Ja, es war so, dass ich dann einfach statt dem Schulranzen meinen Gleitschirm mit in die Schule genommen habe. Ich hatte da so ein Wendegurtzeug, wo eben alles drin war. Ich bin mit dem dann in die Schule, habe einen Liter Vierpapier und einen Stift dabei gehabt. In dem Rucksack, ja, seitlich. Bin mit dem in die Schule, war da und bin dann nach der Schule dann eben an den Berg getrampt und war dann da am Sohren und am Fliegen. Ich hatte auch einen Mathelehrer, der selber Drachen geflogen ist. Was auch manchmal praktisch war, weil wenn der bei der letzten Stunde, wenn ich den hatte, dann hat Thermik gleich mit an den Berg genommen. Und ja, und dann war ich dann da schon auch mal krank, wenn es gut war.
Und deswegen habe ich dann auch bei meiner ersten Abi -Prüfung dann eben die Prüfung nicht bestanden. Und bin dann einmal durchgefallen, weil ich eben nur am Fliegen war.
Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast.
Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.
Heute mit Selin
Lorenz. Und
ich bin Lucian Haas.
Eins muss man Selin Lorenz lassen. Wenn sie sich ein Ziel in den Kopf gesetzt hat, dann lässt sie sich von kaum etwas abhalten, dort auch anzukommen.
Schon zu Schulzeiten machte sie mit selbst erspartem Geld den Gleitschirmschein und schwänzte dafür des Öfteren den Unterricht. Bei ihrem ersten Border Race Rennen schaffte sie es gleich aufs Podium, musste von dort aber ins Auto getragen werden, weil sie keinen Schritt mehr laufen konnte. Und als sie schließlich im Alter von nur 25 Jahren bei den Red Bull X Alps 2023 als Team Germany 3 an den Start ging, tat sie das mit einem dick geschwollenen Knöchel. Nach einem Missgeschick bei einem Fotoshooting. Deswegen aufzugeben war für sie keine Option. In dieser 120. Folge von Podz-Glidz erzählt Selin Lorenz solche Geschichten und noch mehr. Wir sprechen auch unter anderem über das Gleitschirmfliegen als niemals endendes Lernen.
Sondern wie man mit Blasen beim Hike and Fly umgeht, den Reiz der Wettbewerbsfliegerei und warum es manchmal nötig ist, rückwärts zu gehen.
Wenn dir der Podcast gefällt, dann unterstütze doch meine Arbeit daran als Förderer. Wie das ganz einfach geht, erfährst du auf meinem Gleitschirm-Blog Lu-Glidz und zwar dort auf der Seite Fördern.
Selin, was machen deine Füße? Alles wieder gut verheilt?
Ja, meine Füße sind wieder verheilt. Ein bisschen sieht man es noch, aber so weit verheilt.
Wie lange hat das gebraucht? Ich habe einmal ein Bild gesehen, das sah ziemlich fies aus.
Ja, es war auch ziemlich fies. Ich war eine Woche in Zell am See und konnte da schon sehr gut ruhen. Und habe mir dann auch nochmal eine Woche daheim genommen. Also zwei Wochen schon.
Die ganzen Blasen und so, die waren dann alle wieder verheilt?
Naja, man sieht es ja jetzt auch immer noch. So richtig tief in der Haut drin sieht man schon noch so leichte Stellen, aber
es ist
schon ziemlich gut verheilt.
Das heißt, da bleiben auch Narben zurück quasi von sowas? Ja, ein bisschen.
Wie ist das, wenn man bei den Red Bull X Alps teilnimmt, sich ein Jahr lang vorbereitet hat, da rumläuft und dann merkt, Mist, mein Körper macht mir im Grunde einen Strich durch die Rechnung. Meine Füße gehen kaputt. Ich kann nicht mehr. Ja,
ich habe mich ja nicht mal ein Jahr darauf vorbereitet. Das war ja das Ding.
Ich habe ja Ende August super spontan auf dem Weg in die Schweiz, in einem Stau, habe ich mich da angemeldet. Auf dem Handy raus quasi. Ja, ja. Und war dann da in der Schweiz bei Freunden und bin dann am Tisch gesessen und habe mir gedacht, oder habe halt denen erzählt so, ich glaube, ich weiß nicht, ob ich jetzt gerade etwas Gutes gemacht habe. Bei mir erfahren. Und dann habe ich mich halt da halt spontan angemeldet. Und das war alles dann, ja eben, ich hatte halt kein Jahr Vorbereitung. Und dann habe ich dann auch noch in der Zeit, wo ich ausgewählt worden bin, habe ich mir meinen Rücken gebrochen. Das kam dann auch noch dazu.
Richtig gebrochen?
Ja, also einen Wirbel. Ein
bisschen gestaucht, oder?
Ja, gestaucht. Und der war halt, ist jetzt ein bisschen schief. Und ich musste halt dann trotzdem sechs Wochen flach liegen. Das kam dann auch noch dazu. Und dann ging die richtige Vorbereitung erst so Ende Oktober, Anfang November los. Und es war halt super stressig dann.
Aber ja, klar, es ist dann nicht so toll, wenn dann der Körper sagt, du, nee, jetzt ist Stopp hier beim Rennen.
Das klingt ja nach einer ganz schönen Pechsträhne. Du sagst, okay, bei der Vorbereitung oder bevor die eigentlich richtig losging, hast du dir den Rücken gebrochen und konntest erst mal nicht. Ja. Dann gab es den Prolog, beziehungsweise vor dem Prolog in der Vorbereitung, hast du dir auch einmal den Fuß fürchterlich umgeknickt und dass du eigentlich kaum noch laufen konntest. Ja. Sind das nicht so Punkte, wo man sagt, ich glaube, irgendjemand will gar nicht, dass ich hier dran teilnehme? Vielleicht sollte ich das Ganze sein lassen.
Nee, das waren immer Stimmen von außen, die halt gesagt haben, ja, jetzt machst du, oder was ich jetzt denke davon, ob ich jetzt mitmachen soll oder nicht. Aber für mich war das irgendwie immer noch einfach so, fix mache ich das mit. Das war so viel Vorbereitung, so viel Arbeit, die ich da reingesteckt habe. So, ich lasse mir das nicht nehmen. Ich mache da mit und gebe nochmal erst recht alles, was ich kann. Und mache einfach das Beste aus der Situation, weil da aufgeben war für mich überhaupt keine Option.
Bist du eine Beißerin, so eine Kämpfernatur?
Ja, ich würde schon sagen, dass ich gut durchbeißen kann. Woher
kommt das?
Ja, einfach aus der Vergangenheit so. Ich hatte jetzt keine einfache Kindheit oder halt keine, ja. Und da musste ich schon oft durchbeißen. Und ich glaube, das zieht sich jetzt noch weiter.
Mit dieser Rückenverletzung, die du da hattest, wie stark war denn davon deine Teilnahme gefährdet?
Also war es nicht so ein Punkt, wo du dann sagst, boah, ich liege jetzt hier flach. Am besten, ich sage direkt wieder ab. Oder war das wirklich so, dass du sagst, nee, ich beiß mich da durch?
