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02. Tandemfreuden - Bernd Vogel

// Bernd Vogel, Lucian Haas · 2018-12-20 · 00:59:19 · original episode

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[show notes]
Podz-Glidz Folge #02: Tandemfreuden. Lucian Haas im Gespräch mit dem Tandempiloten Bernd Vogel. Viele Gleitschirmpiloten träumen davon, eines Tages auch ihren Tandemschein zu machen und vielleicht sogar als Tandempilot ihr Geld zu verdienen. Einer, der das fast sein gesamtes Fliegerleben schon gemacht hat, ist Bernd Vogel aus dem Allgäu. Bernd ist einer der dienstältesten aktiven Tandempilot in Deutschland. Von seinen 51 Lebensjahren hat er 22 auch unterm Tandemschirm verbracht und dabei schon Tausende Menschen durch die Lüfte kutschiert. So ein Mann hat einfach einen riesigen Erfahrungsschatz, den ich für die Podz-Glidz-Hörer mal ein wenig anzapfen wollte. In der knappen Stunde der Podz-Glidz-Folge #02 "Tandemfreuden" geht es fast ausschließlich ums Fliegen mit dem Doppelsitzer. Wobei schnell klar werden dürfte, dass sich die Kunst des Tandemfliegens nicht nur in den Steuerfähigkeiten des Piloten zeigt, sondern vor allem auch in seiner großen Menschenkenntnis. Die vielen wertvollen Tipps, die Bernd Vogel parat hat, dürften nicht nur für angehende Nachwuchs-Tandempiloten hilfreich sein. Kontakt zu Bernd Vogel: https://www.facebook.com/Tandemflug.Vogel Music from Jukedeck - create your own at http://jukedeck.com

[transcript]

0:20Bernd Vogel

Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast. Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens. Heute mit Bernd Vogel.

0:30Bernd Vogel

Viele Piloten träumen davon, eines Tages auch ihren Tandem -Schein zu machen und vielleicht sogar als Tandempilot ihr Geld zu verdienen. Einer, der das fast sein gesamtes Fliegerleben schon gemacht hat, ist Bernd Vogel aus dem Allgäu. Bernd ist wahrscheinlich einer der dienstältesten aktiven Tandempiloten in Deutschland. An seinen 51 Lebensjahren hat er 22 auch unterm Tandemschirm verbracht und dabei schon tausende Menschen durch die Lüfte kutschiert. So ein Mann hat einfach einen riesigen Erfahrungsschatz, den ich für Podz-Glidz -Hörer mal ein wenig anzapfen wollte. In der kommenden knappen Stunde geht es fast ausschließlich ums Fliegen mit dem Doppelsitzer, wobei schnell klar werden dürfte, dass sich die Kunst des Tandemfliegens nicht nur in den Steuerfähigkeiten des Piloten zeigt, sondern vor allem auch in seiner großen Menschenkenntnis.

1:19Bernd Vogel

Bernd, ich habe dich vorgestellt gerade als einen der dienstältesten Tandempiloten in Deutschland. Wie lange fliegst du denn jetzt schon eigentlich? Also Tandempfliegen tue ich jetzt seit 22 Jahren, solo ein bisschen länger. Wie bist du damals

1:32Lucian Haas

zum Tandempfliegen gekommen? Was hat dich daran interessiert? Also ich hatte eine Freundin gehabt und die wollte selber nicht fliegen, ist aber immer dabei gewesen, war da eigentlich immer dann wie das fünfte Rad im Wagen. Dann bin ich halt zu der Idee gekommen, dass ich sage, komm ich mache einen Tandemschein, dann kann die auch mitfliegen, weil dann steht sie nicht immer so blöd rum.

1:51Bernd Vogel

Dann hast du halt erstmal deine Freundin mitgenommen, aber heute ist das dein Beruf. Wie ist das denn dazu geworden? Also wann hast du wirklich das Tandempfliegen für dich auch als Profession entdeckt?

2:02Lucian Haas

Also sagen wir mal so, den ersten gewerblichen Flug habe ich gleich am Prüfungstag noch gemacht. Das war eine lustige Geschichte, weil wir waren fertig mit unseren zwei Prüfungsflügen und dann ist eine Dame hergekommen und hat das gesehen, dass man da Tandempfliegen macht. Wusste aber nicht, dass das eigentlich unsere Prüfungsflüge waren. Und wo wir dann fertig waren mit unseren zwei Prüfungsflügen, sind wir am Landebatz alle fünf Mann gesessen und haben eigentlich auf das Ergebnis von dem Prüfer und von dem Fluglehrer gewartet. Und da ist die zwischenrein gestürmt und hat den Prüfer und den Fluglehrer gefragt. Und bevor wir unsere Ergebnisse bekommen haben, hat er ihr die Antwort gegeben.

2:48Lucian Haas

Der Bernd Vogel fliegt nachher mit dir. Und dann wusste ich, ich habe die Prüfung bestanden. Und somit habe ich da gleich meinen ersten gewerblichen Flug gemacht und wusste gar nicht, was ich verlangen sollte.

3:01Bernd Vogel

Und was hast du damals verlangt?

3:03Lucian Haas

Oh, das weiß ich nicht mehr. Aber ich glaube, ich habe es preismäßig, es waren damals noch D -Mark -Zeiten, ich glaube, ich war 50 D -Mark oder so, ich war total aufgeregt.

3:14Bernd Vogel

Heute wohnst du ja in der Nähe von Fronten und fliegst hauptsächlich am Breiten. Ist das jetzt, wenn du sagst, seit 22 Jahren fliegst du, ist das auch wirklich seit 22 Jahren dann dein Hauptfluggebiet? Oder wie bist du dorthin gekommen?

3:26Lucian Haas

Ne, da bin ich eigentlich erst die letzten Jahre dorthin gekommen. Ich bin eigentlich oft in Immenstadt geflogen, im Allgäu, Oberstdorf. Ich habe auch mal ein Jahr lang in Südtirol als gewerblicher Tandempilot gearbeitet für eine komplette Saison. Wo in Südtirol? Im Meraner Raum. Im Passaiertal. Ist das gut zum Tandempfliegen? Schöne Gegend? Ja, sehr schön. Man hat gute Startplätze, sehr steile Startplätze, gigantische Aussicht, man kann wählen an den Startplätzen, verschiedene Höhen, gigantisches Panorama. Wunderbar, verschiedene Startplätze, verschiedene Richtungen.

4:06Bernd Vogel

Und jetzt der Breitenberg, wo du jetzt hauptsächlich fliegst, ist das eigentlich ein guter Tandemberg?

4:12Lucian Haas

Wenn der Wind passt. Wir brauchen halt, sag ich mal, nord - oder nordöstliche, oder auch südöstliche Bedingungen, dann ist das okay. Bei Westwind können wir da nicht fliegen. Das ist ein bisschen ein Manko an dem Berg, weil man hat, je nach Jahr, hat man halt auch oft Westlagen und dann ist das halt nicht so gut. Wir haben verschiedene Startplätze in verschiedene Richtungen, aber die Westrichtung fällt da halt. Aber vom Panorama her ist das da sehr gut. Die Leute oder die Passagiere haben einmal das hochalpine Gelände mit einem Aktenstein im Hintergrund und dort mit einem Brändenjoch. Die können rüberschauen Richtung Füssen, Neuschwanstein zum Beispiel. Es geht raus ins Flachland, wo sie die ganzen Seen sehen, wie Forgensee. Ist was Schönes

4:55Bernd Vogel

fürs Auge so?

4:56Lucian Haas

Ist was Schönes fürs Auge. Sie haben beides. Wenn sie halt in einem Tal fliegen, dann haben sie halt auf der Gegenüberseite auch wieder einen Berg. Und so können, haben sie beides. Einmal im Hintergrund Berg, relativ hochalpin und auf der anderen Seite komplettes Flachland.

5:10Bernd Vogel

Nun fliegst du ja jetzt 22 Jahre. Hat sich da für dich das Ziel gesetzt? Hat sich das Tandemfliegen über die Zeit in irgendeiner Weise verändert oder deine Einstellung zum Tandemfliegen, hat die sich verändert?

5:21Lucian Haas

Meine persönliche Einstellung zum Tandemfliegen hat sich über die Jahre sehr stark geändert. Ich musste auch Lehrjahre machen. Von der Technik her hat sich auch einiges verändert. Wie bei den Soloschirmen ist der Tandem auch mittlerweile sehr leicht zu starten, hat ein sehr feines Handling. Die Gleitleistung, Steigleistung, Flairern, Ausflairen zum Beispiel. Hat sich ja auch wie ein Soloschirm auch sehr stark weiterentwickelt.

5:48Bernd Vogel

Nun sagtest du gerade, du hast Lehrjahre durchlaufen. Welche Lehren hast du denn da gehabt in diesen Jahren?

5:54Lucian Haas

Ja gut, als frischer Tandempilot muss man doch, außer das Tandemfliegen, einiges dazulernen. Da hat sich das komplett gewandelt, dass ich heute mehr auf das Psychologische eingehe, wie auf das Fliegerische. Früher hat man immer gedacht, man muss als Tandempilot zeigen, wie gut man fliegen kann. Wichtiger ist es aber beim Tandempfliegen, dass man auf den Mensch eingeht, dass man sich eigentlich als Dienstleister für den Mensch bereitstellt.

6:24Bernd Vogel

Das heißt, du fliegst zwar hinten, aber denkst eigentlich, die Hauptleistung des Tandempiloten ist es, der Menschenkenner zu sein und vielleicht der Psychologe oder was musst du da sein?

