Das ist so das, was ich spannend finde, wirklich das Video von den Leuten zu zeigen, aus der Ich -Perspektive. Aktuell ist es dann so, dass die Actioncam auf dem Helm ist, da haben die Akropiloten kein Problem damit. Die ist ein bisschen nach oben ausgerichtet mit Fischauge, dass man wirklich auch den kompletten Schirm sieht. Wenn dann Leute Schwindelgefühle bekommen, können sie auch wegschauen oder dann mal bei einem Hike -and -Fly -Rennen einschalten. Aber das möchte ich eigentlich liefern. Ich möchte die Ich -Perspektive reinbringen.
Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast.
Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.
Heute mit Marco Wiemeyer. Und ich bin Lucian Haas.
Gleitschirmwettbewerbe finden nicht im Verborgenen statt. Doch neben den Red Bull X -Alps gibt es so gut wie keine Veranstaltung, die ein wirklich größeres Publikum erreicht. Schon gar nicht in Deutschland. Nicht außerhalb der Gleitschirmszene. Aber muss das so sein und bleiben? Marco Wiemeyer zumindest will das ändern. Der 37 -Jährige aus Cottbus, der seit Jahren in der Schweiz lebt und arbeitet, hat die Internetplattform paraglidinglive.com gestartet. Es geht darum, bei Wettbewerben neben dem heute üblichen Live -Tracking auch ein attraktives Live -Streaming zu bieten. Also die Live -Übertragung von Bildern aus der Perspektive der Pilotinnen und Piloten, die am Wettbewerb teilnehmen. Natürlich auch aus der Luft.
Und zwar nicht nur mit einer, sondern vielen Kameras. Dazu noch ein Regisseur und Moderator, der jeweils die passenden Streams zum aktuellen Geschehen auswählt und für die Zuschauer kommentiert. Die Technik dafür gibt es schon. Und erste Live -Streams finden statt. Die große Herausforderung für Marco besteht nun darin, weitere Mitstreiter und Wettbewerbsveranstalter zu finden, die auch an diese Idee glauben. Und bereit sind, sie finanziell mitzutragen. Bisher ist das Projekt für Marco noch ein sehr idealistischer Traum, den er aus eigener Tasche finanziert. Was ihn dabei antreibt? Das erzählt Marco Wiemer in dieser Episode 163 von Podz-Glidz.
Da du den Podcast hörst, werde doch zum Förderer von Podz-Glidz. Wie das ganz einfach geht, steht im Gleitschirm-Blog Lu-Glidz. Und zwar dort auf der Seite Fördern.
Marco, wenn du wählen kannst, was ist dir lieber? Sechs Stunden in der Luft zu sein oder sechs Stunden auf einem Bildschirm zu starren und anderen beim Fliegen zuzuschauen?
Ganz klar selber fliegen. Und vor allem auch sechs Stunden, weil so lange war ich sowieso noch nie in der Luft. Und das ist auch noch mein nächstes Ziel, auch mal einen Streckenflug endlich zu machen.
Jetzt hast du aber Ende Mai genau das gemacht, nämlich sechs Stunden quasi in den Bildschirm geguckt. Oder ich glaube mindestens sechs Stunden waren das. Da war der Engelberg Cup, ein Hike and Fly Wettbewerb. Im Engelberger Tal in der Schweiz. Und du hast da einen Livestream koordiniert, organisiert, wie auch immer man das nennen will. Das heißt, man konnte auf verschiedenen Plattformen im Netz Live -Videos vom Verlauf dieses Rennens anschauen. Weißt du, wie viele Zuschauer du dabei gehabt hast?
Also insgesamt, über die Plattform zusammengerechnet, waren es knapp 500. Oh wow, doch. Aber nicht alle zugleich. Das heißt, zwischendurch waren es immer mal fünf, dann mal zehn und dann mal wieder rein und wieder raus. Oder? Wir hatten auch da ein paar interessante Herausforderungen sozusagen. Und deswegen gab es auch ein paar Längen in dem ganzen Livestream. Da kann ich auch verstehen, dass Leute auch wieder rausgehen.
Kannst du denn sehen, waren das 500 unterschiedliche oder waren das 50, die dann halt zehnmal rein und raus gegangen sind oder sich auf verschiedenen Plattformen das mal angeguckt haben oder so?
So genau habe ich mir das ehrlich gesagt nicht angeschaut. War mir jetzt auch noch gar nicht so wichtig. Aber das kann man in der Nachbetrachtung auch nochmal nachschauen. Ich schaue mal grob noch die Länder an. Man sieht da so eine Länderauflösung. Das ist meistens Schweiz, das ist Nummer eins. Und da kommt so Deutschland, USA, Indien, so ganz verstreut dann zu den ganzen Sachen. Aber vor allem Schweiz, Deutschland, ja.
Indien war auch dabei. Gucken Sie sich sowas an, was da in der Schweiz gerade zurechtgeflogen wird.
Ja, genau. Also über die Plattform kommen die Leute auch ganz zufällig in den Stream rein. Das ist nicht alles direkt über einen Link. Und da kommen die Leute. Die Leute kommen von überall her, theoretisch.
Apropos Plattform. Du bist ja dabei, diese Plattform paraglidinglive.com aufzubauen. Also jetzt immer weitere Wettbewerbe mit reinzunehmen. Ich glaube, du testest auch immer noch neue Techniken, wie man das alles so machen kann. Bevor wir so ein wenig über die Technik sprechen, die dahinter liegt, wie man so ein Livestreaming überhaupt machen kann, interessiert mich erstmal deine Motivation. Warum glaubst du denn, dass die Gleitschirmszene ein Livestreaming braucht?
Warum sie das braucht? Na gut, das war ja nicht mein Ansatz ursprünglich, oder?
Ja okay, deine Motivation, wenn die Gleitschirmszene das nicht braucht. Warum brauchst du dieses Projekt? Sagen wir mal so erstmal.
Also grob, wenn man es jetzt mal runterbrechen möchte, warum diese Szene das brauchen könnte, wäre eigentlich der finanzielle Aspekt. Das heißt, mit größerer Reichweite kriegt man auch mehr Zugang zu Sponsoren. Und zu mehr Aufmerksamkeit für einzelne Athleten, dass auch die einzelnen Athleten davon profitieren. Bestes Beispiel ist jetzt gerade anstehend Red Bull Ex -Alps, oder? Das wird halt marketingtechnisch sehr stark begleitet. Und ist dann deswegen auch dieses Highlight alle zwei Jahre, wo dann alle hin pilgern. Und ich finde es insgesamt natürlich ein bisschen wenig. So Ex -Peer ist, glaube ich, so ein bisschen Nummer zwei nach dem Expo Red Alps. Aber irgendwie dazwischen gibt es so viele tolle Events. Und davon kriegt man einfach nichts mit, oder? Die meisten sind sich, glaube ich, auch nicht bewusst, wie viele Events es überhaupt gibt.
Und die brauchen einfach mal ein bisschen Sichtweite. Und dann kann man auch noch viele andere Sachen. Supertoll, ja, Zugang zu der breiten Bevölkerung schaffen, oder? Also auch nicht nur für die Szene, sondern wirklich auch für Oma und Opa, sage ich mal. Oder Leute, die sonst Skispringen gucken, die dann einfach mal Gleitschirmfliegen zu gucken haben.
Aber nun ist ja Gleitschirmfliegen, sagen wir mal, eine vergleichsweise langweilige, Sportart zum Zugucken, sage ich jetzt einfach mal so. Obwohl ich selber sehr fasziniert bin beim Gleitschirmfliegen. Aber wenn du so sagst, okay, da ist so ein Rennen, das geht teilweise über Stunden. Die fliegen dann zusammen, fliegen alle geradeaus, irgendwie haben eine große Talquerung. Die geht dann 10 Minuten, 15 Minuten und sonst irgendwie was. Eigentlich siehst du nur, wenn du es auf einer Karte anguckst, siehst du Pünktchen, die so langsam nach vorne wandern. Und wenn du dir jetzt ein Livestream -Bild, also von einem Piloten, der vielleicht eine Kamera auf dem Helm drauf hat, und dieses Stream -Bild wird dann live dargestellt, siehst du halt einen Bildausschnitt, 10 Minuten lang, ein Tal runtergeguckt, mal nach rechts, mal nach links. Also das wackelt mal so ein bisschen hin und her.
Warum sollte ich mich dafür begeistern?
Ja, ich glaube, da ist der beste Vergleich Tour de France oder Radsport. Da sind die Leute auch stundenlang unterwegs in wunderschönen Landschaften. Genau, was ähnlich ist, ist auch beim Fliegen. Beim Fliegen, glaube ich, kommt immer die Faszination vom Fliegen selbst noch hinzu. Und natürlich dann auch diese Vogelperspektive. Es gibt auch viele Leute, die zum Beispiel Microsoft Flight Simulator spielen, die keine Ahnung haben von Flugzeugen, aber die mögen es einfach, da durch die Landschaften zu cruisen. Und ich glaube, das ist auch das Spannende am Gleischenfliegen. Diese andere Perspektive, die wunderschönen Landschaften und kombiniert natürlich mit verschiedenen Sichtweisen. Das heißt, das Ziel ist ja immer, verschiedene Piloten zu haben, da hin und her zu wechseln, das mit dem Livestracking zu kombinieren.
