Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast.
Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.
Heute mit Katrin Ganter und Lucian Haas am Mikrofon.
Wer schon einmal einen Retterabgang hatte, kennt das Gefühl. Bei den folgenden Flügen sitzt man nicht mehr so entspannt im Gurtzeug. Man würde zwar so gerne ganz cool weiterfliegen, der Verstand sagt auch, stell dich nicht so an. Doch tief im Inneren sprechen andere Stimmen. Das Unterbewusstsein macht einem einen Strich durch die Rechnung. Das muss aber nicht so bleiben. Eine Möglichkeit, sein Unterbewusstsein gewissermaßen umzustimmen, ist die Hypnose. Wie das funktioniert, darüber spreche ich in dieser Folge von Podz-Glidz mit der Hypnose -Therapeutin Katrin Ganter aus der Schweiz. Basierend auf ihren Erkenntnissen mit der Hypnose bietet sie spezielle Mentaltraining für Gleitschirmfliegen. Katrin ist auch ausgebildete Hebamme. Wie sie die Erfahrungen aus diesem Teil ihres Lebens mit ihrer großen Passion, dem Gleitschirmfliegen, verbindet, auch darüber erzählt sie mir in der folgenden knappen Stunde.
Katrin, du arbeitest in der Schweiz als Berghebamme und hilfst quasi den Bergbäuerinnen, ihre Kinder zur Welt zu bringen. Zugleich bist du in einer Flugschule Stadtleiterin, hilfst also angehenden Pilotinnen und Piloten in die Luft zu kommen. Ist das eine und das andere für dich in irgendeiner Weise vergleichbar?
Ja, ich denke schon, dass man das vergleichen kann. Also ich war ja lange Hebamme. Bevor ich an den Start gekommen bin. Und ich habe nach einer Weile bemerkt, dass meine Hebammenqualitäten am Start absolut gefragt sind. Vor allem für die Schüler, die die ersten Flüge machen, so am Anfang. Es ist eigentlich dasselbe, was man da braucht oder was ich so empfinde, was die Schüler brauchen, ist einfach so Ruhe bewahren, Ruhe ausstrahlen. Gucken, dass man nicht unnötigen Stress noch verbreitet, sozusagen. Dass man die Situation ruhig hält. Dass man einfach so präsent ist für denjenigen oder diejenigen, die jetzt in die Luft geht. Ich gehe einfach nochmal durch die wichtigen Punkte, quasi den Safety -Check, den Start -Check machen wir zusammen.
Und dann ist es einfach eher so das Gefühl geben, das kannst du, das schaffst du.
Das heißt, den Frauen, die jetzt gebären, denen musst du auch das Gefühl geben, hey, das schaffst du. Aber die machen das ja alleine und jetzt ein Pilot ist im Grunde genau das Gleiche.
Genau, es ist das Gleiche. Also die Menschen sind auf jeden Fall kompetent. Die Frauen sind kompetent, Kinder zu kriegen und die Piloten sind kompetent, zu fliegen. Eigentlich eben brauchen die einfach jemand, der an sie glaubt in dem Moment.
Nun warst du ja Hebamme schon lange, bevor du in der Flugschule angefangen hast, als Startleiterin zu arbeiten. Hast du denn von Anfang an erkannt, da kann ich was aus dem einen Job in den anderen mitnehmen und wo du wirklich sagst, hey, das ist vielleicht eine Besonderheit, die du dabei hast?
Ne, also das war ein bisschen Zufall, dass ich da am Start gelandet bin. Das war eigentlich, weil ich die Ausbildung zur Tandempilotin gemacht habe und der Fluglehrer eben quasi, ich mit ihm den Deal gemacht habe, dass ich das so ein bisschen abarbeite, die Unterstützung, die ich brauche fürs Tandemprivé. Und eben ich bin da reingerutscht, stand dann plötzlich da und habe eben mit der Zeit gemerkt, es macht mir Spaß, macht mir Freude. Es war immer eine schöne Zeit mit den Schülern. Ich habe das extrem genossen, diesen Moment dabei sein zu können, wenn die ihre ersten Flüge machen. Das ist einfach so eine Begeisterung in der Luft und das ist was Megaschönes. Das hat mir gefallen, ja.
Fliegen tust du ja auch schon länger und wenn ich es richtig verfolgt habe, hast du das Gleitschirmfliegen ja schon angefangen, bevor du eigentlich Hebamme geworden bist. Wie kam es zu deinen fliegerischen Anfängen?
Also eigentlich habe ich das Fliegen gleichzeitig mit der Hebamme angefangen. Also in meiner Hebammenausbildung habe ich auch begonnen zu fliegen. Und das war eigentlich mein Mann, Thermik darauf gestupft hat, beziehungsweise der wollte immer schon fliegen, der wollte immer schon Flugzeuge fliegen. Und mir selber hat das ehrlich gesagt nichts gesagt. Ich habe das immer so, das war sein Traum mit der Fliegerei. Und er hat dann irgendwann beschlossen, hat gesagt, ja mit dem Flugzeug, ich weiß nicht, ob das noch jemals was wird, aber ich kann auf jeden Fall Gleitschirmfliegen lernen. Und mir hat das gar nichts gesagt damals, Gleitschirmfliegen. Ich kannte Drachenfliegen, das hatte ich schon mal gesehen, so als Kind, aber ich hatte gar null Bezug. Und als er dann den Kurs gemacht hat, habe ich ihn besucht und habe dann einfach gesehen, was das bedeutet, was da passiert.
Ich war am Boden und die sind über mir eingeschwebt und es war ein megaschöner Tag, ganz still, ruhige Luft, es war alles so friedlich und dann habe ich gedacht, ja, wow, was machen die da? Und eben und habe dann quasi am Abend gesagt, hey, das sah megaschön aus, also ich könnte mir das wirklich, ich kann mir das vorstellen, dass es Spaß macht. Und dann hat er mich eigentlich ein bisschen überredet, auch der Fluglehrer hat gesagt, du kannst das einfach mal probieren, probier doch mal. Und dann habe ich gesagt, ja gut, also wenn ich jetzt da mal einfach von so einem kleinen Hügel mal probieren kann, dann mache ich das. Und dann kam es so, eben habe ich mich angemeldet für so einen Grundkurs, und das war vom ersten Abheben an war klar, ich will noch mal, genau, ja.
Wo hast du den Grundkurs gemacht?
Im Schwarzwald beim Walter Wagner bei Skymaster. Das
heißt, damals hast du im Schwarzwald gelebt, heute lebst du ja in der Schweiz. Wie kam es dazu, dass du mit deinem Mann in die Schweiz gezogen bist?
Ja, also eben ich war dann fertig mit der Hebammenausbildung und eben während der Ausbildung habe ich auch die Pilotenlehre gemacht. Das war so ein bisschen so eine Auszeit für mich, mal was ganz anderes machen. Und das kam dann halt so, dass ich quasi eigentlich fertig war mit der Pilotenlizenz und auch fertig mit der Ausbildung. Und ich wollte auf jeden Fall ein Jahr voll als Hebamme arbeiten. Und dann war eben die Frage, wo machen wir das, wo gehe ich hin? Und für uns war halt beide klar, mein Mann, wenn wir fliegen wollen und mit Kind und arbeiten, dann muss es irgendwie einfach sein. Das muss vor der Haustür liegen, sodass man nicht stundenlang fahren muss und dann irgendwie kurz fliegt, sondern sodass es im Alltag passieren kann.
Und ja, dann haben wir eben über ein paar Umwege sind wir dann hier gelandet, wo wir jetzt immer noch sind, im Berner Oberland. Und es ist schon eigentlich ein perfekter Ort zum Fliegen.