6:34Lucian Haas

Also wenn wir Kinder dabei haben, dann bist du ein Kinderbetreuer, musst die Kinder bespaßen. Mit Kindern ist das relativ unkompliziert zum Fliegen. Erwachsene Leute, die haben doch manche schon gesehen, gehört aus den Medien, da geht die Gefahr, sag ich mal. Oder da muss man mehr Psychologe sein, um die zu beruhigen. Und dann kommen unterschiedliche Leute, die einen muss man ein bisschen bremsen, die anderen muss man aufbauen, herunterfahren und so weiter.

7:04Bernd Vogel

Wenn du sagst, du hast Lehren durchlaufen, ist das quasi Learning by Doing gewesen, dass du sagst, du hast dich auch zu einer Art und Weise entwickelt? Hast du dich zu einer Art Psychologe oder Menschenkenner hin entwickelt oder hast du dir auch woanders dann professionelle Hilfe geholt?

7:15Lucian Haas

Ne, also damals gab es noch keine professionelle Hilfe. Klar, die ersten zwei Jahre macht man irgendwelche Fehler, man fliegt zu rasant, zu wild. Und was halt dann das letztendliche Ergebnis davon ist, dass der Passagier, dass man zu wenig auf den Passagier eingeht. Und das Ende vom Lied ist, dass das vielleicht dem Passagier dann schlecht ist und er dann mehr oder weniger dann sich übergeben muss. Und

7:40Bernd Vogel

das Ende vom Lied ist, dass das vielleicht dem Passagier dann schlecht ist und er dann mehr oder weniger dann sich übergeben muss.

7:40Lucian Haas

Und das ist natürlich für den Passagier nicht schön, weil er sollte eigentlich am Landeplatz stehen und ein glückliches Erlebnis haben und sagen, geil, ich würde gleich wieder hochgehen. Und das zweite ist, wenn sich natürlich der Passagier übergeben muss, bekommt der Pilot vielleicht, wenn er es am Anfang nicht weiß, wie er es anzustellen hat, kriegt er natürlich auch was ab und das ist dann nicht so schön. Und aus diesen Lehren lernt man natürlich. Wenn das einem zwei, dreimal passiert ist, dann lernt man daraus, dass das nicht wieder vorkommt. Wenn das einem zwei, dreimal passiert ist, dann lernt man daraus, dass das nicht wieder vorkommt.

8:13Bernd Vogel

Dann lernt man daraus, dass das nicht wieder vorkommt. Jetzt gib mir mal den kleinen Trick, wenn du sagst, ich habe einen Passagier vorne, du siehst, der muss sich jetzt übergeben, was machst du, damit du es nicht abbekommst?

8:20Lucian Haas

Jetzt gib mir mal den kleinen Trick, wenn du sagst, ich habe einen Passagier vorne, du siehst, der muss sich jetzt übergeben, was machst du, damit du es nicht abbekommst? Jetzt gib mir mal den kleinen Trick, wenn du sagst, ich habe einen Passagier vorne, du siehst, der muss sich jetzt übergeben, was machst du, damit du es nicht abbekommst? wie es dem beim Fliegen geht. Und wenn es dann so weit oder bevor es so weit ist, muss man den Passagier seitlich rauslegen. Also man fährt mit dem Knie unten und der Skirtsext seitlich rein, drückt es zum Beispiel nach links mit dem Knie und den Passagier nimmt man dann oben an der Schulter und kippt ihn zur Seite raus. Man kann ihm dann auch noch den Kopf nach unten halten.

9:04Lucian Haas

Das

9:05Bernd Vogel

hältst du dann aber auch wirklich? Lässt du dafür dann auch die Bremsen los und sagst, jetzt wird sich übergeben?

9:11Lucian Haas

Nein, die Bremsen nehme ich dann zum Beispiel in die linke Hand. Dann kann ich weiterhin fliegen, Kurven fliegen oder geradeaus fliegen. Ich gebe die Kontrolle über das Fluggerät nicht auf. Ich nehme die Bremsen in die linke Hand, drücke ihn mit dem rechten Knie nach links und mit der rechten Hand nehme ich ihn quasi im Genick und kippe ihn dann nach rechts raus und halte ihm auch den Kopf nach unten. Und das muss man aber dann wirklich so lange machen, bis er leer ist, weil es kommt meistens zweimal.

9:41Bernd Vogel

Okay, lassen wir dieses nicht so schöne Thema mal ein bisschen. Eine Frage nur noch, wie häufig passiert dir denn noch sowas?

9:48Lucian Haas

Also früher in den Anfangsjahren, so die ersten, sag ich mal, drei bis fünf Jahren, ist es öfter passiert, ja. Weil man einfach zu wild geflogen ist oder man ist zu wenig auf den Passagier eingegangen. Heute, ich habe zum Beispiel Saison, da passiert mir das, das ist die ganze Saison nicht. Ich hatte jetzt 2018 kein einziges Mal der Fall.

10:09Bernd Vogel

Obwohl 2018 ja ein thermisch recht bewegtes Jahr war und fliegst du dann immer an allen Thermiken dran vorbei, weil du sagst, die Leute sollen nur sauber und glücklich unten ankommen.

10:19Lucian Haas

Ja, wichtig ist es ja eigentlich, man muss sich ja als Tandempilot, als Dienstleister, wie soll ich sagen, sehen. Und da ist es einfach wichtig, dass der Passagier glücklich am Boden steht und nicht irgendwo auf dem Boden liegen muss, dass man die Füße hochkommt, dass er eine halbe Stunde wieder zu sich kommt, sondern an solchen, wie wir 2018 gehabt haben, man muss das einfach auch mal sehen. Der Passagier ist ein Fußgänger, der macht das meistens zum ersten Mal, hat keine Vorkenntnisse, steigt gleich ganz oben in die fast Königsliga ein. Und da ist es einfach ganz wichtig, an thermisch bockigen Tagen, dass man um jeden Bart drum herum fliegt, dass man eigentlich gar keinen Bart aufsucht, sondern eigentlich nur die Stellen sucht, man weiß das ja an seinem Hauspark,

11:04Lucian Haas

wo es rauf oder runter geht, dann sucht man eigentlich nur die Stellen zum Beispiel auf, wo es runter geht und da ist man dann noch lange genug in der Luft. Und wenn, je nachdem, was der Passagier auch gebucht hat, ob er jetzt einen Thermikflug oder einen normalen Flug gebucht hat, wenn er jetzt einen normalen Flug gebucht hat, dann geht es, wenn es an den hochaktiven Tagen, Juni, Juli, dann ist er immer noch 20 Minuten unterwegs, manchmal sogar mit angelegten Ohren. Und da ist es halt ganz wichtig, dass man jede Aufwindstelle, egal ob das vom Thermikbart ist oder vom Wind, weil er gegen den Handprallt, weggeht und drum herum fliegt. Und sollte er einen Thermikflug haben, dann nur ganz leicht am Berg entlang slippen, dass der langsam nach oben kommt, ohne kreisen.

11:50Bernd Vogel

Das heißt, in deinen klassischen Tandemflügen kreist du wirklich gar nicht?

11:55Lucian Haas

So gut wie gar nicht. Nur an schwachen Tagen, wenn ich es unbedingt notwendig brauche und wenn ich merke, der Passagier macht das mit. Und wenn, dann zentriere ich nicht eng, sondern nur ganz großflächig, dass es sich für ihn wie kein Kreis anfühlt. Weil gerade enge, kreisende Bewegungen und mit hohen oder höheren Steigwerten haut jeden Fußgänger nach zwei Minuten um. Spätestens. Du

12:22Bernd Vogel

hast vorhin gesagt, du redest immer mit den Passagieren. Bringt das Reden auch wirklich was, dass es denen nicht schlecht wird? Das heißt, die müssen auch selber immer reden und damit auch normal atmen? Oder was stellst du denen denn dann für Fragen?

12:34Lucian Haas

Wir reden permanent. Wenn wir zum Beispiel rausgestartet sind, dann fliege ich am Berg entlang und zeige denen mal, wo ich lenke. Dann gucken die hoch, dass ich denen zeige, wenn ich links ziehe, geht der Gleitschauer nach links. Wenn ich rechts ziehe, geht er nach rechts. Dann finden die schon mal Vertrauen und dann wissen die, oh, das Ding kann man eigentlich genau hinlenken wie ein Auto. Ziemlich auf der Quadratmeter genau.

12:56Bernd Vogel

Lässt du die auch schon mal selber lenken? Also übergibst du denen auch das mal oder machst du das eigentlich grundsätzlich nicht?

13:01Lucian Haas

Wenn es die Situation erlaubt, also wenn nicht zu viele Piloten in der Luft sind und wenn wir auch genug Platz haben, wenn es vom Tag her, Wind und Wetter her, nicht anspruchsvoll ist, dann gebe ich denen schon die Steuerleihen, weil das finden die auch immer ganz gut. Dann kann man die auch ablenken von ihrer Angst, von der Höhe und dann sind die auch beschäftigt. Und das mit dem Reden ist ganz wichtig. Was ich mache so, und ich sage es auch meinen Piloten, redet permanent mit den Leuten. Dann wisst ihr, wie es denen geht, wie die sich fühlen. Und beim Reden ist es einfach ganz wichtig, eine ruhige Stimme zu haben, auch ein bisschen Freude reinlassen, mal einen Witz erzählen während dem Fliegen, dann sind die beschäftigt und nicht da vorne alleine hucken lassen. Und das ist ja kein Trauerspiel, sondern es soll ja ein freudiges Erlebnis sein für die Leute.