Und natürlich auch kommentiert. Das war von Anfang an immer, wo ich wusste, das braucht es. Es braucht Kommentar dazu. Wie du sagst, sonst wäre es, glaube ich, etwas langweilig. Man muss die Leute quasi ein bisschen mitnehmen auf die Reise und da erläutern, wo die Leute gerade stehen. Und warum ist es jetzt gerade besonders spannend, was die Leute vielleicht nicht direkt sehen können.
Aber dann, ich meine, diese Vorstellung. Du bist oben in der Luft, fliegst da jetzt eine Talquerung und dann sagt der Kommentator, okay, Marco fliegt jetzt gerade von Turnpoint 5 zu Turnpoint 6. Ich meine, was willst du dann zehn Minuten lang da kommentieren? Das ist ja auch eine ganz schön schwierige Aufgabe letzten Endes.
Ja, deswegen sehe ich mich auch da als ungeeignet dafür an. Ich habe das ja zum Teil schon notdürftig gemacht, das Kommentieren. Und ja, da konnte ich nicht so viel dazu sagen, muss man sagen. Aber ich habe da zum Beispiel auch den Matthias Vosti, der hat das gemacht.
Zum Paralympic World Cup zum Beispiel. Und der konnte da so viele Sachen erzählen. Und dann sprichst du natürlich über die einzelnen Leute, über das Equipment, über die Teams und was ist vorher passiert, was ist nachher passiert und warum ist jetzt die Talquerung besonders schwierig? Wie ist das Wetter? Wie sind die Winde? Es gibt auch einen Livestream vom französischen Gleitschirmverein, würde ich sagen. Und die haben auch kommentiert zu zweit, nur anhand vom Livetracking und haben da auch stundenlang geredet. Also es gibt viel Inhalt, aber man muss sich ja auch gut auskennen. Und deswegen bin ich ja auch nicht geeignet dafür. Ich bin ja eher noch der Anfänger im fliegerischen Sinne.
Nun hast du ja dieses Projekt gestartet mit irgendeiner Vision, was daraus werden soll. Wie kamst du eigentlich zu der ersten Idee überhaupt zu sagen, ich will sowas aufbauen, ich traue mir das auch zu. Und fang mal an, was wolltest du als erstes erreichen und was ist mittlerweile daraus geworden?
Also da muss ich auch zugeben, ich hätte nicht von Anfang an diese große Vision. Das ist so ein bisschen so Stück für Stück gekommen. Also ich habe immer gesehen, das ist machbar, das kann man auch machen. Ursprünglich habe ich wirklich einfach nur gedacht, genau zu Corona -Zeiten, eigentlich wollte ich erst mal meine Familie mitnehmen. Die waren in Deutschland und die waren oft noch vom Herausgehen gehindert, sage ich mal. Haben nicht so viel erlebt und ich bin halt da ein bisschen geflogen, habe ich sie mitgenommen. Und dann hat mich das erste eigentlich gereizt, die Technik. War der erste Livestream, sage ich mal so. Ich hatte keinen Druck, aber ich war natürlich schon frustriert, dass es nicht so ging, wie ich mir das vorgestellt hatte, nicht so einfach. Es war einfach nur mit Handy und GoPro. Da gibt es ja sozusagen Bild in live und das ist in der Theorie auch eine schöne Sache, in der Praxis eher schlecht.
Und dann habe ich da ein bisschen dran getüftet, wie es so ist. Ich bin immer eigentlich so aufgewachsen, so als techniknah vielleicht oder kleiner Nerd, immer viele Sachen ausprobiert. Das hat mich dann auch gereizt. Ich will das dann besser machen. Wie macht man es besser? Verschiedene Sachen getestet, Hardware, Software. Ja, und dann später irgendwann war ich dann so weit, wo ich dachte, okay, das ist jetzt auch relativ easy. Man könnte es jetzt auch noch anderen Leuten geben. Und ich dachte, wenn da mehr Leute zuschauen wollen würden, das ist definitiv interessanter mit mehr Perspektiven.
Mehr Leuten heißt, die fliegen alle gleichzeitig. Und du hast dann fünf Kameras auf fünf Seiten. Du hast Piloten verteilt beispielsweise. Das meintest du mit mehr Leuten. Genau.
Ich denke, so ein einzelner Pilot, da muss man schon auch eine gewisse Faszination wirklich haben, um sich das lange Zeit anzuschauen. Aber auch da ist heutzutage, ist es weniger ein TV -Stream, sondern eigentlich mehr mit den Livestream -Plattformen eine interaktive Sache. Das heißt, die Leute bleiben tendenziell länger dran, auch wenn es vielleicht ein bisschen langatmig ist, weil sie stetig im Austausch sind mit dem, der streamt. Das heißt, die können in den Chat was sagen. Einfach schreiben. Und der Pilot, der da gerade fliegt, der gibt dann Antworten. Und das macht es dann halt noch viel interessanter. Vom Equipment her war es am Anfang schon so eine Sache. Das heißt, wenn man auf Probleme stößt bei diesem Livestreaming, wenn man selber versucht, ist meistens die Lösung mehr Hardware. Ich war allerdings da sehr radikal.
Ich habe immer gesagt, mehr Hardware ist für mich keine Lösung. Das heißt, die meisten Leute, die das machen und das immer verbessern, die haben am Ende einen Rucksack mit acht bis zehn Kilo Gepäck. Nur an Livestream -Equipment, oder? Das willst du beim Fliegen auf jeden Fall dabei
haben. Vor allem beim Hike -and -Fly -Rennen.
Hike -and -Fly, genau. Hike -and -Fly war No -Go. Und Hike -and -Fly ist ja das, was ich quasi immer am liebsten gemacht habe. Und aus der Richtung komme ich. Deswegen sollte es ja möglichst leicht und einfach sein. Dann habe ich auch gedacht, wenn es dann auch schon mehrere Leute dann sind, die Livestreamen, das heißt, wenn dann fünf, sechs Piloten online sind, dann ist es auch okay, wenn einer vielleicht mal gerade kein Signal hat. Muss man das nicht noch groß kompensieren. Weil du fünf andere Bilder nimmst. Die du noch hast, die du immer einspielen kannst. Genau. Einer ist die Idee, sollte dann eigentlich immer um viel verfügbar sein.
Von deinem Hintergrund her, weil du sagst, du bist so ein Nerd und so ein Techniker. Bist du Informatiker? Oder was hast du vom Hintergrund her, dass du weißt, ich kenne mich, ich kann solche Technik im Grunde. Ich kann auch solche Seiten programmieren oder ich weiß, wie ich das mache, dass die Videos dann auf verschiedene andere Plattformen auch gekommen und dann letzten Endes in YouTube und Facebook oder sonst wo dann eben aufrufbar sind.
Wo hast du das Wissen? Das ist schon einfach so immer auch schon zu Schulzeiten. Ich glaube, so als Teenager irgendwann so das erste Handy und dann auch ein PC sowieso. Verschiedene Sachen gemacht und immer irgendwas rumgebastelt. War ja auch damals meist noch nicht so anwenderfreundlich, um das so zu sagen. Dann hat man da immer ein bisschen rumstudiert und versucht, Probleme zu fixen. Webseiten habe ich dann auch damals bis gemacht. Aber alles so ein bisschen hobbymäßig, immer so aus Interesse und zu schauen, wie kann man es machen. Und ich bin im Kern, habe ja sehr viele Interessen. Also es geht eigentlich sehr an die Breite. Und ich habe auch so ein bisschen eine kreative Ader in mir. Allerdings kommt die schlecht zur Geltung, weil ich nicht malen kann, nicht zeichnen kann.
Ich bin kein Designer. Ich weiß nicht, wie man so ein Konzept erstellt. Aber ich habe immer wieder viele Ideen. Ich versuche, die irgendwie so umzusetzen und dann Feedback zu bekommen, um das dann dahin zu bringen, dass es dann auch einigermaßen ausschaut. Genau. Deswegen wirklich Technik. Einfach im täglichen Umgang immer viel gehabt und immer versucht, die Sachen auszureizen. Auch das iPhone 1, als es damals rauskam. Schon lange her. Das war auch das erste richtige Smartphone. Und da konnte man plötzlich Hotspot machen. Man konnte remote plötzlich Sachen kontrollieren. Es gab so viele Sachen. Auch spaßige Sachen, wo man das Handy versucht, weit zu werfen mit einer App. Und dann zeigt es an, wie weit es gekommen ist. Einfach Spielereien. Aber das war quasi immer Hobby.
Programmieren kann ich nicht gut, um das mal so zu
sagen. Okay. Du hast aber trotzdem die Plattform Paragliding Live aufgebaut.
Musst du dafür nicht ein bisschen programmieren können?
Ich bin ja nicht hier alleine. Da sind schon noch andere Leute drin. Auch Leute, die wirklich sehr gut programmieren können. Alles Mögliche. Und ich bin mehr jemand, der die Sachen dann höchstens anpasst. Das heißt, ich kann den Code ganz gut lesen und kann dann troubleshooten. Und Sachen anpassen. Aber so aus dem Nichts heraus etwas zu schreiben, da bin ich der falsche Mann dafür. Da habe ich andere Leute sozusagen in dem Projekt, die das dann machen.
Wenn ich jetzt mal so einen Livestream von paraglidinglive.com aufrufe. Beschreib einfach mal, Leute, die das noch nicht gesehen haben, was sehe ich denn da eigentlich auf dem Bildschirm? Oder was kann alles auf diesem Bildschirm passieren? Wird ja nicht alles gleichzeitig immer sein.
