Dieses Selbstvertrauen, also dieses gesunde Selbstvertrauen, was ich da rede, ist kein Talent, sondern man kann es erlernen. Eines von den wichtigsten Punkten ist, das positive Selbstbild einmal zu haben. Und einer von den wichtigsten Punkten, glaube ich, ist dann auch, dass ich mir positive Erfolgserlebnisse schaffe. Dafür brauche ich meistens ein paar Ziele. Kleinere Ziele, die ich erreichen kann. Und diese Zielerreichung, diese kleinen Erfolge, die muss ich dann wahrnehmen. Das ist auch ein ganz, ganz wichtiger Punkt, glaube ich, was bei vielen nicht so funktioniert, sagen wir mal so. Meistens liegt dann der Blick auf das, was nicht gut war, was schlecht war, was einfach nicht so funktioniert hat, wie ich mir vorgestellt habe. Und ich muss aber, glaube ich, lernen, den Blick auch auf das zu richten, was gut war. Und das ist, glaube ich, ein ganz, ganz entscheidender Punkt dabei.
PUZGLIDZ, der Lu-Glidz -Podcast.
Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens. Heute mit
Britta Höpflinger.
Und ich bin Lucian Haas.
Warum fliegst du eigentlich Gleitschirm? Diese Frage stellt die Mentaltrainerin Britta Höpflinger gerne zu Beginn ihrer Workshops und Einzelsitzungen. Dabei hat sie schon erlebt, dass manche der teilnehmenden Pilotinnen und Piloten in Tränen ausbrechen. Der Grund? Beim Aufschreiben der Antwort wird ihnen plötzlich klar, dass sie sich von ihrer Urmotivation, dem eigentlichen Traum von Fliegen und Abenteuer, weit entfernt haben. XC -Kilometer und Punkte im XContest stehen im Vordergrund. Der ständige Vergleich mit anderen. Der Spaß bleibt dabei auf der Strecke. Wie kann man wieder zur echten Freude am Fliegen zurückfinden? Das ist eines der Themen, über das ich mit Britta Höpflinger in dieser Episode 184 von PUZGLIDZ spreche.
Die 46 -Jährige aus dem Enztal in der Steiermark erzählt von verschiedensten Ansätzen aus der Mentaltrainingpraxis und auch ihrer eigenen Erfahrungen. Zum Beispiel, wie man frustfördernde Ergebnisziele durch lustmachende Prozessziele ersetzt. Wie ein Emotionsflug -Tagebuch helfen kann, dem Positiven wieder mehr Raum zu geben. Oder wie man beim Thermikfliegen mit einer Art Mantra zugleich auch den eigenen Geist zentrieren bzw. fokussieren kann.
Solche anregenden Gespräche kann ich dir in PUZGLIDZ übrigens nur präsentieren, weil es Förderer gibt, die meine Arbeit an Podcast und Blog finanziell unterstützen. Mach doch mit! Wie das geht, steht im Gleitschirm-Blog Lu-Glidz und zwar dort auf der Seite Fördern.
Britta, inwieweit ist Gleitschirmfliegen ein mentaler Sport?
Für mich, glaube ich, hat Gleitschirmfliegen sehr viel mit mentalen Aspekten zu tun. Es wird oft nur der technische Aspekt gesehen, was natürlich, glaube ich, auch eine Grundvoraussetzung ist. Also ich glaube, von dem geht man mal ab. Es ist Grundvoraussetzung, dass ich eine Schirmbeherrschung habe, dass ich ein gewisses Wissen habe und auch aerodynamisches Wissen habe, Meteorwissen. Aber ich glaube trotzdem, es geht beim Gleitschirmfliegen sehr, sehr viel um Entscheidungen. Und für diese Entscheidungen, glaube ich, ist es wichtig, dass ich einen relativ klaren Kopf habe. Und damit meine ich einfach auch, dass ich nicht von meinen Emotionen abgelenkt bin, sondern dass ich klar bin im Kopf und dass ich gute Entscheidungen treffen kann. Und das, glaube ich, ist wichtig beim Gleitschirmfliegen.
Wird das von den Gleitschirmfliegern, so wie du sie erlebst, in deinem Umfeld und sowas, wird das eigentlich ausreichend so gesehen oder wollen die alle nur fliegen und an den Kopf denken sie eigentlich gar nicht?
Teils, teils. Ich glaube wirklich, teils, teils. Also ich glaube schon, dass es viele Piloten gibt, die sehr reflektiert sind, denen das auch bewusst ist. Und dann, glaube ich, gibt es aber auch andere Orte von Piloten, die wirklich nur fliegen wollen, die für das vielleicht ein wenig Verständnis haben, dass das trotzdem auch dazugehört. Ja, also ich glaube, teils, teils. Was gut ist, glaube ich, Entschuldigung, wenn ich sage, es kommt jetzt immer mehr zum Thema schon. Und das freut mich persönlich sehr. Also es wird auch in der Öffentlichkeit immer mehr Thema. Von Paul vom Kuschelbauer mit seinem Buch. Es gibt mehr Anbieter und das finde ich wirklich sehr, sehr gut.
Dass das mehr wird, meinst du, hängt hauptsächlich damit zu tun, dass es mehr Anbieter gibt, die gewissermaßen dieses Thema in die Szene mit reindrücken, so ungefähr? Oder gibt es noch andere Trends, warum das so ist?
Ja, ich glaube, es ist schon Angebot und Nachfrage, glaube ich. Also es impliziert sich ein bisschen gegenseitig. Ist die Nachfrage da? Wird das Angebot größer? Wird das Angebot sichtbarer? Wird es vielleicht ein bisschen mehr zu Thema? Und vielleicht kommt aber ein bisschen mehr Offenheit da. Das kann ich mir auch vorstellen. Dass mehr Offenheit kommt bei den Gleitschirm Piloten selber. Dass teilweise vielleicht offener gesprochen wird. Dass man sich selber, dass sich die Community ein bisschen diesem Thema öffnet. Dass einmal über Ängste gesprochen wird. Dass einmal davon gesprochen wird, dass ich nicht immer nur alles perfekt mache. Dass ich nicht immer nur meine Leistung bringe. Und dadurch, glaube ich, impliziert sich das ein bisschen gegenseitig.
Du hast gesagt vorhin, diese Piloten, die du erlebst, das wäre so teils teils. Die einen denken schon, sie müssten auch mental was machen und die anderen wollen einfach nur fliegen gehen. Würdest du denn sehen oder würdest du sagen von deiner Wahrnehmung her, die, die sich mehr mit dem Mentalen auch beschäftigen von ihrer, einfach von der Bereitschaft her, dass die im großen Durchschnitt auf jeden Fall auch die besseren Piloten sind?
Vielleicht auf lange Sicht, dass die besseren Piloten sind. Sagen wir mal so, besser ist natürlich immer relativ, glaube ich. Das ist, ich glaube, besser kann man zum einen natürlich rein auf das Technische sehen. Das ist ganz klar. Aber ich denke mir jetzt oft auch, was macht wirklich einen guten Piloten aus? Das ist, glaube ich, da so eine Grundfrage. Und ich denke mir immer, ein guter Piloten muss jetzt nicht immer der technisch Beste sein, der die weitesten Strecken sind. Ich glaube, beim Klettern sagen wir immer, der, der am meisten Spaß hat, ist der beste Kletterer. Und beim Fliegen würde ich das vielleicht ein bisschen anders sagen. Da würde ich einfach sagen, der das Vermögen besitzt einfach, dass er die eigene Leistungsfähigkeit einschätzt und das Flugvorhaben dementsprechend anpasst. Zu seinen eigenen Fähigkeiten.
Und je nachdem, was einem wichtig und wertvoll ist, der ist ein guter Pilot für mich, der auf die Nacht zufrieden heimgeht.
Und da ist es natürlich besser, nicht besser, mit mentalen Sicht, wenn ich mir dem bewusst bin, kann ich das besser umsetzen, glaube ich. Das ist meine persönliche Meinung. Dann kann ich das besser umsetzen. Dann kann ich vielleicht besser bei mir bleiben am Startplatz, kann mit meinen Emotionen besser umgehen, weil ich einfach weiß, was mir wichtig ist. Und dadurch vielleicht ein bisschen zum besseren Piloten werden.
Was sind denn aus deiner Sicht so die wichtigsten Themen oder Fragen, mit denen man sich so mit Bezug aufs Fliegen beschäftigen sollte als Pilot, um mental weiterzukommen? Wobei ich weiter jetzt nicht Kilometer meine.
Die wichtigsten Themen. Ich glaube, eines von den wichtigsten, wo ich ja immer beginne, bei meinen Workshops immer beginne, glaube ich, ist trotzdem, sich immer wieder bewusst zu machen, meine ursprüngliche Motivation. Warum fliege ich einfach? Ja. Was ist der Grund, dass ich, ich investiere ja Zeit ein, ich investiere Energie ein. Was ist der Grund dafür, dass ich da so viel Energie eininvestiere und was mir so wichtig ist? Und ich habe da schon ganz spannende Themen gehabt. Also ich fange beim Workshop meistens mit so einer kleinen Gedankenreise an. Warum fliege ich? Und das war dann schon oft spannend. Mit dem habe ich nie gerechnet, wie ich angefangen habe, dass wirklich Leute fast das Weinen angefangen haben. Sagen wir mal so, weil sie die ursprüngliche Motivation vergessen haben. Und das, glaube ich, ist schon ein wichtiger Punkt, dass ich mir das immer wieder einmal bewusst mache.
Kann sich natürlich auch ändern. Ist ganz klar. Mit dem Laufe der Zeit. Ich persönlich mache es für mich eigentlich einmal im Jahr, dass ich mir überlege, warum fliege ich eigentlich? Was für ein Pilot möchte ich sein? Und was muss ich dafür tun? Also das sind so drei kurze Fragen, was ich mir eigentlich einmal im Jahr selber stelle. Das ist, glaube ich, eines von den entscheidenden Sachen. Und dann, glaube ich, ist es auch wichtig. Was ich auch immer dazu rate, was dann ein weiterer Punkt ist, eine ehrliche Bestandsaufnahme machen, auch von mir. Also das ehrliche Hinschauen ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig. Sagen wir mal so, wo sind meine Stärken? Wo sind meine Schwächen oder Entwicklungspotenziale? Hört sich besser an. Das sagen wir beim Klettern gerne. Und da einfach mal eine ehrliche Bestandsaufnahme machen. Und dann sehe ich vielleicht schon ein bisschen ein Bild, wo ich arbeiten kann.
Bestandsaufnahme. Was nimmt man dann als Bestandsaufnahme? Also sagt man beispielsweise die Frage, bin ich gut im Thermikfliegen? Oder ist das Bestand, ich komme nie weiter als 40 Kilometer? Oder was gehört zu so einer Bestandsaufnahme dazu? Beziehungsweise welche eigenen Qualitäten sollte man für sich da mal abfragen gewissermaßen?
Ja, also wir haben da so, das habe ich heuer zusammen mit dem Aeroclub entwickelt, da muss ich sagen, so ein kleines Pilotenprofil entwickelt. Wo so ein Gesamtkonzept vielleicht. Also es geht jetzt nirgends zu tief hinein. Das sind ja auch die Wünsche oder die Anforderungen, je nachdem was ich mache, unterschiedlich sind. Aber es ist vielleicht so ein Gesamtkonzept, was vielleicht ein guter Pilot ein bisschen erfüllen will. Und das sind so Themen oben wie die Schirmbeherrschung, ist einmal ganz klar, glaube ich, von dem. Schirmbeherrschung, Wissen, das kann ich dann aufteilen. Aerodynamisches Wissen, Meteo -Wissen, also je nachdem, was ich dann brauche. Dann die passende Ausrüstung, glaube ich. Also die ist auch oben, die ist auch immer wichtig. Es ist dann aber auch die Konzentrationsfähigkeit haben wir oben.
Eigenverantwortung, einer von den wichtigsten Punkten, glaube ich, als Piloten.
