So ist die Idee eben auf dem Weg zum ersten Fluggelände dieser Reise 2023 entstanden, da ein kurzes Video zu machen. Also ich habe dann begonnen, auf den Landeplätzen und Startplätzen Aufnahmen zu machen, die Kamera einfach grob zu schwenken und kurz was dazu zu sagen. Also so als kurze Beschreibung, jetzt nicht mit dem Anspruch irgendwie auf Vollständigkeit. Das war ja mehr eben der Anspruch, erst einmal für mich das Ganze zu machen. Natürlich so ein bisschen im Hinterkopf schon auch, vielleicht interessiert es wen, vielleicht hilft es jemandem. Dadurch habe ich dann auch einen Namen gesucht für das Ganze. So ist dann eben der Name Paraspotting irgendwie aufgetaucht.
Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast.
Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.
Heute mit Clemens Lehner.
Und ich bin Lucian Haas.
Trainspotting. Das ist die englische Bezeichnung für das seltsame Hobby von Menschen, an Gleisstrecken auf Züge zu warten und sie beim Vorbeifahren zu fotografieren. Ein echter Trainspotter führt dabei begeistert Buch über die Nummern aller Züge, die er schon vor die Linse bekommen hat. Clemens Lehner ist ein vergleichbarer Sammler, aber nicht von Zügen, sondern von Startplätzen. Davon handelt diese 155. Episode von Podz-Glidz. Clemens erzählt darin, wie er sich vor zwei Jahren eine Auszeit von seinem Job als Fluglehrer gegönnt und damit begonnen hat, systematisch möglichst viele Fluggebiete in den Alpen zu spotten.
Vor Ort nimmt der 39 -Jährige kurze Videos aller Start - und Landeplätze auf und lädt sie auf seinen YouTube -Kanal hoch. Was als Privatvergnügen begann, ist zu einem Projekt mit Breitenwirkung geworden. Auf seiner Website Paraspotting.com gibt es eine Karte, über die alle seine Startplatz -Videos verlinkt sind. Immer mehr Gleitschirmflieger nutzen das Angebot, um sich ein besseres Bild davon zu machen, was sie vor Ort erwartet. Mittlerweile gibt es Paraspotting sogar in gedruckter Form. Allerdings nicht als Startplatz -Führerbuch, sondern als Quartett -Spielkartensets. Die Karten bieten nicht nur technische Grunddaten zu Fluggebieten, mit denen man ein Gegenüber im Spiel ausstechen kann.
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Clemens, in wie vielen Fluggebieten bist du mittlerweile geflogen? Führst du
da irgendwie so eine Liste? Nein, die habe ich nicht. Ich kann nur sagen, dass ich 2023 zum Beispiel, da kann ich es ziemlich genau sagen, da bin ich in rund 70 Fluggeländen.
Und ich meine, das war der Sommer, wo ich mit Sicherheit die meisten unterschiedlichen Fluggelände beflogen habe. Wenn man alle zusammennimmt, also ich kann jetzt nur im Moment eine Schätzung abgeben, ich würde mal sagen so 200 Fluggelände vielleicht, aber das könnte nach oben oder nach unten hin auch um 100 abweichen. Also könnten auch 300 sein? Das könnten auch 300 sein, ja, durchaus. Wie lange fliegst du jetzt schon? Ich fliege seit 2016. 2016 habe ich die Ausbildung begonnen und gleich im selben Sommer abgeschlossen. Genau, dann bin ich da sehr schnell auch reingekippt in das ganze Fliegen. Also Fliegen war irgendwie immer schon ein Traum.
Ich war allerdings so weit weg von der ganzen Fliegerei. Also ich habe niemanden gekannt, der Gleitschirm fliegt oder auch Sonstiges. Und deswegen war das einfach so weit weg. Dass es dann ziemlich lange gedauert hat bei mir, bis ich dann eben mit 30 erst zum Fliegen angefangen habe. Und bin dann aber so reingekippt. Die Begeisterung war gleich so groß, dass ich gerade einmal eineinhalb Jahre später dann auch in dem Bereich zum Arbeiten begonnen habe. Am Anfang muss man sagen, da war meine Fluggebietsausbeute, wenn man das so sehen will, sehr gering. Weil da habe ich in Wien gewohnt und bin immer zur hohen Wand gefahren. Ja, selten auch mal zur hohen Wand oder zum Muckenkogel. Oder zum Spitzerberg. Ja, Spitzerberg ist mehr so ein Groundhandling -Gelände.
Aber gerade das ist eigentlich eins meiner Steckenpferde. Das, was ich in Wien am allermeisten gemacht habe, und zwar mindestens einmal die Woche, ist, dass ich auf die Donauinsel gegangen bin. Da gibt es eine große Wiese. Und dort zum Groundhandling gegangen bin. Also einfach, das ist eine ganz flache Wiese. Oft war da guter Wind. Also ich habe dann die Prognosen einfach abgecheckt. Und möglichst so viel Wind wie geht, damit es auch ordentlich bläst. Und bin dann da. Und bin dann da eben regelmäßig zum Groundhandling gegangen. Also das war eigentlich mein Fluggebiet Nummer eins. Am Anfang meiner Fliegerei die Donauinsel und die flache Wiese dort, wo ich einen Riesenspaß gehabt habe. Also immer fliegen, ohne abzuheben. Ja, genau. Also wenn es gut geblasen hat, dann bin ich zwischendurch auch einmal abgehoben.
Gewollt oder ungewollt. Ja, aber das war auch schon, ja, auch das Fluggefühl. Und auch so dieser, wie soll ich sagen. Erst einmal der sportliche Ehrgeiz, den Schirm einmal über sich zu halten. Und mit der Zeit dann einfach auch der Spaß daran. Der wächst. Der ist bei mir einfach immer weiter gewachsen, je mehr ich den Schirm unter Kontrolle hatte. Das war dann, ja, kein richtiges Fliegen. Aber das musste es in dem Fall auch nicht sein. Aber durchaus eben, wenn der Wind ordentlich bläst, dann sitzt man da halt so in seinem Gurtzeug. Mehr oder weniger drinnen. Hat die Fußspitzen noch ein bisschen am Boden.
Und fliegt auch schon fast, sage ich mal.
Heutzutage bist du Fluglehrer. Hast eine Weile in Flugschulen gearbeitet. Machst heute viele Flugreisen und sowas. Wie viel kommst du da noch selber dazu, regelmäßig Groundhandling zu machen? Oder sind die Bewegungen jetzt alle so in der Routine drin, dass
du es eigentlich gar nicht mehr brauchst? Also zum dezidierten Groundhandling, dass ich sage, ich gehe jetzt irgendwo hin und betreibe da eben Groundhandling. Da komme ich tatsächlich nicht sehr oft dazu. Wenn es irgendwo ein schönes Gelände gibt, dann mache ich das auch sehr gern. Aber was bei mir durchaus ziemlich häufig vorkommt eigentlich, ist, dass ich nach der Landung, wenn da halbwegs der Wind da ist, den Schirm nicht gleich ablege, sondern einfach noch ein paar Minuten rumspaziere. Das ist gerade nach langen Streckenflügen oft angenehm, wenn man da ein bisschen unterkühlt runterkommt, um sich den Körper wieder zu bewegen und wieder warm zu werden. Und ja, macht einfach auch einen Riesenspaß. Warum nach der Landung gleich den Schirm ablegen und einpacken, wenn man noch ein bisschen rumspielen kann? Ja, ich muss meistens
pinkeln. Wenn ich nach längeren Streckenflügen unterkühlt werde, wo ich gelandet bin, da will ich ganz schnell meistens aus dem Gurtzeug raus. Aber vielleicht geht es ja anderen Leuten anders. Du hast 2023 ein Projekt gestartet, das nennt sich Paraspotting. Wie kam es dazu und worum geht es dabei?
Also es kam im Grunde dazu, weil ich mir einen Sommer einmal freigenommen habe. Also ich habe davor jahrelang im Grunde fünf Jahre bei Flugschulen gearbeitet. Und dadurch natürlich ständig mit der Fliegerei zu tun und auch Riesenspaß bei der Arbeit. Aber irgendwann habe ich dann gemerkt, jetzt brauche ich wieder auch einmal ein bisschen Zeit für mich und für meine eigene Fliegerei sozusagen. Und habe mir dann eben das Jahr 2023 freigenommen. Einfach erst einmal mit dem Ziel, ja, ich möchte einmal selber fliegen gehen. Und gar kein großer Plan dahinter. Irgendwann dann, wie es dann eben soweit war. Im Jänner, Februar habe ich mir dann gedacht, okay, und jetzt, also ich möchte Fluggebiete auch neue für mich entdecken.
Vieles kenne ich ja schon, aber ich möchte auch vieles neu entdecken. Und wie mache ich das jetzt? Also soll ich da einfach so ins Blaue hinein losfahren? Ich habe so einen Minicamper, mit dem ich da super mobil bin und auch wochenlang gut unterwegs sein kann.
Ja, irgendwie kam mir dann die Idee, ja, ich möchte doch so ein bisschen mir einen Plan machen, dass ich weiß ungefähr, was mich erwartet oder was auch die lohnenden Fluggebiete sind. Und das war dann für mich relativ bald irgendwie klar, ja, ich möchte jetzt nicht meinen freien Sommer damit verbringen, irgendwelche exotischen Fluggelände auszuchecken. Also ich möchte lieber erst einmal, klar, wenn man alles, quasi die Hotspots kennt, dann kann man immer noch die kleinen oder die eher unbekannten Spots sich anschauen. Aber gerade in den Nordalpen, da kannte ich so gut wie gar nichts. Außer vielleicht, ja, in Kössen war ich einmal oder am Bischling, aber sonst alles andere, was ich so auch von meinen Mitreisenden bei den Flugreisen oft gehört habe.
Was weiß ich, Tegelberg, Braunegg etc. Das waren Namen, die hatte ich schon hundertmal gehört, aber ich hatte einfach kein Bild dazu und das wollte ich ändern. Und habe dann quasi als Auswahlkriterium für mich entschieden, ich möchte die Fluggelände besuchen, wo am meisten geflogen wird. Wie finde ich das raus? Ich gehe auf DHV -XC und XContest und analysiere einfach einmal, wo finde ich die meisten Flüge. Das habe ich dann so ein paar Tage lang gemacht und mir da eine lange Excel -Liste quasi erstellt. Und da hat sich dann eben herauskristallisiert, was so die Hotspots sind. Und ja, die andere Geschichte dann, warum es dann zu Perlspotting kam, ich weiß gar nicht, ob das davor oder danach war, auf jeden Fall ist mir so die Idee gekommen, dass ich mich nicht mehr so auf die Hotspots kümmern kann, weil ich weiß gar nicht, ob das davor oder danach war, auf jeden Fall ist mir so die Idee gekommen, ja, wenn ich jetzt so viele Fluggebiete besuche, dann möchte ich doch auch am Ende des Sommers irgendwie so ein Erinnerungsstück haben.
Also irgendwie, wo ich dann weiß, wo ich war und einfach so ein bisschen zurückblicken kann. Und da ist mir auf einer längeren Autofahrt, warum auch immer, die Idee gekommen, ja, ich könnte doch ein Kartenspiel machen, so ein Supertrumpf -Kartenspiel. Also als Kind habe ich das gerne gespielt, kennt man diese Autokwartette oder Flugzeug, Schiffe, was weiß ich. Wo dann verschiedenste Daten draufstehen, Gewicht, Beschleunigung etc.
Und man hat das einfach dann, wenn man so spielt, halt vergleicht. Und wer die höhere Zahl hat, der kassiert dann den Stich. Also so ganz ein simples Prinzip. Und da habe ich als Kind dann einen Riesenspaß daran gehabt. Und jetzt ist mir das wieder eingefallen. Und ich habe mir gedacht, ja, das könnte man doch mit Fluggebieten auch machen.
Ja, so ist das dann entstanden. Ich habe gedacht, ja, ich mache da überall so ein schnelles Foto. Und die Daten, ja, was da genau draufkommt, war mir noch nicht klar. Aber so Höhenmeter ausmessen oder so, das ist jetzt auch nicht viel Arbeit. Also war so die Idee, ich werde dann am Ende des Sommers mich kurz hinsetzen. Ein, zwei Wochen maximal. Und dann gestalte ich das Ganze, habe so eine schöne Erinnerung. Vielleicht drucke ich auch ein paar Exemplare als Geschenk. Und ja, damit habe ich ein schönes Projekt abgeschlossen. Und eben auch während des Sommers so ein bisschen einen roten Faden und so ein kleines Ziel, woran ich arbeiten kann. So ist es eigentlich losgegangen.
Das klingt jetzt so mit dem vielen eigentlich und sowas, als wäre es dann doch etwas anders geworden.
Ja, es ist dann anders gekommen. Und zwar gleich am ersten, am Weg zum ersten Fluggelände ist mir noch eine Ergänzung eingefallen. Das war auf dem Weg zum Hirzer in Meran, bei Meran. Und auf der Autofahrt habe ich mir dann gedacht, ja, ich war vor eineinhalb Jahren, war ich auch längere Zeit mit dem Auto unterwegs in Frankreich und Spanien. Und habe dort auch wahnsinnig viel Fluggelände besucht. Mir auch zum Teil einfach nur angeschaut, wenn ich wusste, ob das Wetter passt nicht. Aber trotzdem habe ich das Interesse gehabt, die Gelände zu sehen. Und habe dann von Freunden auch manchmal die Frage bekommen, ja, wie ist denn dieses Fluggelände dort oder jenes? Und ich wusste, ich war dort, aber zum Teil habe ich gar kein richtiges Bild mehr vor Augen gehabt. Das fand ich dann irgendwie schade und habe mir gedacht, das müssten wir doch.
Ja, also wenn ich schon so ein schlechtes Gedächtnis habe, dann muss ich mir da irgendein anderes, Ja, also wenn ich schon so ein schlechtes Gedächtnis habe, dann muss ich mir da irgendein anderes, Mittel suchen, dass ich das Ganze präsent habe oder zumindest wieder auffrischen kann. Und so ist die Idee eben auf dem Weg zum ersten Fluggelände dieser Reise 2023 entstanden, die Idee, da ein kurzes Video zu machen. Also ich habe dann begonnen, auf den Landeplätzen und Startplätzen, also alle, also die relevanten Spots quasi, wo man mit dem Gleitschirm den Boden berührt oder abhebt, da Aufnahmen zu machen, die Kamera einfach grob zu schwenken und kurz was dazu zu sagen. Also so als kurze Beschreibung, jetzt nicht mit dem Anspruch irgendwie auf Vollständigkeit, aber zumindest ja, dass die Bilder nicht so ganz leer ablaufen werden, so könnte man es sagen.
Und habe dann auch begonnen, das auf YouTube hochzuladen. Hast du darauf dann schon direkt Reaktionen bekommen? Ich glaube zu Beginn nicht wahnsinnig viele, nein. Das war mir aber auch ehrlich gesagt nicht so wichtig, weil... Das war ein
Tagebuch quasi für dich oder einfach
so... Genau, genau, ja.
Videonotizbuch, wie man es nennen könnte, oder?
Genau, so könnte man sagen, ja. Also das war ja mehr eben der Anspruch, erst einmal für mich das Ganze zu machen. Natürlich so ein bisschen im Hinterkopf schon auch, vielleicht gibt es da ja Bedarf oder vielleicht interessiert es wen, vielleicht hilft es jemandem.
Und dadurch habe ich dann auch einen Namen gesucht für das Ganze. So ist dann eben der Name Paraspotting irgendwie aufgetaucht und...
Aufgetaucht? Wie taucht so ein Name auf? Hast du den Film? Also ich kenne nur den Film, der nennt sich Trainspotting. Aber da geht es um irgendwelche Drogenerlebnisse von schottischen Jugendlichen und hat auch ganz am Rande irgendwas mit Zügen zu tun und sowas. Aber ist für dich Paraspotting, du der Flugjunkie gewissermaßen? Oder wie
hast du dir das gedacht? Das ist jetzt auch eine sehr schöne Interpretation, der Flugjunkie, ja. Die habe ich noch nicht gesehen, aber der Film oder der Name des Films zumindest hat schon auch eine Rolle bei der Namensfindung des Projekts gespielt. Ganz genau kann ich es auch nicht mehr herleiten, aber zumindest weiß ich, dass der Begriff Trainspotting, der steht so im Englischen, soweit ich weiß, einerseits natürlich dafür, Züge zu beobachten, aber andererseits auch für eine einfach komplett sinnlose Tätigkeit. Also so Trainspotting. Ja, was mache ich heute? Ich schaue halt Züge an. So als Metapher auch oder Bild eben für quasi etwas Sinnloses tun im Endeffekt.
Und ja, beim Paragliden, also wenn man es jetzt rein praktisch sieht, so wirklich viel Sinn hat es ja auch nicht, aber es macht einfach riesen Spaß. Und ja, das wäre dann auch wieder ein Sinn für sich natürlich.
Aber weil, ja, weiß nicht, ob das jetzt zu weit führt, ich schweife ab, aber wenn auch innerhalb des Paragliden so nach der Sinnhaftigkeit gefragt wird, ich weiß nicht, wer braucht Speedkleider oder wer braucht ein Liegegurtzeug oder so. Also wenn es Spaß macht, dann ist es schon Sinn genug, weil unsere ganze Sache hat ja eigentlich nicht mehr Sinn als den Spaß, würde ich jetzt mal sagen. Okay, aber zurück zu deinem Projekt Paraspotting. Zu Paraspotting, genau. Also auch im Grunde das Paragliden oder Paragliden, Paraglider beobachten, ja, im Grunde eine, ja, sinnlos wäre vielleicht jetzt die falsche Sache, aber eine Sache, die man nicht zu ernst nehmen muss. Vielleicht kann man es so sehen. Irgendwie so ist es halt, die kommen dann Spot gleichzeitig auch als, ja, als der englische Begriff für einen Ort oder einen Punkt.
Und damit fand ich das auch ganz passend und eben auch einen einprägsamen Namen. Dann bist
du aber zu jedem dieser verschiedenen Fluggelände beziehungsweise dann auch Startplätze, bist du dann immer hingefahren? Hingefahren, gelaufen, was auch immer. Und hast dich als erstes mit der Kamera dahingestellt, bevor du dort geflogen bist, sagst du, ich mache jetzt einmal hier so den 180 -Grad -Schwenk oder noch mehr und erzähle dabei etwas, was ich über diesen Startplatz weiß.
Genau, im besten Fall hatte ich davor schon Leute dort getroffen, die ich dann immer ausquetsche, was es so Wissenswertes über das Fluggelände gibt. Aber ja, ich bin da sehr, wie soll ich sagen, unperfektionistisch rangegangen. Und habe mich da auch, ja, wenn ich nicht viel wusste über den Spot, dann trotzdem dahingestellt und halt das, was ich, entweder was zu sehen ist oder was sich logisch ergibt oder sonst halt nichts dazu gesagt. Also was ich jetzt nicht weiß, dann sage ich da auch nichts dazu. Wenn ich nicht weiß, wie stark der Talwind wird, dann lasse ich das weg oder sage halt, Talwind weiß ich jetzt nicht genau. Manchmal auf Verdacht. Manchmal habe ich auch bei den Videos zuerst, wenn ich wusste, ich werde später noch etwas herausfinden über das Fluggelände, dann so. Also die eine Variante. Ja. Kurz gesagt.
Und dann die andere. Und das dann entsprechend beim Schnitt halt das eine rausgeschnitten, was nicht stimmt. Dann war definitiv mein Ehrgeiz, an den Fluggeländen auch wirklich alle relevanten Spots zu besuchen. Also nicht einfach da rauf zum gerade passenden Startplatz fliegen und landen und passt, sondern ich habe nach Möglichkeit versucht, auch die anderen Startplätze, auch wenn die jetzt gerade nicht richtig angeströmt waren und nicht passend waren, trotzdem zu besuchen und mir ein Bild davon zu machen und dieses Bild eben auch zu dokumentieren. Das war
aber auch, weil du eben die Zeit auch dafür hattest. Du hattest frei. Du konntest sagen, wunderbar, ich kann jeden Tag, theoretisch, wenn das Wetter passt, ich kann jeden Tag fliegen gehen und ich kann auch nachher noch fliegen gehen. Jetzt laufe ich noch die 20 Minuten zu dem anderen Startplatz dort hinten auch noch rüber und gucke mir auch noch die Ostflanke an oder was auch immer.
Genau. Also Zeit hatte ich sehr, sehr viel. Und das war auch gut so. Die habe ich letztendlich auch gebraucht, weil ich das am Anfang unterschätzt habe, dass 64 Fluggebiete in einem Sommer besuchen. Dann, auch wenn man viel Zeit hat, recht sportlich ist, es sollte das Wetter auch noch dann mitspielen. Und das war 2023, gerade der Anfang des Jahres, nicht so berauschend, der Frühling. Ich habe, ja, ich glaube, ich bin schon in allen, zumindest in allen, die ich dann auch, alle Fluggebiete, die ich dann auch im Kartenspiel drinnen habe, da bin ich definitiv überall geflogen. Also ich habe schon versucht, ich war zwar manchmal bei Schlechtwetter dann auch auf Fluggebieten, aber dort, die ich wirklich kennenlernen wollte, da wollte ich unbedingt auch fliegen und habe das eben entsprechend auch getan.
Und ja, die verschiedenen Startplätze besuchen ist oft gar nicht so wahnsinnig viel mehr Aufwand. Ja, es kommt darauf an, aber ich bin oft zu Fuß auch auf den Berg gegangen. Ich hatte viel Zeit, aber ich wollte nicht wahnsinnig viel Geld ausgeben und deswegen mir öfter auch die Bergbahn sparen. Außerdem macht es Spaß. Und wenn man eh schon in der Früh da ist, dann kann man eben die noch thermikfreie Zeit nutzen, auch zu Fuß. Und dann bietet es sich oft an, dass man einfach der Reihe nach von einem Startplatz zum nächsten geht, bis man dann ganz oben angekommen ist. Oder es lässt sich auch manchmal anders kombinieren. Wenn die Thermik passt, an einem mittleren Startplatz irgendwie starten und am oberen einlanden und dann wieder weiter fliegen. Und ja, auf die Art hat es recht gut geklappt, dass ich oft, also bei passenden Wetterphasen dann auch eine Woche, zwei Wochen lang jeden Tag ein neues Fluggelände besuchen konnte und jeden Tag dort im Grunde alle, alle relevanten Spots auch besuchen konnte.
Was hast du aus dieser Herangehensweise von Paraspotting für dich gelernt? Also Beispiel, wie gehst du vor, wenn du in ein Gebiet kommst, was du noch nicht kennst? Also was kann man da vielleicht als so allgemeine Tipps geben? Welche Grundfragen sollte man sich als Pilot dort stellen? Und gibt es Sachen, die du vorher nicht wusstest, die du wirklich aus diesem, deiner eigenen Herangehensweise neue Erkenntnisse für dich selbst auch gewonnen hast?
Also das ist eine sehr gute Frage. Wie, wie verstehe ich oder wie lerne ich ein Fluggelände so weit kennen, dass ich mich dann dort auch zurechtfinden kann, wenn ich dann hinkomme und weiß, worauf ich achten sollte? Es gibt natürlich diverse Plattformen. Es gibt auch und das vor allem im Nordalpenraum auch oft sehr gute Club -Webseiten, wo man viele, viele gute Informationen findet.
Trotzdem ist es für mich oft nicht, nicht genug. Also ich, eine meiner Hauptquellen eigentlich, kann man sagen, für die, für die Information, was ich dann oft auch, also wenn ich jetzt von einem Fluggebiet zum nächsten gehe und also quasi am Abend mich dann vorbereite aufs nächste dann tue, ist, dass ich mir die Flüge anschaue, die dort gemacht wurden. Das interessiert mich jetzt weniger, was sind jetzt die weitesten Flüge oder so, sondern da schaue ich mir so eine, eine gewisse Bandbreite an Flügen an, wo ich mir den Track dann auf XContest, geht das sehr einfach, wenn man da eben diesen Radius setzt und World Wide Flight Search eben in dieser Funktion den Radius auf der Karte setzt und sich anschaut, was tauchen dort für Flüge auf. Dann schaue ich mir da, sagen wir mal so zehn Flüge an und schaue, wo sind die gestartet und wo sind die gelandet.
Weil so gut die existierenden Datenbanken oft sind, sie sind halt auch nicht immer richtig. Und mir ist auch davor schon oft genug so gegangen, dass ich auf der Suche nach einem neuen Flugzeug, einem neuen Fluggebiet dann einfach stundenlang durch die Pampa gegangen bin. Das wollte ich vermeiden und das lässt sich eben auch sehr gut vermeiden, wenn man solche Flüge anschaut. Sollten jetzt natürlich nicht von vor 20 Jahren sein oder so, aber wenn man sich da die Flüge der letzten Jahre ein bisschen anschaut und man sieht, da ist jemand gestartet an diesem Ort oder vielleicht sind drei oder vier gestartet, dann kann man relativ sicher sagen, das wird jetzt für mich auch klappen, wenn eben die Windsituation natürlich entsprechend passt. Aber man sieht sogar an der Abflugrichtung zum Beispiel der Tracks, sieht man oft viel besser, was für eine Startrichtung da geeignet ist, als wenn man sich in einer der üblichen Datenbanken die Angaben ansieht.
Schaust du dabei auch so nach, wo suchen die eh mal die erste Thermik oder sonst was, um zu sagen, es gibt so was, also kann man aus diesen IGC -Daten, die es im XContest gibt in den Flügen, dass man quasi sagt, man kann Hausthermiken erkennen und so etwas direkt daraus, was du dann für dich auch genutzt hast? Das
kann man wahrscheinlich, wenn man sich das anschaut. Ehrlich gesagt, das habe ich nicht genutzt, weil ja, also das ergibt sich dann mehr oder weniger logisch, denke ich, wo die Hausthermik ist, beziehungsweise wenn ich da Leute treffe und das waren ja hauptsächlich auch dann doch die belebteren Fluggebiete, die ich besucht habe, dann frage ich da die Leute auch. Also da wäre es vielleicht noch ein verstecktes Potenzial,
aber diese Thermik, wo finde ich die Thermik, da verlasse ich mich dann doch entweder auf die Angaben der Leute, wenn ich gar keinen Plan habe oder eben so auf mein Gefühl fürs Gelände, wo ich jetzt der Meinung bin, dass was geht. Meistens hat man ja auch mehrere Chancen dann
zu suchen. Und das, was du dann in deinen Videos erzählst oder erzählt hast, von denen, die man jetzt schon sehen kann, wie viel davon ist jetzt das Wissen, was du sagst, das habe ich gewissermaßen aus XContest rausgezogen? Also durch XContest finde ich den
Punkt. Den eigentlichen Startpunkt. Genau, sofern der nicht eh schon vorher irgendwo angegeben ist oder ich validiere es noch einmal. Ansonsten, ja wo, also gerade in den Südalpen muss man sagen, es sind ja nicht alles Fluggelände, wo ich noch nie war. Also gerade in den Südalpen sind sehr, sehr viele Fluggelände, die ich schon jahrelang kenne. Und da sind dann die Angaben natürlich eigener Erfahrung. Und was man auch noch im Gespräch mit anderen so erfährt, wenn ich jetzt ein Fluggelände gar nicht kenne, dann sind das eben Sachen, die ich mir nach Möglichkeit erfragt habe und die ich selbst eben auch, ja irgendwo logisch herleiten kann von, einfach vom Gelände und so weiter.
Und es ist ja, also eben für mich sind jetzt die, der Text, den ich zum Video sage, gar nicht so die Essenz des Ganzen. Also natürlich möchte ich nichts Falsches sagen, keine Frage. Deswegen sage ich lieber nichts, wenn ich mir etwa nicht sicher bin. Aber das Wichtigste denke ich ist, das Ganze aber zu sehen. Also für mich selbst, um die Erinnerung wieder aufzufrischen und wahrscheinlich für andere auch, um zu sehen, ob das jetzt für sie irgendwie passend ist. Ist mir der Startplatz breit genug?
Und ist der Landeplatz für mich groß genug? Das kann man ja am besten, denke ich, anhand so eines Videos dann selbst für sich abschätzen. Ich sage dann schon gerne so, ja der Landeplatz ist ja so lang und so breit und was weiß ich. Aber das kann man ja leicht mal auf Google Maps rausmessen zum Beispiel. Genau, ja die Sachen, die ich da sage, Erfahrungswerte und Dinge, die mir andere Locals im besten Fall, dann dort sagen. Wobei ich da auch schon die Erfahrung gemacht habe, dass das dann zum Teil mit Vorsicht zu genießen ist. Also meistens kennen natürlich die Locals ihre Gelände am allerbesten. Aber entweder ist, sagen wir mal so, vielleicht habe ich die Aussage nicht ganz richtig verstanden oder falsch weitergegeben. Auf jeden Fall ist mir auch schon passiert, dass ich dann von einem Club zum Beispiel die Nachricht bekommen habe, ja das, was du da sagst, das ist ganz falsch.
Da darf man nicht hinfliegen. Da ist man brutalst im Lee und so weiter. Das habe ich dann natürlich gleich rausgenommen. Wenn ich das jetzt noch einmal machen würde, dann, also die Angabe war sicher nicht falsch, aber es kommt halt auf die Tageszeit an, wo man da hinfliegt. Wenn der Talwind direkt einsetzt, dann wird es gefährlich. Das jetzt in dieser Situation. Deswegen ist es ja beim Fliegen auch so schwierig, oft so allgemeine Aussagen zu treffen. Ich kann jetzt nicht sagen, fliegt es immer dorthin, weil da passt es immer perfekt. Es kommt ja extremst auch auf die Wettersituation an.
Nun hast du ja deinen YouTube -Kanal Paraspotting, wo diese ganzen Videos draufstehen. Du hast eine Website Paraspotting, wo unter anderem auch eine Kartenansicht drauf ist, wo dann im Grunde alle Videos aus der Karte heraus verlinkt sind, wo man sich so reinzoomen kann und sagen kann, ach da sind Startplätze und dann kann ich draufklicken und dann kriegt man gleich das kleine Video zu diesem Startplatz angezeigt. Das sind dann meistens ein, zwei, drei Minuten. Wird das denn genutzt? Also dass du merkst, dass Leute da draufkommen und was kriegst du da für Rückmeldungen? Also gerade für diese, eigentlich sind es ja relativ basic Infos, weil du hauptsächlich wirklich das Bild zeigst und sagst, ich bin jetzt hier und das und so. Und es gibt ja noch drei andere Startplätze oder was auch immer. Aber es ist ja jetzt nicht die große Fluggebietsbeschreibung, die du da direkt
lieferst. Ja, also zum Stichwort Rückmeldungen. Am Anfang war immer mein Ziel, bei YouTube mehr Abonnenten als Videos zu haben. Und das hat sich mittlerweile eingestellt. Also mittlerweile sind es über 1500 Abonnenten auf dem Kanal Paraspotting. Und auch die Zahlen, wie oft die Videos angeschaut werden, die gehen langsam aber stetig in die Höhe. Also ja, Rückmeldungen bekomme ich immer wieder in Form von Kommentaren auf YouTube. Ich sehe natürlich auch auf meiner Website, wie groß zum Beispiel jetzt die Aufrufzahl dieser Karte ist, dieser Paraspotting Map, wie ich sie genannt habe, wo man dann eben auf der Karte sieht, die einzelnen Punkte hat und wenn man draufklickt, das Video kommt.
Und das geht auch stetig in die Höhe. So die lustigsten Rückmeldungen manchmal sind, wenn ich an irgendeinem Fluggelände bin und mich da mit Leuten unterhalte, die ich nicht kenne. Dann kommt manchmal so, ah, ich kenne dich doch, ich kenne doch die Stimme. Und dann kommen die Leute quasi über meine Stimme, die sie kennen, dann drauf, dass sie mich eben da von den Videos kennen.
Ist mir jetzt auch schon ein paarmal passiert. Es wird gesehen, es wird genutzt und ich denke und hoffe schon, dass es auch einen Beitrag für viele Leute bieten kann, um sich leichter zu tun, neue Fluggelände zu befliegen.
Erkennst du denn an den Abrufzahlen, die du da hast, auch sowas, das sich eins zu eins gewissermaßen widerspiegelt, wie beliebt Fluggebiete sind? Dass du da auch wieder siehst, okay, Greifenburg wird am meisten angeschaut und Bassano. Und irgendwelche hintertupfigen, was auch immer, Hike -and -Fly -Gelände, da habe ich erst zwei Abrufe gehabt oder sonst etwas.
Ja, ich glaube schon. Also das kann man schon eindeutig sehen, dass die beliebteren Gelände öfter angeschaut werden. Also ich glaube, die Leute sehen sich auch gerne das an, was sie kennen.
Das meistgesehene Video, wenn es jetzt um Spots geht, das ist, glaube ich, Meduno, der Startplatz. Ich meine, Meduno ist jetzt nicht das allerbeliebteste Fluggelände, aber es liegt auf jeden Fall unter den Top 10, so im Ostalpenraum. Bassano ist auch recht gut gesehen. Ja, es sind schon die Spots, also auch die beliebten Spots, wo auch die Videos öfter angesehen werden als andere. Definitiv, ja.
Nun hast du 2023 dein Sabbatical gemacht, bist da viel rumgefahren. Geht das Projekt weiter? Also baust du Parallelspotting immer weiter aus?
Ja, ich bin dabei, auf jeden Fall, ja. Es ist dann, ich komme zurück auf die vielen eigentlich in meiner Schilderung, wie das Projekt entstanden ist. Also dieses eigentlich,
eigentlich sollte es nur eine kurze Zeit dann im Herbst sein, wo ich dann das Kartenspiel zusammenstelle. Das wirklich war dann folgendermaßen, dass ich mich quasi im November an den Schreibtisch gesetzt habe und im Juli wieder aufgestanden bin, so ungefähr. Also da habe ich dann extrem viel Zeit gebraucht, um die ganzen Informationen, aufzubereiten. Ich hätte es sicher schneller machen können, aber da ist dann, im Gegensatz zu den kurzen YouTube -Videos, die ich sehr simpel mache, ist dann beim Kartenspiel selber doch wieder mein Perfektionismus ein bisschen durchgekommen. Und ich habe da sehr lange am Design gearbeitet. Was will ich auf den Karten drauf haben? Wie stelle ich das dar? Wie sollen die einzelnen Symbole ausschauen? Und so weiter. Dann natürlich auch die ganzen Daten zu besorgen, war ein gewisser Aufwand.
Es steht ja auf jeder Karte nicht nur drauf, wie viele Flüge da sind, die da pro Jahr durchschnittlich absolviert werden, sondern auch wie viel Prozent davon jetzt über eine Stunde dauern, wie viel Prozent davon über 15 Kilometer oder wie viel über 100 Kilometer gehen. So ein bisschen so die Streckenflug -Eignung beziehungsweise ich sage lieber die Streckenflug -Benutzung des Geländes da einschätzen zu können. Dann ist da drauf, wie viel ungefähr in den einzelnen Monaten geflogen wird und so weiter und so fort. Es sind wahnsinnig viele Daten, die alle letztendlich aus den realen Flug -Uploads von DHV -XC und ich, XContest kommen.
Hast du dafür was programmiert? Also irgendwie ein Bot, der das automatisch A die Daten runterzieht und B dann auch gleichzeitig die Daten rauszieht, die du brauchst, um zu sagen zu können, okay, 3 % sind weiter als 100 Kilometer geflogen von hier aus?
Nein, also programmieren kann ich nicht. Ich habe eine, also in Excel Sheets, nicht Excel, in Google Sheets, gibt es die Möglichkeit, dass man sich quasi über eine Funktion Daten von einer Website einliest. Das habe ich so in halbautomatisierter Form genutzt zum Teil. Genau und damit schon das Ganze natürlich deutlich vereinfachen können. Ich habe jetzt nicht immer eingegeben, zeig mir alle 15 Kilometer Flüge am Braunegg. Ah, das sind jetzt 3000 so und so und wieder rauskopiert. Das ist schon, ja, habe ich schon ein bisschen automatisiert. Geht vielleicht noch besser, aber es war auch das Datenbeschaffen nicht der extremste Aufwand, sondern die dann auch aufzubereiten quasi. Und zum Beispiel, um die 1 -Stunden -Flüge bei XContest rauszufilmen, gibt es ja gar nicht die Möglichkeit, das anzuzeigen.
Also da musste ich quasi einen Workaround über die Durchschnittsgeschwindigkeit und die Flugstrecke insgesamt. Das kann man sich dann so rausrechnen. Braucht man aber ein paar mehr Datenbankabfragen, um das anzunähern. Also ja, aber das war auch nur ein Teil des Ganzen. Die Daten, vielleicht auch wieder zwei Wochen, dann kommt wieder die Website aufstellen, auch wieder ein paar Wochen und so. Also so kommt es dann zusammen. Die Frage, was kommt, was für Daten möchte ich überhaupt auf die Website zu den Fluggebietsbeschreibungen geben? Es ist ja, auf jeder Karte ist ja ein QR -Code drauf, wo man dann auf eine eigene Seite auf meiner Website kommt, wo das Fluggebiet nochmal ausführlicher beschrieben ist als in den einzelnen Videos. Also natürlich sind die Videos auch verlinkt oder eingebunden,
aber es sind auch noch viel mehr, mehr Daten drinnen, die dann ein bisschen weitergehen noch und noch vertiefert eben recherchiert sind.
Ja, das ganze Drum und Dran hat dann, wie gesagt, ja, bis weit in den Sommer 2024 gedauert, bis ich dann die Karten auch in den Druck bringen konnte. Gleichzeitig habe ich, ja, ich habe am Ende des Jahres 2023 gesehen, okay, meine Ersparnisse gehen doch noch länger. Also habe ich, und eben weil ich noch so tief in der Arbeit an den Karten gesteckt bin, habe ich mir gesagt, okay, ein Jahr hänge ich da noch dran, wo ich mich damit beschäftige, was mir gerade so Spaß macht. Genau, also so ist das Ganze, also die Karten selbst, die waren dann letztendlich im September, sind sie aus dem Druck gekommen.
In einer Druckerei in Deutschland habe ich das gedruckt, dann auch abgeholt. Und ja, dann hatte ich erstmal da so 1000 Stück Kartensets bei mir rumstehen. Und habe noch keine Ahnung gehabt, wie es damit weitergeht. Aber bisher habe ich schon gut die Hälfte, davon bin ich schon los geworden. Also das ist sehr gut angelaufen, muss ich sagen. Und das bestärkt mich auch darin, da jetzt in die Richtung noch weiter zu machen.
Das heißt, es könnte vielleicht irgendwann sogar eine zweite Auflage von diesem Kartenset geben, von dem, den es schon existiert. Und gleichzeitig planst du vielleicht auch noch andere Gebiete. Weil ich glaube, die Kartensets jetzt, das ist ja Südostalpen und die Nordostalpen. Willst du irgendwann auch mehr die westlichen Bereiche in die Schweiz gehen und sagen, ich bilde da auch mal ganz viel ab?
Das ist tatsächlich der Plan, dass ich da diesen Sommer die Westalpen bereise. Also da bin ich schon sehr gespannt darauf, weil das ist, glaube ich, noch einmal ein ganz anderes Gebiet, wo ich bisher auch noch überhaupt keine Ahnung habe. Einmal war ich in Sant 'Elea und ich glaube, das war es dann auch schon wieder, was ich von den Westalpen so kenne. Ich kann es mir noch leisten, sage ich mal, auch durch die vielen Käufe. Es ist jetzt nicht so, dass das alles finanziert. Also ich greife weiterhin auf meine Ersparnisse zurück, aber die halten immer länger und länger. Und damit freue ich mich da schon sehr darauf, dass ich mir das gönnen kann, quasi diesen Sommer dann die Westalpen zu bereisen und für mich zu entdecken.
Und da möchte ich eben auch wieder ein Deck zusammenstellen. In dem Fall wahrscheinlich nur ein Deck, weil 64 Fluggebiete in einem Sommer, ich glaube, das tue ich mir nicht noch einmal an. Außerdem habe ich eben auch noch einige, was ich 2023 nicht hatte, einige Flugreisen, die ich als Guide leiten werde. Also bin ich da auch noch ein bisschen mehr beschäftigt den kommenden
Sommer. Du hast vor 2023, vor deinem Sabbatical, als es angefangen hat, hast du als Fluglehrer gearbeitet. Warum brauchtest du ein Sabbatical?
Also, vielleicht zum Begriff Sabbatical, der wird, oft wird er so benutzt, dass es ein bezahlter Urlaub ist. Bei mir war es letztendlich, ich habe die Arbeit beendet
und mich dann auch relativ bald einmal selbstständig gemeldet. Warum brauchte ich ein Sabbatical? Also, es ist ja wunderschön, als Fluglehrer zu arbeiten, aber es ist extremst intensiv. Wo drin besteht die Intensität? Da gibt es sicher andere Modelle auch, aber da wo ich gearbeitet habe, da läuft es einfach so, dass es quasi von März bis Ende Oktober quasi durchgeht. Also da gibt es hin und wieder einmal, also das Wochenende theoretisch ist frei, aber gerade wenn man Reisen macht, die starten dann am Sonntag und enden am Samstag. Und Reisen habe ich sehr viele gemacht, so fast ein Drittel der Wochen war ich dann auf Reisen unterwegs im Schnitt.
Dadurch waren halt die freien Tage extrem begrenzt. Also das ist im Grunde die Intensivität des Ganzen, dass man fast jeden Tag dann wirklich mit der Arbeit beschäftigt ist. Und so schön die auch ist, irgendwann denkt man sich dann trotzdem, jetzt hätte ich gerne einmal ein, zwei Wochen, wo ich dann einmal selbst da unterwegs bin, wo ich gerade in dem Moment hin will und auch selbst fliegen gehen kann. Weil, als Fluglehrer hat man zwar ständig mit dem Fliegen zu tun, aber meistens schaut man halt den anderen zu und weiß es besser. Aber das Selberfliegen, das war bei mir da, ist da einfach auch zu kurz gekommen. Und ja, das ist im Grunde der simple Grund, warum ich ein Sabbatical brauchte.
Also es war keine Art, noch kein Burnout oder sowas als Fluglehrer, sondern eher die wachsende Lust, selber noch wieder mehr in die Luft zu kommen.
Genau, genau. Nein, Burnout definitiv nicht. Aber ja, schon so ein bisschen das Gefühl, wenn das jetzt noch so intensiv weitergeht, dann verliere ich vielleicht irgendwann die Freude am Fliegen. Und dann, dann muss ich es komplett sein lassen. Und das wäre doch sehr, sehr schade. Ja, schon so, um auch wieder selbst mehr Freude zu gewinnen an der ganzen Geschichte.
Nun hast du dir ja dann ein anderes Projekt quasi ans Bein gebunden. Erst bist du rumgereist und hast deine Videos gemacht und bist da geflogen. Dann hast du aber, wie gesagt, ein halbes Jahr lang allein an diesen Karten gearbeitet, auch noch mit. Ist dir das irgendwann auch viel und schwer geworden? Oder war es einfach, du warst so in deinem Element jetzt damit, dass du gesagt hast, ah, da wird was draus. Nein,
das war ja nur ein Jahr und nicht vier Jahre. Deswegen, nein,
das ist mir nicht schwer geworden. Nein, weil ich mir da auch die Freiheit genommen habe, dann auch immer wieder einfach zwischendurch halt einmal fliegen zu gehen. Also dieses Bild, ich setze mich jetzt im Oktober und schreibe sie schon im Juli wieder auf. So ganz stimmt das ja nicht. Ich bin, ich bin schon öfter auch fliegen gegangen und habe mir die Zeit da relativ frei eingeteilt, intensiv gearbeitet, aber dann auch wieder entsprechend einfach gegönnt, einmal was anderes zu tun, fliegen zu gehen und so weiter. Ja, auf die Art hat es eigentlich perfekt gepasst und ja, kann man sich vorstellen, da in die Richtung noch weiter zu machen. Auch weil, ja, es macht einfach Riesenspaß, das Ganze so aufzubereiten. Es ist noch einmal ein bisschen was anderes als die Fluglehrertätigkeit, wo man eben,
also auch super spannend mit Leuten. Es ist wieder was anderes und macht mir richtig Spaß. Also das möchte ich auch nicht missen, aber so konzentriert, dann da wieder am Schreibtisch zu sitzen und was aufzubereiten und so, das hat auch seine eigene Qualität, was mir Spaß macht. Hat sich über
die Zeit was geändert für dich, wie du herangehst an so ein Fluggelände? Also sind deine Videos, die neueren, sind die irgendwie anders als die ersten, die du gemacht hast?
Das würde ich jetzt vielleicht gern sagen können, aber so wahnsinnig viel glaube ich nicht, dass sich geändert hat. Na, da müsste ich länger drüber nachdenken. Also ich versuche auch immer Sachen zu verbessern und da gibt es sicher auch einiges zu verbessern bei den Videos. Aber im Moment, na, ist nach wie vor so dieser Grundgedanke quick and dirty sozusagen. Und ja, weil ich weiß, wenn ich das aufwendiger machen würde, dann würde ich es wahrscheinlich gar nicht mehr machen. Wenn ich da jetzt mit einer langen Liste an Daten und Fakten dann zum Fluggelände schon anfahre, die ich alle da unterbringen möchte im Video, dann verliere ich wahrscheinlich recht schnell die Freude und kann auch den Workload gar nicht stimmen.
Deswegen passt es, denke ich, weiterhin ganz gut so. Ich habe natürlich einen Grundeindruck vom Fluggelände. Oft kenne ich es auch schon oder habe mich recht umfassend informiert und bereite mich aber dann auf die eigenen Videos nicht wirklich im Detail vor, was ich jetzt genau sagen will, sondern das kommt dann so, wie es gerade passt. Ich ärgere mich danach manchmal auch, scheiße, das hätte ich jetzt anders sagen müssen, das wäre jetzt noch irgendwie interessant gewesen, aber ist dann halt nicht drinnen. Ja, es ist nicht vollständig. Es ist einfach ein Bild, auch eine Momentaufnahme natürlich und ein Puzzlestein für Leute, wenn sie sich über ein Fluggebiet informieren wollen.
Also die ausführlicheren Informationen, die packe ich dann eben auf die Fluggebietsbeschreibung, die man über die Paraspotting Cards dann zugreifen kann.
Clemens, jetzt zum Ende hin würde ich noch mal gerne einen kleinen Themenwert wechselmachen. Ziemlich komischer Themenwechsel, sage ich mal, weil ich hatte dich im Vorfeld auch mal gefragt, gibt es irgendwelche Themen, die du sonst noch interessant fändest, mal darüber zu sprechen? Und da hast du ein Thema genannt, da dachte ich, wieso führt er das jetzt auf? Und das ist, du hast gesagt, wäre es möglich, Thermiken mit einem LiDAR - oder LiDAR -Gerät zu vermessen und was könnte man damit machen? Erzähl mal überhaupt, was ist das? Wie kommst du auf diese Idee und warum ist das für dich wichtig? Interessant.
Also Thermik ist ja eines der faszinierendsten Dinge überhaupt an unserem Sport, denke ich. Beschäftigt mich auch schon lange. Ich habe mich auch damit beschäftigt, wie man das am besten quasi vermitteln kann als Fluglehrer. Naja, und es gibt ja tausende Thermik -Theorien. Wie schaut so eine Thermik aus? Aber ich glaube, es hat noch niemand so eine Thermik richtig gesehen. Das ist so ein Traum, der ist, glaube ich, also der ist bei uns mit Sicherheit, wo ich als Flugschüler quasi, als ich 2016 den Schein gemacht habe, in unserer Gruppe ist das aufgetaucht. Ja, es wäre doch cool, die Thermiken zu sehen, so eine Thermikbrille und so. Und das geht wahrscheinlich ganz, ganz vielen so, so der Traum der Thermikbrille. Ja, ich habe so ein bisschen einen technischen Hintergrund von meiner Ausbildung her und habe mir dann auch überlegt, ja, kann man das nicht irgendwie machen?
Aber also nach allen Prinzipien, die ich kannte, ist es halt nicht möglich, die Luft zu sehen. Und die Wärmestrahlung oder was weiß ich, aber da habe ich mich getäuscht. Das habe ich jetzt auch erst vor wenigen Wochen, bin ich da zufällig drauf gestoßen, weil ich eine Segelzeitschrift gekauft habe. Also ein Magazin für Segelsportler, Segelschiffe. Und ja, weil ich habe meinen Bruder in Argentinien besucht, habe mir gedacht, den bringe ich was mit. Der ist begeisterter Segler. Und außerdem interessiert mich, wieso andere Magazine aufgebaut sind. Ich habe jetzt schon einen zweiten Artikel gemacht, den habe ich für das THV -Magazin geschrieben. Und im Zuge dessen hat mich interessiert, ja, wie in anderen Sparten, wie schaut das da aus? Wie schreiben oder über was schreiben die Leute da?
Ja, lange Rede, kurzer Sinn. Dieses Magazin habe ich dann auch ein bisschen durchgeblättert und stoße auf einen Bericht über eine neue Messtechnik, mit der bei einer Regatta der Wind dargestellt wird. Also das ist so eine Regatta, ich glaube, America's Cup heißt es, das haben wahrscheinlich einige schon im Fernsehen gesehen, wo die, das sind so relativ große Tragflügelkatamarane, die saumäßig schnell übers Wasser sausen und immer wenn die eine Kurve machen, dann hupft die ganze Mannschaft von einer Seite auf die andere und kurbelt wie verrückt. Das ist ein Sport, da steckt offenbar auch einiges an Geld dahinter. Und da war der Bericht darüber, dass man zum ersten Mal eine Technik eben eingesetzt hat, um den Wind zu visualisieren oder zu erfassen erst einmal, um dann zu visualisieren über die gesamte Fläche.
Also das sind so ein paar Quadratkilometer, glaube ich, keine Ahnung, so ein Kurs, oder wo die da halt im Zickzack hin und her fahren. Das sind vielleicht zehn Kilometer mal fünf Kilometer oder so eine Wasserfläche. Und da wurde berichtet, dass mit Hilfe von drei Sensoren oder drei Messgeräten das Windfeld auf dem gesamten, auf der gesamten Fläche erfasst werden kann und dann dargestellt. Und dieses LIDAR, ich weiß jetzt auch nicht, ob man es LIDAR oder LIDAR nennt, ist eben die Technik, die dahinter steckt.
Also je nachdem, ob man es Englisch oder Deutsch versteht, das ist Light Detection and Ranging oder Lichtdetektion und was auch immer.
Danke, dass du die Abkürzung da kennst, weil das hätte ich jetzt auch nicht bringen können. Was ich dazu sagen kann, ist, dass da mit Laser im Grunde
Aerosolpartikel in der Luft sind. Das heißt, da kann Luftvermessen werden. Und zwar eben über ein gesamtes Feld. Also da kann mit drei Sensoren hochauflösend und mit hoher Präzision über dieses Feld, der Seelregatta, kann da an jedem Punkt quasi, ich frage mich nicht, wie klein die Abstände sind, aber ich glaube schon sehr fein, kann da der Wind bestimmt werden. Es wird dann entsprechend dargestellt und so weiter. Jetzt kann ich auch nicht hundertprozentig sagen, ist das nur eine Fläche, was man da fassen kann, aber ich bin mir relativ sicher, dass es auch ein dreidimensionaler Raum ist. Na ja, und da ist doch nichts naheliegender, als dass man sich denkt, dass man dieses Auge doch einmal auf eine Thermik richten müsste, um tatsächlich einmal die Thermik zu sehen. Also da ist jetzt nicht, denke ich, das Ziel, dass man das Ganze dann im Flug live für sich hat.
Wäre vielleicht spannend, aber kann man sich fragen, ob das überhaupt für unseren Sport irgendwie dann zielführend ist. Aber rein aus wissenschaftlicher Sicht sich einmal so eine Thermik anzusehen, einmal zu vermessen und zumindest einmal für ein, zwei Beispiele zu sehen, wie das tatsächlich real aussieht. Wie sieht jetzt dieser Wirbelring aus? Oder wie sehen die abtropfenden Leh -Tropfen aus? Oder ist das ein Schlauch? Ist das eine Blase? Wie sieht die Blasenfolge aus bei pulsierenden Thermiken? Und so weiter und so fort. Also alles, was ich dazu kenne, das ist einfach nicht befriedigend. Und das einmal wirklich real zu sehen, das wäre doch unglaublich faszinierend,
oder? Das auf jeden Fall. Ich meine, die meisten Leute werden sagen, ja, ich würde es ja am liebsten dann doch live wissen und nicht nur so. Aber um sich das mal besser vorstellen zu können, welche Formen das Ganze annimmt, dafür ist das sicherlich toll. Ist das denn ein Projekt, wo du sagst, da träume ich nur von? Oder wäre das etwas, wo du sagst, da habe ich mal Lust, das quasi in Angriff zu nehmen? Ich gucke, kann ich irgendwo mir drei LiDAR -Geräte besorgen und stelle die mal irgendwo ins Gelände? Ich weiß, da gibt es so eine Hausthermik, die pulsiert alle 20 Minuten oder was auch immer. Da kann ich das auf jeden Fall mal durchmessen.
Also ich hätte definitiv Lust, das selbst zu machen, aber ich glaube nicht, dass ich die Kapazitäten dazu habe. Also erstens mal Zeit und dann ist, ja, ob ich mich da so weit einarbeiten kann, weiß ich auch nicht. Meine Hoffnung wäre, dass sich irgendeine Studentin oder ein Student findet, der in dem Bereich tätig ist und das quasi als Masterarbeit oder vielleicht als Doktorarbeit irgendwie, angeht. Ich glaube, das wäre noch das Realistischste, wenn da jemand sich fände. Keine Ahnung. Wir sagen mal, der Ruf geht jetzt raus,
die Leute, die es hören. Großer
Aufruf, bitte, bitte macht es das jemand. Das würde mich brennend
interessieren. Falls es irgendeine Meteorologie -Studentin oder Student gibt, der vielleicht auch noch Paragliding -affin ist, ihr hättet eine supertolle Masterarbeit, die ihr machen könnt, indem ihr einfach mal mit drei LiDAR -Geräten versucht, Thermiken zu erfassen und dann als dreidimensionales Modell entsprechend mal darzustellen, dass das alle vor Augen geführt bekommen.
Ja, das wäre wirklich großartig und würde für die praktische Fliegerei, glaube ich, auch sehr viel bringen. Natürlich sieht jede Thermik anders aus, aber allein die Gedankenmodelle, die man dazu dann auch im realen Flug zu seiner Thermik quasi entwickeln kann, die würden dadurch sicher auch viel, viel besser werden, wenn man das an ein paar Beispielen aus der Realität wirklich kennt. Das bestimmt. Hast du sonst noch irgendwelche Träume, jetzt abschließend? Ja, ich hätte einen sehr großen Traum, da kann man wahrscheinlich auch stundenlang drüber reden und zwar wäre ich total begeistert, wenn ich irgendwann einmal, irgendwann wird es vielleicht soweit sein, dass ich alt bin und nicht mehr so viel fliegen kann und dann würde ich mir unglaublich gerne
Gleitschirmrennen im Fernsehen ansehen oder auf irgendeinem anderen Medium, was dann aktuell ist. Im Fernsehen.
Gleitschirmrennen. Genau. Zwei Stunden lang. Irgendwelche CCC -Schirme, die hintereinander herdüsen.
Ja, genau. Es gibt Leute, die sehen sich zwei Stunden lang Autos an, die im Kreis fahren und sich noch kaum überholen können oder auch diese Regatta, America's Cup oder was ich genannt habe, ist auch so ein Beispiel, wo doch ein recht exotischer Sport auf den ersten Blick vielleicht jetzt eher wenig durchschaubare Dinge tut, aber trotzdem interessiert es viele Leute. Und ich denke, dass das im Gleitschirmsport, im Paragliden, ja, natürlich bin ich da jetzt sehr, sehr voreingenommen. Keine Frage. Aber ich denke trotzdem, dass man den Gleitschirmsport auch Leuten verständlich und interessant machen kann, die selbst gar nicht fliegen.
Wenn man das entsprechend aufbereitet, vielleicht die Rennmode ein bisschen anpasst. Aber ich denke, dass das definitiv einen, zumindest für Zuschauer, auch einen Massensport -Charakter annehmen könnte, was man wirklich spannend und interessant aufbereiten kann.
Ja, vielleicht wird da in nächster Zukunft auch ein bisschen mehr in diese Richtung schon kommen. Also ich weiß zum Beispiel von einem Schweizer Projekt, die planen, Wettbewerbspiloten, auch von Hike -and -Fly -Wettbewerben, mit Kameras auszurüsten, die dann wirklich im Live -Modus senden und wo man dann einen Livestream hat, wo man zwischen den einzelnen Kameras hin und her schalten kann oder so eine Ansicht von allem Möglichen hat. Sogar bis dahin, dass die überlegen, vielleicht können wir Kommentatoren engagieren, die dann auch noch quasi als Sportmoderatoren, Kommentatoren in dem Moment das Ganze dann entsprechend noch erzählen. Ich glaube, die ersten Versuche dazu sollen auch in diesem Jahr schon laufen. Wer weiß, vielleicht bis du alt bist, ist es dann auch wirklich soweit, dass das bestens funktioniert.
Und der ganze Kommentar wird von irgendeiner KI dann gesprochen. Aber wer weiß, vielleicht leben wir dann eh nur noch in einem parallelen Universum und sehen dann die Matrix, die uns irgendwelche Flüge vorgaukelt. Wer weiß, was in 20 Jahren da irgendwie so ist. Okay,
vielleicht kann man dann so virtuell auch selbst fliegen, dass man die Rennen gar nicht braucht. Naja, aber zurück zu dieser Vision
von live übertragenen Rennen fände ich echt großartig. Wo ist das? Hast du gesagt, wo wird das gestartet? In der Schweiz?
Das wird von Schweizer Leuten gestartet. Ich habe jetzt die Namen gerade nicht im Hinterkopf, aber wahrscheinlich werde ich dazu im Laufe des Frühjahrs irgendwann auch nochmal auf Lu-Glidz was mehr berichten, wenn das ganze Projekt mehr startet und so. Also du wirst auf jeden Fall davon noch erfahren. Super, da bin ich sehr gespannt.
Gut, Clemens. Vielen Dank für deine Erzählung rund um Paraspotting und also wohin dich dein Freizeitjahr im Grunde geführt hat und dann doch viel Freizeit, aber auch viel Arbeit dir bereitet hat, aber gleichzeitig auch im Grunde neue Perspektiven eröffnet hat, wo du dich selber dann noch zumindest teils beruflich damit hinbewegen kannst. Also ich finde es immer interessant, wie solche Initiativen wachsen und dann doch was mehr draus wird. Danke dir für deine Erzählung.
Lucian, vielen herzlichen Dank für die Einladung und ganz allgemein vielen herzlichen Dank für deine großartige Arbeit. Das ist, glaube ich, sehr, sehr wertvoll für den gesamten Gleitschirmsport. Vielen Dank. Ja, danke. Hat
dir die Folge gefallen? Dann erzähle doch einfach deinen Fliegerfreunden davon. Und wenn du jemanden kennst, von dem du meinst, dass er auch mal ein interessanter Gast in Podz-Glidz sein könnte, dann erzähle mir davon. Ich bin immer auf der Suche nach interessanten Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens. Schreib einfach eine E -Mail an luglideskontakt at gmail.com. Podz-Glidz kannst du auf allen üblichen Podcast -Plattformen abonnieren. Alle 14 Tage lade ich eine neue Folge hoch. Wenn du nicht so lange warten willst, dann stöbere doch im Archiv. Weit über 150 Stunden interessante Gespräche über den Kosmos des Gleitschirmfliegens sind darin schon zu finden. Als freier Journalist stecke ich viel Zeit, Arbeit und auch Kosten in Podz-Glidz und Lu-Glidz.
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Fliegt hoch. Genießt die Freiheit. Ciao.