Genau. Wichtig ist auch, wie ich die Szenen wechsle. Aber grob ist das Overlay eigentlich so gegliedert, dass man einen kleinen Kartenausschnitt hat, wo man sieht, wo die Person gerade ist. Die Person heißt die, die
das Live -Bild liefert? Genau, ja. Also ich sehe im Grunde hauptsächlich ein Live -Bild, wo jemand gerade fliegt und wo der hinguckt so ungefähr.
Genau, sorry. Das ist erstmal die Hauptszene. Da ist wirklich der Pilot. Der liefert das Bild, wo er gerade hinguckt. Er kann auch die Kamera wechseln. Da sieht man auch mal ihn selbst. Das wird den Piloten überlassen. Und dann ist das eingebettet in ein Overlay. Wo noch viele Zusatzinformationen angezeigt werden. Das heißt zum Beispiel der Kartenausschnitt. Dann die Geschwindigkeit. Flughöhe ist natürlich wichtig. Die Steig - und Sinkrate. Dann, was ich persönlich auch super finde, ist eigentlich der Puls. Dazu muss ich sagen, der Puls war bisher immer nur mein eigener. Das ist mehr organisatorisch. Und man muss die Leute noch ranführen, dass die das auch dann noch machen, die Piloten, die Einzelnen. Aber das ist technisch auf jeden Fall möglich. Das habe ich ja demonstriert. Und ich finde es auch spannend, um nochmal zu zeigen.
Zum Beispiel Leute, wenn die hochlaufen, da steigt der Puls. Die Steigerung kommt meistens im Video nicht so rüber.
Und dann aber auch zum Beispiel, wenn irgendwie jemand da am Boden lang schraubt. An den Büschen, sag ich mal, fast am Landen ist, aber versucht sich noch zu halten. Da steigt, würde ich sagen, auch immer der Puls. Aber das sind eher meine Erfahrungen. Ich weiß nicht, wie es bei den Profis ist. Ja. Was sieht man da noch? Man sieht meistens noch kleine Ausschnitte von anderen Kameras. Das heißt, ich versuche es so einzublenden, um den Leuten zu zeigen, da sind noch mehr Kameras aktiv.
Aber ich als Nutzer kann dich dazwischen umschalten. Das ist jetzt nicht so interaktiv, sondern das Hauptbild, was gezeigt wird, da gibt es im Grunde eine Art Regisseur, der sagt, welches Bild ist gerade das Hauptbild.
Genau. Das ist eine Regie und das wird sozusagen durch den ganzen Stream wird dann der Zuschauer geführt. Ja. Ich hatte das ursprünglich auch mal gedacht. Ja, wie ist denn das so, wenn man dann auch hin und her schalten kann? Ich dachte ja, vielleicht für später mal. Aber ich bin mir da auch nicht mehr sicher, ob das wirklich so eine tolle Sache ist. Das ist ja mehr, wenn man jetzt von diesem Live -Tracking kommt. Man schaut sich ein Live -Tracking an, klickt da auf eine Person und sieht da vielleicht 3D angeblendet, wo die lang fliegt. Und da möchte man vielleicht noch ein Videobild dazu haben. Aber auch das ist, glaube ich, mehr so für Leute, die wirklich selber fliegen und da etwas motiviert sind. Das Rennen ein bisschen stärker zu analysieren. Aber für einen Zuschauer, der jetzt gar nicht so richtig drinsteckt bei dem Ganzen, weiß ich nicht, ob da die Motivation so groß ist, da zwischen Bildern hin und her zu schalten.
Also ich bin mir relativ sicher inzwischen, dass es schon so ein geführtes Programm braucht. Ich meine, wenn man das Video hat von den einzelnen Piloten, kann man natürlich auch parallel sagen, okay, man hat hier noch den Video -Feed. Die kann man manuell auch aufrufen, unabhängig von dem Programm. Das ist dann eigentlich nicht mehr das Problem, wenn das Video erstmal da ist.
Dann habe ich gesehen, ich habe so ein bisschen zugeguckt, als diese Engelberger -Geschichte da lief. Und dann habe ich gesehen, man kann ja auch als Zuschauer, je nachdem auf welcher Plattform man ist, kann man auch Kommentare eingeben. Und ich war auf YouTube da, habe dann einen blöden Kommentar eingegeben, um dann festzustellen, eine Minute später hat irgendeine weibliche KI -Stimme wahrscheinlich meinen Kommentar laut vorgelesen. Kriegt dann nur ich den zu hören? Oder kriegen den wirklich alle Zuschauer entsprechend zu hören?
Das bekommt tatsächlich alle zu hören. Das ist auch ein relativ zentrales Feature. Ist auch relativ komplex, weil alle Plattformen gebündelt sind. Das ist egal, ob du jetzt auf YouTube, auf Twitch, Kik, Instagram, wo auch immer du schreibst, das wird alles gebündelt. Und es wird angezeigt und vorgelesen. Das Vorlesen hat eigentlich zwei Funktionen. Das eine hat es mir ursprünglich auch mal oft geholfen, als ich allein unterwegs war, das zu hören. Ich habe einfach dem Stream zugehört und dann habe ich einfach die Frage vorgelesen bekommen. Aber auch für den Zuschauer ist es schon schön, wenn die Fragen, wenn ein passiver Zuschauer ist, der sich im Fernsehen das anschaut, wenn diese Frage wirklich einfach vorgelesen wird, damit die sich da nicht nochmal an den Fernseher bequemieren müssen und daran zoomen müssen, um das vielleicht selber zu lesen.
Ist einfach angenehmer, oder? Und dann ist das Ziel eigentlich, dass da auch eine Reaktion darauf folgt. Ich habe auch deinen Kommentar im Replay gesehen dann. Während des Streams ist Untergang, wie auch viele andere Kommentare. Das hat mit den technischen Schwierigkeiten zu tun gehabt. Wir waren sehr abgelenkt von anderen Sachen und konnten dann halt leider nicht auf die Kommentare eingehen. Und deswegen hat sich da auch kein Dialog entwickelt. Oft ist es so, wenn jemand etwas reinschreibt, eine Frage hat, dann entwickelt sich so ein Gespräch sozusagen. Und natürlich ist es so, wenn dann sehr viele Zuschauer dann parallel schauen. Ziel ist ja schon, dass die Zuschauerzahl wächst, dass auch der Chat sehr voll wird unter Umständen. Aber dann ist es auch kein Problem. Man kann jetzt mit dem aktuellen Setup einfach sagen, man moderiert jetzt auch den Chat.
Es wird nichts mehr vorgelesen, sondern es wird manuell von einer Person ausgewählt. Okay, das ist eine interessante Frage. Die wird jetzt eingeblendet und vorgelesen. Das heißt, das ist alles technisch möglich, aber braucht definitiv auch eine Person, die dann nur das macht. Das ist jetzt wirklich so.
Das ist jetzt, was dann der Regisseur, Moderator, wer auch immer das entsprechend steuert. Wäre es denn auch möglich, von deinem System her, einem Piloten, der in der Luft ist, eine Frage zu stellen? Also gibt es diesen Rückkanal, dass der im Grunde, den in irgendeiner Weise meine Frage erreicht und er dann im Livestream aus der Luft kommentieren kann, also sagen kann, hey, wieso bist du da jetzt nicht weiter aufgedreht oder sowas. Und dann kann ich diese Frage dem stellen. Der hört das dann und könnte dann im Livestream sagen, ja, was ihr vielleicht nicht gesehen habt, hier ist, keine Ahnung was, da ist gerade ein Rettungseinsatz von oder ihr seht nicht, da ist der Luftraum, aber ich darf nicht höher als 2,9 oder was auch immer.
Das ist auf jeden Fall eine super Sache, vom Ansatz her. Und wäre auch so mein Wunsch, dass das möglich wäre. Allerdings ist das wirklich dann die Pilotenkomponente, sage ich mal. Ich bin jetzt immer im Austausch. Ich frage die Leute, die am Wettkampf teilnehmen. Und die streamen. Wie kann man es am besten machen? Ich habe noch keine finale Lösung. Zwischendurch kann man so ein Feedback, man könnte die Fragen sammeln und dann zum Beispiel am Startplatz dann die Leute damit konfrontieren. Weil am Startplatz ist, je nachdem, je nach Wetter, je nach Wind, ein bisschen Zeit. Da kann man mal mit den Leuten reden. Und in der Luft ist das so eine Sache. Man bräuchte dann einen separaten Kommunikationskanal. Und die Leute müssten dafür offen sein.
So etwas entgegenzunehmen.
Aktuell ist es eigentlich so, das war auch vom Ansatz her, wusste ich immer, wenn die Leute einen Wettkampf machen, ist der Fokus Wettkampf. Man muss auch beim Fliegen vieles beachten. Und da möchte man jetzt nicht unbedingt noch viele Sachen nebenbei laufen haben. Da warte ich noch auf ein paar Lösungsvorschläge von den teilnehmenden Wettkampfpiloten. Wie sie sich das vorstellen. Wie es laufen könnte.
Also das Ideale wäre, wenn sie selber dem Stream zuhören. Was du ja beim
Fliegen wahrscheinlich nicht so Lust hast, dich ständig mit anderen Sachen ablenken zu lassen. Also gerade, wie du das gerade selber schon sagst, im Wettbewerb bist du auf etwas anderes fokussiert, als da jetzt zu überlegen, was irgendein Mensch vor dem Bildschirm einen blöden Kommentar oder eine blöde Frage da geäußert hat.