Wie übernehme ich die Verantwortung für mein eigenes Tun? Begeisterung, Motivation ist oben. Aber auch der Umgang mit Stresssituationen, eigenen Ängsten. Selbstvertrauen ist, glaube ich, auch immer ein wichtiger Punkt, was ich unbedingt ansprechen möchte. Und das sind so die Punkte, wo man sich selber freilässt, subjektiv. Das ist ganz klar. Aber wo ich mich mal einschätzen kann. Ich kann für das, was ich möchte, so eine Skala von 0 bis 10. Und da kann ich mich mal einschätzen für meine Ziele, wo ich stehe.
Und das wäre so etwas, wo du sagen würdest, wir sind jetzt so gewissermaßen am Beginn der Saison. Und manche sind natürlich den ganzen Winter durchgeflogen und andere sagen, im Winter will ich gar nicht fliegen. Ich fliege erst, wenn es wieder warm ist. Und die steigen dann erst im Mai wieder ins Fliegen ein und sowas. Wo man sich jetzt mal hinsetzen sollte und sagen würde, ich gehe mal so eine Liste einfach durch. Und sagen mir, okay, wo stehe ich von meinen technischen Fähigkeiten, was macht mein Selbstbewusstsein und solche Sachen. Sollte man einfach mal aufschreiben.
Zum Beispiel, genau. Ich glaube, man kann das, ich weiß nicht, ob du da Lust hast, ich kann das auch irgendwie zur Verfügung stellen, dieses Pilotenprofil.
Ja, vielleicht gibt es das ja auch irgendwo als PDF zum Downloaden oder sowas. Dann verlinke ich das gerne in den Show Notes entsprechend. Oder e -mail an mich,
wenn ich es noch nicht zusammenbringe. Geht nicht genauso. Dass man sich das einfach mal ein bisschen anschauen kann. Genau. Finde ich aber sinnvoll, ja. Finde ich sinnvoll, das einmal zu machen. Einmal schauen, wo man steht. Es ist auch oft interessant dann auch, es gibt dann immer wieder Piloten, also was ich auch schon oft gesucht habe. Ich mache dann immer so, von 0 bis 5, also wo ich wenig zufriedenstellend bin, das wird dann ein bisschen rot ausgemalt. Und alles, was über 5 ist, wird grün ausgemalt. Und das springt halt dann visuell sehr ins Auge.
Würdest du dann auch sagen, okay, dann, wenn man dann überlegt, woran kann ich denn arbeiten, sollte man dann immer als erstes die roten Flächen in Angriff nehmen? Also sind das die Sachen, wo man sagen kann, wenn du da dran arbeitest, dann wirst du wahrscheinlich die größten Fortschritte machen?
Meistens ist es schon so, da wo ich die größte Schwäche habe, wäre ich am schnellsten erfolgreich, sagen wir mal so. Das kann ich am schnellsten vielleicht bearbeiten. Ich glaube, dass ich es immer noch ein bisschen in Verbindung bringen würde mit meinem Ziel. Was ist jetzt wirklich wichtig für das, was ich machen will, was ich erreichen will. Und da würde ich es in Verbindung damit bringen.
Du machst ja etliche Mentaltraining, auch mit einzelnen Leuten, mit Gruppen. Und wahrscheinlich fragst du dann auch solche Sachen ab oder verteilst da mal sowas und sagst, okay, tragt euch da mal so ein. Gibt es typische Themen, wo du feststellst, da liegt es bei den meisten oder bei sehr vielen im Argen? Und das ist eigentlich etwas, was so ein Grundthema ist, was vielleicht am wenigsten von der Flieger -Community beachtet wird, wo man aber am meisten daran arbeiten könnte.
Was? Also bei den Leuten, die zu mir kommen. Das muss ich natürlich jetzt auch eingrenzen. Das ist ganz klar. Es kommt ja nicht jeder zu mir. Was da schon sehr, sehr auffällig ist, ist schon immer auch das Selbstvertrauen. Dass wenig Selbstvertrauen da ist. Das ist sehr, sehr auffällig. Und auch eben der Umgang mit Stress, mit Ängsten. Wie spreche ich mit mir selber? Also das ist sehr auffällig dabei. Manchmal ist eine gute Übung, wenn ich das ausfühle. Ich habe es schon oft gemacht. Ich habe es oft erlebt, dass dann die Leute gesagt haben, es ist ja mehr grün, wie ich gedacht habe. Das finde ich auch immer recht spannend von dem. Da kann man
beim Selbstvertrauen direkt einen Punkt mehr geben, weil man dann sieht, eigentlich bin ich ja in sieben der neun Punkte grün und nur zwei bin ich noch rot. Also so schlecht stehe ich ja gar nicht da.
Genau. Also das ist wirklich oft der Fall. Also das ist wirklich sehr oft der Fall, wenn man das dann einmal ehrlich hinschaut. Weil wir sind ja sehr, sehr kritisch mit uns, einmal von vorne hinein als Vorurteil teilweise. Und dann ist das wirklich oft ein Bild, was das ein wenig aufmacht. Und das ist immer spannend. Aber ich glaube, Selbstvertrauen ist sehr, sehr oft ein Punkt, sagen wir mal so.
Gibt es Mentaltechniken, was auch immer, die sehr einfach sind, wo man sagen würde, damit kann man sehr gut an seinem Selbstvertrauen arbeiten? Oder ist Selbstvertrauen so eine komplexe Größe, dass man eigentlich nicht sagen kann, es gibt da so ein Ein -Ein? Eine Sache, wo man einhaken kann und damit zieht man das Selbstvertrauen einfach schnell nach oben.
Nein, ich glaube, dass man da sehr, sehr gut arbeiten kann. Was mir vielleicht noch wichtig ist, was ich gerade im Gleitschirmsport oft sage, was vielleicht in einer anderen Sportart nicht so wichtig, also nicht ganz so entscheidend ist wie beim Gleitschirmfliegen, weil das Gleitschirmfliegen ja trotzdem manchmal, es kann was passieren, sagen wir mal so. Und da ist mir schon wichtig, dass ich dieses Selbstvertrauen vielleicht ein bisschen definiere. Und zwar meine ich, wenn ich mal so eine Skala fahre. Das Erste, auf der einen Seite sind die Zweifel, Selbstzweifel, die, glaube ich, für jeden Piloten, für jeden Sportler Gift sind. Und auf der anderen Seite ist aber auch die Überheblichkeit. Und die möchte ich schon einmal kurz ansprechen auch. Überheblichkeit? Ja, Überheblichkeit. Also gerade im Gleitschirmsport, sagen wir mal so, weil ja nur Selbstvertrauen und vollkommen Selbstüberschätzung bringt mich auch nicht weiter, beziehungsweise kann ja natürlich irgendwo gefährlich werden dann.
Und da in der Mitte sehe ich dann das Gleitschirm. Und dieses Selbstvertrauen. Und das sehe ich eigentlich so als gesundes Selbstvertrauen. Das, glaube ich, eine ganz wichtige Basis ist, wo sich viele Themen dann auch von selbst, wenn ich das habe, viele Themen von selbst regulieren. Wenn ich ein besseres Selbstvertrauen habe, bin ich einfach weniger ängstlich. Ich kann vielleicht mit Stress, Druck besser umgehen. Also da gibt es die verschiedensten Punkte. Ich halte vielleicht länger durch, wenn ich mal irgendwo tief ankomme, weil ich das Vertrauen habe. Ich kann eh wieder raufkommen. Man setzt sich vielleicht höhere Ziele. Also da gibt es dann ganz, das spielt ganz viel rein.
Und dieses Selbstvertrauen, also dieses gesunde Selbstvertrauen, was ich da rede, glaube ich schon, ist kein Talent, sondern man kann es erlernen. Definitiv. Und das ist gar nicht so schwer, also von dem her. Also das ist gar nicht so schwer. Was ich da immer empfehle, ich glaube, eines von den wichtigsten Punkten ist das positive Selbstbild einmal haben. Eh, einmal schauen, was kann ich? Eh, wie ich es vorher gesagt habe, das ist alles grün. Kann ich gleich mal einen Punkt dazu machen. Also wirklich auf meine Fähigkeiten, nicht nur das, was ich nicht kann, sondern auf das, was ich kann. Und einer von den wichtigsten Punkten, glaube ich, ist dann auch, dass ich mir Erfolgserlebnisse schaffe. Dass ich wirklich positive Erfolgserlebnisse schaffe. Dafür brauche ich meistens ein paar Ziele. Kleinere Ziele, die ich erreichen kann. Und diese Zielerreichung, diese kleinen Erfolge, die muss ich dann wahrnehmen.
Das ist auch ein ganz, ganz wichtiger Punkt, glaube ich, was bei vielen nicht so funktioniert, sagen wir mal so.
Weil meistens liegt dann der Blick auf das, was nicht gut war, was schlecht war, was einfach nicht so funktioniert hat, wie ich mir vorgestellt habe. Und ich muss aber, glaube ich, lernen, den Blick auch auf das zu richten, was gut war. Und das ist, glaube ich, ein ganz, ganz entscheidender Punkt dabei.
Nochmal zurück zum Selbstvertrauen. Ich habe so ein bisschen den Eindruck, so wie du das erzählst, das hört sich für mich an, so wie Henne und Ei -Problematik. Was war zuerst da eigentlich? Ja. Also beispielsweise für das Selbstvertrauen, du hast gesagt, man kommt irgendwo tief. Habe ich da Selbstvertrauen, kann ich vielleicht da auch wieder aufdrehen? Das andere ist natürlich, ich muss die Technik haben, um aufdrehen zu können. Daraus wird dann das Selbstvertrauen, dass ich dann da auch aufdrehen kann. Also wie löst man dieses Henne -Ei -Problem an dieser Stelle eigentlich? Also wo kriege ich mit, wo dran habe ich eigentlich wie zu arbeiten? Wie kann ich selbstvertrauen werden, dass ich dann aufdrehen kann? Beziehungsweise wie kann ich lernen, so gut aufzudrehen, dass ich das Selbstvertrauen habe? Dass ich das dann letzten Endes auch kann?
Also ich würde trotzdem einmal anfangen, indem ich mir einmal Gedanken mache, ein bisschen zurückschaue, sagen wir mal so, wo habe ich das schon geschafft? Also so würde ich einmal anfangen, weil ich glaube, wir fliegen ja trotzdem alle schon ein bisschen länger, sagen wir mal, also wenn man jetzt schon tief ankommt und da mal selbst vertraut. Man hat ja schon Flüge gemacht, sagen wir mal so. Und vielleicht da einmal ein bisschen zurückschaut, wo habe ich das schon geschafft? Und sich das bewusst auszusuchen. Vielleicht, ich bin auch immer ein Freund, dass man es ein bisschen aufschreibt. Klingt vielleicht ein bisschen blöd, aber trotzdem, ich finde es eine wirkungsvolle Methode, so ein Erfolgstagebuch hineinschreiben. Also weil einfach das Schreiben das besser verankert in uns und wir das besser wahrnehmen. Also da bin ich wirklich ein Freund davon.
Da würdest du auch sagen, wirklich ein Erfolgstagebuch, da schreibt man dann keine Misserfolge rein, sondern man manifestiert sozusagen in der Schrift nur das, was wirklich gut war.
Primär. Primär einmal das, was gut war. Also ich habe auch schon eine Pilotin gehabt, da haben wir auch so gearbeitet und dann haben wir über das Thema Erfolgstagebuch geredet und sie hat mir voll Freude erzählt, ich habe eins. Dann habe ich gesagt, schauen wir mal rein, was steht drin. Dann ist sie schon immer stiller geworden.
Da steht nichts Positives drin, hat sie gemacht.
Also es war ein Erfolgstagebuch nur voller Misserfolge.
Genau, so ungefähr. Das, was nicht so gelaufen ist. Also es sollte schon primär einmal drinstehen, was gut gelaufen ist. Gerade wenn ich wenig Selbstvertrauen habe, glaube ich, ist dieser Punkt immer umso wichtiger. Ich führe selber das für mich mit ein. Ich habe auch so ein Erfolgstagebuch. Bei mir ist es schon ein bisschen umfangreicher. Also ich schreibe einmal rein, Punkt eins ist immer, was war gut. Und den Punkt gibt es immer. Den gibt es. Das ist einfach eine Regel. Es gibt einen Punkt, der was gut war.