Hast du dir den Ort auch ausgesucht, weil du fliegen wolltest oder weil du halt eine gute Anstellung als Hebamme bekommen hast? Also ich muss sagen, mein
Plan war ganz anders. Ich wusste, ich hatte schon eine Vorstellung, wie ich arbeiten möchte als Hebamme. Ich wollte selbstständig arbeiten. Also mir war klar, ich will nicht in ein großes Haus gehen, sondern an einen Ort, wo ich die Geburten wirklich selber leiten kann.
Mir war klar, dass ich auch gerne das Wochenbett mit betreuen will, also so eine ganzheitliche Betreuung machen. Und dann war uns klar, dass wir fliegen wollen. Vor der Haustür. Und mein Mann wollte gerne noch Skifahren. Und ich wollte eigentlich gerne noch mehr. Und wir haben halt das alles mal so gesammelt, was wir uns vorstellen würden und haben dann gedacht, ach, Neuseeland wäre super,
um das alles zu verwirklichen. Und so habe ich mich beworben bei so Agenturen, so Vermittlungsagenturen. Und eine dieser Agenturen, die hat mir dann immer gesagt, warum willst du nicht in die Schweiz? Warum willst du nicht in die Schweiz? Und ich habe ihm gesagt, ja, weil wir nach Neuseeland wollen.
Und irgendwann habe ich aber festgestellt, das war alles nicht so einfach wie gedacht. Und sie hat immer wieder gedrängt. Da habe ich gesagt, ja, gib mir einfach mal, was du da hast. Ich gucke es mir jetzt mal an. Und dann habe ich so drei, vier Stellen abgeklappert in der ganzen Schweiz, habe so eine Runde gemacht in ein paar Tagen und bin eben am Schluss hier gelandet, in Zweisim. Und ich bin angekommen.
Die Gleitschirmflieger sind neben dem Spital gelandet, also neben meiner zukünftigen Arbeitsstelle. Die Arbeitsstelle war wirklich genauso, wie ich sie mir vorgestellt habe, wie ich es mir eigentlich besser nicht hätte ausdenken können. Ich bin dann das erste Mal in meinem Leben mit einer Gondel auf den Berg gefahren, auch quasi direkt vor der Tür. Das waren fünf Minuten von meiner Arbeit zur Gondel zu Fuß. Ich bin dann da oben gestanden. Und habe gedacht, okay, das ist zwar nicht Neuseeland, aber hier ist irgendwie alles, was wir brauchen.
Das heißt sowas wie Liebe auf den ersten Blick.
Ja, schon. Also es hat mich einfach extrem freundlich empfangen hier. Dieses Tal mit allem. Es sah einfach so aus, wie es hat gesagt, komm her.
Genau. Was bedeutet denn für dich das Fliegen? Was fasziniert dich daran so?
Also zum einen ist es halt so ein Abenteuer. Was einfach vor der Haustür liegt.
Weil ich bin schon so ein recht abenteuerlustiger Mensch. Und bevor ich eben Hebamme geworden bin und unser Sohn gekommen ist, sind wir viel gereist. Und ich brauche das so ein bisschen. Also ich glaube, ich brauche das einfach. Ich brauche immer so ein bisschen was anderes, dass was Neues passiert.
Flucht aus dem Alltag auch? Ja,
Flucht wirklich. Ich würde das nicht nennen. Ich habe eher das Gefühl, das ist eigentlich der Boden von meinem Leben. Das ist eigentlich eher der Alltag. Der Alltag ist bei mir eher so ein bisschen abenteuerlich.
Das heißt, das Fliegen ist für dich der Boden. Also die Luft ist der Boden. Das ist ja eine schöne Umkehr eigentlich.
Ja, oder einfach diese Art zu leben. Die Art zu leben, dass jeden Tag etwas Unverhofftes passieren kann. Was Neues passieren kann. Dass man jeden Tag einfach ein Erlebnis hat, wo man sagen kann, der Tag, der war jetzt schön. Das war ein guter Tag. Also das versuche ich schon so oft wie möglich einfach wahrzumachen in meinem Leben. Das
ist dann quasi Lebensphilosophie. Und dazu, da passt das Gleitschirmfliegen halt wie die Faust aufs Auge sozusagen.
Auf jeden Fall. Das Fliegen bietet halt die Möglichkeit einfach, man geht, auch wenn man nur kurz geht, wenn man nur eine Stunde geht, man ist einfach, diese Stunde ist man nur da. Also man denkt an nichts anderes. Ich glaube, das geht allen so. Ich denke da nicht an die Arbeit. Ich denke da an gar nichts, denke ich. Ich gehe einfach fliegen und das ist nur das, was ich da mache. Das ist total präsent. Und es ist für mich sehr erholsam. Eben weil der Kopf, der wird so, der lehrt sich einfach in dem Moment.
Und das macht sehr, es macht ja, es macht Spaß. Es ist eine Herausforderung. Es ist immer anders. Und das zweite große, große, große Grund für mich fürs Fliegen ist sicher so eine ganz starke Liebe zur Natur. Also, dass ich mich einfach so mittendrin statt nur dabei fühle.
Genau. Nun hast du das Gleitschirmfliegen nicht nur für dich, dass du das praktizierst, sondern du hast das auch in anderer Hinsicht mit zu deinem Beruf oder zu deinem Job gemacht und anders noch in dein Leben integriert. Wir haben vorhin schon gesagt, du arbeitest als Startleiter. Du arbeitest als Startleiterin für eine Flugschule in der Schweiz. Gleichzeitig bietest du aber auch noch sowas wie spezielle Trainings an. Und du hast eine Homepage, nennt sich Werk Hypnose. Und da findet man so dieses interessante Stichwort Hypnose und das in Verbindung mit Gleitschirmfliegen. Wie passt das denn überhaupt zusammen?
Die Hypnose passt perfekt zum Gleitschirmfliegen,
weil, also vielleicht hole ich ganz kurz, eben der Hebammenberuf ist für mich inzwischen etwas in den Hintergrund getreten. Also ich mache keine Geburten mehr, keine Geburtshilfe, nur noch Wochenbettbetreuung zu Hause. Und stattdessen habe ich vor einigen Jahren, ich glaube 2011 habe ich damit angefangen, die Ausbildung zur Hypnosetherapeutin gemacht, zusätzlich. Und habe halt gemerkt, welches Potenzial die Hypnose hat. Und beim Fliegen ist für mich eigentlich die größte Herausforderung, es ist natürlich klar, die Technik, dass man lernt, wie funktioniert das, wie händle ich mit dem Gleitschirm,
eben wie drehe ich aus, wenn ich in der Thermik bin und so weiter. Das ist eine Sache. Aber ich habe das Gefühl, für mich immer die größte Herausforderung war eigentlich so eben das Mentale. Wie ich gesagt habe am Anfang sozusagen, mich überhaupt zu trauen, alleine fliegen zu können, fliegen zu gehen oder die Bedingungen einzuschätzen, geht das jetzt, geht das nicht, das Vertrauen zu finden. Oder auch in der Luft, wenn da was passiert, was man vielleicht noch nicht erlebt hat. Oder man fliegt irgendwo hin, wo man noch nicht war. Man ist irgendwie, ich finde das immer noch, wie soll ich sagen, ich finde es immer noch was extrem Beeindruckendes. Ja, man dreht auf, man ist total allein irgendwo auf, keine Ahnung, 500 Meter über irgendwelchen Gletschern.
Und das ist...
Überwältigend auf gewisse Weise.
