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143. G-Kraft - Thomi Ineichen

// Thomi Ineichen, Lucian Haas · 2024-09-13 · 01:21:17 · original episode · pdf

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[show notes]
Thomi Ineichen leitet Spiralübungen am G-Force-Trainer und weiß, wie man auch bei hohen Fliehkräften die Kontrolle behält +++ Die Steilspirale ist ein Manöver, das vielen Gleitschirm-Pilotinnen und Piloten großen Respekt einflößt. Nicht nur, dass man mit bis zu 20 Meter pro Sekunde gewissermaßen vom Himmel fällt. Durch die schleuderartige Bewegung wirkt ein Vielfaches der normalen Schwerkraft auf den Körper. Das Blut rutscht nach unten in die Beine, der Kopf wird schlechter mit Sauerstoff versorgt. Und wer nicht aufpasst, der kann dann einen Blackout erleben oder sogar ohnmächtig werden. Das muss aber nicht sein. Es gibt Möglichkeiten mit Muskelspannung und einer besonderen Atemtechnik die Auswirkungen selbst hoher G-Kräfte auf den Körper deutlich abzumildern. Selbst starkes Spiralen kann dann sogar richtig Spaß machen oder zumindest erträglich sein. Solche Techniken müssen allerdings erlernt werden. Besonders gut und sicher geht das in einem speziellen G-Force-Training. Dafür muss man gar nicht in die Luft, sondern kann bequem am Boden unter Anleitung auf einer Art Karussel den Spiralflug simulieren – mit all seinen Auswirkungen. Thomi Ineichen leitet solche Trainings bei der Schweizer G-Force GmbH im Engelberger Tal. In dieser Episode 143 von Podz-Glidz erzählt der junggebliebene 70-jährige wie man es schafft, selbst bei mehr als 5G klaren Kopf und die Kontrolle zu behalten. Weitere Themen sind unter anderem die Einflüsse von Gurtzeugtyp, Sitzposition und Tagesform auf die Auswirkungen der G-Kräfte. +++ Wenn Du Podz-Glidz und den Blog Lu-Glidz fördern möchtest, so findest Du alle zugehörigen Infos unter: https://lu-glidz.blogspot.com/p/fordern.html +++ Musik: Track: Out On My Skateboard | Künstler: Mini Vandals Youtube Audio Library https://www.youtube.com/watch?v=luxVKzYiG5U +++ Lu-Glidz Links: + Blog: https://lu-glidz.blogspot.com + Facebook: https://www.facebook.com/luglidz + Insta: https://www.instagram.com/luglidz/ + Whatsapp-Kanal: https://whatsapp.com/channel/0029VaBVs05CHDynzdlJlU34 + Youtube: https://youtube.com/@Lu-Glidz + Soundcloud: https://soundcloud.com/lu-glidz + Spotify: https://open.spotify.com/show/6ZNvk83xxGHHtfgFjiAHyJ + Apple-Podcast: https://itunes.apple.com/de/podcast/podz-glidz-der-lu-glidz-podcast/id1447518310?mt=2 + Linktree: https://linktr.ee/luglidz +++ LINKS G-Force-Training: www.gforce.ch

[transcript]

0:02Thomi Ineichen

Wenn man überhaupt eine Spirale einleitet, dass man sich so fokussiert auf diese Spirale, das Einleiten sich auch klar noch einmal vor Augen hält und dann eben mit Pressatmung und Körperspannung beginnt. Weil dann hat man eigentlich alle guten Faktoren schon im Boot drin und von daher läuft man nicht Gefahr, dass man plötzlich irgendwo in Greyhound oder Blackhound reinläuft.

0:41Lucian Haas

Podz-Glidz, der U -Glides Podcast.

0:44Thomi Ineichen

Geschichten aus dem Kosmos des Gleitschirmfliegens.

0:48Lucian Haas

Heute mit Tomi Inaychen und ich bin Lucian Haas.

0:56Lucian Haas

Die Steilspirale ist ein Manöver, das vielen Pilotinnen und Piloten großen Respekt einflößt. Nicht nur, dass man mit bis zu 20 m pro Sekunde gewissermaßen vom Himmel fällt. Durch die schleuderartige Bewegung wirkt ein Vielfaches der normalen Schwerkraft auf den Körper. Das Blut rutscht nach unten in die Beine, der Kopf wird schlechter mit Sauerstoff versorgt und wer nicht aufpasst, der kann dann einen Blackout erleben oder sogar ohnmächtig werden. Das muss aber nicht sein. Es gibt Möglichkeiten mit Muskelspannung oder einer besonderen Atemtechnik die Auswirkungen selbst hoher Gehkräfte auf den Körper deutlich abzumildern. Selbst starkes Spiralen kann dann sogar richtig Spaß machen oder zumindest erträglich sein.

1:46Lucian Haas

Das ist das Wichtigste. Solche Techniken müssen allerdings erlernt werden. Besonders gut und sicher geht das in einem speziellen G -Force Training. Dafür muss man gar nicht in die Luft, sondern kann bequem am Boden unter Anleitung auf eine Art Karussell den Spiralflug simulieren. Mit all seinen Auswirkungen.

2:08Lucian Haas

Tomi Ineichen leitet solche Trainings bei der Schweizer G -Force GmbH im Engelberger Tal. In dieser Episode 143 von Podz-Glidz erzählt der junggebliebene Sieg der G -Force GmbH, 70 -Jährige, wie man es schafft, selbst bei mehr als 5G klaren Kopf und die Kontrolle zu behalten. Weitere Themen sind unter anderem die Einflüsse von Gurtzeugtyp, Sitzposition und Tagesform auf die Auswirkungen der G -Kräfte.

2:36Lucian Haas

Wenn dir Podz-Glidz gefällt, dann unterstütze meine Arbeit daran als Förderer. Wie das ganz einfach geht, erfährst du auf dem Gleitschirm-Blog Lu-Glidz und zwar dort auf der Seite Fördern.

2:52Lucian Haas

Tomi, du fliegst jetzt schon seit…? Seit 37 Jahren. Kannst du dich noch an deine erste Steilspirale erinnern?

3:01Thomi Ineichen

Ui, das ist eine schwierige Frage. Ich muss mich ein bisschen zurückdenken, aber ich glaube, mein letzter Eindruck war wahrscheinlich der erste Höhenflug. Da gab es noch keine Steilspirale, aber ich denke, das wird wahrscheinlich so um vielleicht drei, vier Jahre zurückliegen nach Beginn oder vielleicht sogar noch näher. Damals hat man natürlich die Steilspirale noch gelernt und das war ein Manöver aus Stoll, Full Stoll, das hat man noch in der Schulung gelernt. Also es musste in der Zeit der Flugschule gewesen sein, also doch vor 37 Jahren.

3:39Lucian Haas

Musste man, also war es damals eigentlich nötig, überhaupt Steilspiralen zu lernen? Das waren doch eh so Sinktüten, die kann doch eh nach unten, da brauchte man gar keine Abstiegshilfe, oder?

3:48Thomi Ineichen

Ja, klar. Das war einfach das Plus noch dazu zu diesem Sinken. Dass man noch schneller runterkommen könnte, ich glaube, das war eigentlich der Sinn damals in der Schulung.

3:59Lucian Haas

Ich meine, das ist ziemlich lange her, aber vielleicht kannst du dich trotzdem noch ein bisschen erinnern. War das Gefühl des Steilspiralenfliegens oder allein von der Leistung dieser Schirme her und sowas, war das damals noch ein anderes, als es heute mit dem modernen Schirm ist?

4:12Thomi Ineichen

Ja, auf jeden Fall. Also ich erinnere mich einfach noch, dass die ganze Fluggeschichte damals mit unheimlichem Klattern. Das hat sich so… Wie wenn eine Fahne im Wind knattert, angehört, und das war ganz speziell. Also da hat alles richtig Lärm gemacht um dich herum. Du hast natürlich ganz vorsichtig auch nach oben geschaut, ob da auch alles hält. Damals waren noch keine runden Leinen da, sondern es waren eigentlich so Fallschirm -ähnliche, so rechteckige Leinen, also so Bänder, könnte man sagen. Und die haben so richtig geflattert im Wind, so? Genau. Also der ganze Schirm hat geflattert. Also damals die Stabilo…. Das war alles richtig, die großen Eintrittsöffnungen. Ich erinnere mich, ich hatte einen Schirm mit neun Eintrittsöffnungen, das kannst du dir vorstellen.

4:58Thomi Ineichen

Das sind so fast Doppelschlafsäcke, große Eintrittsöffnungen gewesen, also die einzelnen Zellen. Und das hat einen mächtigen Lärm gemacht. Also das war also… Und natürlich die Startreihe war auch so sehr, sehr speziell.

5:13Lucian Haas

Ja, ich habe die Zeit nicht miterlebt, aber ich habe mal so ein schönes Bild gesehen, ich glaube, das war auch ein Neunzeller oder sowas, wo dann die ganzen Flugschüler sich in den Schirm reingestellt haben und alle, jeder guckt, so hält er so hoch und jeder guckt aus einer so einer Zelle raus, das ist wie so, also wie so Bienenwaben oder sowas, wo dann die Puppen oben mit dem Kopf nur noch rausgucken und sowas, da dachte ich, ja, ja, damals ging das noch, heute wäre das ein bisschen schwieriger, da irgendwie reinzukommen.

5:36Thomi Ineichen

Ja, genau. Also das waren sogenannte Massenschlag -Schlafsäcke, könnte man sagen, da konnte man so wirklich ein paar Leute da reinstecken, das war wirklich tatsächlich so.

5:46Lucian Haas

Und hast du sehr viel von der ganzen Gleitschirmgeschichte…. Ja. …dann mitgemacht, miterlebt? Ja. 37 Jahre, dass das Ganze verfolgt. Ist es denn so, dass du sagen würdest, manche von diesen Manövern, unter anderem die Steilspirale, ist das mit der Zeit anspruchsvoller geworden zu fliegen für die Leute?

6:04Thomi Ineichen

Also wenn ich das so jetzt sehe, würde ich eher sagen, dass man mit den neuen Schirmen das besser in den Griff kriegt. Und ich denke, die Stabilität auch der Gleitschirme ist wesentlich natürlich besser geworden und der Biss, den die…. Wenn man eine Steilspirale einleitet, ist der ganz anders zu sehen. Also das muss ich sagen, das sind Welten eigentlich.

6:29Lucian Haas

In welcher Form anders zu sehen? Beissen die, weil du vom Biss gesprochen hast, beißen die mehr rein oder beißen die im Grunde weniger und sie sind leichter, sanfter in die Steilspirale zu führen und auch wieder rauszuführen?

6:41Thomi Ineichen

Ja, also ich glaube, es kommt darauf an, also ich denke, den Eintritt in die Spirale kann man viel dosierter machen. Ich denke, das ganze Fluggerät ist wesentlich stabiler, auch in der Luft, es verhält sich ruhiger, oder? Der Biss natürlich, wenn du natürlich weit nach unten drückst, das passiert natürlich, dann geht das richtig ab mit dir nach unten, das ist auch ganz ein großer Unterschied gegenüber den damaligen alten, diesen Erstschirmen, die ich geflogen habe.

7:13Lucian Haas

Fliegst du heute noch Steilspiralen?

7:15Thomi Ineichen

Ja, das mache ich natürlich immer noch. Ich denke, es ist wichtig, dass man das hervorbringt. Ich denke, es ist für mich ein Sicherheitsfaktor, dass ich das kann. Ich fliege zurzeit auf einem Zweileiner, da ist es manchmal recht schwierig, dass man die Ohren, also die grossen Ohren machen kann und da ist die Spirale, eigentlich die Steilspirale natürlich eine der besten Abstiegshilfen. Klar, ich habe zusätzlich noch ein Anti -Ski -Gerät dabei, das könnte ich auch noch schmeissen, wenn es dazu kommen könnte. Aber meistens schaffe ich das. Ich mache das mit der normalen Steilspirale.