13:48Lucian Haas

Und beim Reden ist es einfach ganz wichtig, dass man zum Beispiel, wenn man jetzt fliegt, der Pilot weiß ja, was er macht, aber der Passagier weiß ja nicht, wohin du fliegst. Du musst diesen Flug, alles, was du vorweg planst oder vorweg fliegst, während dem Fliegen jede Kurve ansagen. Das ist ganz wichtig.

14:08Bernd Vogel

Quasi wie Blinker setzen, nur halt wirklich mit Worten. Du sagst, ich fliege jetzt nach links so. Genau. Oder vorne an der Tanne biegen wir rechts ab. Oder was sagst du dann da?

14:17Lucian Haas

Genau. Wir fliegen zum Beispiel den Berg entlang. Die erste Runde fliegen wir zuerst den Berg entlang. Dann hat man nicht ganz so die Höhe. Also nicht gleich bloß Bolzgrad rausfliegen, dass der brutale Höhe hat. Sondern zuerst ein bisschen am Berg bleiben. Dass die Schräge vom Berg noch mitwirkt. Durch das hat er weniger Höhe. So, und dann fliegt man einfach mal nur entlang und sagt dem Ziel irgendwo da vorne, da biegen wir dann rechts ab und dann fliegen wir das Ganze wieder zurück. Und jetzt kommt ein entscheidender Punkt. In dem Moment, wo der da vorne war, ist, da biegen wir rechts ab. Da stellt sich der drauf ein und hält den Kopf nach rechts. Und dann sage ich es auch nochmal, bevor ich da nach rechts wieder abbiege und das Ganze wieder zurückfliege. Weil dann in dem Moment, wo ich sage, so, ja, jetzt biegen wir wieder nach rechts ab und fliegen das Ganze wieder zurück, schaut der nicht nach links, sondern schaut gleich nach rechts in die Kurve rein.

15:08Lucian Haas

Und das ist einfach wichtig. Weil sonst fliegt dem die Welt da vorne schnell vor den Augen dahin. Und das ist ein Grund, warum es vielen auch schlecht werden kann.

15:18Bernd Vogel

Da hast du so einen Karussell -Effekt. Nun ist das so diese Psychologie, wo du sagst, die hast du dir eigentlich selber erarbeitet, selber so gelernt. Denkst du, das wäre so ein Thema, also dieses Thema Psyche und Umgang mit dem, ja, deinen Passagieren, was eigentlich auch stärker in der Tandem -Ausbildung schon behandelt werden müsste?

15:34Lucian Haas

Ja, unbedingt. Unbedingt. Weil heutzutage ist es eigentlich ganz wichtig, dass man auf die Person eingeht. Und man muss eigentlich wissen, im Vorfeld, wer kommt. Das kann man durch ein Telefonat, wo man einfach mal Alter, Größe, Gewicht abfrägt, dass man mal weiß, was kommt für eine Person auf einen zu. Viele Tandempiloten machen einen Termin oder kriegen einen Termin vorgesetzt. Die wissen gar nicht, wer kommt. Kommt ein Kind, kommt eine ältere Dame. Und dementsprechend muss man auch, sag ich mal, das Wetter einplanen. Ich kann nicht mit einem Passagier, der schlecht zu Fuß ist, abends oder frühmorgens einen Start machen, wo der Wind noch nicht passt. Die plane ich dann einmal ein. Die Leute, die ich schon am Telefon mag, die sind schlecht zu Fuß. Die plane ich dann um die Mittagszeit ein,

16:21Lucian Haas

wo wir genügend Startwind haben. Aber im Vorfeld sollte man eigentlich schon wissen, wer kommt auf einen zu. Und da kann man dann schon vielleicht sagen, kann ich zwei, drei Fragen beantworten und dem da mal ein Stück weit die Angst nehmen.

16:33Bernd Vogel

Nun sagst du, das ist jetzt häufiger bei dir gekommen, den Passagieren die Angst nehmen. Wie viele Passagiere kommen denn zu dir, wo du sagen würdest, die haben eigentlich so viel Angst, eigentlich wollen die gar nicht starten?

16:44Lucian Haas

Das sind 30 bis 40 Prozent.

16:46Bernd Vogel

Wie viele davon bringst du dann auch wirklich in der Luft? Am Ende doch alle?

16:50Lucian Haas

Alle. Und

16:50Bernd Vogel

wie schaffst du es dann diesen Menschen, wo du sagst, 40 Prozent haben eigentlich so viel Angst, dass sie gar nicht wollen, wie kriegst du sie über diese Schwelle drüber?

16:57Lucian Haas

Einfach mal das Gas rausnehmen, über ruhiges Gespräch, bevor man überhaupt hochfährt, das Telefongespräch vorab, wo man sich noch gar nicht kennt, dass man einfach mal mit demjenigen Kontakt aufnimmt. Dann kriegt man das schon raus, ob der fliegen muss, weil er vielleicht einen Gutschein bekommen hat von seinen Motorradkompels zum Beispiel und der eigentlich immer den starken Maxe spielt, aber da eine Schwachstelle hat und die den eigentlich mehr oder weniger verdonnert haben zum Fliegen. Und dann kann man ihm die Angst nehmen und dann sagen, komm, wir machen einen guten Morgenflug, die Luft ist total ruhig, wir sind nicht so lange in der Luft und dann erkläre ich dem ein bisschen im Telefon was vorneweg, wenn ich schon spüre am Gespräch, oh, der will eigentlich gar nicht, aber der muss halt.

17:42Lucian Haas

Oder wenn dann die Personen auf einem Zug kommen, vor einem stehen, dann macht man halt mal ein bisschen den Zeitdruck raus und nimmt mal, manchmal kommt der in eine Gruppe, dann geht man mit dem mal fünf Minuten um die Ecke und redet mit dem allein und lässt die anderen paar saunen, wo da die tollen Sprüche klopfen, hast du deine Lebensversicherung abgeschlossen und so weiter und so fort, hast du Pampers an, wo den dann verrückt machen. Den nehme ich dann einfach aus der Menge mal raus und spreche mit ihm mal um die Ecke und dann merkt er, oh, ich kann dabei ruhig mitgehen. Ich sage es auch immer den Leuten, pass auf, wenn wir da mit hochgehen, du bist wie mein zweiter Augeabfall. Auf dich werde ich aufpassen, ich bring dich rauf, ich bring dich auch wieder komplett runter.

18:29Bernd Vogel

Jetzt sagst du viel, sich Zeit nehmen, zur Seite nehmen und sowas. In manchen Fluggebieten, wo man hinkommt, wo so richtig Hyper -Tandem -Aktivität ist, Ossiacher See zum Beispiel oder sowas, da hat man manchmal den Eindruck, da ist überhaupt keine Zeit, sondern da wird nur vorgeschoben, rausgestartet, gelandet, dann kommen schon wieder die Nächsten, die sind oben schon angemeldet, der Pilot kommt, der kriegt sie quasi nur so übergeben. Ist das für dich eigentlich die falsche Art mit Tandem -Passagieren umzugehen?

18:55Lucian Haas

Definitiv. Früher habe ich da auch manchmal den Fehler gemacht, beziehungsweise auch machen müssen, wo ich angestellt war, aber selbst da habe ich dann auch relativ schnell gemerkt, dass manchmal fünf Minuten viel helfen, um den Druck rauszunehmen. Klar, der Tandem -Pilot, sage ich mal, wenn er es rein professionell macht, der ist durchgetaktet, den Tag durch, aber er muss sich selber an die Nase fassen und sagen, pass auf, ich brauche einen Puffer, weil irgendeine Eventualität kommt jeden Tag, entweder passt mal der Wind kurz nicht oder was auch immer, oder du musst mal fünf oder zehn Minuten Luft rausnehmen für ein Spezialfahren. Und das ist einfach wichtig, dass ihm das bewusst ist und dass er eigentlich ein Dienstleister ist und das Hobby Gleitschirmfliegen vermitteln sollte.

19:46Bernd Vogel

Nun fliegst du ja auch nicht nur alleine, sondern du hast mittlerweile auch andere Piloten, die für dich fliegen, also du bist ein richtiges Tandem -Unternehmen. Und da ist ja auch immer die Sache, du zahlst deine Piloten und so weiter. Das ist natürlich auch Profession, das ist Kommerz, da geht es auch um Geschäfte machen. Nun hast du zum Beispiel solche Einflüsse wie Wetter. Das kann mal passen, kann nicht sein oder das ist manchmal grenzwertig oder so. Wie gehst du damit um? Kann ich mal sagen, nee, ich mache gerne noch den Flug, dann habe ich noch mal 150 Euro mehr oder du sagst, nee, das ist eigentlich jetzt schon so ein bisschen grenzwertig. Also wonach entscheidest du dabei?

20:21Lucian Haas

Ich selber muss einfach sagen, dass ich für mich saubere Bedingungen habe, dass ich den Flug ohne Gefahren nach unten führen kann. Also wenn ein Flug zweifelhaft ist, vom Bauch raus, wenn ich einfach sagen muss, oh, Wind und Wetter passt jetzt nicht mehr, dann ist mir der eine Flug egal. Dann sage ich den einfach ab, weil es bringt nichts, sich in eine Gefahr zu gegeben. Klar, man hat ja auch noch ein zweites Menschenleben dabei. Aber allein schon, wenn ich merke, vom Bauchgefühl her, das ist nicht gut, dann werde ich nicht mehr starten. Also wegen einem Flug, wenn man im Jahr ein paar hundert Flüge macht, kommt es auf den einen nicht drauf an. Da sage ich dann safety first. Klar, ein Tandempilot hat natürlich, oder ein Tandempilot muss sich natürlich gegenüber einem Normal - oder Normalpilot,

21:10Lucian Haas

sollte der sich schon abheben, der muss schon eine andere Schmerzgrenze drauf haben, was Wind anbelangt, wo vielleicht ein anderer Pilot bei 20 km/h nicht mehr startet, da habe ich kein Problem. Oder meine Piloten haben da, darf da sagen, die ab 20 km/h, endlich haben wir mal einen entscheidenden Startwind. Also wir haben da jetzt kein Problem, bei 25 oder 30 km/h noch zu fliegen. Auch am Breitenberg? Auch am Breitenberg. Die Bedingungen müssen halt sauber sein, ja.