Ich habe das Gefühl, das ist überwältigend, ja. Und das ist das, was eigentlich, der Kopf ist für mich da wirklich ein riesen, riesen Faktor beim Fliegen. Ja, und damit ich das genießen kann.
Nun sagt man, also stellt man sich das so vor beim Fliegen. Ja, da musst du ganz wach sein und das kontrollieren. Jetzt sieht man so ein Stichwort wie Hypnose. Zumindest auf den ersten Blick wird man sagen, Hypnose und wach sein ist ja eigentlich nicht das gleiche. Inwieweit kann denn jetzt Hypnose mir beim Fliegen helfen?
Also zum einen machen wir ja beim Fliegen sehr viel unbewusst. Also ich glaube, das kennt jeder. Jeder kennt zum Beispiel, dass er sich sagt, einfach so als Beispiel zum Beispiel, heute drehe ich bis zur Wolke auf, bis an die Basis. Und dann, ehe man es sich versieht, hat man aber abgedreht und ist nicht bis an die Basis hoch geflogen. Das heißt, irgendwie hat irgendwas in der Haut, zum einen entschieden, bevor man überhaupt nachdenken konnte, dass das jetzt vielleicht nicht so sein soll. Und da sind wir schon in Kontakt mit dem Unbewussten. Weil diese Entscheidung zum Beispiel, eben das nicht zu tun, ist dann eben unbewusst gefällt worden, obwohl der Verstand das Denken gedacht hat, ja, heute mache ich das.
Heute mache ich es wirklich. Und unbewusst hat man
sich entschieden, das nicht zu tun. Ist denn das Unbewusste oder das Unterbewusstsein dann immer stärker als das Bewusstsein? Also erliege ich immer mein Unterbewusstsein, was mich dann leider runtergleiten lässt, obwohl ich eigentlich hochfliegen will?
Ja, das kann ich absolut bestätigen. Also das Unbewusste ist der Chef im Ring. Das kann man so sagen. Sind aber beide, also auch das bewusste Denken,
beide haben einen wichtigen Anteil und eigentlich optimalerweise arbeiten wir, ist es eine Teamarbeit zwischen Unbewusst und Bewusst. Und beide haben auch verschiedene Aufgaben. Also das bewusste Denken kann man sich vorstellen, ist eigentlich dafür da, dass ich mich fokussieren kann auf eine Sache, die ich jetzt gerade mache. Das ist ein bisschen wie der Bildschirm, auf dem Informationen erscheinen, die ich dann ablese. Das Unbewusste dagegen ist der Rechner, ist der Server mit einer Riesenkapazität, der automatisch und selbstständig ganz viele Formen, Vorgänge macht, mich aber eben nicht mit allen Vorgängen belastet, sondern mir nur die wichtigen Infos hochgibt.
Also, aber weil das Unbewusste halt diese große Kapazität hat und sich eigentlich um alles kümmert, ist es eigentlich auch, kann man schon sagen, ist der Chef. Also wenn das Unbewusste nicht will, irgendwo nicht mitmacht, irgendwo blockiert, dann kann der Verstand hundertmal denken, ich mache das, das wird nicht klappen. Umgekehrt ist aber auch so, wenn der Verstand in eine Richtung geht und das Unbewusste sozusagen, dann sagt man zum Beispiel, ich fahre mit dem Kopf gegen die Wand.
Genau, dann, es ist immer schwierig. Wenn die zwei nicht zusammenarbeiten, dann wird es schwierig. Wenn die zwei sich einig sind, dann kann man eigentlich alles erreichen.
Und was macht jetzt die Hypnose dabei? Also wie kann die hilfreich sein, Unterbewusstsein und Bewusstsein in Einklang zu bringen oder so?
Also für Gleitschirmfliegen,
das ist recht vielfältig. Im Grunde kann man es für alles benutzen. Also man kann es zum einen nutzen, wenn man ein bestimmtes Ziel hat, um herauszufinden, wie man dieses Ziel am besten erreicht, was die besten Schritte sind, die man gehen kann, um dorthin zu kommen. Zum anderen kann man es aber natürlich auch nutzen, wenn man Schwierigkeiten hat, wenn es Blockaden gibt.
Und die können ganz verschieden sein. Also so eine typische Blockade, die ganz viele Gleitschirmflieger teilen, ist zum Beispiel, dass sie so ein bisschen Lampenfieber haben am Start, wenn andere zuschauen. Das höre ich wirklich sehr oft.
Der klassische Startstress. Ja,
der Startstress. Genau, da gucken alle und ich muss jetzt Performance liefern. Das ist zum Beispiel eine Sache. Oder das ist jetzt eigentlich kein so, wie soll ich sagen, es ist einfach unangenehm, wenn man diesen Startstress hat, aber es ist nicht ein Riesenblock. Es ist nicht ein Riesenblockade. Was anderes ist es natürlich, wenn man zum Beispiel einen Unfall hatte oder einen Retterabgang. Einfach ein Vorfall beim Fliegen, wo man sagt, boah, das war jetzt, das empfinde ich als knapp oder da habe ich mich wirklich in eine schwierige Situation gebracht, dass man danach wieder frei fliegen kann. Genau, ohne dass man immer wieder getriggert wird und sozusagen immer wieder in die Angst reinkommt. Das sind Dinge, die kann man mit Hypnose
ziemlich zügig bereinigen, weil man halt in der Hypnose, das Besondere ist in der Hypnose, dass man eben vollen Zugriff hat auf sein Unbewusstes selbst. Normalerweise, sagt ja schon der Name, ist es unbewusst. Es ist eben so eine Grenze da. Es ist so ein bisschen schwierig. Was ist da los? Das zu verstehen und Hypnose ist eigentlich ein Zustand, in dem wir einen Denkzustand, es ist eine Art zu denken. In dem ich gleichzeitig unbewusst und bewusst denken kann und die zwei können sozusagen in Kommunikation miteinander treten und gucken, was ist los und was ist jetzt das Beste und wie kläre ich das?
Wenn
ich jetzt beispielsweise einen Retterabgang gehabt hätte und sage, seitdem traue ich mich nicht mehr richtig, weil sobald es ein bisschen rappelt, werde ich nervös und sitze eigentlich starr in meinem Gurtzeug oder sowas. Ich komme jetzt zu dir oder ich käme zu dir und würde sagen, da möchte ich gerne wieder lockerer werden. Wie habe ich mir das vorzustellen? Was machst du dann mit mir, dass das funktioniert?
Also mein Job ist eigentlich für die meisten Menschen ist diese Vorstellung von Hypnose, dass ich auf irgendeine Art und Weise den anderen sozusagen fast zum Schlafen bringe und dann suggeriere ich ihm etwas mit Worten, was ihm hilft. Das machst du nicht? Das mache ich nicht. Das ist so eine klassische alte Form von Hypnose. Aber inzwischen hat sich die Hypnose weiterentwickelt und es gibt viel bessere Methoden. Wenn du zu mir zur Hypnose kommst, zeige ich dir einfach, wie du in diesen Zustand von Trance gehen kannst. Ein Trance -Zustand bedeutet einfach, das ist dieser Denkzustand, in dem Unbewusstes und Bewusstes aktiv sind. Also du kannst dir vorstellen, wenn du träumst in der Nacht zum Beispiel, ist nur dein Unbewusstes aktiv.