7:52Lucian Haas

Bist du in deiner Fliegerkarriere jemals so eine Steilspirale so extrem geflogen, dass du quasi nah an einen Blackout oder Greyout gekommen wärst?

8:03Thomi Ineichen

Ja, ich denke, also in früheren Jahren, als ich noch ein bisschen jünger war, denke ich, habe ich das mehr und intensiver gemacht. Heute bin ich eher etwas zahmer geworden. Aber ich natürlich mit den Techniken, die ich natürlich selber den, wie soll ich sagen, unseren Teilnehmern mitgebe, ist es natürlich so, dass ich natürlich dann auch diese Techniken anwende. Magst du G -Kräfte? Eigentlich schon. Passt eigentlich noch, gibt die mir auch nicht rein, schüttelt mal wieder richtig den inneren Haushalt auch ein bisschen durcheinander. Also ich mag das doch. Eigentlich ist es immer so ein bisschen ambivalent. Was magst du nicht?

8:43Thomi Ineichen

Was mag ich nicht? Also allzu turbulente Luft mag ich bei mir. Mein Fliegen natürlich nicht besonders. Obwohl ich mag das immer auch so, dass es auf die Tagesverfassung von mir abhängt. Und da geniesse ich das ab und zu. Kann es mich da richtig durchknallen? Da macht es mich gar nicht. Und manchmal ist mein psychisches Kostüm etwas leichter gestrickt. Da bin ich dann eher vorsichtig und werde mal vielleicht dann den Ort wechseln, wo es etwas ruhiger wird. Oder wenn es mir dann gar nicht passt. Da kann ich dann landen.

9:20Lucian Haas

Du hast gerade schon das Wort Teilnehmer in den Mund genommen. Das kommt daher, du leitest heute den Betrieb des GeForce Trainers der Flugschule Aerosport in Engelberger Tal. Wie kam es dazu? Also wie bist du das geworden?

9:33Thomi Ineichen

Musst du erst mal sagen, es ist die GeForce GmbH. Das sind da zwei Firmen noch dazu. Also es gibt noch den Paragliding Shop dazu und eben auch die Aerosport Flugschule. Und wir möchten das gerne trennen. Weil das ist für uns wichtig, dass es die GeForce GmbH ist für eigentlich das GeForce Training. Und dazu gekommen bin ich eigentlich, ich arbeite ja schon längere Zeit bei Aerosport und auch jetzt seit drei, vier Jahren Paragliding Shop. Ein bisschen weniger jetzt in letzter Zeit. Aber ich habe da gesehen, dass dieser GeForce Trainer da stand und der wurde je nachdem von ein paar Leuten da beaufsichtigt und mal in Gang gesetzt. Aber so richtig in die, wie soll ich sagen, so richtig los ging es nicht.

10:22Thomi Ineichen

Und da hat mich mein guter Freund Erich Lötscher, der Inhaber von diesen drei Firmen, gefragt, ob ich mich dem GeForce Trainer mal annehmen könnte. Das habe ich als interessante Aufgabe angenommen, als Freelancer. Und habe dann begonnen, eigentlich die Koordination von den Terminen, von den Anmeldungen, all das bis zurück. Und dazu die Organisation der GeForce Trainer zu organisieren. Das habe ich dann übernommen. Und das ist jetzt, ich denke, sechs oder sieben Jahre her.

10:58Lucian Haas

Das heisst, du machst die Organisation. Aber wie häufig sitzt du eigentlich selbst noch dort im Gurtzeug und drehst mal am Trainer deine Runden?

11:05Thomi Ineichen

Ja, ab und zu setze ich mich auch drauf. Und es ist ja natürlich so, dass wenn ich einen neuen Trainer anleite, der will natürlich auch schauen, wie da so sein Mentor sich da noch bewegt. Letztes Mal hat mein guter Kollege Tobias direkt mich auf 5,5, also ohne Vorwarnung, draufgesetzt. Und das ist mir doch schon recht wieder mal eingefahren. Habe es dann wirklich überstanden. Habe wirklich einige Runden gedreht. Aber das war so, ohne Begleitung von unten her, war das schon echt happig.

11:40Lucian Haas

Wie viel g hältst du maximal aus? Das war jetzt 5,5. Ist das so auch das, was du sagst? Das ist eigentlich so deine Oberkante? Ja,

11:48Thomi Ineichen

ich denke, wahrscheinlich werde ich so um 6 herum da wahrscheinlich noch auftragen. Aber eben, das kommt eben immer wieder auf die Tagesverfassung an. Und eigentlich von allen, die da auf diesen Trainer steigen.

12:03Lucian Haas

Nun bist du, gelinde gesagt, nicht mehr der Jüngste. Ändert sich da etwas im Alter, was den Körper betrifft und die G -Kräfte? Also wird der Körper im Alter anfälliger wieder für die G -Kräfte? Hält er weniger aus? Oder würdest du sagen, dass es so weitergeht? Das ist so Trainingssache. Man kann auch mit 70 noch, wenn man es wirklich will, 6G fliegen.

12:22Thomi Ineichen

Ja, ich muss dir eine ganz interessante Geschichte jetzt erzählen. Wir haben eine Frau, die kommt, die ist jetzt 67 oder 68 Jahre alt, die kommt jeden Monat zu uns auf diesen Geforce Trainer. Sie arbeitet in einem Restaurant, welches mit geistig Behinderten arbeitet. Also sie hat eine leichte Behinderung. Sie mag das als Megakick. Die kommt wirklich jeden Monat bei uns vorbei. Für die kurze Zeit. Die beginnt bei 2,5G und geht dann auf 7 hoch. Und das hält sie über 7G wirklich zwei Minuten aus. Und ich bin jedes Mal wirklich erstaunt. Das ist also schon oberste Liga. Und sie geniesst das einfach.

13:08Thomi Ineichen

Sie ist auch die Person, die wahrscheinlich auf den meisten Kirmesmessen ist und da alle Maschinen ausprobiert. Die da irgendwie zur Verfügung stehen. Also für mich ist es so, ich gehe ab und zu wieder mal drauf, weil ich ja natürlich mich auch wieder mal orientiere. Wie geht es denn eigentlich den Leuten, die da drauf sitzen? Und ich glaube immer die erste Runde ist ja eigentlich immer die heisseste. Also das kommen wir auch immer wieder zurückgemeldet von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

13:40Lucian Haas

Lass uns mal ein bisschen über die Geforce Trainings sprechen und erstmal mal ganz basic. Vielleicht haben nun nicht mal alle, die zuhören, das Bild davon. Was ist eigentlich ein Geforce Trainer? Wie funktioniert das? Was macht man da?

13:53Thomi Ineichen

Also man muss sich das so vorstellen. Das ist so eine dicke Röhre. Da hat viel Elektronik drin und die ist verschraubt unten auf dem Boden. Und darauf kommt ein grosser Motor. Und da oben zuoberst drauf kommt so ein Balken. Der ist ungefähr fünf Meter auf die linke Seite, fünf Meter auf die rechte Seite. So ein richtig dickes Teil. Und auf der rechten Seite hängt ein Gewicht dran, um die 100, 120 Kilo. Und auf der linken Seite ist so ein Balken angebracht mit Gurten. Da kann man sein eigenes Gurtzeug reinhängen. Und da die Steuerung erfolgt eigentlich über die Bremsleine, die natürlich so über einen Potmeter nachher die Steuerung, also die Bewegung des Motors in Bewegung setzt.

14:43Thomi Ineichen

Und man hat noch eine Aussage. Diese Außenbremse nehmen wir einfach dazu, um das Gefühl eigentlich zu haben, so wie eine Spirale auch beim Ausleiten eben geflogen werden sollte. Man

14:56Lucian Haas

kann sich das vorstellen wie ein grosses Karussell im Grunde, ohne dass da jetzt ein Kettenkarussell oder sonst etwas, wo ganz viele Sitze sind, sondern das ist ein Balken und auf der einen Seite sitzt jemand und auf der anderen Seite ist das Gegengewicht. Aber dieses Ding fährt dann im Kreis und ganz schön schnell.

15:10Thomi Ineichen

Genau. Also man muss es so wie ein Tee eigentlich vorstellen. Also unten der Dicke. Der Dicke Stamm, der das Ganze hält. Oben der Motor drauf und dann dieser Balken. Das ist ein runder Balken eigentlich so. Also ein rundes System nach aussen und das wird dann so bewegt. Du hast gerade gesagt, als

15:26Lucian Haas

Pilot, ich sitze da drin im Gurtzeug, habe meine Bremsen in der Hand und ich ziehe dann die Innenbremse und damit steuere ich etwas. Was steuere ich damit? Also

15:34Thomi Ineichen

ich gebe eigentlich Kontakt auf den Motor und nachher fängt der Motor an zu drehen. Das heisst, die Rotation beginnt.

15:44Thomi Ineichen

Normalerweise ist der Triforce -Trainer da, der natürlich vorher die G -Kraft auf einem Bildschirm einstellt. Das ist ein Touchscreen -Bildschirm und das wird natürlich vorgängig. Mit dem, der dann drauf sitzt, wird das versprochen. Und bei der Schulung ist es so, dass wir normalerweise etwa bei 1,5 G beginnen. Das ist eine relativ harmlose Sache. Und steigen dann mit der Zeit. Je nachdem, wie gross die Gruppe ist, machen wir mehr Unterteilungen. Oder wenn es dann eine grössere Gruppe ist, schauen wir auch ein bisschen auf die Zeit und machen da vielleicht noch etwas grössere Schritte.

16:23Lucian Haas

Wenn ich jetzt ziehe als Pilot, du hast gesagt, ich kann steuern. Darüber kann ich steuern, wie schnell jetzt der Motor dreht oder was steuere ich damit?

16:31Thomi Ineichen

Eigentlich ist es so, man könnte natürlich durch die Bewegung, also wenn man mit der Bremse arbeitet, nach oben oder nach unten, würde die Maschine sich eigentlich dieser Steuerung anpassen. Aber das ist nachher so ein Schlingern und das ist sehr unangenehm. Also du wirst dann richtig hin und her ein bisschen geworfen auf den Trainer. Darum sagen wir immer, also wenn ihr drückt, drückt bis zum Anschlag, dann können wir auch die G -Kraft, die wir eingestellt haben, erreichen. Es gibt manche Leute, die ganz zaghaft ziehen. Da müssen wir nachher noch das Commander geben, dass sie ein bisschen nachziehen auf die Bremse, damit diese volle Leistung eigentlich, wie soll ich sagen, erreicht werden kann. Der Pilot hat natürlich immer wieder die Möglichkeit, wenn er irgendwie Krise kriegt oder wenn es ihm zu heftig wird, dass er einfach die Bremse entweder hoch strecken kann bis zum Ende oder er kann sie spicken lassen und dann bremst die Maschine automatisch ab.

17:31Lucian Haas

Und was macht jetzt die Außenbremse? Steuert die auch nur oder ist das nur für das Pilotengefühl, ich habe da auch noch einen Widerstand? Und kann da so ein bisschen so tun, als würde ich da die Außenbremse setzen? Die Außenbremse

17:41Thomi Ineichen

hat bei uns eigentlich keine Funktion. Es gibt andere Trainer, die das so eingesetzt haben, aber wir haben uns eigentlich auf die Rotation, auf die reine Rotation und eben die ganze Geschichte auf dem Trainer, haben wir uns da geeinigt. Und eigentlich genügt das.

17:58Lucian Haas

Wenn man jetzt so ein GeForce -Training macht und da seine Runden dreht, was ist denn aus deiner Sicht, was ist das Hauptziel, so ein Training überhaupt zu machen? Was soll ich dabei lernen oder was kann ich dabei lernen? Ausser zu sagen, stolz zu sein, ich habe 5G ausgehalten oder sonst irgendwas und ich war jetzt besser als Peter neben mir oder was auch immer.