Ja, also es war halt schon klar, war es ein Punkt, wo ich überlegt habe, so, boah, was mache ich jetzt? Ich weiß, ich bin eh körperlich schon nicht so fit. Und jetzt ist nochmal eine Pause, wo ich nochmal ruhen muss, wo ich schon wieder halt nicht trainieren kann und mich ruhen muss. Und auch, ja, eben bei der Bekanntgabe, wo halt dann erlaunst wurde, wer dabei ist, bin ich mit dem gebrochenen Rücken am Gardasee gelegen und dachte mir so, yay. Und auch, ja, eben bei der Bekanntgabe, wo halt dann erlaunst wurde, wer dabei ist, bin ich mit dem gebrochenen Rücken am Gardasee gelegen und dachte mir so, yay. Ich bin dabei und liege hier gerade mit dem gebrochenen Rücken.
Aber, na, ich dachte mir, ich mache einfach das Beste drauf. Die Chance kriegt man jetzt auch nicht so oft, dass man da dabei sein darf. Und man sammelt ja nur Erfahrung und wird da reicher. Und ich dachte, ich mache es.
Nun musstest du dann im Rennen aufgeben. War das eine große Enttäuschung oder war das einfach so, dass du sagst, ja, die Erfahrung habe ich ja gesammelt. Das ist jetzt gar nicht so. Oder hängt einem das nach und man denkt auch, hey, ich habe irgendwie versagt. Auch wenn es kein Versagen ist, sondern der Körper einem einfach sagt, hey, es geht nicht.
Ja, klar war ich jetzt nicht glücklich drüber. Und ich habe es halt an dem letzten Tag da in Fiesch. Ich habe schon gemerkt, dass einfach, dass es irgendwo einfach nicht mehr geht. Und mir war es halt auch schon bewusst, bevor dann der Red Bull -Race -Doktor halt zu mir gekommen ist und einfach da Stopp gesagt hat. Und mir war es halt auch schon bewusst, bevor dann der Red Bull -Race -Doktor halt zu mir gekommen ist und einfach da Stopp gesagt hat. Klar war ich da jetzt nicht glücklich drüber und auch schon irgendwo enttäuscht. Aber wenn der Körper halt einfach sagt, nee, es geht nicht mehr, dann hilft es in dem Moment nichts. Und klar war ich erst nicht glücklich drüber. Aber ja, ich bin trotzdem super dankbar um die Erfahrung und alles, was ich da sammeln durfte.
Von den Erfahrungen, die du da gemacht hast, sind das so Erfahrungen, wo du sagst, hey, mehr davon? Oder wo du sagst, nein, das habe ich jetzt einmal erfahren. Ich weiß, wie es ist. Das ist doch irgendwie eine Nummer, die ich nicht weiter reiten will.
Ich hätte schon Lust, die Nummer weiter zu reiten. Und klar gibt es positive Erfahrungen und negative Erfahrungen. Aber ja, ich weiß nicht, was in zwei Jahren jetzt passiert und wie es so weiterläuft. Aber ich hätte schon Lust, noch mehr Erfahrungen zu sammeln.
Du hast gesagt, du hast dich ziemlich spontan dazu angemeldet. Hast du denn trotzdem vor? Hast du vorher schon länger vorher mal darüber nachgedacht oder auch geträumt davon und sagst, ich will irgendwann an den X -Alps teilnehmen?
Ja, schon. Wenn man Hike and Fly macht und auch an Hike and Fly Rennen teilnimmt, denke ich, ist es halt so das Oberste, was es so gibt. Klar gibt es auch noch die X -Pure, die auch nochmal ein Riesenschritt sind oder auch richtig krass sind. Aber klar war das immer irgendwo ein Traum. Und ich habe mir selbst gesagt, dass ich mal das Dolomiti Superfly anschaue, weil es das erste richtig längere Rennen für mich war. Und es ist auch ziemlich gut gelaufen und ich hatte da auch mega Bock. Und dann dachte ich mir, ich probiere es mal, mich da zu bewerben.
Ziemlich gut gelaufen beim Dolomiti Superfly heißt, du bist als erste und einzige Dame, wie es so schön heißt, ins Ziel gekommen. Wie überraschend war das da für dich?
Das war schon überraschend für mich. Ja, den ersten Tag war ich Letzte im Rennen und weil ich beim Start dabei war, wie sich eine Teilnehmerin eben nach dem Start den Rücken gebrochen hat und wieder am Startplatz eingeschlagen ist, weil sie den Schirm abgerissen hat. Da war ich halt dann noch dabei und ich war auch langsam. Aber es kam alles so zusammen und dann war ich voll hinten dran. Und ja, dann konnte ich eben. Es war ziemlich starker Nordfön. Aber ich konnte trotzdem fliegerisch dann die nächsten, also am zweiten und am dritten Tag richtig gut aufholen. Und für mich war am Anfang vom Rennen so, wenn ich es bis nach Sechsten schaffe, dann habe ich mein persönliches Ziel erreicht.
Ja, dann war ich in Sechsten und dann war ich eh schon in so einer Stimmung so. Ich habe jetzt alles, was jetzt noch kommt, ist einfach nur noch ein Plus. Und dann ist es halt voll gut gelaufen und trotz dem Nordfön eben. Und ja, ich war mega happy, dass ich es dann noch geschafft habe am letzten Tag. Das war jetzt nicht selbstverständlich für mich, dass ich es schaffe.
Ohne diesen Erfolg oder dass du dann auch wirklich ins Ziel gekommen bist, glaubst du, dass du dich dann auch bei den Red Bull X -Alps beworben hättest? Oder war das so ein Punkt, dass du sagst, hey, vielleicht geht das auch, vielleicht kann ich es ja auch. Dann probiere ich das einfach.
Ja, ich habe den ganzen Sommer, also davor habe ich mir schon, also eben bei der, wo die Phase war, dass man sich bewerben konnte, dachte ich mir den ganzen Sommer schon, soll ich es einfach mal probieren? Irgendwie hat es mich die ganze Zeit schon gereizt. Ich habe da immer meinen Freunden geschrieben, soll ich es machen? Und habe auch eben schon einen guten Kumpel, der dann eben auch mein Hauptsupporter war, dann immer irgendwie schon so, irgendwie hätte ich ja Bock. Und war dann immer so, ich habe den ganzen Sommer da schon rum überlegt. Ja, ich dachte mir, ich glaube schon, dass ich es dann gemacht hätte. Es ist immer schwierig zu sagen, wie wäre es gewesen, wenn. Aber ich dachte mir halt so, ja, wenn man es nicht probiert, dann weiß man es nicht. Und man muss es ja einfach mal machen.
Sich einfach mal anmelden, einfach mal loslaufen. Ja. Dann mal gucken, so wie beim XC, einfach mal losfliegen und dann fliegen wir schon, dann sehen wir schon, so ungefähr. Ja, wenn man es
nicht probiert, dann weiß man ja nicht, wie es gewesen wäre, wenn man es, ja, man muss es einfach machen, manchmal.
Du könntest ja auch ganz einfach so von zu Hause loslaufen und sagen, ich mache so einen Hike and Fly. Und für mich und sie quer durch die Alpen. Was reizt dich am Wettbewerb?
Ja, mich reizt einfach, wenn man so alleine für sich unterwegs ist, dann ist man doch eher so ein bisschen gemütlicher unterwegs. So dieses, ja, also denke ich, ich habe es noch gar nicht so gemacht für mich. Dass man einfach, ja, für sich selbst, klar, man ist für sich selbst unterwegs und macht das auch für sich. Und ein bisschen gemütlicher, aber mir taugt es auch, dieses so Unterzug, unter irgendwo auch Druck, so einfach an meine Grenzen zu gehen und da alles rauszuholen, was geht. Und das, glaube ich, schafft man allein nicht so, wie wenn es ein Wettbewerb ist.