Also bei jedem Flug beispielsweise findest du irgendwie eine Sache, wo du sagst, zumindest ich bin heile gelandet. Ich bin gut
gelandet und stehe gesund am Boden.
Ja, manchmal muss man ein bisschen kreativ werden. Nein. Aber es gibt ja meistens was Gutes von dem her. Das ist eine Regel, dass das definitiv als erstes drinsteht und schön drinsteht, sagen wir mal so. Ich reflektiere dann schon ein bisschen mehr. Bei mir ist dann meistens noch ein Punkt. Ich mache das dann ein bisschen mit unterschiedlicher Form. Das ist aber nur rein visuell für mich. Was darf ich noch lernen? Was gibt es am besten? Das ist ein Punkt, was ich noch lernen darf, wo ich vielleicht mehr aufpassen muss. Von dem her, bei mir waren es zum Beispiel, ich glaube, ein ganzes Sommer lang die Talwinde. Weil ich nicht gecheckt habe, dass man da in der Allee fliehen kann und dass das ungemütlich sein kann, runtergeschwappt wird. Also das war für mich auch immer so ein Punkt, glaube ich, der halt lang braucht. Und das war dann, also da gibt es den Punkt, worauf, was darf ich lernen, worauf muss ich mehr aufpassen?
Oder was möchte ich mir das nächste Mal mitnehmen? Also das habe ich schon auch drinnen, zusätzlich. Aber primär ist schon der erste Punkt, was war gut. Und das, ich nehme es dann her oft wieder, immer wieder mal und lese mir das durch. Also gerade bei einer längeren Flugpause, glaube ich, ist es entscheidend, dass ich mir durchlese, was schon gut war, was habe ich schon gut gemacht. Und wenn ich mich weiterentwickeln will, kann ich ja nachlesen, was war, was möchte ich mitnehmen? Was möchte ich heute davon, was das letzte Mal nicht so gut war, umsetzen zum Beispiel. Und so verwende ich das.
Machst du das nach jedem Flug? Also hast du quasi ein Flugbuch, was aber nicht unbedingt drinsteht, also die Daten stehen wahrscheinlich auch da drin, wo du sagst, an dem Tag bin ich geflogen, von dort und dort und so und so. Aber wo du wirklich einen großen Teil noch hast, wo du sagst, da ist jetzt in meinem Flugbuch ist quasi das emotionale Tagebuch dann auch da mit drin. Was habe ich mit diesen Flügen Positives verbunden? Genau. Hauptsächlich.
So ist es, genau. Also ich habe, also es gibt auch Piloten, die das wirklich auch bei den Kommentaren im richtigen Flugbuch machen. Also das kann jeder so, wie es für ihn handbar ist und individuell lösbar ist. Ich habe das Flugbuch einfach, was ich rauflade, was von meinem Gerät raufkommt da, sagen wir mal so. Und dann habe ich dieses emotionale Tagebuch. Das ist ein super Begriff. Dann habe ich dieses emotionale Tagebuch, Erfolgstagebuch. Und dort schreibe ich eigentlich, da schreibe ich die Kilometer. Und das sollten rein. Also da schreibe ich Flug, keine Ahnung, Emberger Alm, bei uns rein. Und dann schreibe ich eigentlich eher das rein, also die Erfolge, wie es mir gegangen ist, was darf ich lernen, was möchte ich näher machen, also in die Richtung, ja.
Kommen denn dann Themen immer wieder vor? Also wo du sagst, das kann ja auch frustrierend sein. Du machst ein Erfolgstagebuch. Klar, du hast immer kleine Erfolge. Aber vielleicht, wenn du sagst, ich, naja, ich schreibe auch mal Misserfolg rein. Und du sagst dann, wieder abgesoffen. Oder den Bart immer noch nicht ordentlich ausgedreht oder sonst irgendetwas. Also dass das immer wieder kommt und dass das dann auch eine, im Grunde eine negative Spirale sein könnte.
Naja, ich sehe es eher so, das sind Themen, wo ich arbeiten darf. Wo ich wirklich arbeiten darf. Also Negativspirale sehe ich es nicht so. Natürlich kann das schon sein, das auf alle Fälle. Aber es steht einmal drin, wie gesagt, die erste Regel, was wirklich gut war. Und das ist trotzdem der Punkt, was gut war. Und wieder, wenn du dann sagst, es steht immer drinnen gleich abgesoffen oder sonst irgendwas. Dann nehme ich mir das her und überlege mir schon, was kann ich tun? Ich kann mir das genau analysieren. Was war eine Fehlentscheidung? Dass ich wieder abgesoffen bin. Wenn ich es wieder mache, dass ich es wieder neu mache. Also, dass das Ganze jetzt zu negativ wird, so sehe ich es nicht. Oder sollte es nicht sein.
Wenn man so an Flüge herangeht, gerade jetzt am Anfang der Saison, hat man ja meistens große Vorstellungen und Ziele. Ist das kontraproduktiv?
Es kommt auf die Zielsetzung drauf an. Also ich glaube, Zielsetzung ist ganz, ganz ein eigenes Thema. Und ich glaube, das kann auch sehr, sehr viel Füllen von dem Ganzen her, also Füllen einen riesen Raum einnehmen. Generell bin ich der Meinung, ich unterscheide oft gerne ein bisschen zwischen Ziele und Visionen. Und diese Visionen, die ich habe, die können meines Erachtens nach nicht groß genug sein. Also die dürfen wirklich, wenn das mein Herz ist und mein Herz da aufgeht, dann dürfen diese Visionen, können ruhig groß sein. Also ich möchte x -Albs gewinnen oder sonst irgendwas. Also das ist nicht ganz so relevant, ob das jetzt realistisch ist oder nicht. Sagen wir mal so.
Aber es ist natürlich die Gefahr, wenn ich jetzt rein so gerade Ergebnis, Ziele habe, ist natürlich die Gefahr, dass ich dazu sehr festhacke an diesem Ergebnis, sagen wir mal so, und zu wenig ins Tun komme. Beziehungsweise auch zu wenig, wenn ich jetzt aufs Fliegen umliege, ich habe jetzt nur die 150 Kilometer da und ich denke beim Starten schon daran und erwische den ersten Bord nicht gescheit, bringt mir das nicht viel. Sagen wir mal so. Und da, glaube ich, ist schon der Unterschied und das Wichtige, dass ich von diesen großen Ergebnisszielen, Visionen umschalte, arbeiten kann in dem Moment, in kleinere Ziele. Also was muss ich dafür tun? Ich muss zum Beispiel konzentriert in die Dermalcken sein, schauen, dass ich die gut möglich ausdrehe.
Und das ist dann das Entscheidende beim Fliegen. Und ich glaube, diese großen Ziele sind als Motivation ganz, ganz wichtig, darf ich haben, unbedingt. Aber dann muss ich während ich fliege, während ich umsetze, glaube ich, muss ich in die Handlung kommen und im Moment schauen, was ist. Und das ist so ein entscheidender Punkt.
Auch auf deiner Seite, wenn man da nachliest und sowas, du unterscheidest oder nicht nur du, sehr viele Mentaltrainer und sowas unterscheiden ja gerne zwischen einer Ergebnisorientierung und einer Prozessorientierung, wie man an Dinge herangeht. Nun ist ja zumindest, wenn man so in die Gleitschirmszene guckt, das, was man von dem sieht, was andere machen, wenn man nicht wirklich ganz nah dran ist und mit ihnen spricht oder sowas, ist das, was man zu sehen bekommt, ist das, was im XContest steht oder sonstiges, dann sieht man einen Flug und sieht eigentlich nur, hey, der hat 200 Kilogramm. Er
hat 200 Kilometer
geschafft oder was auch immer. Weiß aber überhaupt nicht, okay, welche Erfahrungen, welche Emotionen, welche Ängste, was auch immer hat er zwischendurch durchgestanden. Aber man kommt dann sehr schnell halt vielleicht ein bisschen in die Falle rein, zu sagen, na ja, was der geschafft hat, will ich ja auch. Also man guckt dann auf dieses Ergebnis, der hat das 200er FAI geschafft und ich hänge da immer noch hinten dran. Wie kann man denn aus dieser Ergebnisorientierung für sich selbst zu einer Prozessorientierung fangen? Weil man sagt, ich gliedere das Ganze quasi in kleine Prozesse aus, wo ich sage, da kann ich besser werden. Und wenn die Summe der Prozesse gut ist, dann werde ich auch automatisch ein gutes Ergebnis letzten Endes erzielen. Aber wie kommt man da hin?
Das ist mein größtes persönliches Thema gewesen.
Also mit dem ich lange am meisten zum Kämpfen habe, gerade beim Zeitschirm fliegen. Also das war wirklich mein größtes Thema. Ich glaube, die Ergebnisorientierung, das fokussiert sich oft sehr, sehr viel auf Dinge, was außerhalb sind, die außerhalb meiner Kontrolle sind. Also wie das Wetter zum Beispiel, andere Piloten oder sonst irgendwas. Also gerade bei Wettkämpfen, Platzierungen, da kann ich immer noch meine Leistung beeinflussen, aber nicht wie die anderen Fliegen zum Beispiel. Also das kann ich da nicht beeinflussen. Was oft auch gut ist, was ich auch gerne verwende, ist da eben, was du gesagt hast, man sieht nur den 200 -Kilometer -Flug. Dass man sich das vielleicht einmal ein bisschen überlegt. Mit dem Eisberg -Modell. Es schaut ja nur die Spitze aus. Und das ist vielleicht der Erfolg vom anderen.
Sagen wir mal so, die 200 Kilometer. Und man mal bewusst macht, was sehe ich nicht? Und genau das ist ja das. Wie viel Energie, wie viel Zeit investiert der eine? Ist das vergleichbar überhaupt mit meinem? Kann ich das machen?
Um beim Eisberg zu bleiben, wie breit ist dessen Basis eigentlich? Ja, genau.
Und habe ich auch so
eine breite Basis? Kann dann letzten Endes meine Spitze so nach oben aus dem Wasser gucken? Oder gehe ich immer unter?
Ja, ich habe meine Basis dann vielleicht. Also das ist ja okay. Das ist ja vollkommen okay. Und da spielen viele Sachen mit rein. Aber wenn wir das einfach vielleicht einmal bewusst machen, dass ich von dem Vergleich wegkomme, dass ich das nie eins zu eins übernehmen kann. Vielleicht hat er auch ein anderes Risikobewusstsein, sagen wir mal so. Andere Ressourcen, anderes Risikobewusstsein. Also da gibt es ja die unterschiedlichsten Dinge, glaube ich. Und ich habe es, glaube ich, auf die harte Tour gelernt. Muss ich jetzt auch dazu sagen. Ich habe es durch Verletzungen gelernt. Ganz einfach. Also
du warst so ergebnisorientiert, dass du über dich selber drübergegangen bist und dich damit verletzt hast letzten Endes. Definitiv. Oder das Ergebnis war nicht der 200 -Kilometer -Flug, sondern was
auch immer.
Die Verletzungen. Ein gebrochener Fuß.
Ja, zum Beispiel, genau. Also bei mir war das so ein langer Weg. Und witzigerweise komme ich aus dem Leistungssport und habe das ein bisschen mitgenommen. Und das war in keinem Sport so wie beim Gleitschirmfliegen. Warum? Vielleicht wirklich das XC, das Vergleichen. Keine Ahnung, warum das da so extrem war. Und ich kann sehr, sehr gut über meine Grenzen gehen. Das kann ich. Und eh, wie du gesagt hast, bis ich mich einfach wieder einmal verletzt war. Und dann habe ich mir schon einmal ein bisschen überlegt, ob mir das drei-, viermal passiert, ob da nicht ein Muster dahintersteht. Und das war halt schon so. Immer, dass ich einfach gewisse Signale nicht gehört habe. Und ich habe mich dann einmal hingesetzt bei der letzten Verletzung und habe mir einfach einmal überlegt, auch wieder, was ist mir wichtig, was ist mir nicht wichtig.