Am Tag, wenn du, keine Ahnung, etwas rechnest, oder etwas schreibst am Computer, dann kann es sein, es ist nur dein bewusstes Denken, oder es führt, sage ich jetzt mal. Das Unbewusste ist immer aktiv, aber es führt. Und Trance ist ein Zustand, in dem beide gleichzeitig aktiv sind und du vollen Zugriff hast auf dein Unbewusstes. Und der ist gekennzeichnet davon, dass du einfach in dich reingehst. Du gehst wie in deine eigene Welt hinein und die Reize von außen nehmen ab. Also das heißt, wenn du in einem Zustand von Trance bist, nimmst du gar nicht mehr so richtig wahr, dass jetzt vielleicht das Telefon klingelt oder was für Geräusche drumherum sind. Du blendest es aus. Und diesen Zustand, den kennen wir eigentlich. Der ist uns angeboren.
Ist
das sowas wie Tagträumen auch? Oder wie kann man sich das vorstellen?
Genau, Tagträumen geht sicher auch in, je nachdem geht man da auch in den Zustand von Trance. Also es ist ein angeborener Zustand, den kennen wir. Den nutzen wir auch häufig. Nur wir nennen ihn, normalerweise nicht Hypnose. Das ist halt dieses Wort, ich finde es nicht so hilfreich, nicht so passend, aber es ist eigentlich das, was wir alle kennen.
Und wie komme ich jetzt daran, dass mein Unterbewusstsein mir zeigt, warum es an der Stelle blockiert? Sehe ich dann Bilder davon? Oder wie habe ich mir das vorzustellen? Also wie das
Unbewusste, du hast es schon gesagt mit den Bildern, das ist ein bisschen die Spezialität, wenn man mit dem Unbewussten arbeitet. Dass das Unbewusste, eine andere Muttersprache hat, wie das bewusste Denken. Das bewusste Denken denkt in Wörtern und in Sätzen. Und das Unbewusste hat eigentlich als Muttersprache die Bilder. Bei manchen Menschen sind es auch Gerüche oder zum Beispiel Musik. Aber bei den meisten Menschen sind es Bilder. Und das Unbewusste drückt, versteht zwar Worte, aber es drückt sich eigentlich am liebsten in Bildern aus. Und es arbeitet auch in Bildern. Also das heißt, wenn ich ein Gespräch führe mit dem Unbewussten, dann passiert es bildhaft. Dann kann es zum Beispiel sein, dass derjenige sich beobachten kann, wie er fliegt und von außen sehen kann, wie er im Gurtzeug sitzt, wenn er zum Beispiel in der Situation kommt, wo er angespannt ist.
Und dann kann er sehen, oh schau, ich sitze ganz vorne, ich bin ganz angespannt, mein Gesicht ist ganz bleich, meine Lippen sind zusammengepresst. Das kann er beobachten. Es ist wie ein Film, den man sieht von außen. Und das Schöne ist, mithilfe des Unbewussten kann man dann sagen, Unbewusstes, bring jetzt einfach den Teil, der helfen kann zum Beispiel. Und dann kann es sein, dann erscheint ein Helfer oder ein Freund oder was auch immer und korrigiert die Situation. Und es geht so lange, bis derjenige sagt, ja, jetzt sieht es bequem aus, jetzt sieht es gut aus, jetzt sieht es so aus, als würde ich mich wohlfühlen, dann geht man selber nochmal hinein in diesen Film, sozusagen erlebt den neu.
Und das Interessante daran ist, dass es für uns völlig egal ist, ob wir was in Hypnose erleben, also wenn wir in Hypnose fliegen und diese Situation verändert haben und uns dann wohlfühlen und alles getan haben, wie es für uns besser ist, die Situation so angepasst haben, oder ob wir das in echt erleben. Das ist uns total schnurz. Das bedeutet, wenn ich das in Hypnose erlebe, wenn ich das in Hypnose so erlebt habe, hat es einen Einfluss und ich gehe nachher in die Luft und fühle mich wohl. Diese Blockade ist aufgelöst.
Die wird quasi mit dem neuen Bild einfach überschrieben, oder wie habe ich mir das vorzustellen?
Auf eine Art überschrieben ist es eigentlich mehr als überschreiben, weil sie wird ja verändert in dem Moment.
Also mithilfe des Unbewussten verändern wir die Situation so, dass sie positiv ist und dass sie, dass sie sozusagen handelbar wird, dass sie nicht mehr überfordernd ist, dass sie einfach so eine Situation ist, wo ich sagen kann, da fühle ich mich gut. Und dieses Gefühl bleibt, das wird mitgenommen ins normale Bewusstsein und es ist dann, als wäre das passiert. Obwohl es nicht passiert ist, wird es so angenommen vom Unbewussten, als wäre es passiert. Und dadurch ändert sich das natürlich.
Das passiert ja in der Hypnosesitzung selber. Es könnte aber auch genauso sein, dass ich im Flug bin und merke, oh, jetzt werde ich wieder angespannt. Gibt es da auch Techniken, wo ich sagen kann, wie kann ich jetzt quasi schnell meinen Helfer zur Hilfe rufen, dass das dann auch im Flug funktioniert, wo ich das jetzt in der Hypnosesituation noch nicht so durchgespielt habe und neu programmiert habe auf gewisse Weise?
Also es gibt sicher, wie du das gesagt hast, so dieses Tagträumen, das ist sehr hilfreich.
Dass ich mir einfach überlege, dass ich sozusagen mir schon vor dem Fliegen überlege, wie ist es für mich in der Luft? Was sind so typische Situationen, wo es mir mulmig wird?
Und mir überlege, was würde mir helfen? Was würde mir dienen? Wie könnte ich mich unterstützen? Also ich mache zum Beispiel gerne ein Gedankenspiel, wenn ich meine beste Freundin wäre, was würde die mir raten? Sodass ich einfach mal herausfinden kann, was brauche ich eigentlich in dem Moment? Und dann kann ich mir überlegen, was mir nützen würde, was ich eigentlich brauche, was mir Sicherheit gibt. Und dann habe ich schon die Idee, wie ich diese Situation ein bisschen vorbereiten kann, was ich im Vorfeld verändern kann,
damit ich das dann habe, damit ich das zur Verfügung habe. Dann kann man natürlich so ein bisschen eben tagträumen und sich vorstellen, wie würde ich mich fühlen, wenn ich mich wohlfühlen würde? Welche Gedanken würde ich denken, wenn ich mich wohlfühlen würde? Weil sehr häufig, sehr viele Ängste werden in der Luft, vor allem werden eigentlich durch Beurteilungen der Situation ausgelöst. Also man beurteilt die Situation als gefährlich oder als nicht okay und aktiviert damit sozusagen diese wirklich alten, fest installierten Fluchtprogramme zum Beispiel. Und die sind natürlich heftig, da geht das Herz rast, wir kennen das alle, der Mund wird trocken, die Hände fangen an zu schwitzen, das Hirn wird komplett leer, weil alles Blut sozusagen in die Extremitäten geht, damit ich rennen kann.
Und wenn ich es so weit kommen lasse, dann kann ich eben nicht nachdenken. In dieser Situation kann ich nicht kreativ eine Lösung finden. Deswegen ist es wichtig, dass ich die vorher finde und mir vorher überlege, wie sollte das sein, wie sollte das aussehen und schon einen gewissen Plan mitnehme in die Luft. Und dann kann ich mich in der Luft zum Beispiel erinnern, an einen guten Gedanken, den ich denken kann, einen Gedanken, Thermik unterstützt. Zum Beispiel, jeder kennt ja das Höhe ist Sicherheit, das ist so ein typischer Satz. Der ist jetzt so ein bisschen allgemein, wie soll ich sagen, den kennt jeder und da kann man aber seine ganz eigenen Sätze finden, die einen wirklich packen. Und je mehr mich quasi mein Gedanke packt und emotional berührt, umso wirksamer wird er sein.