Genauso wie beim, auch beim XC Wettbewerb fliegen. Da fliegt man auch anders wie Solo XC.
Warum an Grenzen gehen? Was reizt dich daran?
Ja, das Abenteuer, das, die, man lernt sich selbst neu kennen. Also man weiß, wie weit kann man gehen.
Einfach dazulernen und ja, einfach, einfach noch mehr dazulernen und besser werden. Und ja, so an Grenzen gehen, das ist immer eine Gratwanderung. Also was ist dann zu viel? Was, was könnte man noch geben? So ist es immer mit Vorsicht zu betrachten, aber mir taugt es.
Mhm.
Dass zu dir im Vorfeld der X -Alps den Rücken gebrochen hat, hatte das auch was damit zu tun, dass du irgendwo an eine Grenze gegangen bist? Oder war das einfach Pech?
Ja, das war echt blöd. Das war in Verbier, war mal Akrofliegen und ein Tal daneben. Also da war auch gerade die Mumbler Airtour und da war eh einfach, da hat dann auch der Maxime Pinault an dem Tag gesagt, ja, stoppt das Rennen. Weil die Bedingungen einfach so grenzwertig sind. Und wir waren halt da in Verbier und haben gedacht, ja, gehen wir halt einfach noch gemütlich Akrofliegen. Was machen wir mit dem Tag? Und beim ersten Flug dachte ich mir schon, irgendwie ist die Luft komisch. Es ist irgendwie, ja. Und dann beim Rauffahren für die zweite Runde dachte ich mir schon so, macht es Sinn jetzt da runter zu fliegen? Also soll man nicht einfach mit der Bahn wieder runterfahren? Aber so, ja, so wie es halt dann oft ist, was man halt dann eigentlich nicht machen sollte. Man sollte auf sein Bauchgefühl hören und einfach runterfahren.
Aber dann steht man halt oben am Berg und fliegt halt dann doch runter und denkt sich so, ja, jetzt ist man ja schon da, dann fliegt man halt noch. Was echt einfach blöd ist, wenn man eh schon ein anderes Bauchgefühl hat. Und dann, ja, Akro geflogen. Unten am Landeplatz war halt dann irgendwie so ein bisschen scheiß Wind, voll im Lee. Und ja, dann bin ich ja einfach Vollgas eingebombt am Endanflug. Und ich weiß nicht genau, ob ich den Schirm irgendwie abgerissen habe. Ob ich dann einfach nur einen Durchsacker hatte. Und dann dachte ja, ich kann den dann noch irgendwie rausbremsen und dann aufstehen. Aber ja, ich hatte meine Füße dann, ich bin noch im Gurtzeug drin gesessen, was auch doof war. Wo ich mich einfach schon früher hätte aufrichten sollen, dass meine Füße das abdämpfen.
Aber ich dachte ja, ich kann das noch rausbremsen. Und dann bin ich halt voll da eingedotzt am Landeplatz. Und mein damaliger Freund war dann halt auch, dem war ich der Akro fliegen. Und ja, der war dann gleich da und dann Rettung und...
Aber der eigentliche Fehler war... Der war schon vorher zu sagen eben, ich gehe über mein Bauchgefühl im Grunde hinweg.
Ja, ja. Ich habe es mir schon gedacht davon, ja.
Wie ist das bei den Red Bull X Alps? Was macht da das Bauchgefühl? Ist das ein anderes, wenn man in so einem Wettbewerbsmodus ist? Ist das ein viel unvorsichtigeres Bauchgefühl oder ist es im Grunde das Gleiche?
Ich finde, es ist im Grunde das Gleiche. Man kommt halt so... Nach dem ersten, zweiten Tag... Kommt man so in den Trott vom Hike -and -Fly -Rennen. Das ist so ein ganz anderer Modus, finde ich, irgendwie. Man ist da so dann im Fokus und... Man macht dann irgendwann so sein Ding und blendet so das Außen irgendwie aus, weil man halt selber einfach weiterkommen will. Also so ist es bei mir, dass man halt dann... Klar, am Anfang ist alles total stressig und es sind super viele Leute und die Kameras und der Helikopter und die ganzen Zuschauer. Und es ist halt... Aber dann so nach ein, zwei Tagen kommt man da eben im Team auch so in so einen Trott. Wo es halt dann gar nicht mehr ist. Also ich bin ja ziemlich weit hinten. Da ist dann nicht mehr so viel Trubel überall wie bei den Ersten.
Aber ich finde, das Bauchgefühl ist da ähnlich. Dazu kommt halt dann nochmal, dass man müde ist und einfach ein bisschen ausgelaugter.
Steigt denn dann die Risikoschwelle? Also die Bereitschaft, ein Risiko einzugehen, sagen wir mal, diese Schwelle. Steigt die dann auch? Auch wenn das Bauchgefühl vielleicht sagt, okay, die Bedingungen sind okay oder sind ein bisschen grenzwertig und so. Aber dass man trotzdem sagt, ich bin jetzt im Rennen. Ich lege einfach nochmal die Latte 20 Prozent höher.
Ja, also im Rennen geht man schon, finde ich, ein bisschen mehr ans Risiko. Schon, weil man will ja irgendwo auch mithalten können oder dann nochmal ein paar Kilometer weiterkommen, dass man weniger gehen muss oder dass man halt dann näher am nächsten Turnpoint ist.
Klar. Pusht man da die Limits und auch irgendwo geht das Risiko ein bisschen nach oben, wenn man bei, weiß ich nicht, Vollgas, Nordföhn oder fliegt, dass das normal ist. Es ist nicht normal. Ist
das noch ein Unterschied, so Red Bull X Alps, mit einer viel größeren medialen Aufmerksamkeit, wo sicherlich viel mehr Leute irgendwo auch am Live -Tracking hängen und man weiß vielleicht als Pilot oder Pilotin in deinem Fall natürlich, da hängen jetzt meine ganzen Freunde und viele, die ich nicht kenne, aber die verfolgen das Rennen in irgendeiner Weise und so ein Dolomiti Superfly, okay, da ist vielleicht zehn Prozent davon, hängen da irgendwo am Bildschirm oder noch weniger. Da bist du viel mehr, das ist so dein Rennen und das andere ist das medialere Rennen und bei dem einen fliegen viele Hubschrauber rum, bei dem anderen vielleicht keinen oder sowas. Also macht das was, etwas mit dem, wie man an so ein Rennen herangeht oder wie man sich im Rennen verhält?
Also für mich hat das keinen Unterschied gemacht. Ich bin dann, also für mich persönlich, ich war da dann voll einfach in meinem Tunnel und da, klar ist es cool, wenn man dann auch Nachrichten bekommt, die einen motivieren von Leuten, also es ist halt viel mehr bei den X Alps, wie beim Dolomiti zum Beispiel, aber ich war da voll, also in meinem Tunnel dann und für mich war das jetzt kein Unterschied, zum Beispiel bei kleineren Rennen oder bei großen. Also ich habe da mich jetzt nicht, also ich habe mich jetzt nicht, nicht mehr pushen lassen, weil ich im Kopf hatte, da schauen ja viel mehr Leute zu, da ist ja viel mehr dahinter. Ich habe da trotzdem einfach so mein Ding gemacht.
Also du würdest sagen, so Risikobereitschaft und sonst was ist im Grunde das Gleiche. Wenn man schon an solchen Rennen teilnimmt und dann im Rennmodus ist, dann ist man heiß und macht halt einfach.
Ja, würde ich schon sagen. Es kommt ja immer darauf an, mit welchem Hintergrund man so an so ein Rennen herangeht oder wie man sagt, bei meinem Border Race, ich mache da einfach mit, weil ich einfach mal die Erfahrung sammeln will und das dabei sein möchte. Dann kann es ja auch sein, dass man es einfach ganz, also super gemütlich macht und da einfach überhaupt nicht so richtig pusht, was auch voll okay ist. Einfach um dabei zu sein, um die Erfahrung zu sammeln. Oder man geht halt voll an seine Grenzen. Es kommt immer ganz darauf an, mit was man da ans Rennen herangeht, denke ich. Und je nachdem wird halt dann das Risiko ausgelotet.
Bist du von Anfang an bei deinen Hike & Fly Rennen, du hast mit Border Race, glaube ich, angefangen. Bist du von Anfang an im Grunde an deine Grenze gegangen?
Ja, das erste Hike & Fly Rennen war schon, das war auch, also ich konnte danach auch nicht mehr laufen. Das war auch, da bin ich auch richtig an meine Grenzen gegangen. Ich weiß noch, wie dann, ich bin da noch aufs Podium und dann konnte ich nicht mehr zum Auto gehen. Und dann hat das Somi, hat mich ins Auto getragen, weil ich nicht mehr laufen konnte. Auch die
Füße kaputt oder war das muskulär einfach, dass du sagst, ich bin so alle, da geht gar nichts mehr?
Da waren die Füße so kaputt. Ich bin da halt die ganze Nacht durchgelaufen. Ich habe da, glaube ich, 15 Minuten geschlafen, weil das ist ja ein 33 -Stunden -Rennen.
Und die ganze Nacht durchgelaufen, wie gesagt 15 Minuten geschlafen und auch im Regen dann. Und ich konnte dann, wenn es eine Minimeile, wenn es minimal bergab ging, ich konnte das nicht. Ich bin dann rückwärts gelaufen. Ich habe mich dann bei meinem Supporter so eingehakt im Arm und wir sind dann rückwärts die Straße runtergelaufen, weil ich vorwärts, dieses Rutschen in den Füßen vor, da hatte ich ja so Blasen so an den Zehen. Das hat so weh, da bin ich alles rückwärts gegangen am Ende. Das war auch super knapp. Das war auch sehr, da bin ich auch an meinen Grenzen, ja.
Hast du denn mit der Erfahrung, die du mit diesen Rennen gemacht hast, mit der Zeit ausrüstungstechnisch viel verändert oder angepasst, dass du jetzt sagst, ich weiß jetzt, ich brauche ganz andere Schuhe, um sowas dauerhaft laufen zu können? Weil mit einem, mit dem ich mal zwei Stunden auf den Berg rauf laufe, ist was anderes, als wenn ich da wirklich sieben Tage hintereinander vielleicht zehn Stunden zu Fuß unterwegs bin und meine Füße sich dann ganz anders verhalten.
Ja, doch. Also ich habe da mit der Zeit schon mehr dazugelernt und werde jetzt auch wieder für meine nächsten Hike & Fly Rennen, Sachen ändern. Ja, da lernt man bei jedem Rennen immer wieder was dazu, was man dann ändern möchte mit der Ausrüstung, ja.
Jetzt bist du Blasen geplagt gewesen. Was würdest du ändern, um diese Blasen zu verhindern?
Das Ding mit den Blasen war ja auch, dass ich, also was der Arzt halt auch vermutet hat, ist, dass ich durch den Umschnackler vorher eben eine Schonhaltung hatte, ein anderes Gangbild hatte und dadurch dann auch alles anders belastet habe und so dann auch die Blasen gekommen sind. War vielleicht auch ein Faktor. Und so, ja, einfach die Schuhe noch mehr einlaufen. Und ich werde mir definitiv, was ich auch nicht hatte, jetzt soll ich nichts sagen, ich werde mir definitiv auch Schuhe holen, die ein, zwei Nummern größer sind, ja. Wenn die Füße dann so anschwellen, passen nämlich meine Schuhe nicht mehr. Das hatte ich auch, da habe ich die Schuhe von meinen Supportern angezogen, weil mir meine Schuhe nicht mehr gepasst haben. Und dass ich da auch dran denke, dass ich mir nochmal größere Schuhe hole.
Und wie viele Paar Schuhe hattest du mit?
Ich glaube so zehn Paar.
Zehn Paar? Ja. Und damit warst du noch wenig, weil andere hatten 20, oder?
Ich weiß jetzt gar nicht, was die anderen dabei hatten. Wenn es nass wird, Straßenlaufschuhe, welche wäre für einen Berg.
Und das sind dann zehn unterschiedliche Paare? Oder du sagst, ich habe so drei Modelle und davon jeweils drei Stück? So
ungefähr, ja.
Also ähnliche Modelle oder die gleichen Modelle doppelt, wo ich weiß, die taugen mir voll.
Falls es nass wird, dass ich dann einfach in die trockenen wechseln kann und das der gleiche Schuh ist.
Wenn jetzt jemand mit so Hike -and -Fly -Rennen anfangen wollte, was würdest du dem denn ausrüstungstechnisch raten, gerade um solche Schwierigkeiten wie Füße, die dann vielleicht am ehesten dann leiden oder sowas, möglichst das zu vermeiden? Vielleicht auch sockentechnisch, schuhtechnisch oder sonst was. Was ist aus deiner Erfahrung heraus wirklich empfehlenswert?
Ich finde, dass man einfach einen Monat davor mindestens anfangen sollte, sich die Füße einzucremen, dass sie nicht so trocken sind, dass man einfach schöne, geschmeidige Füße hat.
Mit was cremst du? Hirsch, Talg oder was nutzt du da?
Ja, ich nutze Hirsch, Talg.
Dann muss jeder für sich herausfinden, welche Socken für einen passen. Ich habe Kompressionssocken, mit denen komme ich super klar. Die finde ich mega. Und eben auch mehrere Paar Socken mitnehmen, dass man Socken wechseln kann, falls es nass wird, dass man, sobald man halt eben irgendwie nass geworden ist, dass man sofort die Socken wechselt. Dass man eben auch Wechselschuhe dabei hat, dass man einfach immer schön trocken ist. Wenn man da ein Problem hat, kann man auch Babypuder benutzen und das verwenden, wenn man wirklich irgendwie nasse, schwitzige Füße hat. Ja, und einfach immer schauen, dass die Füße trocken sind. Ja, das ist so das Wichtigste, glaube ich. Und sobald man spürt, dass es irgendwo drückt, dass man irgendwo merkt so, ah, irgendwie, vielleicht kommt da eine Blase, dass man es sofort uptapet.
Und nicht irgendwie wartet bis, eigentlich ist es ja dann eh schon fast zu spät, weil dann schon die Druckstelle da ist, aber dann einfach uptapen.
Uptapen heißt einfach, ein ungepolstertes Tape einfach drüber machen, damit da die Reibung ein bisschen weggeht. Das heißt wirklich stehen bleiben und sagen, da ist was, sofort Stopp, Schuhe auf, Socken ausziehen, Tape drauf und dann irgendwie weitergehen. In der Hoffnung, dass es dann so hält. Nicht
schlimmer wird, ja.
Und sonst? Gibt es sonst nicht anziehtechnisch, flugtechnisch,
ausrüstungstechnisch irgendwas, wo du sagst, das ist für so einen Hike -and -Fly -Einsteiger auch auf jeden Fall empfehlenswert? Was man von Anfang an braucht?
