Wir haben schon gemerkt, dass diese Art von Motivation dann auch die Leute dazu bewegt, einfach mehr Abenteuer zu erleben oder auch Dinge, die sonst halt einfach nicht stattgefunden haben. Und so ist es, also diese Gamification, also das spielerische Reinbringen ins Fliegen, soll das Ganze nicht die Seriosität nehmen, sondern einfach motivieren, rauszugehen.
Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast.
Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.
Heute mit Bernhard Fercher und ich bin Lucian Haas. Es gibt so unterschiedliche Fliegertypen. Für die einen ist Airtime alles. Sie hängen sich stundenlang wie festgenagelt am Prallhang in den Talwind. Hauptsache, sie haben keinen Boden unter den Füßen. Andere wiederum haben nur die XC -Punkte im Blick, gehen ständig auf Strecke, auch wenn sie dabei das immergleiche Dreieck zum x -ten Mal abbreiten. Und dann gibt es diese Pilotinnen und Piloten, die es irgendwie in die Lüfte treibt. Dort gondeln sie eine Weile eher ziellos umher, fallen dann irgendwann mangels Fokus aus der Thermik, stehen bald wieder am Boden, wo sie sich dann sehnsuchtsvoll in den Himmel schauend fragen, wieso bin ich eigentlich nicht weitergeflogen?
Vor allem dieser dritten beschriebenen Gruppe kann geholfen werden. Seit Anfang 2013 hat die Airtime -Gruppe sich in den Fliegen geholfen. Die Airtime -Gruppe ist eine der wichtigsten W multiplyin der Welt. Sie heißt der Easter Egg, bzw. das ist eine kleine eine, die man machen kann, die einen so auffordert, dass sie sich in den Raum gehalten fühlen kann. Das heißt, die Airtime -Gruppe ist eine sehr einfache und sehr schnelle, leise und sehr Segment -Challenges, Leaderboards und Trophäen auf sich hat und wie sogar ganze Clubs in dieses Spiel mit einbezogen werden können, das erzählt Bernhard Fercher in dieser 165.
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Bernhard, bist du schon mal an einem Startplatz gestanden und hattest keine Ziele mehr? Also wusstest gar nicht, wo will ich jetzt eigentlich hinfliegen?
Das passiert regelmäßig. Das heißt, man steht am Startplatz, hängt sich ein und dann macht man sich Gedanken, was mache ich heute überhaupt? Und oft startet man planlos raus oder ich starte planlos raus, fliege dann ein, zwei Stunden und dann weiß ich eigentlich nicht, soll ich jetzt landen gehen oder soll ich jetzt noch irgendwo weiterfliegen? Und das passiert schon regelmäßig, in letzter Zeit weniger, weil wir im Verein eben so eine Gipfelsammel -Challenge veranstalten und da fällt es wesentlich leichter, dann auch Ziele zu haben.
Dieses ziellose Fliegen, was ist das für ein Gefühl?
Was ist das für ein Gefühl?
Also die Frage ist ja auch, warum gehe ich fliegen? Und oft ist es dieses Gefühl, dass es mich rauszieht oder rauf zum Startplatz zieht und dann zu fliegen. Dann bin ich aber in der Luft und frage mich, was mache ich hier überhaupt? Oder wenn es dann bockige Tage sind, dann steigt man mit vier, fünf Meter pro Sekunde und es ist richtig turbulent und dann stelle ich mir schon auch oft die Frage, was mache ich überhaupt? Wäre es nicht viel schöner, da unten im Schwimmbad zu liegen? Und ohne dass ich jetzt ein Ziel habe vor Augen, dann denke ich mir auch, oder es ist oft so, dass ich mich nicht mehr in die Luft ziehe. Und dann ist es auch so, dass ich gehe landen, bin dann unten in der Nähe von einem Schwimmbad und denke mir, warum bin ich eigentlich nicht mehr da oben bei den anderen?
Und das ist dann irgendwie so auch ärgerlich. Und dann freut man sich auch schon wieder auf den nächsten Flug, wenn man eventuell besser plant oder auch sich sicher Ziel setzt, dass man motiviert ist, dran zu bleiben, wo man sich ja eigentlich auch sicher fühlen kann, aber in so einem runterziehtem, auf dem Fliegen. Auf dem Boden irgendwie gedanklich. Aber ich glaube, Ziele helfen dann schon, dass man durchbeißt, dass man sich durchschütteln lässt, dass man das auch viel mehr genießen kann.
Was bist du für so ein Gleitschirmflieger -Typ? Bist du der Streckenflieger oder wonach suchst du? Oder was für Ziele suchst du in der Luft? Ich glaube, das hat sich über die
Geschichte etwas entwickelt. Also ich fliege ja schon sehr lange. Ich habe 2008
eine Gleitschirmlizenz in Pinzgau gemacht. Und da war ich relativ schnell sehr motiviert, weil bei mir im Verein in Viergen in Osttirol, das sind sehr ambitionierte Streckenflieger. Alois Riesinger zum Beispiel, der hat auch schon österreichische Streckenflug -Staatsmeisterschaft gewonnen und sind auch einige dabei, die über 300 Kilometer mittlerweile geflogen sind. Und da waren die Ambitionen sehr hoch. Das heißt, nach meinem ersten Flugjahr mit einem B -Schirm oder Low -B -Schirm, bin ich gleich aufgestiegen in die C -Klasse. Im Nachhinein sehr unvernünftig. Habe ja auch schnell gemerkt, dass das sehr unvernünftig ist. Aber da waren meine Ambitionen schon Streckenfliegen. Also je weiter, desto besser. Und damals waren 100 Kilometer auch noch weit.
Also ich habe auch sehr schnell Erfolge gefeiert in der Hinsicht. War dann ab 2012 bei Skywalk im Teampiloten -Team. Und das war auch mein Ziel.
Aber war aus beruflichen Gründen dann auch ein bisschen zurückgesteckt mit dem Fliegen. War weniger in der Luft. Und mittlerweile, also länger wie drei Stunden, vier Stunden, kann ich dann auch gar nicht in der Luft bleiben, weil es dann reicht. Und da stelle ich mir dann schon die Frage, was ist dann das Ziel, wenn ich nicht so weit wie möglich fliege? Und dann war es in den letzten Jahren mehr so, so Rundflüge. Also im Stubaital zum Gletscher reinfliegen zum Beispiel. Also man setzt sich dann so gedankliche Ziele. Wo will ich überhaupt hin? Und dann fliege ich wieder zurück. Und genau, ich würde mich selber als Genussflieger bezeichnen.
Aber wenn ich ja Zielfragen habe, dann freue ich mich im Nachhinein. Also das Gefühl, irgendwas erreicht zu haben im Nachhinein. Oder vielleicht...
Auch außerhalb der Komfortzone mal geflogen sein. Und das befriedigt dann schon am
Landeplatz. Wonach suchst du, wenn du fliegen gehst dann? Also du hast gesagt, du bist jetzt so der Genussflieger, aber trotzdem zielorientiert. Also ist das so eine Art touristisches Fliegen, wo du sagst, okay, ich will mal zum Gletscher. Ich will mal Gipfel ABC irgendwas haben. Nee, da hinten ist die Berghütte. Die will ich mal erreichen. Also sind das solche Ziele, die für dich dann interessant sind?
Also als touristischen Flieger hätte ich mich persönlich nicht bezeichnet. Aber es fasst das eigentlich sehr gut zusammen. Weil in letzter Zeit bin ich schon sehr viel auf der Suche nach neuen Gipfeln, neuen Routen und fliege einfach Routen, die ich sonst vielleicht nicht geflogen wäre. Einfach, weil ich mir das Ziel setze, fliege ich jetzt zum Berg, der eventuell auch höher ist, als ich bis jetzt geflogen bin, zum Beispiel. Oder ich gehe... Also ich bin auch sehr viel zu Fuß unterwegs, auf einem Startplatz, wo ich noch nie war und versuche schon so Abwechslung reinzubringen in meine Routine und nicht mehr auf dem gleichen Startplatz, auf den gleichen Stricken abzufliegen. Insofern trifft es das Touristische eigentlich ganz gut,
weil als Tourist ist man ja auf der Suche oder ist man ein Decker und viel mehr als ich jetzt da in Innsbruck, wo ich daheim bin. Da gehe ich nicht mehr regelmäßig ins Museum und versuche, neue Teile von der Stadt zu entdecken. Aber als Tourist ist man ja eigentlich ganz anders unterwegs. Von dem her hast du das eigentlich sehr gut zusammengefasst. Ich bin Touristenflieger.
Und was von dieser eigenen, jetzt in Anführungszeichen touristischen Flieger -Erfahrung hat dazu geführt, dass du selbst eine spezielle Flug -Motivations -App programmiert hast? Seid gekreist, I.
Ich war letztes Jahr am Landeplatz im Stubertal nach einem Flug. Der war auf der Suche nach einem neuen Flug. Ich habe mich dann auf den Flug -Motivations -App eingeladen. Der war relativ ziellos. Der Tag war nicht schlecht. Er war nicht besonders gut. Ich bin dann nach zwei Stunden hin - und herfliegen, war ich dann landen. Und dann habe ich gemerkt, wie unten zwei Piloten bzw. eine Pilotin und der Pilot haben diskutiert. Es waren Einheimische aus dem Stubertal. Und da habe ich ein bisschen mitgelauscht. Und es war so, ja, und ich war hinten beim Haarwicht. Und gerade und gerade habe ich den Zylinder nicht erreicht. Dafür bin ich. Beim Mutterer See hinten drin gewesen. Jetzt habe ich diesen Checkpoint geholt. Und da habe ich so mitgehört und dann halt nachgefragt, was die so machen.
Und es hat sich herausgestellt, dass die Jochtolen im Stubertal schon eh mehrere Jahre so eine Gipfelsammel -Challenge haben. Das heißt, sie haben im Verein ausgeschriebene Ziele, also Bergziele oder Hütten oder Seen, also markante Punkte definiert. Und das Ziel für die Piloten ist es, innerhalb von der Flugsaison einfach zu fahren. Und die können hier einfach zu diesen Punkten hin zu fliegen. Ganz egal wann. Also das muss nicht am gleichen Tag sein, sondern sie können sich die Tage aussuchen. Und das war dann für mich so ein Schlüsselmoment, weil eigentlich ist es, also man hat dann ein gemeinsames Ziel. Und ich wollte unbedingt mitmachen. Und dann, also ich bin jetzt nicht im Stubertal beim Verein, sondern bin in Virgen, in Osttirol bei einem Verein und dann habe ich das Konzept eben vorgestellt.
Und dann habe ich und da war es sehr schnell sehr positives Feedback und dann haben wir das ausprobiert. Und innerhalb von kürzester Zeit waren die Leute so extrem motiviert, zum Großglockner und zum Großvenetier zu fliegen und die ganzen Punkte zu sammeln, dass ich gemerkt habe, da muss man dahinter sein. Also das kann ja nicht sein, dass nur wir 20 Leute davon motiviert sind. Und da habe ich das anderen Vereinen angeboten und es hat sich herausgestellt, dass das durch diese neuen Ziele, neue Flüge, neue Abenteuer entstehen, neue Hike -and -Fly -Routen, neue Startplätze entdeckt werden und das eigentlich eine neue, andere Sichtweise auf das Fliegen vor allem in den regionalen Vereinen bringt, weil man dann nicht immer am gleichen Startplatz steht und nicht immer das Gräntetreieck fliegt von der Gränte oder vom Delfröckental aus oder im Pustetal unterwegs ist, sondern wirklich abseits von den großen Rennstrecken mal auf Entdeckungsreise geht.
Und du hast dann gesagt, okay, man kann solche Gipfel -Challenges definieren, das programmiere ich als App. Woher kannst du sowas?
Die Anfänge von der Auswertung, das war sehr hemmtärmelig mit Excel und Google Earth. Das heißt, jeden neuen Flug haben die Leute auf XContest draufgeladen, ich habe mir die IGC -Datei runtergeladen, habe das ins Google Earth raufgeladen, wo die Wegpunkte eingezeichnet waren und dann manuell geschaut, hat der den Wegpunkt erreicht oder nicht und das dann in eine Excel -Liste eingetragen und die Punkte vergeben. Und das war sehr fehleranfällig, weil bei 20 Flügen pro Person, 20 Leute mit 20 Wegpunkten, das sind schon sehr viele Variablen und Möglichkeiten, wo man Fehler einbauen kann. Aber hast du das alles
optisch kontrolliert? Also bist du dann auf die Karten gegangen und hast geguckt, sind die wirklich und haben die den Wegpunkt erreicht? Das ist ja auch nicht nur fehleranfällig, sondern irre zeitaufwendig, oder?
Genau, das war sehr zeitaufwendig. Gleichzeitig war ich im Urlaub in Südostasien, also immer am Flughafen, wo man zwischendrin bei den Stops war, in Google Earth unterwegs und habe Routen gecheckt. Das hat mich dann schon ein bisschen genervt, vor allem, weil dann habe ich ein neues Ergebnis in unserer WhatsApp -Gruppe gepostet und dann war das Feedback, ah nein, ich habe den Punkt auch noch erreicht und das hast du vielleicht übersehen. Und dann habe ich angefangen, eine Software dafür zu schreiben, weil das habe ich gelernt und das kann ich. Also Web -App war das, ganz eine einfache Auswertung von den Tracks, ob diese in dem Radius drin waren oder nicht. Und je nachdem hat es dann eben Punkte gegeben oder auch nicht.
Und dann war die Fehleranfälligkeit auf Null und auch der Zeitaufwand für mich war auf Null. Beziehungsweise habe ich meine Zeit ins Programmieren gesteckt und weniger ins Flüge -Checken.
Das war aber erstmal noch ein Programm, was auf deinem Computer lief. Also war jetzt noch keine eigene App.
Das war, also es ist schon, es war schon eine Web -App, aber es war rein für unseren Verein in Viering. Das heißt, da hat es keine anderen User gegeben oder sowas. Aber die einzelnen Belohnungen, bei uns im Verein, die haben schon einen Account gehabt und haben ihre Flüge da selber hochgeladen. Aber eben, ich habe dann gemerkt, das ist, das funktioniert. Habe dann angefangen, andere Vereine anzuschreiben, ob die auch Interesse hätten. Und da war sehr schnell großes Interesse da. Und so ist das eigentlich entstanden, dass viele Vereine solche Challenges dann ausprobiert haben. Also das war sehr Anfang, also Pilotphase im Herbst letzten Jahres. Mit ungefähr zehn Vereinen.
Den hast du alle im Grunde deine Web -App zur Verfügung gestellt und die haben das bei sich dann entsprechend so laufen lassen, oder?
Genau, also ich habe denen eine Excel -Liste geschickt, wo sie mir die Koordinaten oder die Ziele, die Gipfel definiert haben und die Koordinaten mitgeschickt haben. Ich habe das dann bei mir in der Datenbank eingepflegt und dann war eigentlich diese Challenge live. Also es war schon noch ein bisschen aufwendig für die Vereinsmitglieder. Jetzt ist es mittlerweile deutlich einfacher, können sie selber die Punkte anzeichnen, Radien definieren. Aber so hat es gestartet.
Mittlerweile gibt es das als App für iOS und Android und das ist etwas, was so ganz frei auch zur Verfügung steht. Also jeder kann die sich runterladen.
Wie kam es dazu, dass du gesagt hast, ich mache da jetzt wirklich eine ganz eigene App, die ich allen zur Verfügung stelle?
Also das war letztes Jahr im Herbst, habe ich mir die Frage gestellt. Ist es wirklich eine Web -Applikation oder Plattform, so wie XContest? Oder kann das besser funktionieren als eine Smartphone -App, die man ja immer dabei hat und auch technisch ganz andere Möglichkeiten hat mit GPS -Aufzeichnung, dem Tracking, Push -Notifications. Und der Anspruch war schon, eine App zu bauen, die die Community verbindet, also die einzelnen Piloten miteinander verbindet, auch die Möglichkeit bietet, dann die Flüge aufzuzeichnen, wie in anderen Flug -Apps, wie X -T -Track oder FlySky, aber sehr integriert. Und da war für mich dann schon die Entscheidung klar, das muss eigentlich eine Mobile -App für iOS und Android werden.
Und dann habe ich im Dezember auch angefangen, zu entwickeln. Im Jänner habe ich dann die erste Version live geschalten. Und ich glaube, im Nachhinein, dann war es auch eine sehr gute Entscheidung, eine App draus zu machen, weil man schon sieht in den Zahlen, wie oft die Leute dann wieder die App aufmachen und reinschauen, Flüge anschauen von den Freunden, von den Club -Mitgliedern. Und es ist einfach einfacher für den einzelnen Piloten und für den User.
Du hast die App Sidekick genannt. Warum? Also was bedeutet für dich dieser Name?
Ich kann mich erinnern, dass ich, ich war unterwegs von Wien, also mit drei Freunden, war ich unterwegs von Wien nach Innsbruck. Und da habe ich nebenbei mit ChatGPT so hin und her geplaudert. Und ich war eigentlich auf der Suche nach einem anderen Wort für Wingman, aber das nicht ganz so maskulin klingt. Und
dann hat ChatGPT gemeint, dass Sidekick ist ein ganz guter Name. Dann habe ich da meine Freunde gefragt, ob für sie, wie Sidekick der Begriff ist, ob sie mit dem irgendwas anfangen können. Und inklusive mir hat den Begriff niemand gekannt. Aber es ist, also Sidekick ist zum einen ein anderes Wort für Wingman, zum anderen ist es so der Partner beziehungsweise die rechte Hand vom Superheld. Das heißt so wie der Batman zum Robin ist die Sidekick -App der Partner vom Pilot, der ja dann im Endeffekt der Held ist. Und das war für mich ganz stimmig. Ich glaube, das ist ganz gut zur Vision, dass es ein Begleiter ist, der nicht im Zentrum stehen soll, sondern einfach den Pilot unterstützen soll, seine fliegerischen Ziele zu erreichen und seine Heldentaten zu vollbringen.
Ein Helfer, der mir hilft, als Pilot meine eigenen Heldentaten zu vollbringen. Das ist eine nette Vision. Also beschreibt mal so ein bisschen, was kann Sidekick denn? Also wenn ich das jetzt als Pilot, als Pilot installiere, bei mir auf dem Handy, dann habe ich da eine App, die kann ich aufrufen. Was kann ich dann machen, wenn ich fliegen gehe? Was hilft dir mir beim Fliegen oder hilft dir mir letzten Endes eigentlich nur bei der Auswertung im Nachhinein, weil ich einfach nur einen getrackten Flug habe, den ich mir nochmal später angucken kann? Also was für Funktionen hat Sidekick?
Also vielleicht hole ich ein bisschen aus. Also das Konzept ist aufgebaut auf drei wesentlichen Säulen. Die erste ist Ziele setzen und erreichen und aktuell funktioniert das am besten über diese Club oder über Vereins oder Fliegergemeinschaften -Challenges. Das heißt diese Gipfelsammel -Challenge oder Hike -and -Fly -Challenge, wo man sich Punkte setzt, gemeinsame Ziele definiert und dann innerhalb von einem Zeitraum kann ich diese Ziele oder können die Piloten die Ziele erreichen, Punkte sammeln und Leaderboard hochklettern. Und man sieht dann, wer die meisten Punkte gesammelt hat. Also das ist zum einen dieses Ziele -Tracken und Erreichen.
Das andere ist aber, also die zweite Säule ist Community. Das heißt, ähnlich wie bei Social Media kann ich anderen Piloten folgen, beziehungsweise können andere Piloten auch mir folgen. Und so sehe ich immer die Flüge, die Hike -and -Fly -Abenteuer von den Menschen, die mir wichtig sind, also von meinen Freunden, von Clubkollegen, von Flugpersönlichkeiten, die also zum Beispiel ein Bene Dornauer von der X -Service postet auch immer seine Gipfelsammelflüge auf Sidekick und solche Personen kann man dann einfach folgen und keinen Flug mehr verpassen. Das heißt, zum Beispiel, ich habe einen wunderschönen Sonnenaufgangs - Hike -and -Fly gemacht. Mein Abgleiter war drei Kilometer.
Auf XContest zum Beispiel ist das irgendwo auf Seite 25 und das sieht niemand, und ich kann auch dadurch auch niemanden inspirieren und bei Sidekick durch dieses Follower -System, das angelehnt ist eben an Social Media, kann ich das dann mit meinen Ängsten auch teilen.
Das heißt, zumindest deine Freunde kriegen es mit, weil wenn ich dann Sidekick aufrufe, kriege ich immer angezeigt, die letzten Flüge auch meiner Freunde und kann dann sehen, was hat der denn heute gemacht oder gestern oder wann auch immer das war.
Genau, das kann man sich auch so vorstellen wie Instagram -Feed oder auch bei Strava, falls das jemand von den Zuhörern auch verwendet. Ich mache die App auf und dann sehe ich die letzten Flüge von den Leuten, denen ich folge oder ich kann auch auf Entdecken umstellen und dann sehe ich auch andere Flüge, also in anderen Fluggebieten längere Flüge oder Hike -and -Flies, je nachdem, was mir dann auch wichtig ist.
Das sind aber Flüge, die mir dann einfach per Zufall zugeordnet werden, also dass die mir angezeigt werden? Das ist irgendein Algorithmus, der dahinter liegt, der dann sagt, für Lucian, der kriegt jetzt die Flüge in Südtirol, warum auch immer angegeben oder wie funktioniert das? In Zukunft
ist das so geplant. Aktuell ist der Algorithmus sehr banal. Das heißt, es werden Flüge chronologisch einfach angezeigt. Das ist aktuell noch möglich, weil aus guten Flugtagen ist der Feed dann sehr besetzt, weil über 200, 300 Flüge dann hochgeladen werden und dann verliert man sehr schnell den Überblick. Es werden auch Flüge dann in Deutschland, in Hamburg zum Beispiel, Windenschleppflüge aufgezeichnet, die mich persönlich jetzt wenig interessieren. Und da ist schon geplant, dass das besser funktioniert und dass ich dann nur die Flüge sehe, die auch interessant für mich sind. Aber Hauptziel ist es, dass die Flüge angezeigt werden von den Leuten, denen ich folge,
weil das ist ja dann schon ein sehr hoher Indikator, dass mich das interessiert, beziehungsweise auch von meinen Club -Team -Kollegen.
Dann gibt es die Flüge, die ich dokumentiere oder die andere dokumentieren, die ich dann darüber mir angucken kann, die ich kommentieren kann. Da kann man auch Bilder hochladen dazu und sonstiges. Und dann gibt es diese Gipfelsammel -Challenges, wie du sie genannt hast, wo man dann einzelne Wegpunkte anfliegt und da dann wahrscheinlich bestimmte Punkte für bekommt und sonstiges. Ich habe aber gesehen, in deiner App, wenn man die aufruft und einen Flug hochlädt, dann kriegt man auch direkt Punkte zugeordnet und bekommt ein Level. Ich habe jetzt mit einem Flug, den ich da mal hochgeladen habe, habe ich noch Level 0. Aber was soll das mit diesen Leveln?
Genau, das ist die dritte Säule von den drei Säulen und das ist das Thema Gamification. Das heißt, man bekommt Punkte, also ich kriege für alles, was ich mache, Punkte und es gibt auch überall Leaderboards, das heißt, in der Gipfelsammlung, Gipfelsammel -Challenge, gibt es ein Leaderboard für diese Challenge. Also ich sehe, wo ich bin im Vergleich zu meinen Mitgliedern. Wenn ich einen Flug hochlade, je nachdem, wie viel Flugzeit das ist, oder wenn es High -Count -Fly ist, ist es insgesamt Aktivitätszeit, bekomme ich mehr oder weniger Experience -Points, habe ich die gedauft und kann so ins nächste Level aufsteigen und das motiviert einfach einen gewissen Typ Mensch.
Gibt es einen Ansporn? Ich will jetzt ins nächste Level oder ich will mir dieses neue Patch verdienen. Und man glaubt gar nicht, was es ausmacht, wenn man ein paar Bonuspunkte verdienen kann, dass die Leute dann noch, das haben wir letztes Jahr im Herbst bei unserer High -Count -Fly -Challenge gesehen, dass die Leute dann noch am Abend um sechs noch schnell High -Count -Fly sich am Punkt holen, damit sie gerade den nächsten Rang erreichen oder nicht ganz so weit zurückfallen. Wir haben schon gemerkt, dass diese Art von Motivation dann auch die Leute dazu bewegt, einfach mehr Abenteuer zu erleben oder auch Dinge, die sonst halt einfach nicht stattgefunden haben. Und so ist es, also diese Gamification, also das spielerische reinbringen ins Fliegen, soll das Ganze nicht, also die Seriosität nehmen, sondern einfach
motivieren, rauszugehen. Und das ist die Idee dahinter.
Das ist dann aber auch so etwas, ich meine beim Streckenfliegen, wenn du jetzt so ein XContest nimmst, da werden glaube ich am Ende die sechs besten Flüge gewertet, um dann in irgendeine Wertung zu kommen. Du wertest aber nicht die sechs besten Flüge oder nur die sechs, ja, nur die sechs besten, sondern du sagst im Grunde jeder Flug gibt dir weitere Punkte und mit jedem kannst du irgendwie aufsteigen, je nachdem was du guckst, ob du jetzt einfach nur die Level anguckst für insgesamt wie viel fliege ich oder wie aktiv bin ich eigentlich bis hin zu Challenges, wo man dann entsprechende Challenge -Punkte sammeln kann.
Genau, also es ist auch in keiner Weise irgendwie ein Konkurrenzprodukt zu XContest oder es soll auch keinen Wettbewerb an sich darstellen, sondern einfach eine spielerische Möglichkeit, andere Leute kennen zu lernen. Also wenn ich jetzt im Leaderboard anschaue und die fünf Leute, die vor mir sind, die ich mit dem nächsten Flug vielleicht überholen kann, vielleicht mache ich mir dann Gedanken, wer sind diese Leute, wo fliegen die Leute und das ist eher ein Community -Feature, als dass es jetzt ein Wettbewerb wäre. Insofern, also für mich persönlich, also mein Level ist jetzt, ich bin in Level 2, die Besten aktuell sind irgendwo bei Level 5 oder knapp Level 6 schon. Für mich ist es ein Ansporn, ins Level 3 zu kommen, aber nicht jetzt in die Top 10 zu kommen.
Also ich schaue mir da nicht an, also es ist weniger dieses Vergleichen wäre es besser, sondern eher motivierend, zumindest soll es diesen Effekt haben, doch noch einen Flug zu machen.
Sind diese Level denn kumulativ? Also je mehr Jahre ich dann auch vielleicht irgendwann fliege und Sidekick immer weiter nutze, steige ich immer weiter am Level auf oder ist das immer pro Jahr gerechnet, dass du sagst, du fängst wieder am 1. Januar mit Level 0 an und musst dich in diesem Jahr wieder hocharbeiten bzw. hochfliegen?
Also es ist noch nicht definiert, weil es ist ja nur erst das erste Jahr, aber ich glaube, dass es besser ist, wenn das wieder zurückgesetzt wird für diesen Motivationseffekt, dieses Level, dass man auch dranbleibt und nicht sich ausruhen kann, sagen wir mal so, auf seinem Level 7 oder 8 und dann dort bleibt, sondern dass es eigentlich ist, ein stetiger Prozess.
Dann gibt es in der App auch Trophäen. Was ist das?
Wenn man bei einer Gipfelsammel -Challenge mitmacht und mindestens einen von diesen Punkten, Wegpunkten sammelt, dann bekomme ich ein Batch oder eine Trophäe dafür, dass ich jetzt bei dieser Challenge teilgenommen habe. Diese Trophäen werden dann gesammelt, da habe ich dann meine Trophäensammlung. In Zukunft wäre es dann auch geplant, dass man viel, viel mehr unterschiedlichere Batches sammeln kann, zum Beispiel, für sehr markante Wegpunkte wie dem Großglockner in Österreich oder Zugspitze, dass man solche Batches kriegt, aber auch so persönliche Meilensteine, zum Beispiel, ich habe meinen 10.
Flug hochgeladen oder ich bin jetzt irgendwo über 4000 Meter aufgestiegen oder solche fliegerischen Ziele oder beim Streckenfliegen sind es meine ersten 30 Kilometer Streckenflug. Oder mein erster, erster Hunderter, dass man auch auf diese Art Trophäen sammelt, ist bis jetzt noch nicht soweit, aber es ist schon ein sehr großes Ziel, jetzt in den nächsten Monaten eine Art Singleplayer -Modus, sage ich mal, zu entwickeln, was dann auch für den einzelnen Piloten dann möglich ist, Ziele zu setzen und diese zu erreichen, unabhängig von meinem Verein oder was andere Leute dann auch machen.
Weil ich glaube, dass viele Leute nicht in einem Verein sind oder in einem Verein sind, die jetzt aus irgendwelchen Gründen keine Gipfelchallenge veranstalten wollen, aber trotzdem
Ziele suchen. Und ich glaube, dass das ganz eine gute Möglichkeit ist, einen kleinen Pfad vorzugeben, wie man dann mehr rausgeht, mehr Motivation hat und dann vielleicht auch ein besserer Pilot wird, Schritt für Schritt.
Und diese Ziele, auch wenn du es jetzt noch nicht, also programmtechnisch noch nicht so realisiert hast, aber von deiner Überlegung her, die kann ich mir als Pilot dann selber setzen, also dass ich sage, ich möchte mal 3000 Meter Höhe erreichen. Und das ist ein Ziel, was ich dann persönlich mir definieren kann und wenn ich das dann erreicht habe, dann schreit die App Hurra oder was auch immer und zeigt mir an, du hast dein 3000 Meter Ziel erreicht.
Also es ist noch, es ist sehr, sehr früh im Ideen -Stadium, aber ich erinnere mich zurück, wo ich 2008 meinen Flugschein gemacht habe. Dann war ich aus der Flugschule raus, habe meine Lizenz, und dann war ich in Viergen am Startplatz und war völlig auf mich alleine gestellt. Ich habe nicht gewusst, was ist jetzt das Nächste, was ich machen soll. Und ich glaube, zum einen für
Anfänger, beziehungsweise zu den, zu den ersten größeren Streckenflügen, also Begleitung bis zur B -Lizenz, glaube ich schon, dass es Meilensteine gibt, die man erreichen sollte, bevor man sich das nächst höhere Ziel setzt. Also für mich war dann gleich mal klar, ich muss 100 Kilometer fliegen, obwohl dazwischen eigentlich 25 andere Meilensteine gewesen wären, die wahrscheinlich sinnvoller gewesen wären zu erreichen, als die 100 Kilometer mit dem C -Schirm im zweiten Jahr. Und deswegen glaube ich, dass wir gerade für Anfänger, beziehungsweise für Piloten, die jetzt nicht so viel zum Fliegen kommen, für Leute, die im Urlaub sind, nur zum Fliegen, dass es ein Instrument gibt oder so ein Pfad, wo ich mich ein Stück weit entlang handeln kann und auf eine relativ sichere Weise meinen nächsten Meilenstein erreiche.
Und zum anderen glaube ich schon, dass es auch für ambitioniertere Leute mit mehr Erfahrung, dass es so sein kann, wie du auch schon gesagt hast. Ich kann mir mein persönliches Ziel definieren. Das kann sein, ich kann über eine Strecke definieren, zum Beispiel 100 Kilometer oder ich will 50 Flüge im Jahr haben und dass die Sidekick -App, also dein Partner in dem Fall, dich dabei begleitet, dieses Ziel auch zu erreichen und dann auch immer wieder daran erinnert, du hast dieses Ziel. Ist es noch dein Ziel oder ist es ein anderes? Und wenn es noch dein Ziel ist, dann du bist jetzt eigentlich deinem Ziel hinterher, vielleicht solltest du mal fliegen gehen oder so,
dass es dich daran erinnert und dann auch begleitet. Aber es ist sehr früh im Ideen -Stadium.
Aber immer so gedacht als Motivationshelfer. Ein Feature, was mir auch noch aufgefallen ist, was du drin hast, sind, ich glaube, das hast du relativ neu da reingesetzt, sind XC -Segmente. Was ist das?
Das ist
ein Versuch, das Streckenfliegen beziehungsweise das Wettbewerbsfliegen etwas näher zusammenzubringen. Beim Wettbewerbfliegen habe ich einen Tag und alle haben die gleiche Aufgabe und die Aufgabe ist nämlich so schnell wie möglich die Punkte oder den Task abzufliegen und ins Ziel zu kommen und der Beste oder der Schnellste gewinnt. Und beim Streckenfliegen geht es darum, möglichst lange Strecken zu fliegen. Nicht zwingend, also was der Tag halt hergibt, aber nicht zwingend so schnell wie möglich. Und XC -Segmente sind einfach Teilabschnitte von Strecken, also von bekannten Strecken, zum Beispiel im Pinzgau oder im Pinzgauer Spaziergang können vielleicht viele von Schmittenhöhe bis zum Pasturen zum Beispiel ist ein Segment und ab einer gewissen Startlinie bis zur Endlinie in der Luft wird dann die Zeit gemessen.
Und es ist wieder kann ich andere Flüge anschauen, die im Leaderboard sind, also wie schnell war ich, wie schnell waren andere, welche Linie haben andere Leute gewählt, an welchem Tag war das und so kann ich eventuell mich verbessern oder neue Skills erlernen, zum Beispiel schnell fliegen, aber wie gesagt, es ist ein Experiment, wie das ankommt und vielleicht auch das Streckenfliegen etwas interessanter. Oder neuer definieren könnte.
Also in der Form, dass es nicht mehr auf das Endergebnis, also die XC -Punkte insgesamt geht, sondern dass man auch sagen kann, okay, wer fliegt besonders effizient an den Stellen und ich dann wirklich sagen kann, na, jetzt fliege ich mal den Pinzgauer Spaziergang, sehe, ich habe 20 Minuten, na, es dauert ein bisschen länger, aber ich habe was auch immer gebraucht und der andere hat es in der halben Zeit geschafft und dann kann ich dann sehen, ruf mir den Flug von dem auf und kann dann sehen, ah, der hat immer 500 Meter weniger aufgedreht als ich, weil es braucht gar nicht so viel Höhe und der ist schon direkt immer weiter geflogen, hat auch immer Anschluss gefunden, also kann ich beim nächsten Mal vielleicht auch 500 Meter weniger aufdrehen. Ich probiere das einfach mal, um dann festzustellen, ja, ich bin wirklich ein Drittel schneller beim Pastoren, als ich es bisher immer gewesen bin.
Genau, und ich glaube, also beim Streckenfliegen, es gibt ja eine Handvoll Tage im Jahr, wo ich wirklich, also wo die richtig guten Streckenflieger ihre richtig großen Dreiecke fliegen, was dann im Endeffekt zum Endklassement beitragen, also die sechs oder in Österreich sind es drei Flüge, also die besten drei, aber dazwischen gibt es ganz viele Tage, die viel Potenzial haben, aber dann haben wir eine schnelle Überentwicklung, also ich kann den Tag nicht ausnutzen, zum große Streckenfliegen und trotzdem über solche XT -Segmente kann ich dann mich verbessern und schauen, beziehungsweise vergleichen, was könnte ich, wenn es ein gutes Streckenflugwetter hätte oder der ganze Tag was hergibt, könnte ich verbessern, beziehungsweise habe dann auch wieder so eine kleine Mini -Aufgabe
erzielt, wo ich einfach sage, heute probiere ich so schnell wie möglich von, also der Winzgauer Spaziergang abzufliegen, nur als Beispiel und habe eine Möglichkeit dann mich auch zu vergleichen. Also das geht eigentlich im Realen sehr schwer, dass ich mich vergleichen kann jetzt mit den besten Streckenfliegern, weil die sind halt, also vor allem ist es sehr regional unterschiedlich, aber das bringt da eine gewisse Vergleichbarkeit mit, was machen andere anders, so wie du schon erklärt hast.
Wer kann eigentlich diese Gipfel -Challenges und diese XT -Segmente definieren? Also kann das jeder Nutzer machen und sagen, ich sage, ich gebe jetzt auch mal eine Segment -Challenge vor oder ist das etwas, was du als Betreiber der App zentral vorgibst und sagst, ich arbeite jetzt mal damit?
Bei den Gipfel -Segmente -Challenges, das kann jeder Verein machen, beziehungsweise jedes Mitglied, das einen Club anlegt, also einen neuen Verein oder einen neuen Club, also es muss jetzt nicht der eingetragene Barglatt -Verein sein, sondern es kann auch eine Fliegergemeinschaft sein, die jetzt sagen, sie sind die Thermik -Haie und sie wollen jetzt eine Challenge veranstalten und sie sind nur zu fünft oder zu zehnt, dann können die das ganz einfach über die App machen, einen neuen Account anlegen, einen neuen Club anlegen und dann können sie sich auch veranstalten. Derjenige, der den Club anlegt, der ist automatisch der Admin und der kann dann eine Challenge definieren, also eine Gipfel -Sammel -Challenge mit den Punkten. Bei den XT -Segmenten, das ist noch sehr im Experimentier -Stadium,
also ich muss schauen, ob das überhaupt Interesse findet, wie das ankommt bei den Piloten und da ist es aktuell so, dass ich diese Segmente vorgib, das sind momentan sehr bekannte Strecken in Tirol, Südtirol, Salzburg, also eher Österreicher Gegend, beziehungsweise dort, wo viele Vereins, Vereine oder Vereinsmitglieder aktiv sind, wie in Salzburg zum Beispiel, aber es ist schon geplant, beziehungsweise angedacht, wenn das Konzept XT -Segmente funktioniert, dass auch Leute dann selber können Segmente anlegen und freigeben für andere.
Du hast gesagt, diese Challenges werden von Clubs oder von Fliegergruppen angelegt. Wie viele Clubs hast du mittlerweile, oder Clubs und Gruppen hast du mittlerweile in der App, die das wirklich schon aktiv nutzen? Ich meine, die App ist jetzt im Januar gestartet, wie du gesagt hast, also ist noch relativ frisch.
Also es sind 35 aktive Vereine, die auch Challenges organisieren und insgesamt sind es über 60 Clubs, die registriert sind, aber das ist auch, wenn jemand sich als als Einzelflieger registriert wird, am Anfang beim Profilanlegen wird abgefragt, in welchem Club sind sie. Das heißt, es gibt auch Clubs auf der Plattform, wo nur ein oder zwei Piloten dabei sind, die aber jetzt nicht aktiv eine Challenge machen, aber aktive Vereine sind es 35, um die 35.
Und bekannt geworden bist du einfach durch Mundpropaganda wahrscheinlich?
Teils, teils. Zum einen Nachbarvereine kriegen mit, was die Nachbarn machen und dann wollen sie das auch machen, also in Osttirol zum Beispiel. Oder auch in Südtirol sind dann schon Leute auf mich zugekommen, hey, können wir das auch mal probieren? Und zum anderen habe ich einfach eine Liste von Vereinen mir im Internet gesucht und dann den Funktionären dort eine E -Mail geschrieben und je nachdem, wie motiviert dann die eine oder andere Person ist oder wie es auch zeitlich reinpasst, hat man dann gesagt, das probiert man oder eben auch nicht.
Du programmierst ja das Ganze. Wie viel Zeit steckst du eigentlich da rein?
Das ist eine gute Frage. Das will ich auch gar nicht wissen. Aber ich? Nein.
Wenn ich auch gar nicht wüsste. Du hältst es nicht genau nach, weil es so viel ist, dass du selber schon weniger zum Fliegen kommst. Es ist schon
einiges an Zeit reingeflossen und die kämpfen an guten Tagen nicht, aber an fliegbaren Tagen, sagen wir mal so. Kämpfe ich schon damit mit dem Gedanken, soll ich halt rausgehen, fliegen gehen oder soll ich ein neues Feature ausprobieren oder programmieren oder freischalten? Da kämpfe ich dann schon mit mir, weil ich einfach unheimlich gern Software baue und noch lieber Software baue, wo ich einen sehr hohen Bezug dazu habe und dann auch sehe, wie andere Menschen das motiviert oder neue Features verwenden. Es ist schon sehr, oder es ist es pusht mich sehr, sagen wir mal so und deswegen ist es immer schwierig, programmiere ich oder gehe ich raus zum Fliegen.
Wenn du so viel Zeit da rein investierst, die App selber ist ja kostenfrei und auch wenn ich die einfach so nutze, ich muss nichts dafür zahlen. Wie kommst du dann letzten Endes auf deine Rechnung irgendwie, weil irgendwo die Zeit will ja wahrscheinlich schon entlohnt werden?
Die Zeit, also der Anspruch, der Anspruch ist schon, oder sagen wir mal nicht der Anspruch, sondern mein persönlicher beruflicher Traum ist, dass ich das schon zu meinem Beruf oder davon leben kann. Es ist natürlich eine sehr große Herausforderung. Zum einen Software schreiben oder Apps bauen für Endkonsumenten ist unglaublich schwierig, weil die Messlatte ist einfach sehr, sehr hoch und was zu bauen, was Leute, wo Leute genug Value drin finden, dass sie Geld dafür ausgeben, ist im Endkonsumentenbereich, sehr, sehr schwer. Das zum einen und zum anderen ist der Paraglider -Markt auch sehr klein im Vergleich zu anderen Sportarten oder anderen Marktsegmenten.
Von dem her, es ist ein großer Traum und gleichzeitig irrsinnig große Herausforderung, aber es ist schon geplant über zusätzliche Features für Piloten beziehungsweise auch Clubs und Sponsoren über diese drei, zwei Einnahmequellen dann auch Umsätze zu generieren, dass sich die Entwicklung einfach lohnt, beziehungsweise dass es überhaupt möglich ist, an dem Ganzen weiterzubauen.
Zusätzliche Features, es gibt so Basic Features, die jeder nutzen kann und jeder kann teilnehmen, kostet nichts und dann gibt es vielleicht irgendwann Pro -Features, wo man sagen kann, du kannst jetzt deine eigenen Ziele definieren und
persönliche Challenges machen und keine Ahnung was und kriegst noch eine viel genauere Auswertung deiner Flüge und so weiter. Genau. Wenn du jetzt, gerade im Osttiroler Raum, wo du das auch gut verfolgen kannst mit den Clubs, die daran teilnehmen, du hast wahrscheinlich viel Kontakt mit den Piloten, würdest du sagen, allein die Existenz dieser App hat schon dazu geführt, dass erkennbar anders geflogen wird?
Definitiv. Also es war ganz spannend, jetzt Anfang Mai kann sich wahrscheinlich jeder erinnern an diese brutalen Flugtage, die besten Flugtage in der Historie überhaupt. Wo die unglaublichen Strecken geflogen worden sind und da habe ich auch auf Sidekick mitverfolgt, was die Leute machen und die richtig motivierten Streckenflieger, die natürlich da bei Staatsmeisterschaften vorne mit dabei sind, natürlich sind die auf Strecke gegangen und trotzdem habe ich gesehen, dass sehr viele ambitionierte Piloten, die eigentlich Strecken fliegen gehen an solchen Tagen, dann unterwegs waren Gipfel zu sammeln, weil es halt auch sehr gute Tage mit hoher Basis war, um zum Großglockner zu fliegen oder zu sehr hohen Zielen, tief in den Bergen drin und dann die Chance genutzt haben, Punkte zu sammeln und auch andere Routen auszuprobieren, als
einfach Vollgas Kilometer sammeln. Und das war dann schon interessant. Ich habe auch sehr viel Feedback bekommen von einzelnen Piloten, dass durch diese dadurch, dass man ein Ziel hat, eben Flüge stattfinden, die sonst einfach gar nicht stattfinden oder dass man eigentlich landen gehen will, weil aus irgendeinem Grund und dann findet man aber trotzdem Motivation genug, noch Punkte zu sammeln oder ich weiß auch gar nicht, was das ist bei dem Einzelnen, was es antreibt, aber dann doch noch zum nächsten Wendepunkt weiter zu fliegen oder dann doch zusätzlich noch den einen Wendepunkt zu sammeln und da merkt man dann schon, es ist eine andere Art von Fliegen.
Eventuell ist es dieses Touristenfliegen, das dann die Leute dann motiviert.
Ist die App denn eigentlich so aufgebaut, dass wenn ich die eben, ich kann die auch im Flug aufrufen, ich kann ja meinen Flug auch in der App live tracken lassen. Ist die so aufgebaut, dass wenn ich beispielsweise gesagt habe, ich nehme an der Gipfel Challenge XY teil, wenn ich jetzt in die Nähe eines Gipfels komme, dass die App mir sagt, Lucian, du musst nur noch ein bisschen weiter fliegen oder dreh nochmal 200 Meter auf, dann könntest du Gipfel XY, den Habicht erreichen oder was auch immer.
So ähnlich. Es gibt die Möglichkeit, eben die Sidekick App als Flug -Companion App zu verwenden, das heißt, es wird der Flug aufgezeichnet und ich bekomme auch während des Fliegens Unterstützung, das heißt, ich sehe Flugräume, ich sehe Kabel, ich habe die Thermik -Karte von KK7 aktuell, drin, das heißt, ich habe da Unterstützung und gleichzeitig kann ich mir dann diese Gipfel Challenge Punkte reinladen, das heißt, die Punkte mit dem Radius, die zeigt es mir an und es ist ja, also im Punktesystem gibt es ja Bonuspunkte, wenn man näher zum Mittelpunkt vom Radius, also zum Gipfel hinfliegt oder zum definierten Wegpunkt, je näher das ich komme, desto mehr Bonuspunkte bekomme ich und wenn ich jetzt,
die Sidekick App im Flug verwende und innerhalb von einem Radius bin, dann zeigt es mir an, wie nah bin ich aktuell, also in Metern und was war die nächste Nähe, also wie nah war ich dann am nächsten dran an dem Mittelpunkt, um so besser rauszufinden, wie viele Bonuspunkte habe ich jetzt und das wird ja sehr viel verwendet, weil, wenn man einen Punkt erreicht hat, also es ist nicht nur in den Radius reinfliegen und wieder rausfliegen, sondern wenn ich ganz im Mittelpunkt war, dann bekomme ich die volle Bonuspunkte -Anzahl. Das heißt, es könnte mich jemand überholen, also im Leaderboard könnte mich jemand überholen, obwohl er genau gleich viele Punkte hat, aber bei den einzelnen Wegpunkten dann weiter im Zentrum war und da unterstützt einem die Sidekick App
auch dann mehr Erfolg zu haben, unter Anführungszeichen.
Und mit Gamification kriege ich dann quasi einen Hurra -Sound abgespielt oder ein oder was auch immer, was man von früheren Nintendo -Spielen und sonstiges kennt, wo du sagst, selbst in der Luft werde ich noch zusätzlich motiviert? Also es gibt diesen Ton,
aber der ist nicht so motivierend.
Vielleicht könntest du das noch verbessern. Das wäre ein guter Input. Aber es macht schon was aus, wenn man reinfliegt in so einen Radius und man kennt das vielleicht auch von XT -Track oder von anderen Apps, dieser Ton, das das Handy macht, dass das Bestätigung ist in der Luft, jetzt habe ich es. Und dann kann ich umdrehen und nächstes Ziel und fliegen.
Würdest du sagen, du bist selbst schon durch Sidekick sowohl programmierend wie fliegend zu einem anderen oder besseren Piloten geworden? Ich würde sagen schon,
ein anderer Pilot definitiv. Ich habe mich auch letztes Jahr selber dabei erwischt. Ich habe überlegt, gehe ich fliegen oder gehe ich nicht fliegen?
Aber ich merkte eigentlich, wäre ich gerne jetzt in Osttirol bei Gipfelsammeln dabei, bin aber in Innsbruck und dann habe ich mich dabei erwischt, dass ich für mich selber eine Challenge angelegt habe
und Gipfel definiert habe und dann bin ich einfach reingefahren und habe das für mich selber ausprobiert und habe mir so mein eigenes Ziel gesetzt, habe das dann auch erreicht, war dann glücklich, war dann der einzige Teilnehmer bei meiner Challenge, aber insofern glaube ich, dass ich zielorientierter unterwegs bin und auch mehr auf Entdeckungsreise bin. Das heißt, neue Ziele, neue Startplätze erkunde aufgrund von dem System, was dahinter steckt oder beziehungsweise von der Idee, die dahinter steckt.
Und das heißt auch, um zum Anfang zurückzukommen, es passiert dir nicht mehr so häufig, dass du irgendwo mal am Startplatz stehst oder in der Luft bist und sagst, was mache ich jetzt eigentlich noch? Da unten ist das Schwimmbad, wo ich hin könnte. Ich habe kein Ziel mehr, aber jetzt in der Sidekick -App findest du immer irgendwie etwas, wo du sagst, nee, den Gipfel da hinten, da will ich noch hin.
Ich glaube, mein letzter Flug ist ein sehr gutes Beispiel oder mein letzter größerer Flug. Da war ich wieder im Stubaital unterwegs und es gibt diese öffentliche Stubait -Challenge, da kann man auch, wenn man mitmacht, Skywalk -Gutzeug gewinnen und Wanderböden -Tickets. Das heißt, es ist öffentlich, also kann jeder mitmachen. Und da bin ich reingeflogen bis zum Gletscher, wo es zurückgeht ins Ötztal. Und da habe ich dann so dringend aufs Klo müssen. Dann bin ich wieder rausgeflogen und bin am 11. 11. dann reingelandet. Und wenn ich jetzt beim Streckenfliegen wäre, dann wäre es das eigentlich gewesen, weil der Flug ist ja abgeschlossen. Und so bin ich, habe ich reingeschaut, ja, wo muss ich noch hin?
Ja, ich muss noch zu Serles und zum Habicht. Und dann habe ich eigentlich so ziemlich alle Gipfel, die heute an dem Tag für mich selber im Bereich des Möglichen waren. Dann bin ich nochmal gestartet und mit den neuen Zielen habe ich komplett neue Motivation gehabt. Und dann wieder zurück zum, oder rauf zum Habicht zu fliegen auf 3.800 Meter und dann noch zu Serles. Und das war dann ein unglaublicher, schöner Abendflug, der wahrscheinlich so sonst nicht stattgefunden hätte.
Da hat dich deine eigene App wirklich auch motiviert. Bernhard, ich danke dir für die Erzählung. Ich wünsche dir viel Erfolg mit Sidekick und ich glaube, also, das Konzept könnte wirklich ein sehr interessantes sein, um vielen Piloten, die eben nicht so nur den XC -Punkten hinterherfliegen und sich manchmal schon fragen, was mache ich jetzt eigentlich in der Luft, dann irgendwie etwas, einen Anreiz zu geben, was Neues auszuprobieren oder noch weiter zu fliegen und noch ein bisschen mehr da rauszuholen. Ich denke, dass dieser Ansatz wirklich interessant sein kann. Um vielleicht auch manche Leute länger eigentlich am Fliegen zu halten, weil einfach die Motivation weiter oben bleibt.
Definitiv. Danke dir, Nuzian, für das Gespräch. Hat sehr viel Spaß gemacht und an die Piloten da draußen, ladet euch die App runter, probiert es aus. Es ist völlig kostenlos, kann nichts passieren.
Die App Sidekick gibt es in den Playstores für Android und für iOS -Smartphones. Die Links dazu findest du auf der Website www.sidekick.com. sidekick.cloud und natürlich auch in den Shownotes zu dieser Folge im Gleitschirm-Blog Lu-Glidz. Wichtig, Sidekick schreibt sich hinten nur mit K, nicht mit CK. Wenn dir diese Episode gefallen hat, dann empfehle Podz-Glidz doch weiter. Erzähle deinen Fliegerfreunden davon oder schreib einen Kommentar auf Lu-Glidz, Soundcloud, Spotify, iTunes oder wo auch immer du den Podcast hörst. Wenn du mehr interessante Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens hören willst, dann werde doch zum Förderer von Podz-Glidz und dem Gleitschirm-Blog Lu-Glidz. Als freier Journalist stecke ich viel Zeit, Arbeit und auch Kosten in diese Projekte.
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Bleibt gesund und genießt die Freiheit. Ciao.