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139. 50 Jahre SHV - Urs Frei

// Urs Frei, Lucian Haas · 2024-07-19 · 00:52:58 · original episode

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[show notes]
SHV-Präsident Urs Frei spricht über Freude und Last seiner Arbeit für einen Verband, der in diesem Jahr ein großes Jubiläum feiert. +++ Wer hat’s erfunden? Die Schweizer. Zumindest wenn es um eine Organisation geht, die landesweit die Interessen von Drachen- und Gleitschirmpiloten vertritt. Der Schweizer Hängegleiter Verband SHV wurde schon vor einem halben Jahrhundert gegründet, fünf Jahre vor dem deutschen DHV. Das 50-jährige SHV-Jubiläum soll Ende August mit einem großen Fliegerfest in Interlaken gefeiert werden. Was dort so alles geboten wird, das stellt SHV-Präsident Urs Frei in dieser 139. Episode von Podz-Glidz vor. Im Talk geht es freilich nur am Rande um diesen Veranstaltungstipp. Urs erzählt von wichtigen Meilensteinen in der Geschichte des Verbandes, und wo dieser heute seine Aufgaben sieht. Wir sprechen auch darüber, was ihn persönlich für die Verbandsarbeit motiviert, und welche Freuden-, aber auch Frustmomente er dabei erlebt. Neben seinem regulären Job, seiner Arbeit als SHV-Funktionär und den familiären Verpflichtungen findet Urs Frei sogar gelegentlich noch die Zeit, selbst in die Luft zu gehen. Es ist zwar seltener, als er sich wünschen würde, aber das eine oder andere Micro-Abenteuer ist dann doch noch drin. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik: Track: Headlands | Künstler: National Sweetheart Youtube Audio Library https://www.youtube.com/watch?v=n0SVv_EVk1Q +++ Lu-Glidz Links: + Blog: https://lu-glidz.blogspot.com + Facebook: https://www.facebook.com/luglidz + Insta: https://www.instagram.com/luglidz/ + Whatsapp-Kanal: https://whatsapp.com/channel/0029VaBVs05CHDynzdlJlU34 + Youtube: https://youtube.com/@Lu-Glidz + Soundcloud: https://soundcloud.com/lu-glidz + Spotify: https://open.spotify.com/show/6ZNvk83xxGHHtfgFjiAHyJ + Apple-Podcast: https://itunes.apple.com/de/podcast/podz-glidz-der-lu-glidz-podcast/id1447518310?mt=2 + Linktree: https://linktr.ee/luglidz +++ Website SHV: https://www.shv-fsvl.ch

[transcript]

0:03Urs Frei

Das Sportstadion Natur, das wird von ganz, ganz vielen Leuten genutzt, da gibt es ganz viele unterschiedliche Interessen, die zusammenkommen. Die Landschaftsschützer, die Vogelschützer, andere die finden, noch stärker sollte man gewisse Gebiete überhaupt nicht begehen, betreten, befliegen. Das gleiche gibt es bei den Tourenskifahrern, das gleiche gibt es bei den Mountainbiken, das gleiche gibt es in dieser sehr typischen Schweizer Sportart des Orientierungslaufens. Und das für eine zukünftige Generation zu erhalten, das ist mir ein ganz persönliches Anliegen.

0:51Lucian Haas

Podz-Glidz, der Lu-Glidz -Podcast.

0:54Urs Frei

Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.

0:57Lucian Haas

Heute mit Urs Frey. Und ich bin Lucian Haas.

1:05Lucian Haas

Wer hat es erfunden? Die Schweizer. Zumindest wenn es um eine Organisation geht, die landesweit die Interessen von Drachen - und Gleitschirmpiloten vertritt. Der Schweizer Hängegleiterverband SAV wurde schon vor einem halben Jahrhundert gegründet. Fünf Jahre vor dem deutschen DHV. Das 50 -jährige SAV -Jubiläum soll Ende August mit einem großen Fliegerfest in Interlaken gefeiert werden. Was dort so alles geboten wird, das stellt SAV -Präsident Urs Frey in dieser 139. Episode von Podz-Glidz vor. Im Talk geht es freilich nur am Rande um diesen Veranstaltungstipp. Urs erzählt von wichtigen Meilensteinen in der Geschichte des Verbandes und wo dieser heute seine Aufgaben sieht.

1:52Lucian Haas

Wir sprechen auch darüber, was ihn persönlich für die Verbandsarbeit motiviert und welche Freuden, aber auch Frustmomente er dabei erlebt. Neben seinem regulären Job, seiner Arbeit als SAV -Funktionär und den familiären Verpflichtungen, findet Urs Frey sogar gelegentlich noch die Zeit, selbst in die Luft zu gehen. Es ist zwar seltener, als er sich wünschen würde, aber das eine oder andere Mikro -Abenteuer ist dann doch noch drin.

2:21Lucian Haas

Wenn dir Podz-Glidz gefällt, dann unterstütze doch meine Arbeit daran. Als Förderer. Wie das ganz einfach geht, erfährst du auf dem Gleitschirm-Blog Lu-Glidz und zwar dort auf der Seite Fördern.

2:38Lucian Haas

Urs, wie wird man Präsident des SHV? Und damit meine ich jetzt nicht die Wahlgeschichten, also wie das technisch abläuft, sondern was reizt einen dazu, so eine Aufgabe zu übernehmen?

2:51Urs Frei

Also bei mir ist es irgendwie besonders lustig, weil es eigentlich den Start genommen hat mit einem fehlergeleiteten E -Mail.

3:00Urs Frei

Ich fliege seit 1989 und habe mich ehrlich gesagt gar nicht gross mit dem Verband auseinandergesetzt, da wir aber in einem Fluggebiet eine Delta -Rampe ersetzt haben. Und ich darüber was geschrieben habe, habe ich dem Verband was geschickt und wir kriegen auch Unterstützungsgelder dafür. Und dann hat jemand den falschen Knopf gedrückt und gesagt, was ist denn das für einer? Und dann habe ich zurückgeschrieben und gesagt, ja, ich bin der und der und ich fliege und interessiere mich und tue. Und dann hat man gesagt, ja, interessant. Man hat mir dann mein Profil angeschaut, wir haben uns mal getroffen und das war in dem Moment, als man ein neues Vorstandsmitglied hatte. Und einen neuen Präsidenten gesucht hat.

3:44Urs Frei

Und daraus hat sich dann das ergeben. Aber du hast mich auch nach Motivation gefragt.

3:51Lucian Haas

Ja, was reizt dich daran, so eine Aufgabe zu übernehmen? Oder was hat dich gereizt?

3:56Urs Frei

Einerseits bin ich natürlich seit 1989 verbunden mit der Fliegerei und habe dann Einblick gekriegt in die recht grosse Komplexität, was das irgendwie alles beinhaltet. Und da steuernd und helfend mit zu agieren. Das hat mich sehr schnell dann interessiert. Und das hat sich dann auch so bewahrheitet in den Jahren, wo ich jetzt dabei bin.

4:21Lucian Haas

Bist du denn heute nur noch Funktionär oder fliegst du auch noch aktiv, Gleitschirm?