18:18Thomi Ineichen

Ja, wichtig ist eigentlich, dass man es eigentlich nach seinem eigenen Körpergefühl macht. Das heisst, dass man sich nicht überfordern soll, sondern man soll sich ruhig einmal mit der ganzen Geschichte, wie die G -Kräfte auf dem Körper wirken, soll man sich ein bisschen auseinandersetzen. Dass man einfach mal spürt und je nachdem geht man zaghafter vor, dass man vielleicht weiter unten die G -Kräfte einmal spürt und dann steigert. Das können wir problemlos auf dem Display steigern. Da kann man zum Beispiel bei 1,2 oder 1,5 beginnen und je nachdem kann er mir zurufen, mehr, mehr, mehr. Aber es ist uns einfach wichtig, dass diese G -Kräfte spürbar werden und natürlich verändert sich natürlich auch, was im Körper drin ist.

19:07Thomi Ineichen

Das heisst, das Blut fließt eigentlich vom Hirn langsam in die Füsse. Je mehr, dass ich natürlich die G -Kräfte zu spüren bekomme, je schneller fließt eigentlich das Blut in die Füsse. Und das hat Auswirkungen. Zum Beispiel? Ja, natürlich das Erste, was eigentlich spürbar ist, dass der Sehnerv nicht mehr eigentlich richtig durchblutet wird. Das hat Einfluss auf das Gleichgewicht des Körpers. Und mit zunehmenden G -Kräften können da zuerst visuelle Einschränkungen kommen. Das heisst, es kann zu Blickwinkel -Eingängungen kommen, es kann ein sogenannter Röhrenblick entstehen oder es können auch Farbveränderungen sein.

19:53Thomi Ineichen

Und diese Farbveränderungen, da sprechen wir von einem Grey -Out.

20:00Lucian Haas

Also Grey -Out heisst, ich sehe quasi nur noch schwarz -weiss oder fallen einzelne Farben weg? Ja.

20:05Thomi Ineichen

Oder ich

20:05Lucian Haas

sehe kein Gelb mehr und das Gelb ist nur noch braun. Oder wenn ich jetzt zum ersten Mal fliegen würde, jetzt nicht auf dem GeForce Trainer, sondern so, ich mache eine Steilspirale und dann, was würde mit mir passieren? Und ich könnte dann verstehen, ach, ich glaube, ich habe jetzt ein Grey -Out. Ich sollte am besten mal ausleiten.

20:21Thomi Ineichen

Ja, eben, also das Grey -Out ist auch unterschiedlich zu sehen. Es kann sein, dass du eigentlich nur noch einzelne Farben richtig wahrnimmst. Die anderen Farben können Grau, Schimmer haben. Es kann aber auch sein, dass du verpixelt siehst, also so wie die Körpers. Du hast einen großen Zeitungspixel da. Das kann möglich sein. Das ist eine von diesen Auswirkungen. Es ist natürlich zu sagen, dass wir bei unserem GeForce Trainer noch eine Farbtafel gleich etwa zwei Meter Entfernung des Einhängepunkts haben. Und das ist ein ganz wichtiger Faktor eigentlich, damit du eine, wie soll ich sagen, einen Fixpunkt hast, damit dein Gehirn diesen Fixpunkt aufnimmt und irgendwie richtig ist.

21:07Thomi Ineichen

Das heißt, es hilft dir also, dass dein Kleinhirn nicht gleich Kapriolen spielt und es dir dann schlecht wird.

21:15Lucian Haas

Das heißt, beim Zirkeln guckt man auf diesen Fixpunkt dann da drauf. Genau. Und das sind jetzt Farbkreise. Und dann könnte ich irgendwann sehen, wenn diese Farbkreise Graukreise werden, dann weiss ich, jetzt komme ich langsam dem Grey -Out näher oder ich bin schon mittendrin.

21:31Thomi Ineichen

Genau. Eigentlich ist das für uns eine ganz wichtige Situation. Also für uns ist ganz wichtig, dass die Teilnehmenden und Teilnehmerinnen diese Körperwahrnehmungen aufgreifen und wissen, was passiert eigentlich mit mir bei zunehmenden Gehkräften. Also nach diesem Grey -Out, kann ich jetzt ein bisschen noch weiterziehen, kommt dann zusätzlich, könnte das Black -Out kommen. Das heisst also, es kann sein, dass von oben runter so wie eine schwarze Leinwand runterkommt. Du hörst dann noch, das heisst, du bist dann noch handlungsfähig. Und das ist natürlich ganz enorm wichtig, dass du spätestens dann also die Spirale ausleitest oder wieder versuchst, etwas weniger zu drücken, damit dieses Black -Out wieder verschwindet.

22:20Lucian Haas

Also Black -Out selber ist noch keine Ohnmacht. Weil häufig wird ja so im Film oder sonst was, wenn von Black -Out die Rede ist, denkt man ja immer, okay, der ist wirklich ausgefallen auf gewisse Weise, dem ist ohnmächtig geworden. Aber Black -Out heisst jetzt nur, meine Sicht ist komplett weg. Ich bin blind in dem Fall. Genau,

22:38Thomi Ineichen

du hast eine Sicht, also wirklich schwarz vor den Augen. Und da bist du jetzt, in diesem Moment bist du noch handlungsfähig. Also natürlich dann, der Schritt zur Ohnmacht ist dann sehr, sehr klein. Und das natürlich wirklich, wenn du Black -Out kriegst, dann musst du dringendst etwas machen, so schnell wie möglich ausleiten. Und das ist auch so, dass der Körper nachher relativ schnell wieder reagiert. Und uns ist es natürlich wichtig, dass wir mit diesen Trainingseinheiten, eben diesem Fließen des Blutes vom Hirn in die Füsse, dass wir dem begegnen können, dass der Teilnehmer oder Teilnehmerin weiss, aha, ich kann etwas gegen diesen Blickwinkel einnehmen und gegen das Grey -Out oder gegen das Black -Out etwas unternehmen.

23:29Thomi Ineichen

Und das ist natürlich das Hauptziel eigentlich, unseres G -Force -Trainings. Das wollen wir den Leuten beibringen. Und für uns ist es wichtig, dass die nachher auch ein bisschen mit ihrem Körper experimentieren, dass sie dann vielleicht die Körperspannung ein wenig daneben nehmen oder vielleicht mal die Pressatmung. Ich komme dann vielleicht später noch auf die Pressatmung zu sprechen, damit die sehen, ah, was passiert denn eigentlich mit meinem Körper, wenn ich da ein bisschen loslasse und was kann ich denn wieder tun, wenn ich diese Übungen, das heisst diese Techniken wieder einsetze. Und da ist man immer wieder erstaunt und ich höre das immer wieder von den Leuten, ja, ich kann ja etwas machen. Das hat sofort wieder aufgemacht, habe sofort wieder einen klaren Blick bekommen, bin wieder da und war hundertprozentig handlungsfähig.

24:18Thomi Ineichen

Und das ist eigentlich das Ziel eigentlich unseres Trainings.

24:22Lucian Haas

Dieses sofort interessiert mich nochmal, weil Black -Out, okay, da geht der Rollo runter. Ist es wirklich, wenn ich dann, welche Techniken auch immer sprechen würde, wenn ich mich gleich noch darüber einsetze, dass es quasi schlagartig dieser Rollo auch wieder hochgeht? Dass ich wirklich sagen kann, innerhalb einer Sekunde ist mein Farbsehen auch wieder zurück oder bin ich dann noch 20 Sekunden im Grey -Out und dann ist erst so viel Blut wieder im Auge, dass das sagt, so, jetzt kann ich auch wieder Farben ordentlich sehen?

24:47Thomi Ineichen

Nein, also das kann, also wenn du das sofort einsetzt, wirst du überrascht sein, dass das sehr, sehr schnell wieder sich öffnet. Das heisst, der Black -Out geht weg. Du hast wieder klare Sicht. Du hast auch, je nachdem, keine Blickwinkeleinengungen wieder. Aber das ist also erstaunlich, wie schnell der Körper darauf reagiert.

25:06Lucian Haas

Das heisst also, ich als Pilot habe Möglichkeiten, das Ganze zu steuern, ob ich ein Black -Out, ein Grey -Out bekomme oder nicht?

25:15Thomi Ineichen

Auf jeden Fall. Und ich denke, das ist ja eigentlich das, was wir im GeForce Training eben genau mitgeben möchten, dass die das aufnehmen, was passiert mit meinem eigenen Körper, welche, mit welchen Sichtverhältnissen, welche Veränderungen muss ich rechnen und welche Gegenmassnahmen kann ich einleiten, um eben wieder klare Sicht zu kriegen, wieder voll handlungsfähig zu sein. Das ist eigentlich das Ziel, eigentlich, unseres GeForce Trainings.

25:45Lucian Haas

Was ist das dann, was ich als Pilot machen kann? Jetzt lass uns mal darüber sprechen. Ich bin jetzt in einem GeForce Trainer oder in einer normalen Steilspirale. Ich merke, mein Körper reagiert darauf. Ich kriege vielleicht langsam so einen langen, kleinen Tunnelblick oder sowas, will es gar nicht bis zum Grey -Out oder Black -Out kommen lassen. Was sollte ich als Pilot dann machen? Was kann ich dagegen tun?

26:07Thomi Ineichen

Also einerseits ist einmal die gute, wie soll ich sagen, die visuelle Funktion mal wichtig, dass du dir beim Spiralen sowieso einen Fixpunkt suchst. Das kann am Schirm sein, das kann vielleicht das Stabilo sein oder es kann zum Beispiel ein Teil von einem Karabiner, also da, wo die Leine eingehängt sind, kann es sein. Oder etwas in der Nähe. Du kannst auch auf deine Knie schauen. Es gibt auch Techniken, das mache ich zum Beispiel so. Ich schaue dann einfach in das Zentrum der Drehbewegung rein. Also wichtig einfach, dass du einmal einen Fixpunkt für dich holst. Also einen Fixpunkt, der sich

26:45Lucian Haas

auch wenig vom Bild her ändert. Genau, ganz genau. Es wird einem ja immer besonders schwindelig, wenn man nach draussen guckt und die Welt so in Highspeed vorbeizischt. Dann weiss der Körper nicht mehr. Genau. Wenn man einen Punkt hat, der relativ stabil ist, dann kann man weiter gerade ausschauen, so ungefähr.

27:03Thomi Ineichen

Also das ist natürlich, wenn man vom Karussell raus ist, die Irritation sofort da, visuell. Da kann eigentlich der Blickwinkel und das Sehnen eigentlich nicht mehr nachkommen. Und das kann eben dann halt, dass es dir schlecht wird, je nachdem. Also das könnte die heißeste Geschichte sein oder dass es dir Sturm im Kopf wird, also dass du verwirrt bist. Das kann sehr schnell auftauchen eigentlich. Und eben um diese Gegenmassnahmen einzugreifen, sehe ich zum Beispiel bei Sitzgurtzeugen, dass man die Beine überkreuzen kann, dann die Beine mit dem Winkel ganz nahe an den Sitz zurückdrückst. Das kann schon helfen, dass ein bisschen dieser Blutfluss gestopft wird.