Ich habe mal ein Gespräch oder ein Interview geführt mit Bernie Pessel, einem österreichischen großen Streckenflieger und da habe ich den auch gefragt, weil der häufig bei ziemlich heftigen Bedingungen auch manchmal noch fliegt, wo andere dann sagen, da gehe ich lieber landen. Wie geht er denn damit um? Und dann sagte er, ja, wenn es dann richtig heftig wäre, fange ich an, einfach zu juchzen und freue mich einfach darüber. Ist das genau so ein Umgang mit solchen Situationen?
Das ist absolut eine Taktik, die man machen kann. Also wichtig ist einfach, dass man was parat hat, was man nutzen kann, dass man nicht in der Situation überlegt, was mache ich jetzt, weil da ist keine Kapazität im Hirn da. Das Hirn ist leer. Blut ist in den Extremitäten für die Flucht. Das kann ich mir denken. Das heißt, ich muss das vorher wissen. Was will ich tun? Was will ich denken? Und viele haben einfach Gedanken,
die nicht hilfreich sind. Die denken sich dann, oh Gott, halten meine Karabiner, zum Beispiel. Oder oh Gott, die Wolke sieht so grau aus. Das sind keine nützlichen Gedanken, die vergrößern meine Angst und die ändern auch nichts an der Situation. Das heißt, ich überlege mir vorher, welcher Gedanke hilft mir.
Und da ist wirklich, da kann man kreativ sein. Einfach ein bisschen die Kreativität spielen lassen. Ich habe zum Beispiel, den Gedanken habe ich von jemand übernommen, ist, wenn es jetzt sehr rumpelt oder so, dann sage ich mir, in einer Minute wird es bestimmt wieder schön.
Dann weiß ich, ich muss jetzt nur eine Minute durchhalten und dann wird es bestimmt wieder schön.
Und dann sage ich mir diesen Satz. Da denke ich mir, in einer Minute wird es bestimmt wieder schön. Und es motiviert mich, einfach ein bisschen abzuwarten, nicht gleich wegzufliegen, sondern drinnen zu bleiben. Und häufig ist es wirklich so, dass nach einer Minute schon wieder schön ist.
Genau. Das ist dann auch so ein bisschen was wie Autosuggestion, oder?
Ja. Ja, kann man so sagen.
Wenn wir mal ein bisschen von der Hypnose als Thema selber weggehen. Du bietest ja auch ganz klassische Mentaltraining an, wo es jetzt nicht speziell um Hypnose geht. Und unter anderem auch, habe ich gesehen, bei Sicherheitstrainings. Was machst du denn da mit den Piloten? Wie ergänzt du so ein Sicherheitstraining mit einem Mentaltraining von dir aus?
Ja, also, alles, was ich im Mentaltraining vermittle, kommt schon, schon aus meinem Wissen von der Hypnose. Und auch aus meinem Wissen als Hebamme. Also, ich habe halt in diesen beiden Berufen, wie soll ich sagen, einfach wie einen großen Erfahrungsschatz bekommen, wie wir ticken in extremen Situationen. Also auch eine Geburt ist eine Extremsituation. Und ich konnte halt sehr viel Zeit, stundenlang, bei einer Geburt ist man, man ist stundenlang im Gewehr, man ist stundenlang, nächtelang mit einer Frau zusammen, die da diesen Prozess tut. Und da lernt man sehr viel, was nützt in so einem Moment und was nützt nicht. Also das, und man kann es auch ausprobieren, wenn man was hat, was nicht nützt, das wird nicht angenommen.
Also ich werde da die Frau nicht unterstützen können, im Gegenteil, und verschlimme vielleicht sogar die Situation. Wenn ich aber ein gutes Gespür entwickeln kann für den Moment und was es jetzt braucht, dann wird es leichter. Und ich konnte halt so, mit der Zeit eben erkennen, dass es so gewisse Strukturen gibt, die da drunter liegen. Ich sag jetzt mal,
die den Prozess strukturieren. Das ist was, was man nicht sieht, aber was man erkennen kann, wenn man das oft erfährt. Das zweite ist, dass mir die Hypnose natürlich ein großes Wissen vermittelt hat, wie wir ticken, wie das Unbewusste denkt, was dem Unbewussten wichtig ist, damit es mit dem bewussten Denken zusammenarbeitet, was es da für Voraussetzungen braucht. Und aus all dem habe ich quasi dieses Mentalcoaching kreiert. Und das funktioniert dann einfach so, dass man halt, bevor man pflegt, jeden Tag eine Stunde zusammensitzt und ich eigentlich dieses Wissen vermittle. Also dieses Mentalcoaching ist viel Wissensvermittlung.
Wie ticken wir überhaupt? Was ist da los in so einer Extremsituation? Was passiert da? Was passiert da in dem Moment? Und was nützt? Und was nützt gar nichts? Dass ich schon mal so eine Idee habe, wie kann ich da dran hingehen? Und wir wissen eigentlich selber immer ganz genau, was gut ist für uns. Und je mehr ich einfach die Situation verstehen kann und verstehen kann, was in mir vorgeht, umso besser kann ich auch entscheiden, was gut ist für mich in diesem Moment.
Was sind denn da so, gerade beim Sicherheitstraining, so typische Situationen, die du immer wieder erlebst, die die Piloten oder Pilotinnen jeweils erleben und sagen, da bräuchte ich mal eine Hilfestellung? Also was sind so die Hauptfragen, die da aufkommen?
Ja, es ist halt für alle natürlich, es ist Neuland. Also wir haben ganz viel mit dem Neulandinstinkt sozusagen zu tun.
Das ist für jeden. Und ich glaube wirklich, das ist ausnahmslos jeder. Der eine kann halt besser damit umgehen, dem anderen, eben der andere wird etwas aufgeregter. Aber grundsätzlich ist es für alle so. Ich kenne niemanden, der total ruhig in ein Sicherheitstraining kommt und total relaxed seinen ersten Full -Stall fliegt. Alle sind aufgeregt und alle machen sich Gedanken und gehen das Manöver nochmal durch und so weiter. Und ja, das ist einfach, wie komme ich da durch auf eine gute Art, ohne mich in eine Situation zu befinden, sozusagen in einen roten Bereich zu bringen? Das ist eigentlich das Wichtigste. Wie kann ich was Neues machen, wo ich noch nicht genau weiß? Ich kann einfach nicht alles genau wissen.
Ich kann mich vorbereiten, ich kann das theoretisch durchgehen, aber dann muss ich es machen. Und gerade einen Stall, den muss ich durchziehen. Da kann ich nicht zwischendrin aufhören, sondern entweder machen oder nicht machen.
Gibt es denn so etwas wie eine einfache Technik, wie ich meinem Unterbewusstsein quasi öffnen kann dafür, dass es sagt, wunderbar, jetzt passiert etwas wirklich Neues, das kann mich jetzt in Aufregung versetzen oder sowas, aber ich akzeptiere das jetzt einfach oder schneller. Gibt es da so eine Grundtechnik, wie man das hinkriegen kann?
Also grundsätzlich für mich das Einfachste ist natürlich, das mit Hypnose zu machen. Das kann man auch selber machen. Ich selber frage halt immer nach der Erlaubnis,
ob ich einfach die Erlaubnis habe, das zu machen, ob ich die volle Unterstützung habe von meinem Unbewussten. Wenn das sagt, ja, ich unterstütze dich voll, dann weiß ich, ich habe die auch. Wie sagt mir
das Unterbewusstsein ja?
Also für mich ist es sehr einfach und für jeden, der sozusagen Hypnose, der jetzt zum Beispiel zu mir in die Hypnose kommt, dem bringe ich das bei. Es gibt total einfache Techniken, wie man das zum Beispiel, man kann eine Zeichensprache ausmachen mit dem Unbewussten.