Und habe für mich dann, was ich mir letztendlich mitgenommen habe, einfach so ein Akronym definiert, also so ein Wort für meine Werte, sagen wir mal so. Und das ist bei mir eben das Wort Fallen. Und da ist immer, das F steht für Freude als Grundlage zum Beispiel. Das sollte für alles, für Fliegen, für überall, ist einmal die Freude, das wird die Grundlage sein. Dann das A ist zum Beispiel das Agreement mit mir selbst, der Fokus, dass der wirklich auf mich bleibt, dass der nicht nach außen geht, dass der bei mir bleibt. Am Startplatz, in der Luft, nicht auf die Ergebnisse, was die anderen machen, sondern er bei mir bleibt. Das L, Lernen, ich möchte lernen, als primäres Ziel. Das Lernen, egal wie, Leichtigkeit möchte ich haben, das zweite L, Erfahrungen sammeln, positive Erfahrungen sammeln und eine nette Zeit haben.
Und dieses Wort einfach, das steht auch bei mir am Cockpit einfach groß oben, dass ich mich erinnere danach, weil es ist ja dann, du bist wieder in der Situation, fährst wieder ein bisschen raus, vergisst jetzt wieder alles. Und das sind so Werte, was ich da einfach mitnehmen wollte. Und das, glaube ich, muss man sich immer wieder bewusst machen. Was ist wichtig für mich? Was kann ich jetzt tun, damit ich auch diesem großen Traum, diesem Ziel näher komme?
Ich finde es interessant, dass du ein Wort wie Fallen genommen hast, was ja eigentlich eine negative Konnotation hat. Gerade wenn man fliegt, man will ja überhaupt nicht fallen und nirgendwo runterfallen und so was. Ich meine, am Ende landen wir immer irgendwo am Boden auf, aber es soll natürlich kein Fallen sein. Das,
glaube ich, kommt aus dem Klettern. Das, glaube ich, kommt aus dem Klettern. Dort soll jetzt was Positives sein. Und das Fallen in der Luft stört mich nicht. Ich darf mich fallen lassen, ich darf die Kontrolle, ist alles Auslegungssache. Ich darf mich fallen lassen, ich darf die Kontrolle vielleicht ein bisschen abgeben, ich darf loslassen, schauen, das annehmen, was jetzt ist. Also es muss nicht nur negativ sein.
Würdest du empfehlen, dass man sich solche Akronyme für irgendwas, dass sich jeder so was sucht und sagt, hey, das ist so mein Wort, mit dem ich mich dann auch in der Luft erinnern kann, an was bin ich eigentlich oder was will ich eigentlich, warum fliege ich, was ist der Prozess, auf den ich mich hier gerade konzentrieren sollte?
Jeden würde ich das nicht empfehlen. Jeden würde ich das nicht empfehlen, weil ich glaube, bei einigen wirkt es vielleicht gar nicht. Da wirkt vielleicht was anderes besser. Also ich glaube, das ist schon beim Mentaltraining schon eine Sache, dass wir sehr individuell sind.
Und da muss jetzt nicht unbedingt das Wort immer hilfreich sein. Mich unterstützt es. Es kann auch 50 Prozent andere unterstützen zum Beispiel. Aber ich glaube schon, was ist mir wichtig? Wie möchte ich sein, dass ich mir das überlege? Wie möchte ich fliegen? Was ist in der Luft? Was sind meine Prozessziele heute zum Beispiel? Was möchte ich heute machen? Was sind meine Erwartungen in der Früh? Oder ist das real? Passt das zum heutigen Tag? Passt das zu mir? Das sind so Grundsachen, glaube ich, was ich mir überlegen kann. Vor jedem Flug, was jeden, glaube ich, ein bisschen vorbereiten kann,
kann sehr unterstützen, sagen wir mal so. Wörter können 50 Prozent unterstützen. 50 Prozent können vielleicht von den Piloten nicht viel damit anfangen. Und da gibt es eben dann halt unterschiedliche Wege, was man versucht zu herausfinden, was mich unterstützt.
Lass uns doch mal ein bisschen über Prozessorientierung, Prozessziele reden. Und vielleicht manche Leute, die haben jetzt vielleicht nicht so viel Fantasie oder sonstiges was. Nenn doch einfach mal ein paar Beispiele. Was können für Flieger so typische Prozessziele sein, die hilfreich sind? Also was könnte man sich dann aufschreiben? Was wäre ein Prozessziel für mich, mit dem ich an einem Tag arbeiten will oder in die Luft gehen will?
Ja, kommt auch ganz auf die Themen an. Also es kann natürlich ein bisschen technischer sein, das Prozessziel, dass ich mir heute wirklich, konzentrieren möchte, wenn die Thermik kommt, dass ich den Schirm wirklich spüre, dass ich versuche ordentlich zu zentrieren zum Beispiel. Also dass ich da meine Konzentration einmal drauflege und wirklich, keine Ahnung, wenn ich immer früh am Boden stehe, schnell fliegen vielleicht noch ein bisschen weiter weg, sagen wir mal so. Aber dass ich einfach versuche, immer an die Basis zum Ausdrehen halt. Und mal die ersten fünf Bärte wirklich bis zur Basis ausdrehe. Das können so Prozessziele sein. Aber es gibt natürlich auch mentale Prozessziele. Heute führe ich zum Beispiel nur positive Selbstgespräche mit mir.
In der Luft?
In der Luft, genau.
Ist zum Beispiel mentales. Also die können ganz unterschiedlich sein.
Führst du regelmäßig Selbstgespräche mit dir in der Luft? Ja.
Laut? Also wenn ich neben dir fliegen würde, könnte ich dich hören und mitkriegen, was du da gerade dir selbst erzählst? Oder ist das etwas, was nur im Kopf stattfindet?
Ich rede teilweise laut mit mir, ja. Ich habe schon jeden Tag geschaut, habe meinen Funk eh nicht eingeschaltet. Das heißt, dass es dann nicht ganz peinlich wird. Ich glaube, so Selbstgespräche kennt ja jeder in irgendeiner Form. Sonst müssen sie nicht laut sein, können sie nur innen sein. Und ich glaube, wenn man da ein bisschen Fokus drauf legt, macht das relativ viel aus. Weil sie sind ja oft negativ, sagen wir mal so. Wir haben einen Wettkampfpilot, der mal bei mir war, da haben wir dann eh festgestellt, du redest ja richtig auf dem Boden hinunter.
Also da waren sie so negativ. Ich
glaube, das können viele Piloten.
Ja, genau. Und ich rede laut mit mir, ja. Ich rede teilweise laut. Nicht immer, das ist ganz klar. Nicht immer, aber wenn ich sehr gefordert bin, kann das schon mal laut sein, ja.
Und schaffst du auch, dich nach oben zu reden?
Ja, glaube ich schon. Wenn ich im richtigen Fokus bin. Dass ich mich motiviere, definitiv. Was
sagst du dir dann? Was sagst du dir dann zum Beispiel?
Ja, jetzt konzentrier dich nochmal. Es wird, also wenn es zum Beispiel herunten ist, sind ja oft die Dermiken ein bisschen unangenehmer, wie weiter oben zum Beispiel. Und dass ich mich daran lauter erinnere. Jetzt konzentrier dich nochmal. Schau, dass du dich ordentlich zentrierst. Dann ist das vollkommen okay. Mach deine 200, 300 Höhenmeter und dann wird es besser. Und das würde ich jetzt sagen, rede mich nach oben.
Und da sitzt du dann quasi gedacht als Coach neben dir. Genau. Und feuerst dich von außen an.
So ungefähr. Ja, zum Beispiel. Ist eine Methode beim Mentaltraining, dass man sich da wirklich redet wie der Coach von außen. Mit einem Server.
Wenn man im Flug gleichzeitig, man soll ja im Moment sein. Jetzt bist du gleichzeitig noch der Coach von außen. Das ist ja so ein bisschen zweigeteilt. Ist das der richtige Ansatz? Also kann man dann im Moment sein, wenn man gleichzeitig noch der Coach von außen ist und einen anfeuert? Oder ist das nur der Weg, um wieder in den Moment zu kommen? Genau.
Also ich sehe jetzt eher so, dass der Weg ist, dort hinkommen. Ich glaube, wenn ich jetzt vollkommen im Flow bin und alles fließt, dann brauche ich das in dem Moment eh nicht. Dann funktioniert alles, dann bin ich in keiner Negativspirale gefangen. Aber wenn ich jetzt Struggle mit mir selber habe, wenn negative Gedanken auskommen, dann glaube ich, unterstützt mich das sehr wohl. Definitiv. Oder kann es mich unterstützen. Und das sind sicher zwei Paar Schuhe. Also ich bin da in dem Moment, wenn ich jetzt so rede mit mir, sicher nicht voll im Flow. Nimm alles rundherum. War das nicht. Aber ich kann den Flow ja sowieso nicht erzwingen. Ich kann jetzt nur schauen, wenn ich aus dieser Negativspirale, wenn ich die Luft anhalte.
Es wackelt so viel, es ist wild. Es ist egal, wie es mit mir redet. Ich möchte landen, ich möchte raus. Dann kann ich das in eine Außensicht bringen, dass ich näher mal so in meine Gedanken, in diese schlechten Gedanken gefangen bin. Ich hoffe, das war jetzt verständlich.
Für mich war es verständlich. Ich hoffe, für die Leute, die hier zuhören, dann auch noch. Ich habe bei dir auf deiner Website so ein bisschen rumgelesen. Du hast da ja auch eine Art Blog, wo du dann immer wieder zu einzelnen Themen so Hintergrundsachen schreibst. Und da ist mir eine Sache besonders ins Auge geschwungen, weil mir das gefallen hat als Frage. Da geht es um die Fokussierung, gerade wenn man beispielsweise tief kommt und dann wieder aufdrehen will. Und da hast du eine Drei -Fragen -Methode. Und vor allem eine Frage hat mir dabei gefallen. Und diese Frage, was ist jetzt das Wichtigste? Genau. Und das hat mir sehr gut gefallen, weil es dann wirklich das ist, wenn man die sich stellt, was ist jetzt das Wichtigste, dass man nicht sagt, die 130 Kilometer, die ich noch erreichen will oder sonst was,
sondern was muss ich machen, um an dieser Thermik hochzukommen? Und alles andere muss ich erstmal ausblenden. Ich will ja eigentlich nur in der Luft bleiben.
Genau. Und das ist auch der Unterschied dann zwischen Ergebnis und Prozess. Weil wenn ich jetzt da das Ergebnis habe mit den 100 Kilometern, mich ärgern anfangen zum Beispiel, weil jetzt bin ich ja schon wieder tief, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass ich näher mal so hoch rauf komme. Weil die Wahrnehmung engt sich ja ein. Weil ich ja gefangen bin im echten Kilometerflug. Und wenn ich sage, was ist jetzt das Wichtigste? Vielleicht habe ich mir auch vorher überlegt, wenn ich wirklich mal tief herankomme, dass ich mal einen Blick rundherum mache. Weil oft ist man dann so im Fokus drinnen. Ich vergiss das rundherum und vielleicht 300 Meter daneben kreist ein Vogel, kreist ein anderer Paraglider und ich sehe das nicht einmal. Und das ist glaube ich dann das, was mich wieder zurückbringt in den Prozess und was ganz, ganz wichtig ist. Und man kann das Ganze ein bisschen unterstützen. Indem ich mir nicht erst in der Luft die Gedanken mache, sondern vorher schon.
Dass ich mir wirklich überlege, wenn ich das nächste Mal tief ankomme, dann schaue ich mir einen Blick herum. Dann konzentriere ich mich auf das, was ich jetzt machen kann. Und das kann ich natürlich vorher mal mental schon ein bisschen zurechtlegen, dass ich es dann besser umsetzen kann, wenn ich in der Situation bin.