Ja, klamottentechnisch einfach das, wo man sich wohlfühlt, wo man eh schon seine Hike -and -Flies damit macht. Jackentechnisch einfach schön warm, dass man irgendwie lange Streckenflüge macht, dass man einfach schön warm angezogen ist im Dolomiti Superfly. Da dachte ich einmal, ich mache jetzt eh nur einen Abgleiter. Ich bin froh, wenn ich um die Bergkette da hinten rumkomme, dann ist da eine große Straße und dann laufe ich den Rest, weil es geht heute eh nicht mehr. Und ich hatte so eine ganz kurze Hose an. Und war nur mit T -Shirt und einer dünnen Jacke. Und bin dann einmal dann doch quer durch die Dolomiten geflogen. Und es war so kalt. Es war so kalt. Und dann vielleicht doch einfach lieber nochmal eine Jacke anziehen, auch wenn man meint, es wird vielleicht ein Abgleiter.
Man sollte immer von mehr ausgehen, als man eigentlich denkt. Ja.
Weil sonst sitzt man oben und friert dann in der Luft.
Ja. Und Snacks mitnehmen. Auch immer wichtig. Ein Riegel. Und genug zu trinken.
Wie machst du es mit Pinkeln in der Luft?
Ich verzwick's mir. Ich trinke vorher nicht so viel. Was auch nicht gesund ist. Aber ich kann da eigentlich ganz gut durchhalten. Ich habe auch bei DXLabs über den langen Flug da von Lermonts nach Davos, da war ich auch irgendwie sieben Stunden in der Luft oder so. Da habe ich auch nichts gebraucht.
Das ist auch nicht, dass man sagt, oh, ich bin ja Red Bull X -Labs. Ich muss jetzt hier nicht auf Punkte fliegen. Ich kann auch meinen Flug einfach unterbrechen. Da vorne, ich lande mal eben top, hocke mich hinter den nächsten Busch und dann geht's weiter.
Ja, kann man machen. Aber ich habe da nie so Probleme damit. Ich kann mir das ganz gut verkneifen.
Lass uns mal ein bisschen zurückspringen in deiner Fliegerkarriere. Mal ganz an den Anfang. Wie bist du überhaupt zum Fliegen gekommen? Ich
habe von meiner Mutter zu meinem 11. Geburtstag einen Tannenflug geschenkt bekommen. Im Kössen war das damals.
Und ja, war dann von dem Tag an so begeistert, dass ich gesagt habe, ich spare alles, jeden Cent, den ich in die Hand bekomme, um halt dann, sobald es möglich ist, einen Schein zu machen. Mit 15, 16 bin ich dann mit meinem Jute -Sack voll Kleingeld. In die Flugschule. Und habe gesagt, hier, ich möchte jetzt einen Grundkurs machen. Und dann ging es los.
Das ist die, ich sage mal, Long Story Short wahrscheinlich. Ja. Wieso ist deine Mama überhaupt auf die Idee gekommen, dir als Elfjährige einen Tannenflug zu schenken? Hattest du dir das immer gewünscht? Hast du gesagt, hier Mama, die fliegen da immer, ich will auch. Oder war das wirklich von der spontan? Und sie wusste gar nicht, was sie dir damit im positiven Sinne antut.
Ja, sie wusste gar nicht, was sie mir da antut, glaube ich. Das war eine Überraschung für mich. Ich wusste gar nicht, was wir jetzt machen, wo wir hinfahren. Und dann waren wir auf einmal im Kössen so, ja, du fliegst jetzt tandem. Das war eine Überraschung für mich. Und ich glaube, ihr war das gar nicht so bewusst, das, was sie damit angestellt hat. Ja. Einfach, weil wir halt eben in der Nähe von Kössen gewohnt haben, zu dem Zeitpunkt. Und da ja immer viel los ist in der Luft. Und ja, dann dachte sie sich wahrscheinlich, ich weiß gar nicht genau, was sie sich gedacht hat. Ich glaube, die hat sich da nicht viel dabei gedacht.
Und warum hat dich dieser Flug so geflasht, dass du gesagt hast, das muss ich unbedingt? Ich meine, als kleines Kind oder klein, aber elf, immer noch kleines Kind. Dann wirklich sozusagen, da will ich jetzt auch drauf hinsparen. Und ich habe da mal einen Jute -Sackerl, wo ich immer irgendwie ein bisschen Geld, was ich übrig habe, da reinstecke, damit ich dann irgendwann meinen Schein machen kann.
Ich weiß nicht, einfach das Ganze. Letztes Mal habe ich eine CD gefunden, mit dem Video drauf und habe mir das mal angeschaut. Das war richtig witzig. Und ich war einfach begeistert von dem Fluggefühl. Und ich wollte es einfach unbedingt selbst lernen und selbst machen. Ich hatte auch damals keine Freunde oder Familienmitglieder, die da irgendwie in dem Sport waren. Es war einfach komplett von mir selbst aus.
Diese Begeisterung von dem Mitfliegen, diesem Tandem -Flug, als du dann angefangen hast zu fliegen. Hast du genau das gefunden, was du dir als Kind so dann zurecht geträumt hast, wahrscheinlich über ein paar Jahre?
Ja, also schon.
Für mich ist Fliegen einfach das größte Freiheitsgefühl überhaupt. Das ist einfach so unbeschreiblich. Einfach, ja, ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Ich habe da keine Worte dafür. Das ist einfach so schön.
Noch besser, wie ich es mir gedacht habe damals.
Es heißt, du hättest sogar die Schule geschwänzt, um Gleitschirmfliegen zu lernen. Stimmt das?
Ja. Ich habe mich eben für den Grundkurs angemeldet. Und ja, das war im Mai, Juni rum. Und dann war ich halt eine Woche sehr krank. Und war dann in Ruhrpolding am Übungshammer. Vom
Flugvirus infiziert. Heftigste. Du musstest in Flugschul -Quarantäne gehen. So ungefähr.
Ja, das stimmt. Vom Flugvirus infiziert war ich. Und musste dann zur Heilung an den Übungshammer. Und dann meinen A -Schein machen, ja. Deine Mutter hat
das voll mitgetragen. Die hat nicht gesagt, Selin, Schule. Es gibt ja sowas wie Schulpflicht. Es ist zwar schön, dass du fliegen lernen willst. Aber nein. Sondern sie hat gedacht, hey, wenn du das unbedingt willst, dann mach. Oder wie war das?
Ja, die hat es unterstützt damals, ja. Bin ich dann verdummt, ja.
Das war eh dann in der Zeit eben vor den Sommerferien. Wo man eh nicht mehr so viel macht.
Ach so. Ja dann.
Ja. Und dann, als du den Schein hattest, wolltest du wahrscheinlich auch mal wieder fliegen gehen. Hast du dann da auch manchmal noch weiterhin Schule tageweise geschwänzt? Weil du gesagt hast, das sieht heute nach einem guten Flugtag aus. Da muss ich jetzt unbedingt raus.
Ja, es war so, dass ich dann einfach statt dem Schulranzen, meinen Gleitschirm mit in die Schule genommen habe. Ich hatte da so ein Wendegurtzeug, wo eben alles drin war. Bin mit dem dann in die Schule. Hab einen Liter Vierpapier und einen Stift dabei gehabt.
In diesem Wendegurtzug? In dem Rucksack. Ja.