Muss ich jetzt ein Zeichen für das Unterbewusstsein machen oder macht mir das Unbewusste, gibt mir ein Zeichen dann zurück und ich muss einfach nur mit Worten mit ihm reden?
Ja, wir machen das, wir machen das aus, wir machen das einfach aus. Irgendwann sagst du zum Unbewussten, zum Beispiel Unbewusstes, das dealst du mit dem aus, sagst, wenn du einverstanden bist, dann beweg zum Beispiel, lass den rechten Zeigefinger nach oben gehen. Das ist eine ganz kleine Bewegung, die kriegt gar keiner mit, das sieht keiner. Und dann kann man eben kurz in sich reingehen, man kann kurz wie in so eine ganz kurze Trance gehen, sagen, Unbewusstes, ich will was wissen, ich möchte dich schnell was fragen. Bist du damit einverstanden, ja oder nein? Und wenn es ja sagt, sollst du den Zeigefinger heben. Und dann kann dein Unbewusstes deinen Zeigefinger steuern. Das kann sozusagen die Muskulatur kurz ansteuern und das übernehmen. Und dann habe ich mein Zeichen. Funktioniert aber eben nur, wenn ich damit einverstanden bin, wenn ich das ausgemacht habe.
Wenn ich natürlich mich einmische und sage, ja, das glaube ich sowieso nicht, dann funktioniert es auch nicht. Dann wird es schwierig, da eine gute Kommunikation zu finden.
Also ich muss wirklich lernen oder üben, trainieren mit meinem, meinem Bewusstsein und dem Unterbewusstsein quasi Deals zu schließen.
Ja. Du musst einfach in Kontakt gehen. Und jetzt bei einem Sicherheitstraining, bei dem Mentaltraining, wende ich ja in dem Sinne keine Hypnose an. Aber ich bringe den Leuten bei, wie sie mit dem Unbewussten kommunizieren können und wie sie auch merken können, ob die Kommunikation funktioniert. Also eben, wie sie diesen guten Kontakt aufbauen können. Und wir haben das ja auch alle. Also wir haben zum Beispiel, Intuition kennt jeder. Das ist ein Ausdruck, den jeder kennt. Und jeder hat das schon mal erlebt. Intuition ist eigentlich nichts anderes als eine Kommunikation mit dem Unbewussten. Das gibt mir eine Info raus und sagt, achte da drauf.
Das ist auch sowas anderes, sprechen von Bauchgefühl oder sowas. Ist das das Gleiche?
Ja, absolut. Und es ist halt wichtig, das nicht zu missachten. Dass man einfach auch, dass man auch darauf hört, dass man eben aufmerksam ist für das Bauchgefühl und so den richtigen... Es ist wirklich nicht so einfach. Das ist wirklich ein ganz komplexes... Das sind komplexe Vorgänge und jeder weiß das ja auch, da so diesen Weg, diesen Pfad zu finden zwischen eben gerade bei einem Sicherheitstraining zwischen Aufregung und Überaufregung, die schon wieder blockiert oder dass man es sich auch zu einfach macht, dass man sagt, ja, ja, alles easy und dann hat man plötzlich einen großen Salat und denkt sich, ups, so easy war es jetzt doch nicht.
Es ist einfach ein Weg, den kann man eben nur Schritt für Schritt gehen und ich glaube, da liegt auch das Geheimnis darin, dass man zum Beispiel eine Sache im Mentalcoaching ist, dass wir wirklich ausarbeiten, Schritt für Schritt zu gehen. Und immer nur auf den Schritt gucken, den wir jetzt gerade machen, damit die Kapazitäten voll da sind.
Kann das Unterbewusstsein auch beleidigt reagieren, wenn man nicht auf es hört?
Also das ist nicht beleidigt. Das will dich ja nicht strafen oder so. Eigentlich das Unbewusste ist voll auf deiner Seite. Das kann man so sagen. Also es ist eigentlich der beste Freund, den du haben kannst. Der würde niemals beleidigt reagieren und sagen, ja jetzt komm, dir zeige ich es jetzt. Aber es kann einfach sein, dass es Gründe hat, dass es gute Gründe hat für sein Handeln. Und dir diese Gründe aber in diesem Moment vielleicht nicht bewusst sind. Es kann auch sein, dass sich etwas automatisiert hat. Einfach ein nachteiliger, eine nachteilige Vorgehensweise, dass die einfach immer wieder wiederholt wird. Aber nicht zum Erfolg führt. Wenn jetzt das...
Wir denken ja, weil ich mich dann schlecht fühle, also wenn ich ein Muster habe, was mich eigentlich nicht weiterbringt und immer wieder erfolglos sein lässt, dann fühle ich mich ja nicht gut. Und dann denke ich mir, oh das Unbewusste will mich strafen, weil das lässt mich ja nicht gut fühlen. Aber eigentlich tut es mir einen Gefallen, indem es mir zeigt, da ist was.
Guck doch mal hin, ob das noch aktuell ist, ob du das noch so weitermachen willst. Also eigentlich ist es nicht eine Strafe, sondern es ist ein Hinweis, mit dem es sozusagen eine Markierung setzt und sagt, hier ist was, das könnte noch optimal, das könnte besser laufen. Und immer, wenn das Unbewusste uns in so eine Situation bringt, überhaupt, dann ist es auch ein Hinweis darauf, dass wir die Ressourcen haben, das zu ändern und die Möglichkeiten.
Menschen, die zum Beispiel wirklich ein schlimmes Trauma haben und die Ressourcen nicht hätten, denen ist oft gar nichts bewusst. Die kriegen davon gar nichts mit, die vergessen die Dinge komplett. Also es ist auch immer ein Hinweis, wenn das Unbewusste mir ein Zeichen gibt, zum Beispiel, dass ich mich nicht gut fühle bei irgendwas, dass es gleich ist, dass ich sage, guck da mal hin, eigentlich brauchen wir das nicht mehr, das ist nicht mehr aktuell, mach mal was Neues.
Apropos weiterentwickeln und Mentaltraining, neben den Sicherheitstraining hast du auch mal schon als Mentaltrainerin bei einem Groundhandling -Training gearbeitet. Das war in Portugal und das war ein Kurs, der war nur für Frauen ausgeschrieben. Was hast du denn da so erlebt?
Ja, also ich muss sagen, dieses Training mit den Frauen war für mich eine der schönsten Arbeitswochen meines Lebens. Es war gigantisch. Es war einfach eine reine Freude, weil ich in dem Fall wirklich so eine Entwicklung eben miterleben konnte innerhalb kurzer Zeit, dadurch, dass diese Komponenten zusammen waren. Das Groundhandling ist einfach genial, um seine Technik zu verbessern. Also es gibt da eigentlich fast nichts Besseres.
Es findet am Boden statt, sodass man doch irgendwie eben noch eine gewisse, man hat halt mehr Sicherheiten. Also wenn ich jetzt zum Beispiel auf dem Boden den Schirm in den Flyback nehme, dann ist es halt was anderes, als wenn ich in der Luft einen Fullstall fliege. Und
in Kombination sozusagen mit diesen täglichen eben Vorbereitungen mental, was ist mein Ziel? Wo will ich hin? Wie gehe ich das Schritt für Schritt? Was steht eigentlich jetzt an? Was sind meine Schwierigkeiten auf dem Weg? Was sind meine Ressourcen? Wie will ich die nutzen?