21:39Bernd Vogel

Was heißt für dich saubere Bedingungen fürs Tandempfliegen? Also auch wenn starker Wind ist, dann heißt es aber, es darf nicht turbulent sein, es muss dann nicht stark thermisch sein, oder?

21:48Lucian Haas

Ich muss eigentlich so fliegen, dass ich eigentlich den Rettungsschirm, nicht einmal ansatzweise betätigen oder daran denken müsste. Ich muss immer so fliegen, dass ich den Flug von oben bis unten komplett safe gestalten kann und da noch ordentlich Puffer drin habe. Das ist einfach wichtig. Klar, ein Tandempilot hat natürlich eine andere

22:09Lucian Haas

Schwelle, beziehungsweise er sollte, sage ich mal, ein bisschen hartgesotterter sein, wie ein Solopilot. Der muss schon mehr vertragen können und mit mehr umgehen können, sei es von der Thermik her oder vom Wind her. Das ist für einen Tandempilot natürlich eine wichtige Voraussetzung, dass er da natürlich ein anderes Kaliber an den Tag legt.

22:33Bernd Vogel

Jetzt hast du aber vorhin gerade gesagt, du fliegst eigentlich dann um die Thermiken herum und jetzt sagst du, ein Tandempilot muss auch stärkere Thermik aushalten können. Also du gehst dann schon auch bei stark thermischen Bedingungen raus, suchst dir halt nur die entsprechenden Stellen, oder wie muss ich das verstehen?

22:47Lucian Haas

Richtig, genau. Manche Solopiloten, klar, die sitzen da vielleicht mittags um zwei oder um eins da und machen eine Pause von zwei, drei Stunden, bis sich das Ganze wieder abgeschwächt hat. Aber ein Tandempilot muss im Grunde genommen, auch wenn es hochthermisch aktiv ist, der arbeitet ja komplett durch, der hat ja keine Mittagspause oder so, oder machen wir jetzt zwei Stunden Leerlauf, das geht dann nicht, wenn es ein guter fliegbarer Tag ist. Da ist es halt so, dass ein guter Tandempilot, der weiß, wo seine Stellen sind, wo es rauf und runter geht, oder vielleicht mal auch einen kompletten Flug von oben bis unten, direkt nach dem Start bis zur Landung, bis kurz vor der Landung, 20 oder 25 Minuten die Ohren drin hat.

23:30Bernd Vogel

Fliegst du eigentlich das ganze Jahr über, also auch Winter?

23:32Lucian Haas

Ja, Sommer wie Winter. Ich finde, jede Jahreszeit hat eigentlich ihren Reiz. Winter finde ich auch schön, über verschnellte Landschaft zu fliegen, genauso wie im Sommer oder im Frühjahr, wo es oben weiß ist und unten grün. Oder auch der Herbst finde ich schön, wo das Licht sehr weich ist und nicht so grell. Die Farben sind anders. Und für den Passagier ist eigentlich die Herbstzeit ideal, zu fliegen. Weil die Luft am ruhigsten ist und die Farben am schönsten, oder? Genau. Die Farben und vor allem die Luft sehr gleichmäßig und wenn es Thermik hat, dann ist die gediegen, halt nicht so pulsiv, wie sie im Frühjahr oder im Sommer sein kann.

24:09Bernd Vogel

Nun fliegst du ja hauptsächlich am Breitenberg, auch jetzt viele Jahre schon. Ist dir das jetzt nicht langsam langweilig auch, dass du denkst, den Fels kenne ich jetzt schon das tausendste Mal, dass ich da drüber fliege oder so?

24:21Lucian Haas

Klar ist man fast mit manchen Steinen, wenn man zum Startplatz geht, partout, was das Ganze anbelangt. Aber es ist nach wie vor spannend, weil jeder Tag ist anders, jeder Passagier ist anders und man lernt halt einen Haufen neue Leute kennen, interessante Leute. Und jeder Tag ist eine neue Herausforderung. Es gibt keinen zweiten Flug in dem Sinn, wo man sagt, okay, das ist jetzt Standard -Passagier XY, das wird so und so ablaufen. Nein, das kann man eigentlich nie genau sagen. Es ist jedes Mal eine neue Herausforderung. Und das macht mir nach wie vor Spaß, den Passagieren ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Oder wenn man dann geflogen ist und der Passagier unten landet oder drückt einen oder sagt, wow, war das geil, ich hätte jetzt gerne noch eine Stunde.

25:10Bernd Vogel

Du hast gerade gesagt, da sind auch sehr interessante Menschen dabei. Was waren denn so mal besondere Highlights, den durfte ich mal fliegen? Irgendein Promi oder irgendwo? Oder sagst du, das war ein so besonderer Mensch aus einem ganz anderen Grund heraus?

25:24Lucian Haas

Ja, ich habe schon Leute dabei gehabt, die sind zum Beispiel, die haben so totale Angst, die sind noch nie mit zum Beispiel in einem Fahrstuhl gefahren, die sind noch nie in einen Treppenlift gefahren. Da war schon die größte Herausforderung, die überhaupt mit der Gondel nach oben zu nehmen. Das sind solche Erlebnisse, solche Leute hatte ich schon oft dabei. Und wenn man denen dann sagt, die sind eigentlich im Leben für viel mehr möglich. Oder man kann ihnen da die Angst nehmen. Wenn man solche Leute zum Beispiel dabei hat, wo noch nie Treppenlift gefahren sind oder Aufzug. Und man hat die dann zum Beispiel geflogen, man hat denen das klar gemacht, dass die Gondel das sicherste Transportmittel ist, genauso wie ein Aufzug oder eine Rolltreppe. Und man bekommt dann zwei Wochen später zum Beispiel ein paar WhatsApp -Bildchen, wo der im Kaufhaus steht und fährt da die Rolltreppe.

26:17Lucian Haas

Und dann weißt du genau, hey, du hast für den, was möglich gemacht in seinem Leben, du hast ihm die Angst genommen vom Rolltreppenfahren zum Beispiel. Oder kleine Kinder, die sind genial zu fliegen, weil die lassen die Freude pur raus. Die jüngsten Kinder, die ich mitgenommen habe, die waren fünf. Die älteste Person, das war eine Dame mit 96, die ich mitgenommen habe, die hat mich in den Arm genommen. Da habe ich mir selber die Tränen verdrücken. Oder durfte es mir nicht anmerken lassen. Weil das so rührend war. Oder gerade bei der Dame, die wollte unbedingt fliegen. Und die hat aber keiner mehr mitgenommen im ganzen Alpenraum. Aber ich habe auch schon zum Beispiel Blinde dabei gehabt. Oder nächstes Jahr werden wir einen Rollstuhlfahrer zum Beispiel mitnehmen.

27:04Lucian Haas

Und den Leuten dann sowas teilhaben zu lassen, das freut einen dann selber auch.

27:11Bernd Vogel

Wenn du jetzt, du hast gerade gesagt, mit Blinden fliegen, wie erleben die das denn? Oder erzählst du denen dann hauptsächlich auch, was du siehst? Oder wie bist du mit denen dann umgegangen?

27:20Lucian Haas

Also Blinde, klar, die brauchen natürlich ein bisschen mehr Zeit. Da geht es am Startplatz los. Die können ja nicht sehen, wo sie hinlaufen. Aber mit denen läuft man zum Beispiel den Weg, wo man zum Beispiel dann los startet, dreimal rauf und runter. Der berührt den Boden zum Beispiel mit den Händen. Oder der weiß, wenn er den Weg, wo man dann runter rennt, der spürt es ja an den Füßen, wie uneben oder das nicht ist. Der Blinde ist eigentlich fast besser zu fliegen, wie ein Normaler. Weil der Blinde eigentlich fast sieht. Dem brauche ich nicht erklären, dass ich gerade über eine Ortschaft fliege. Viele denken dann, oh, dem musst du ja alles sagen, was du siehst. Nein, nein, der hat ganz andere Sinnesorgane. Der riecht zum Beispiel, wenn da irgendwo ein Feuer ist oder irgendwas abgebrannt wurde, das riecht der.

28:11Lucian Haas

Oder wenn man zum Beispiel über eine Ortschaft fliegt, der hört die Autos unten fahren, weil der hat die Sinnesorgane sind ja von dem brutal geschärft. Der hört da die Autos hupen, der hört ganz andere Geräusche, was man als Normalsterblicher oder als Nicht -Blinder nicht wahrnimmt. Oder auch die Gerüche. Das

28:28Bernd Vogel

sagen die dann auch so? Sagen sie dann, sind wir jetzt gerade über einer Stadt und dann sagst du ja, ja, genau? Oder wie

28:33Lucian Haas

muss ich mir das vorstellen? Das kann man wirklich genau sagen. Der sagt, da fliegen wir gerade hier über die Bäume, sind das Kiefern da unten? Weil der riecht diesen Kieferduft, wenn die Sonne reinscheint, viel intensiver wie mir.

28:43Bernd Vogel

Kann man sich vorstellen. Da sind ja alle anderen Sinne geschärft. Dann hast du auch gesagt, du fliegst mit Kindern. Fliegst du dann auch mit den Kindern etwas anders? Also manchmal, die sind ja auch so, die fahren auch gerne Karussell oder sonst was. Also bist du mit denen auch vielleicht ein bisschen spaßiger unterwegs? Oder muss man mit Kindern trotzdem ganz vorsichtig fliegen?

29:02Lucian Haas

Da gibt es ein bisschen, da muss man ein bisschen auswärmen bei den Kindern. Also mit Kindern ist es meistens so, die können gar nicht genug kriegen von den Kurvenfliegen oder von Spiralen oder sonst was. Da heißt Onkel nochmal mehr, mehr.

29:17Lucian Haas

Da kann ich eigentlich fliegen, bis mir selber schwindlig wird fast. Also die sind an der Hemmschwelle ganz brutal. Es gibt ganz wenige Kinder, wo man eigentlich keine Kurve oder fast keine Kinder, wo das nicht mögen. Also die sind da ganz brutal drauf. Wenn man da normal fliegen würde, wie mit zum Beispiel mit jemandem, der 40 oder 50 ist, der Angst hat, die würden dann sagen, Mann, das war ja bocklangweilig. Also die brauchen die Kurven, Spiralen, hohe Winger, das kann gar nicht wild genug sein. Da heißt immer Onkel, noch eine Kurve, können wir noch eine Kurve, noch eine Kurve. Oder wenn ich dann sage, jetzt müssen wir aber zum Land, ah, ich mag noch drei Kurven.

29:57Lucian Haas

Das ist das so. Das ist mal ganz witzig. Drum liebe ich Kinder. Und die lassen ihre Freude für raus. Die haben keine Vorurteile, keine Vorängste. Die sind uneingenommen oder nicht voreingenommen. Mit starten und landen ist das easy, weil mit Kindern zum Beispiel zu starten, ja, man zieht den Schirm nach oben, man macht eigentlich einen Schritt und dann hängen die einem an der Brust. Und genauso beim Landen. Total unproblematisch zum Landen. Klar, ich mit meinen fast 1,90 Meter sag ich mal, wenn ich auf dem Boden stehe und der Schirm runterfällt, dann kommen die irgendwann auch auf den Boden. Da ist eigentlich schon alles vorbei. Und genauso ist es beim Start auch.

30:35Bernd Vogel

Wie machst du das mit Schirmen? Und Kindern, hast du dann auch kleinere Schirme? Speziell dafür, wenn du sagst, ich hab jetzt ein Kind als Passagier? Oder hast du einen Standard, der genauso passt, dass du sagst, der geht bei 110 los und geht bis 210 oder was auch immer von Gewichtsbereichen her?

30:50Lucian Haas

Ich habe verschiedene große Schirme. Ich habe einen speziellen Schirm, wo ich für Kinder nur hernehme oder für sehr leichte Personen. Da kann ich Kinder mitnehmen zum Beispiel. Den kann ich durch das, dass ich als Pilot leider schon 100 Kilo wiege. Mir wären 90 oder 85 auch lieber. Aber ich selber wiege halt schon 100 Kilo. Und ich habe einen kleinen Tandem -Schirm, der geht bei 110 los. Also, wenn man die Ausrüstung dazurechnet, kann ich eigentlich mit dem schon ohne Kind fliegen. Und wenn ich sozusagen ein Kind mitnehme mit ich habe Kinder dabei manchmal, die haben, wenn sie 5 sind oder 6, die haben so 18, 19, 20, 72 Kilo im Schnitt. Und da ist das total unproblematisch.

31:36Lucian Haas

Also da liege ich schon im guten Gewichtsbereich. Und dann Kinder fliege ich eigentlich auch nur morgens. Also in der haupttermischen Zeit fliege ich nicht.

31:46Bernd Vogel

Wie ist das dann mit den Eltern? Musst du da teilweise die Eltern mehr beruhigen? Die Kinder, die sind wahrscheinlich, die haben einfach Lust da drauf. Wie gehst du da mit den Eltern um? Musst du dann die Eltern mal für 5 Minuten beiseite nehmen und sagen so, ich schaukel das hier schon ordentlich?

31:59Lucian Haas

Ja, also wenn die Eltern dabei sind, man braucht ja eine Einverständnis -Erklärung von den Eltern. Das ist ganz klar. Meistens sind ja beide Teile dabei. Dann nehme ich einen Teil mit hoch und einen Teil lasse ich am Landeplatz. Da ist immer irgendwo eine erziehungsberechtigte Person, der dabei ist. Das ist ganz gut so, wenn die zu zweit sind, man nimmt einen Teil mit hoch. Dann ist jemand beim Start dabei. Beim Fliegen selber braucht man keinen Elternteil. Aber bei der Landung ist das auch wieder gut, weil das Kind muss ja seine Eindrücke, seine Erlebnisse loswerden. Klar lässt sie bei mir auch los. Aber das ist natürlich toll für ein Kind, wenn da die Mama oder der Papa unten steht und das Kind da auf die Mama zurasen kann. Geil, schön war das!

32:43Lucian Haas

Und dann wird er zurückspringt

32:45Bernd Vogel

zum Pilot.

32:45Lucian Haas

Können wir noch mal?

32:47Bernd Vogel

Mir hat mal ein Tandempilot in Amlijak in Slowenien erzählt, dass er immer fliegen geht, aber er fliegt eigentlich nie länger als 20 Minuten. Egal wie er fliegt, weil er sagt, er hat so die Erfahrung gemacht, die Passagiere nach 20 Minuten, dann ist quasi das Adrenalin und der Spaß und sowas oben. Dann sind sie gelandet und sagen geil, das will ich nochmal. Wenn er aber länger als 20 Minuten geflogen ist und sagt eine halbe Stunde, 35 Minuten, dann landet er unten und sagt und wie war es? Ja, ganz nett, aber dann kommen die allein von der Hirnchemie oder was auch immer unten schon mit einer anderen Einstellung wieder an. Hast du auch solche Erlebnisse?

33:25Lucian Haas

Ja, das stimmt, das kann ich bestätigen, da hat der Pilot richtig oder zu fast 100 Prozent eine richtige Aussage. Ich fliege manchmal mit den Leuten auch länger, das kann sein je nachdem. Fliege ich auch mal eine Dreiviertelstunde oder mal eine Stunde mit welchen. Man muss allerdings auch dazu sagen, so 20 Minuten, oder 25 Minuten fliegen, das ist auch das, was jeder noch gut verträgt. Ab 25 Minuten oder ab 20, 25 Minuten muss man brutal vorsichtig sein. Das ist auch die Schwelle, wenn es darüber draus geht, dass das vielleicht jemand schlecht werden kann.

34:04Bernd Vogel

Könnte es sein, dass dieser erste Adrenalinschub, den man hat, einfach von der Aufregung her, dass der vielleicht sogar das Schlechtwerden erst einmal quasi verhindert. Der Körper ist ja erstmal so

34:15Bernd Vogel

im Aufmerksamkeitszustand, dass er sagt, mir wird jetzt nicht schlecht, ich muss genau gucken, was passiert. Aber wenn man sich so ein bisschen eingetunt hat und man im Grunde körperlich ruhiger wird, dass der dann plötzlich merkt, oh jetzt wird es schummerig.

34:27Lucian Haas

Das kann ich bestätigen, dass der im ersten Moment vor Aufregung eigentlich gar nicht schlecht werden kann. Schlecht werden tut es ihm eigentlich dann nur, wenn der Pilot zu übermäßig fliegt, wenn er zu hohe Winge auferfliegt oder einfach die Thermik aufsucht und da zu eng kreist oder schnell nach oben steigt. Das sind Sachen, wo der Passagier gar nicht mag. Da kann man ihn auch nach einer Minute oder selbst nach der ersten Minute ausknocken.

34:54Lucian Haas

Man sollte das Ganze langsam zuerst einmal vertrauensvoll anfangen. Erst einmal ganz ruhig fliegen, dass er sich daran gewöhnen kann und dann langsam mal in die Thermik rein und mit dem ganz langsam nach oben. Und dann kann man das Ganze auch ein bisschen aufbauen und ausdehnen. Und immer ruhig fliegen. Das ist ganz wichtig. Keine wilden Manöver, keine engen Kurven. Ganz gediegen fliegen. Wie wenn man eigentlich sagt, man hat ein Glas Wasser oder eine ganz flache Teetasse dabei und die ist voll mit Wasser. Man muss eigentlich unten ankommen mit dem Wasser. Es gibt natürlich aber auch Leute, die sind ein bisschen, die können ein bisschen mehr abnehmen. Die mögen es ein bisschen fetziger. Aber das sind nicht arg viele. Und da kann man auch dieses ein bisschen dann aufbauen, dass die, ich sage mal, während dem Fliegen, wenn man jetzt mit denen länger fliegen will, dass man da ein bisschen peu a peu ein bisschen Kick dazu gibt.

35:50Lucian Haas

Wo man dann sagt, man fliegt zuerst mit einem ganz normalen Auffüllband, dann kreist man nach oben, dann geht man vielleicht auch mit dem über den Berg, lässt den die Berge von oben anschauen, fliegt mal dann raus ins Flache, dann kriegt er noch die Höhe dazu und dann kann man noch am Schluss sagen, okay, man gibt ihm noch ein paar Kicks mit hohem Wing -Over oder am Schluss noch eine kräftige Spirale. Dann ist der permanent so im Adrenalinrausch bis zum Schluss. Dann ist auch, dann kann man das auch über eine Stunde ziehen. Nicht, dass der dann nachher sagt, nach 20 Minuten, jetzt ist mir langweilig. Also man kann diesen Kick schon auch aufbauen.

36:26Bernd Vogel

Nun hast du vorhin gesagt, die meisten Passagiere, die du hast, das sind eigentlich Fußgänger, die jetzt wirklich zum ersten Mal so in die Luft kommen. Hast du auch manchmal echte Piloten, die sagen, du, ich möchte nochmal einen Tandempflug mit einem echten Tandempiloten machen und da vielleicht lerne ich noch was von dir oder so? Oder kommt das gar nicht vor?

36:43Lucian Haas

Ja, habe ich auch. Ein richtig guter Streckencrack, der wird jetzt nicht mit zum Tandempfliegen gehen, weil dem brauchst du eigentlich nichts zeigen. Aber es gibt so Anfängerpiloten oder manche Piloten, wo gerade in der Schulung sind, habe ich schon dabei gehabt. Oder auch Piloten, wo jetzt so, sage ich mal, ein halbes Jahr nach der Schulung weg sind, wo aber dieses Tandempfliegen nicht so richtig begreifen. Und dann nehme ich die da mal mit und zeige das denen, wie es geht.

37:11Bernd Vogel

Das heißt, die buchen dich speziell und sagen, du, ich möchte gerne Thermik fliegen lernen, zeig mir das doch mal, wie du das hier machst. Und dann lässt du die auch selber steuern?

37:20Lucian Haas

Am Anfang zuerst natürlich nicht. Je nach Pilot, wie er sich anfühlt, wie er sich gibt, wie er drauf ist, was er für eine Voraussetzung hat, was hat er schon für eine Erfahrung, wie ist Wind und Wetter am Tag. Oft wissen ja die Piloten nicht, wie nah sie ans Gelände können oder wie oder war oder wo. Und da fühlt sich das natürlich im Tandem dann schon gut an. Da kann ich denen dann erklären, warum du jetzt so rum das Ding anfliegst, warum du jetzt so rum anfängst mit Kreisen und und und. Und wenn er das dann irgendwann mal kapiert hat oder ich lasse die auch manchmal sagen, okay, lenkt mit mir, wir lenken beide das Ding, dass er ein bisschen Gefühl kriegt. Er lässt seine Hände ziemlich locker und er lenkt mehr oder weniger mit. Dann weiß er wieso, weshalb, warum.

38:05Lucian Haas

Dann spürt er auch ein bisschen Steuerdruck. Spürt er,

38:08Bernd Vogel

wann du außen nachziehst und wie du darauf reagierst. Oder

38:12Lucian Haas

zum Beispiel Spiralen lernen. Die meisten Piloten können ja nicht spiralen. Dieses Nachdrücken, wie viel, das wissen die meisten gar nicht. Dass man eine Spirale ganz sauber ausleiten kann, dass da kein bisschen Steigen ist. Und das kannst du auch zum Beispiel mit einem Pilot lernen, das Spiralen.

38:31Bernd Vogel

Eigentlich wäre das doch eine super Alternative zu erstmal Sicherheitstraining oder vielleicht sogar vor einem Sicherheitstraining, dass man sagt, man testet das einmal mit einem Tandempilot aus. Das könntest du doch eigentlich als genau so als klassische Dienstleistung anbieten. Sagst du, ich mache Steilspiraltraining mit dir. Zum

38:46Lucian Haas

Beispiel. Du bringst mich auf neue Geschäftsideen, Lucian. Aber es wäre wichtig, weil die gehen eigentlich blind in Sicherheitstraining und über Wasserhauruck. Die wissen gar nicht, was passiert oder wie sich das dann anfühlt. Die sind im Normalzustand geradeaus fliegen gewöhnt und zumal in einer Schräglage mit Mords -G -Kräften, mit Mordsgeschwindigkeiten und sind dann eigentlich mehr oder weniger Mutterseelen allein da oben. So wissen sie, sie haben jemanden im Rücken, wo das ganze Ding, wenn es irgendwie hinten hops gehen würde, eingreifen kann. Sie müssen es nicht alleine machen. Klar steht derjenige am Funk unten und sagt denen, aber es ist halt doch jemand im Rücken, wo denen sagt oder wo weiß, wie viel ja, wo das ganze Ding mehr oder weniger retten kann.

39:34Lucian Haas

Ich habe auch schon Piloten mitfliegen lassen, wo ich gesagt habe, komm, du machst jetzt zwei Drittel von den Steuertricken, ich bin mit einem Drittel dabei. Oder andersrum. Je nachdem, wie fort oder weniger fortgeschritten der Pilot ist. Nun

39:47Bernd Vogel

sind ja so Tandempiloten, die viel in einem Gebiet fliegen, eigentlich so die besten Locals, die es geben kann. Die kennen das bei Wind und Wetter so, bei allen Bedingungen fliegen Sommers wie Winters, also so wie du jetzt. Wenn ich jetzt als Solo -Pilot neu zum Breitenberg komme oder auch zu anderen klassischen Tandem - Regionen, ist es da empfehlenswert, sich einfach mal so einen Tandempilot als Vorbild zu nehmen oder die anzusprechen? Bist du dann auch bereit oder sagst du, nee, du, ich muss hier mein Business machen.

40:14Lucian Haas

Also ich nehme, wenn ich merke, manchmal sind Leute im Breitenberg, man kennt ja die Leute, wo da Regen mäßig fliegen, dann sind da manchmal Leute vor Ort, wo man merkt, oh, die sind komplett Anfänger, die sind jetzt einfach da gestrandet, warum auch immer. Und ich sag dann, lauf einfach mir hinterher, ich zeig dir, wo der beste Startplatz ist, wo wir hingehen. Weil wir Tandempiloten, wir versuchen ja immer, den besten Startplatz zu nehmen, wo der Wind am besten passt, weil wir wollen es uns ja nicht unnötig schwer machen. Und ich nehme dann den, sag den Leuten einfach, lauf mir einfach unauffällig hinterher. Weil die stehen dann unten, diskutieren, oh, da hat's fünf Startplätze, ja, zu welchen muss ich jetzt hingehen, wo passt jetzt der Wind am besten? Und wenn man das dann sieht, da steht einer vor der Tafel, dann sag ich, komm, brauchst du nicht lang suchen, lauf mir einfach hinterher, ich weiß, welchen man nimmt.

41:05Lucian Haas

Und die schlappen dann hinterher und sind dann gottfroh, wenn sich jemand an der Hand führt. Ich selber hab ja damals früher, wo ich angefangen hab mit Fliegen, ist mir sehr genauso gegangen. Wusste auch nicht, wenn ich am fremden Berg war, wo muss ich jetzt hin? Und da hab ich mich auch immer ein bisschen an die örtlichen Cracks gehalten, zum Beispiel gerade die Tandempiloten. Gleich guck mir die schon an, ob das ein Schwätzer ist oder ob der seriös ist. Und wenn das ein seriöser Typ ist, dann frag ich du, wo gehst nachher hin, kann ich dir hinterherlaufen? Und genauso mach ich's jetzt eigentlich auch andersrum. Geb das wieder eigentlich zurück, was mir mir damals auch geholfen hat. Und das ist eigentlich eine nette Geste, weil die Flieger sind einem da dankbar. Gerade wenn man fünf verschiedene Startplätze hat.

41:50Bernd Vogel

Nun gibt's ja viele Gelände, wo auch gerade wenn viel Tandembetrieb dort ist, da sind dann die Tandempiloten häufig so wie die Platzhirsche. Da sind die Solopiloten, die sind ein bisschen unsicher, liegen so ein bisschen, ausgucken noch und bups kommt der Tandempilot, knallt sein Zeug davor und sagt, ich muss ganz schnell mit meinem Passagier hier raus. Was ist deine Empfehlung da an die Solopiloten? Eigentlich dann, wie viel Rücksicht sollten die auch wieder auf die Tandems nehmen? Oder wie kann man da ein gutes Miteinander hinbekommen?

42:16Lucian Haas

Man sollte eigentlich ein gutes Miteinander hinbekommen. Gerade die Solopiloten, die sollten eigentlich wissen, dass der eigentlich da damit sein Geld, sein Brot damit verdient. Und da ist es natürlich für einen Tandempilot ärgerlich, wenn ein Solopilot irgendwo am Startplatz ist und womöglich seinen Schirm hinlegt und noch kein Gurtzeug angezogen hat und keinen Helm auf hat. Und womöglich dann noch vielleicht noch das Vari einstellt oder Batterien wechselt und der Schirm liegt mitten auf dem Startplatz. Das ist natürlich ärgerlich. Aber das ist eigentlich überall ärgerlich, auch für andere Solopiloten dann. Aber da sollten Solopiloten ein bisschen Rücksicht nehmen und sagen, komm, pass auf, ich lasse den Tandempilot noch raus, weil danach ist Luft, dann habe ich genug Zeit.

43:02Lucian Haas

Gerade manche, wo sich unsicher sind oder wo etwas länger brauchen zum Starten.

43:08Lucian Haas

Weil ja, die verursachen dann nur, sage ich mal, ein Stück weit für die Tandempiloten unnötigen Stau. Aber sage ich mal, in der Regel kann man da auch miteinander reden, wenn man dann sieht, oh, da braucht einer ein bisschen länger, wo der Tandempilot dann zum Solo hingeht und sagt, du, du darfst dich mal kurz raus starten. Und ich denke, wenn man als Tandempilot höflich den Solopilot fragt, du, pass auf, ich bin ein bisschen unter Zeitdruck, darfst dich vor dir raus starten, dann sagen die auch meistens zu, pass schon, ich bin im Urlaub da, das ist okay. Ja. Für die Solopiloten, wo die Anfänger oder so, die wissen das oft nicht, was der Tandempilot eigentlich letztendlich den ganzen Tag durch für einen Zeitstress hat.

43:53Lucian Haas

Weil er doch halt eng getaktet ist und eine Verschiebung vielleicht die andere jagt und das wirft den dann um eine Stunde hinten ran und somit kann er vielleicht sein Tagesprogramm nicht arbeiten oder abarbeiten.

44:08Bernd Vogel

Du sagst jetzt eng getaktet, zum Beispiel so am Breitenberg an einem guten Tag. Wie viele Tandempflüge schafft denn ein Pilot mit hoch und runter? Was ist denn da möglich?

44:17Lucian Haas

Sagen wir mal so, ein normaler Tag, wenn Wind und Wetter passt, wenn er einen normalen Tag hat, wenn er jetzt zum Beispiel drei oder vier Flüge hat, dann ist das eigentlich locker. Das kommt jetzt natürlich auch darauf an, was hat der Tandempilot an Berufserfahrung. Ein ganz frischer Tandempilot, wo jetzt vielleicht erst ein Jahr oder ein halbes Jahr sein Schein hat, da reicht eigentlich ein oder zwei Flüge. Sag ich mal, das ist da für den eigentlich dann schon ein bisschen Programm. Wenn er dann drei hat und Wind und Wetter alles passt, dann ist er eigentlich schon ordentlich bedient. Für einen rein professionellen, hartgesotten, langjährigen Tandempilot, wo er schon sage ich mal dementsprechend Berufserfahrung hat, zehn Jahre oder so, da ist drei oder vier Flüge für den ein lockeres Programm.

45:05Lucian Haas

Vier Flüge den ganzen Tag durch, wenn Wind und Wetter passt, ist für den ein lockeres Programm. Sportlicher wird es dann, wenn der fünf Flüge hat oder vielleicht auch mal sechs Flüge machen muss. Aber selbst dann darf er das dem Passagier nicht anmerken lassen, dass er eigentlich ein bisschen knapper getaktet ist. Das sollte er eigentlich, wenn es ein richtig professioneller, guter Tandempilot, dem Passagier nicht anmerken lassen, dass es irgendwo pressiert.

45:33Bernd Vogel

Wenn du so einen dicht getakteten Tag mal hast und sagst, ich habe jetzt fünf Flüge geplant und ich ziehe dir die dann durch, am Abend bist du dann auch körperlich fertig? Oder ist das hauptsächlich auch eine Kopfesleistung, weil du dich halt auf fünf unterschiedliche Leute einstellen musstest und die begrüßen, Stresssituationen abbauen und sonst was alles. Also wo ist die Hauptleistung dann für dich eigentlich?

45:54Lucian Haas

Also körperlich bist du eigentlich nur fertig, wenn die Temperaturen zum Beispiel hoch sind. Wenn du den ganzen Tag 25, 30 Grad hast, da schaffen dich eigentlich körperlich nur die äußerlichen Einflüsse von Wind und Wetter. Aber die meiste Sache ist eigentlich schon Kopfsache. Weil du musst auf jeden Menschen eingehen, jeder ist anders und so weiter. Das ist eigentlich schon mehr der Grund, wo du dann eigentlich am Abend fertig bist, geistig, psychisch.

46:23Bernd Vogel

Du stellst dich ja dann auch auf die unterschiedlichsten Passagiere drauf ein. Was ist denn so der Durchschnittspassagier von dir? Ist der eher weiblich, ist der eher männlich, ist der eher alt, ist der eher jung? Wie muss ich mir den vorstellen?

46:36Lucian Haas

Also, da gibt es eine ganz klare Regelung. Mann, Frau ist in den ganzen 22 Jahren überwiegend zu zwei Drittel der Passagieren die Frauen. Jedes Jahr. Echt? Die

46:51Bernd Vogel

Frauen fliegen mehr bei dir mit als die

46:53Lucian Haas

Frauen? Die

46:54Bernd Vogel

Männer trauen sich nicht oder die sagen, die sind zu

46:56Lucian Haas

stolz? Die Männer trauen sich nicht. Das weibliche Geschlecht ist da ein bisschen Adrenalingeiler. Die sind da ein bisschen offener. Es ist jedes Jahr, wenn ich die Statistik am Jahresende mache, wenn die Frauen mal nur bei 60 Prozent gelegen sind, ist das eigentlich wenig. Aber so im Schnitt sind das 65 bis 70 Prozent, wo die Frauen überwiegen. Die Männer, das ist nur ein Drittel immer.

47:23Bernd Vogel

Und im Flug gibt es auch da noch Unterschiede zwischen Männern und Frauen? Also sind die Frauen härter dann im Nehmen als die Männer?

47:30Lucian Haas

Definitiv. Wie erklärst du dir das? Weiß ich nicht. Die Frauen sind ein bisschen Adrenalingeiler, offen. Die Männer sind da eher ein bisschen engstlich. Die interessiert dann eher vielleicht ein bisschen die Technik. Oder so. Die sind da eher ein bisschen vorsichtiger. Aber die Frauen, die sind da schon offener, spaßfreudiger. Die sind da schon locker drauf. Und

47:51Bernd Vogel

sind das dann auch Frauen, die alleine reisen hauptsächlich? Oder sind das Frauen, die einen Partner haben und der Partner sagt, du, ich schenke dir mal diesen Flug und dann hast du mal was erlebt und ich mache noch Fotos von unten,

48:00Lucian Haas

oder wie? Ja, genau. So ist das oft der Fall. Manchmal sind es alleinstehende Frauen, die halt im Urlaub sind. Das sind zwei, drei Frauen, die immer im Urlaub sind. Oder auch mal ein Pärchen oder ein Ehepaar, wo dann die Frau einfach fliegen möchte. Aber der Mann hat eigentlich keine Lust, dem reicht es, wenn er dann davon kommt und am Landeplatz ein paar Fotos machen darf. Wenn er sich da davon schleichen darf, reicht es ihm. Aber die Frauen sind da schon offener. Die können sich einer Person, sage ich immer, das liegt daran, eine Frau kann sich an eine Person eher anlehnen oder vertrauen, wie ein Mann kann. Vielleicht von der Rolle der Frau, ich weiß es nicht. Aber eine Frau kann das Vertrauen eher abgeben

48:49Lucian Haas

wie ein Mann.

48:50Bernd Vogel

Nun bist du ja auch ein gestandenes Mannsbild. Merkst du da auch Unterschiede? Du hast ja unterschiedliche Tandempiloten, die dann auch für dich fliegen oder du siehst auch andere und dann sagst du, da gibt es die anderen, die wiegen nur 70 Kilo und sind natürlich dann irgendwie vielleicht 15 cm kleiner als du. Dass da auch eine andere Chemie sich automatisch einstellt zwischen dem Frauen und Pilot? Dass du einfach sagst, so eine Masse hinter mir, die die macht schon was her.

49:13Lucian Haas

Das macht schon ein bisschen was aus, wenn der Pilot, sage ich mal, wie in meinem Fall, bald mehr graue Haare hat wie normale und, sage ich mal, eine gewisse Körpergröße und auch ein gewisses Alter vorweist. Das ist schon ein Unterschied, ob jetzt ein Pilot jung ist, sage ich mal, 20 Jahre, kleiner, schmächtiger Kerl ist. Ja, da traut sich nicht jeder, dem das Vertrauen zu geben. Aber wenn jetzt irgendwo, sage ich mal, ein Pilot daherkommt, der einfach eine gewisse Größe hat, eine gewisse Strahlung dasteht, wie ein Fels in der Brandung, dementsprechend Berufserfahrung vorweisen kann. Das Ganze mit der ruhigen Stimme

49:52Lucian Haas

macht doch schon viel aus. Ganz viel macht das aus.

49:56Bernd Vogel

Dann zeichne mir doch jetzt noch zum Schluss einmal unser Gespräch ist, so dein Ideal Vorstellung eines guten Tandempilotes. Was muss der körperlich mitbringen? Was muss der geistig mitbringen, damit der ja, als wirklich guter Tandempilot wahrgenommen werden kann?

50:12Lucian Haas

Als richtig guter Tandempilot, klar muss er fliegerisch, darf er keine Schwachstelle haben, weder bei Wind noch bei Thermik, beim Starten oder sonst was. Das fliegerische Selbst muss blind laufen. Und da muss er auch eine dementsprechende Hemmschwelle mitbringen und was gewohnt sein vom Fliegen her. Also das darf da, ich sage jetzt mal weicher, da darf es keins sein. Der muss schon ordentlich hartgesotten, also wie man bei uns halt im Raum sagt, dass er hartgesotten sei.

50:44Lucian Haas

So, das ist das, was fliegerisch

50:48Lucian Haas

Menschlich sollte er eigentlich eher ein gediegener Typ sein. Also nicht der prale Mann, was beim Tandempfliegen ganz schlecht kommt, wenn er irgendwo blöde Sprüche loslässt oder sonst was. Also menschlich muss er sowas von korrekt sein und pünktlich sein und höflich und alles. Also das Menschliche ist ganz wichtig. Und dann sollte er ein Menschenkenner sein. Was ganz wichtig ist, dass er in dem Moment, wo ein Passagier auf ihn zukommt, dass er weiß, okay, den muss ich so und so nehmen. Da weiß er eigentlich schon, mit dem muss ich das und das fliegen oder das muss ich komplett weglassen. Das entscheidet, muss er eigentlich schon kennen, wenn er eigentlich auf den zuläuft und spätestens nach den ersten zwei Sätzen, wo man miteinander spricht, muss er das eigentlich rauskennen, was er zu tun hat.

51:39Lucian Haas

So

51:39Bernd Vogel

ein guter Hosenverkäufer, der dich anguckt und sagt, sie haben Größe 36, musst du wissen, okay, das ist der, der will die hohen Wing -Over fliegen und das ist der, den ich wirklich einfach nur den Abgleiter schenke.

51:52Lucian Haas

Genau. Der ist zum Beispiel mehr wie zufrieden, wenn ich mit dem einfach nur geradeaus nach unten fliege. Keine Kurve, gar nichts. Und den am besten noch zum Beispiel die Steuerleiten loslässt und den kompletten Flug nur umarmen tue, dass er ein wohlbefindendes Gefühl bekommt. Und da ist er erst nicht alleine.

52:14Bernd Vogel

Wie häufig hast du solche Flüge?

52:16Lucian Haas

Solche Flüge haben wir, sag ich mal, zum Viertel. Oh, ist

52:21Bernd Vogel

doch eine ganze Menge. Hätte ich jetzt weniger geschätzt, aber ein Viertel ist wirklich, dass du sagst, eigentlich wirklich nur den Abgleiter und...

52:27Lucian Haas

Die halte ich permanent während dem Flug. Eine Hand liegt da immer vom, meistens die linke Hand liegt da immer über die Schulter oben rum zur anderen Schulter. Am Hals vorne vorbei, so ganz locker, auf die andere Schulter, dass der weiß, es ist immer jemand bei ihm da. Und redet permanent mit dem. Und dann empfindet der das gut.

52:50Bernd Vogel

Und sind das am Ende auch die zufriedensten Passagiere?

52:52Lucian Haas

Ja, auch. Unter anderem auch, unter anderem auch. Weil die, wenn ich mit denen das nicht machen würde, dass ich die während dem Flug halten würde und nicht permanent reden würde, die ein ungutes Gefühl kriegen. Da kommt dann so eine Angst, so ein Angstgefühl auf. Die sagen dann, oh, das mache ich nie mal, nie mehr wieder. Aber wenn die so einen Pilot haben, wo die hält zum Beispiel, wo der Arm oben rüber geht zur anderen Schulter und dann merkt, hey, es ist jemand da, der hält mich da, der redet mit mir. Da ist das oft sogar so, dass die dann sagen, dass man da vielleicht zum Schluss sogar ein bisschen ein Späßchen machen kann.

53:29Bernd Vogel

Nun ist das ja auch eigentlich schon eine ganz schöne persönliche Nähe, die sich dann in dem Moment aufhört. Gibt es auch Leute, wo du merkst, oh, das ist den Un... Die mögen das nicht, da bist du jetzt quasi übergriffig oder ist es eigentlich so eine Sondersituation in der Luft, dass alle froh sind, dass sowas kommt?

53:45Lucian Haas

Das ist wirklich, also am Boden merkt man, die wollen eigentlich keinen so direkten Kontakt, aber während dem Fliegen sind sie dann dankbar, wenn jemand da ist und die hält. Da sind sie wirklich sehr dankbar dafür und lassen dann auch die Nähe zu, beziehungsweise brauchen dann auch die Nähe, wenn man merkt, oder wenn ich dann merke, oh je, da sitzt Verkrampf drin oder was auch immer. Das merkt man ja sofort nach dem Start, ob das sich irgendwo klammert oder sonst was. Dann bin ich dafür dann da, dann soll der wissen, hey, er ist nicht alleine, sondern er hat jemanden bei sich, er hat jemanden, der auf ihn aufpasst. Er hat ja im Grunde genommen auch eine Person gebucht, die ihn begleitet in der Zeit.

54:31Lucian Haas

Und dann machen wir das natürlich dann schon, dass wir den auch mal halten, umarmen. Das ist ganz wichtig. Und dann löst sich zum Beispiel auch die Verkrampfung. Wenn man das zum Beispiel macht, und das ist schon auch ganz wichtig für einen Tandempilot, dass er merkt, oh, der klammert irgendwo. Dann sage ich, komm, mach mal die Hand auf und zu. Das mache ich aber nicht erst nach fünf Minuten, das mache ich dann sofort direkt nach dem Start, wenn ich merke, oh, der klammert an der Spralze ohne Ende. Dann sage ich, komm, tu mal die Hand auf und zu machen, lass mal Blut rein. Irgendwann, spätestens nach drei Minuten, habe ich den soweit, dass er die Hände auf den Oberschenkel legt. Und dann weiß sie, jetzt ist er entspannt. Genau. Dann sage ich, komm, pumpen wir mal, dass da kein Blutsteine da gibt oder sonst was, sonst hast du nachher irgendwo eine verkrampfte Hand.

55:18Lucian Haas

Dann fängt er an zu pumpen. Dann sage ich, komm, tu mal die Hand kurz weg. Oder ich nehme seine Hand. Ich nehme seine Hand und sage, komm, gib mir mal die Hand, halt mal meine Hand. Und sage, komm, jetzt tun wir mal die Hände aus, fliegen wir wie ein Vogel. Spür mal den Wind in deinen Händen.

55:32Bernd Vogel

Flieg mal wie ein Vogel ist natürlich, passt auch dann zu deinem Namen.

55:36Lucian Haas

Ich hatte mal, das fällt mir jetzt gerade ein, wo du sagst, mit Hände in die Hand nehmen und so, hatte ich mal ein Erlebnis. Ich habe von manchen Chefärzten von

55:47Lucian Haas

psychosomatischen Kliniken bekomme ich oft Leute von denen zum Wiederaufbauen. Und da hatte ich mal eine Person dabei,

55:56Lucian Haas

die hat mir dann erzählt, dass sie von der psychosomatischen Klinik kommt und dass sie schon fünf Selbstmordversuche hinter sich hat. Und im Fronten können die von der Klinik vom Balkon direkt auf den Balkon schauen, vom Balkon direkt auf den Park schauen. So, und die erzählte mir das im Hochfahren mit den fünf Selbstmordversuchen. Da dachte ich, um Gottes Willen! Und die hat mir jeden einzelnen Selbstmordversuch erzählt, was sie da gemacht hat und was sie falsch gemacht hat, was nicht geklappt hat. Und das erzählte mir... Da hat

56:25Bernd Vogel

man ja schon keine Lust mehr zu fliegen, oder? Ich dachte,

56:27Lucian Haas

oh Mann, die nimmt das jetzt, dass es endlich mal hundertprozentig wird. Und da dachte ich, oh, wie mache ich das bei der beim Fliegen? Und dann habe ich der gesagt, beim Fliegen, du pass auf, wir müssen da die Arme raustun und müssen dann wie ein Vogel die Arme raushalten und dann auch das Gewicht reinlegen, dass wir da Kurven fliegen können. Und so haben wir das dann gemacht. Weil ich wollte da ihre Hände sehen. Weil nicht, dass die vorne was fummelt und was aufmacht. Und da habe ich gesagt so, direkt nach dem Start, Hände waagrecht raus, dann habe ich immer von hinten ihre Hände gesehen. Und ich bin genauso mitgeflogen und habe ihre Hände aufgehalten. Und somit wusste ich, die kann da nichts machen. Da ist mir das alles kalt den Rücken runtergelaufen, da habe ich gedacht, oh, die wird doch nicht wohl das Tandemfliegen nutzen, dass das endlich mal klappt.

57:16Lucian Haas

Weil die war auch so, wie soll ich sagen, nicht gut drauf. Nach dem Flug oder mit dem Flug habe ich gemerkt, ey, die will das nicht. Da war das dann okay. Aber wir haben den kompletten Flug von oben bis unten so mit offenen Händen durchgezogen bis zum Landen. Und das ist jetzt schon ein paar Jahre her und ich habe jetzt immer noch einen guten Kontakt mit der Person. Die Gabi, die meldet sich immer ein, zwei Mal im Jahr und sagt, das hat ihr so viel gebracht im Leben, dass man sie aufgebaut hat, dass man über den Tellerrand schaut, und wenn man über den Tellerrand schaut, dass man da wieder was Positives zurückkriegt. Das ist ja das Schöne beim Tandemfliegen. Man kann die Leute auch aufbauen, stark machen.

57:56Bernd Vogel

Das heißt, Tandemfliegen auch wirklich als Psycho -Hilfe über bestimmte Sachen drüber zu kommen. Bernd, super, vielen Dank für dieses tolle Gespräch mit dir. Sehr gerne. Dir wünsche ich noch viele schöne Flüge und alles Gute. Dankeschön.

58:20Bernd Vogel

Das war Bernd Vogel im Gespräch mit Lucian Haas. Wenn dir diese Folge von Podz-Glidz gefallen hat oder du etwas zu kritisieren hast, dann gib doch bitte eine Rückmeldung per Kommentar auf dem Blog Lu-Glidz oder per E -Mail an lugliteskontakt at gmail.com. Der Podcast Podz-Glidz gehört zum Gleitschirm-Blog Lu-Glidz und ist wie dieser völlig werbefrei und unabhängig. Die einzige Unterstützung, die ich bekomme, ist von meinen Lesern und Hörern. Wenn auch du die Arbeit von Lu-Glidz fördern willst, findest du auf der Webseite www.Lu-Glidz.blogspot.com entsprechende Hinweise, wie das per PayPal oder Banküberweisung einfach möglich ist. Lu-Glidz schreibt sich übrigens Lu-Glidz. Vielleicht erkläre ich mal in einer kommenden Folge von Podz-Glidz, wie dieser etwas seltsame Name überhaupt zustande kam.

59:06Bernd Vogel

Jetzt gibt es von mir erst einmal nur ein Danke fürs Zuhören. Mein Name ist Lucian Haas. Bis zum nächsten Mal.

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