Seitlich. Bin mit dem in die Schule. War da. Und bin dann nach der Schule dann eben an den Berg getrampt. Und war dann da am Sohren und am Fliegen. Ich hatte auch einen Mathelehrer, der selber Drachen geflogen ist. Was auch manchmal praktisch war. Weil wenn der bei der letzten Stunde, wenn ich den hatte, dann hat er mich gleich mit an den Berg genommen. Und ja, dann war ich dann da schon auch mal krank, wenn es gut war.
Und deswegen habe ich dann auch bei meinem ersten, bei meiner ersten Abi -Prüfung dann eben die Prüfung nicht bestanden. Bin dann einmal durchgefallen, weil ich eben nur am Fliegen war. Und habe dann eben... Das heißt, du bist
nur geflogen und hast deswegen nicht gelernt? Oder bist so viel geflogen und hattest so viele Fehlstunden, dass du letzten Endes kein Abi machen durftest?
Nee, ich habe einfach nicht gelernt. Ich war schon in der Prüfung, aber ich habe das nicht bestanden. Und das Jahr darauf habe ich mich dann ein bisschen zusammengerissen und habe es dann geschafft. War ein bisschen weniger Fliegen dann eben in der Zeit.
Wenn dir das Fliegen damals in der Jugend so wichtig war, jetzt bist du schon sieben Jahre älter, jetzt bist du 25, hat sich deine Herangehensweise oder dein Gefühl beim Fliegen da irgendwie geändert?
Hm, ich würde nicht sagen. Also ich bin immer noch super heiß aufs Fliegen. Klar, man lernt immer mehr dazu. Und sieht auch Dinge oder erlebt Dinge, die einen vielleicht ein bisschen zurückwerfen oder nachdenken lassen. So, was macht man hier? Wie gehe ich ran? Was will ich machen? Oder, ja.
Aber so grundsätzlich ist Fliegen für mich einfach fast alles, ja.
Du hast gerade gesagt, es gibt so Momente, die einen zurückwerfen oder das hinterfragen lassen. Du hast ja mal einen sehr tragischen Moment in deiner Fliege. Du hast ja mal einen sehr tragischen Moment in deiner Fliege gehabt. Du hast deinen Freund verloren. Wie ist das passiert? Oder was ist da passiert?
Das war 2019 da. Also es war eigentlich die höchste Zeit. Das war, also es war der Michi. Das war mein zweiter Freund damals. Meine erste richtig große Liebe. Und wir hatten die ärgste Zeit. Wir waren nur fliegen und klettern. Wir haben jeden Scheiß miteinander gemacht. Wir sind 18 zusammen beim Synchro geflogen, beim Akrofliegen. Also waren eigentlich fast nur Akrofliegen. Und er wollte gerade zu mir ziehen nach Innsbruck. Und dann waren wir am Zittertal beim Klettern. Und es war irgendwie so ein Tag, wo der Fels nass war. Wo er gesagt hat, ja, gehen wir fliegen. Und da war halt immer schon ein so markanter Berg, wo er gesagt hat, boah, da will er mit dem Speedy mal runter.
Dann sind wir da in der Früh um fünf los, glaube ich. Das waren, glaube ich, 1500, 1600 Höhenmeter irgendwie Hike. Wunderschöner Berg. Perfekt zum Speedy fliegen. Und wir waren am Gipfel. Haben beim Raufgehen schon einen Ort ausgemacht, wo wir dann später starten wollten. Ich hatte den Mini -Wing dabei. Ja, eben wie gesagt den Speedy. Und dann, ja, waren wir am Gipfel. Und haben gesagt, ja, starten wir dann da unten, oder? Wo wir ausgemacht haben. Und er wollte mich vorgehen lassen. Ich habe aber, weil er war halt die brutale Berggams, oder? Und dann habe ich gesagt, ja, nee, geh du vor. Du bist eh schneller. Und er ist vorgegangen. Ich bin hinterher. Und das war so eine Gratwanderung.
Und dann ab einem Punkt, also wir haben immer so gepfiffen. Gegenseitig, wenn wir irgendwo unterwegs waren. Dann hat der andere zurück gepfiffen. Dann wussten wir so, ah ja, da ist er.
Und irgendwann habe ich irgendwie so gedacht, da habe ich irgendwie auch schon so rumgeschaut. Ich hatte irgendwie ein komisches Gefühl. Und habe dann gepfiffen. Und es kam kein Pfeifen zurück. Weil wenn es halt super steil ist, oder? Und dann schaut man sich die ganze Zeit auf den anderen vor sich. Wo der gerade umgeht. Und wie der gerade absteigt. Wenn man sich selber auf seine eigenen Tritte konzentriert. Dann hatte ich schon ein richtig komisches Gefühl. Und dachte mir so, scheiße, irgendwas stimmt hier nicht. Dann war ich an der Stelle, wo wir starten wollten. Und er war nicht da. Und dann bin ich noch weiter vor ums Eck. Und wollte halt schauen, ob er da irgendwie ist. Weil es da vielleicht irgendwie besser zum Starten war. War aber auch nicht da. Und dann schaue ich halt so in die Rinne runter. Und dann dachte ich mir so, oh ne, da unten ist was. Aber kann das sein, dass das irgendwie irgendeine Lawinenkugel ist?
Von irgendeinem Seil? So eine Markierung? Oder was weiß ich. Da dachte ich mir so, oh ne, das ist es nicht. Und dann dachte ich mir schon, soll ich die Bergwacht rufen? Und dann dachte ich, ah ne, es wird schon nichts sein. Och blöd. Sollte einfach gleich die Bergwacht anrufen. Und dann bin ich ein Stück abgestiegen. Die Rinne. Und es war halt feuchter. Wiesenhang. Mit hohem Gras. Ende August. Und dann war halt super rutschig. Und dann bin ich ein Stück abgestiegen eben. Und an dem Moment, wo ich gemerkt habe, dass er nicht mehr am Leben ist, bin ich selber dann auch noch abgestürzt zu knapp 100 Meter. Und bin halt dann voll ins Rutschen gekommen. Weil ich habe mich einfach nicht mehr halten können. Ich habe voll angefangen zu zittern. Und war voll panisch in dem Moment.
Und bin selber gefallen.
Ja, bin dann bei ihm zum Liegen gekommen auch. Also er hat mich aufgefangen sozusagen.
Und ja, dann lag er da. Und ich habe mein Handy verloren. Musste dann noch an ihm sein Handy suchen. Und ging das Prozedere los mit Bergrettung und allem drum und dran. Und war nicht schön.
Wie hat diese Geschichte dein Erleben und deine Herangehensweise an die Fliegerei dann verändert?
Ich meine, das ist ja jetzt kein Unfall. Der wirklich beim Fliegen direkt passiert ist. Aber hat das trotzdem darauf dann eine Auswirkung gehabt? Dass du gesagt hast, jetzt hinterfrage ich auch das Fliegen entsprechend? Oder was macht das?
Ja, schon. Also dadurch, dass ich mit ihm halt super viel aggro geflogen bin,
war der Spaß beim Aggro -Fliegen dann weg. Also ich bin dann, klar, ich habe danach eine Pause gemacht. Hab dann, konnte auch erstmal einfach. Klar, ich habe mit ihm. Ich war nur fliegerisch unterwegs mit ihm. Und hatten da immer eine gute Zeit. Und da dann erstmal halt eben sein Haupt -Wing -Buddy dann nicht mehr zu haben. Und war super schwer für mich. Ich bin am Startplatz gehockt mit meiner Ausrüstung. Und habe einfach nur geweint.
Weil mir einfach was gefehlt hat. Und ich einfach keinen Spaß mehr hatte an der Sache.
Und deswegen ist jetzt gerade am Aggro -Fliegen. Also deswegen fliege ich seitdem auch eben nicht mehr so viel Aggro. Und langsam versuche ich dann ein bisschen wieder zurückzukommen. Was auch nicht einfach ist. Weil ich halt einfach sau viel verloren habe jetzt in der Zeit.
Aber klar, überdenkt man dann einfach nochmal alles. Und geht anders an alles ran. Also so ein Erlebnis lässt einen einfach, also verändert alles in einem Leben. Das ist wie wenn man einen Schalter, einen Lichtschalter umlegt. Das ist einfach anders. Alles. Ja.
Du sagst, du bist dann so gut wie kein Aggro mehr geflogen eine Weile. Hat sich denn auch an deiner Art zu fliegen, jetzt nicht nur von Aggro oder sonst was. Sondern auch so etwas verändert? Bist du damit vielleicht auch vorsichtiger geworden? Oder in irgendeiner Weise? Ich meine, wenn man jetzt sagt Red Bull X, das hat nicht so viel mit Vorsicht zu tun. Oder Fliegen bei Dolomite Superfly. Aber ist trotzdem vielleicht so etwas, wo irgendwo dann eine Bremse ist? Oder manchmal eine Blockade? Oder was auch immer?
So fliegerisch habe ich da, also blockiert mich das kaum, wenn ich jetzt irgendwie beim Streckenfliegen bin. Oder beim Rennen selbst. Das ist mehr dann ab und zu, wenn ich halt irgendwie am Berg unterwegs bin. Und es halt irgendwie steil und rutschig wird. Dann kommt manchmal das so in den Kopf, wo ich mir denke, ah.
Aber fliegerisch, klar. Wenn man lang irgendwie und viel in der Fliegerseele unterwegs ist, dann erlebt man ja mehr Sachen. Wie, weiß ich nicht, wenn sich Leute irgendwie da einen Schirm abreißen. Oder dann da, also man erlebt halt viel, oder? Und solche Sachen, einfach so das Komplettpaket lässt einen einfach in manchen Situationen vielleicht vorsichtiger sein. Und,
ja. Hast du denn selber beim Fliegen, außer deiner, ich sag mal, Landeunfall, wo du dir den Rücken gebrochen hast, aber jetzt beim Fliegen selbst hoch oben in der Luft? Ist dir da auch mal irgendwie was wirklich Kritisches passiert?
Also beim Streckenfliegen nicht. Ich bin mal dann mit einem Kumpel am Gardasee, wollten wir Synchrofliegen. Und dann sind wir dann kollidiert. Das war einmal auch eine nicht so feine Sache.
Kollidiert und dann wieder auseinander? Oder kollidiert und dann gemeinsam abgestürzt gewissermaßen?
Kollidiert, gemeinsam abgestürzt. Ich bin in seine Galerieleinen dringehangen. Er ist an mir. So dran. Drangehangen. Wir haben beide die Retter geschmissen. Und dann haben wir uns dann irgendwie getrennt und sind dann bei dem Wasser gelandet. Aber ja, es ist schon quasi gemeinsam abgestürzt.
Aber sonst ist es mir noch nicht so. Ja, einmal beim Agrofliegen halt auch nochmal einen Retter geschmissen, weil ich beim Rhythmik -Sattfliegen. Aber sonst so noch nicht. Ist dreimal auf Holz klopfen. Ja.
Wenn du jetzt in die Zukunft guckst. Du arbeitest ja auch als Tandempilotin, verdienst damit einen Teil deines Geldes, nehme ich an.
Willst du auch, also ist das so deine Zukunft, dass du sagst, Gleitschirmfliegen ist meine Berufung und auch mein Beruf?
Also mir macht es super Spaß, was ich mache. Ich liebe es, Leute mit in die Luft zu nehmen und denen zu zeigen. Und es macht super Spaß, das Tandempfliegen. Aber ich weiß nicht, was entfällt mir. Ob es fünf Jahren ist, ich weiß es nicht genau. Ich mache jetzt im Herbst, mache ich meinen Fluglehrer. Schau, was dabei rumkommt. Aber ich bin da selber gerade am Umdenken und am Ausfinden, was ich machen möchte. Fünf Jahren zum Beispiel. Oder wo ich mich in Zukunft sehe. Ich sehe mich jetzt nicht mein ganzes Leben lang Tandempfliegen. Auch wenn es Spaß macht. Aber ich habe ja auch noch Konditor gelernt. Vielleicht habe ich irgendwann mal mein eigenes Café.
Mal schauen.
Aber in diesem Bereich arbeitest du zurzeit nicht mehr, oder doch?
Ne, so ein bisschen nebenbei. Vielleicht im Winter. Aber gerade im Moment ist es nicht mein Haupteinkommen.
In diesem Sommer hast du auch erstmals an einem PWC, Paragliding World Cup, teilgenommen. Also jetzt ein richtiges XC -Rennen und kein Hike and Fly -Rennen. Warum?
Ja, ich habe letztes Jahr ja allgemein, also mit XC, Wettbewerben angefangen. Und da eben ein paar auch schon mitgemacht. Und eben jetzt der erste Weltcup. Und es macht einfach Spaß. Es ist ein komplett anderes Fliegen. Man lernt schneller zu fliegen. Man lernt effizienter zu fliegen. Und einfach auch in der Gruppe mit der Gegel zusammen Gas zu geben. Es macht Spaß.
Wenn du sagst, man lernt da effizienter zu fliegen. Ist das so ein... Einfach weil man mitschwimmt? Und dadurch lernt man? Oder suchst du dir dann gewissermaßen eine Art, sagen wir mal, ein Vorbild? Da ist jetzt die Weltelite vor Ort. Ich habe die besten Piloten da. Ich hänge mich einfach mal an Maxim dran. Oder sonst irgendwie was. Und versuche mal, das mitzufliegen, was der fliegt. Und mir das abzuschauen. Und so lerne ich das.
Also ich denke, es ist kaum möglich, sich da an jemanden so heranzuhängen. Also ich kann es nicht. Das ist, glaube ich, nicht möglich, dass man sich da an jemanden heranhängt und dann da einfach hinterher fliegt. Die haben ein anderes Level einfach. Der Maxim und die... Also es ist unglaublich. Ja, aber man lernt einfach. Eben... Man sieht ja dadurch, dass man irgendwie... Am Anfang sind es nur so 50, 100 Leute an einem Ort. Man sieht die Luft. Man sieht... Einfach, man kann taktisch spielen.
Und... Ja.
Wirst du denn weitere PWCs mitfliegen? Oder hast du gesagt, okay, das ist jetzt einmal. Und ich merke auch, kostet ja auch immer was. Und PWC ist dann teilweise auch irgendwo in der ganzen Welt verstreut. Ich müsste dann nach Kolumbien fliegen oder Brasilien oder was auch immer. Ist ja auch immer eine Frage, ob man sich das leisten kann.
Ich muss mich erstmal ordentlich dafür qualifizieren. Ich habe nämlich jetzt für den PWC eine Wildcard bekommen.
Und ich hatte schon Bock, da mehr zu fliegen. Und mehr dabei zu sein. Aber klar, der finanzielle Aspekt. Ist da auch nochmal eine Sache, was auch nicht so einfach ist. Aber da bin ich gerade auf Sponsoren -Suche.