Genau. Aber ich persönlich habe es so gemacht. Ich habe auch so Kopfhörer im Handy. Ich habe auch Helme eingebaut. Und ich höre das im Hintergrund ein bisschen, den Stream. Und ich habe es für mich selber mal so gehandelt, wenn ich jetzt irgendwie gerade am Vorbereiten bin, vorm Start oder wenn in der Luft irgendwie eine anspruchsvolle Situation ist, dass ich einfach das ignoriere. Das heißt, da können die Leute noch so viel schreiben. Da werde ich nicht drauf eingehen, oder?
Und ja, bisher haben die Leute das auch so akzeptiert. Die können es dann schon verstehen. Und dann sage ich manchmal. Ah, jetzt ist hier wieder. Gerade ein bisschen entspannter. Ich habe euch gerade nicht so zugehört. Vielleicht könnt ihr nochmal eine Frage wiederholen, wenn ihr eine hattet. So habe ich das persönlich bisher gehandhabt.
Was man ja theoretisch auch machen könnte, ist, dass du Leute mitfliegen lässt, die aber nicht im Wettbewerb mitfliegen, sondern quasi fliegende Kommentatoren, die dann auch ihre Live -Kamera haben, die dann auch wissen Okay, ich muss jetzt nicht zwingend da hinten ins Leerein fliegen, weil ich noch weiterkommen muss, sondern ich halte mich halt hier auf. Ja. Kann aber diese entsprechenden Bilder liefern und weiß auch, worum es dann geht und damit dann halt live aus der Luft gewissermaßen kommentieren und vielleicht auch, gerade wenn du so längere Tasks hast, wie so ein PWC oder sowas, dass Leute große Teile der Strecke mitfliegen. Vielleicht warten. Die Leute sollen vom Turnpoint da hinten zurückkommen, wo es vielleicht das Risiko abzusitzen relativ groß ist, wo man mal sagen kann, da fliege ich jetzt nicht hin.
Ich bleibe hier an der sicheren hohen Stelle. Aber kann. Und dann habe das ganze Rennen gewissermaßen im Blick und kann dann halt von von erhobener Stelle dann meine Kommentare abgeben.
Ja, das sehe ich mehr so als Kompromisslösung, ehrlich gesagt, oder als ergänzende Lösung. Also diese fliegenden Reporter gibt es ja bereits auf der PWC. Die haben Leute, die machen ein kurzes Video, stellen kurz eine Story rein oder teilen kurz das Video, gehen ein kurzes Update, machen Videos und Fotos aus der Luft. Und die Leute können definitiv auch das Livestreamen und die könnten eventuell auch Rede und Antwort stehen. Aber ich glaube, das Spannende als Zuschauer ist immer noch wirklich, dann den einzelnen Wettkampfpiloten selbst zuzuschauen. Wo sind sie gerade? Wenn sie zum Beispiel gerade flach irgendwo rüberfliegen oder gerade Turbulenzen haben, ist es halt spannend, genau das zu sehen. Also ich persönlich, ich bin natürlich etwas subjektiv geprägt.
Aber jetzt beim Paralympic World Cup in Alkotopien. Und alles in Spanien fand ich das super spannend, als dann der Gavin da wirklich lange an den Hängen so lang geflogen ist, so 50 Meter über dem Boden ungefähr. Ja,
der ist in einem Tag sehr tief gekommen und musste versuchen, sich da wieder rauszuretten, ne?
Genau, ja. Und dann, ja, habe ich schon damit gefiebert. Und dann aber auch schön, da ist er da über so einen Bauerngölf geflogen, wo da die Hunde rumlaufen, ganz aufgeregt. Und er hat so ein bisschen, hat da seine Kreise gedreht. Also das fand ich visuell spannend, einfach mehr von der Landschaft zu sehen. Aber ich fand es auch zum Mitfiebern spannend, ja. Für ihn, weiß ich, war es definitiv natürlich stressig und keine so tolle Sache. Aber ja, genau das fehlt dann, wenn dann eigentlich nur so ein Kommentator aus der Entfernung ein bisschen das Geschehen einfängt. Aber ich sehe das eher als ergänzende Sache an, ja.
Du nutzt bei Paragliding Live verschiedenste Plattformen. Also man kann es jetzt nicht nur bei YouTube gucken, wie ich das da gemacht habe, sondern du hast auch noch Kik, Twitch, Instagram, Facebook, X und so. Warum nimmst du so einen Multiplattform -Ansatz? Das macht doch alles nur noch komplizierter, oder nicht?
Im Kern ist eigentlich die größte Herausforderung erstmal, den Stream so herzubekommen. Das heißt wirklich, die einzelnen Videoaufnahmen von den Leuten zu haben, das zu kommentieren. Und ein paar Sachen einzublenden, das ist die größte Herausforderung. Und das dann an verschiedene Plattformen weiterzuleiten, ist nicht mehr so die große Aufgabe. Aktuell würde ich sagen, dauert es 20 Minuten vielleicht so beim Streamstart, um das so alles einzurichten. Weil jede Plattform hat so ein bisschen ihre eigenen Bedürfnisse, um es so zu sagen. Aber im Vergleich zu dem ganzen Aufwand drumherum ist das wirklich gering. Und man kann dadurch viel mehr Leute ansprechen. Ich habe es auch gemerkt bei Leuten, die dann reinschreiben in die Chats.
Zum Beispiel auch bei Berlin Fly und Ticino hat dann der eine reingeschrieben, das war der Sohn von einem Teilnehmer. Der hat dann reingechattet. Und dann gab es aber wiederum auf YouTube zum Beispiel, wo dann die Mutter von einer Teilnehmerin reingeschrieben hat. Und da sieht man auch, das ist zum Teil eine Generationensache. Aber zum Teil sind die Leute auch gewissen Plattformen recht treu. Auch Facebook. Für mich persönlich ist Facebook eigentlich wie ausgestorben. Aber man sollte es nicht unterschätzen, Facebook ist tatsächlich noch sehr aktiv. Aber es sind halt wie so Bubbles, es sind so andere Leute.
Andere Regionen manchmal, es ist auch so ein regionaler Faktor. Und da ist auch noch wirklich sehr viel los. Und es ist schwierig die Leute heutzutage auf eine andere Plattform zu bringen.
Okay, das heißt du schiebst dann einfach die Bilder in alle Bubbles gewissermaßen rein.
Genau. Ich will sie zu den Leuten bringen, oder? Weil ich glaube, das ist ehrlich gesagt etwas naiv zu denken heutzutage, dass man die Leute so einfach auf eine eigene Plattform bekommen kann. Oder wenn ich sage, nur YouTube, dass alle auf YouTube hin müssen. Da gibt es auch viele Vorbehalte, Google oder Alphabete, Konzern und Daten und so weiter. So überlasse ich das den Leuten. Und ich denke bisher war euch da ganz, ganz gut. Es sind sehr unterschiedliche Personen, die man da anspricht, aber auch wirklich regional. Das ist auch nochmal ein großer Unterschied. Ob es USA ist, ob es Japan ist, Korea, Indien. Das ist sehr unterschiedlich, welche Plattformen dort gerade dominant sind. Und auch da, ich meine, wenn eine Plattform dominant ist, vielleicht 60 Prozent der Leute abdeckt, was ist mit den anderen 40 Prozent?
Lässt man die einfach dann da in Ruhe? Möchte man die nicht ansprechen? Und ich von meiner Beate her sage, technisch ist es nicht so der große Mehraufwand. Einfach raus damit und die Leute da abholen, wo sie sind. Okay. Die Bilder
sind eh schon da. Ich muss sie nur noch verschieben.
Genau, ja. Auch mit den Apps ist es ja schon so. Man hat ja inzwischen 1000 Apps. Und ich glaube, die, die, die Zurückhaltung, die steigt, sich irgendwo wieder zu registrieren und da noch zu registrieren und da wieder zu registrieren. Ich glaube, die Leute sind im Schnitt da etwas müde und sind da etwas mehr zurückhaltend. Und das würden, ich bin mir rechtlich sicher, die Leute aus der Szene, die würden das dann definitiv machen. Die sagen, ah, da ist ein Livestream. Endlich können wir dann mal live schauen. Aber also die Breite, wie gesagt, die mit dem Fliegen nichts am Hut haben oder davon gar nichts wissen, die kriegt man so schwierig, glaube ich. Genau. Ich bin ja auch kein Marketing -Experte.
Jetzt hast du gerade gesagt, dieses Verteilen ist eigentlich relativ gesehen einfach. Es muss halt ein bisschen Vorbereitung dann vor dem eigentlichen Stream haben. Das andere wäre kompliziert. Wenn ich jetzt als Pilot für dich fliegen würde. Also für den Livestream. Wenn ich im Livestream sage, ich nehme was mit, damit das, was ich sehe, dann im Livestream auftauchen kann. Was muss ich denn als Pilot, als Technik mitschleppen, damit das mit dem Livestream funktioniert? Versuch es mal kurz zu fassen, einfach so die Grundbausteine. Was muss ich alles auf dem Cockpit oder hinten drin haben?
Ja, also das absolute Minimum wäre eigentlich nur ein Handy. Allerdings empfehle ich das absolut nicht. Da sage ich lieber dann vielleicht nicht. Dann macht das lieber jemand anderes. Das heißt, meine, sage ich mal, Mindestanforderung wäre eigentlich Handy und Router.