Konnte man halt so sehen, so ab dem zweiten, dritten Tag, wie der Knopf aufgeht. Und für mich war es wirklich
einfach jedes Mal was sehr Berührendes, das zu sehen, wie die Frauen, die sind einfach so aufgeblüht. Die haben sich oft um 180 Grad gedreht, die hatten nur noch Spaß, die haben gelacht, die haben sich Sachen getraut, die wollten gar nicht mehr aufhören. Also die wollten nicht essen, die wollten einfach nur noch fliegen und mit diesem Schirm was machen. Und das ist ein Erlebnis, das war einmalig, ja. Nun
waren das ja nur Frauen. Glaubst du, dass dieses Erlebnis mit Männern genauso sein könnte? Oder sind Frauen an der Stelle in irgendeiner Weise anders? Gehen die anders mit solchen Entwicklungen um? Vielleicht auch anders mit Ängsten oder was auch immer?
Was ich halt sehen kann bei den Frauen ist, dass sie, wenn sie unter sich sind, mehr aus sich heraus kommen. Dass sie sich mehr trauen, also mehr nach vorne gehen.
Und was ich auch für, ja,
ein bisschen eine Theorie, ich weiß es nicht, ich kann das natürlich nur so empfinden, dass es den Frauen gut tut, auch weibliche Vorbilder zu haben. Also eine andere Frau zu sehen, die das tut, was sie vielleicht noch nicht können, die es ihnen sozusagen vormacht. Weil wir uns jetzt nicht unbedingt, wenn wir jetzt, wir sind halt in dem Sport schon viel von Männern umgeben. Also vielleicht in der Schulung hat es noch mehr Frauen,
aber im Großteil sind Männer. Also hier bin ich jahrelang fast die Einzige gewesen. Viele Tage bin ich die einzige Frau am Startplatz.
Und das heißt, mein Umfeld sind immer Männer und ich gucke die an und wenn ich die anschaue, ich identifiziere mich nicht unbedingt mit denen. Weil das sind ja Männer, die sind ja nicht wie ich. Und wenn ich aber eine Frau sehe, die vielleicht klein ist und zart und Kinder hat und die, keine Ahnung, die fliegt super, die hat ihren Schirm super im Griff, die macht super Starts, was auch immer, dann denke ich mir so, aha, also wenn die das kann, kann ich das vielleicht auch. Und ich glaube, das ist ein großer Aspekt, warum die Frauen sich gegenseitig so pushen. Weil sie halt auch, auch für die ist es neu, dass sie andere Frauen sehen, die was machen.
Und das inspiriert. Aha, dann kann ich da auch was machen. Und dann gibt es so einen Effekt, so eine Dynamik, dass sie sich gegenseitig auch extrem pushen. Mhm.
Das heißt, wenn man deine Erfahrung so nimmt, wäre es eigentlich sinnvoll für Frauen, viel häufiger mit Frauen fliegen zu gehen und wirklich Frauenclubs zu bilden
und so weiter? Ja, würde ich sagen, ja. Würde ich sagen. Es wäre natürlich schön, irgendwann, wie soll ich sagen, ich glaube, es ist in meiner Vorstellung, oder würde ich mir natürlich wünschen, dass Männer und Frauen zusammen fliegen und zusammen den gleichen Spaß haben wie Männer untereinander oder Frauen untereinander. Aber in der Realität kann ich das einfach auch sehen. Ich kann es auch bei den Männern sehen, dass sie es genießen, untereinander fliegen zu gehen. Also mit ihren Kumpels und unter sich zu sein. Und genauso sehe ich das eben bei den Frauen, dass sie halt mehr eben aus sich herauskommen, wenn sie unter sich sind. Und ja, und ich glaube eben, dieses Vorbildersuchen, dass es für eine Frau gut ist, ein weibliches Vorbild zu haben.
Jemand, wo man sagt, eigentlich ist die so wie ich und die kann das auch. Und dann finde ich Wege, das auch zu können. Wenn ich eine Mutter sehe, die mit Kindern das geschafft hat, weiter zu fliegen, dann denke ich mir so, hm, wie hat sie denn das gemacht? Dann kommt das Gespräch und dann wird das für mich auch möglicher. Wenn ich aber nur Frauen sehe, die aufhören zu fliegen, wenn die Kinder kommen, dann kriege ich keine Inspiration, wie das denn gehen könnte.
Aber ich glaube, für viele ist es halt einfacher, wenn man so ein bisschen einen Anstoß hat von außen und nicht alles pionierhaft selber erfinden muss.
Nun haben wir vorhin mal über Startstress gesprochen. Du sagst jetzt so, Frauen, wenn die viel mit Männern sind, die sehen das jetzt nicht so als Vorbild und so was, fühlen sich vielleicht auch von den Männern stärker beobachtet oder was auch immer. Gibt es so typische Ängste, wo du siehst, dass es eher eine Angst bei Frauen, die häufiger auftritt, und eine andere Angst, die eher bei Männern zu beobachten ist vor den Piloten?
Ich glaube das nicht, nein. Ich glaube einfach, der Umgang damit ist anders. Aber ich glaube, die Ängste sind gleich, ja.
In welcher Form?
Ja, also das ist jetzt vielleicht auch schon ein bisschen klischeehaft dargestellt, also es ist sicher auch immer individuell, aber bei den Frauen zum Beispiel kann ich viel beobachten, dass sie eher ihre Fähigkeiten unterschätzen. Also dass sie sich zu wenig zutrauen, dass sie sich dann noch mehr zurücknehmen und denken, ich kann das nicht und ja,
sich dämpfen sozusagen. Und bei Männern kann man vielleicht eher das Gegenteil sogar beobachten, dass sie zwar so innen drin vielleicht auch das Gefühl haben, so kann ich das jetzt wirklich, aber das eher überspielen mit, ja klar, kann ich das. Ist ja ganz einfach. Und man sieht es halt dann, sie machen es dann vielleicht trotzdem, sie gehen ins Starten dann, aber man guckt den Start an und man sieht, naja, da war jetzt doch eine gewisse Nervosität dabei. Man sieht es an den Bewegungen, dass sie nicht mehr so fein sind, wie wenn man ruhig ist.
Gehen die Männer dann vielleicht auch eher über ihr Unterbewusstsein hinweg? Hören die sich nicht so auf die Signale? Das
weiß ich nicht. Ich glaube das nicht. Es ist wirklich ein anderer Umgang und es sind andere Probleme, sage ich jetzt mal. Und ich glaube auch ein großer Teil liegt einfach in unserer Erziehung begründet. Ich glaube gar nicht mal, dass es typisch männlich oder typisch weiblich ist, sondern dass es darin begründet ist, wie wir einfach in der Gesellschaft gewohnt sind, als Mann zu sein oder als Frau zu sein. Und so äußert sich das dann, wie wir das handhaben und wie wir das ausdrücken. Aber ich glaube im Grunde geht es Männern und Frauen, wenn man so das runter bricht, eigentlich ähnlich. Nur der Umgang ist eben auf eine andere Art und Weise.
Du hast eine Seite im Internet www.berghypnose.ch Darüber beschreibst du auch viel von diesen Mentaltraining und der Hypnose und sonstigen. Mir sind da immer wieder zwei Begriffe aufgefallen. Die kommen in vielen Texten von dir vor. Der eine ist Aufmerksamkeit und der andere ist Achtsamkeit. Was bedeuten diese für dich und fürs Fliegen?