Wie leicht ist es, Sponsoren zu finden?
Es ist nicht leicht. Also, vielleicht mache ich was falsch. Ich weiß es nicht. Aber es ist echt nicht einfach. Der Gleitschirmsport ist halt auch so eine Randsportart. Wo es, glaube ich, halt einfach allgemein nicht einfach ist, Sponsoren zu finden.
Ohne Sponsoren ist das wahrscheinlich schwer möglich, sowas...
Ja. Ja, wenn man halt da viel Zeit reinstecken will und da einen Fokus drauf legen will. Es ist, glaube ich, schwierig ohne. Ja, wenn man da wirklich Vollgas geben will.
Dann drücke ich dir mal die Daumen, dass du da Sponsoren findest und an dem Bereich weiterkommst. Wir waren gerade beim Lernen. Eine Frage noch dazu. Es gibt sicherlich vieles, was du da noch lernen kannst bei so einem PWC. Aber was würdest du denn sagen, was kannst du beim Fliegen schon besonders gut? Was könnte sich jemand bei dir abschauen?
Ich weiß es nicht.
Das ist so viel Lernpotenzial da. Also man hat nie ausgelernt in allem, würde ich sagen.
Gibt es nichts, wo deine Freunde dir zurückmelden und sagen, hey Celine, so wie du kurbelst, ich weiß nicht, komme immer nicht hinterher. Oder deine Starttechnik ist besonders toll. Das sieht so ästhetisch aus, wie du das immer machst. Elfengleich schwebst du immer von dannen oder sowas.
Boah, es gibt echt nichts. Ich glaube, ich muss einfach noch viel lernen. Ja.
Nö, ich weiß es nicht.
Na gut, dann ist das Gleitschirmfliegen für dich der Reiz vielleicht auch wirklich, dass man immer nur so viel lernen kann noch dazu.
Ja, es ist unglaublich. Man hat da nie ausgelernt. Also es gibt immer noch was, was man dazu lernen kann.
Was würdest du, wenn du jetzt so eine Top -3 -Liste machen könntest, was würdest du jetzt am liebsten lernen in nächster Zeit?
Fliegerisch würde ich gerne.
Linien, gute Linien finden lernen.
Mehr mit dem Gas fliegen lernen, also wann gebe ich wie, wo am effizientesten Gas. Und was gibt es noch?
Können auch bei den beiden bleiben, aber bleiben wir mal beim Linienfliegen. Hast du denn eine Idee, wie man das lernen kann?
Ja, im Wettbewerb glaube ich ist es gut, wenn man sich da...
einfach auch viel mit den guten Leuten spricht, was sie nach dem Task denken, wie sie rangegangen sind. Wenn man irgendwie so, weiß ich nicht, nach dem Task einfach mal mit dem Philipp oder mit dem Ferdi spricht, so was haben sie gedacht. Oder mit dem Martin Petz auch. Einfach so ein bisschen über die Taktik spricht, so deckt sich das mit dem, was ich mir gedacht habe. Wo haben sie die Bremse reingehauen, wo war für sie der Punkt, ja, dann gebe ich Gas. Dass man da auch viel lernt. Und... beim Linienfliegen ist ja manchmal auch Glückssache, würde ich sagen, aber... dass man einfach die Wolkenbilder, die Täler besser lesen lernt. Oder halt schneller lesen lernt, um dann eben auch an den bestimmten Punkten Gas geben zu können.
Gibt es da irgendwie einen Piloten oder Pilotinnen, die für dich Vorbilder sind? Oder wo du sagst, das ist so mein Ideal an Pilot, wie ich ihn mir vorstelle, da würde ich gerne hinkommen?
Ja, ich finde, dass eben, wie gesagt, der Martin Petz fliegendlich fliegt, hammermäßig, ist auch ein Vorbild von mir. Philipp, Hark und Ferdi, die sind irgendwie immer oben und vorne. Da würde ich gerne hinkommen. Die schwimmen immer oben auf, ich... Ja, also, sind Vorbilder, ja.
Könntest du dir vorstellen, dass du irgendwann mal Vorbild für andere bist? Oder bist du es vielleicht jetzt schon? Je nachdem, was du für Rückmeldungen bekommst?
Ich habe schon Rückmeldungen bekommen, dass ich für manche ein Vorbild bin.
Aber für mich ist es irgendwie so... Ich weiß es nicht.
Ich kann es nicht ganz nachvollziehen.
Warum nicht?
Ich weiß es nicht, weil ich mich selbst... Ich weiß nicht, was man mir als Vorbild sehen könnte.
Vielleicht das Kämpferische.
Vielleicht, ja.
Eine, die sich durchbeißt, dranbleibt.
Ja. Mit
umgeknickten Knöcheln noch in die Red Bull X als Star. Ach so.
Ja, okay. Und
dann erst aufgibt, wenn wirklich die Füße, die sie nicht mehr tragen können. Das ist doch eine wahre Wettbewerbsfrau.
Ja, vielleicht, ja.
Gut, Celine, lassen wir es damit. Die Kämpferische, danke dir für deine Erzählung. Spannende Geschichten. Ich wünsche dir noch tolle nächsten Jahre, die da noch kommen. Nimmst du nächstes Jahr eigentlich an den XP teil? Wirst du dich einschreiben?
Ähm, ich... Ich bin mir noch nicht hundert Prozent sicher, aber wahrscheinlich eher nicht. Ich wäre gern beim Dolomiti Superfly dabei wieder. Und ja, ich bin gerade noch an der Planung für nächstes Jahr. Das steht noch offen, was ich genau wann mache.
Aber Red Bull X Alps 2000, was ist das dann? 25? Das eigentlich ist aber schon fest eingeplant so ungefähr.
Ja, ist im Hinterkopf. Ist schon da, ja. Aber mal schauen, man kann nie genau sagen, was passiert. Das
sowieso nicht. Aber dann drücke ich mal die Daumen, dass es bis dahin so bleibt, dass du daran teilnehmen kannst und dann auch teilnehmen wirst und beim nächsten Mal vielleicht etwas mehr Glück hast, um nicht direkt kurz vor dem Rennen dir noch eine Verletzung zuzuziehen, die dich dann wirklich handicapt, sondern dass du dann auch mal eine Möglichkeit hast, vielleicht dann wirklich sogar auch bis ins Ziel zu kommen.
Ja, hoffe ich auch.
Danke dir. Dankeschön.
Das war die Podz-Glidz Episode Nr. 120 mit Celine Lorenz. In den Shownotes dieser Folge, auf dem Gleitschirm-Blog Lu-Glidz, findest du noch einige weiterführende Links. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann abonniere doch Podz-Glidz. Das geht überall, wo es Podcasts gibt. Wenn du dort auch noch ein positives Rating hinterlässt, hilfst du mit, Podz-Glidz noch bekannter zu machen. Oder erzähle einfach deinen Fliegerfreunden davon. Podz-Glidz und Lu-Glidz sind völlig frei von bezahlter Werbung. Ich halte das so aus Überzeugung und im Sinne der Unabhängigkeit. Dennoch stecken professionelle Arbeit und natürlich auch Kosten in diesen Produkten. Um diese zu finanzieren, setze ich auf das Konzept der freiwilligen Unterstützung. Wenn du bis hierhin zugehört hast, sollte der Podcast ja einen Mehrwert für dich bieten.
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Ciao.