4:27Urs Frei

Das ist, glaube ich, die meistgestellte Frage, die ich immer kriege, die aber absolut berechtigt ist. Abgesehen davon mag ich den Begriff Funktionär nicht so sehr. Ja, ich komme zum Fliegen. Es ist mir auch sehr wichtig. Aber in dem Dreiklang, in dem ich mich befinde. Das heisst einen sehr anspruchsvollen Job. Und das ist mein Brotjob, wo ich mein Geld verdiene. Ich arbeite für die Schweizer Regierung. Und dann Familienvater zu sein und gleichzeitig noch das Hobby, das Fliegen zu machen. Dieser Dreiklang ist nicht ganz einfach. Und definitiv kommt das Fliegen ein bisschen zu kurz. Aber es kommen schon ungefähr 50 Flüge pro Jahr zusammen. Aber ich hoffe, dass ich danach wieder mal mehr Zeit habe.

5:13Urs Frei

Das richtig auszulegen.

5:14Lucian Haas

Du hast gerade von Dreiklang gesprochen. Aber eigentlich von den Rollen, die du genannt hast. Nämlich deinen Job zu haben, den Familienjob zu haben und zu fliegen. Dann ist ja Präsident sein eigentlich der vierte Teil noch. Eigentlich müsste es ja ein Vierklang sein, so gesehen.

5:29Urs Frei

Ja gut, das habe ich jetzt mit dem Fliegen kumuliert. Und das selber fliegen und dann fliegerisch aktiv zu sein als Verbandspräsident. Das habe ich dann kumuliert. Und insofern ist es ein Dreiklang. Aber es ist innerhalb des dritten Teils mache ich mehr Präsidentenjob als fliegen.

5:49Lucian Haas

Stört dich das manchmal?

5:50Urs Frei

Ja, ein deutliches Ja. Das stört mich manchmal.

5:56Lucian Haas

Wann stört es dich nicht? Also welche Momente als Präsident kann man so genießen, dass man sagt, jetzt bin ich lieber Präsident und habe diese Funktion und bin in dieser Funktion unterwegs und nicht in der Luft?

6:11Urs Frei

Es gibt wahnsinnig viele schöne Momente. Schöne Momente sind einerseits Interaktion mit Mitgliedern, die mir einerseits ein Problem schildern oder mir Danke sagen, weil wir bei einem Problem helfen konnten. Ich gehe auch gerne an den Austausch, den internationalen Austausch mit den anderen Präsidenten und Geschäftsführern international, wo auch eine grosse Kollegialität herrscht. Wenn ich dann aber zum Fenster raus gucke, übrigens heute, Lucian, wo ich von meinem Fenster aus eines der meistbeflogenen Fluggebiete der Schweiz sehe und denke, eigentlich wäre noch ein schöner Flugtag, dann möchte ich auch schon ganz gerne da oben sein.

6:58Urs Frei

Also diese Balance ist manchmal nicht ganz einfach.

7:01Lucian Haas

Und jetzt musst du Podcast machen und kannst nicht fliegen gehen.

7:04Urs Frei

Ich mache das ganz gerne. Das ist übrigens meine Premiere und ich mache das ganz gerne. Sonst hätte ich da nicht Ja gesagt.

7:10Lucian Haas

Ist bei mir übrigens ganz ähnlich. Heute hätte ich... Ist das... Seit Tagen oder seit Wochen der erste vernünftige Schlepptag hier, also Windenschlepptag und wo ich hätte hinfahren können. Aber es werden auch immer weitere gute Tage kommen.

7:26Urs Frei

Dann danke ich dir, dass du für mich darauf verzichtet hast.

7:32Lucian Haas

Was sind denn die unangenehmen Seiten des Präsidentenamtes?

7:37Urs Frei

Nennen wir es mal so. Die anspruchsvollen Seiten sind, dass die Flieger -Community bestückt ist mit ganz starken Charakterleuten. Also die leben und brennen für ihr Hobby. Manchmal ist es deutlich mehr als Hobby, ist es wirklich das Leben. Und diese Charakterleute, die haben dann teilweise auch ganz unterschiedliche Interessen, die sich nicht unbedingt immer decken mit den Verbandsinteressen. Oder dass sie untereinander Themen haben, die manchmal sogar in Konflikte ausarten. Und das sind für jemanden, der es eigentlich gerne im Interesse der Fliegerschaft etwas harmonischer hat, aber manchmal eben auch solche Konflikte aushalten muss oder mitprägen muss, sind das eher die unangenehmeren Seiten.

8:30Lucian Haas

Bist du Diplomat?

8:32Urs Frei

Das muss man sagen, ja. Jetzt war ich gerade diplomatisch.

8:39Lucian Haas

Okay, das darf sich jetzt jeder selber ausmalen. Welchen Typen er gerade... vor sich sieht, der sagt, okay, bei dem müsste man jetzt sehr diplomatisch agieren, um mit bestimmten Situationen dann entsprechend umgehen zu können. Gibt es auch schon mal Situationen oder hat es Situationen gegeben, an denen du gesagt hast, das muss ich mir eigentlich nicht antun?

9:00Urs Frei

Ja, das gab es und das gibt es auch immer wieder. Und dann gibt es auch Mechanismen, wie man aus dieser Situation rauskommt. Es gibt diesen schönen englischen Satz, we agree to disagree. Also wir kommen überein, dass wir nicht übereinkommen. Und das ist dann auch irgendwo der Punkt, wo man sich am besten mal ruhen lässt, setzen lässt und dann vielleicht in einem zweiten Anlauf dann wieder das Gespräch sucht.

9:24Lucian Haas

Hast du bisher für alle kritischen Sachen letzten Endes dann doch Lösungen gefunden?

9:30Urs Frei

Nein, ganz ehrlich nein. Aber das ist dann auch die Möglichkeit, dass man es auf eine andere Ebene geben kann. Wir haben einen sehr guten Geschäftsführer, der dann beim SAV, der sich gewissen Themen annimmt, die man annehmen kann. Oder ich kann es weitergeben an einen Vorstandskollegen und wir sagen mal du, wir lassen es jetzt mal und kommen in sechs Monaten wieder zusammen. Das sind alles so Möglichkeiten, die es gibt. Aber manchmal geht es einfach nicht.

9:58Lucian Haas

Das sind jetzt alles Sachen, die eigentlich so szeneintern noch sind. So klingt das zumindest. Nun hast du oder hat der SAV als Rolle natürlich auch viel mit Behörden zu tun und sonstigen. Gibt es da auch Problembereiche oder würdest du eigentlich sagen, da ist die Arbeit fast einfacher, als mit der eigenen Szene?

10:18Urs Frei

Das kommt in der Historie immer so ein bisschen drauf an. Also als ich gekommen bin als Präsident, war gerade ein grosses Thema, wie gehen wir mit der motorisierten Fliegerei um? Gibt es eine Zulassung dafür? Gibt es keine? Wir waren relativ nahe an einer Zulassungsgeschichte, die dann nicht geklappt hat. Da gab es sehr viele Kontakte. Da war ich aber noch ganz am Rande dabei. Aber auch ich habe dann Kontakte gepflegt zu der entsprechenden Ministerin. Aber da war dann, wie wir in der Schweiz sagen, der Mist dann schon geführt. Dann war der Entscheid schon gefallen und ich konnte das nicht mehr umbiegen. Wir haben heute eine sehr, sehr restriktive Lösung im Vergleich zu Deutschland.