Ja,
Aufmerksamkeit ist, glaube ich, alles beim Fliegen. Also je mehr ich mich in die Lage versetze, aufmerksam zu sein, umso mehr kann ich wahrnehmen, was es jetzt braucht und kann einfach gut reagieren. Und darum ist für mich die Aufmerksamkeit eigentlich das A und O. Je aufmerksamer ich sein kann für das, was außen passiert, also zum Beispiel vom Wetter her, für das, was im Schirm passiert und für das, was in mir passiert, umso mehr bekomme ich mit und umso besser kann ich mich darauf einstellen.
Der zweite Begriff war Achtsamkeit. Wie unterscheidet der sich von der Aufmerksamkeit und was ist an dem besonders?
Das ist eine gute Frage. Also wenn ich sie jetzt so spontan beantworte, dann würde ich sagen, für mich ist Achtsam sein
ist eben vielleicht die Art und Weise, wie ich mit der Aufmerksamkeit umgehe. Also Aufmerksam heißt, ich nehme etwas wahr und wenn ich achtsam bin,
dann gebe ich auf mich Acht,
wie ich mit den Dingen umgehe, die ich wahrnehme. Also wenn ich jetzt zum Beispiel bei mir selber wahrnehme, dass ich mich unwohl fühle oder wie auch immer, dann kann ich eben zum Beispiel mir sagen, bist du bescheuert schon wieder und stell dich nicht so an,
oder ich kann eben achtsam, das wäre jetzt für mich achtsamer sein, einfach freundlich mit mir sein und sagen, aha, mach dir wieder Sorgen, aber ich glaube, es ist alles okay, nur Mut in einer Minute wird es bestimmt wieder schön. Also ich glaube, es ist eigentlich schon ein ähnlicher Begriff, vielleicht könnte man sagen, dass die Achtsamkeit noch ein bisschen den Hinweis gibt auf die Art und Weise, dass ich immer achtsam bin mit mir und auch mit dem, was ich da begegne beim Fliegen, also den Bedingungen.
Nun hast du ja kürzlich den Tandemschein gemacht, das hast du ja vorhin schon erzählt. Was bedeutet für dich als Tandempilotin das Thema Achtsamkeit?
Ja, da muss ich sagen, das muss erst noch den Platz finden. Also im Moment bin ich halt noch Beginner, Beginner Tandempilot. Wenn ich mit Freunden fliege, dann ist es schon alles, dann kann ich da schon sehr achtsam fliegen, aber wenn ich jetzt mit Passagieren, mit Fremden fliege, das ist für mich noch relativ neu und da merke ich zum Beispiel, dass meine Kapazität einfach noch ein bisschen belegt ist mit den Abläufen an sich. Da ist noch keine so große Routine da, die ich abrufen kann, die schon wie von selber läuft. Also ich habe noch Schwierigkeiten mit meiner Kamera, wie ziehe ich jetzt den Stick da raus, wie verstaue ich den nachher wieder, keine Ahnung. Ich bin einfach noch so beschäftigt mit den Details,
dass eben ich jetzt so, wie ich mir das wünschen würde, die Achtsamkeit noch nicht da ist. Aber ich weiß halt jetzt in dem Moment geht es nicht anders, weil das ist einfach der Lernprozess,
den ich jetzt machen muss. Auf der anderen Seite ist es dann auch schon wieder achtsam, das wahrzunehmen und zu sagen, jetzt bin ich hier an dem Punkt, ich bin jetzt noch kein Tanienpilot mit viel Erfahrung, sondern ganz frisch und jetzt brauche ich noch ein bisschen mehr Zeit für alles. Die Abläufe brauchen viel mehr Energie, weil sie noch nicht eben so routiniert sind. Ich bin viel früher müde als vielleicht ein Pilot, der schon lange fliegt. Also dann nach drei Flügen bin ich eigentlich ruhig. Da bin ich müde.
Eigentlich bin ich froh, wenn es keinen vierten Flug mehr gibt. Das
heißt, mit Aufmerksamkeit und Achtsamkeit stellst du also fest, das waren drei Flüge, ich kann nicht mehr und ich mache jetzt auch einfach grundsätzlich keinen vierten mehr.
Ja, im Moment ist es eh noch nicht so, dass ich da so den ganzen Tag ausgebucht bin. Da merke ich halt, also so wie ich mir das vorstelle, die Tanienpilotin, die ich gerne sein möchte, da möchte ich eigentlich gern Zeit haben für den Menschen, mit dem ich fliege. Also wirklich mich darauf konzentrieren zu können, wer ist derjenige, wie machen wir da ein schönes Erlebnis draus. Und jetzt merke ich halt, teilweise kann ich das schon machen, aber teilweise bin ich einfach beschäftigt, bin ich belegt, meine Kapazität ist belegt mit eben Kamera raus, Kamera rein, Kamera anschalten, ja,
genau. Wie sieht so deine weitere Fliegerkarriere aus, was hast du da noch für Pläne?
Ja, ich bin nicht so der Planer. Ich bin nicht so der Planer. Es treibt dich immer irgendwo hin. Ja, es ist schon so, auf jeden Fall wünsche ich mir, dass das Fliegen weiterhin einen großen Platz einnimmt in meinem Leben. Dass ich das einfach noch lange mache, dass ich das weitermachen kann, dass das dazugehört.
Könntest du dir vorstellen, im Leben auch ohne das Fliegen auszukommen?
Wenn ich dafür kiten kann?
Ja, ich habe mir die Frage auch schon öfter mal gestellt. Ich glaube schon, dass das geht. Also das ist, das Fliegen ist jetzt für mich nicht so eine Sache, wo ich sage, ohne Fliegen kann ich nicht leben. Aber ich fände es sehr schade. Ich finde es sehr schade, ja.
Was würde dir, falls du das so zusammenfassen kannst, auf einen Punkt, was würde dir denn am meisten fehlen?
Also wenn ich nicht fliegen könnte, am meisten würden mir diese Momente fehlen, wo man mittendrin statt nur dabei ist. Eben mittendrin in der Natur. Wo man so um sich guckt und denkt, wow, ist der Hammer. Ist der Hammer, wie ich lebe, wo ich lebe. Diese Welt ist am einfach genial. Die ist so schön. Ich will gar nirgendwo anders sein.
Okay, Katrin. Danke für dieses tolle Gespräch. Es hat mir viel Spaß gemacht. Ich hoffe den Hörern von dem Podcast dann auch. Dir wünsche ich noch viele schöne Flüge und das mittendrin statt nur dabei zu sein. Alles Gute für die Zukunft.
Ich danke dir für die Einladung. Hat mich gefreut.
Das war Katrin Ganter im Gespräch mit Lucian Haas. Wenn dich das Thema Hypnose und Gleitschirmfliegen weiter interessiert, dann empfehle ich dir, einen Blick auf Katrins Website zu werfen. Du findest sie unter www.berghypnose.ch www.berghypnose.ch
www.berghypnose.ch www.berghypnose.ch Wie immer bleibt noch anzumerken, dass ich mich über positive wie kritische Rückmeldungen freue. Gerne per Kommentar im Blog, oder per E -Mail an lugleitskontakt at gmail.com www.lugleitskontakt at gmail.com www.lugleitskontakt at gmail.com finden. Ich mache das völlig unabhängig und werde nicht durch Werbung finanziert. Ich setze allerdings auf eine freiwillige Unterstützung durch meine Leser und Hörer. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat oder wenn du zudem regelmäßig Lu-Glidz liest, dann kannst du meine Arbeit auch fördern. Auf der Lu-Glidz -Webseite finden sich entsprechende Hinweise, wie das per PayPal oder Banküberweisung einfach möglich ist. Die Adresse lautet www.Lu-Glidz.blogspot.com.
Lu-Glidz schreibt sich L -U -G -L -I -D -Z.
Jetzt sage ich nur noch Danke fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal.