Ich habe es ja in meinem letzten Edito der letzten gedruckten Ausgabe ziemlich deutlich beschrieben. Für mich persönlich ist das natürlich ein schmerzhafter Einschnitt. Die Haptik und so, das kann ein digitales Magazin natürlich in keinster Weise bieten. Vielleicht ist die Gleitschirm -Szene oder die deutschsprachige Gleitschirm -Szene zu klein und wie man sieht, die französische auch. Aber ich habe jetzt noch immer diese Idee auch noch nicht ganz abgeschrieben.
Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast.
Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.
Heute mit Norbert Apresnik und
ich bin Lucian Haas. Vor
rund 20 Jahren gab es gleich drei konkurrierende deutschsprachige Gleitschirm -Magazine gedruckt zu kaufen. Neben den üblichen Verbandsmagazin von DRV und SHV. Die Gleitschirm, Fly & Glide und das Schlechtflieger -Magazin. Dann kam es zur großen Marktbereinigung und Fusion. Aus den drei Magazinen wurde eins und es erschien fortan als Thermik. Unter diesem Titel hatte der Österreicher Norbert Apresnik schon vor 30 Jahren seinen Traum eines Gleitschirm -Magazins gestartet. Als allein verbliebener Herausgeber kehrte er zu ihm zurück. Es folgten einige goldene Jahre, in denen die Thermik das bedeutendste und bildgewaltigste Medium der Gleitschirm -Szene in Österreich, Deutschland und der Schweiz war.
Mit dem Aufkommen von Blogs, YouTube, Facebook und Instagram veränderten sich allerdings die Seh - und Lesegewohnheiten der Nutzer. Genauso wie die Marketingstrategien der Gleitschirmhersteller. Seit Anfang 2026 erscheint die Thermik nur noch in einem digitalen Format. In dieser Episode 181 von Potspitz erzählt Norbert Apresnik vom Aufschwung und vom Rückzug der gedruckten Gleitschirm -Magazine und wie er die Entwicklung der Gleitschirm -Szene über 30 Jahre lang begleitet hat.
Solche besonderen Gespräche kann ich dir in Potspitz nur präsentieren, weil es Förderer gibt, die meine Arbeit an Podcast und Blog finanziell unterstützen. Mach doch mit. Alle nötigen Infos dazu findest du im Gleitschirm-Blog Lu-Glidz und zwar dort auf der Seite Fördern.
Norbert, seit wie vielen Jahren gibst du jetzt eigentlich schon Gleitschirm -Magazin heraus?
Ja, das sind schon 30 Jahre. Also seit 1995, eigentlich im 31. Jahr.
Weißt du noch, was auf dem ersten Titelbild war von deinem ersten Magazin? Das
weiß ich ganz genau, weil das war anlässlich der Weltmeisterschaft in Japan 1995. Das war sozusagen die Idee meines Intros oder Nummer 0 oder Nummer 1 oder wie auch immer. Und da war Stefan Stiegler, der ja Weltmeister wurde damals am Cover.
Und Österreich, glaube ich, wurde als Nation Dritte, wenn ich das richtig sage.
Ja, das war damals am Cover. Und Österreich, glaube ich,
noch weiß. So ist
es. Und ich habe das Vergnügen gehabt und die Ehre, als Teamchef vor Ort zu sein und habe sozusagen dann diesen Erfolg oder diese Anwesenheit mit dem ersten Magazin verbunden.
War
das wegen dieses Erfolgs der Weltmeisterschaft, dass du gesagt hast, das muss man irgendwie feiern, da muss man ein Magazin rausmachen? Oder gab es diese Magazin -Idee schon vorher und passenderweise hast du halt auch noch gesagt, wunderbar, wir können Nummer 1 direkt mit dem Weltmeister starten?
Letzteres. Also die Idee gab es schon länger und das war dann natürlich ein perfekter Einstieg. Wobei natürlich schon damals auch das Interesse der Gleitschirm -Öffentlichkeit an Wettbewerben, ich würde mal sagen, bescheiden war. Und so gesehen war es vielleicht nicht der perfekte Einstieg in der Hinsicht. Aber für mich persönlich war es natürlich ein toller Einstieg.
Damals hieß das Magazin auch schon Thermik. Zwischendrin mal nicht, aber da können wir da noch drauf. War das denn auch damals schon so ein Hochglanz -Magazin, wie es heute ist? Oder war das eher noch so Nummer 1, Schülerzeitungs -mäßig, Matrizen gedruckt und so durchgejagt?
War schon sehr bescheiden, wenn man es mit dem jetzigen Magazin vergleicht. Also es war schon gedruckt. Es war teilweise, damals gab es ja noch die Möglichkeit, heute macht das kein Mensch mehr, dass man aus Kostengründen Schwarz -Weiß -Seiten druckt. Also schon in der Druckerei. Es waren einige Schwarz -Weiß -Seiten drinnen, das war aber schon, ich sage jetzt einmal professioneller Druck. Aber das andere war ja irgendwo zwischen, wie sagst du, Schülerzeitung und professionellem Magazin. Und
wie lange hat es gebraucht, dass du sagen würdest, ab da waren wir wirklich professionell?
Ich würde sagen, das war dann schon, wir haben uns natürlich gleich von Anfang an, ich habe das damals mit vielen Freunden, die da unentgeltlich waren. Und die, die mich sozusagen mitgeholfen haben, anders wäre es gar nicht gegangen, haben wir an dieser Idee gearbeitet und haben uns natürlich dann von der ersten Nummer schon gesteigert. Aber der richtige Einstieg war eigentlich erst der Zeitpunkt, als wir das Gleitschirmagazin, also das Schweizer Gleitschirmagazin übernehmen konnten. Das war dann sicher ein großer Sprung. Das war 1998,
glaube ich. So ist es. Da würde ich gerne ein bisschen später nochmal darauf zurückkommen. Bleiben wir nochmal bei den Anfängen oder nochmal vor den Anfängen. Wie kommst du als Gleitschirm-Blog, dann auch Teamchef und sowas, wie kommst du auf die Idee zu sagen, hey, ich will eigentlich so ein Gleitschirmagazin machen? Das war
eigentlich die verrückte Idee, zu sagen, es gibt ein Magazin in der Schweiz, es gibt ein Magazin in Deutschland, warum gibt es keines in Österreich?
Das war eigentlich meine Urmotivation.
Aber eben auch vielleicht verrückt, weil heute, aus der heutigen Sicht weiß ich natürlich, die Märkte sind klein und Österreich ist zwar ein schönes Land zum Gleitschirmfliegen, aber von der Anzahl der Piloten natürlich nicht so groß. Und so gesehen war das eigentlich schon eine, nachträglich gesehen, vorwegene Idee.
Hast du denn vorgehabt zu sagen, hey, ich will das hauptberuflich machen am Anfang oder war das einfach so, ja, wir machen so als Hobbygeschichte, machen wir so ein Magazin, nebenher und dann gucken wir mal, wie das so wird? Die Idee war schon, dass das irgendwann mal mein Beruf werden sollte. Hattest du denn irgendeine journalistische Erfahrung? Gar nicht.
Also ich habe Betriebswirtschaft studiert und schreiben und lesen, das war immer irgendwie ein Hobby von mir, aber journalistische Ausbildung hatte ich keine.
Hattest du denn andere Vorbilder? Also jetzt wahrscheinlich kanntest du dieses Schweizer Magazin und vielleicht das Deutsche. Das Schweizer war Gleitschirm, das Deutsche war Fly and Glide damals, glaube ich. Waren das so deine Vorbilder zu sagen, genau den will ich nacheifern oder hattest du irgendwas anderes als Vorbild, wo du sagst, hey, ich sehe, da gibt es solche Hobbymagazine, also für Sporthobbys, die es so gibt, da gibt es Magazine, sowas will ich jetzt auch?
Ja, das waren natürlich die beiden Magazine, meine Vorbilder damals. Man sucht natürlich dann eigene Wege, aber grundsätzlich war die Idee, in der Zeit, in der Zeit, in der Zeit, in der Zeit. In die Richtung oder annähernd in die Richtung soll es gehen.
Wie bist du dann vorher, ich meine, du hast gesagt, du warst damals quasi Kapitän der Nationalmannschaft oder der Teamleader da, wie bist du da hingekommen?
Das war auch ziemlich verrückt, wenn man es aus heutiger Sicht sieht, weil ich habe 1989, glaube ich, mit dem Gletschernfliegen begonnen und war von Anfang an da total angefixt, wie man in Deutschland sieht. Oder in der Schweiz sagen würde ich eigentlich. Was würde man in Österreich sagen? In Österreich sagt man voll begeistert oder wie auch immer. Ah, okay. Und habe eigentlich, das war dann plötzlich, ich würde eigentlich fast sagen, der Lebensmittelpunkt, Gletschernfliegen.
Und bin eigentlich da an, habe zu der Zeit noch studiert, daneben eigentlich in jeder Minute, wo es irgendwie ging, war ich mit einem Gletschernfliegerisch unterwegs. Und bin dann relativ schnell, was aus heutiger Sicht auch wieder verwegen klingt, in die Wettbewerbsszene hineingerutscht. Das war natürlich eine völlig andere Zeit, kann man mit heute gar nicht mehr vergleichen. Mein erster Wettbewerbsschirm war ein STV Comet 25, den kennt wahrscheinlich nur mehr wenige. Riesige Fläche, langsame Geschwindigkeit. Und so ging das los. Damals war überhaupt das mehr ein Streckenfliegen mit Beteiligung vieler Piloten.
Also es war die Geschwindigkeit eigentlich weniger das Thema. Ja, und so bin ich da eigentlich relativ schnell hineingerutscht. War da auch jetzt vielleicht nicht bei den Top -Leuten, aber auch nicht ganz ohne Erfolg. Und war eigentlich auch relativ knapp, dass ich mich 1995 nicht für die... Nationalmannschaft für die WM in Japan qualifiziert habe. Und ja, irgendwie in Österreich gab es weniger Unterstützung vom Verband, natürlich auch aufgrund der Größe.
Und ja, da war das irgendwie logisch, dass ich dann irgendwie, die haben halt einen gesucht derzeit. Und damit fahrt es zur Weltmeisterschaft, das Teamchef. Ob das dann auch... Ich war dann auch noch... Das war, glaube ich, ein Jahr später bei der Europameisterschaft. Die Europameisterschaft in Norwegen, wo leider ja nichts Zählbares rausgekommen ist aufgrund des Wetters. Und so hat sich das eigentlich ergeben.
Kann man das eigentlich aus journalistischer Sicht, wo man sagt, Journalismus soll immer so unabhängig sein, ist das sinnvoll zu sagen, okay, ein Teamchef einer Nationalmannschaft macht letzten Endes ein Heft, wo er dann die Erfolge seines Teams feiert?
Das kann man natürlich... Auf die Idee kann man natürlich kommen. Aber das war damals eigentlich gar kein... Gar kein Gedanke. Also das war einfach nur, wenn ich mich richtig erinnere, war eigentlich zuerst die Idee mit einem ganz normalen Magazin, also nicht mit dieser WM -Nummer sozusagen zu starten. Das war eigentlich, ja, für mich irgendwie logisch und so
ist es dann auch geworden. Mit dieser oder nach dieser Nummer 1 ging es dann direkt im Monatsschlag oder Zweimonatsschlag weiter oder war das am Anfang sehr spärliche Erscheinung?
Nein, es war eigentlich schon, ich glaube, anfangs viermal im Jahr, dann sechsmal im Jahr. Also es war schon immer viel Arbeit.
Anfangs hieß dein Magazin ja Thermik, so wie es heute auch wieder heißt. Du hast vorhin schon gesagt, ja, dann zwischendurch war es die Gleitschirmen.
1998 war dieser Namenwechsel und sowas. Wie kam es dazu? Was war der Hintergrund?
Ja, mir war natürlich sehr schnell klar mit dem Versuch oder dem... Thermik -Magazin 1, wenn man es so nennen will, dass das schwierig wird, weil das sieht man ja dann eigentlich recht deutlich. Die anderen haben andere Mittel. Fly & Glide war damals schon, ja, Top Special Verlag. Also das war einfach eine ganz andere Nummer. Und da war mir eigentlich ziemlich klar, ob das auf Dauer so weitergehen kann, ist fraglich. Und die Idee, warum kann man nicht ein anderes Magazin übernehmen, war dann eigentlich relativ schnell ein Thema. Ja, aber kann man natürlich nicht, weil es geht nur, wenn jemand ein Magazin verkauft. Und das war dann beim Gleitschirm irgendwie der Fall. Das Schweizer Gleitschirm hat eine komplexe Eigentümerstruktur gehabt.
Und das hat sich dann irgendwie so ergeben. Und ich war dann zur richtigen Zeit am richtigen Ort, wenn man es so nennen will. Und dann hat sich das eigentlich ganz schnell ergeben. Und das war natürlich ganz eine andere Hausnummer damals. Und wir haben auch da nachträglich, würde ich so sagen, ein paar Ausgaben gebraucht, bis wir das damalige Niveau des Schweizer Gleitschirms gehabt haben. Also eher jetzt vom Layout her, von diesen Dingen. Aber es war dann ziemlich klar, Thermit war ein, würde ich mal sagen, Start -up im Studentenkreis. Und Gleitschirm war ein professionelles Magazin. Und völlig klar, dass wir den Namen übernommen haben.
Aber ihr habt damals nur den Namen. Und wahrscheinlich die Adressen übernommen. Oder habt ihr dann auch quasi Teil der Redaktion der Gleitschirm aus der Schweiz mit übernommen?
Wir haben da auch Teile der Mitarbeiter übernommen. Die Redaktion war damals schon ziemlich verwaist. Das war irgendwie das Problem. Eine große Schweizer Druckerei hat damals geglaubt, sie steigen ins Verlagswesen ein und haben mehrere Sportmagazine von Skifahren über Bike und eben auch Gleitschirm. gemacht und haben unter der Voraussetzung, dass man bei ihnen druckt, quasi das an freie Chefredakteure sozusagen übergeben. Und die gab es dann offensichtlich nimmer oder niemanden mehr, der das so weiterführen wollte oder konnte. Und in die Lücke durfte ich dann reinspringen.
Dann hast du Gleitschirm übernommen. Gleitschirm war das Schweizer Magazin. Es gab das deutsche Fly &Glide. Ich bin noch nicht so lange dabei. Aber ich weiß, dass ich, als ich anfing Gleitschirm zu fliegen, das war so um 2004 herum und davor hatte ich auch schon Bekannte, die Gleitschirm flogen. Von daher habe ich dann manchmal rumgeguckt und habe gesehen, okay, im Bahnhofskiosk, da konnte man immer noch sehen, da stand dann die Gleitschirm neben der Fly &Glide und konnte man dort kaufen. Wie kam es dazu? Also war das bewusst, dass du sagst, ich will auch auf den deutschen Markt gehen und wirklich Fly &Glide Konkurrenz machen? Ist das nicht auch anstrengend?
Naja, es ist so, dass das Gleitschirm Magazin durchaus auch am deutschen Markt, glaube ich, schon vertreten war. So gesehen war das eigentlich ziemlich logisch, dass man dort auch weiterhin versucht, die Präsenz zu steigern. Und so gesehen war das jetzt für mich eigentlich nur logisch. Und eher ist es schwieriger, oder nicht schwieriger, aber Österreich ist ja doch irgendwie Deutschland näher als der Schweiz. Ich nenne es jetzt mal ganz salopp sprachlich. Da gibt es ja doch auch ein paar Kleinigkeiten, die man da beachten muss. So gesehen war das für mich eigentlich logisch. Und Deutschland war natürlich der größte Markt. Das ist kein Zweifel.
Wenn man jetzt noch in der Geschichte weiterguckt, dann gab es die Gleitschirm ab 1998. Aber 2008 gab es dann, zumindest von außen betrachtet von mir, wie ich es so verfolgt habe, gab es die große Fusion. Damals gab es noch einen Gleitschirm. Das war ein zweites oder ein drittes deutsches Gleitschirm -Magazin, was nicht so weit vorher noch gegründet worden war. Das ist das Schlechtflieger -Magazin von Andy Cohn. Und es gab diese Fly & Glide und es gab die Gleitschirme. Und mit einem Mal hieß es, ja, jetzt gehen alle drei zusammen. Und du hast im Grunde deine Konkurrenten übernommen. Kann man das so sagen? Ja,
das kann man durchaus
so sagen, ja. Warum ist das so gekommen? Also warum hat nicht Fly & Glide dich geschluckt, wenn die doch eigentlich auf dem viel größeren Markt erst mal saßen?
Ja, es war eigentlich damals für mich unübersehbar, dass Fly & Glide auch, wenn auch anders geartete Probleme hatte. Die haben dann eigentlich, ich glaube, es waren in Summe sogar mehrere Redaktionsmannschaften ausgetauscht. Und schlussendlich sind sie dann bei einem Redaktionsbüro gelandet, wo, glaube ich, der Gleitschirmhintergrund relativ gering war. Obwohl die durchaus natürlich ein tolles Magazin noch gemacht haben. Aber da war irgendwie für mich schon, zu sehen, wie lange kann das noch weitergehen. Ja, ich meine, der Ja! Top Special Verlag in Hamburg, das war natürlich mit mir in keinster Weise zu vergleichen. Trotzdem habe ich mehrmals mit der Frau Ja!
damals telefoniert. Und die hat natürlich immer abgewunken. Wir verkaufen keine Titel. Und die haben aber auch nicht, weil du sagst, warum haben die uns nicht übernommen oder mich übernommen. Der Versuch, den hat es eigentlich nicht gegeben. Also die waren irgendwie mit ihrer eigenen Redaktion beschäftigt. Und ganz plötzlich hat sich dieses Blatt gewendet. Und es gab die Möglichkeit, auch das Fly & Glide zu übernehmen. Das war eh sehr unerwartet natürlich für
mich. Dann hast du jetzt die Fusion zu dem einen übrigbleibenden
quasi Magazinmonopol dann gehabt. War das so, würdest du sagen, war das so die goldene Ära, der, du hast es dann wieder Thermik genannt, also aus Gleitschirm, Fly & Glide, schlecht wie Fliegermagazin zusammengezogen, hast du wieder gesagt, okay, wir machen einen Namen wieder draus, geben die alte Thermik heraus. War das mit dem Zusammengehen, war das so die goldene Ära für dich?
Mit Sicherheit, ja.
Also das
kann man schon so sagen, ja.
Also das war natürlich, ich habe jetzt die Zahlen nicht mehr im Kopf, aber es waren natürlich mehr Leser, mehr Interesse damals noch. Das war irgendwie, ich glaube, es gab viele Piloten, aus dem Anfang der Gleitschirmszene, die dann auch irgendwann weggebrochen sind. Aber die waren natürlich relativ viele noch. Und das war sicher für mich oder vielleicht auch überhaupt die goldene Ära. Das ist keine Frage.
Wie hat sich denn so, wenn du das mal die letzten 30 Jahre so Revue passieren lässt, so ein bisschen im Kopf, wie hat sich da die Welt der Gleitschirmmagazine über die Zeit gewandelt? Gab es da irgendwelche auch typischen Trends und Entwicklungen? Jetzt nicht nur mit dem Zusammengehen, sondern auch von dem, was man sagt, was für Themen greift man auf? Oder wie geht man an bestimmte Entwicklungen in der Szene heran oder sowas? Oder würdest du sagen, eigentlich ist das seit 30 Jahren ein ähnlicher Stiefel immer geblieben?
Also das würde ich nicht sagen, ich kann es jetzt nicht so allgemein fassen. Aber natürlich für mich persönlich war es ein andauernder Entwicklungsprozess. Ja. Wo man neue Ideen aufnimmt und die vielleicht nach außen hin gar nicht so sichtbar sind. Und schließlich gab es natürlich auch dann andere Konkurrenz. Also es ist nicht so, dass wir als Monopolist hier übergeblieben sind. Das stimmt zwar im Sinne der… Zumindest als gedruckter Monopolist, sage ich mal. Ja, richtig. Aber man darf natürlich nicht vergessen, wir haben immer schon und auch steigende Konkurrenz von zwei Verbandsmagazinen gehabt.
Und das ist natürlich eine, muss man ganz offen sagen, unangenehme Konkurrenz, weil immer wieder natürlich suggeriert wird oder sich die Leute das fragen. Wir bekommen ja ein Magazin, sind Verbandsmitglieder, wozu soll man noch eins kaufen? Also die Geschichte ist immer ein Thema gewesen. Und natürlich die steigende Präsenz des Internets hat natürlich auch viele, ich sage jetzt mal Blogger oder andere internetbasierte Medien, um es so zu nennen, auf den Plan gerufen.
Nun hast du auch die Gleitschirm -Szene über viele Jahre sehr, sehr dicht begleitet. Macht man halt so, wenn man Journalist ist und darüber schreiben will, dann ist man auch eigentlich überall immer dabei. Was sind denn aus deiner Sicht so, auch wieder über diese 30 Jahre gesehen, so die größten Konstanten, die du da siehst, in dem wie die Gleitschirm -Szene funktioniert? Und was sind vielleicht die größten Veränderungen, die du erlebt hast als Umbrüche?
Also natürlich muss man das immer irgendwie im Kontext der Gleitschirm -Entwicklung sehen. Und natürlich gab es da viele Trends, die gekommen, teilweise wieder gegangen sind. Ja, so gesehen gibt es natürlich da, gab es da immer. Aber ich habe das immer irgendwie eher so kontinuierlich erlebt, wobei es natürlich immer Dinge gibt, wo man nachträglich sagt, das war jetzt weniger erfolgreich und das war irgendwie die Entwicklung weitergebracht. Und es ist ja, wenn man es natürlich vergleicht mit den Starts oder mit dem Beginn in den 90er Jahren, waren da natürlich die Sicherheitsproblematiken noch höher, wie sie dann im Laufe der Jahre, hat sich in dem Bereich natürlich irrsinnig viel getan.
Wobei mir immer vorkommt, es gibt immer noch Trends, die jetzt nicht nur positiv zu sehen sind. Zum Beispiel? Was das Thema Sicherheit betrifft. Also diese Zweiliner -Geschichte oder dieser Einbruch der Zweiliner in die normalen Gleitschirmbereiche, Sportklasse und wer weiß, wo es da noch hingeht, die sehe ich natürlich nicht nur positiv.
Weil du siehst, dass damit auch mehr Unfälle auftreten? Also nimmst du das auch so wahr?
Das nehme ich schon so wahr, ja. Das ist natürlich ein zweischneidiges Schwert, weil einerseits ist es ja eine positive Entwicklung, aber ich denke, es gibt noch immer viele Piloten, die sich in diesen Bereich begeben, den ich dann doch als problematisch empfinde. Anders positiv herum gesagt, es gibt so viele tolle ENA - und ENB -Schirme, die schon so viel Leistung bieten, dass gar nicht unbedingt die Notwendigkeit für mich besteht, unbedingt einen Zweiliner zu fliegen. Gab es denn, oder erinnerst du dich,
an irgendwelche Geschichten, die ihr mal gebracht habt, wo du sagen würdest, das war damals so ein richtiger Wow -Effekt, irgendwie eine neue Technik oder was, was dann aber später, das hat sich gar nicht durchgesetzt und das war letzten Endes eine tolle Entwicklung, aber irgendwo ein Schuss in den Ofen? Du meinst jetzt auch bei der Gleitschirmentwicklung? Ja.
Interessanterweise, so ein Talk fällt mir da gar nichts eigentlich ein.
Also ich erinnere mich zum Beispiel an so, es gab mal so einen Schirm, der war wie so eine Vogelschwinge in der Mitte nochmal runtergezogen, also so wie so zwei Flügel der Bionic. Und darüber habt ihr glaube ich mal ziemlich groß einen Beitrag gemacht und den erklärt und das war damals so aufgebaut, da konnte man die Mitte mit einer speziellen Leine, konnte man die Mitte runterziehen, dadurch die Fläche verkleinern und damit dann auch quasi statt Ohren anlegen, damit runtersinken. Und das galt damals so als so, ja, das vogelgleiche bionische Fliegen und so, also weil es auch so schön danach aussah. Ja. Aber der ist ja auch nach ein paar Jahren, ist dieses Konzept dann auch verschwunden, obwohl viele, die damit geflogen sind, schon sehr begeistert davon waren.
Das war ein Steckenpferd unseres damaligen Mitarbeiters, Sascha Burckhardt. Und weil das kam ja, der kam ja glaube ich, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, auch aus Frankreich. Und der Sascha lebte ja in Frankreich und den hat das begeistert und ich kann mich aber noch erinnern, wir haben ja eine Zeit lang bei unseren Tests Gleitvergleiche angestellt und Sascha hat uns dann unbedingt motiviert, wir sollen auch den Bionic mal sozusagen in unsere Gleitvergleiche einbeziehen und das war ziemlich, ganz ehrlich gesagt, leistungsmäßig mau, das Teil. Und ja, es war ein interessanter Eyecatcher, aber in der Luft aber so richtig hat sich das natürlich nicht
durchgesetzt. Das heißt, auch da hat letzten Endes die Leistung das Zünglein an der Waage vielleicht gespielt oder sowas. Schaut die Gleitschirmszene aus deiner Sicht zu stark auf Leistung? Ja, also da bin ich schon der
Meinung. Warum ist das so?
Leistung ist irgendwie einer der wenigen Faktoren, obwohl auch der, und das weiß ich aus eigener Erfahrung, sehr schwer messbar ist. Das ist irgendwie so einer der wenigen Punkte, der irgendwie greifbar ist. Und deswegen, glaube ich, werfen sich viele Piloten da natürlich drauf und irgendwie ist das anscheinend noch immer die große Motivation,
mehr Leistung. Du hast gesagt, Leistung ist so schwer zu messen. Ihr habt es aber trotzdem eine Weile gemacht, diese Gleitvergleiche und habt dann auch, glaube ich, Gleitzahlen angegeben und sowas. Warum habt ihr das eingestellt? Es war doch sicherlich ein Punkt, weshalb viele Leute vielleicht auch so, so ein Heft kaufen, um zu wissen, mein Schirm hat ja jetzt irgendwie eine 8,2 oder eine 8,7 als Gleitzahl da stehen.
Ja, ja. Das war, erstens einmal war es so, aber das war jetzt nicht der Grund, warum wir das wieder beendet haben, war es ein Wahnsinnsaufwand. Wir haben uns da vorher lange überlegt, wie können wir das machen. Und ich kann mich an unzählige nicht durchschlafene Nächte erinnern, weil wir schon um sechs Uhr früh oder im Sommer, noch früher am Flugberg standen. Dann brauchte man zwei Piloten mit identem oder möglichst identem Gewicht, mit identen Gurtzeugen, um diese Gleitvergleiche zu machen. Das war auch durchaus, also da bin ich nachträglich überzeugt, eine sehr gut zu messende Geschichte eigentlich.
Also es gab sicher Parameter, die schwieriger zu messen waren, als diese Gleitzahl. Das Problem, auf das wir dann eigentlich später gekommen waren, ist, dass man eigentlich Schirme ungerecht behandelt. Das ist irgendwie das Eigenartige dabei. Und zwar insofern, als die Gleitzahl in völlig ruhiger Luft zwar gut messbar und eigentlich vergleichbar ist, aber wir sind draufgekommen, dass es Schirme gab, die zum Beispiel in ruhiger Luft sehr gut performt haben und in turbulenter Luft gar nicht oder in mäßig turbulenter Luft.
Und umgekehrt ist es wie richtige, heute sagen wir oft beim Testen, die gut aufgeschwommen sind in so, ja, nicht ganz ruhiger Luft. Und da haben wir dann eigentlich gemerkt, das ist, da tut man einfach einigen Unrecht oder anderen Zurecht. Auch da haben wir gemerkt, jetzt kommen wir wieder zum Thema, Leistung ist alles. Die Leute haben sich natürlich wahnsinnig auf diese Gleitzahlen gestürzt und das war dann irgendwie das wichtigste Kriterium. Und es ist eigentlich nur mehr noch um Gleitzahlen gegangen. Und das war mir dann zu eindimensional schlussendlich.
Glaubst du, du hast Abonnenten verloren, als ihr das aufgegeben habt? Mit Sicherheit.
Also da bin ich überzeugt davon. Das war eingesessen und die Leute waren begeistert. Und plötzlich fehlt es und ich kann mich an einige Briefe, E -Mails, Reaktionen erinnern. Das heißt so richtig
ärgerliche Leserbriefe, die dann sagen, wieso macht ihr das nicht mehr und schreibt das mal wieder hin und sonstiges. Mhm.
Seit Anfang dieses Jahres gibt es das Thermik Magazin nur noch digital. Also nicht mehr in gedruckter Form.
Warum? Ja, ich glaube, die eine Geschichte ist, und da braucht man ja nicht allzu weit zu blicken, die Print -Szene oder die Magazin -Szene ist schon seit Jahren eigentlich in einer veritablen Krise. Und Druckkosten steigen, Versandkosten steigen. Was bei uns auch ganz schlimm war, währenddem wir früher zu Beginn eigentlich kaum Probleme mit nicht zugestellten Magazinen hatten, ist es plötzlich eigentlich uns in eine unakzeptable Stückzahl hinübergeglitten. Und das nicht nur in, also es gab Drittländer, die wir beliefert haben, wo wir Abos einstellen mussten, einfach weil man nach Spanien, Italien kein Magazin mehr schicken kann.
Es kommt einfach nicht an. Und das war dann auch in Ländern wie der Schweiz zum Beispiel, dass wir wahnsinnig viel Rücklauf hatten. Und das war natürlich auch ein Argument. Zeitgleich haben wir schon seit Monaten eigentlich an einer digitalen Magazin -App gearbeitet, weil wir mit unseren externen Versuchen, oder Versuche waren es ja nicht, das hat es ja lange gegeben,
Thermik bei Zinio, zuletzt auch bei Presspad, das ist ein polnischer Anbieter für Magazine. Aber das hat einfach immer große Probleme mit sich gebracht. Also solange man da nicht sozusagen alles in der eigenen Hand hat, war das problematisch. Und das war einer der Gründe, warum wir schon länger quasi überlegt haben, okay, geht nur mehr, wenn man das eigentlich selber macht. Und an dem waren wir eigentlich schon seit über einem Jahr dran. Und damit war das irgendwie ein guter Zeitpunkt, zu sagen so, jetzt probieren wir das einfach, jetzt machen wir das.
Und man sieht es ja auch, du hast ja auch darüber berichtet, das letzte französische Magazin, das Parapente Marc, hat seine Tore für immer geschlossen. Und das wollten wir natürlich nicht und haben gesagt, lieber jetzt, das ist zu spät. Jetzt probieren wir es nur mehr digital.
Glaubst du wirklich, dass so gedruckte Magazine eigentlich keine Zukunft haben? Ich meine haptisch ist es ja schon noch was viel schöneres, so ein Heft in der Hand zu haben, als auf einem kleinen Handy oder auch wenn man dann irgendwie so ein iPad oder sonstiges hat. Es ist trotzdem etwas anderes zu blättern oder so. Das Magazin, das kann neben einem immer auf dem Klo liegen, sobald man da draufsetzt. Dann greift man dazu und liest nochmal den nächsten Artikel da drin und legt ihn dann wieder zur Seite. Das macht man mit dem Pad und Handy dann vielleicht nicht so oder es ist einfach eine andere Herangehensweise.
Du sprichst da natürlich einen auch für mich sehr wunden Punkt an. Und ich habe es ja in meinem letzten Edito der letzten gedruckten Ausgabe ziemlich deutlich geschrieben. Für mich persönlich ist das natürlich ein schmerzhafter Einschnitt. Keine Frage. Dein Herz blutet. So ist es. Und du hast völlig richtig das beschrieben. Die Haptik und so, das kann ein digitales Magazin natürlich in keinster Weise bieten. Das ist leider so. Ob es jetzt noch, es wird sicher noch weiterhin Magazine auf Papier geben, also da ist für mich kein Zweifel. Aber vielleicht ist die Gleitschirmszene oder die deutschsprachige Gleitschirmszene zu klein.
Und wie man sieht, die französische auch. Aber ich habe jetzt noch immer dieses Projekt oder diese Idee auch noch nicht ganz abgeschrieben. Also wir denken ja nach wie vor nach, ob wir vielleicht ein Jahrbuch aller Magazine einmal im Jahr herausgeben mit sozusagen ein Compendium der zehn Ausgaben oder ob wir eine ganz kleine Anzahl,
anderwertig von gedruckten Magazinen so anders zu vermarkten versuchen. Aber ja, das steht noch ein bisschen in den Sternen, aber ist noch nicht ganz Geschichte.
Was ich beim französischen Parapontmarkt gelesen habe, war, dass die auch gesagt haben, vor allem im letzten Jahr, dass auch die Werbeeinnahmen sehr, sehr stark zurückgegangen sind, weil die Gleitschirmszene oder die Gleitschirmhersteller allgemein auch teilweise ein bisschen kriseln. Und nach Corona, wo es erst ein Hoch gab, aber dann auch wieder ein Tief und manche davon relativ tief gefallen sind und sagen, okay, wir müssen da erstmal auch an dieser Stelle sparen. Ist das auch etwas, was ihr deutlich merkt?
Durchaus, ja. Also wir haben das genauso gemerkt. Das ist eh genauso, wie du sagst. Also zu Corona hat es ja einen kleinen Hype gegeben bei den Herstellern und ab da ging es ziemlich bergab. Woran das liegt? Wahrscheinlich an der allgemeinen Wirtschaftslage zum Teil. Die Leute sparen und wollen nicht jedes Jahr oder jedes zweite Jahr ein Gleitschirm kaufen oder können das auch nicht. Und das haben wir natürlich genauso festgestellt. Und logisch aus Sicht der Hersteller, wo kann man noch sparen? Weil natürlich leider sind wir da die Ersten, die es in dem Sinn erwischt. Oder eine der Ersten.
Nun ist ja auch so, wenn man das so guckt. Ich meine, heutzutage gibt es Social Media, es gibt Instagram, Facebook, aber in dem Bereich immer mehr wahrscheinlich auch Instagram, wo auch die Hersteller selber dann halt diese Kanäle nutzen, um darüber quasi Direktwerbung zu machen. Und es gibt dann schöne Filmchen und man hat dann irgendeinen Kanal abonniert und kriegt dann diese Filmchen gezeigt und sowas. Und da muss man dann natürlich als Hersteller nicht mehr sagen, ich muss jetzt noch ein Magazin, was dann nur alle paar Wochen irgendwann erscheint. Und sonst muss da eine Anzeige schalten, sondern kann da auch relativ schnell darauf reagieren und immer so kleine Storys machen und sonstiges. Würdest du aber trotzdem sagen, dass eigentlich die Gleitschirmszene durch Social Media damit etwas verliert? Und sei es nur die Unabhängigkeit vielleicht?
Natürlich. Also das ist überhaupt keine Frage. Es ist wie in der allgemeinen Presse oder in dem Problem in der allgemeinen Presse. Natürlich vermischt sich Journalismus mit nicht journalistischen Inhalten und genauso wird es oder ist es in der Gleitschirmszene auch. Aber ich bin nach wie vor überzeugt, dass es ein Medium braucht, das unabhängig berichtet. Oder mehrere Medien. Du bist ja auch in diesem Bereich tätig. Also ich würde sogar sagen, als einer der wenigen, der über die Jahre irgendwie da konstant zeigt oder gezeigt
hat. Ja, es gab immer ein paar andere Punkte, Blogs, die mal versucht haben zu starten, aber die dann, glaube ich, nach einer Weile gemerkt haben, wie viel Arbeit dann auch letzten Endes da drinsteckt, weil man immer dranbleiben will. Dass man da viel Zeit reinstecken muss und dass man auch sagen muss, will man das machen, rechnet sich das für ein oder auch nicht. Und dann haben viele dann da, glaube ich, auch letzten Endes wieder aufgegeben. Was ich bei euch gemerkt habe, oder was jetzt gemerkt, wenn man so ein bisschen zurückblättert in frühere Ausgaben, was früher da so war. Ihr hattet aus meiner Sicht, einmal so ein richtiges Alleinstellungsmerkmal, auch im Vergleich zu anderen gedruckten Magazinen wie Cross Country oder sowas, dass ihr große Festivals gemacht habt, wo ihr sechs Schirme, zehn Schirme, Dutzend Schirme
parallel in einem Heft vergleichend beschrieben habt. Und ich weiß noch, ihr seid dann, glaube ich, immer als ganzes Testteam irgendwo nach Spanien oder sonstwohin gereist, habt dann da, ich habe euch da auch mal irgendwo, ich glaube bei Almeria oder sowas getroffen, da wart ihr, glaube ich, fünf, sechs Leute und ihr hattet dann ein halbes Dutzend Schirme dabei, immer untereinander durchgetauscht. Ihr seid immer rausgestartet, wieder oben reingelandet und da dann so langsam das Vergleichen gemacht. Und das war für mich immer so wirklich so ein Alleinstellungsmerkmal von euch, wo man auch wirklich sagt, hey, da kriege ich mal einen direkten Vergleich beschrieben. Auch wenn man vielleicht sagen könnte, ihr hättet von mir aus gerne ein bisschen pointierter manchmal die Kritikpunkte oder die positiven Sachen genauer so herausarbeiten können. Aber das war trotzdem etwas, wo man sagen würde, deswegen habe ich euch auch gekauft oder haben sicherlich auch andere Leute euch auch gekauft.
Warum habt ihr das aufgegeben?
Ja, da hast du völlig recht. Also das war mit Sicherheit ein Fehler oder der ist ja nicht von irgendwoher gekommen. Es war einfach für uns auch sehr schwierig, dieses Mannschaftsgefüge aufrechtzuerhalten. Und der Aufwand ist natürlich groß. Zudem, auch da haben sich Hersteller schon, ja, war das immer schwieriger, wir haben das eine Zeit lang dezentral gemacht. Das heißt, wir haben Schirme in einem Fluggebiet zum Beispiel gelagert gehabt, also diese ganzen Modelle, die wir getestet haben und haben das über einen relativ langen Zeitpunkt gemacht. Und da hat man dann schon auch den Unmut der Hersteller zu spüren bekommen.
Weil ihr so lange auf dem Schirm saßt quasi. Testschirme nicht mehr so lange zu blockieren. Und ja, das war, wir haben dann teilweise versucht, das komprimierter zu machen. Das war dann oft schwierig wegen dem Wetter und so. Aber es ist unser großes Ziel, das wieder aufzunehmen. Also es ist nicht so, dass wir haben das Know -how, wir wissen, wie es geht und wir werden das wieder machen. Also das ist überhaupt keine Frage.
Was ist für dich, oder was beinhaltet für dich ein guter Test? Du schreibst ja selber heute auch noch Testberichte. Gehst also wirklich, hast einen Schirm dort liegen, gehst dann zwei, drei Wochen damit fliegen und schreibst dann am Ende was. Was ist für dich das, was du damit transportieren willst? Was ist dir wichtig?
Also ich finde einerseits, dass unsere Tests oder überhaupt Testberichte, du machst ja auch welche, ganz wichtig sind, weil die anderen, ähm,
Testberichte, zum Beispiel Homologationstestberichte, zwar wichtig sind, aber natürlich nur ein sehr eingeschränktes Bild von einem Gleitschirm bieten. Und diese Art Schirme in der Thermik zu fliegen und auch über einen gewissen Zeitraum zu fliegen, während mehrerer Flüge über eine längere Zeit, das finde ich einfach ganz wichtig. Und das bietet einfach, nur so die Möglichkeit, den Schirm in der Realität zu beschreiben, zu vergleichen. Das ist wichtig, also für mich ganz wichtig.
Gibt es denn Punkte, wo du auch, oder hast du Erfahrung gemacht, dass Hersteller dich angerufen haben und dir sagen, das kannst du so nicht schreiben?
Ähm, so direkt eigentlich nicht, aber es gab natürlich in der Zeit, also in der langen Zeit, ich mache das jetzt im Test eigentlich auch schon seit 30 Jahren, da gibt es ganz eigenartige, oder gab es ganz eigenartige Fälle. Also ich kann mich zum Beispiel noch gut erinnern, als ich einen der ersten, ich glaube es war der Mentor 1 oder Mentor 2 von Nova geflogen bin, da bin ich ziemlich geprügelt worden und zwar witzigerweise beim gleichen Test, in beide Richtungen. Also der Hersteller war stocksauer wegen irgendetwas und hat mir das auch deutlich zu verstehen gegeben und die Leser haben, ich weiß gar nicht aus welchem Grund, vielleicht ist das in einem Forum damals
gemacht worden. Ich habe früher einmal, aber vor der Zeit, als ich mit dem Magazin angefangen habe, bin ich im Wettbewerb einmal in Oberschirme geflogen und das ist dann irgendwie mir angekreidet worden, quasi ich hätte eine nicht unabhängige Nahbeziehung zu Nova und das war echt krass, weil sozusagen für den gleichen Test habe ich beide Seiten abbekommen und ja, das war eigentlich der krasseste Fall.
Dann kann der Test ja vielleicht gar nicht so schlecht gewesen sein, wenn man von beiden Seiten Prügel bekommt, dann hat man vielleicht die Wahrheit relativ gut in der Mitte getroffen. Wahrscheinlich, ja. Es gab mal eine Phase, da hatte ich auch selber so den Eindruck, dass ihr eure Tests relativ weich gewaschen habt, sage ich mal. Und dann kam wieder eine Phase, wo ich dann auch dachte, also mittlerweile jetzt werden die Tests wieder ehrlich. Also weich gewaschen hieß, die Kritik, die man da aus euren Tests raus, die musste man so sehr zwischen den Zeilen suchen. Da gab es so Formulierungen drin, wo man dann denkt, geht nicht so wirklich gut ums Eck, aber das ist jetzt sehr nett umschrieben und da musste man schon wissen, was gemeint war, um das entsprechend rauszuhören.
Und dann irgendwann habt ihr wieder, oder hatte ich so den Eindruck, langsam werden sie wieder klarer mit dem, wie sie sich ausdrücken. Warum war das so? Oder kannst du das nachvollziehen?
Das kann ich nachvollziehen, aber ich kann es irgendwie gar nicht, also es gab jetzt nicht irgendwie,
wie soll ich sagen, eine Vorgabe bei uns intern zu sagen, so jetzt müssen wir wieder strenger testen oder wie auch immer. Das hat sich vielleicht irgendwie von den Schirmen her ergeben oder, also ich kann das jetzt nicht irgendwie an eine generelle Linie, an einer generellen Linie oder an einem, also das gab es bei uns nie. Also bei uns bekommen die Testpiloten die Schirme und ja, da gibt es eigentlich keine Einfluss. Die dürfen schreiben, was
sie meinen. Also da gab es damals keinen Redakteur, der nachher noch sagt so, du das ist mir zu hart geschrieben, ich mache da mal ein, geht leicht verzögert in die Kurve so oder.
Das gab es nicht, aber es gab natürlich Fälle, wo wir quasi, wo ich dann zum Beispiel Schirme auch geflogen bin, nachdem ich die Resultate des Tests gelesen habe, weil ich einfach wissen wollte, ist das wirklich so? Aber es ist, es ist ja wahnsinnig schwierig. Die von dir angesprochenen Test -Duells haben ja das ziemlich schonungslos eigentlich für uns intern an den Tag gebracht. Es gab Test -Duells, wo, ich kann mich gut erinnern, wo eigentlich, du sagtest ja, sechs, sieben Piloten oder fünf, sechs oder wie auch immer, völlig einig waren. Bei allen Schirmen, da gab es eigentlich nur einheitliche Meinungen
mit ganz wenig Anliegen, keine Abweichungen. Und es gab Test -Duells, wo die Meinungen auf und ab gingen, also wo das wirklich völlig konträr war. Und das ist, das macht das ganze Testen auch so schwierig. Es ist, offengesagt ist jeder Test ein subjektiver Test, der einfach die Meinung des Test -Pilotens widerspiegelt. Und es kann ein anderer von uns den Schirm fünf Minuten später nach der Top -Landung in Meduno fliegen und zu doch deutlich anderen Ergebnissen kommen.
Hat diese Testerei und diese journalistische Herangehensweise, dass man sagt, man versucht das ja schon halbwegs neutral, unabhängig zu beschreiben. Natürlich ist es immer subjektiv, aber trotzdem versucht man dem Schirm irgendwie nahe zu kommen und zu sagen, ich beschreibe etwas, was ich wirklich so gefühlt habe, dass ein anderer das nachvollziehen kann. Hat diese Herangehensweise auch deine Herangehensweise an die Fliegerei verändert?
Natürlich, bis zu einem gewissen Grad. Da bin ich mir sicher.
Es ist ja auch so, dass man bei uns intern auch, man findet ja nicht allzu viele gute Test -Piloten. Das ist ja gar nicht einfach. Irgendwie hat es sich in den letzten Jahren zum Beispiel, was für mich aber völlig okay war, so ergeben, dass es viele Test -Piloten gab, die sich für Hochleister oder für Sportklasse -Schirme interessiert haben.
Alle wollten zweileinermal fliegen, so ungefähr. Alle wollten
zweileinermal fliegen. Viele wollten dann noch vielleicht High -B fliegen, aber ich habe mich dann ein bisschen zwangsweise mit dem, was übrig blieb, der Chef sozusagen hat, sich mit dem zu beschäftigen. Und das waren halt dann oft High -A -Schirme oder Basis -Intermediates und das, was am Anfang vielleicht für mich ein bisschen schwierig war, weil die Freude sich da vielleicht auch in Grenzen hielt, hat sich immer mehr eigentlich zu, fast würde ich sagen, einer Leidenschaft entwickelt, weil mir das immer mehr Spaß machte und ich einfach sah, wie viel in der Klasse eigentlich schon möglich ist. Und jetzt fliege ich das eigentlich irrsinnig gern, diese Schirme. Ich habe immer noch auch so ein Projekt, leider komme ich wenig dazu,
auch mal zu zeigen, dass man, man gibt ja genug Beispiele, dass man mit solchen Schirmen uneingeschränkt tolle Stricken fliegen kann. Das ist sicher etwas, was sich verändert hat im Laufe der Zeit. Und andererseits, das sieht man auch bei Testivals sehr deutlich oder hat man bei Testivals deutlich gesehen, man muss immer wieder die Kollegen sozusagen bei der Stange halten, um nicht, wenn wir ein Basis -Intermediate -Testival machten, dass die das nicht aus dem Blickwinkel, aus dem Blickwinkel ihrer privaten Schirme sozusagen sehen, sondern die muss man dann, musste man immer wieder ein bisschen
bei der Kantare nehmen und sagen so, Freunde, wir fliegen da jetzt Basis -Intermediates, das sind tolle Schirme. Vergleich sie nicht mit euren
Hochleistern und sagt, das ist alles Krücken. So
ist es, genau
so ist es.
Ja, ja, genau so ist
es. So war es, ja.
Wenn du heute für dich nur fliegen gehen würdest, ohne Tests, würde du dann sagen, kannst du dann auch einen A -Schirm wählen oder einen Low -B -Schirm wählen oder würdest du dann schon sagen, nee, da habe ich schon Lust, was Sportliches zu haben?
Gar nicht. Also ich fliege die gerne, also ich würde die auch sicher gern fliegen, privat quasi, ohne jeglichen, also da gibt es so viele tolle Modelle, also ich habe da gar kein Problem damit.
Du fliegst dann auch hauptsächlich Testschirme, also oder hast du selber noch einen privaten Schirm oder sagst du eigentlich, bei uns liegt immer irgendwie was rum als Tester, dann bin ich damit unterwegs? Es ist
so, wir sind eigentlich ja fast ein bisschen unterbesetzt und ich habe schon immer wieder auch privat Schirme gehabt, aber in Wirklichkeit komme ich dann nie dazu, die zu fliegen und fliege eigentlich nur das, was sozusagen gerade ansteht.
Und diese Tester, fragt ihr die bei den Herstellern an oder sind das immer Sachen, die euch die Hersteller selber anbieten? Also sagt dann, Swing bringt einen neuen Miura, was auch immer raus und sagt, ihr Thermik wollt ihr den jetzt mal haben, testet den. Oder sind das auch Sachen, wo ihr sagt, nee, wir suchen uns auch aus, welche Modelle wir testen wollen?
In der Regel sind es Schirme, die wir anfordern. Natürlich gibt es auch Hersteller, die manchmal auf uns zukommen, aber in der Regel gehen wir auf den Hersteller zu und sagen, wir würden gerne dieses oder jenes Modell testen.
Und gibt es dann auch
Hersteller, die sagen
nein, kriegt
ihr nicht?
Gab es, ja. Selten, aber gab es, ja. Warum? Weil ihr mal
zu viel Kritik geäußert habt oder so? Oder was sind dann Gründe, dass ein Hersteller sagt, ihr als Magazin, die ja eigentlich auch Werbung für uns dann macht mit solchen Tests, die wollen wir nicht?
Genau so ist es. Es sind jetzt nicht, also das ist wirklich eine Minorität, aber es gab solche Fälle. Und natürlich dieses Thema mit, dass es mir zwar lächerlich erscheint, dass manche Hersteller wirklich schon mit Testschirmen sehr knausrig sind. Und natürlich ist es so, dass unsere Tests, finde ich, sehr aufwendig sind. Und man kann einfach nicht, was sich die Hersteller wünschen, das in zwei Flügen schnell mal abwickeln. Das geht einfach nicht. Mit den ganzen Messflügen, mit den Fotos, die wir machen, mit den Detailfotos. Und da gibt es immer mehr Hersteller, die,
nicht alle, aber es gibt welche, die natürlich sagen, das ist drei, vier Wochen ein Schirm weg, das ist schwierig. Was mir zwar, ja, ich würde einmal sagen, doch befremdlich erscheint. Bei Importeuren verstehe ich es nur ein bisschen mehr, die vielleicht nicht über so viele Modelle verfügen oder Testmodelle verfügen. Aber bei Herstellern ist es dann doch seltsam. Aber ja, in Summe bekommen sie wir immer dann doch irgendwie hin. Aber es ist nicht mehr ganz so einfach, wie es einmal war. Und es gibt natürlich auch, man muss natürlich auch sagen, die Hersteller sehen ja das oft nicht so. In der Regel sind unsere, und da schließe ich mich jetzt gar nicht aus, sind alle unsere Testpiloten ja nicht voll hauptberuflich Testpiloten, sondern die sind Lehrer oder was auch immer.
Und ich habe auch oft viel zu tun und kann nicht jeden Tag fliegen gehen, wo das vielleicht möglich wäre. Und das macht es natürlich dann zugegebenermaßen schwierig.
War das früher viel einfacher?
Das war früher doch
einfacher, ja. Über die Jahre gesehen, was hat dir am Magazinmachen so am meisten Spaß gemacht?
Ich mag einfach diesen ganzen Prozess vom konzeptuellen Beginn über das Entstehen dieser Berichte und des ganzen Magazins, hin zum Layout. Und bei uns ist ja das alles in,
wie soll man sagen, in enger Abstimmung oder eigentlich ein gemeinsamer Prozess, der mir einfach wahnsinnig viel Spaß macht bis hin zum, so wollte ich schon fast sagen, zum gedruckten Resultat. Mittlerweile ist es ja nicht mehr gedruckt, aber das macht mir einfach wahnsinnig viel Spaß, diese, immer noch, dieses Gesamte zu entwickeln vom Konzept bis zum Ergebnis. Bei
Thermik Digital, was ihr jetzt habt, behaltet, zumindest jetzt bei der ersten Nummer, ich weiß nicht, wie ihr das in Zukunft handhabt, ich werde das beobachten, zumindest bei der ersten Nummer, das sieht ja aus wie das alte gedruckte Heft, jetzt halt nur noch in digitaler Form. Man könnte ja auch sagen, wenn man es schon digital macht, dann passt man auch Layout oder sowas viel mehr daran an, dass man gar nicht sagt so, ich habe etwas, was ich als PDF auch so ausdrucken könnte als Magazin, sondern ich passe das viel besser an Bildschirmformate oder sonst was an, spiele anders mit Bildmöglichkeiten, die ich dort habe. Ich könnte Videos mit einbinden oder sonstiges was. Sind solche Ideen bei euch auch da oder sagt ihr, ist das bewusst, die Entscheidung zu sagen, nee, wir bleiben eigentlich bei dieser Erscheinungsweise mit alle Monat oder zehnmal im Jahr ein Heft und das Heft sieht auch digital so aus, wie es vorher gedruckt ausgesehen hat?
Ja, ich meine, wir werden sicher da auch Kompromisse eingehen müssen, die die Lesbarkeit dann auf zum Beispiel
Mobiltelefonen verbessert, aber grundsätzlich möchte ich schon ganz bewusst bei der Magazinform bleiben, wie wir es eigentlich kennen. Warum?
Ich meine, wenn ihr wirklich nur noch digital seid, warum? Das ist ja im Grunde so eine Reminiscenz an etwas, was im Grunde diese goldene Zeit ist, ist vorbei. Vielleicht ist es genau das.
Es kann natürlich sein, ja.
Du bist jetzt 64, wirst in diesem Jahr 65. Wie lange willst du noch Magazine machen, auch jetzt nur noch in digitaler Form?
Ich habe jetzt da keine, also eigentlich Open End. Ich habe jetzt da keinen, oder man könnte sagen, solange es mir Spaß macht. Also ich habe da kein Enddatum. Ich bin natürlich immer nur ein bisschen am Suchen nach einem Nachfolger, aber das ist gar nicht so einfach. Und so lange geht es einfach weiter, sage ich jetzt einmal.
Das heißt, das Marktumfeld ist auch, also ist es wegen des Marktumfeldes nicht so leicht, einen Nachfolger zu finden oder weil es wenig Leute noch gibt, die so passioniert wie du sagen, ich will so ein Magazin machen? Ich meine, du bist ja der Thermik Man, so gesehen. So ist es, ja.
Ich glaube, dass es an dem liegt. Also es gibt,
also ich finde die zumindest nicht, diese Leute. Und es gab ja in meinem direkten Umfeld ja einmal Mitarbeiter, wo das Überlegung war, aber die haben sich dann auch irgendwie verlaufen. Die gibt es zwar noch beim Thermik Magazin, aber machen halt andere Dinge daneben. Und so gesehen ist das natürlich, ein schwieriger Punkt.
War da früher mehr Passion, mehr Commitment irgendwo in der Szene, allgemein auch da?
Ich
tue mir da irgendwie schwer, das zu beurteilen. Ich möchte jetzt da einfach nicht nur sagen ja, weil das ist irgendwie so immer dieses, früher war alles besser. Das höre ich nicht so gerne.
Und zugegebenermaßen, das bringt vielleicht mein, du hast das ja angesprochen, doch schon fortgeschrittenes Alter mit sich. Man entfernt sich vielleicht dann auch ein bisschen von dieser Szene. Also anfänglich bin ich natürlich,
ist man bei der Flugschule, man beginnt, man ist in diesem Umkreis, man lernt neue Piloten kennen. Und von dem bin ich natürlich ein Stück weit weg. Ich bin zwar in der Szene noch voll drinnen, aber nicht mehr in diesem Bereich. Vielleicht auch was, wo man sich mehr wieder, ja, zurückbesinnen sollte oder hinbewegen sollte. Also lauter gute Vorhaben für das Jahr 2026.
Also ihr bräuchtet eigentlich junge Szene -Piloten, sage ich mal, die als Roving Reporter da irgendwo unterwegs sind und euch dann Berichte liefern. Durchaus, ja. Also dann darfst du jetzt gerne quasi eine Stellenausschreibung mündlich geben, beziehungsweise nicht Ausschreibung, sondern einfach sagen, was könntest du gerne gebrauchen? Wer kann sich bei dir mal melden?
Dem vorher möchte ich vielleicht nur vorweg sagen, es gibt ja immer wieder, gibt es natürlich Leute, die auf einem zukommen, die eine interessante Story zu liefern haben. Meistens sind es halt dann exotischere Destinationen, wo irgendwer war und das gerne mitteilen soll. Das ist für mich natürlich, oder war es immer schon, ein Problem, weil ich würde ja viel mehr, von hier berichten sozusagen oder mehr Regionales, mehr Lokales. Es gibt noch so viele Fluggebiete, die nie in einem Magazin erwähnt worden sind oder die überall im angrenzenden Ausland, also man muss nicht unbedingt
auf andere Kontinente reisen und das machen ja die wenigsten Leser. Deswegen berichten wir natürlich gerne auch über exotische Destinationen, aber, ich glaube, dass diese Bodenständigkeit hier auch wichtig ist und wäre und sowas suchen wir natürlich immer wieder mal.
Bodenständige Pilotinnen und Pilotinnen, die über das Naheliegende auch mal schreiben wollen, nicht nur in die Ferne schweifen. So ist es. Schweifen wir trotzdem noch mal ein bisschen zeitlich in die, vielleicht nahe oder ferne Ferne, welchen fliegerischen Traum würdest du dir gerne jetzt, jetzt noch erfüllen oder im Alter noch erfüllen? Falls du irgendwann mal in Rente gehst oder sowas, gäbe es noch etwas, wo du sagst, wenn ich diese Last des Magazins nicht mehr auf meinen Schultern hätte, was würde ich da noch gerne machen?
Also einerseits ist es so, dass ich vieles kenne und vieles gesehen habe und gerne da auch mehr wieder Zeit habe, dort zu fliegen. Also das sind oft ganz, ganz banale Fluggebiete, die gar nicht so weit weg sind. Also zum Beispiel Meduno ist bei uns ja ein, war einmal fast ein Herbst -Winter -Testgebiet, weil es bei uns halt oft schwieriger zu fliegen ist. Da war ich dann in den letzten Jahren sehr wenig und da würde ich gerne mehr hinfahren wieder und dort fliegen. Und so gibt es einige nahe Destinationen, oder relativ nahe Destinationen, die ich kenne und die ich immer wieder gerne bereisen würde.
Aber sicher gibt es auch Orte,
wo ich gerne mal hin möchte, wo ich noch nicht war. Also zum Beispiel in Südafrika haben wir gerade wieder einen Bericht von Michael Nesler gebracht, der dort war. Und da denkt man sich dann, das wäre doch etwas, das würde ich gerne machen. So gibt es sicher einige Spots, die interessant sind.
Und hast du auch noch fliegerische Ziele, die Leistungsziele oder sowas sind? Oder wo du sagst, da will ich noch, da will ich noch was lernen oder ich will noch mal mit einem A -Schirm einen 150er fliegen oder ich will noch irgendwie ins Agrofliegen einsteigen oder was auch immer man sich noch als Ziel setzen könnte?
Ja, das ist sicher bei mir, du hast das angesprochen, ich habe es zuerst auch schon einmal erwähnt, das würde mir viel Spaß machen, noch einmal mit einem A -Schirm oder mit einem Basis Intermediate größere Strecken zu fliegen. Das würde ich gerne machen. Aber irgendwie, ja, ist einfach viel Arbeit vor Ort. Und ehrlich gesagt, an der alten Nordseite waren ja die Tage in den letzten Jahren fast an einer Hand abzielbar, wo man solche Strecken fliegen hätte können. Und ich habe eine Zeit gehabt, wo ich auch so ein XC -Reisender nach Südtirol oder wo auch immer hin war,
da habe ich dann weniger Zeit gehabt. Und das würde ich gerne noch machen mit,
ja, das finde ich spannend. Mit ENA noch eine große Strecke fliegen.
Dann lieber Norbert, wünsche ich dir, dass das auf jeden Fall noch klappt. Ich denke, die Zeit wirst du finden. Vielleicht ist ja mit Thermik Digital fällt ein bisschen des Arbeitsaufwandes weg, den man mit einem gedruckten Magazin hat, weil man es nicht mehr versenden muss und sich nicht mehr um Druckerei und sonst was kümmern muss und sowas. Vielleicht hast du damit so ein kleines Zeitfenster, wo du dann zumindest zwei Tage im Monat noch mehr fliegen kannst und dir die guten Streckenflugtage damit raussuchen kannst. Ich wünsche es dir auf jeden Fall. Und ja, viel Erfolg damit. Und auch mit dieser Thermik Digital, dass es mit diesem Umstieg es trotzdem noch genauso seinen Markt findet. Und ich freue mich, wenn ihr auch diese großen Testevels, Vergleichstestevels wieder aufnehmen würdet. Fände ich klasse.
Vielen Dank für das Gespräch und hat mich sehr gefreut.
Weiterführende Links zu dieser Episode von Podz-Glidz findest du in den zugehörigen Shownotes im Gleitschirm-Blog Looglights. Dazu gehört auch ein spezieller Code, um für zwei Monate einen Gratis -Testzugang zur neuen Thermik Digital -Plattform zu erhalten. Hat dir die Folge gefallen? Dann erzähle doch deinen Fliegerfreunden davon. Gib ihr fünf Sterne auf der von dir genutzten Podcast -Plattform oder schreib einen entsprechenden Kommentar auf dem Gleitschirm-Blog Looglights. Außerdem werde doch zum Unterstützer meiner Arbeit. Auf looglights.blogspot.com findest du unter dem Punkt Fördern alle nötigen Infos und Links, wie du diesem Projekt mit einem frei wählbaren, großen oder kleinen finanziellen Beitrag weiter eine Basis geben kannst.
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