27:51Thomi Ineichen

Bei Pod -Harness zum Beispiel, also das heisst Liegegurtzeugen, kann man einen Druck vorne auf die Platte geben, also einfach ein bisschen Spannung geben. Als zweites Bauchmuskeln oder überhaupt Körperspannung aufbauen, also richtig schön anspannen. Das hilft schon sehr stark. Und weiter ist natürlich diese sogenannte Pressatmung eigentlich etwas Entscheidendes. Also unter Pressatmung verstehen wir so, dass wir den Körper, so wie man eine Trompete bläst, zum Beispiel diese Lippen stark zusammenpresst. Man kann einatmen, entweder über die Nase oder über den Mund. Und dann presst man ganz langsam, wirklich die Lippen ganz stark zusammenpressen,

28:39Thomi Ineichen

presst man diese Luft raus. Es gibt noch eine andere weitere Möglichkeit, wo man so etwas schnelle Pressatmung macht. Aber wir haben so eigentlich die beste Erfahrung gemacht, dass dieses Auspressen möglichst langsam und wirklich mit sehr, mit viel Druck, eigentlich man spürt den Druck natürlich auf dem Kopf selber und auch ein bisschen auf den Zwerchfell. Und das sind so gute Anhaltspunkte, um diese Pressatmung richtig zu machen. Beim Training achte ich sehr darauf, dass ich diesen Atemintervall, also mit der Pressatmung höre. Ich leite dann auch den Teilnehmer oder die Teilnehmerin damit an, dass ich das wirklich hörbar, dass sie für mich das hörbar macht.

29:27Thomi Ineichen

Damit ich auch den Intervall dieser Pressatmung, also der Atmung eigentlich hören kann. Das ist mir wichtig, weil so ein Pumpen oder ein Hyperventilieren wäre eigentlich wirklich negativ. Das hilft dann relativ wenig.

29:42Lucian Haas

Das heisst aber auf jeden Fall, Hyperventilieren ist eine sehr schnelle Ein - und Ausatmen. Du willst lange ausatmen und dann aber ein schnelles Einatmen oder atmet man auch länger ein, weil man dann sagen kann, okay, das ist jetzt auch quasi eine Beruhigungsfunktion dabei. Wo man manchmal sagt, okay, vier Sekunden einatmen, vier Sekunden ausatmen. Das kann ja manchmal, wenn man stressige Situationen in der Luft hat, wo man sagen muss, ich muss mal wieder runterkommen. Also jetzt nicht mit G -Kräften, sondern es hat einen durchgeschüttelt. Man ist jetzt auf der nächsten Tagwehr und sagt da, ich atme jetzt mal einfach sehr ausgiebig durch. Aber das wäre nicht das, was du willst, sondern du willst, da soll schon Druck hinter sein, aber es ist auch wirklich dann ein schnelles Luftschnappen und wieder Druck machen so ungefähr.

30:24Thomi Ineichen

Könnte man, man könnte das so machen, eigentlich, aber eigentlich ideal, also normalerweise ist ja eine bestimmte Stresssituation natürlich auch da. Und je nachdem atmet man schneller. Das ist wahrscheinlich einfach vom Körper her so gegeben, dass der Körper so da schaltet. Aber wenn man versucht, wirklich in diesen Atemrhythmus reinzukommen, hilft das natürlich gut. Die zweite Technik wäre wirklich schneller atmen. Also fast ein bisschen so wie über den Gaumen zu pressen. Das ist die zweite Möglichkeit. Aber wir haben uns jetzt ein bisschen darüber geeinigt eigentlich, dass wir eben diese Pressatmung mit den zusammengedrückten Lippen und langsam auspressen der Luft eigentlich für uns am idealsten ist.

31:12Thomi Ineichen

So schulen wir eigentlich.

31:14Lucian Haas

Wie klingt das dann bei dir? Kannst du das mal vormachen?

31:17Thomi Ineichen

Also ich versuche mal.

31:22Thomi Ineichen

Also

31:28Thomi Ineichen

es kann natürlich, ich mag es gerne, wenn das noch ein bisschen so, wie sagen die in der Schweiz, so ein bisschen sputtert, also ein bisschen mehr klappert mit den Lippen, dann kann ich natürlich das von aussen noch ein bisschen besser hören. Also ich habe jetzt doch noch relativ schnell ausgepresst. Man könnte natürlich den Druck noch etwas länger drin behalten und einfach noch langsamer auspressen. Aber einfach dieses Bewusstsein, und das finde ich vor allem wichtig, auch wenn man überhaupt eine Spirale anleitet, dass man sich so fokussiert auf diese Spirale. Dass man eben sagt, so jetzt mache ich die, man das Einleiten sich auch klar noch einmal vor Augen hält und dann eben mit Pressatmung und Körperspannung beginnt.

32:13Thomi Ineichen

Weil dann hat man eigentlich alle guten Faktoren schon im Boot drin und von daher läuft man nicht Gefahr, dass man plötzlich irgendwo in Greyhound oder Blackhound reinläuft.

32:24Lucian Haas

Ich habe meine Technik gelernt, beziehungsweise hat mir eine erklärt, die fand ich auch sehr nett, weil sie so leicht verständlich ist. Wie man sie umsetzen kann, ist, dass man die Zunge einfach oben an den Gaumen presst und als würde, wollte man Scheiße sprechen und dabei aber die Zunge so dicht wie möglich an den Gaumen und es muss halt trotzdem noch das von Scheiße rauskommen. Und wenn man schon in der Steilspirale ist und man schon denkt, ach du Scheiße, also das wirklich bewusst umsetzt und dann da halt damit, so ähnlich wie man die Luppen zusammenpresst, kriegst du ja genauso den Gegendruck im Mund umhin und das funktioniert. Also ich nutze das seither dann wunderbar, nicht weil es Scheiße ist, sondern weil es so gut funktioniert und fand ich dann für mich eine sehr gute Anleitung.

33:11Lucian Haas

Ich habe zwar selber früher auch mal Trompete gespielt, aber ich fand das mit der Zunge am Gaumen sogar für mich zumindest noch leichter als das andere. Aber es geht ja immer darum, irgendwie diesen Gegendruck dann entsprechend aufzubauen.

33:24Thomi Ineichen

Ich kenne diese Technik auch. Ich denke, die wird vor allem in Bayern am zweiten Trainer wird diese Technik umgesetzt. Die kenne ich auch. Wir haben das auch schon einige Male ausprobiert und werden das vielleicht in Zukunft auch wieder mal den Leuten erklären, also dass es diese zweite Technik auch gibt. Für uns war so die Pressatmung mit dieser Lippenzusammenpressung war eigentlich für uns bis jetzt so das, was bei uns am effektivsten war. Und so meldet es uns eigentlich auch die Teilnehmer zurück. Also die sagen uns, also wenn ich da schnell die Pressatmung ein bisschen nachlasse und ich spüre, mein Blickwinkel wird eng, es kann sogar zu Blackout kommen und ich dann diese Pressatmung wieder einsetze, dann merke ich sofort, das geht sofort auf wieder, das wird hell.

34:15Thomi Ineichen

Ich kann wieder klar sehen. Das ist eigentlich so die Rückmeldung, die wir von unseren Teilnehmern und Teilnehmerinnen bekommen. Aber die andere Technik gilt auch. Das ist richtig.

34:25Lucian Haas

Was passiert denn da eigentlich bei der Pressatmung, physiologisch gesehen? Ist es einfach nur, ich mache solchen Druck, dass ich im Grunde die Adern, also durch die Muskeln am Hals oder was auch immer, dass die Adern so ein bisschen abgeklemmt werden und dadurch einfach das Blut im Kopf länger bleibt und damit die Sauerstoffversorgung des Gehirns länger aufrechterhalten bleibt und dann atmet man kurz ein, es schießt vielleicht neues Blut rein und dann macht man wieder diesen Druck und das hält das dann wieder zurück oder was passiert da?

34:53Thomi Ineichen

Ja, ich denke, also einerseits wird immer wieder etwas Blut abfließen, aber durch diese Pressatmung kann man wahrscheinlich durch diesen Druck vielleicht auf die Adern und auf die Atmung kann man eben diesen Abfluss ein bisschen verhindern. Es geht eigentlich darum, also ganz kannst du ihn nicht abklemmen, der wird so oder so, wird sich das Blut durch die Gehkräfte halt einfach vom Kopf in die Füße bewegen. Das kann man nicht aufhalten, aber man kann es eben durch diese Pressatmung und die Körperspannung ein bisschen aufhalten oder reduzieren, sagen wir mal so.

35:29Lucian Haas

Wann sollte ich am besten mit dieser Pressatmung anfangen? Schon vor einer Steilspirale oder erst dann, wenn ich merke, okay, jetzt geht es richtig ab, dann fange ich damit ein bisschen an und wenn es anfängt, mir grau vor Augen zu werden, dann muss ich richtig loslegen oder welche Erfahrung hast du da?

35:45Thomi Ineichen

Also ich sage meistens den Leuten, also wenn ihr jetzt richtig eine kräftige Spirale runter machen wollt, je nachdem, ihr seid irgendwie unter einer Wolke, die Wolke zieht, ihr müsst schnell weg, dann würde ich gleich mit dem ganzen Repertoire also beginnen. Da kommst du eigentlich nicht in die Not, dass du das noch zuschalten musst eigentlich. Da denke ich, das wäre sicher am Idealsten. Aber je nachdem, wenn du ganz zögerlich reingehst, kannst du dir Zeit lassen. Achte auf deinen Körper, achte auf deine Körpersignale. Natürlich achte auch auf die Umgebung. Du kannst ja nicht im Unteren durch den Schirm rauschen beim Runterspiralen. Das ist dir auch wichtig. Auch die Höhe musst du im Auge behalten. Das ist natürlich enorm wichtig. Und ich denke, da kann man einfach das eine oder andere dazunehmen

36:31Thomi Ineichen

und mal schauen, wie sich das anfühlt.

36:35Lucian Haas

Und am besten dann durchhalten bis zum Ende der Spirale. Also hilft das auch im Grunde? Manche sind ja so, nach der Spirale sind sie draußen, dann fühlen sie sich noch so ein bisschen, nicht benommen, aber vielleicht noch so im Kopf. Es dreht sich, so ein bisschen dreht es sich noch nach. Kann man dieses Gefühl auch reduzieren durch diese Pressatmung?

36:57Thomi Ineichen

Ja, also das kannst du gut machen. Und das empfehlen wir auch den TeilnehmerInnen. Das ist natürlich immer so. Wir sehen das natürlich auch auf dem Trainer. Es ist so, die gehen auf diese vorgestellte G -Kraft hoch. Die drehen dann, machen diese Pressatmung, machen die Körperspannung drauf. Und sobald ich, ich habe so eine Hupe, wenn ich zweimal hupe, heisst das ausleiten. Und wenn man diese, wenn sie das dann hören, dann geht praktisch die ganze Körperspannung weg, auch die Pressatmung geht. Also der Mensch hat so das Gefühl, wow, jetzt geht es langsam wieder runter. Und das ist eigentlich genau diese Situation, wo eben dann, genau dann, kommen diese Körpersignale, treten dann auf, dass es plötzlich, dass du schwarz wirst oder dass du Blickwinkel -Eingang hast oder es wird dir Sturm im Kopf.

37:47Thomi Ineichen

Das kommt dann. Und darum empfehle ich immer wieder, solange das zum Beispiel unser Trainer dreht, ist es wichtig, dass man diese, die Pressatmung, die Körperspannung zum Beispiel beibehält. Vielleicht sogar, wenn das Trainingsgerät steht, noch ein bisschen warten, die Fixierung auf jeden Fall die ganze Zeit auf dieser Scheibe bei unserem Trainer machen, damit dieses Kleinhirg wirklich eine Fokussierung hat. Dann überlebt man das schadlos eigentlich.

38:19Lucian Haas

Aber du sagst, mit dieser Hupe, nur um das nochmal zu verstehen, das ist so ein Signal für die Leute, ach, ich habe es geschafft. Und viele, bei denen fällt dann im Grunde die Spannung schon ab. Ganz genau. Und

38:30Thomi Ineichen

dann, in

38:30Lucian Haas

diesem Moment ist es so, wo dann wirklich das Blut in die Füsse rauscht und der Kopf ist leer. Das ist so. Und sie haben ihren Blackout oder sowas.

38:38Thomi Ineichen

Ja, es kann sein. Also nicht bei allen, aber eben, das könnte schon so eigentlich möglich sein. Natürlich, bei hohen G -Zahlen kommt das natürlich noch viel deutlicher eigentlich zum Vorschein. Also bei einer G -Zahl vielleicht von 4 oder so oder dreieinhalb oder viereinhalb ist es da, je nachdem, noch weniger zu spüren. Aber natürlich reagiert nicht jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin auf diese G -Kräfte. Vielleicht noch etwas, um die Hupe zu erklären. Es ist natürlich so, die muss natürlich laut sein, weil mit zunehmenden G -Kräften rauscht es natürlich. Du hörst ein Rauschen auf den Ohren und nimmst von aussen her nicht mehr viel warm. Und diese Hupe, die höre ich, hört sich wirklich laut an und da hört man auch bei 7G, hört man die Hupe.

39:27Thomi Ineichen

Die Hupe wird normalerweise eingesetzt, wenn die G -Kraft erreicht ist. Da hupe ich einmal und wenn ich dann ein zweites Mal hupe, heisst das Signal ausleiten. Und nachher ist es natürlich wichtig, dass man eben halt die Fixierung auf die Scheibe, vielleicht die Körperspannung und die Pressatmung wirklich noch beibehält, bis unser Trainer steht und du nicht benommen darfst, sondern dich wieder fit fühlst, auch um nachher wieder auszusteigen.

39:59Lucian Haas

Welche G -Kräfte hält eigentlich deine Erfahrung nach so einen Durchschnittspilot, der zu euch kommt? Was halten die so aus, wenn die nur nicht vor grosse Trainings gemacht haben, sondern sagen, die kommen zum ersten Mal zu euch, ist bei den meisten dann schon bei 3G Schluss oder gibt es auch welche, die sagen, sitzen zum ersten Mal da drauf und es geht gleich bis 6?

40:18Thomi Ineichen

Also interessanterweise ist es ja so, dass die erste Runde, und da beginnen wir bei 1,5, das heisst, das ist eineinhalbfache Körpergewicht, beginnen wir damit. Und das ist immer eigentlich die Schlimmste für jeden. Also die sagen meistens, das Abbremsen war furchtbar für mich oder die Beschleunigung war furchtbar für mich. Das ist sehr, sehr unterschiedlich eigentlich. Und da merken wir doch schon auch, dass wir je nachdem, wie jemand uns das zurückmeldet und darum denke ich auch, das ist da für uns sehr, sehr wichtig, dass wir diese ganze Schulzeit, diese ganze Schulung individuell auf jeden Einzelnen ausrichten können, dass wir uns dem ganz besonders annehmen. Wir geben dann vielleicht schon ein paar Tipps und sagen zum Beispiel, okay, versuch mal da vielleicht schon ein bisschen Körperspannung reinzubringen, versuch auch diese Atmung einfach zuerst mal ruhig zu tief zu atmen, damit du einfach dich auf dem Trainer etwas wohlfühlst.

41:17Thomi Ineichen

Und dann, je nachdem, kannst du uns zurufen, ob wir dir die Steigerung, dass die Steigerung möglich ist, aber versuch immer mal bei dir zu bleiben, zu spüren, wie geht es denn dir eigentlich. Und ich hatte da schon ganz interessante Phänomene. Da ist da jemand schon gekommen, der hat schon bei 1,2, das ist bei uns die unterste Einstellung auf dem Geforce Trainer, der hatte schon fast ein Blackout, hat mir auch vor dem Training schon geschrieben, dass er sich in der Luft absolut nicht wohlfühlt. Vor allem, wenn es eigene Kreise oder vielleicht Doppelkreise gibt. Und da hätte er schnell, würde es ihm schwarz werden vor den Augen. Und da war ich doch echt hellhörig.

42:02Thomi Ineichen

Habe ich gesagt, dann musst du unbedingt vorbeikommen, weil es geht um deine Sicherheit und es geht die Sicherheit um deine Piloten um dich und Pilotinnen um dich herum. Das war eigentlich wichtig. Und darum habe ich das so gesehen, dass eben dann die Leute dann halt wirklich, die muss man dann wirklich speziell begleiten. Die meisten, interessanterweise ist es so, dass viele sagen, ja 1,5 war für mich schon happy. Ich denke, ich werde so zwei, vielleicht zweieinhalb schaffen. Aber unsere Erfahrungen haben dann gezeigt, dass gerade die Leute, die das um ihr so oder uns so mitgeteilt haben, dann die sind, die dann noch auf sieben hochdrehen. Das ist ein Phänomen, Mama.

42:48Lucian Haas

Ich weiss nicht, ob ihr den Leuten von Anfang an, auch das mit der Pressatmung erklärt, dass sie das von Anfang an schon machen sollen oder ob ihr da mal sagt, wir lassen euch das mal so ausprobieren und dann zeigen wir euch mal, wie es sich anfühlt, wenn man diese entsprechenden Techniken dann macht mit Körperspannung und Pressatmung. Ist denn so eine Erfahrung von dir, wo du sagen kannst, mit der entsprechenden Technik, Atemtechnik und Körperspannungstechnik, lässt sich typischerweise bei einem Piloten quasi diese Schwelle von, wo es anfängt ungemütlich zu werden, lässt sich dann um ein, ein G, zwei G, drei G irgendwie steigern? Also gibt es da so ein Mass, wo du sagen würdest, allein durch Pressatmung schafft man halt im Grunde fast das Doppelte wie vorher oder so?

43:29Thomi Ineichen

Also es ist interessant. Es ist schon so, dass eigentlich der Körper sich auch während dem Training anfängt, an die Gegenkräfte zu gewöhnen. Man sagt eigentlich, dass wenn man jetzt von, man fliegt, ist unterwegs, sind die Körpersignale jeweils immer gleich. Aber wenn ich natürlich das Ganze trainiere, dann kann ich dem wirklich entgegenwirken. Und so sehen wir das auch bei uns auf dem G -Force Trainer. Also die Leute, die sagen, ja, bei zwei, ich glaube, ist bei mir Feierabend, die sind dann eben wirklich echt überrascht, was sie im ganzen Training drin von der Zeit her plötzlich schaffen. Und da gibt es wirklich viele, die dann oder die meisten, viele, die vielleicht sogar bis auf sieben hochdrehen können. Und die sind dann wirklich überrascht.

44:14Thomi Ineichen

Je nachdem hat nur ein paar Sekunden, weil die Körpersignale dann enorm zulegen und das ist dann ganz schwierig.

44:22Lucian Haas

Was fliegt man eigentlich bei so klassischen normalen Steilspiralen? So die, sagen wir mal, bis 15 Meter pro Sekunde. Welche G -Belastung erreicht man da eigentlich so

44:32Thomi Ineichen

klassischerweise? Also man kann davon ausgehen, dass vielleicht Beginnerschirme oder vielleicht Schirme, die vielleicht bis A -Schirme, B -Schirme gehen, Low -B zum Beispiel. Bei denen kann man Kriegskräfte etwa bei vier plus minus vier, viereinhalb kann man die erreichen. Das sind meistens Schirme, die vielleicht kürzere Leinen haben. Longliner, also vielleicht Hochleistungsschirme. Da kann man vielleicht G -Kräfte bis fünf, bis 5,5 plus erreichen. Habe auch schon gehört, dass es möglich sei, 7G mal zu erreichen. Ich denke, das sind vor allem vielleicht mit Akroschirmen. Aber das ist natürlich die G -Belastung nur einige Bruchteile von Sekunden oder Sekunden. Sonst eigentlich bei uns, wir gehen davon aus,

45:20Thomi Ineichen

dass ungefähr vier plus minus bei Normalschirmen das Gros ist. Interessanterweise, und da muss ich vielleicht noch etwas hinzufügen, wir haben ja nicht nur eigentlich Flugleute, also die Gleitschirmfliegen da bei uns auf dem Trennen. Es kommen auch Firmen bei uns vorbei, die neue Gurtzeuge bei uns vorbeibringen und die dann bei vier, die müssen das nachher für das Gütesiegel ausweisen, müssen bei vier Aufzeichnungen machen mit der Kamera, mit einem GoPro oder so, dass sich dieser Notschirm

45:59Thomi Ineichen

problemlos auslösen lässt. Natürlich ist der Notschirm ein Dummy, den hat man zugepackt. Man zieht den einfach und hält ihn dann in der Hand. Und da gibt es eben halt auch Vorschriften, ob der nach oben, nach unten, nach seitlich gezogen wird. Und das ist so eine Sache, wo der Schnitt eigentlich bei den meisten Gurtzeugen von den Herstellern, die bei uns vorbeischauen, eigentlich so angewandt werden. Wir sind natürlich dann auch, wir geben den Firmen natürlich dann auch ein Zertifikat. Ich schaue mir von aussen her auch die ganze Geschichte an, wie das funktioniert. Firmen, die können bei uns ein Zertifikat beziehen. Da wird dann geschrieben, wie das gezogen wird, in welchen Positionen und ob der Notschirm, also der Dummy, der da eingebaut ist, schnell rauskommt und in welcher Zeit ungefähr.

46:53Thomi Ineichen

Und das wird dann in diesem Zertifikat festgehalten und wird dann vom Testpiloten, der da bei uns vorbeikommt, von mir und einem Koordinator nachher wird das unterschrieben und so abgegeben. Und dafür kannst du eben davon ausgehen, dass die meisten so vier und eben Longliner fünf, 5,5 vielleicht, drehen bis auf diese G -Kräfte.

47:18Lucian Haas

Das heisst dann aber schon, ich meine, das sind schon heftige G -Kräfte, wo man eigentlich auf jeden Fall als Pilot irgendwelche Techniken einsetzen sollte, um dem gegenzuwirken. Also diese Pressatmung, die Körperspannung und so weiter. Warum werden solche Techniken nicht grundsätzlich in den Schulungen gleich mitgelernt?

47:38Thomi Ineichen

Ja, das haben wir uns eigentlich auch gefragt. Und da ist für uns ganz interessant, du musst dir natürlich vorstellen, ich weiss nicht, wie es bei euch in Deutschland ist, aber in der Schweiz werden keine Steilspiralen geflogen. Das hat man vor Jahren mal aus dem Schulungsprogramm herausgenommen. Man macht schnelle Kreise, das sei das mit einer Acht - oder Doppelkreise, die nachher für die Prüfung vielleicht eingesetzt werden, oder vielleicht Spiralansätze. Also die Leute in der Schulung, die kommen eigentlich gar nie in den Genuss oder in eben diese Situation, dass sie eine Spirale oder sogar eine Steilspirale eigentlich einleiten können. Für uns natürlich jetzt als Trainer ist es so, wir wünschten uns eigentlich, dass so wie bei Fahrschülern, z.B.

48:28Thomi Ineichen

wenn sie die Prüfung abgelegt haben, die müssen auch einen Schleuderkurs machen, müssen auch Fahrtrainings machen, damit sie den Schein legalisiert bekommen. Und unser Ansatz wäre eigentlich, dass man das bei den Gleitschülern zwischen Piloten und Pilotinnen auch gleichsetzen sollte. Also dass man ein Schifffahrtstraining absolvieren sollte und natürlich in Kombination mit einem Sicherheitstraining machen kann. So kann man bei uns unter Laborbedingungen, so sage ich dem manchmal, eigentlich die G -Kräfte erfahren und nachher kann man eine Spirale mit den G -Kräften in der Luft erfahren in einem Sicherheitstraining. Das wäre eine super Kombination und ich denke, das würde den Gleitschul -Sport eigentlich noch ein bisschen sicherer machen.

49:17Lucian Haas

Ich will noch mal auf ein paar Details herausarbeiten. Eine Sache ist ja, du hast das vorhin mal in einem anderen Zusammenhang gesagt, hat ja auch was mit Tagesform zu tun. Also es gibt Tage, da hält man viel G -Kräfte aus und an anderen Tagen geht man fliegen, man hält viel Turbulenz aus, muss ja noch keine große G -Kraft sein, sondern man hält viel geschüttelt aus und sagt, ich bin heute ganz locker.

49:43Lucian Haas

Das passt heute nicht. Wie stark, würdest du sagen, wirkt sich solche Tagesform auch wirklich auf das Aushaltbare der G -Belastung aus?

49:55Thomi Ineichen

Also das ist, wie soll ich sagen, eigentlich in Begleitung mit der ganzen Verfassung. Also ich spüre das selber auch. Ich spüre manchmal, also heute habe ich gar nicht Bock darauf, mich durchzubretten zu lassen und da werde ich wahrscheinlich auch mit einer Spirale

50:14Thomi Ineichen

umsetzen. Also ich glaube, die ganze Psyche ist da entscheidend. Auch beim Fliegen dann oder dann, wie man eine Spirale umsetzt. Also ich glaube, das geht nebenher.

50:27Lucian Haas

Und dann gibt es ja auch Leute, die Medikamente nehmen.

50:33Lucian Haas

Siehst du da bei den Leuten, die zu dir kommen, manche Zusammenhänge? Also vielleicht gibt es Leute, die irgendwie Blutverdünner nehmen müssen oder sowas. Gibt es da Auswirkungen? Oder gibt es Medikamente, wo man sagen sollte, hey, wenn du sowas nimmst, am besten gar keine Steilspirale fliegen, weil das ist grenzwertig?

50:50Thomi Ineichen

Ja, es ist natürlich so, dass die Teilnehmer, die zu uns kommen, die müssen eigentlich so eine, wie soll ich sagen, eine Trainingsklausel bei uns abschließen. Und dort wird eigentlich schon beschrieben, wie der körperliche Zustand von demjenigen ist. Also der, der unterschreibt und sich dann auf unseren Trainer setzt, der sollte sich bewusst sein, wie sein Körper funktioniert, ob er Blutverdünner hat, wie er reagiert. Und die meisten kommen wirklich bei uns vorbei und erklären uns dann auch. Und dann gehen wir natürlich mit der ganzen Geschichte wesentlich vorsichtiger um. Eben halt das individuelle Training für den Einzelnen.

51:33Thomi Ineichen

Da ist es dann wichtig, dass man solche Faktoren natürlich in den ganzen Ablauf dieses Trainings einberechnet.

51:40Lucian Haas

Was ist mit Bluthochdruck und schwachem Blutdruck? Also merkst du da Unterschiede? Sind Leute, die jetzt Bluthochdruck haben, halten die zum Beispiel mehr Gehbelastung aus, weil der Blutdruck vielleicht auch im Kopf ist dann auch höher und das funktioniert dann besser? Ganz

51:57Thomi Ineichen

schwierig zu sagen. Da muss ich ehrlich sagen, haben wir nicht so bis jetzt grosse Unterschiede gesehen. Ich denke einfach, die ganze körperliche Verfassung, bis der an einen Anschlag kommt und merkt, jetzt ist meine Physik und meine Psyche erreicht, das ist natürlich das Wichtigste, dass er uns das meldet. Und das spürt er auch. Und wir sagen auch den Teilnehmern immer wieder, geht nicht voll ganz an eure Belastung, schaut wie das bei euch passt,

52:30Thomi Ineichen

ihr müsst euch wohlfühlen, wir möchten nicht, dass ihr da liegt und es geht euch hundsmiserabel und schlecht, also überfordert euch nicht. Und die meisten nehmen das gut auf und ich denke auch, das ist natürlich die Sache des Trainers, der die Leute ein bisschen zu spüren beginnt und merkt so, wo die Grenzen sein können und ihn dann begleitet. Aber meistens ist es natürlich dann so, dass diejenigen,

53:00Thomi Ineichen

die etwas vorbelastet zu uns kommen, ein bisschen Ängste haben, dann, wenn sie sehen, wie viel sie dann geschafft haben, die gehen dann ganz glücklich nach Hause und haben das Gefühl, wow, ich habe heute was super geleistet. Es ist nicht so, dass jemand, wenn er 3,5 oder 4G -Kräfte aushält oder noch etwas weiter unten, weniger leistet als der, der mühelos oder mit Anstrengung die 7G erreicht. Ich denke, dann machen beide eine riesen Arbeit und körperlich gesehen auch für jeden eine gute Anstrengung.

53:37Lucian Haas

Und gibt es Unterschiede bei Gurtzeugen?

53:40Thomi Ineichen

Ja. Ein

53:40Lucian Haas

Liegegurtzeug, da halte ich ja meine Füße im Grunde höher zur Körperachse. Kann es sein, dass da weniger Blut dann in die Füße fließt und mehr noch im Zentralkörper bleibt und damit im Grunde auch mehr noch für den Kopf übrig bleibt?

53:55Lucian Haas

Ist das ein Vorteil?

53:56Thomi Ineichen

Das haben wir in letzter Zeit ziemlich festgestellt. Wir würden es noch nicht ganz generell sagen, aber ich sehe so, dass Liegegurtzeuge durch die Position der Beine ein bisschen weniger schnell das Blut abfliessen als bei Sitzgurtzeugen. Das würde ich meinen, das können wir so beobachten. Aber es kommt natürlich schon darauf an, wie sich die ganze Person nachher auch mit der Körperspannung, mit der Pressatmung mit diesen G -Kräften auseinandersetzt. Vielleicht noch etwas zu Gurtzeugen. Das ist ein guter Einwand von dir jetzt gerade. Wir sehen oft, dass die meisten Gurtzeuge, die ich zum ersten Mal beim G -Force Trainer einhänge, die sind völlig falsch eingestellt.

54:46Thomi Ineichen

Also die meisten, vor allem Sitzgurtzeuge, da hängt irgendwie der Pilot weit nach hinten runter.

54:55Thomi Ineichen

Fast bei 95 Prozent muss ich Gurtzeuge einstellen. Das hat bei uns natürlich auch den Vorteil, weil wir sehen, wenn die Personen zu weit mit dem Winkel nach hinten raushängen, dass dann mit zunehmenden G -Kräften die Belastung, vor allem auf das Kinn und auf den Rücken, enorm höher ist, als wenn man etwas gerader auf dem Sitz sitzt. Und da gibt es viele, fast 90 Prozent der Gurtzeuge, die man einstellen muss. Bei den Liegegurtzeugen sehe ich dann auch wieder Sachen, dass der Beinsack irgendwie in der Luft oben hängt, also nicht unbedingt die fünf Grad nach unten zeigt. Da muss ich oft auch viel nachstellen. Das ist vor allem das, was wir immer eigentlich am Anfang auch erklären, dass wir zuerst einmal die Einstellung des Gurtzeugs anschauen.

55:47Thomi Ineichen

Natürlich schauen wir auch, ob der Notschirm richtig mit den Splinken verpackt ist. Nicht, dass er sich öffnet, sonst würde es wahrscheinlich im Raum farbig schneien, weil dann würde es sich verheddern und dann würde es zerfetzen. Also da gibt es viele Sachen, die wir vorgängig natürlich in der Theorie auch ein bisschen anschauen. Für mich ist auch ganz interessant, das ist ein Thema, was mich sehr bewegt, ich rate den Leuten immer wieder bei einem Neukauf eines Gurtzeuges, dass sie das Gurtzeug wirklich anschauen sollten. Das sollte nicht nur eine schöne Form oder eine schöne Farbe oder ganz leicht sein, sondern es sollte vor allem praktisch auch sein, dass der Notschirm einen genügend grossen Stauraum hat, weil da sehen wir jetzt in letzter Zeit viele ganz leicht,

56:38Thomi Ineichen

ultraleicht Gurtzeuge, die einfach ein so kleines Notschirmfach drin haben, dass du den normalen Notschirm gar nicht mehr reinpacken kannst. Das hat uns ein bisschen zu denken gegeben und natürlich auch bei den Liegegurtzeugen oder bei den Sitzgurtzeugen sollte es so sein, dass bei höheren G -Kräften der Stauraum unten nicht allzu fest zusammengedrückt wird. Sonst kann es sein, dass du so hohe Zugkräfte hast beim Auslösen deines Notschirms, dass du den fast nicht aus dem Container rausbringst. Und wir haben oft schon viele Tests auch mit Gurtzeugen gemacht, die wir persönlich, haben wir ein Dummy eingebaut und dann geschaut, wie sich das auslösen lässt und da sind wir teilweise erschrocken.

57:30Thomi Ineichen

Wir mussten auch schon Firmen anschreiben und denen, die unbedingt um eine Verbesserung, Nachverbesserung dieser Notschirmsgeschichte bitten, weil das war teilweise happig, was wir da schon erlebt und darum muss ich immer wieder sagen, ich muss ein bisschen schmunzeln, wenn ich so diese Turnhallen Schwingübungen sehe, wo man dann ein bisschen Dummy rauszieht, das entspricht einfach nicht der Realität, weil die Realität mit dem Druck durch die G -Kräfte, durch die Fliehkraft des Piloten unten auf das Notschirmfach, die sind ganz anders und die drücken das Notschirmfach leicht zusammen, kann man sagen, was man will und dann muss der Notschirm trotzdem bei 4G oder bei 4,5G muss der noch zu ziehen sein und das erklären wir eigentlich wirklich den Teilnehmern, dass sie gerade da

58:24Thomi Ineichen

um die Notschirmsituation wirklich ein Augenmerk richten sollten.

58:29Lucian Haas

Gibt es manche Gurtzeugtypen, wo du sagst, die hänge ich gar nicht ein, weil du sagst, also der hält zwar den Test aus, also den Belastungstest, der vorgeschrieben ist, aber jetzt an meinem GeForce Trainer möchte ich den nicht mit hohen G -Kräften da rumschleudern, ich traue diesem Gurtzeug nicht so ganz. Das

58:47Thomi Ineichen

haben wir, das machen wir auch und vor allem diese Leichtgurtzeuge, du kennst natürlich auch die Hike & Fly Gurtzeuge, diese fast Straps ähnlichen Gurtzeuge, die sind natürlich extrem leicht, die sind natürlich super, habe selber auch ein solches Ding, aber da sind wir so, da gehen wir vielleicht bis etwa 4,5 bis 5 gehen wir mit denen hoch, auch natürlich die Liegegurtzeuge, die so leicht gebaut sind, da sind wir eher vorsichtig. Wir haben ja eigentlich immer auch zwei Gurtzeuge bei uns, die wir vorbereitet haben, die haben wir auch mit Notschirndummys ausgerüstet, also bei uns ist es ganz wichtig, dass der Teilnehmer oder Teilnehmerin auch einmal bei einer bestimmten G -Kraft, die er oder sie selber wählen kann, auch diesen Notschirndummy einmal zieht.

59:38Thomi Ineichen

Und dann sind sie so, ich bin doch noch recht erstaunt, wie die G -Kräfte dann wirken und dass man den Notschirm wirklich dann am Griff rausziehen muss, der hängt dann so an einer Sicherungsleine, der ist auch zugemacht, der kann sich nicht öffnen, aber das kommt bei den Leuten gut an und darum finde ich das auch, dass man das machen sollte. Wir hatten auch schon mal Gruppen da, die haben ihre eigenen Notschirme in Säcken verpackt und auch so gezogen, es braucht natürlich einen unheimlich grossen Aufwand, da müssen mehrere Leute dabei sein und bei uns ist es eben so, dass wir eben halt unsere Dummy -Uhrzeuge jedem zur Verfügung stellen, da kann er sich auch mal rückwärts einhängen am Trainer und mal diesen Notschirm ziehen oder vorwärts mal, es ist ja nicht immer so, dass es einfach schön fliegend dann der Notschirm zu ziehen ist, sondern auch irgendeine spezielle

1:00:34Thomi Ineichen

komische Lage daraus, dass man den noch ziehen muss, wenn es ernst wird.

1:00:40Lucian Haas

Hat es bei den ganzen Defaust -Trainings, die du mitgemacht hast bzw. angeleitet hast usw., hat es da jemals irgendwelche negativen Vorkommnisse gegeben? Also ist vielleicht mal ein Gurtzeug wirklich zerrissen beim Rumschleudern da und du musst eine Notbremsung machen oder irgendwelche anderen Sachen, wo du sagst, das ist sogar mal gefährlich geworden?

1:01:01Thomi Ineichen

Also wir gehen ja eigentlich grundsätzlich mal davon aus, dass natürlich das Material der Pilotinnen und Piloten in Ordnung ist. Also das wissen wir uns auch in unserer Vereinbarung drin, dass wir davon ausgehen, dass er nicht mit irgendwelchem Schrottmaterial vorbeikommt. Aber es ist tatsächlich schon einige Male vorgekommen, dass es irgendwie plötzlich Bösen rausgerissen hat, die dann irgendwie plötzlich da im Raum rumfliegen. Jeder zieht den Kopf ein, dann scheppert es irgendwo. Oder wir haben auch schon Risse festgestellt. Und da sind wir wirklich sehr, sehr vorsichtig. Und erstaunlicherweise muss ich sagen, sind die Leute, wir erklären das natürlich dann auch so, dass sie bei der Firma das Gurtzeug einschicken sollen.

1:01:49Thomi Ineichen

Wir bemühen uns auch dann selber mit der Firma noch Kontakt aufzunehmen, die das Gurtzeug hergestellt hat und bemühen, dass da etwas geändert wird. Das Gurtzeug ersetzt oder dann einfach fachgerecht gepflegt werden muss oder gepflegt werden will.

1:02:07Lucian Haas

Würdest du denn sagen, von den Trends, die du siehst, auch im Gurtzeugbau oder sowas, gibt es einen Trend wieder hin zum Besseren? Oder ist es eigentlich etwas, dass dieser Leichttrend, alles muss immer noch leichter und Hike and Fly tauglicher und sonstiges sein, dass man eigentlich sagen muss, sicherheitstechnisch ist das eigentlich ein bedenkenswerter Trend?

1:02:26Thomi Ineichen

Ja, ich denke, niemand möchte gerne zusätzliche Kilo mit sich herumschleppen. Und darum ist dieser Trend bei uns auch sehr stark spürbar. Aber wir sind da oft ein bisschen vorsichtig. Also wir erklären natürlich wirklich, wenn wir solche Gurtzeuge verkaufen in unserem Paragliding -Shop, erklären wir natürlich die Vor - und Nachteile der einzelnen Gurtzeuge. Aber der Trend ist schon so, dass die meisten auf Leichtgurtzeuge zurückkommen. Wir sind ab und zu erstaunt. Es kann mal sein, dass so ein Leichtgurtzeug bei uns landet, dass dann Nähte aufgerissen sind, zum Beispiel bei einem Sicherheitstraining, wo der Notschirm geschmissen wird. Plötzlich können vielleicht Pendelbewegungen oder Schlagbewegungen auf dieses Gurtzeug kommen, die dem Gurtzeug wirklich nicht ungerade gut tun.

1:03:19Thomi Ineichen

Und das hatten wir auch schon, dass wir da Gurtzeuge bekommen haben, die dann halt einen Riss drin hatten oder wo was genäht werden musste. Also das ist schon so. Aber der Trend ist wahrscheinlich nicht aufzuhalten. Darum versuchen wir natürlich die Semi -Leichtgurtzeuge den Leuten auch zu zeigen und vielleicht den Gewichtsunterschied auch ein bisschen zu erklären. Und je nachdem sagt dann jemand ja, ich glaube, ich nehme doch ein Semi -Gurtzeug, das hält mir vielleicht länger. Und ich weiss auch nicht. Wir haben noch wenig Erfahrungen von diesen ganz Leichtgurtzeugen. Ab und zu schickt einer eines vorbei und dann schauen wir uns das an, wo muss das genäht werden und so.

1:04:04Thomi Ineichen

Aber der Trend ist wahrscheinlich nicht aufzuhalten. Wie

1:04:08Lucian Haas

häufig sollte man eigentlich so ein GeForce -Training machen aus deiner Sicht? Du bist jetzt einer, der verdient damit auch gewissermaßen sein Geld. Wir könnten natürlich sagen, am besten kommst du jedes Jahr oder sowas. Bei Sicherheitstraining könnte man ja auch noch sagen, das ist sinnvoll, das immer wieder einzutrainieren und die Bewegung. Bei so einem GeForce -Training könnte man ja auch sagen, wenn man es einmal verstanden hat, worum es eigentlich geht, bräuchte man das ja nicht nochmal. Oder würdest du sagen, es hat auch Vorteile, wenn man das zwei-, dreimal macht?

1:04:40Thomi Ineichen

Ja, ich denke, es hat sicher Vorteile, wenn man das wieder einmal macht. Also ich denke schon, wenn man eigentlich die Übungen, also diese Gegennahmaßnahmen verstanden hat und die des Öfteren auch im Fliegen mal einsetzt, dann hat man schon sehr viel gelernt. Ich würde es vielleicht mal ein paar schätzen und das ist auch so, ich habe mit verschiedenen Sicherheitstrainern schon gesprochen, unter anderem auch mit Michael Lesler. Michael Lesler hat mal gesagt, wenn ich ein Sicherheitstraining Samstag machen würde, würde ich, wenn ich solche Maschine in der Nähe hätte, würde ich jeden zuerst mal am Abend, vor Abend, vor dem Sicherheitstraining auf diesen GeForce -Trainer setzen, weil ich weiss nicht, wie der bei einer Spirale nachher reagiert, ob der gleich wegtritt und dann kann ich dann dieses Funkgerät Kommandos geben, der reagiert einfach nicht mehr.

1:05:35Thomi Ineichen

Also das würde ich vielleicht in einer guten Kombination sehen, wenn jemand wieder alle paar Jahre so ein Sicherheitstraining macht, dass er vielleicht vorgängig nochmal die Gehkräfte wieder spüren lässt, was er auch am SIKU unternehmen will mit seinen Übungen, aber das wäre sicher eine gute Sache. Die Leute, die dann

1:05:55Lucian Haas

dahin kommen und zum zweiten oder dritten Mal hinkommen, haben die andere Ansprüche?

1:06:00Thomi Ineichen

Ja, also teilweise gehen die natürlich schon etwas früher auf höhere Gehkräfte, aber viele machen eigentlich das ganze pro 10, so wie wir das eigentlich so vorbereitet haben, Trainingvorbereitungen haben, nehmen eigentlich das auch so gleich mit. Manchmal können wir vielleicht ein bisschen schon höher drehen, dann sehen die Leute, die unten beginnen, wie das nachher nach oben weiter ausschaut und können sich auch ein bisschen was darunter vorstellen. Es ist interessant, wir haben in letzter Zeit doch ein paar Zweit -Trainings Leute bekommen, die eben auch vor einem Sicherheitstraining solche Trainings bei uns absolviert haben, aber viele

1:06:46Thomi Ineichen

machen das meistens nur einmal. Also es ist sicher empfehlenswert, das mehrmals zu machen vor einem Training, aber es ist nicht ein Muss.

1:06:57Lucian Haas

Kann ich am GeForce Trainer auch rückwärts fliegen? Also

1:06:59Thomi Ineichen

könnte ich

1:06:59Lucian Haas

eine Art Sattfliegen mit dem GeForce Trainer?

1:07:02Thomi Ineichen

Ja, wir können die Person umgekehrt einhängen und dann hat sie natürlich auch einen ähnlichen Effekt oder eben nachdem, wenn du den Strömungsabreiss hast zum Beispiel und dann die ganze Kiste nach hinten dreht, das können wir eigentlich auch simulieren. Und für viele ist es oft auch noch eine Möglichkeit dann halt den Notschirm auch zu ziehen. Mal zu schauen, wie das sich dann anfühlt. Aber die ganze Position des Körpers verändert sich natürlich dann. Meistens so kommen dann die Füsse hoch und der Kopf geht nach unten und sie müssen dann vielleicht einen anderen Blickwinkel suchen, einen anderen Fixpunkt, weil je nachdem die Scheibe durch die Aufhängung dann verschwindet. Dann gibt es dann irgendetwas am Trainer selber, wo man dann halt das Fixpunkt nehmen muss.

1:07:52Thomi Ineichen

Wieso kommen die Füsse hoch? Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Durch die Rotation ist es dann so, dass einfach dann der Körper Druck kriegt und dann der Kopf geht nach unten und die Füsse kommen hoch. Mit der ganzen Umdrehung eigentlich ist das so physikalisch zu erklären.

1:08:10Lucian Haas

Das passiert auch beim normalen Satz, wenn ich den fliege, dass die Füsse mehr hochkommen? Oder ist das jetzt eine G -Force -Spezialität?

1:08:17Thomi Ineichen

Ich denke, es ist wahrscheinlich eine G -Force -Spezialität. Ich muss sagen, ich habe noch selber keinen Satz geschaut.

1:08:25Thomi Ineichen

Aber da müsstest du die Acro -Leute fragen. Die können dir natürlich da bessere Auskunft geben.

1:08:32Lucian Haas

Und wenn man rückwärts fliegt, sind die G -Kräfte, die man aushält, sind das noch die gleichen? Oder würdest du sagen, da reagiert der Körper auch anders, weil er im Rückwärtsflug irgendwie im Kopf auch anders tickt?

1:08:43Thomi Ineichen

Das höre ich teilweise auch von den Leuten, die sagen, das fühlt sich ganz anders an. Also es gibt Leute, die haben gesagt, das fühlt sich viel angenehmer an oder andere können gar nicht damit umgehen, wenn die schon beginnen zu drehen, dann haben die schon das Gefühl, wow, nein, das geht gar nicht. Und dann hören sie schon auf zu drehen, also stoppen die Maschine schon selber. Also das kann man nicht generell so erklären.

1:09:08Lucian Haas

Tommi, zum Ende hin, ich würde noch gerne mal einen Themensprung machen. Wir hatten ein kurzes Vorgespräch oder so ein bisschen hin und her gemailt und da hast du mir ein ganz interessantes Thema auch noch genannt, wo ich dachte, das würde ich mir gerne von dir etwas genauer erklären lassen. Da hast du ein bisschen über die Generation neuer Flugschüler seit der Corona -Zeit so ein bisschen gesagt, die Leute ticken irgendwie ein bisschen anders. Was ist da anders?

1:09:35Thomi Ineichen

Ja, also ich glaube, es sind, was ich so mitbekomme, eher Stadtleute. Also die haben vielleicht mit den Bergen früher in der Jugend oder als Kleinkinder oder Kinder weniger in den Bergen zu tun gehabt. Die kommen jetzt eigentlich so seit der Corona -Krise, es war eigentlich in der Zeit interessant, dass vor allem während der Corona -Krise, wo die Schweizer sich doch wahrscheinlich mehr bewegen durften als die Deutschen. Wir wurden nicht gleich so gegroundet, wir konnten also wirklich raus. Und da hat es wirklich die Möglichkeit, nach einer kurzen Pause, Schulungspause, eben wegen Corona, dann ergeben, dass sich dann viele überlegt haben, ja was mache ich denn jetzt im Sommer? Oder ich kann ja nicht reisen, ich kann nirgendwo hingehen.

1:10:21Thomi Ineichen

Oh, das Gleitschirmfliegen, das wäre vielleicht noch was. Da bin ich auch nicht so nah bei anderen zusammen, außer bei der Schulung vielleicht mit Maske. Aber ich bewege mich eigentlich in der Luft. Und das hat so einen Boom wieder ausgelöst. Und so sind die eigentlich wieder gekommen. Interessanterweise stellen wir immer wieder fest, dass viele haben sich eigentlich gar nicht so mit der Gleitschirmfliegen dann auseinandergesetzt. Haben vielleicht den ersten Höhenflug gemacht, zwei, drei Flüge nach vier Flügen, fünf Flüge und dann war es das dann gewesen. Und dann sind die plötzlich monatelang nicht mehr erschienen, sind nicht mehr gekommen, kommen dann wieder vorbei, vielleicht nach Monaten. Und wir beginnen praktisch wieder von Null.