Und dazu kommt dann noch eigentlich eine Action -Cam. Aber die Action -Cam hat sich auch herausgestellt, ist so ein bisschen optional. Es kommt darauf an, wie die Leute das befestigen wollen und wo sie es befestigen wollen. Was sich auch herausgestellt hat, ist ein riesiges Thema. Verschiedene Grundzeuge, verschiedene persönliche Präferenzen. Auch Sicherheitsaspekte, Kamera auf dem Helm zum Beispiel. Und dann auch die Submarines, die habe ich jetzt eher als negativ wahrgenommen. Nicht als Produkt, sondern mehr vom Mounting her. Beim World Cup zum Beispiel sollten eigentlich drei Leute streamen. Gut, da muss man auch sagen, zwei, das war wirklich sehr kurzfristig. Die haben dann gesagt, ja, machen wir. Aber die hatten auch Probleme, irgendwie eine Möglichkeit zu finden, das zu befestigen, die Kamera.
Das ist wirklich ein großes Thema. Und da sind jetzt sehr viele Leute dran, da mit Brainstorming da verschiedene Sachen durchzugehen. Das hat vieles so für und wider. Und gerade bei diesen Coms, da war ich mir auch nicht bewusst. Das ist ja wirklich jetzt Aerodynamik wirklich stark im Fokus. Man möchte ja nicht so viele Sachen rausstehen haben. Einige machen es, aber der Großteil möchte schon aerodynamisch unterwegs sein.
Und ja, auch Hitze ist auch immer so ein Thema. Das heißt, wenn ich zum Beispiel ganze Hardware jetzt da in die Submarine, in die
Hülle reinpacke, dann wird es zu heiß. Wie heißt du
das eigentlich, wenn man jetzt mal nicht das Produkt so spezifisch hervorheben möchte? Wie heißen diese Gurtsäuge jetzt? Diese neuen, komplett geschlossenen?
Ich glaube, das heißt Submarine. Keine Ahnung, die aufgeblasenen Gurtsäuge oder was auch immer.
Die Zusatz -Außenhöhlen -Gurtsäuge. Die Formel
-1 -Gurtsäuge. Nennen sie einfach Submarine, ist doch okay. Ja, okay. Und wenn man jetzt zum Beispiel die ganzen Sachen reinpackt da, es wird dann auch heiß. Und die Geräte entwickeln Wärme. Und irgendwann ist es dann zu heiß. Und dann ist es auch nicht mehr gut. Entweder ist es ein Ruckelnd oder auch kein Videofeed mehr. Das heißt, das habe ich auch unterschätzt. Ich habe auch mit diesem KOMS -Streckenflieger bisher nichts zu tun gehabt. War ja selber noch nicht so unterwegs. Und ich habe es auch selber erst beim Stream so mitbekommen, was das eigentlich ist. Und ich habe jetzt wirklich mehr diese Assoziation mit Formel -1. Das ist einfach Racing. Da geht es um Geschwindigkeit. Es geht einfach darum, 2 -3 km/h noch mal schneller zu sein als der andere. Nur einfach gut Thermik fliegen reicht da nicht.
Deswegen habe ich tatsächlich auch ein bisschen Faszination für diese Art von Fliegen entwickelt. Erst jetzt beim Zuschauen und bei den Details, die ich so erfahren habe.
Bleiben wir noch mal kurz bei der Technik. Mindestens ein Smartphone und eigentlich einen Router. Warum? Ich meine, jedes Smartphone kann von sich aus ins Internet gehen. Warum brauchst du noch ein extra Gerät dann?
Das größte Problem ist Empfang. Das ist A und O. Und deswegen gibt es da auch immer große Probleme bei Leuten, die damit anfangen. Viel Frustration. Also generell, wenn jemand in Outdoor geht, in die Berge wandern und möchte streamen oder irgendwelche anderen, gibt es so eine Szene oder die heißt IRL -Streamer. Das heißt in real life. Und die sind meistens draußen irgendwo unterwegs. Also nicht stationär an einem PC. Von zu Hause zu streamen kann heute wirklich nicht. Natürlich eigentlich jeder. Das ist sehr einfach. Da hat man keine großen Probleme damit. Aber sobald man rausgeht, sich bewegt, immer die Netzschwankungen hat, auch verschiedene Netzanbieter hat, da gibt es sehr viele Problemchen, die man dann, wie ich es am Anfang mal angesprochen hatte, versucht mit Hardware zu kompensieren.
Und genau ganz ohne ging es jetzt auch nicht. Aber statt da tausend Sachen zu haben, habe ich es jetzt reduziert auf, sage ich mal, das Handy und den Router. Der Router hat auch nochmal selber eine SIM -Karte drin und liefert nochmal ein extra Signal. Und das wird auch gebündelt zusammen mit dem Signal vom Handy. Viele vielleicht dann auch, naja, warum machst du nicht einfach zwei, drei SIM -Karten in ein Handy rein? Das gibt es ja auch, kann man auch machen. Allerdings ist das nicht das Gleiche. Wenn man jetzt zwei, drei SIM -Karten in einem Handy drin hat, wird das Handy immer auswählen, eine von diesen drei SIM -Karten. Immer nur eine Datenverbindung nehmen. Und das niemals bündeln. Das heißt, es kann helfen, wenn jetzt in einer Region nur ein Netzanbieter vorhanden ist und in einer anderen Region ein anderer.
Das heißt, da wechselt das Handy dann schon. Aber wenn man zwar immer irgendein Anbieter vorhanden ist, aber ein schlechter Empfang da ist, dann bringt das auch nicht mehr so viel. Weil wie gesagt immer nur eine SIM -Karte aktiv die Daten nutzt. Und dazu brauchst du dann mindestens, das ist jetzt meine Erfahrung, zwei SIM -Karten. Das ist so für mich das Minimum. In einigen Regionen, auch zum Beispiel in Alcatraz in Spanien hat es sich gezeigt, da braucht man locker drei bis vier SIM -Karten. Das heißt, wir hatten am meisten dort Signal gehabt. Kann man jetzt so als positiv sehen. Aber wirklich konstant sehr, sehr schlechte Übertragungsraten. Das heißt auch viel 3G auch noch. Und das ist schon ein Erfolg. Jetzt mit dem jetzigen Setup braucht es nur 500 Kilobit pro Sekunde.
Damit so ein brauchbares Video entsteht. Es sieht nicht schön aus, aber man kann es gebrauchen. Man sieht immer noch Himmel, Erde.
Blauer Flatsche oben,
grüner Flatsche unten.
Ja, ein bisschen mehr schon. Also es ist schon die Herausforderung und sehr viel tiefer geht es nicht. Da kann man jetzt noch so lange dran rumtüften, damit 50 oder 100 Kilobit da was herzukriegen. Ein Video. Das muss man jetzt glaube ich nicht weiter verfolgen. 500 Kilobit ist schon wirklich ein Erfolg.
Und Ziel ist es wirklich an einer Datenrate zu arbeiten. Und dafür braucht es mehr SIM -Karten und das heißt auch mehr Geräte. Genau. Und der Router hat auch noch eine zusätzliche Funktion. Er macht ein lokales Netzwerk. Das heißt zum Beispiel die Action Cam, die geht über diesen Router an das Handy. Und das Handy verarbeitet die Daten, macht es effizienter durch Video -Encoding. Auch ein anderes Protokoll. Und schickt es dann über den Router. Ja, eigentlich ist es parallel. Schickt sozusagen das Handy und der Router zusammen das Signal an die Server.
Also schon viel technisches Zeug, was dann dort hinter läuft. Und letzten Endes trotzdem dann doch einiges, was ich als Pilot mitschleppen muss. Also zumindest mein Handy, vielleicht die Action Cam und den Router dann eben. Und das muss ich irgendwo dann unterbringen. Genau.
Also grob sagen wir mal 500 Gramm. Sagen wir mal so. Ich sage immer so, man kann vielleicht bei der Powerbank auch ein bisschen sparen. Oder man muss zumindest keine zusätzliche mitnehmen. Aber der Router, der läuft sehr effizient. Der hat seinen eigenen Akku drin. Und der läuft über 10 Stunden durch. Das heißt, man kann auch sein eigenes Equipment damit verbinden. Und dann sparen die wiederum Strom. Weil tatsächlich die Mobilfunkverbindung am meisten Strom braucht. Das Display auch noch viel. Genau. Das heißt natürlich, es ist ein Nachteil. Das ist ganz klar so. Vor allem auch beim Hikenfly. Bei Comp, das ist ja das Schöne. Aber denen ist es egal. Die haben meistens sowieso Ballast dabei. 10, 15, 20 Kilo. Da war das Gewicht eigentlich gar kein Thema.
Sondern wirklich nur die Befestigungsmöglichkeiten. Aber Hikenfly ist natürlich super kritisch. Und es geht dann immer darum, auch irgendwie einen Kompromiss zu finden. Aktuell ist es halt so auf freiwilliger Basis. Das heißt, die Leute, die das unterstützen, die nehmen halt jetzt dann die paar Gramm extra mit. Aber haben natürlich schon einen Nachteil gegenüber anderen, die das nicht mitnehmen. Und da gibt es verschiedene Lösungen. Langfristig die offensichtlichste Lösung ist eigentlich Equipment -Pflicht. Da sagen jetzt vielleicht auch schon einige, ah, wie kann das sein? Ah, da habe ich keine Lust drauf. Aber größere Wettbewerber machen das schon. Zum Beispiel auch die Ex -Arps ist es Pflicht. So habe ich gehört. Ich hoffe, das gehört. Jeder muss eine GoPro mitnehmen.