Das heißt, mentales Arbeiten fürs Fliegen findet eigentlich, so wie du, also wie es jetzt klingt, zum größten Teil eigentlich Absicht. Das heißt, man ist nicht in der Luft, um dann mental zu arbeiten, sondern da setzt man eigentlich nur noch um und versucht, sich selbst zu coachen und solche Sachen. Aber was man sich so vorgenommen hat oder so, sollte halt zu anderen Zeiten dann entsprechend entstehen und aufgeschrieben werden oder was auch immer.
Definitiv. Einmal Gedanken gemacht haben. Also ich glaube, dass das ein wichtiger Punkt ist. Ich glaube, wenn ich in der Situation bin, muss ich nicht immer Angst haben. Wie gesagt, das kann Ärger sein, dass ich mich über selbst ärgere, dass jetzt ein Stress aufkommt. Dann Lösungen finden funktioniert meistens nicht. So ehrlich muss man sein in der Situation. Mentales Training ist trotzdem, dass ich mich vorher hinsetze, wie soll es sein, mir das überlege, was kann ich machen und das auch im Vorhinein abseits vom Fliegen trainiere. Es ist ein Mentaltraining, kann man vielleicht oder hat man schon öfters gehört, ist fast wie ein Muskeltraining. Und das vorher mache, ja.
Da kommt jetzt noch so ein Begriff auf oder ich bringe ihn jetzt auf, steht bei dir auch auf der Seite. Was dann beim Mentaltraining ein großer Faktor ist, ist die Visualisierung.
Eben nicht in der Luft sein, sondern eben am Boden sein, aber trotzdem Prozesse, die man dort dann in der Luft erleben kann oder die man dort durchführt und sowas, dass man das visualisiert. Wie kann man sowas machen? Wie visualisiert man?
Genau. Also das Visualisieren, glaube ich, das ist eigentlich, da kommt das Mentaltraining her. Das ist wirklich das Training für die realen Situationen. Und wie macht man das? Ich stelle mir vor,
ja, also, man kann sehr, sehr viel einsetzen, sagen wir mal so, aber ich stelle mir vor, wie was sein sollte. Und dann fühle ich mich in das hinein, also immer am Anfang, also ich sollte einmal wissen, wirklich wie es sein soll. Das ist einmal ein ganz wichtiger Punkt. Wie ich es haben möchte, wie es wirklich sein soll. Und dann anfangen tut man meistens an einem ruhigen Ort und dann versetze ich mich einfach rein und stelle mir vor, ich bin jetzt, ich fliege jetzt, ich bin jetzt in der Thermik, ich trage jetzt auf, es kommen vielleicht schlechte Gedanken hoch, ich setze mir meinen Satz, ich mache das jetzt, ich schaffe das jetzt, ich habe schon andere Situationen geschafft, ich drehe jetzt noch 300 Höhenmeter und da fühle ich mich rein. Und je mehr Sinn ich damit anspreche, desto wirksamer,
wirkungsvoller wird auch das Ganze. Und das Visualisieren ist ja nichts anderes, dass ich, ich will jetzt nicht zu wissenschaftlich sagen, aber trotzdem, dass ich meine neuronalen Bahnen vorbereite auf das Ganze. Aufwärme, Bilder, je nachdem, wo man steht. Und da spielt das Visualisieren eine ganz große Rolle.
Nun gibt es ja vielleicht viele Piloten, vor allem so am Anfang. Da hat man ja noch nicht so viele Erfahrungen in der Luft gemacht und man muss Neues lernen. Das Neue macht einem vielleicht auch Angst. Beispielsweise ich kurbel die erste Thermik aus. Das fühlt sich alles seltsam an. Das Vario piepst und stört mich noch. Und man weiß nicht, der Schirm wabbelt hin und her und hat noch kein Gefühl dafür und sowas. Sowas kann man ja nicht vorher visualisieren. Oder kann man das doch?
Wohl, kann man sehr, sehr gut visualisieren. Glaube ich schon. Auch wenn man es noch gar nicht
selbst erfahren hat. Also kann man Dinge visualisieren, die man...
Achso, ja, wohl, geht schon. Geht schon. Bin ich schon, also erfahren hat. Ich glaube schon, dass ich mich in Sachen reinversetzen kann, was ich vielleicht jetzt noch gar nicht so, also erlebt habe. Ich kann mir ja vorstellen, was ist meine Vorstellung davon? Und das nachher später abgleichen mit der Luft. Aber ich kann mir das glaube ich schon vorstellen. Ich glaube, ich weiß ja, dass vielleicht in der Luft, wenn ich das Gleitschirmfliegen anfange, dann hört man das ja, dass eine bewegtere Luft oft ein bisschen wackelig ist. Also das kriege ich schon einmal mit, sagen wir mal so. Oder ich bin selber schon einmal durchgeflogen, habe vielleicht nicht Eintritt in die Thermik, aber ich bin schon einmal durchgeflogen. Und das kann ich mir dann glaube ich schon vorstellen, dass es eben ein bisschen wackelig ist. Und ich glaube, was da schlechter ist, dass ich mir immer vorstelle, dass alles komplett ruhig ist.
Weil wenn ich jetzt thermisch fliegen möchte, habe ich eine bewegtere Luft. Und wenn ich mir jetzt immer noch vorstelle, es ist alles ruhig und es rührt sich nichts, dann ist ja diese Bahn in mir so gefestigt, dass ich dann erschrocken bin, wenn es wirklich einmal ein bisschen wackelt. Jetzt reden wir gar nicht von Klappern oder sonst irgendwas, das ist einfach einmal ein bisschen wackelig. Und wenn ich mir das vorhin schon vorstelle, dass ich einfach das Ganze ein bisschen bewegt ist, es wackelt ein wenig, dann bringt das schon sehr, sehr viel, glaube ich. Und das kann ich auch vorher trainieren, glaube ich schon. Also bin ich überzeugt.
Nun ist ja Mentaltraining, so wie es von außen, sage ich mal, wahrgenommen oder von vielen gesehen wird, ist ganz häufig als ein Training, um eigentlich Ängste zu überwinden oder Ängste wieder loszuwerden, die mit irgendeinem Vorkommnis dann entsprechend zusammenhängen. Kommen bei dir eigentlich die meisten Kunden wirklich dazu, wegen Angst oder sind es auch von vielem, was wir bisher besprochen haben, ging es ja darum, eigentlich positive Sachen zu setzen und Prozessorientierung und sonst irgendwas. Aber ist eigentlich von deiner Praxisarbeit, steht da vielleicht doch die Angstarbeit im Vordergrund?
Minimal im Vordergrund, glaube ich. Also ich glaube, es sind sehr, sehr, also es sind ein bisschen über die Hälfte, es sind Piloten, die ein bisschen blockiert sind, irgendwo schon Themen haben, die vielleicht auch, zu spät zum Mentaltraining kommen, sagen wir mal so, weil sich wirklich schon die Angst aufgebaut hat, dass sie früher landen gehen, dass die Nervosität am Startplatz sehr, sehr groß ist. Also das kann ganz unterschiedlich sein. Aber es sind auch genau, also ein bisschen weniger, ich hätte jetzt 60, 40 geschätzt, wenn ich es jetzt auf eine 2 runterbrechen sollte. Andere Piloten, die kommen, die wollen vielleicht ein bisschen bewusster fliegen, sich ein bisschen besser werden, wollen einmal auf Strecken gehen, längere Strecken fliegen oder vielleicht für einen Wettkampf. Das sind dann ganz wenige, muss ich jetzt auch dazu sagen.
Aber die trotzdem einfach bewusster und sich gezielt verbessern wollen, das wären dann ungefähr, also knapp unter der Hälfte, hätte ich jetzt gesagt.
Die Leute wollen ja ihre Angst loswerden, weil sie wieder unbeschwert fliegen wollen, können und sowas. Ist das überhaupt sinnvoll, eine Angst loszuwerden?
Nein, überhaupt nicht. Also ich glaube, diese Angst loswerden ist ganz ein spezielles Thema. Also gar nicht. Das glaube ich überhaupt nicht, weil sie hat ja trotzdem auch schon evolutionär in uns einen Sinn, sagen wir mal so. Also sie schützt uns auch in gewisser Form, auch beim Gleitschirmfliegen. Also ich glaube, wenn ich komplett angstfrei bin, dann fliege ich auch gefährlich. Definitiv irgendwo. Also das glaube ich schon. Diese Angst loswerden, finde ich jetzt auch nicht den richtigen Ansatz. Es geht um den Umgang damit. Wie kann ich trotzdem umgehen damit? Wie kann ich die, die vielleicht akzeptieren, dass sie da ist, ihre Funktion wahrnehmen, sie schützt mich irgendwo, aber trotzdem meine Ziele umsetzen
und mit ihr umgehen? Und ich glaube, um das geht es einfach, ja.
Wie kann ich eine Angst für mich positiv einsetzen?
Ja,
sich den positiven Seiten einmal bewusst werden. Also wir machen da oft im Workshop, ist das natürlich auch immer wieder Thema, da machen wir so eine Art Reframing, dass wir einfach trotzdem einmal die zweite Seite, die positive Seite betrachten von dem Ganzen.
Die Angst hat ja verschiedene Variationen. Also wie gesagt, sie schützt mich, aber sie kann mich ja zum Beispiel auf ein Erregungsniveau bringen, dass ich nicht unteraktiviert bin, dass ich nicht alles zu locker nehme und da wieder ein Fehler passiert, ein Unfall passiert. Sondern sie bringt mich auf ein Erregungsniveau. Ich bin vielleicht ein bisschen konzentrierter. Also solange ich nicht gelähmt bin, das ist schon klar, aber sie hat ja positive Seiten. Ich bin vielleicht ein bisschen konzentrierter, wachsamer bei dem Ganzen und das auch wahrnehmen. Und ich glaube, es ist auch okay, wenn man sagt, mir ist eine gewisse Sicherheit wichtig. Also ich bin jetzt auch schon so, ich möchte mich nicht verletzen und das ist mir wichtig und ich möchte gut auf mich schauen. Und da schützt sie mich auch. Und ich glaube, ich kann mir die positiven Seiten ein bisschen hervorheben auch
und dadurch mit der Angst akzeptieren, dass sie da ist. Und das, glaube ich, ist ein ganz, ganz wichtiger Schritt. Wenn ich mich nur ärgere wie die Angst, jetzt ist sie schon wieder da, das verursacht ja noch mehr Stress in mir, körperlich und alles. Und ein wichtiger Punkt ist immer, einer von den Ersten auch, dass ich das akzeptiere. Okay, ich merke jetzt, dass Angst da ist. Das ist okay. Aber ich habe das und das als mein Ziel. Schauen wir mal, was ich als nächsten Schritt machen kann. Ich verspreche mir vielleicht selber, ich schaue gut auf mich, ich passe gut auf mich auch, aber ich möchte das jetzt machen.
Kann man mit Angst verhandeln?
Ja, glaube ich schon. Weil das ist ja eine Art Verhandlung. Ich verspreche mir selber, Britta, ich verspreche dir jetzt, ich schaue gut auf mich. Wenn ich jetzt merke, es tut gar nicht mehr der Wind frisch zu viel auf, gehe ich sofort landen. Dann ist das vielleicht eine Verhandlungsbasis, ja.
Und die Angst hört da drauf?
Man muss trainieren, ja. Also ich glaube, man muss ein bisschen trainieren, man muss sich dem bewusst sein. Und die Angst, es ist ein guter Weg, damit umzugehen. Ja, glaube ich schon. Und vielleicht, oder wenn ich jetzt in der Thermik, wenn ich jetzt vor der Bewusstsein bin, dass ich einen bewegten Lufthangst habe, dass ich mir einfach den Deal mit mir selber mache, ich fliege jetzt nochmal rein, bleibe fünf Minuten drinnen. Die fünf Minuten denke ich jetzt nicht an meine Angst. Da schaue ich gut, fliege aktiv und dann fliege ich wieder raus und entscheide neu, ob ich jetzt landen gehe, ob es mir zu viel ist oder ob ich nochmal reinfliege. Und da, glaube ich, ist das ein guter Weg, wo sich die Angst ein bisschen draufhört, wie du das sagst, ja.
