die Frage, ob man das im CFD überhaupt so großartig bemerken würde, was das bringt. Aber das sind so praktische Auswirkungen. Der Schirm verhält sich dann praktisch, hat ein anderes Ansprechverhalten. Der verhaltet sich praktisch anders. Also wenn du jetzt bei ruhiger Luft, wenn du ruhiger Luft fliegen würdest, Gleitvergleiche machst, du kannst fast nichts raustesten. Da ist kein Unterschied. Aber sobald sich die Luft bewegen anfängt, fliegt ein Ding und plötzlich zieht der andere weg. Das ist es. Aber
wenn du sagst, okay, das habe ich bei dem Hero 2 festgestellt bei der Entwicklung, die und die andere Spannungsverteilung im Schirm verbessert den so stark. Nun ist der Volt 5 anders konstruiert als der Hero. Also vielleicht Zellenzahl und sonstiges. Kann man wirklich sagen, diese Spannungsverteilung, wenn du es nicht so simulierst und sonst was, die kann ich wirklich von einem Schirmkonzept auf das andere Konzept so übertragen? Und wie überträgst du das? Ist das ein Bauchgefühl, dass du sagst, jetzt weiß ich gerne, wo ich ein Spannungsband hinsetzen muss oder was auch immer du da genauer gemacht hast?
Ja, gewisse Sachen lassen sich dann wirklich gut auf andere Sachen übertragen. Und dann zieht sich dann wie ein roter Faden durch alle Schirme durch im Endeffekt. Und das ist dann wieder die nächste Revolution. Und je nachdem, was jetzt wieder in der neuen Pipeline kommt, dann saugt das dann alles wieder auf.
Du hast gerade gesagt, leistungsmäßig passiert gar nicht mehr so viel. Man kann jetzt noch, also handlingsmäßig und so, da passiert noch was. Und wie ist es als Konstrukteur, wenn man so merkt, wir kommen eigentlich so langsam an ein Plateau beim Gleitschirm an? Siehst du das überhaupt so?
Jein. Weil man denkt sich es immer wieder. Wie mache ich das jetzt nochmal besser? Und dann irgendwie machst du es doch wieder besser. Du kitzelst immer wieder irgendwo irgendwas raus. Also bis jetzt ist immer noch alles irgendwie besser gegangen. Das ist schon so. Also man denkt schon, okay, man hat den Körper, der hat einen Widerstand, man hat die Leinen, den Widerstand, ich kann da nichts mehr wegtun. Wie soll ich das jetzt erreichen, dass das jetzt rein, also rein von den technischen Daten, wie soll das besser gehen? Das ist immer die Grundfrage. Aber nichtsdestotrotz, man optimiert weiter und es, ja, jede Generation ist einfach immer noch nach wie vor eine Verbesserung zur vorliegenden Generation.
Auch wenn vielleicht die Sprünge jetzt nicht mehr so groß sind wie früher, aber sie sind nach wie vor noch da. Wie bleibst du kreativ? Ich denke, das ist immer so ein Flow und wie gesagt, ich glaube, der Fortschritt der Entwicklung sind einfach immer die Probleme, weil du ja immer Lösungsansätze für gewisse Probleme oder Abläufe suchst.
Und jede Lösung bringt dir dann wieder ein bisschen weiter. Also das ist einfach, das fordert mich eigentlich. Also machen wir uns doch selber eine Idee. Also wir Spezialsachen, wie jetzt zum Beispiel,
sind ja wieder ganz andere Sachen, aber die meisten Sachen kommen dann wirklich aufgrund von Problemlösungen raus. Und die dann wieder einen Benefit haben, wo dann wieder Einflüsse auf andere Sachen haben und zum Positiven hin. Und dann hast du wieder einen Fortschritt. Aber man muss halt dann wirklich sehr kreativ sein, um Sachen zu lösen die ganze Zeit.
Bist du es schon mal überdrüssig gewesen, da ständig was Neues entwickeln zu müssen? Dass du sagst, komm, eigentlich dieser High -B -Schirm, der fliegt doch gut, das funktioniert. Leute, mehr geht eigentlich gar nicht. Das reicht jetzt.
Ja, wenn man im Grunde sich die meisten Schirme anschaut am Markt, muss man ja sagen, okay, was will man jetzt noch mehr? Die Schirme gehen alle gut, die funktionieren gut, haben eine gute passive, aktive Sicherheit, je nach Klasse. Was will man da noch mehr eigentlich? Aber trotzdem, der Markt erwartet ja immer wieder was Neues. Du kannst jetzt auch wenn dann vier Jahre einen Schirm hast und der immer noch super gut ist, der wird sich auch nicht mehr gescheit verkaufen. Du musst was... Unsere Zeit lebt immer von der Erneuerung im Endeffekt. Das ist... Irgendwann wird es sauschwierig werden, sage ich mal.
Aber ist das für dich Antrieb oder ist das auch manchmal Last, zu sagen, ich muss was Neues bringen?
Kann jetzt beides sein. Manchmal nervt der Schirm schon ganz gewaltig, wenn du weißt, okay, egal was du änderst, es ändert nichts. Da hast du manchmal so hartnäckige Prototypen, wo du denkst, das mag ich echt nicht mehr. Ich schmeiße das Ding über den Haufen. Ich weiß nicht, was ich tue. Der will einfach nicht. Das kann schon passieren.
Aber umso schöner ist es dann, wenn du wirklich
kontinuierlich Sachen optimierst und Lösungen
löst im Endeffekt und du siehst, okay, du bewegst was. Wenn du dann weiterkommst, weiterstehst und dann hast du das finale Produkt am Ende, den fertigen Schirm und dann weißt du, boah, der ist wirklich... geil geworden, der taugt mir selber an. Das ist dann schon das, was man dann als Konstrukteur und Testpilot quasi erlebt und seine Energie auserzieht. Das sind dann die letzten 5 % sind das dann sozusagen.
Was hat dich das Gleitschirmfliegen und Konstruieren über das Leben gelehrt oder für das Leben gelehrt?
Ja, man kann eigentlich nichts so nehmen oder davon ausgehen, dass
wenn du was gemacht hast, dass du davon ausgehst, dass das nächste genauso funktioniert. Du musst jedes Mal wieder... Also es ist nicht von Neuem wieder anfangen, aber du kannst nichts für sicher nehmen. Du musst konstant immer daran arbeiten. So wie du selber an sich selber arbeitest. Es ist ein konstanter
Ablauf, der nie aufhört. Du musst immer nach vorne schauen. Immer nach vorne schauen, nie aufhören. Sobald du aufhörst und stehen bleibst, geht es eigentlich nicht nach hinten.
Was würdest du gerne mal konstruieren?
Du meinst das Gleitschirm oder gänzlich was anderes? Die Frage ist offen.
Fällt mir jetzt nichts ein.
So direkt. Also es sind sehr viele Sachen, die jetzt demnächst wieder anstehen. Von Standardarbeit sagen wir mal so. Auch ganz interessante Sachen, aber so wirklich so komplett outside zur Zeit sind wir wirklich gut bedient. Sag ich mal. Aber wer weiß, was morgen wieder ist. Es kommt wieder auf uns. Das ist eine verrückte Idee oder sonst was. Und dann denkt man sich wieder, ja, wieso nicht? Probieren wir einfach. Wo findest du deine Ruhe?
Am
Berg oder beim Training, ja.
Jetzt habe ich die Ruhe einfach stehen lassen. Ich habe es gemerkt.
Stefan, ich danke dir für das sehr hintergründige Gespräch über alles Mögliche von Lebenseinstellungen, Training für Hawaii und sehr viel Hintergründiges zum Gleitschirm konstruieren. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, mit dir zu reden. Ich hoffe, die Leute, die zugehört haben oder noch zuhören, die haben auch ihren Spaß und ich finde es toll, mit wie viel Einsatz du selbst optimierst, aber auch deine Schirme optimierst. Danke dafür.
Danke für das Interview. Ich hoffe, es hat Spaß gemacht.
Das war die Podz-Glidz -Folge 148 mit Stefan Stiegler. Weiterführende Links gibt es in den Shownotes im Gleitschirm-Blog Looglights. Podz-Glidz ist der Podcast von Looglights. Du kannst ihn auf allen üblichen Podcast -Plattformen abonnieren. Alle 14 Tage gibt es eine neue Folge. Und wenn du nicht so lange warten willst, dann stöbere doch im Archiv. Über 150 Stunden interessante Gespräche über den Kosmos des Gleitschirmfliegens sind darin schon zu finden. Als freier Journalist investiere ich übrigens viel Zeit und Arbeit in Podz-Glidz und Looglights. Das geht allerdings nur, wenn mir meine Hörer und Leser finanziell unter die Arme greifen. Bist du schon dabei? Welchen Betrag als Förderer du gibst, kannst du ganz frei wählen.
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