Jeder muss das einfach dabei haben. Ob er die da nutzt oder nicht. Ich glaube, den Wunsch ist schon da, dass sie auch ein bisschen Film und Material bieten. Aber das muss einfach jeder mitnehmen. Und wenn es jeder mitnimmt, dann ist es auch kein Nachteil mehr.
Und ja, ich sehe es mehr so langfristig. Ich glaube, ich hatte schon einen großen Mehrwert. Und gerade für die Veranstaltungen, das sind Wettkämpfe. Und Wettkämpfe, es ist auch ein finanzieller Aspekt, oder? Das heißt, die wenigsten Piloten heutzutage können davon leben. Das heißt, sie müssen den Wettbewerb bezahlen. Auch das Training. Sie müssen da sehr viel Zeit und Geld investieren. Und das können sich nicht alle leisten. Wollen sich nicht alle leisten. Oder können auch nicht genügend trainieren, oder? Das sind so diese Abwägungen. Es wurde ja immer wieder diskutiert, dass Piloten aus Entwicklungs - und Schwellenländern Nachteile haben, weil sie eventuell nicht so viel zum Fliegen kommen, weil sie halt das Finanzielle nicht haben, oder? Das heißt, man braucht Freizeit und man braucht Geld dafür.
Und ich glaube, das sollte sich schon ändern. Und das erreicht man eigentlich nur durch eine größere Reichweite, dass es auch wirklich viele Leute anspricht. Und dann kann man auch ganz verschiedene Konzepte aufziehen. Und dann kann auch jeder Athlet selber für sich auch stärker werben. Und die Leute, die es nicht machen möchten, das ist ja okay. Und ich denke, es wird immer Wettbewerbe geben, die keinen Livestream haben oder die mehr so lokal sind, mehr gewürdiges Event sind. Also ich habe jetzt quasi schon beantwortet ein paar Kritiken oder ein paar Aspekte, die ich so gehört habe. Oder wenn man jetzt den ganzen Gleichstandssport so stark kommerzialisiert, das höre ich relativ oft. Aber ich sehe, ihr habt da keine Bedenken. Es wird immer verschiedene Veranstaltungen geben.
Und es gibt so viele, jedes Wochenende, nicht nur in der Schweiz. Nur die Schweiz allein hat schon so viele Veranstaltungen. Aber auch international sind so viele Sachen. Und es wird immer welche geben, die mehr ein bisschen für sich das machen und so kleine Runde, gemütliche Runde haben. Da habe ich keine Zweifel dran. Und auch die X -Ups, aus meiner Perspektive, ist es ja schon ein kommerzielles Event. Kommerziell heißt ja, weil da sind mehr Geldmengen im Umlauf, um das mal so zu sagen. Und da haben die wenigsten Leute dann irgendwie plötzlich ein Problem. Das hat sich so eingebürgert. Das ist so ein großes Highlight alle zwei Jahre. Viele Leute wollen dahin. Das ist so dieser Meilenstein. Das ist so ein Erfolg. Aber ja, das muss man sagen, in der Form ist es eigentlich nur durch mehr Gelder.
Ich darf der Veranstalter wahrscheinlich jetzt nicht so happy sein, das zu hören. Aber es ist wirklich sehr viel Marketing drum herum. Sehr viel. Ja, und deswegen gehen auch Piloten. Die kriegen ja zum Teil auch Gelder und auch Ausstattungen. Und da läuft viel. Viel mehr. Und ich glaube, davon kann man noch viel mehr machen. Wie siehst du das?
Es ist immer die Frage, wie viel Geld wo da ist, wenn du wirklich selbst bei den X -Ups guckst. Da sind wirklich vielleicht nur die Top -Piloten, die am Ende davon letzten Endes finanziell profitieren, durch nachgelagerte Selbstvermarktung, was sie damit machen. Selbst die Preisgelder, die da ausgeschüttet werden, decken bei weitem nicht das ab, was die Piloten mit ihrem ganzen Team mit fünf Leuten oder sonst was und zwei Wagen und alles, die da mitfahren, was die da alles an Kosten haben. Das ist eigentlich, also die investieren in diesen Wettbewerb selber immer noch viel rein. Und das wird, glaube ich, im Gleitschirmfliegen nicht so groß was zu holen sein. Von allem, was du mir jetzt gerade so erzählt hast, ist mir eine Idee gekommen, wo ich dachte, das ist vielleicht da, wo dein System oder der Ansatz vielleicht wirklich am besten funktionieren könnte.
Das ist eine Wettbewerbsform und das sind Accuracy -Wettbewerbe, also Ziellande -Wettbewerbe, wo du immer relativ kurze Flüge von den Piloten hast, wo du einen Zielpunkt hast, wo du eine Kamera aufstellen kannst, die den Zielpunkt betrachtet, wo man also dann immer hin - und herschalten kann. Man kann genau sehen, wo toucht denn der Fuß dann letzten Endes auf. Du hast die Pilotenperspektive vom Anflug, also die müssen dann vielleicht die GoPro oben auf dem Helm haben und die gucken dann runter und gucken, wo ist der Ziellande Wettbewerb. Du hast diesen Zielpunkt und du siehst genau, wie macht er seinen Endanflug entsprechend. Das kannst du relativ gut kommentieren. Du kannst auch noch eine Bodenkamera haben, die halt den Parallel im Endanflug zeigt und sowas. Und es passiert innerhalb relativ kurzer Zeit relativ viel. Also die Piloten, die schweben bei so Wettbewerben, bei so einem Durchgang alle Minute oder alle zwei Minuten, kommt ein neuer Pilot reingeschwebt und macht Touchdown.
Und das wäre, glaube ich, ein Format, wo das relativ gut funktioniert. Und das ist auch ein Format, von dem ich zumindest weiß, in Europa ist es nicht so populär, aber in asiatischen Ländern ist das total populär. Und dort gibt es wirklich Piloten, die damit richtig Geld verdienen. Weil das da dann sowas ist, wo die dann Autohersteller als Sponsor haben oder sonstiges was. Und da dann wirklich als Profis davon leben, dass die nur solche Ziellande -Wettbewerbe machen. Aber das nur mal ganz am Rande als kleiner Ausweg.
Ich denke, da hast du schon einen guten Punkt. Ich glaube, das ist dann auch schon interessant und ein bisschen, wie sagt man dem so schön, kurzläufiger oder so eine Schnellunterhaltung. Kurzweiliger. Kurzweiliger, genau, danke. Ja, und bei Akko ist es eine ähnliche Sache. Akko -Wettbewerbe sind auch meistens kurze Flüge, viel Action, landen wieder, fertig. Wertung und weiter geht's. Da kann man auch gut vom Boden aus festhalten. Du hast ja jetzt auch
Akko -Wettbewerbe schon......aufgegleist. Ja, die tauchen ja auch in das. Und dann haben deine Livestreams dann entsprechend auch... Haben dann wirklich auch die Piloten eine GoPro auf dem Kopf, die dann live sendet? Also wenn die dann ihre Tumblings machen oder sonst was, dann wird dir schlecht vom Zugucken, so ungefähr?
Definitiv. Also das ist auch mein Ziel. Ich komme ja nicht aus der Richtung, ich will einfach mal irgendwie Veranstaltungen livestreamen oder ich will jetzt einfach mal das livestreamen, wo es am meisten Geld gibt, wo es vielleicht am kurzweiligsten ist. Es ist ja eigentlich nicht mein... wo ich herkomme. Also der Gleitschirm ist meine Leidenschaft. Und ich möchte einfach mal den ganzen Gleitschirmsport so in der Breite so erfassen und möchte da möglichst viele verschiedene Events zeigen und was dann mehr Geld bringt und was weniger. Also mir geht es darum, dass die Kosten vielleicht dann mal gedeckt werden im nächsten Jahr. Und das sind sehr viele Kosten, die da zusammenkommen.
Und kommerziell, das ist auch so eine Definitionsfrage, ich finde kommerziell für mich ist es erst, wenn Entscheidungen getroffen werden aufgrund von irgendwelchen Sponsoren. Das heißt, da möchte ich frei bleiben. Ich möchte meine Ideen ausleben, noch viele Features mit einbauen und solange ich mich da nicht beeinflussen lasse und die Kosten damit decke, sollte das so passen. Und kann sein, dass vielleicht die eine Rubrik ein bisschen mehr Geld reinbringt als eine andere, aber das ist mir dann eigentlich egal. Ich finde das Bunte sozusagen der einzelnen Disziplinen wirklich spannend. Und da habe ich auch noch mehr entdeckt. Auch der Security genau habe ich auch mal in YouTube ein paar Mal gesehen. Dachte ich, krass, hatte ich jetzt hier in der Schweiz noch gar nicht so mitbekommen. Die haben auch diese Plattformen dann, die schon automatisch erfassen auf einen Zentimeter glaube ich genau.
Würde ich auch ganz gerne mal testen. Ja, also das ist eigentlich nicht das Ziel, das so auszuwählen, oder? Und beim Acro ist wichtig, dass auch diese Ego -Perspektive reinkommt eigentlich. Das ist so das, was ich spannend finde. Wirklich das Video von den Leuten zu zeigen, aus der Ich -Perspektive. Und das ist eigentlich für mich auch für Acro zentral. Ich meine, Acro wurde bisher auch schon gestreamt, aber halt bis jetzt mit der Bodenkamera, wo du dann siehst, wie Leute da oben ihre Dinger machen.
Aber ich denke, es ist nochmal schön, wenn man auch diesen Aspekt reinbringt aus der Ich -Perspektive. Aktuell ist es dann so, dass die Actioncam auf dem Helm ist. Da haben die Acro -Piloten kein Problem damit. Und die ist ein bisschen nach oben ausgerichtet mit Fischauge, dass man wirklich auch den kompletten Schirm sieht. Und ja, wenn da Leute Schwindelgefühle bekommen, können sie auch wegschauen oder dann mal bei einem Hike -and -Fly -Rennen einschalten. Ja, das wird sich dann zeigen. Aber das möchte ich eigentlich liefern. Ich möchte die Ich -Perspektive reinbringen. Und das ist auch eigentlich noch so spannend in anderen Sportarten. Da kann man auch alles machen. Und ich sage den Leuten immer, ey, wenn ihr das machen wollt, bitte, ich sage euch so grob, was ihr so machen könnt, damit es gut wird.
Also von der technischen Seite her. Und dann können sie Wakeboarding oder Trailrunning, was auch immer streamen. Ich für mich wurde ja auch öfters gefragt, will ich nicht doch das für das und das dann auch machen? Da habe ich gesagt, nein. Also erstens ist gleich schon Sport schon riesig. Für so viele Sachen. Und zweitens ist wieder das meine Leidenschaft. Und wenn ich die Leidenschaft nicht hätte, also wenn ich jetzt einfach Wakeboarding streamen würde, das wäre wirklich mehr für mich einfach nur ein Job, oder? Also ich habe keine Verbindung mit Wakeboarding. Kann damit nichts anfangen. Die technische Komponente würde mich vielleicht ein bisschen reizen, aber es wird wahrscheinlich sehr ähnlich sein, wie das Setup zum Gleitschuhfliegen.
So ein Livestream kostet ja auch Geld, beziehungsweise zumindest die Technik erstmal auch, die du dafür alles brauchst, die kostet auch Geld. Genau, ja. Wie machst du das denn bisher? Also du gibst den Piloten ein Handy mit, eine Actioncam mit, einen Router mit, und sagst, geh jetzt bitte damit fliegen. Du kriegst das von mir gestellt. Hast du das alles vorfinanziert? Also gehst du da voll ins Risiko, weil du sagst, ich habe Spaß da dran?
Ja, also Risiko vielleicht jetzt weniger, aber ich habe halt einen Vollzeitjob. Damit verdiene ich was. Und das stecke ich jetzt schon seit sehr langer Zeit da rein. Das heißt, ich kaufe mir die Sachen immer so ein Stückchen weiter zu, was gerade an Geld verfügbar ist, um das so zu sagen. Risiko vielleicht eher langfristig, oder? Das heißt, es wäre natürlich schon schön, wenn ich, das klingt gerade blöd, aber Altersvorsorge, wenn ich die dann irgendwann wieder weiterführe, privat vorzusorgen und vielleicht noch ein paar Sachen zu machen. Ich habe auch eine kleine Tochter, an ihr möchte ich jetzt auch nicht unbedingt sparen. Das heißt, ist natürlich aktuell schon so ein kleiner,
wie soll ich sagen, Schmerz, das weiß ich nicht ganz richtig, aber finanziell tut es vielleicht schon ein bisschen weh aktuell. Aber ich habe das so gesagt, dieses Jahr möchte ich das skalieren, ich möchte es größer machen, ich möchte es so machen, dass es auch ansprechend ist. Also auch für mich so mein perfektionistisches Inneres ein bisschen befriedigen, dass es wirklich solide wird, die Sachen. Aber ab nächstem Jahr bin ich mir, ja, das ist 100 Prozent, das muss gedeckt werden, die Kosten. Ich kann nicht so weitermachen und immer das ganze Geld da rauskicken. Also Paragliding live kann nicht einfach nur ein
super teures Hobby bleiben für dich, so gesehen. Nein. Wie glaubst du denn, kann man damit irgendwann Geld verdienen? Wird da Werbung eingeblendet in den Livestream oder glaubst du, du kriegst irgendwelche Veranstalter dazu, dass die sagen, pass mal auf für deine Livestream -Leistung, dass du das bringst. Wir hier pro Veranstalter, Event kostet dann halt, du kriegst hier keine Ahnung. 2.000 Euro oder sowas. Dafür, dass du den Livestream da organisierst und dann kümmerst du dich halt um den Rest und sagst dann unterm Schnitt, unterm Strich irgendwie bleibt dann letzten Endes doch noch was bei mir übrig. Also hast du da schon Vorstellungen, wie sowas, wie heißt das so schön, monetarisiert werden kann?
Definitiv habe ich mir mal Gedanken gemacht, weil ich weiß, dass es so nicht weitergehen kann. Und es wird ja auch teurer. Das heißt, je mehr Piloten, desto teurer und je mehr verschiedene Events, desto teurer. Und ich habe aktuell den Ansatz, dass ich verschiedene Disziplinen mit ihrer eigenen Hardware ausrüste. Das heißt jetzt für die Acro World Tour, die kriegen halt die Hardware jetzt gestellt und damit reisen sie rum. Das heißt, die Hardware ist dafür weg, also so ein Hardware -Pool. Und auch für die einzelnen Länder, das heißt jetzt, sei es die USA oder Norwegen, es sind jetzt verschiedene Ländergruppen, die kriegen auch einen festen Hardware -Pool. Das heißt, wenn man in jedem Land das dann halt skaliert, mehr Piloten live sehen möchte, kann ich das einfach gar nicht finanzieren.
Und da habe ich natürlich Gedanken gemacht und einen Ansatz am naheliegendsten ist eigentlich Crowdfunding. Das heißt, Crowdfunding wird starten. Das ist noch am Einrichten. Und das möchte ich aber auch ein bisschen anders gestalten. Das heißt, ich möchte das auf der eigenen Webseite machen, nicht über eine andere Plattform gehen. Aber man muss das sowieso selbst publizieren und selbst dafür Werbung machen, dass es dieses Projekt gibt. Da bringt diese Plattform nicht viel. Da kommen jetzt nicht plötzlich Leute und suchen da irgendwo ein Projekt, wo sie Geld reingeben können. Deswegen auf die eigene Webseite. Und dann möchte ich das jetzt auch gliedern in verschiedene Aspekte. Das heißt, die Leute, die das Projekt geil finden und sagen, okay, das möchte ich fördern und ich möchte, dass hier und da noch mehr Content entsteht,
dann können sie sagen, okay, hier für die USA möchte ich noch Pilot 2345 haben. Oder hier für Italien möchte ich noch diesen Wettbewerb haben. Oder ich möchte den professionellen Kommentatoren haben. Denn jetzt auch die Leute, die zum Beispiel kommentieren, gerade die, die sich gut auskennen, die leben zum Teil ein bisschen davon. Die machen das auch nicht lange freiwillig mit. Zum Teil machen die das jetzt schon ein bisschen auf freiwilligen Basis. Aber ja, wie auch mittelfristig, muss man denen auch etwas geben oder zumindest die Unkosten, damit man auch diese Leute dafür reservieren kann. Und so möchte ich das gliedern in ganz verschiedene Aspekte. Auch Serverinfrastruktur ist ja auch ein Thema, auch die IT. Auch da sind viele Leute im Hintergrund, die viel Arbeitszeit schon investiert haben,
offene, dass es kompensiert wird. Oder das heißt vielleicht, dass ich sie mal auf einen Kaffee einlade oder Mittagessen. Das ist aktuell so ein bisschen das Niveau. Oder der Silvan, der hat jetzt aktuell mit am meisten mitgeholfen bei dem ganzen Projekt. Da habe ich jetzt die Übernachtung mal bezahlt. Das haben wir dann nicht in Anspruch genommen. Das war ein anderes Thema.
Ja, aber das heißt, nur auf freiwilligen Basis ist es schwierig, dass das Projekt solide wird und dass es interessanter Inhalt wird zum Anschauen. Und das muss zumindest irgendwo halt gedeckt werden. Und dann können die Leute halt selber aussuchen, wo sie da ihr Geld geben möchten. Vielleicht auch wollen die einen, dass es eher Marketing gibt. Es gibt auch Leute, die sagen, ach, ich habe davon noch nie etwas gehört.
Ich möchte da nicht mehr. Ja, man kann da schon mehr machen. Aber das ist auch ein finanzieller Aspekt wieder. Und die Leute, die sagen, okay, es braucht jetzt einfach mal ein bisschen mehr Streuung. Du kannst auch sagen, ich gebe hier 10 Euro, damit dir das in die Werbung geht.
Ja, es ist ein finanzieller Aspekt, aber auch ein zeitlicher Aspekt. Apropos Zeit. Wie viel Zeit investierst du in dieses Projekt? Du hast gesagt, du hast einen Vollzeitjob. Bist du dann jedes Wochenende, sitzt du dann nur am Rechner und programmierst und baust irgendwelche Hardware zusammen beziehungsweise testest das durch, dass du das dann sonst wohin schicken kannst zum Acro World Cup, dass du sagst, hier habt ihr die richtigen Setups von Handy, Kamera und Router und so weiter?