1:11:07Thomi Ineichen

Wir müssen sie wieder schauen, wie die ihr Gurtzeug anziehen, wie sie den Schirm sortieren. Also das ist manchmal sehr, sehr schwierig. Und ich kriege dann manchmal einfach so ein bisschen das Gefühl, ja, werden die nicht irgendwo besser aufgehoben? Ist die Gleitschirmfliegen denn wirklich etwas, was du oder er oder sie machen möchte? Oder das ist einfach nicht gleichzusetzen, wie wenn man vielleicht Minigolf spielt, Fahrrad fährt oder irgendwie Schach spielt. Ich denke, Gleitschirmfliegen ist eine Auseinandersetzung mit der Fliegerei und das sollte möglichst seriös sein. Und so stellen wir uns den Schulungsbetrieb auch vor, dass die Leute dann halt eben regelmässig kommen,

1:11:56Thomi Ineichen

dazulernen und nicht immer wieder bei Null anfangen müssen. Also das ist wirklich so ein spezieller Trend. Wir haben im Moment auch eine grosse Schülerzahl und wenn wir aber sehen, wie viele Aktive wir da haben, dann ist das eindeutig auf der Liste der Nichtflieger oder Ab - und Zuflieger, als auf der die regelmässig zu uns kommen.

1:12:19Lucian Haas

Ist das denn ein anhaltender Trend oder war das so ein Boom in der Corona -Zeit und du würdest sagen, das war halt so ein, zwei Jahre, diese Generation oder was ist Generation, diese Kurzjahres -Generation, die haben wir jetzt, schleppen wir noch ein bisschen durch, aber die Flugschüler, die jetzt kommen, sind wieder aus deiner Sicht die normaleren, die jetzt mehr Interesse am Fliegen haben oder hält sich das immer noch weiter, dass durch diesen Boom die Leute erzählen das wieder anderen und die Freunde sagen dann, das will ich dann auch noch probieren und das heißt, ihr schleppt jetzt noch quasi ein paar Jahre diese Corona -Nachwehen als Flugschule mit?

1:12:55Thomi Ineichen

Ja, ich glaube, einerseits ist es sicher von Corona her so, aber ich glaube, den Trend, den sehen wir eigentlich immer noch und es ist immer wieder erstaunlich, plötzlich sehe ich wieder eine Person da bei uns stehen, beim Briefing oder wo ich sage, oh, den kenne ich noch irgendwie, aber den Namen habe ich schon längstens vergessen, der jetzt plötzlich wieder kommt und wir scheuen uns dann natürlich ab und zu nicht, dass der nochmal halt wieder an den Übungshang muss, dass der wieder einfach mal starten und, wie soll ich sagen, landen lernen muss, am Übungshang, weil das ist uns sonst einfach zu heikel, den wieder rauszulassen irgendwie an einem vielleicht später, vielleicht einem schwierigeren Starthang, das wäre uns dann schon ein wenig zu heikel und ich sehe den Trend immer noch ein bisschen nachklingen

1:13:41Thomi Ineichen

und wir versuchen dann wirklich mit den Leuten auch zu reden und versuchen sie etwas mehr zur Fliegerei wieder zu gewinnen und wenn das natürlich dann nicht weiterhält, viel mehr können wir eigentlich machen, aber uns ist natürlich wichtig, dass die Sicherheit während der Schulung einfach gewährt wird, dass da nicht einfach Leute wiederkommen, die Monate nichts mehr in den Fingern gehabt haben und denken, ja, das macht Flutsch und ich bin da schon wieder in der Luft, das ist uns dann schon ein wenig zu heikel.

1:14:12Lucian Haas

Das heisst, dann hat aber das Gleitschirmfliegen für die im Grunde sowas wie so ein Eventcharakter oder auch allein die Schulung, man muss vielleicht gar nicht irgendwann der selbstständige Pilot werden, sondern ich habe mal wieder ein Wochenende frei, du, ich könnte ja mal wieder ein bisschen Gleitschirmfliegen gehen, ich gehe mal wieder in die Flugschule, die lotsen mich da raus, die zeigen mir das Ganze und ich habe wieder ein Abenteuerwochenende irgendwie gehabt und das reicht dann wieder für das nächste halbe Jahr.

1:14:34Thomi Ineichen

Ja, also genau diesen Trend, den sehen wir das öfter mal wieder und ich denke, das ist einfach nicht gut und ich glaube, da sind wir uns einig, dass die Gleitschirmfliegen doch etwas anspruchsvoller ist und dass man da zwischendurch wirklich Sachen leisten muss, die vielleicht nicht immer so einfach beim Fliegen auftreten und da muss man gewappnet sein und sich auf sich verlassen können. Das ist enorm wichtig.

1:15:01Lucian Haas

Gibt es denn noch genügend Flugschüler, von denen du sagen würdest, die haben das Fliegergehen oder das Fliegerdenken noch drin und dass du sagst, eigentlich sind diese Stadtkinder, die das nur als Eventcharakter betrachten, das ist eigentlich nur obendrauf gesetzt, also die Basis ist da und jetzt kommen halt noch diese Stadtkinder dazu und eigentlich könntet ihr als Flugschule sagen, manchmal sind sie ein bisschen nervig, aber immerhin können wir mit denen Geld verdienen, dann schleppen wir die halt auch noch mit durch?

1:15:28Thomi Ineichen

Nein, also diejenigen, die wir jetzt wirklich in der Schule haben, die sind interessiert, die stellen Fragen, die setzen sich dann auseinander mit der ganzen Geschichte, schauen YouTube -Filme oder wir empfehlen ihnen gewisse Sachen sich anzuschauen, wir machen Groundhandlings mit diesen Leuten, die kommen dann auch, also das ist schon, da siehst du, ob sie interessiert sind, ob sie wollen, die wollen auch vorwärtskommen, die wollen dann vielleicht nach einem halben Jahr oder den nächsten haben, wenn das passt und sie dann die Flugfähigkeiten auch haben, die wir ihnen dann attestieren, das ist eigentlich ein guter Trend, also es gibt sowohl auch diejenigen, die uns Sorgen machen und die anderen, die wirklich dabei bleiben, das ist eigentlich noch der alte Charakter, den ich wahrscheinlich damals, als ich begonnen habe, auch

1:16:16Thomi Ineichen

also finde ich bei denen auch.

1:16:18Lucian Haas

Ihr könntet ja den GeForce Trainer so ein bisschen als Spreu vom Weizen trennen Instrument nutzen, indem ihr einfach die Leute, die ihr besucht habt, wo du sagst, bei denen sehe ich eh nicht, dass die Flieger werden, die setze ich mal drauf und drehe den mal richtig auf 5G hoch, dass denen so halb Blackout wird und sagst ja, das kann dir beim Fliegen schon passieren, ich weiss nicht, wenn du das nicht ausgehalten hast, vielleicht bist du nicht da richtig für

1:16:40Thomi Ineichen

geeignet. Also, das kann schon mal sein, aber wir machen dann, setzen den GeForce Trainer vielleicht mal ein, wenn sich die Wettersituation plötzlich ändert und wir haben vielleicht einen halben Morgen unter guten Bedingungen geschult und plötzlich zieht da was rein oder es kommt sehr viel Talwind auf, wo dann es halt für die Flugschüler etwas heikel wird, dann haben wir unseren GeForce Trainer. Und so ist es natürlich so, dass die meisten von unseren Flugschülern schon relativ schnell auf diesen GeForce Trainer kommen und sich dem anpassen können. Vielleicht noch ein anderer Trend, es ist natürlich nicht nur so, dass wir Gleitschirmflieger oder Flugschüler auf dem GeForce Trainer haben, wir haben ab und zu auch Fussgänger, da melden sich doch schon einige, die einmal schauen wollen,

1:17:26Thomi Ineichen

wie da ihre ganze Geschichte ausschaut, wie viel sie G -Kräfte ertragen und die freuen sich dann darauf. Wir hatten auch schon eine Acro -Piloting mit Sportflugzeugen, die sich bei uns gemeldet hat. Was wir auch neu anbieten können, sind sogar Drachenflieger, wir haben so ein Trapezwerk, das wir einbauen können und die versuchen dann eben Notschirme zu ziehen, wie G -Kräfte auszuhalten, so im Bereich, was ein Drachen so an G -Kräften erreicht, aber da haben wir zusätzlich einen anderen Trainer, der Fluglehrer ist für Drachen. Also das ist so ungefähr die Palette, die wir abdecken können.

1:18:06Lucian Haas

Wie lange

1:18:07Thomi Ineichen

willst du noch Gleitschirmfliegen? Ich ziehe mir das immer wieder an, ich denke, solange ich mich wohl fühle, also und ich höre da wirklich auf das Bauchgefühl und das ist etwas, was ich anderen auch immer sage, hört auf euer Bauchgefühl, wenn es mal draussen hackt und macht, hört, denkt oder fliegt runter oder verschwindet von da und solange es mir da noch Spass macht, das macht mir eigentlich immer noch Spass, ich habe vielleicht jetzt, habe mich von den D -Hochleistern schon vor einem Jahr ein bisschen verabschiedet, habe da wirklich schöne Flüge gehabt, nie was gehabt eigentlich und das ist für mich jetzt eigentlich so der Trend, den ich gerne mit guten Geräten weiterhin fliegen möchte, die mir passen und das denke ich, dass das sollte für mich nach ein paar Jahren möglich sein.

1:19:01Lucian Haas

Das wünsche ich dir dann auch, Tommy. Vielen, vielen Dank für dein Erzählen rund um den GeForce Trainer und alles Mögliche, was man da zu wissen, lernen, erfahren kann, von Blackout, Greyout, Farben verschieben, Körperspannung, Atemtechnik.

1:19:16Thomi Ineichen

Genau und Theorie natürlich, Theorie noch dazu.

1:19:19Lucian Haas

Vielen Dank dafür und ich hoffe, dass du noch einige Fliegergenerationen wirklich zum Fliegen bringen kannst, für die dann auch so ein GeForce Training wirklich sinnvoll eingesetzt ist und nicht nur einfach ein Eventcharakter.

1:19:31Thomi Ineichen

Ja wunderbar, vielen herzlichen Dank und auch dir wünsche ich natürlich tolle Flüge, geniesse es und vielen herzlichen Dank auch für deine wunderbaren Beiträge, die ich oft eher anhöre. Danke vielmals. Bots

1:19:51Lucian Haas

Glets ist der Podcast des Gleitschirmblogs Lu-Glidz. Alle zwei Wochen erscheint eine neue Folge. Wenn du jetzt gleich noch mehr hören willst, dann findest du bereits mehr als 140 interessante Talks im Archiv. Auf Bloglides und überall dort, wo es Podcasts gibt.

1:20:08Lucian Haas

Wenn dir gefällt, was ich dir hier biete und du auch in Zukunft noch mehr von Podz-Glidz hören und Lu-Glidz lesen willst, dann werde doch zum Unterstützer beider Projekte. Denn in Blog und Podcast stecken natürlich viel Zeit, viel Arbeit und einiges an Kosten. Welchen Betrag du als Förderer gibst, kannst du ganz frei wählen. Mein unverbindlicher Vorschlag sind 60 Euro im Jahr oder umgerechnet 5 Euro im Monat. Alle Informationen, wie dein Förderbeitrag mich erreicht, findest du auf der Website www Lu-Glidz.blogspot.com. Dort gibt es den Menüpunkt Fördern. Lu-Glidz schreibt sich Lu-Glidz. Allen Förderern sage ich Danke.

1:20:57Lucian Haas

Auf bald. Fall nicht vom Himmel. Ciao.

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