Nun ist ja Angst auch viel einfach Bauchgefühl oder etwas aus dem Unterbewusstsein, was ja vielleicht auch mit Hirnstrukturen zusammenhängt, die jetzt mit unseren kognitiven Sachen wenig zu tun haben, sondern da gibt es einfach Fluchtreaktionen und was auch immer da im Hirn alles, alles da in den Ur -Hirnstrukturen alles so abläuft. Gibt es denn, das eine ist jetzt mit deiner Angst zu reden oder zu sagen, halte dich mal fünf Minuten zurück, ich will jetzt noch weiter fliegen. Gibt es denn noch andere Techniken, die jetzt nichts mit Kognition zu tun haben, wo man im Flug seine Angst, wenn man merkt, sie kommt auf, wie man wieder mehr zu sich kommen kann oder sagen kann, hey, ich sage der Angst, zieh dich mal wieder zurück und die sagt, ich habe aber keine Lust dazu, sondern dass man das auf andere Weise sich wieder, sagen wir, etwas ruhiger bekommt?
Ja, natürlich. Also ich glaube, das ist, was da hinaus ist, also ich glaube, mit Atemtechniken kann ich ganz, ganz viel machen. Also der Atem, glaube ich, der ist einer von den wichtigsten Tools, auch der unser Unterbewusstsein ein bisschen beeinflussen kann. Also auch meine Erektheit oder sonst irgendwas. Also ich glaube, dass das ein ganz wichtiger Punkt ist auch.
Was wichtig dabei ist, wenn ich jetzt irgendeine Situation habe,
bleiben wir bei den Dermiken, es ist unruhig und ich weiß mir gerade nicht zu helfen und dann denke ich mir, ah, ich habe einmal gehört, Atmen hilft. Und dann tue ich, das wird wahrscheinlich nicht so viel bringen. Aber ich glaube, wenn ich mich daheim ein bisschen beschäftige, mit dem Atmen auch, wenn ich jetzt gerade mich ein bisschen runterholen will, wenn ich das jetzt ganz vereinfacht sage, dann ist die Ausatmung das Entscheidende. Eine lange Ausatmung, das Entscheidende. Und wenn ich das ein bisschen trainiere, wenn ich immer wieder ein bisschen Atemübungen mache, dann kann ich das in der Luft auch sehr, sehr gut umsetzen und mich da auch regulieren.
Ist das eine lange Ausatmung oder ist es eine tiefe Ausatmung? Also ist das Wichtige, dass man möglichst viel Luft auch aus der Lunge dann letzten Endes herausbekommt? Oder ist es wirklich dieses, ja dadurch, dass man langsam ausatmet, dass dieses rausfließen lassen, dass das die Ruhe bringt?
Das ist jetzt eine gute Frage. Ich glaube, dass das Entscheidende ist, also dass man nicht, wenn ich mich jetzt regulieren will, liegt der Fokus auf der Einatmung. Floch, meistens im Brust und aus dem muss ich rauskommen. Und da, glaube ich, ist schon diese lange und tiefe Ausatmung. Also wenn ich mich jetzt eher pushen will, dann geht es eher dass der Fokus auf der Einatmung ist. Und will ich mich runter regulieren, dann sollte es wirklich eine lange tiefe Ausatmung sein. Vielleicht auf einatmen und dann auf zwei tief ausatmen. Also so würde ich es erklären. Und ich glaube, Atemübungen gibt es ja, glaube ich, wie Sand am Meer. Also da gibt es ja Bücher davon. Aber ich glaube, das sind zwei Grundregeln, die ich relativ leicht mitnehmen kann und umsetzen kann, sagen wir mal so.
Und da geht es wirklich um die tiefe Ausatmung, dass die Luft da wieder rauskommt und das vielleicht doppelt so lange wie die Einatmung.
Auf deiner Website habe ich von einer Atemtechnik gelesen, die 4 -7 -8 -Technik hast du da geschrieben. Ja. Und das ist quasi vier Zeiteinheiten, sagen wir mal, Sekunden, vier Sekunden einatmen, sieben Sekunden den Luft aber anhalten und dann acht Sekunden ausatmen. Warum Luft anhalten? Was bringt das?
Dass sich der Sauerstoff ein bisschen verteilt da im ganzen Körper. Genau. Ich atme ein, dann gebe ich ihm ein bisschen Zeit, dass er sich wirklich verteilt im ganzen Körper und dann mache ich die Ausatmung von dem her. Also das ist eine sehr, sehr gute Atemtechnik auch zum Runterkommen, glaube ich. Also gerade und trotzdem aktiv bleiben, dass ich nicht einschlafe, sagen wir mal so, trotzdem aktiv bleibe, trotzdem runterkomme. Ja, das Wichtigste ist, glaube ich, trotzdem auch, dass ich überhaupt atme einmal und nicht nur die Luft anhalte. Also da fangen wir mal an, glaube ich, von dem her. Also das ist, glaube ich, ganz wichtig, dass ich überhaupt atme, weil oft bleibt man in der Starre und ich halte die Luft an. Und wie gesagt, als zweiten Tipp, glaube ich, die wirklich mit auf die Ausatmung achten.
Und das 4 -7 -8 ist dann, glaube ich, schon vielleicht eine Stufe höher. Aber das kann ich daheim wunderbar üben. Es gibt auf YouTube da Videos, wo ich es machen kann. Ich kann es selber mit mir machen. Es gibt Apps, wo ich es machen kann. Und das, glaube ich, ist ein super Weg, abgesehen jetzt von den Kognitionen mit der Atmung, dass ich da eingreifen kann bei mir.
Ich nehme an, dass es wahrscheinlich am Ende gar nicht mehr so wichtig ist, die genaue Atemtechnik, ob das jetzt eine 4 -7 -8 ist. Es gibt auch eine, ich habe mal eine 4 -4 -4 -4 -Methode gelesen, wo man vier Sekunden einatmet, vier Sekunden hält, vier Sekunden ausatmet, vier Sekunden die leere Lunge dann hat und dann wieder anfängt. Das würden angeblich irgendwelche US -Kampfpiloten machen, um sich dann wieder runter zu regulieren und dann ihren Stress loszuwerden und so was. Wahrscheinlich ist das gar nicht so wichtig. Wie man es genau macht, solange man eine halbwegs vernünftige Routine dann für sich auch immer wieder praktiziert, oder?
Das ist das Wichtige und ich glaube, das ist das ganz Wichtige beim Mentaltraining. Es soll zu mir passen, das ist wichtig. Es soll da ein bisschen Routine sein und eben, ob es jetzt 4 -7 -8 ist, da bin ich ganz deiner Meinung und es soll da bitte nicht zu kompliziert werden. Deswegen ist es wirklich einatmen, Fokus raus, ausatmen, dass ich mich runter reguliere und das ist glaube ich ganz, ganz wichtig und überhaupt, atmen, da funktioniert es.
Machst du für dich Atmen zur regelmäßigen Aufgabe? Also beispielsweise, dass du vor jedem Start sagst, bevor ich an den Start gehe oder ich stehe vielleicht schon am Start, aber jetzt mache ich nochmal dreimal Atemzügel nach der 4 -7 -8 -Methode und erst dann ziehe ich auf. Oder du bist im Flug und sagst so, jetzt war jetzt die spannende Thermik, jetzt gehe ich in einen Gleitflug über. Ich setze mir einfach als Aufgabe bei jedem Übergang in den Gleitflug, mache ich auch dreimal 4 -7 -8 -Atmung oder was auch immer. Also, dass man das so regelmäßig sich als Aufgabe setzt, um zu sagen, hey, das ist auch eine Möglichkeit, immer wieder bei mir anzukommen und vielleicht mein Stresslevel wieder ein bisschen runter zu bringen, zu sagen, hey, jetzt bin ich wieder im Moment und was ist jetzt gerade das Wichtigste so ungefähr?
Und erstmal ist das Wichtigste, komm in den Moment, mach das Atmen und dann schauen wir weiter.
Ja, also, ich meine, jetzt ist es schon sehr zur Routine geworden. Jetzt sind es nicht mehr so Aufgaben, sagen wir mal so, die man bewusst setzt. Jetzt ist es schon sehr zur Routine geworden. Aber es sind schon, ich setze bewusst ein, definitiv. Ich glaube, ich mache es jetzt schon unbewusst. Also, ich setze bewusst ein, aber es funktioniert schon automatisch, sagen wir mal so, dass ich wirklich, bevor ich ausziehe, nochmal kurz die Augen schließe, ausatme und dann schaue ich, dass ich im Fokus bin und dann ziehe ich mal den Schirm auf, sagen wir mal so. Beziehungsweise habe ich auch in der Thermik für mich, weil wir schon beim Coach waren, ich habe für mich so Wörter definiert, wo ich die, also, wenn es gerade im Frühjahr, wenn es ein bisschen turbulenter ist, wo ich meine Aufmerksamkeit hinlege. Und das ist zum Beispiel, das sind fünf so Wörter, also lerne, konzentriere, schräg lage, Außenhand und atmen.
Und dann Basisgas. Und das sage ich mir teilweise auch direkt vor. Da ist jetzt der Atem wieder drinnen, zum Beispiel. Das sage ich mir dann, wenn es wirklich turbulenter ist, auch zum Beispiel, lerne, konzentriere, schräg lage, Außenhand, atmen, Basisgas. Teilweise bis ich oben bin oder bis ich wieder ruhiger werde. Und da ist das Atmen schon wichtig. Oder eben auch, wenn es anstrengend war, bewusst ausatmen, ja.
Ist das wie so ein Mantra?
Ja, deines schon. Also beim Kreisen,
sagst du dir diese fünf oder sechs Worte dann einmal immer hintereinander durch?
Wenn ich jetzt merke, es ist mir zu turbulent, ja. Also jetzt nicht bei jeder Thermik, aber wenn ich jetzt merke, es ist mir jetzt ein bisschen zu turbulent, ich möchte die Thermik aber jetzt ausdrehen, keine Ahnung, vielleicht ist es einmal ein bisschen eine Leathermik, wo ich jetzt rauf möchte. Ja. Dann sage ich mir das vor. Ja, wenn ich jetzt merke, es taugt mir nicht ganz so, dann sage ich es mir vor.
Das dann auch, um nicht nur den Bart zu zentrieren, sondern sich selber zu zentrieren?
Genau, zusätzlich.
Dann kreisen auch die Gedanken um diese sechs Wörter, die man dann da entsprechend hat.
Wörter, genau. Das Gehirn hat eine Aufgabe und braucht nicht denken, es ist so wild oder sonst irgendwas, ja. Und da ist das Atmen schon. Und auch, das Gleiche habe ich auch für mich definiert, wenn ich jetzt einen Gleitflug mache, da sind halt die Fragen für mich, ist das Wetter noch händlreich? Ist das okay? Also das ist mir auch wichtig, dass ich das immer wieder stelle während dem Flug. Ist ein Landeplatz in Sicht? Das ist für mich persönlich wichtig. Ich habe halt gerne ein Backup, ist so. Was ist das nächste Zwischenziel? Was ist mein Plan dahin? Und wie fühle ich mich? Und da gehört natürlich das Atmen. Ich merke, ich bin angespannt, dann verwende ich das Atmen, werde wieder zum Ausatmen, trinke vielleicht einmal ein bisschen was. Und das sind auch so Themen, was ich beim Gleitflug auch immer definiert habe für mich und mache.
Wirklich? Es kam gerade die Idee, man könnte ja sowas eigentlich mal irgendwelchen Instrumentenherstellern erzählen, dass man ihnen zeigt, die haben ja heutzutage so Zentrierhilfen, also die erkennen, wenn man in einem Bad ist und die erkennen auch, okay, der ist jetzt aus dem Bad rausgefallen, jetzt fliegt er wieder geradeaus. Da könnten ja auf dem Bildschirm dann immer kurzzeitig solche hilfreichen Infos quasi so einmal aufploppen, einen Ping machen, man guckt, was hat er denn? Und dann steht dann jetzt so, ja, vier, sieben, acht Atmungen. Oder irgendetwas taucht dann da auf und man sagt, ah, ich kriege von meinem Gerät die Erinnerung, ich muss jetzt mental ein bisschen mit mir arbeiten.