Ja. Also aktuell ist es einfach, meine gesamte Freizeit nimmt das an. Das heißt, am Abend nach der Arbeit, an den Wochenenden sowieso, in jedem Moment, auch wenn ich halt mal draußen bin, mit der Familie unterwegs bin, habe ich auch immer wieder live gestreamt. Ob es jetzt mit dem Tretboot ist, auf dem Zürchersee und so weiter. Nicht, weil es spannend ist, sondern einfach, weil ich wieder technisch was testen möchte. Da muss ich mal auch ein bisschen abwägen mit den Leuten, die um mich herum sind. Wie viel kann ich denen zumuten? Weil ich bin natürlich schon ein bisschen abgelenkt auch. Ja, muss ich natürlich dann auch ein bisschen verteilen und die Aufgaben ein bisschen aufteilen. Das klappt inzwischen. Ich habe jetzt ja inzwischen, ich kenne ja noch mehr Leute, ein paar Aufgaben kann ich immer wieder auch mal weitergeben.
Aber auch beim finanziellen Aspekt, das ist schon auch ein Thema,
Crowdfunding eigentlich als eine Sache, aber für nächstes Jahr auch Werbung mit. Das heißt, ich habe es dir zum Teil gezeigt, dass hier zum Beispiel auch die Piloten selber zeigen können, ich werde hier von dem und dem Hersteller oder Unternehmen gesponsert und das wird dann bei dem Lower Third, in ihrem Profil mit eingeblendet. Und auch bei Veranstaltungen habe ich immer gesagt, die Veranstaltungen können auch sagen, die wollen da irgendwie Werbung zwischendurch einblenden. Bei acht Stunden Livestream ist immer wieder mal Zeit. Da
ist vielleicht Werbung sogar eine willkommene Abwechslung zwischendurch.
Genau, ich persönlich fände das auch gut, wenn man da mal neue Innovationen sogar mal präsentiert bekommt. Also ich sehe es da sehr entspannt und das ist definitiv auch gut. Und ich habe gesagt den Veranstaltern, die selber Werbepartner haben, können sie die einblenden und das Geld soll an die Veranstalter gehen und nicht an mich.
Werbung für die Plattform wird dann sozusagen kombiniert mit der Werbung von Veranstaltern. Aber ich würde immer schauen, dass es so im Raum bleibt, dass es nicht überblinkt und alles überdeckt wird oder Werbung eingeblendet wird in den spannendsten Momenten. Also das ist nicht mein Ziel. Das Ziel ist es, dass das Projekt läuft, dass es mehr Abwechslung reinkommt und dass die Kosten getragen werden.
Du hast vorhin gesagt, Gleitschirmfliegen ist deine Leidenschaft. Aber bei all dem, was du da jetzt machst, du hast einen Job, du hast eine Familie, du hast diese Plattform, die du in aller deiner Freizeit immer nach vorne bringst, wie viel kommst du selbst noch zum Fliegen?
Ja, etwas weniger aktuell. Da ist ja auch schon so ein Abwägen. Und ja, auch beim Engelberg Cup wäre ich auch gerne dabei gewesen
und wäre mitgelaufen, mitgeflogen.
Ja, und das ist aktuell schon so ein Kompromiss. Zum einen dieses Livestreamen. Ich bin da Feuer und Flamme. Ich habe viele Ansprüche. Es hat noch viel Arbeit dazu zu tun. Ich möchte es voranbringen. Und zwischendurch möchte ich auch mal fliegen gehen. Ja, und dann versuche ich das, um mir manchmal mal Zeit zu nehmen dafür. Letztens war ich einfach im Zugerberg. Der ist hier gleich um die Ecke. Ich habe es genossen. War offline, ohne irgendwelches Equipment. Einfach ohne irgendwelche Sachen. Einfach mal fliegen gehen. War super. Das ist aber selten, dass du
fliegen gehst, ohne irgendwas mitzunehmen.
Also meistens nutze ich die Gelegenheit schon, um auch solche Sachen wieder zu testen. Das ist so. Aber das ist dann auch meistens okay. Aber zwischendurch mal einen Flug komplett ohne irgendwelche Sachen. Ist auch sehr schön. Aber ich weiß nicht, vielleicht wertschätze ich das ja dann auch umso mehr. Also ich fand es doch wirklich sehr befreiend. Letztens da mal ohne irgendwas zu fliegen. Hätte ich es sonst vielleicht nicht so wertgeschätzt. Aber ich habe da Ziele. Und ich denke, meine fliegerischen Ziele müssen jetzt erstmal ein bisschen zurückhalten. Und ich denke mittelfristig, dass ich vielleicht hier und da dann wieder ein bisschen mehr fliegen kann. Wenn sich ein paar Sachen, wenn die ein paar mehr Sachen von alleine laufen.
Ja. Wenn jetzt das Nichtfliegen vielleicht Frustmomente manchmal erzeugen kann, weil man sagt, ich wäre jetzt gerne und ich sitze jetzt hier vorm Rechner und muss das halt machen. Gleichzeitig ist es das Projekt, was du auch nach vorne bringen willst. Was ist denn so emotional das, was du dann sagen würdest, das war aus dieser ganzen Livestreamings, die du schon gemacht hast und wo du dabei warst. Gibt es da sowas, wo du sagst, da hast du, das war so ein richtiges emotionales Highlight für dich? Wo du sagst, genau so habe ich mir das vorgestellt.
Ja, genau. Also in der Tat ist es meistens bisher sehr viel Frustration. Ich bin auch ständig an Sachen noch ändern und Sachen mal wieder komplett beiseite werfen und mal was ganz anderes wieder machen. Aus technischen Gründen. Es hat gute Gründe, wenn ich Sachen wirklich über den Haufen werfe. Aber ja, es gab die Momente. Da waren so kleine Lichtblicke. Das war zum einen Grindelwald Cup. Da waren ja vier Live -Piloten da. War auch Frustration, weil bei den einen war es dann plötzlich wieder weg. Aber jetzt zum Beispiel beim Start hat der Matthias gerade da den Live -Feed gegeben, wie er sich vorbereitet auf seinen Start. Und in dem Moment sehe ich dann gerade ah, da ist der Taku, ein Japaner, der auch ausgestattet war mit dem Live -Equipment.
Am Starten. Er läuft los und geht fliegen. Und genau in dem Moment habe ich dann umgeschaltet von der Perspektive, dass er quasi den Schirm hochgezogen hat und dann in seiner Ich -Perspektive, wie er dann mit den Füßen den Boden verloren hat oder losgeflogen ist. Da fand ich, ah, genau so. Das ist schön.
Diese Regie, dass man diese Video -Feeds hat und das so kombinieren kann. Ja, auch wie beim World Cup. Dieser Moment, wo jemand am Boden langkratzt und sich versucht zu halten, fand ich auch ein spannender Moment. Ich hätte da gerne noch den Puls gesehen. Aber das ist, wie gesagt, noch nicht für andere Piloten eingerichtet.
Marco, ich denke, dass die Leute, die bis hierhin zugehört haben, jetzt zumindest ein bisschen Eindruck bekommen haben, worum es bei Paragliding Live geht und vor allem aber auch einen Eindruck bekommen haben, wie viel da drin steckt, sowas überhaupt aufzubauen. Also auch wie viel an Herzblut und letzten Endes auch Geld von dir jetzt erstmal da drin steckt, um so eine Idee und so eine Vision und so einen Traum irgendwie zu realisieren. Ich drücke dir die Daumen, dass das alles so weitergeht, dass du irgendwann sagst, ah, das waren nicht einfach nur verlorene Jahre, wo ich nicht fliegen war, sondern immer vor dem Rechner saßt und dann irgendwann sagen kannst, hey, das funktioniert jetzt so, die Idee ist aufgegangen, die Szene hat das aufgenommen, die Veranstalter wollen das jetzt auch und irgendwann sieht man dann an sehr vielen verschiedenen Veranstaltungen, dass sowas letzten Endes läuft.
Bin mal gespannt, ob es dahin kommt, aber ich drücke die Daumen und vielleicht warst du ja wirklich irgendwann einmal so der Pionier des Paragliding Livestreams, wo dann die Leute wissen, das hat doch damals der Marco gestartet und in zehn Jahren läuft es mit KI, Kommentar und sonst was alles, was da so alles noch vielleicht passieren kann. Danke dir.
Ja, genau, vielen Dank. Ich bin da wirklich froh und mutig und auch genau deswegen mache ich ja auch weiter trotz den ganzen einzelnen Frustrationen. Aber ich glaube dran und das wird eine schöne Sache werden. Super. Gut, danke dir Lucia für das Gespräch.
Das war die Episode 163 von Podz-Glidz. Wenn du selbst mal so einen Livestream verfolgen möchtest, auf der Website paraglidinglive.com sind alle kommenden Sendetermine aufgelistet. Dort kannst du dich auch zu einem Newsletter anmelden, um über die Entwicklungen bei paragliding live informiert zu bleiben. Wenn dir diese Episode gefallen hat, dann empfehle Podz-Glidz doch weiter. Erzähle deinen Fliegerfreunden davon oder schreib einen Kommentar auf Fluglite, Soundcloud, Spotify, iTunes oder wo auch immer du den Podcast hörst. Und wenn du mir persönlich etwas Gutes tun willst, dann werde doch der Förderer von Podz-Glidz und Fluglites. Als freier Journalist stecke ich viel Zeit, Arbeit und auch Kosten in diese Projekte.
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