11:08Urs Frei

Aber es gibt gewisse Möglichkeiten, die Elektrofliegerei in der Schweiz zu machen. Und dann gibt es auch Phasen, jetzt muss ich ein bisschen ausholen, das ist auch der Unterschied zu Deutschland zum Beispiel oder zu Österreich, dass wir gewisse lufthoheitliche Aufgaben im Namen der Regierung wahrnehmen können. Dazu gibt es Verträge. Und diese Verträge werden immer wieder auch mal ausgeschrieben. Und da muss man sich wieder bewerben dafür. Und das sind dann auch so intensivere Behördenkontakte, wo man dann sich dafür einsetzen muss, dass es Bestand gehalten wird. Und wir das wieder kriegen, was uns auch sehr gut gelungen ist. Oder dann gibt es Momente, wo man sich beruflich und privat bei mir dann vermischt, weil ich auch im beruflichen Umfeld oft Behörden - und Regierungskontakte habe.

12:03Urs Frei

Und dann kann ich das eben einfließen lassen und sagen, übrigens, by the way.

12:08Urs Frei

Ich hatte die lustige Situation, wir haben in dem Departement, wo ich bin, das Departement des Innern, gibt es eine neue Chefin, die kommt aus einer Region, wo viel geflogen wird. Und während bei der Vorstellungsrunde meine Kollegen alles gesagt haben, was sie jetzt alles an Projekten machen, habe ich das Gespräch begonnen und gesagt, ich kenne die und die Flieger, die in ihrer Gegend fliegen. Und dann hat sie gleich alles fallen lassen und gesagt, ja genau, und mit dem war ich mal schon zusammen und so zusammen. Und dann haben wir kurz über die Fliegerei geredet, bevor wir dann wieder die Kurve gekratzt haben zu den eigentlichen politischen Themen. Also da ergibt sich dann die Möglichkeit, manchmal auch solche Kontakte zu nutzen.

12:53Lucian Haas

Du hast gerade gesagt, ihr müsst euch manchmal, für manche dieser Aufgaben, die der SRV hat, müsst ihr euch nochmal neu bewerben. Gibt es denn in der Schweiz irgendwie eine Art von Konkurrenz? Also gibt es einen anderen Verband oder gäbe es etwas, wo der sagt, der wird sich auch bewerben und dann würdet ihr das nicht mehr bekommen?

13:10Urs Frei

Das kann rein theoretisch sein, das war aber nicht der

13:12Lucian Haas

Fall. Rein theoretisch, es gibt gar keine, also mit Gleitschirmen und Drachen bezogen, also Gleitsegel fliegen, seid ihr die einzigen Vertreter in der Schweiz? Das ist so, aber

13:23Urs Frei

wenn man das ausschreibt, könnten sich andere Leute überlegen, ob sie diese lufthoheitlichen Aufgaben übernehmen möchten, aber das war nicht der Fall. Es könnte sich der DRV bewerben. Echt? Ja, könnt ihr probieren. Nein, das war jetzt ein Scherz.

13:42Lucian Haas

Ich weiß auch nicht, ob man sich solche luftrechtlichen Hoheitsaufgaben irgendwie ans Bein binden will, weil wahrscheinlich ist das auch nicht immer alles Spaß, was damit verbunden ist. Das ist richtig.

13:54Lucian Haas

Wechseln wir kurz mal das Thema, auch um beim SAV zu bleiben, aber gerade in diesem Jahr ist ja ein besonderes Jahr auch für den SAV. Der feiert sein 50 -jähriges Bestehen, 50 -jähriges Jubiläum. Das bedeutet, ich nehme mal an, vermute ich auch noch mal eine zusätzliche Arbeitslast für dich. Ist das Lust oder Last?

14:17Urs Frei

Das ist jetzt definitiv Lust,

14:21Urs Frei

weil ich mich sehr, sehr stark dafür eingesetzt habe, dass wir das nicht nur mit einer etwas grösseren Generalversammlung, so heisst das bei uns in der Schweiz, wenn wir alle zusammenkommen, wie heisst das in Deutschland beim DRV?

14:41Urs Frei

Jahreshauptversammlung. Jahreshauptversammlung, genau, wo ich ja auch einmal anwende, wo du glaube ich auch dabei warst. Ja,

14:48Lucian Haas

da war ich auch dabei.

14:49Urs Frei

Da haben wir uns zum ersten Mal gesehen, genau. Ich habe mich sehr stark dafür eingesetzt, dass es rundherum um dieses Jubiläum noch weitere Aktivitäten gibt, weil ich denke, erstens mal die jüngeren Flieger sollten mal die Möglichkeit haben, sich an diese Pionierzeit nochmals zu erinnern. Ist auch super spannend übrigens für mich, aber da kommen wir dann vielleicht noch kurz dazu, etwas aus dieser Pionierzeit zu erleben, weil ich so in der Post -Pionierzeit des Gleitschirmfliegens angefangen habe mit 89, 86 hat es angefangen, 89 war das gerade so Anfangs des Booms und ich sehr stark eingetaucht bin in diese Materie, hat mich sehr spannend gedrängt und zusätzlich war es für mich ein persönliches Bedürfnis, das wirklich mal mit einem grossen Fest zu begehen und das machen wir jetzt Ende August.

15:41Urs Frei

Das

15:42Lucian Haas

heisst, dass es der eigentliche Akt zum 50 -jährigen Bestehen ist, ihr macht ein grosses Fest. Es

15:48Urs Frei

gibt zwei Akte, der formelle Akt, das war die 50 -jährige Generalversammlung, die wir in Anzère an exakt dem gleichen Ort, wo vor 50 Jahren die erste Generalversammlung stattgefunden hat, halte ich fest, im gleichen Saal und da wurde nicht viel renoviert seit 50 Jahren. Das war ein lustiges Erlebnis und dann kamen ungefähr auch noch gefühlte 50 Pioniere von damals, dann haben wir schnell den Teil gemacht, den man statuarisch machen muss und dann hat man schon ein erstes kleines Fest gemacht, das war dann sehr stark auf früher ausgerichtet, wo die Leute dann eben erzählen konnten, wie das war, man konnte sich austauschen.

16:36Urs Frei

Auch da wieder einige Leute, die sich zerstritten haben und sich in längerer Zeit wieder einmal getroffen haben, das gab sehr schöne Szenen und jetzt der zweite Akt zu sagen, für alle Mitglieder und interessierten Kreise Ende August, 30., 31. August, 1. September in Interlaken, wo wir hoffentlich bei gutem Wetter ein wunderschönes Fest feiern können.

17:06Lucian Haas

Was soll das für ein Fest für Flieger sein? Drei Tage, was macht man da? Also alles auf dem Programm, mach mal kurz zusammengefasst, dass man so ein bisschen einen Eindruck bekommt.

17:19Urs Frei

Interlaken ist sozusagen einer der Hotspots in der Schweiz zur Fliegerei, mit einer tollen Infrastruktur, eine große Landewiese mitten im Ort, sehr prominent und gleich daneben ein Kongresszentrum. Beides können wir nutzen während drei Tagen und da gibt es Vorträge, Krigel Maurer ist da, Thomas Thörrier ist da, es gibt andere Referenten, es gibt Leute, die aus der Pionierzeit erzählen, wir werden alte Fluggeräte zeigen, wir werden idealerweise, wenn es klappt, zeigen wir die Premiere eines neuen Filmes, den wir in Auftrag gegeben haben, über die Faszination des Fliegens von damals bis heute, der dann, wenn wir es schaffen, auf dem Schweizer Fernsehen gezeigt werden sollte.

18:08Urs Frei

Es gibt einen kleinen Festakt, den ich begleiten darf, es gibt einen grossen Zellplatz, wo man übernachten kann und auch dort gibt es Musik, Zusammenkunft, Essen, Trinken, es gibt einen kleinen Markt, es gibt eine Acroshow, es gibt, wenn es vom Wetter her geht, einen Swiss Cup Wettkampf, wo die Leute dann dort einfliegen werden, wenn es vom Wetter geht, es gibt einen Hike and Fly Plausch Wettkampf, wo auch Krigel teilnehmen wird, es gibt einen Nachtflug und es gibt eine Tombola, ich weiss nicht, wie das in Deutschland heisst, wo man so Lose kaufen kann, mit einem, das ist mehr als halt Schweiz, einem super Preis, nämlich die Zahl 50, die wir wieder verlosen werden.

18:57Urs Frei

Genau, wir haben SAV -Nummern, für alle, die in der Schweiz geflogen sind, das sind die Nummer, die man am Schirm anbringt, da sind wir zwischenzeitlich in einer hohen fünfstelligen Nummer und wir konnten die Nummer 50 freimachen und die gibt es dann und die ist dann wirklich einzigartig.

19:16Lucian Haas

Ihr konntet sie freimachen, das heisst, sie war nicht frei und ihr musstet sie jemandem wegnehmen?

19:22Urs Frei

Nein, nein, sie war frei. Ich weiss die Geschichte nicht ganz genau. Diese Nummern wurden ja seit Beginn der Fliegerei vergeben und klar, die 50er Nummer, die zweistellige Nummer, das sind alles Delta -Piloten. Also da muss es irgendein Gespräch gegeben haben, aber immerhin, sie ist jetzt frei und kann neu vergeben werden.

19:44Lucian Haas

Die Chance besteht, dass auch ein Gleitschirmflieger oder Gleitschirmpilotin das entsprechend gewinnt und dann wäre es die erste zweistellige SAV -Zahl, die auf einem Gleitschirm dann aufgetragen wird. Hättest du sie gerne, die

19:57Urs Frei

50? Ganz ehrlich gesagt, da trete ich also gerne zurück und das darf ein anderes Mitglied haben, aber ich würde sie nehmen.

20:06Lucian Haas

SAV, wie viel hast du da schon persönlich miterlebt beziehungsweise persönlich mitgestaltet? Also seit wann sagst du, ich bin eigentlich in dieser Verbandsarbeit dann schon ein bisschen mitverbandelt?

20:18Urs Frei

Also wirklich, ich war bis 2016 ein ganz, ganz typisches Mitglied, das ein paar Touchpoints hatte mit dem Verband, nämlich die jährliche Rechnung bezahlen und die tolle

20:32Urs Frei

Verbandszeitschrift. Wir haben ja ein tolles Magazin, der Gleiter, genau, der Swiss Gleiter, den wir mit grossem Aufwand produzieren und sonst hatte ich gar nichts. Und dann gibt es noch, und das ist eine Schweizer Spezialität, wir haben auch eine Versicherungslösung, die wir den Mitgliedern anbieten im Haftpflichtbereich und noch viele andere Versicherungen, aber für das normale Mitglied, so wie ich das war, ist es vor allem diese Haftpflichtversicherung mit einer grösseren Deckung.

21:03Urs Frei

Mit den Touchpoints. Und dann kam ich 2016 rein und habe dann gesehen, wie vielschichtig diese Arbeit ist, die gemacht wird. Vor allem auch auf der behördlichen Seite, wo wir viel Arbeit machen, dass das Fliegen in der Form heute so möglich ist. Das wird von den normalen Mitgliedern gar nicht so gesehen, aber da steckt viel Arbeit dahinter. Und das war dann ein grosses, ein grosser Effekt für mich, wo ich mich dann aber schnell reinbringen konnte. Und nicht zu vergessen, wir kamen 2016 in eine Situation dazu, wo der Verband finanziell etwas schwieriger aufgestellt war und der erste Fokus war dann auch auf die Finanzen.

21:49Lucian Haas

Nun bist du verbandstechnisch nicht der alte Hase, wenn du erst 2016 so richtig dazugekommen bist. Aber wahrscheinlich hast du dich ja schon ein bisschen eingelesen und auch viel Kontakt mit den älteren Hasen dann entsprechend gehabt und sowas. Wie hat sich denn die Rolle des SAV über seine 50 Jahre hinweg geändert? Gab es da so richtige Brüche drin oder irgendwelche Highlights, wo du sagst, das waren so richtig entscheidende

22:16Urs Frei

Wendepunkte? Also dieses Befassen mit der Geschichte, das hat jetzt eigentlich in diesem Jahr so ein bisschen verstärkt stattgefunden. Ja, die Brüche gab's. Ich war wirklich hoch fasziniert, als ich mit diesen Pionieren gesprochen habe am Anfang, wie die sich eigentlich im Wissen darum, dass es damals noch recht gefährlich war, weil nicht ganz sichere Fluggeräte sich da rausgehauen haben und dann auch wirklich zu ganz, ganz schweren Unfällen gekommen ist. Das war in der Schweiz ein bekannter Skifahrer, der Roger Staub, der bei einem Flattersturz dann gestorben ist und das hat dann ein riesiges mediales Echo ausgelöst, mit dem Resultat, dass die erste Entwicklungsphase dann wirklich auch war, hey, wie können wir das in den Griff kriegen?

23:13Urs Frei

An was können wir im Material arbeiten, um das zu verbessern? Die Sicherheitsfeatures, wie zum Beispiel, dass die Notschirme dann aufkamen, die man eingebaut hat.

23:25Urs Frei

Was hat man beim Materialkunde machen können? Das war so wirklich so ein erster Entwicklungsschritt, wo auch der Verband und die Selbstregulierung der Branche ein wichtiger Punkt war. Dann natürlich das Aufkommen der Gleitschirme und dann die Rivalität, wie ich es an anderen Sportarten wahrgenommen habe, zum Beispiel Skifahren und Snowboard. Auch hier, bei Gleitschirmfliegen und bei Deltafliegen so

23:53Urs Frei

die... Was hat man mir am Anfang gesagt? Ich despektiere, ich bin Teebeutelflieger versus die Stangeleflieger und man nimmt sich gegenseitig den Platz weg und da hat ein wichtiger Punkt war, dass man da wirklich dann zusammengewachsen ist zu einer Community, wie sie heute wirklich der Fall ist. Natürlich haben sich dann die Gewichte verschoben, klar

24:20Urs Frei

zur Gleitschirmfliegen und mit der Entwicklung und dem Boom musste man dann auch entsprechende Strukturen schaffen. Also zwischenzeitlich haben wir eine professionelle Geschäftsstelle mit ungefähr 15 Festangestellten und ungefähr 30 Leuten, die nicht festangestellt sind, vor allem die Experten, die wir beschäftigen, Prüfungsexperten. Da wurde wahnsinnig viel an Strukturarbeit geleistet, um den Sport sicherer zu machen und gewisse Dienstleistungen zu erbringen. Diese Entwicklung, die dauert jetzt gerade wieder an, wo wir uns überlegen, hey, was machen wir im Bereich der Digitalisierung oder auf welche neuen Beine stellen wir den Sport? In einer Sportart, wo viele Mitglieder auch sagen, ja, ich gucke mir die x -halb schon mal an, aber eigentlich so richtigen Leistungssport brauche ich nicht unbedingt.

25:13Urs Frei

Also diese Balance zu finden und in eine neue, zukunftsgerichtete Form zu bringen, das ist jetzt gerade wieder so eine Stelle, wo wir uns sehr stark damit beschäftigen.

25:24Lucian Haas

Was sind sonst noch heute so die Themen, mit denen sich der SAV hauptsächlich beschäftigt oder was ist dir persönlich davon besonders wichtig?

25:34Urs Frei

Ein wichtiger Punkt ist natürlich, und ich stehe auch in regelmässigem Austausch mit anderen Sportarten, Klammer auf, ist auch ein bisschen ein Unterschied zu Deutschland, wir sind Teil der Swiss -Olympic -Bewegung in der Schweiz. Obwohl wir nicht olympisch sind, aber da hätte ich danach noch eine lustige Geschichte dazu, wir sind nicht exekutive olympische Sportart, stehe ich da in regelmäßigen Austausch mit diesen Communities und ich sehe das überall, das Sportstadion Natur, das wird von ganz, ganz vielen Leuten genutzt, da gibt es ganz viele unterschiedliche Interessen, die zusammenkommen, die Landschaftsschützer, die Vogelschützer, die andere, die finden, noch stärker sollte man gewisse Gebiete überhaupt nicht begehen, betreten, befliegen.

26:26Urs Frei

Das gleiche gibt es bei den Tourenskifahrern, das gleiche gibt es bei den Mountainbiken, das gleiche gibt es in dieser sehr typischen Schweizer Sportart des Orientierungslaufens und das für eine zukünftige Generation zu erhalten, das ist mir ein ganz persönliches Anliegen.

26:46Lucian Haas

Und hast du gerade gesagt, das ist auch noch eine lustige Geschichte mit der olympischen Seite des Gleitschirmfliegens, dann erzähl die jetzt auch nochmal, was war da so lustig?

26:53Urs Frei

Ich habe gefragt, ich habe gesagt, wie ist das eigentlich bei den Pionieren, mit olympisch und nicht olympisch? Und dann ist einer zu mir gekommen und gesagt, du, wir waren bei Juan Antonio Sanaranch. Aha, okay. Und wir haben mit ihm gesprochen damals und er hat uns den Status als olympische Sportart gegeben. Da gibt es ein Dokument, ich habe es noch nicht gesehen, es gibt ein Dokument, wo das drinsteht. Aber da wird unterschieden zwischen ausgeübten olympischen Sportarten und denen, die den olympischen Status haben. Das ist mein Verständnis, mein sehr rudimentäres Verständnis aufgrund des Gesprächs. Also es scheint so zu sein, dass wir eine Art olympischen Status haben, aber das nicht ausüben.

27:38Lucian Haas

Soviel ich weiß, gab es ja auch schon mal Überlegungen oder ich glaube, bei irgendwelchen asiatischen Spielen wurde auch schon mal geguckt, ob man da zumindest Teildisziplinen des Gleitschirmfliegens, da ging es glaube ich hauptsächlich über dieses Ziellanden, also Accuracy, dass da überlegt wird, kann das nicht irgendwie olympisch werden und dass da auch schon mal gewissermassen ausgetestet wurde. Also vielleicht ist das ja irgendwann mal eines Tages soweit.

28:01Urs Frei

Ich habe das in der Sportszene bei uns auch so ein bisschen angekickt, die Diskussion. Da gibt es zwei sehr unterschiedliche Meinungen.

28:12Urs Frei

Man hat gesehen bei anderen Sportarten, wie beim Sportklettern oder so, dass plötzlich mit dem olympischen Status Geld reingeflossen ist und sie einen Teil ihrer ursprünglichen Szenekultur haben. Und das ist bei uns ja natürlich schon sehr ausgeprägt, dieses Zusammensein, zusammenfliegen, obwohl man dann einzeln fliegt. Und da ist auch nicht viel Geld drin, da ist viel Kameradschaft drin und das ist eine sehr gute Frage. Wenn wir das möchten, wollen wir das oder wollen wir das so behalten, wie es eben ist?

28:47Lucian Haas

In Deutschland gibt es teilweise so die Diskussion, nicht auf Verbandsebene, sondern auch auf Vereinen dann häufig, wo dann gesehen wird, es kommt immer, also Gleitschirmfliegen, boomt noch auf eine gewisse Weise oder boomt wieder nach Corona -Zeiten und sowas. Und dass man sieht, ja, teilweise werden die Gelände insgesamt schon fast überfüllt und bereitet damit schon wieder mehr Probleme oder es gibt dann Vereine, die sagen, in unseren Geländen dürfen nur Vereinsmitglieder fliegen und sonstiges. Gibt es sowas in der Schweiz auch, dass da überlegt wird, wie viele können wir eigentlich noch werden?

29:22Urs Frei

Erstens mal, wir haben uns bei einer strategischen Überlegung des Verbandes, haben wir ganz klar gesagt, Mitgliederwerbung, ist nicht Auftrag des Verbandes, das haben wir ausgeschlossen bei den strategischen Zielen, das überlassen wir generell der Szene. Einfach, dass man, dass wir sind jetzt bei etwas über 20.000, die Mitglied des Verbandes sind, das ist nicht Ziel, dass wir wachsen. Aber ja, wir sehen nach Corona, dass es die Outdoor -Sportarten generell und auch das Fliegen, vor allem das Gleitschirmfliegen, natürlich einen gewissen Unerlebt hat. Der flacht jetzt aber ab. Aber trotzdem kommt es zu gewissen Dichteverhalten bei gewissen Fluggebieten.

30:08Urs Frei

Also wenn ich jetzt hier aus dem Fenster schaue, ich wohne in der Nähe von Solothurn, da vorne rechts ist der Weissenstein, gerade dort ist es so ein Thema, dass auf dieser relativ kleinen Startwiese, wenn die Verhältnisse sehr gut sind für Streckenfliegen, eine wahnsinnige Ansammlung von Piloten ist.

30:26Urs Frei

Was natürlich auch dazu beigetragen hat, sind die technischen Möglichkeiten, mit denen man heute und da bist ja du auch sehr beteiligt daran, Meteobeurteilung, die Hilfsmittel, die man hat, wo man dann entsprechend Empfehlungen kriegt, wo man hingehen könnte und wie es da ungefähr aussehen könnte. Man spricht ja da schon so ein bisschen vom Lemming -Effekt oder Horden, die dann aufgrund der Tools dann an einen Ort gehen. Und das hat auch schon dazu geführt, dass es dann wirklich eine grosse Ansammlung von Piloten aufgrund dieser Tools dann gegeben hat. Das ist auch so ein Punkt, wo wir uns überlegen, wie gehen wir damit um.

31:05Lucian Haas

Hat der SAV dafür irgendwelche Ideen, dass man sagen kann, okay, wir sind vielleicht nicht in der Masse, eigentlich nicht so viele, sondern nur punktuell, weil sich diese Massen so konzentrieren auf einzelne Hotspots gewissermaßen. Wie kriegt man die Leute eigentlich besser verteilt?

31:21Urs Frei

Ich glaube nicht, dass das Verbandsaufgabe ist, aber es ist Verbandsaufgabe, den Clubs zu helfen in der Bewirtschaftung der Fluggebiete. Also wir überlegen uns sehr, das ist ja gleich wie in Deutschland, die Clubs sind in Kontakt mit den Landbesitzern und sie erhalten diese Gelände. Hätten wir die Clubs nicht, hätten wir nicht den Erhalt der Fluggebiete. Und da haben wir auch schon bei gewissen Konflikten, haben wir mitgeholfen mit Spezialistinnen und Spezialisten, um diese Gebiete zu erhalten. Aber die Steuerung der Piloten, das ist wirklich eine Sache, wo ich jetzt nicht unbedingt denke, dass das Verbandsaufgabe ist.

32:06Lucian Haas

Als Präsident des SAV warst du, das ist so eine rotierende Rolle, warst du auch mal ein Jahr, aber wegen Corona dann sogar zwei Jahre, Präsident der EHPU, also der Europäischen Hang Glider and Paraglider Union. Was hat der SAV von der Arbeit mit dem EHPU? Also kannst du was von den anderen europäischen Nachbarn in irgendeiner Weise lernen? Oder macht ihr als Verband, der schon 50 Jahre da ist, eigentlich eher Entwicklungshilfe für andere Verbände?

32:42Urs Frei

Ja, die EHPU. Also ich bin historisch, glaube ich, der unfreiwillig längste Präsident der EHPU aufgrund von Corona. Und ich musste erst verstehen, was die EHPU eigentlich wirklich ist. Lustige Geschichte. Die EHPU trifft sich immer Anfang des Jahres in einer europäischen Stadt. Und das erste Mal ging ich hin nach Madrid. Und mir ist aufgefallen, wie sehr, sehr interessiert und neugierig all diese Geschäftsführer und Präsidenten auf mich zugekommen sind. Bis ich gemerkt habe, shit, wir sind die Nächsten, die die Jahresversammlung ausrichten und die möchten wissen, wo ist das und war ist das und so weiter und so fort.

33:30Urs Frei

Also dann konnte ich da das Präsidium übernehmen und ich habe schnell gemerkt, das ist ein relativ loser Netzwerkverbund mit

33:42Urs Frei

verschiedenen Schwerpunkten. Ein Schwerpunkt ist die Lobbyarbeit in Brüssel. Jetzt gerade aktuell rund um die Drohnengeschichten, wo wir auch mit einem anderen Verband zusammenarbeiten. Der Rest ist der Austausch und die Hilfestellung unter den Ländern. Aber nicht in einer wahnsinnig strukturierten Form. Deshalb sage ich, es ist ein relativ loses Netzwerk. Wir hatten jetzt gerade den Punkt, dass gewisse osteuropäische Länder angefragt haben, du, wie sieht das aus mit den Versicherungslösungen? Wie macht ihr das? Da gibt es eine Rundmail, die verschiedenen Länder antworten dann. Insofern hilft das im Austausch, weil viele der Versicherungen sind ja international tätig, die grossen Gruppen und wenn man weiss, was die in anderen Ländern

34:35Urs Frei

für Lösungen angeboten haben, dann hilft das natürlich in den Verhandlungen. Die Geländegeschichte, also Geländenutzung, da ist auch etwas, wo wir uns regelmässig austauschen, aber es ist nicht ein sehr strukturiert und zentral gehaltener Verband. Es sind die rotierenden Präsidenten und das ist ein Generalsekretär, der in einem Teilpensum das macht, das ist ein Engländer, der gleichzeitig auch Geschäftsführer des englischen Verbandes ist und das ist dann mehr oder weniger die Struktur, die es dort gibt. In der Corona -Zeit, da hatte ich ja die Ehre, dort das Präsidium zu machen und wir haben uns dort dann verstärkt auch ausgetauscht, wie gehen verschiedene Länder damit um, was sie an Vorgaben haben.

35:27Urs Frei

Und da konnten wir auch gewisse Nutzungskonzepte, die wir erstellt haben und damit dann auch die Freigabe gekriegt haben, dass dort wieder geflogen werden konnte, das konnten wir austauschen. Aber du musst dir das sehr lose vorstellen. Okay. Aber es macht Spass, die Leute zu treffen und der Austausch, es ist sehr kollegial und du hast ja mal einen Podcast mit Charlie Joest gemacht, du hast ja glaube ich das Titel der Entertainer genannt und Charlie hat jedes Mal, wenn wir uns getroffen haben, den Song Volare angestimmt an der Bar und dann haben 40 Nasen Volare geschmettert in der Bar und solche Momente des

36:15Urs Frei

Zusammengehörigkeitsgefühls und zusammen sich auszutauschen, Gespräche zu haben und Erinnerungen auszutauschen, aber auch in die Zukunft zu blicken, das ist sehr schön.

36:26Lucian Haas

Und als verbindendes Element, also die Fliegerei, gibt es denn dann auch, dass man so sieht, ah, hier sind jetzt irgendwie 30 unterschiedliche Länder präsent, gibt es da auch irgendwas, wo man sagt, hier gibt es klare Unterschiede, wo man sieht auch nur innerhalb dieser Verbandsarbeit oder in der Denke von den Leuten, die da drin sind, dass man sagt, ein Flieger in Italien oder in Portugal oder was auch immer, tickt an irgendeiner Stelle dann vielleicht doch noch etwas anders als ein Schweizer?

36:52Urs Frei

Ja, klar. Aber das hat mehr mit dem politischen System zu tun oder wie ein Land geführt wird. Also wenn wir die Franzosen nehmen, die sind sehr, sehr zentralistisch geführt und wir haben überrascht zur Kenntnis genommen, wie dann gewisse Vorgaben von Paris kamen, wie regionale Geländeeinschränkungen waren, wie ich sage, was? Wie kann das sein, dass das Zentrale so gesteuert wird? Das ist bei uns eher, aber weil wir in der Schweiz ein sehr föderalistisches System sind, das heisst, dass die Kantone und die Gemeinden relativ viel Macht haben, und der Zentralstaat etwas schwächer ist, gibt es da natürlich dann ganz viele verschiedene, unterschiedliche Lösungen, zum Beispiel in der Geländenutzungsfrage

37:38Urs Frei

oder Naturschutzfrage. Natürlich gibt es einen Rahmen, der von der Regierung ausgeht, aber dann gibt es viele Spielräume, die eben so genutzt werden. Und das ist in Ländern, die sehr zentral geführt werden, dann etwas anders. Ein Beispiel.

37:52Lucian Haas

Wie bekannt ist eigentlich der SHV in der Schweiz? Also, wenn es dieses Kürzel irgendwo in der Zeitung steht, weiss jeder, was damit gemeint ist?

38:02Urs Frei

Nein, weil das Kürzel nicht geschützt ist. Der Schweizerische Hanfverband, der Schweizerische Hebammenverband, der Schweizerische Handballverband haben alle das gleiche Kürzel.

38:16Lucian Haas

Ah, okay.

38:17Urs Frei

Das ist der Grund, warum wir noch bei unserer Webseite zum Beispiel den französischen Zusatz gemacht haben. FSVL? Das weisst du wohl lieber. Es hängt aber auch damit zusammen, dass der Begriff Hängegleiten so ein bisschen ein nicht selbsterklärender Begriff ist, oder? Wenn ich dann aber hingehe und sage, ich komme von allen Gleitschirmen und Deltapiloten,

38:43Urs Frei

dann wird es dann schneller ersichtlich, weil alle, praktisch alle, mit denen ich irgendwie mal zu tun habe, einen Berührungspunkt damit haben, sei es der Onkel fliegt oder sie haben mal von Kegel Maurer gehört oder sie sind selber mal mitgeflogen, oder ich habe gerade vor wenigen Tagen Kontakt gehabt mit einer ehemaligen Schweizer Bundesrätin, die sich für ein hohes Sportamt jetzt bewirbt und mir erzählt hat, wie sie selber geflogen ist, bevor sie dann in die Politik und dann durfte sie nicht mehr und so. Die hat sogar einen Prüfungsflug absolviert und dann wettetechnisch wurde es abgebrochen und dann ist sie nicht mehr hingegangen. Also alle haben irgendwo einen Berührungspunkt und das ist dann sehr schön in den Gesprächen, dass sich da meistens dann ganz gute Gespräche daraus ergeben.

39:31Urs Frei

Sei es, dass von schönen Erlebnissen erzählt wird, aber natürlich kommt auch der Punkt, wir kennen jemanden, der einen Unfall gehabt hat oder der sogar verstorben ist, das ist dann auch etwas, was punktuell dann kommt. Aber es überwiegen die schönen Rückmeldungen als die anderen.

39:51Lucian Haas

Lass uns mal noch ein bisschen das Thema wechseln, weg vom SHV und von dir als Funktionär, auch wenn du dieses Wort natürlich nicht magst. Nun bist du ja auch noch aktiver Flieger, wie du gesagt hast. Du kommst auf deine 50 Flüge so im Jahr. Wenn du jetzt später einmal deinen Enkeln oder Urenkeln von deiner Gleitschirmszeit erzählen würdest, willst, was auch immer, was sind da so die herausragenden Geschichten und Erlebnisse, wo du sagen würdest, das sind so die Klassiker, die man dann immer auspackt?

40:27Urs Frei

Jo, die Klassiker aus der Frühzeit, das sind natürlich die, wo ich nicht genau gewusst habe, was ich da eigentlich gemacht habe. Und so eine Geschichte ist, ich bin ja in einer Familie aufgewachsen ohne Automobil, kann man sich in Deutschland gar nicht vorstellen. Also ich habe mir dann von meinem ersten Geld mal eine Vespa gekauft und die Vespa, das war dann die große Freiheit. Und da hat ein Zelt drauf Platz, es hat ein Gleitschirm drauf Platz und es haben ein paar Kleider drauf Platz. Und so bin ich bis nach Kreta, ich bin aber auch bis nach Korsika. Und irgendwie hatte ich da dann mal einen Blick auf die Gipfel gerichtet da und habe gedacht, jetzt gehst du einfach mal da hoch und fliegst mal da runter. Und ich habe vermutlich eine der Erstbefliegungen gemacht in

41:13Urs Frei

dem, Korsika ist ja wie so in der Hand mit einem Finger, und wenn du den Finger hoch gibst, gibt es einen 1300 Meter hohen Gipfel. Und da bin ich einfach mal mit zwei Liter Wasser bin ich mal hochgelaufen, 1300 Meter durch die Maggion, habe gesagt, da fliegst du jetzt runter. In Unkenntnisse der Meteo, die es damals nicht so gab, und prompt komme ich oben an, habe einen Ort gefunden, wo ich starten könnte, dann herrscht ein massiver Abwind. Und dort dann in der Situation den richtigen Moment abzuwarten, auch noch die Maggion mit dem Schweizer Taschenmesser ein bisschen wegzuschneiden und sich dann wirklich mit aufgekratzten Beinen dann rauszufliegen

41:58Urs Frei

und

42:01Urs Frei

Abwind, sich dann bis zum Strand runterzufliegen und als erstes mal am nächsten Dorf dann schnell mal eine Cola, weil ich Sorgenverdursten war. Das sind so Geschichten, die dann mehr in die Survival -Geschichte gehen. Dann gehören auch dazu, dass ich zweimal in ganz schwierigen Situationen war, wo ich eine Helikopterrettung brauchte.

42:24Lucian Haas

In der Schweiz war das dann aber? Einmal in Deutschland,

42:27Urs Frei

einmal in der Schweiz und es ging in Deutschland brutal lange, bis der Helikopter kam. Und kurz vor Sonnenuntergang konnte man mich dann aus dieser Schneefalle, wo ich da saß, dann befreien. Dann kommen sehr viele freundschaftliche Erlebnisse. Ich war ein Jahr in Berkeley in Kalifornien an der Universität und da gibt es den Bergliding. Der hieß damals nach Berkeley Hang Gliding Club. Zwischenzeitlich kam dann auch das Paragliding dazu. Und du musst dir vorstellen, das war fast so ein bisschen die Posthippie -Zeit, wo man einfach sich am Freitagabend beim Treffpunkt, jeder hat einen Schlafsack dabei, einen Kocher, jeder hat ein Fluggerät dabei und dann ging es irgendwo hin.

43:14Urs Frei

Dann hat man einen großen Teppich ausgelegt und haben alle drauf geschlafen, Lagerfeuer und dann am nächsten Tag ist man zusammen fliegen gegangen und man war sehr froh, dass ich als Gletschenpilot mit dabei war, weil ich war der, der am Morgen als erster raus ist, weil es dann zu knackige Bedingungen gab und dann hatten sie immer einen Fahrer.

43:36Lucian Haas

Das heißt zu knackig. Irgendwann war der Wind zu stark, die konnten mit ihren Drachen noch starten, aber du mit dem Gleitschirm nicht mehr. Du warst schon runtergeflogen und konntest sie dann überall wieder einsammeln. Genau, das war dann mein Job. Aber du warst der einzige Gleitschirmflieger?

43:49Urs Frei

Ich war der einzige Gleitschirmflieger, genau.

43:51Lucian Haas

Aber so entstehen dann halt auch Freundschaften zwischen Gleitschirm- und Drachenfliegern. Absolut. Wovon man voneinander entsprechend profitieren kann. Ich habe mal gehört, du bist auch zur Mitternachtssonne mal geflogen. Stimmt das?

44:06Urs Frei

Knapp, genau. Ich war mal in Norwegen, in Vågamo, also auch in so einer Geschichte. Ich habe Interrail gemacht und hinten den Rucksack, vorne den Gleitschirm und so bin ich mit dem Zug durch Norwegen gefahren, dann auf einen Zeltplatz, wo einige Flieger waren. Das war eben der Ort Vågamo, wo ein bekanntes Fluggebiet in der Nähe des höchsten Gipfels des Kalthöpiken in Norwegen ist. Dort gibt es das Phänomen, dass am Abend, also wenn du ja schon fast Mitternachtssonne hast, um 10 Uhr abends es eine Konversion in der Mitte des Tales gibt.

44:53Urs Frei

Das heisst, von beiden Talseiten fließt der Wind, besser gesagt, die Luft runter, staut sich dann in der Mitte und dann kannst du, ich glaube es war 10 oder 11 Uhr nachts, kannst du noch hochsteigen

45:05Urs Frei

und es war noch hell, es war ruhig, es war super angenehm und ein Wahnsinnsgefühl. In der Schweiz unvorstellbar.

45:16Lucian Haas

Das sind jetzt alles Geschichten aus deiner Jugendzeit des Fliegens. Gibt es auch noch bemerkenswerte oder irgendwelche Abenteuergeschichten, wo du sagst, die habe ich erst kürzlich erlebt oder in der letzten Zeit? Was war so dein letztes Abenteuer?

45:33Urs Frei

Erst kürzlich habe ich meinen ersten Nachtflüge gemacht. Das ist auch so eine Spezialität, das ist in der Schweiz unter ganz bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Du musst den Flugplan eingeben, du musst das anmelden, du musst eine Beleuchtung des Schirms haben, du musst ein

45:55Urs Frei

Beleuchtungsgerät unterhalb deines Sitzes anbringen und wenn es eine Vollmondnacht gibt, wird das punktuell praktiziert und ich durfte mit einer Gruppe mitgehen, die mich danach ausgerüstet haben mit dem Material und wir sind von der Rigi geflogen. Vor allem die Landung war dann etwas anspruchsvoll, weil das in einem sehr dunklen, abgeschatteten Teil war.

46:21Urs Frei

Die Einteilung war dann etwas anspruchsvoll, aber hat ausser einem kleinen Aufsetzer auf dem Popo dann ganz gut geklappt. Also das ist typisch so ein bisschen, was man bei uns machen kann und im letzten Jahr habe ich auch meine ersten Wohl -Biwak -Versuche gemacht. Zwei Tage mit Zelt und Leichtschirm und da gibt es ganz viele verschiedene Möglichkeiten. In meinem Fall war das jetzt nicht so super erfolgreich, weil dort, wo wir abgeschattet sind, hat es sich sehr flächig abgeschattet und die große Leistung von meinem Kollegen und mir war, dass wir überhaupt wieder hochgekommen sind am Startplatz, sind dort oben reingelandet, haben dann dort das Zelt aufgestellt

47:08Urs Frei

und am nächsten Tag gab es dann einen kleinen Streckenflug. Aber das, was wir eigentlich machen wollten, war dann nicht möglich.

47:14Lucian Haas

Ja, aber als Mikro -Abenteuer ist das ja auch schon das Erlebnis zählt und nicht letzten Endes die Strecke Was gibt dir heute noch das Fliegen?

47:25Urs Frei

Also generell das Fliegen ist für mich ein sehr, sehr vielschichtiges Erlebnis. Wenn ich Hike und Fly mache, dann mag ich die sportliche Betätigung. Ich bin relativ sportlich. Ich mag es, mich zu bewegen. Ich mag auch, mir ein Ziel zu setzen, hoch zu laufen. Dann die Möglichkeit zu haben, einfach so losgelöst den Moment zu geniessen, wo die Füsse den Boden abheben. Das ist für mich ein wahnsinnig erhebendes Gefühl. Dann die Landschaft von oben zu sehen und du bist extrem im Hier und Jetzt. Du bist fokussiert auf, was du jetzt tust. Links und rechts spielt keine Rolle mehr. Und das sind so für mich sehr, sehr auf dem Kopf sehr befreiende Momente.

48:13Urs Frei

Und das ist ein bisschen Abschalten vom Arbeitsalltag, der bei mir lange Stunden hat manchmal. Und entsprechend hier dieses Gefühl des Loslassens, das kann ich auch bei anderen Sportarten haben, aber beim Fliegen ganz besonders, weil noch dieses

48:35Urs Frei

Weitblickthema dazukommt. Und das finde ich etwas extrem Schönes und Befreiendes.

48:41Lucian Haas

Wie hat sich denn für dich die Sicht auf das Fliegen verändert, seitdem du SAV -Präsident bist?

48:50Urs Frei

Na gut, ich habe schon ein bisschen getönt. Ich hatte eine sehr limitierte Sicht. Es war mir nicht bewusst, was im Hintergrund der Verband alles macht, um das zu ermöglichen. Es war mir nicht bewusst,

49:06Urs Frei

wie, ich habe eingangs diese starken Charaktere beschrieben, wie die eine Szene auch prägen und teilweise auch zerreissen können. Es war mir nicht bewusst, alle Sicherheitsaspekte, die im Hintergrund da ablaufen, von den Regularien, die eingeführt werden. Wir haben in meiner Zeit, jetzt als ich Präsident bin, haben wir die Schulungsthemen, beziehungsweise die Prüfungsthemen verschärft. Es war mir nicht bewusst, welche Anzahl von Unfällen es tatsächlich in der Gesamtheit gibt. Das ist zwar schon etwas, was wir abgebildet haben im Verbandsmagazin, aber wenn du dann damit stärker konfrontiert bist und ich habe mir eigentlich geschworen, dass ich in meiner

49:53Urs Frei

Präsidentenzeit nie an eine Beerdigung gehe. Letztes Jahr bin ich gegangen, als ein Vorstandsmitglied von uns zu Tode gestürzt ist, im wahrsten Sinne des Wortes. Mich dann mit der Witwe unterhalten, der Witwe Hilfestellung zu geben, das sind alles Themen, die relativ neu für mich waren und die grosse Bandbreite, das, was alles drumherum passiert, auch auf der politischen Ebene. Ich bin Mitglied der Parlamentarischen Arbeitsgruppe Luft - und Raumfahrt. Sehr spannend, mit anderen Leuten da zusammenzukommen, auch wenn die Themen jetzt relativ weniger einen engen Bezug zu meinem eigentlichen Feld haben. Dann hat sich mein fliegerisches Panoptikum im Kopf wahnsinnig erweitert.

50:40Lucian Haas

Letzte Frage, wenn du als Präsident einen Wunsch frei hättest, den dir möglichst viele Pilotinnen und Piloten in der Schweiz erfüllen könnten, was wäre das?

50:54Urs Frei

Geniesst das Fliegen, geniesst die Freiheit, die wir haben und macht alles dafür, dass wir das in Zukunft auch haben können, indem ihr euch an die Regeln haltet und nett zueinander seid.

51:06Lucian Haas

Das lasse ich mal einfach so stehen. Geniesst das Fliegen und seid nett zueinander und haltet euch an die Regeln. Urs, vielen Dank für deine Erzählung rund um deine Arbeit als Präsident für den SAV, 50 Jahre SAV feiern und deine eigene Motivation und ein paar interessante Abenteuer, die du mit dem Fliegen schon erlebt hast. Vielen Dank dafür und viel Spaß beziehungsweise großen Erfolg mit eurem großen Fest Ende August bis Anfang September in der Schweiz. Danke dir, Lucian. Die

51:43Lucian Haas

weiterführenden Links zu dieser Episode von Podz-Glidz findest du in den Shownotes im Gleitschirm-Blog Blueglides. Um keine Folge zu verpassen, kannst du Podz-Glidz im Podcatcher deiner Wahl abonnieren. Empfiehle ihn doch auch an deine Fliegerfreunde weiter. Noch mehr kannst du meine Arbeit an Podz-Glidz und Blueglides mit einer finanziellen Förderung unterstützen. Welchen Betrag du gibst, bestimmst du selbst. Mein unverbindlicher Vorschlag sind 60 Euro im Jahr oder umgerechnet 5 Euro im Monat. Aber egal was du gibst, jede Summe hilft, dass ich Podz-Glidz und Blueglides im Dienst der Gleitschirmszene weiter betreiben und entwickeln kann. Dafür sage ich Danke. Alle Informationen, wie dein Förderbeitrag mich erreicht, findest du auf der Website

52:32Lucian Haas

www.Lu-Glidz.blogspot.com Dort gibt es den Menüpunkt Fördern. Blueglides schreibt sich l u minus g l i d z Bis zum nächsten Mal. Fall nicht vom Himmel. Ciao.

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