Ist eine super Idee. Habe ich noch nie so weit gedacht. Ja, Reminder verschaffen faktisch mehr oder weniger für das, ja. Ich habe es noch analog in dem Fall, in dem ich es mir am Cockpit auch irgendwo stehen habe. Du hast auch diese ganzen,
diese ganzen Fragen am Cockpit irgendwo stehen?
Nein, Kurzformen, Kurzformen.
Das sind ja immer deine Akronyme. Da steht dann Fallen und dann steht… Da steht
Fallen, dann steht, es steht ein Name oben, wenn wir jetzt so weit gehen, Lena steht oben, weil das war einmal ein Mädel mit dem gleichen Schirm am Speichboden, die mich so ausgerubbelt hat, wo ich so herumgeeiert bin, mehr oder weniger, und sie kommt daher, kurbelt mich aus und weggesiehen. Das habe ich irgendwo so als Zielbild da irgendwo in mir. Und der Name, Thermik hier und da erinnert. Und dann habe ich, also ich habe dann die Kurzformen, also ich habe nicht Lernen, Konzentrieren, Schräglage, sondern L, K, S, L, H für Außenhand, A für Atmen, Basisgas. So habe ich es oben. Kurz, das ist nicht groß, das sind sechs Buchstaben. Und ich glaube, es geht ja nicht darum, dass ich es lesen muss. Ich weiß eh, was oben steht. Es geht nur darum, dass ich erinnert werde irgendwo.
Super. Du erzählst jetzt immer auch viel von diesem Training, was du für dich selber machst im Grunde. Mhm. Wenn du als ausgebildete Mentaltrainerin bist, kannst du dich selber da so anleiten oder gehst du selber zu einem anderen Mentaltrainer? Also wie so ein Friseur vielleicht sagt, ich kann mir nicht selber die Haare so schneiden, wie ich sie gerne hätte. Ich gehe zu einem anderen Friseur, sagst du, ich gehe zu einem anderen Mentaltrainer hin.
Ich bin lange begleitet worden. Einmal prinzipiell im Jugend - und Juniorenbereich. Also ich komme aus dem Leistungssport. Ich bin mit zehn Jahren in ein Sportinternat gekommen und bin dann einmal acht Jahre von Haus aus begleitet worden. Hast
du aber damals mit Fliegen noch nichts am Hut gehabt?
Nein, habe ich nicht. Aber es sind ja trotzdem Techniken. Fokussieren, konzentrieren, Umgang mit sich selber, positive Selbstgespräche selbst. Also da bin ich sehr viel begleitet worden. Ich habe mir dann, wie ich den ersten Unfall gehabt habe, der beim Gleitschirmfliegen passiert ist, da habe ich mir dann einmal wirklich eine Hilfe geholt, Unterstützung geholt. Aber da war das Thema bei mir eher gar nicht so die Angst vor dem Fliegen. Es war, glaube ich, eher die Angst vor der Angst, dass ich Angst kriegen könnte und meine Hobbys nicht einmal so machen. Ich glaube,
das haben eh viele, oder? Ist nicht die Angst vor der Angst eine der größten Ängste, die man haben kann?
Ja, es sind sicher viele betroffen, definitiv. Und das war meine Angst. Also das war definitiv meine Angst. Da habe ich mir Hilfe geholt, muss ich ehrlich sagen. Da habe ich mir Hilfe und Unterstützung geholt. Das hat mir auch wieder gut getan.
Momentan habe ich eine gute Bekannte, die habe ich vor Jahren selber coachen dürfen. Die hat sich selber viel weitergebildet. Da sind gute Gespräche, die mich auch wieder ein bisschen zurückholt. Mein Freund unterstützt mich da auch. Der ist einfach grundverschieden und bringt mir vielleicht auch oft wieder andere Perspektiven. Und was schon ist, ich beschäftige mich schon immer wieder mit mir selber. Also wenn ich merke, ich komme ein bisschen aus dem Gleichgewicht, ich will zu viel, es taucht ein Thema auf, dann ist es bei mir schon so, dass ich mich wieder hinsetze und versuche, das ein bisschen zum Arbeiten selber zu tun. Aber ich bin jetzt nicht abgeneigt, wenn wieder ein größeres Thema aufbaut, dass ich wieder wo hingehe.
Zur Mentalität. Als Mentaltrainerin bist du ja eigentlich auch erst selber, ich sage mal, in Anführungszeichen, spät geworden. Du hast ja früher noch einen ganz anderen Job gehabt. Ja. Wie kam das eigentlich, dass du dann irgendwann dich entschieden hast, ich werde jetzt Mentaltrainerin?
Ja, also ich komme, wie gesagt, ich komme ja aus dem Leistungssport selber. Ich habe ja schon gesagt, ich bin mit zehn Jahren ins Sportinternat gekommen und habe da das Mentaltraining kennengelernt. Und ich sage auch ehrlich, ich war eine von denen, die es wirklich notwendig gehabt hat.
Warum? Ja,
weil mein Gedankenkarussell sich wirklich sehr, sehr gefühlt dreht hat. Und ich meine, das nicht immer regulieren habe können, meine Emotionen. Also bei mir war es immer so, die Trainer haben damals schon gesagt, dass ich so ein Überraschungspaket bin. Ich kann die Beste sein und ich kann mit Abstand die Schlechteste sein. Und das hat sich sehr viel im Kopf abgespielt bei mir, muss ich echt sagen. Das heißt,
da war mentales Training einfach, um eine Konstanz reinzubringen so ungefähr.
Genau. Für mich total wichtig, kontinuierlich werden, auch in Situationen, wo es drauf ankommt. Und das hat mich einfach sehr geprägt, aber auch nie mehr loslassen. Das muss ich auch sagen. Und natürlich macht man mal einen ordentlichen Beruf.
Mit Anführungszeichen.
Was war das bei dir?
Buchhaltung und Controlling.
Oh, sehr ordentlich.
Ja, genau. Sehr bodenständig, sehr ordentlich. Aber es war trotzdem immer so, dass mein Herz generell für den Sport geschlagen hat. Und auch für die Sportler, was da abgeht, was im Kopf passiert. Also, das Thema habe ich nie loslassen. Und dann habe ich halt trotzdem irgendwann einmal den Mut gefasst, und das zu meinem Beruf zu machen. Und so bin ich dazu gekommen. Genau.
Was macht man dann als Ausbildung?
Ich habe es bei der Akademie gemacht. Also, ich habe Sportmentaltraining gemacht. Es gibt natürlich eine Sportpsychologie, was ein bisschen umfangreicher ist. Also, das Mentaltraining ist eigentlich nur so ein Teilbereich der Sportpsychologie. Das ist jener Teil, der sich einfach konkreter auf das Training mentaler Fähigkeiten fokussiert. Und ich darf ja nur mit gesunden Menschen arbeiten. Ein Sportpsychologe darf ja mit kranken Menschen arbeiten. Ich darf nur mit gesunden Menschen, was ich auch will. Sagen wir mal so. Deswegen glaube ich, war für mich das der richtige Weg. Und habe dann auf einer Akademie in Wien so eine eineinhalbjährige Ausbildung gemacht, wo einer von, also, Gott sei Dank habe ich die richtige Ausbildung erwischt. Das ist auch immer so ein Thema. Der selber, der Ausbilder kommt selber aus dem Skisport, was in Österreich groß ist.
Wo großgeschrieben wird, ist jetzt sehr viel Motorsport drinnen bis zur Formel 1. Und was auch interessant ist, finde ich, also andere, auch fürs Fliegen, andere Sportthemen reinbringen. Also ich finde, das habe ich total interessant gefunden. Also dass wirklich viele andere Sportarten reinkommen. Und nach dieser Ausbildung war ich dann eigentlich, also ist man dann noch zwei Jahre selbst in so einem Mentoring -Programm, wo man eigentlich schon arbeitet. Aber trotzdem für Rückfragen, also, dass man noch Backup hat,
das ist auch Du hast, glaube ich, eine Diplomarbeit geschrieben, die hieß wahrscheinlich im Rahmen dieser Ausbildung dann, die hieß mentale Stärke im Gleitschirpsport nur etwas für Profipiloten? Fragezeichen. Was war denn die Antwort darauf?
Die Antwort, glaube ich, darauf ist, dass für sehr viele Piloten das hilfreich sein kann. Also ich glaube, dass
Flugerfahrung, technische Skills alles Grundvoraussetzung ist. Da brauchen wir überhaupt nicht reden. Aber es kann schon sein, dass es oft allein nicht reicht. Auch, dass ich in meiner Definition ein guter Pilot bin. Eben, wie ich vorher schon gesagt habe, Leistungsstärken einschätzen nach dem, was ich möchte, sagen wir mal so. Und das auch,
dass schon viele Piloten, egal ob Profipilot oder ein normaler Genusspilot, oft in mentale Fallen tappen. Und dass das schon sehr sinnvoll sein kann, wenn ich es jetzt runterbreche.
Was hast du da im Rahmen deiner Diplomarbeit gemacht? Hast du dann auch viele Interviews mit Piloten geführt?
Genau. Also ich habe mit Profipiloten habe ich Interviews führen dürfen. Und dann habe ich auch Umfrage allgemein über das Internet gestartet. Da war, glaube ich, eine große Beteiligung von 150 Piloten oder was. Also was dann eher den breiten Sportlerpiloten angesprochen hat. Und da habe ich eben die zwei Vergleiche dann gehabt. Und dann, ja.
Und war für dich von Anfang an klar, also mit der Ausbildung, dass du sagst, ich will jetzt als Mentaltrainerin arbeiten, dass du dich auch zumindest im großen Fokus auf die Gleitschirmflieger mit konzentrierst? Also ich glaube, du hast ja hauptsächlich aus dem Kletterbereich Leute und aus dem Gleitschirmbereich Leute, die
du trainierst mental. Genau. Genau. Mehr sind im Gleitschirmsport. Muss ich jetzt definitiv sagen, sind mehr im Gleitschirmsport. Vielleicht, weil vielleicht mein Herz da noch mal ein bisschen mehr dran hängt. Aber ich kann es nicht sagen. Ja, was hat mich gebracht dazu? Ich habe dann trotzdem gesehen, also ich war ja schon Pilotin und da ist trotzdem die Themen bei Piloten, vielleicht sind sie ein bisschen ähnlich teilweise mit Kletterer, aber trotzdem bei Piloten es sind ganz andere Anforderungen da. Wenn ein Pilot am Startplatz steht, ist was anderes, wie wenn jetzt ein Tennisspieler am Tennisplatz steht. Es sind oft zwei Anforderungen. Und ich wollte eigentlich schon dort arbeiten, wo ich selbst mittendrin bin. Wo ich Unterschiede, alle Themen kenne ich persönlich nicht, das ist klar, aber wo ich schon die einigen oder anderen Themen auch persönlich kenne, sagen wir mal so, und wo ich vielleicht mich ein bisschen
reinfühlen kann. Und das war für mich einfach klar. Und da unterstützen.
Nun bist du eine Frau und Frauen sind beim Fliegen leider immer noch unterrepräsentiert. Glaubst du, dass Frauen anders an Mentaltraining herangehen oder sind sie offener dafür, weil sie vielleicht sagen, also ganz schwarz -weiß gedacht oder so was, sie sind halt emotionaler vielleicht oder reden eher mal über Gefühle und so etwas? Sind bei deinen Kunden quasi überproportional im Verhältnis zur Gleitschirmszene mehr Frauen dabei?
Ist meistens der Glaube,
aber witzigerweise bei mir nicht. Mein letzter Workshop waren rein Männer. Das habe ich noch nie gehört.
Sieben Männer. Das war voll spannend. Ich glaube schon, dass Frauen vielleicht, das glaube ich schon, sie sind kommunikativer, sie sind vielleicht ein bisschen offener. Das glaube ich schon definitiv. Also das ist auch glaube ich, es waren eh schon viele Themen oder immer wieder Themen im Gleitschirmfliegen auch, dass Frauengruppen und das glaube ich hat schon was Eigenes definitiv. Aber ich glaube, also es kommen, aber nicht, ich glaube, es ist so, es sind auch viele Männer dafür offen, glaube ich und sie wollen sich damit beschäftigen. Ich meine, die anderen kommen eh nicht zu mir. Das ist eh klar, die kommen eh nicht, aber es ist wirklich, dass überwiegend Frauen waren, war bei mir noch nicht. Und wie gesagt, der letzte Workshop war rein Männer. Das hat mich gefreut. Ich war ein bisschen gespannt, wie es ihm da geht, weil es ihm schon oft ist, dass sich Frauen in einem Workshop mehr öffnen, sagen wir mal so.
Aber es hat super funktioniert, voll spannend und hat mir Spaß gemacht, ja. Und ich glaube, sie haben sich alle was mitnehmen können, ja.
Schön. Wir reden jetzt immer über Mentaltraining, das, was du anbietest für Piloten, die sind schon ausgebildet, die haben ihre Erfahrung gemacht, die haben dann irgendwann sagen, ich will da mich mental noch weiterbilden. Gleichzeitig könnte man ja auch sagen, hey, warum werden diese Themen des Mentalen und so weiter, warum wird das nicht in der Gleitschirmausbildung von Anfang an viel stärker auch mit in den Fokus gerückt, wenn sich doch zeigt, dass das eigentlich für den Erfolg in Form vom Spaß am Fliegen und so etwas so ungeheuer wichtig ist? Und wie könnte man es schaffen, dieses Mentale, das Beschäftigen mit dem Mentalen und sowas von Anfang an in einer Ausbildung stärker zu integrieren?
Und was müsste man dafür machen?
Also, ich bin jetzt einmal prinzipiell der Meinung, glaube ich, wenn jetzt das Gleitschirmfliegen anfängt und einmal in Österreich heißt das auch scheinbar, wenn ich dann die erste Ausbildung mache, glaube ich, bin ich noch mit so vielen anderen Sachen beschäftigt, vielleicht, dass das noch nicht zwingend notwendig ist. Also, das ist jetzt einmal meine Grundmeinung, sagen wir mal so. Also, ich glaube, es ist wirklich von dem ganzen Wissen, was vermittelt wird, die technischen Fähigkeiten, Schirmgefühl, dass das natürlich priorisiert hat, das glaube ich schon von dem her. Was dann, glaube ich schon, so ab dem B -Schein kommt man, also, überlandsberechtigt und weiß nicht, wie es in Deutschland heißt, macht es natürlich, glaube ich, schon Sinn irgendwann, dass ich mich da einmal ein bisschen damit beschäftige, wobei, glaube ich, wir haben jetzt, ich habe das jetzt eh schon gesagt, dieses Pilotenprofil, das haben wir mit dem Aero -Club bearbeitet, das wird jetzt einfach einmal beim B -Schein mit ausgeschickt.
Ich weiß nicht, ob sie es jetzt schon machen oder erst in zwei Monaten, wir haben für das, für diese Arbeit, dass einfach die Lust, glaube ich, bleibt, sie weiter zu entwickeln, dass ich nicht stehenbleibe. Ich kann jetzt alles, ich gehe fliegen, ich möchte mich weiterentwickeln. Was ich in der Ausbildung sehr wichtig finden würde und das, glaube ich, das war bei dem letzten Podcast mit Xande auch, der teilt da, der bindet das ja trotzdem schon mit einer, dieses mentale Training. Also, wie er gesagt hat, die Simulation vorher am Boden oder auch, wie er sich das Luftrecht zum Beispiel vorstellen würde, dass halt einmal ein Bild von einem Klapper kommt, das ist ja alles mentales Training.
vielführend, wenn da vielleicht Fluglehrer auch darauf hingeschult werden, dass man das schon so einbindet.
Und dann, finde ich, ab dem B -Schein, es sollte einmal, ich glaube, Mentaltraining ist ganz wichtig, dass es freiwillig ist. Weil, wenn sich einer nicht ehrlich hinschauen will, nicht ehrlich etwas verändern will, dann kann ich nichts machen. Aber es sollte Angebote geben. Es sollte, glaube ich, schon der Hinweis darauf sein, dass er wichtig ist. Ich glaube, dass er für die Sicherheit irgendwo ein bisschen wichtig ist,
gar nicht so wenig Unfälle. Einfach weil Piloten mental vielleicht nicht so gut aufgestellt sind, weil sie vom Kopf her nicht dabei sind. Weil sie zu nervös sind beim Starten oder vielleicht etwas nicht ganz ernst nehmen. Da gibt es die unterschiedlichsten Variationen. Und da, glaube ich, sollte einmal eine Sensibilisierung da sein und dann aus Weiterbildungsmöglichkeiten dabei sein. Also das, glaube ich, wäre mein Zugang.
Und nun gibt es Piloten, die schon sehr, sehr lange fliegen und auch in der Gleitschirmszene, es kommt zwar immer auch Junge nach, aber so im Schnitt wird wahrscheinlich die Gleitschirmszene in vielen Bereichen auch immer älter. Gibt es Sachen, wo du sagen würdest, gerade im Alter sollte man auch noch mit einem Mentaltraining vielleicht auch mal so eine, ich stelle mir das so vor, vielleicht eine Refokussierung seines Fliegens machen. Weil eine Weile ist man ja sehr, vielleicht auch ergebnisorientiert, ist auch sehr leistungsfähig und dann kommt aber irgendwann im Alter, wo man merkt, okay, ich bin nicht mehr ganz so sicher zu Fuß oder was auch immer. Ich bin nicht mehr so beweglich. Ich kann nicht mehr am Startplatz die 25er Böe, die da durchkommt, einfach mal eben aushändeln oder sonstiges was.
Das ist aber auch etwas, was man ja im Kopf sich eingestehen muss und sagen muss, ich muss eigentlich meine Flugziele wieder umdefinieren in irgendeiner Weise.
Gibt es sowas? Also sind ja Angebote bekannt, wo man sagt, speziell mentales Training für ältere Piloten oder so etwas?
Nein, das ist mir noch nicht bekannt, muss ich jetzt ehrlich sagen.
Ja, aber ich bin da ganz bei dir. Also das glaube ich auch. Man muss sich vielleicht dem auch wieder, was ist mir jetzt wichtig? Und da sind die Fragen am Anfang, warum mache ich das? Was ist mir wichtig? Und ich glaube, ich habe einmal, also ich habe auch immer wieder Ältere, definitiv auch in der Betreuung, im Training und das letzte Mal hat auch, er hat dann wirklich das zu sehen, sich dann gekommen und hat auch gesagt, eigentlich, wenn er so ein bisschen in sich geht, ist dieses Thermikfliegen und das gar nicht mehr so wichtig. Eigentlich, was ihm momentan wichtig ist, sind diese schönen Abendflüge, Genussflüge, sagen wir mal so. Aber natürlich, es erfordert, dass ich da hinkomme, eine Beschäftigung mit mir selber. Ehrlich sein auch, glaube ich. Und ja, spielt dann sicher, glaube ich, auch eine gewisse Rolle.
Und ich glaube, es ist ihm schon die Erfahrung, auch wenn ich viel Erfahrung habe, es schützt nicht automatisch
und deswegen macht es, glaube ich, in jeder Phase, glaube ich, wenn ich die Grundskills habe, so OP und B -Schein, auf alle Fälle Sinn.
Das heißt, irgendwann kommt man immer auch wieder auf diese Frage zurück, die wir auch am Anfang hatten, wo es darum geht, jetzt im Moment, warum fliege ich eigentlich? Oder jetzt in diesem Jahr oder in meiner Lebensphase, wo ich gerade bin, warum fliege ich?
Ja, glaube ich schon. Auf den inneren Antrieb und auf die Motivation. Weil dann kann ich das für mich anpassen, glaube ich.
Warum fliegst du?
Ich habe mir das eh erst aufgeguckt. Also bei mir, warum fliege ich? Bei mir geht es schon um diese Erlebnisse. Ich glaube, es geht sehr, sehr viel um diese Erlebnisse. Ich liebe diese Leichtigkeit von Paragliden speziell. Also ich glaube, für mich war auch das Hängegleitfliegen nichts oder das Segelfliegen vielleicht einmal aus Erfahrung. Aber ich liebe einfach diese Leichtigkeit. Du hast das alles in deinem Rucksack drinnen. Du kannst raufgehen und kannst eigentlich, wenn alles passt, super starten. Und dann geht es bei mir jetzt sehr, sehr viel um diese Abenteuer, was ich erlebe und das, was mir das ermöglicht. Und das ist für mich einfach ein Grund, warum ich fliege, glaube ich.
Du willst Fliegen als Abenteuer erleben.
Genau. Ich möchte meine Abenteuer in der Freizeit erleben und da ist das Fliegen einfach ein wunderschöner Zugang dazu, wo ich das machen kann. Es ist nicht immer planbar. Es ist nicht alles
festsetzbar, wo ich landen werde oder sonst irgendwas. Es ist dann ein Abenteuer, wie ich heimkomme wieder. Also das besteht aus viel und das ist nicht immer so einfach. Lebe ich einfach. Ja, genau.
Fliegen als Möglichkeit schnell im, also nicht schnell, aber im Alltag, was man sonst hat, auf relativ einfache Weise an ein Abenteuerniveau zu kommen, was man erlebt.
Ja, genau. Und auch mit einer gewissen Leichtigkeit, glaube ich, weil es halt so einfach ist mit dem Schirm, mit dem Rucksack.
Britta, das lasse ich einfach mal so stehen. Danke dir fürs Erzählen rund ums Mentaltraining und was man da alles mitmachen kann. Vielleicht lassen sich Leute inspirieren, in welche Richtung auch immer, ob sie mal ein Training bei dir machen, woanders, oder einfach nur sagen, ich probiere mal eine 4 -7 -8 -Atemtechnik vor jedem Start aus. Mal sehen, ob mein nächster Start dann etwas ruhiger wird als die anderen davor. Oder ich schreibe mal einfach ein Emotions-, Flug -Emotions -Tagebuch und schreibe da vor allem die positiven Dinge rein und gucke mal, wie sich da mit der Zeit mein eigenes Denken vielleicht in der Luft dann entsprechend verändert. Genau. Danke dir für diese Anregung.
Ich sage danke. Super. Podz-Glidz
ist der Podcast des Gleitschirm -Blogs Lu-Glidz. Dahinter steht keine große Redaktion, keine Anzeigenabteilung, sondern nur ich, Lucian Haas, als passionierter Gleitschirmflieger und freier Journalist. Im Podcast und Blog bringe ich beides zusammen, um die Gleitschirm -Szene über alle möglichen Facetten dieses faszinierenden Sports und Hobbys auf dem Laufenden zu halten. Und das völlig werbefrei und ohne Bezahlschranke. Aus Rückmeldung meiner Hörer und Leser weiß ich, dass viele Lu-Glidz und Podz-Glidz als wichtige und unabhängige Infokanäle sehr schätzen. Vielleicht geht es dir ja auch so. Für mich ist beides nicht nur Passion, sondern auch Teil meiner Lebensgrundlage. Leider habe ich noch nicht im Lotto gewonnen oder ein fettes Erbe auf dem Konto.
Deshalb muss ich noch schauen, dass die Zeit, die ich hier hineinstecke, mit mehr als nur intrinsischen Spaß und freundlichen Worten honoriert wird. Und hier kommst du ins Spiel. Wenn du regelmäßig Podz-Glidz hörst, und Lu-Glidz liest und davon profitierst, dann gib doch etwas zurück. Wie viel du mir als Förderer via PayPal oder Banküberweisung zukommen lässt, bleibt ganz dir überlassen. Alle nötigen Infos und Links findest du auf der Seite www.Lu-Glidz.blogspot.com unter dem Punkt Fördern. Das wär's für heute. Die nächste Episode von Podz-Glidz sollte dann wie üblich wieder in zwei Wochen erscheinen. Bis dahin geh doch mal selbst wieder in die Luft. Starte früh, lande spät, flieg weit, vor allem aber hab Spaß dabei.
Bis bald, euer Lucian.